Jesus in Gethsemane (auch als KiGo zuhause)Jesus in Gethsemane (auch als KiGo zuhause)

Einheit: Jesus in Gethsemane (auch als KiGo zuhause)

Enthält: 3 Bausteine
Materialarten: Erzählung (für Jüngere) (1), Erzählung (für Ältere) (1), Kreativangebot (1)
Zielgruppen: Familien, Große im KiGo (11 bis 15), Grundschulkinder (6 bis 11), Kleine im KiGO (3 bis 6), Konfis
Themenstellungen: Engel, Jesus, Kreuz, Ostern, Passionszeit, Stärke / Resilienz
Bibelstelle: Lukas 22

Diese KiGo-Entwurf wurde so angepasst, dass Eltern mit Ihren Kinder auch einen Gottesdienst-zu-Hause feiern können. Die Erzählung kann auch in zwei Teile geteilt an verschiedenen Tagen nacherzählt oder vorgelesen werden.

Hintergrundwissen für die Eltern

Jesus ist „am Ende“. Er ahnt sein Schicksal und hadert damit. Er „ringt“ geradezu körperlich mit Gott. Gott erspart ihm sein Schicksal nicht, aber schickt einen Engeln, der Jesus stark macht.

Zum Bibeltext – 1. Teil

Jesus geht mit seinen Leuten zum Ölberg. Der liegt etwa einen Kilometer von Jerusalem entfernt auf der anderen Seite des Kidrontales. Vermutlich war die Stadt während des Passafestes von Festpilgern überlaufen, sodass Jesus mit seinen Jüngern am Ölberg (unter freiem Himmel) übernachtet hat. Er mahnt seine Jünger angesichts der kommenden Bedrohung zu beten, geht ein Stück für sich und betet selbst. Wie öfter spricht er Gott mit dem vertrauensvollen „Vater“ an, auch wenn er weiß, dass ihn ein schlimmes Schicksal (= Kelch) erwartet. Jesus fügt sich allerdings gehorsam dem Plan Gottes und wird von einem Engel gestärkt. Wie dies geschieht, erfahren wir nicht. Solange Jesus heftig im Todeskampf betet, schlafen die Jünger ein. Jesus ermahnt sie noch einmal, wach zu bleiben und zu beten.

2. Teil

Jesus ist mit seinen Jüngern am Ölberg. Sein Jünger Judas führt eine kleine Abteilung der Tempelpolizei im Auftrag des jüdischen Hohen Rates zu Jesus. Er kennt die Stelle, wo sie gewöhnlich übernachten und begrüßt Jesus dort, als sei alles gut und normal. Der Kuss (vermutlich auf die Wange) ist ein Zeichen der tiefen Vertrautheit. Jesus entlarvt den Kuss als Erkennungszeichen für die mitgebrachten Soldaten.

Die Jünger wollen sich und Jesus verteidigen. Sie müssen also teilweise bewaffnet gewesen sein. Lukas 22,38 berichtet, dass die Jünger über zwei Schwerter verfügen. (Bei einem der Jünger, Simon mit Beinamen „Zelotes“, kann man davon ausgehen dass er der Gruppe der Zeloten angehört hatte, die eine gewaltsame Befreiung von der römischen Oberherrschaft anstrebte.) Tatsächlich kommt es zu einem Übergriff: Einer der Jünger verletzt einen Soldaten am Ohr. Davon erzählen alle Evangelien. Dass Jesus nicht nur weitere Gewalt verhindert, sondern das Ohr dieses „Feindes“ wieder heilt, findet sich aber nur bei Lukas. Jesus stellt sich den angerückten Soldaten. Zugleich kritisiert er die bewaffnete Nacht-und-Nebelaktion. Er deutet seine Verhaftung als Ausdruck der Macht der „Finsternis“ (= das Böse, das das Tageslicht scheuen muss).

DER CLOU (und deshlab ist es auch gut, beide Geschichten im Zusammenhang zu sehen). Das Gebet und Gottes Hilfe (Engel) haben Jesus stark gemacht, er erscheint darum als „Herr der Lage“, obwohl er gefangen genommen wird.

3. Die Kinder und der Text / das Thema

Kinder fühlen sich gelegentlich „ausgeliefert“. Sie können nicht bestimmen und durchsetzen, was sie wollen. Wenige werden extreme Dinge wie Gewalt und Missbrauch erlebt haben. Manche haben bestimmt auch schon Erfahrungen mit schweren Krankheiten (bei sich oder anderen) gemacht, denen man nicht ausweichen kann.

Dazu gehört auch die Erfahrung: Wenn ich bete – auch in Notlagen – bekomme ich nicht immer das, worum ich Gott bitte. Die Geschichte zeigt dennoch, das Beten richtig und wichtig ist, denn es verleiht Kraft, um auch mit schlimmen Ereignissen zurecht zu kommen.

Die Älteren werden in der Geschichte sicher Anzeichen dafür finden, dass hier Unrecht geschieht. Schlimm ist auch der Kontrast zwischen der liebevoll-vertrauten Begrüßung durch Judas und dem Verrat, den Judas damit verübt. Das nehmen Kinder gut wahr. Mitten in allem Schlimmen verübt Jesus eine Heilung. Er setzt der Gewalt Liebe entgegen. Damit lernen Kinder eine besondere „Eigenschaft“ von Jesus kennen.

Frank Widmann

So könnte eine kurzer GOTTESDIENST zuhause ablaufen (Liturgie):

BEGINN (Votum): Ein Kerze wird angezündet – und der Gottesdienst beginnt mit dem Worten: „Wir feiern jetzt Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

LIED: Danke für diesen guten Morgen (z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=IMCeBIDHHhU)

BIBLISCHE ERZÄHLUNG: Im Garten Gethsemane (Jesus betet – Jesus wird festgenommen) – wählen Sie einen der angehängten Erzählungen aus.

LIED: Von guten Mächten wunderbar geborgen (z.B. hier vom Autor selbst gesungen: https://www.youtube.com/watch?v=aN7dGz6NH5M)

GEBET

Danke Gott, dass wir zu Dir beten dürfen, und danke dass wir darauf vertrauen können, dass Du uns hörst. Danke Gott, dass Du Deinen Sohn Jesus auf die Welt geschickt hast, und dass Du ihm die Stärke geschenkt hat, sein Leben für uns zu opfern. Wir bitten Dich, dass Du uns allen die Sträke schenkst, um diese Zeit, in der wir auf vieles verzichten müssen. Wir denken besonders auch die Menschen , die jetzt zuhause alleine sein müssen, hilf uns zu sehen, wem und wie wir selbst helfen können. Wir bitten Dich um deinen Segen. AMEN

IM ANSCHLUSS können Sie Kinder eine der zugehörigen Kreativ-Ideen umsetzen.

  • Autor: Daniel Müller