Bibelgeschichten – als Trickfilm gestalten

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Bibelgeschichten – als Trickfilm gestalten

Materialart: Kreativangebot
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Storyboard für Trickfilm

Als ich vor 30 Jahren in die Kinderkirche ging, habe ich immer gespannt darauf gewartet, dass innerhalb der verschiedenen Altersgruppen eine (Bibel-)Geschichte erzählt wurde. Das ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich denke, dass sich das bis heute bei den Kinderkirchkindern nicht verändert hat. Die Geschichten der Bibel sind nach wie vor spannend, unterhaltsam, mal traurig, auch immer wieder schlimm, dann wieder fröhlich und oft Mut machend. Die Bibel ist voll von Helden, an denen wir uns orientieren können, und Orten, die neugierig machen.
Medien-Alltag ist Lebenswelt Was sich verändert hat ist unsere Welt drum herum. Sehr massiv haben sich die digitalen Medien und auch das Internet im Alltag der Familien und der Kinder verbreitet. Wir haben Zugang zu zahllosen Geschichten in unterschiedlicher Form: Film- und Audiogeschichten, Text- und Bildergeschichten, wahre und unwahre, aus dem Wohnzimmer von nebenan und der fernen Welt. Im Film und in Serien gibt es Geschichten mit realen Menschen, die uns sehr vertraut werden. Ihre Schicksale gehen uns nahe. Auch Trickfilmfiguren bieten für Kinder hohe Identifikationsmöglichkeiten. Diese Medienhelden sind heutzutage viel präsenter als früher. Man kann ihnen bereits beim Frühstück und in der Bahn begegnen. Dabei lässt sich genau auswählen, was man sehen möchte. Noch dazu ist der Zugang oft kinderleicht.
Ich denke nicht, dass durch diese Medien-Geschichten-Flut der Reiz von erzählten Bibelgeschichten im Kindergottesdienst verloren geht. Ich kann mir aber vorstellen, dass es die Erzählenden manchmal nicht leicht haben, die Bibelgeschichten genauso lebendig und bildhaft rüberzubringen, wie das aus dem Fernsehen gewohnt ist.

Bibelgeschichten als Trickfilm

Als Medienpädagogin gehe ich selbst gerne mit Medien um. Ich konsumiere und gestalte sie. Weil ich Bibelgeschichten anderen mit Leidenschaft näherbringe, möchte ich
motivieren, sie mal als Trickfilm zu gestalten; es ist für die Kinder ein anderer Zugang. Außerdem möchte ich hier den Bibel-Filmpreis »Silbernes Schaf« vorstellen.
Vor ein paar Jahren waren für einen Trickfilm noch besondere Kameras und aufwendige Programme sowie einiges an Filmwissen notwendig. Heute verdanken wir es dem Smartphone und den Tablets, dass jeder überall und relativ einfach einen sehenswerten StopMotion-Trickfilm produzieren kann. Jede und jeder, auch Kinder, können selbst aktiv werden und eigene Geschichten in Form eines Trickfilms gestalten und erzählen. Aufgrund der Erfahrung, dass diese Technik derzeit für Amateure die einfachste und effektivste Weise ist, werde ich mich hier auf die Trickfilmgestaltung mit Smartphone und Tablet beschränken.
Im Kindergottesdienst geht es ja in erster Linie um die Geschichten der Bibel und seltener um eigene Geschichten. Aber wie wäre es, wenn die Kinder den »Auszug aus Ägypten«, »Jona und der Wal«, »Die Kreuzigung Jesu« oder eine der anderen Geschichten als Trickfilm nacherzählen oder auf ihre eigene Weise interpretieren? Da heißt es dann nicht nur zuhören und darüber reden. Die Kinder sind aufgefordert, aktiv zu überlegen: Welche Figuren brauchen wir? Wie sollen diese aussehen? Wo spielt das Ganze? Wie war das damals? Wie stellen wir diese Szene dar? Brauchen wir Ton? Stimme? Geräusche? Musik? … Plötzlich muss man sich gemeinsam noch einmal intensiver mit einer Geschichte auseinandersetzen.

 

Zum gesamten Artikel (PDF) aus der Evangelischen Kinderkirche 1/2019

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