Die Himmelfahrt JesuDie Himmelfahrt Jesu

Einheit: Die Himmelfahrt Jesu

Enthält: 2 Bausteine
Materialarten: Erzählung (für Jüngere) (1), Erzählung (für Ältere) (1)
Zielgruppen: Große im KiGo (11 bis 15), Grundschulkinder (6 bis 11), Kleine im KiGO (3 bis 6)
Themenstellungen: Abendmahl, Gemeinschaft, Himmelfahrt, Jesus
Bibelstelle: Markus 16,15-20
  • Das Evangelium nach Markus (Mk 16,15-20)

15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.

16 Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, in neuen Zungen reden,

18 Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, so wird's gut mit ihnen.

19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.

20 Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.]

I. Vorüberlegungen

Zugänge für den
Vorbereitungskreis

Der Vorbereitungskreis liest zunächst den Text unter Hinzunahme von Vers 14. Der Schwerpunkt liegt für uns auf folgenden Versen:

V 15: Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium.

V 16a: Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden.

V 19b: Und der Herr wurde aufgehoben in den Himmel.

Für den Austausch kann es hilfreich sein, die Verse mit vorbereiteten Textstreifen dem Bild von Hans-Georg Anniès zuzuordnen. Eine erläuternde Bildbeschreibung finden Sie unter Kreative Umsetzung der Geschichte.

Zum Text / zum Thema

Der Textabschnitt gehört zu einem Anhang an das Markus-Evangelium aus dem 2. Jahrhundert.

Während die Jünger das Mahl feiern, kommt der Auferstandene zu ihnen. Bevor er zu seinem Vater in den Himmel zurückkehrt, gibt er seinen Jüngern den Missions-Auftrag. Sie sollen seine Sache weiterführen, den Glauben in jedem Einzelnen wecken und die Menschen taufen. Jesus verspricht den Seinen, ihnen bei der Mission zu helfen. Die aufgeführten Wunderzeichen stehen für die wirksame Kraft des Heiligen Geistes. Manches davon kommt uns heute fremd vor.

Damals wie heute gilt aber:

√Die Nähe Christi wird erfahrbar in der Verkündigung und in der Taufe.

√Menschen kommen durch die Kraft des Heiligen Geistes zum Glauben. Sie berichten sehr unterschiedlich von der Kraft des Heiligen Geistes.

Die Kinder und der Text /
das Thema

Im Verlauf der Reihe folgen die Kinder dem Weg der Jünger. An diesem Sonntag geht es um den Abschied Jesu, bevor er in den Himmel auffährt. Die Jünger erhalten dabei einen Auftrag: Sie sollen von Jesus erzählen und die Menschen taufen.

Die Kinder können diesen Auftrag inhaltlich füllen. Sie haben Vorstellungen davon, welche Geschichten die Jünger erzählen würden. Sie kennen die Taufe.

Im Gottesdienst sollte jedes Kind die Erfahrung machen, von Gott geliebt zu sein. Deshalb beschränken wir uns bei der Textauswahl auf die frohe Botschaft von der Rettung.

Für die Arbeit mit den Kindern ist darauf zu achten, dass die geschilderten Wunderzeichen als Wirkung des Heiligen Geistes gedeutet werden und keine Handlungsanweisung (Schlangen, Gift) darstellen.

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente

Eingangsliturgie

Legebild „Weg“ (s. Zur ganzen Reihe, S. 184)

Aber dann kamen die Frauen vom Grab. Sie erzählten: »Jesus ist auferstanden.«

Jesuskerze anzünden.

Aber die Jünger konnten es nicht glauben. Doch dann erschien ihnen Jesus am See. Er hat sie zum Mahl eingeladen. Da wussten sie: Jesus ist auferstanden. Er lebt.

Kleines Brot legen; Jesuskerze daneben; schwarze Tücher entfernen.

Aber die Jünger wissen nicht, was sie nun tun sollen.

Hier schließt sich die Gruppenarbeit an.

Schlussliturgie

Legebild „Weg“ (s. Zur ganzen Reihe, S. 184)

Anfügen einer weiteren Station

Jesus kommt zu seinen Jüngern. Er hat einen Auftrag für sie. Sie sollen von ihm erzählen. Sie sollen taufen.

Dann geht Jesus zu Gott in den Himmel.

Schale mit Wasser; Jesuskerze dazustellen.

Kreative Umsetzung der Geschichte

Gestaltung einer eigenen ›Taufschale‹ :

Oft sind alte Taufschalen mit einem Spruch versehen. Die Kinder können dies nachempfinden, indem sie eine runde Pappvorlage einer Taufschale mit einem selbstgewählten Bibelwort versehen, den eigenen Namen hineinschreiben und alles ausgestalten.

Bildbetrachtung

zum Holzschnitt von Hans-Georg Anniès:

Missionsauftrag (s. Seite 183).

Dem Bild liegt Matthäus 28,16–20 zugrunde. Es eignet sich auch zur Erschließung des Missionsauftrags nach dem Markusevangelium. Wir laden ein, das Bild genau zu betrachten. Mit den Kindern sammeln wir:

◻Was seht oder erkennt ihr auf diesem Bild?

◻Was wollte der Künstler wohl damit sagen?

Goldene Bänder durchziehen das Bild wie Straßen. Sie bilden ein Jota-Chi: die griechischen Anfangsbuchstaben von Jesus Christus. Mit ausgebreiteten Armen sieht man darin die segnende Gestalt Jesu Christi. Der Körper wird durch einen Kirchturm gebildet. Die Wundmale an Händen und Füßen zeigen: Der Auferstandene ist der Gekreuzigte. Seine Füße umfassen die Erde (kleiner schwarzer Kreis). Ein gelber Kreis beschreibt den Weltkreis, das ganze Universum. Schwarze Ellipsen deuten die Kraft an, die vom Auferstandenen ausgeht. Sie setzt Menschen in Bewegung. In Gruppen zu 2, 3, und 5 Personen gehen sie predigend in die vier Himmelsrichtungen.

Ihre Verkündigung wird durch die abgebildeten Gegenstände verdeutlicht: Glockentürme, Taufsteine, Lesepulte mit Bibeln. Es ist der Missionsauftrag Jesu Christi, Gemeinde zu sammeln, die gute Nachricht von der Auferstehung und der Rettung zu predigen und zu taufen: »Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden!«

(Markus 16,15–16a)

Taufe nachspielen

Die jüngeren Kinder können die Taufe mit einer Puppe nachspielen.

  • Autor: Daniel Müller