Gott schützt sein Volk in der Freiheit: Die zehn GeboteGott schützt sein Volk in der Freiheit: Die zehn Gebote

Einheit: Gott schützt sein Volk in der Freiheit: Die zehn Gebote

Enthält: 2 Bausteine
Materialarten: Erzählung (für Jüngere) (1), Erzählung (für Ältere) (1)
Heft: Ev. KiKi 2020 / 3
Bibelstelle: 2. Mose 20,1-20,21
2. Mose 20,1-20,21

20

Die Zehn Gebote

(vgl. 5. Mose 5,6-21)

1Und Gott redete alle diese Worte:

2Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

4Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, 6aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

7Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

8Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. 9Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

12Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.

13Du sollst nicht töten.

14Du sollst nicht ehebrechen.

15Du sollst nicht stehlen.

16Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

17Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

18Und alles Volk sah den Donner und die Blitze und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Als sie aber solches sahen, flohen sie und blieben in der Ferne stehen 19und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass Gott nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben. 20Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, euch zu versuchen, damit ihr’s vor Augen habt, wie er zu fürchten sei, und ihr nicht sündigt. 21So stand das Volk von ferne, aber Mose nahte sich dem Dunkel, darinnen Gott war.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Gott befreit sein Volk. Er begleitet und versorgt es. Darüber hinaus gibt Gott den Israeliten gute Regeln, damit sie das Leben mit ihm und untereinander in der Freiheit gut gestalten können. Der Weg seines Volkes führt nicht direkt ins Gelobte Land, sondern durch die Wüste. Sie ist ein Ort der Gefährdung des Lebens (vgl. 2.8.), aber auch ein Ort der besonderen Gottesbegegnung. Gott ist nicht nur da, wenn er die große Not wenden muss, sondern auch im Alltag der Menschen.

Regeln sind für Kinder ein spannendes Thema. Sie kennen Regeln aus verschiedenen Zusammenhängen: Zuhause, Kindergarten, Schule, Freundeskreis …

Regeln werden oft als »nervig« erlebt, da sie Freiheit einschränken. Spielregeln zum Beispiel. Durch Spielregeln werden aber Rahmenbedingungen geschaffen, die das Spiel für alle zu gleichen Bedingungen ermöglichen. Niemand hat einen Vorteil gegenüber jemand anderem. Darum geht es auch Gott. Die Zehn Gebote wollen nicht unsere Freiheit einengen, sondern sie schützen und das Zusammenleben mit Gott und den Menschen untereinander zu ermöglichen.


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  • Autor: Daniel Müller

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