Große im KiGo – Geschichten für die »Großen«Große im KiGo – Geschichten für die »Großen«

Einheit: Große im KiGo – Geschichten für die »Großen«

Materialarten: Andacht, Bibelarbeit, Erzählung (für Ältere)
Zielgruppen: Große im KiGo (11 bis 15), Mitarbeitende
Heft: Ev. KiKi 2021 / 3

10-14-Jährige als Zuhörerinnen und Zuhörer I. Hintergrund Dieser Beitrag des »Arbeitskreises Große im Kindergottesdienst« ist anders als die bisherigen Beiträge: Es wird kein Gottesdienstvorschlag gemacht. Stattdessen möchten wir Tipps geben, die sich auf verschiedene Geschichten und Kindergottesdienstformen anwenden lassen. Der Beitrag soll helfen, die Arbeit in der Kinderkirche zu reflektieren. II. Aus der Perspektive der […]


Vorschau:

10-14-Jährige als Zuhörerinnen und Zuhörer

I. Hintergrund

Dieser Beitrag des »Arbeitskreises Große im Kindergottesdienst« ist anders als die bisherigen Beiträge: Es wird kein Gottesdienstvorschlag gemacht. Stattdessen möchten wir Tipps geben, die sich auf verschiedene Geschichten und Kindergottesdienstformen anwenden lassen. Der Beitrag soll helfen, die Arbeit in der Kinderkirche zu reflektieren.

II. Aus der Perspektive der Entwicklungspsychologie

Die »Großen« im Kindergottesdienst sind die Kinder, die etwa 10 bis 14 Jahre alt sind. Es ist schwer, »die Großen« als eine Gruppe festzulegen, weil sie sich nicht nur von Kinderkirche zu Kinderkirche unterscheiden, sondern insbesondere von Kind zu Kind. Trotzdem gibt es ein paar Eckpunkte, an denen man sich orientieren kann.

  • 10-14-Jährige befinden sich in einer sehr spannenden Übergangsphase in ihrem Glauben. Zum einen haben sie eine große Fantasie und sind in der Lage, sich Dinge bildlich vorzustellen. (Dabei spielen insbesondere spannende Geschichten und Mythen eine große Rolle.) Die Kinder verstehen diese Geschichten in der Regel wörtlich. Das dient dazu, sich in der Welt zu orientieren.Zum anderen können sie eine symbolische Sprache in der Regel noch nicht verstehen. Der Himmel ist oben, die Hölle ist unten. Beides sind konkrete Orte für die Kinder, wie zum Beispiel die eigene Stadt.
  • Mit dem Hinweis »das ist symbolisch gemeint«, können die wenigsten Kinder etwas anfangen. Deswegen wird besonders in diesem Alter Gott hauptsächlich wie ein menschliches Wesen aufgefasst: Er verhält sich wie ein Mensch und alle seine Handlungen in den Geschichten werden wie menschliche Handlungen aufgenommen.Die große Stärke dieser Wahrnehmung liegt in der Offenheit für das, was man
    »erzählten Sinn« nennen kann. Die Kinder können in erzählten Geschichten leben und sie mit Hilfe ihrer Fantasie zum Leben erwecken. Dies kann fruchtbar gemacht werden, indem die Kinder beispielsweise in die »Gestaltung der Lebenswelt der Geschichte« mit einbezogen werden: Sie können sich die tollsten Landschaften vorstellen, sie erzählen, malen, gestalten.
  • Besonders in diesem Alter hängen die Kinder buchstäblich an den Lippen der Erzählerin/des Erzählers

 

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  • Autor: Josef Herbasch