Am See TiberiasAm See Tiberias

Einheit: Am See Tiberias

Enthält: 2 Bausteine
Materialarten: Erzählung (für Jüngere) (1), Erzählung (für Ältere) (1)
Zielgruppen: Große im KiGo (11 bis 15), Grundschulkinder (6 bis 11), Kleine im KiGo (3 bis 6), Konfis
Meta-Thema: Abendmahl, Gemeinschaft, Jesus, Ostern
Bibelstelle: Johannes 21,1-21,14
Johannes 21,1-21,14

21

Der Auferstandene am See von Tiberias

1Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so:

2Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. 3Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts.

4Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. 5Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. 6Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.

7Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See. 8Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen.

9Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot. 10Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! 11Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht.

12Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr. 13Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch den Fisch.

14Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

I. Vorüberlegungen

Zugänge für den
Vorbereitungskreis

Der Vorbereitungskreis sollte sich Zeit nehmen, den Text gründlich durchzuarbeiten. Die Verwendung von Kopien aus mehreren Bibelübersetzungen (z. B. Basisbibel, Stuttgarter Erklärungsbibel) kann hilfreich sein.

Mögliche Arbeitsschritte:

1.Jeder liest den Text für sich und markiert Auffälligkeiten.

2.Sammlung: An welche biblischen Geschichten erinnert der Text? (Fischzug des Petrus, Berufungsgeschichte, Abendmahl, Tod und Auferstehung)

3.Austausch und Gespräch über die zuvor markierten Auffälligkeiten.

4.Welche weiteren Fragen ergeben sich aus dem Text?

Ein anderer Textzugang:

Vor dem Lesen des Textes erprobt der Vorbereitungskreis die unter Kreative Umsetzung vorgeschlagene Körperübung (s. Seite 186).

Zum Text / zum Thema

Die Jünger sind an den See Tiberias (Genezareth) in ihren alten Beruf zurückgekehrt. Sie fühlen sich schuldig. Sie haben Jesus im Stich gelassen und verleugnet. Sie wissen von der Auferstehung. Aber sie wissen noch nicht, was diese für sie bedeutet.

In der Gestalt am Ufer erkennen die Jünger den Auferstandenen. Jesus beruft sie mit einem wunderbaren Fischfang neu. Die 153 Fische sind die Anzahl der im Altertum bekannten Fischarten (nach Angabe des Kirchenvaters Hieronymus). So bekommt der Fischzug die Bedeutung eines Missionsauftrags. Ihm wird Erfolg verheißen: Das Netz zerreißt nicht.

Jesus lädt die Seinen zum Mahl ein. Hier wird die Erkenntnis der frühen Christen deutlich: Der Auferstandene ist gegenwärtig, wenn Abendmahl gefeiert wird. So wie der Auferstandene am See Tiberias gegenwärtig war, so ist er von nun an stets gegenwärtig, wenn in seiner Gemeinde das Abendmahl gefeiert wird.

Die Kinder und der Text /
das Thema

Im Leben von Kindern gibt es die Trauer über den Verlust eines Tieres oder den Tod eines Menschen. Viele kennen aber auch eine tiefe Traurigkeit über bestimmte Lebenssituationen. Das Gefühl, nicht mehr weiter zu wissen, ist einigen Kindern bekannt. Die Geschichte für diesen Sonntag kann Trost und Zuversicht vermitteln:

‣durch die Botschaft von der Auferstehung,

‣durch die neue Berufung der Jünger,

‣durch die Einladung zum Mahl,

‣dadurch, dass der Weg mit Jesus weitergeht.

Die Kinder können sich in der Situation der Jünger wiederfinden.

In der Feier des Abendmahls können sie spüren, dass der Weg der Botschaft von der Auferstehung bis heute weitergeht.

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente

Lieder

Du bist heilig (KKL 41/MKL 2 25/LH 40)

Eingangsliturgie

Legebild „Weg“ (s. Zur ganzen Reihe, S. 184)

Schlussliturgie

Legebild „Weg“ (s. Zur ganzen Reihe, S.184) Weitere Station anfügen:

Die Jesuskerze ist angezündet.

Die Jünger wussten nach Jesu Tod nicht, wie es weitergehen sollte.

Doch dann erschien Jesus ihnen am See Tiberias. Er hat sie zum Mahl eingeladen.

Kleines Brot legen; Jesuskerze daneben; schwarze Tücher entfernen.

Abendmahl

Zum Abschluss kann das Abendmahl gefeiert werden.

Kreative Umsetzung
der Geschichte

Körperübung für die Älteren

Die Körperübung kann die Gefühle der Jünger nach Jesu Tod und die Veränderung durch Ostern vergegenwärtigen.

Anleitung

Ich nenne euch gleich ein Gefühl.

Versucht, es mit eurem Körper auszudrücken.

Wählt dazu eine Körperhaltung und verharrt darin.

Wenn ihr den Ton der Klangschale hört, löst ihr eure Haltung wieder auf. Dann kommt das nächste Gefühl.

Wichtig

Jede und jeder bleibt ganz bei sich.

Niemand wird bewertet.

Niemand kann etwas falsch machen.

Sucht euch jetzt einen Platz im Raum.

Gefühle

traurig sein – ohne Hoffnung sein – zweifeln – einen Lichtblick sehen – Mut fassen – sich auf den Weg machen

Der besondere Tipp

  • Autor: Daniel Müller

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