Krippenspiel mit Corona einige Überlegungen dazuKrippenspiel mit Corona einige Überlegungen dazu

Einheit: Krippenspiel mit Corona einige Überlegungen dazu

Heft: Ev. KiKi Nr. 4 / 2020
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Krippenspiel mit Corona

Noch niemand kann sagen, wie wir im Advent die Weihnachtsspiele proben oder ob wir sie in dichtbesetzten Kirchen aufführen können. Es wird viel davon abhängen, wie sich die Covid-19-Infektionszahlen entwickeln. Je weniger Menschen erkranken, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit sich schnell und weit verbreitet.

Nachfolgend einige Überlegungen für den Fall, dass die Regeln und Vorschriften streng bleiben oder wieder strenger werden:

Regeln für die Gemeinde
  • Womöglich muss in den Kirchen weiterhin Abstand gehalten werden. Dann nutzt man das gültige Hygienekonzept und besetzt die Bänke oder Stühle, die vorgesehen sind. Eine Familie, die zusammenwohnt, darf auch in der Kirche eng zusammensitzen. Hier müssen dann natürlich die Anschlussabstände zu den anderen Gemeindegliedern beachtet werden.
  • Durch das Abstandhalten werden Gemeindeglieder vermutlich bis in die letzten Reihen sitzen. Bei der Aufführung des Weihnachtsspiels ist darauf zu achten, dass man auch ganz hinten noch gut sehen und hören kann. Also lieber Mikros zusätzlich ausleihen und Kulisse und Schauspiel nicht zu »kleinteilig« gestalten. Mikrofone können vorher einmal mit Seifenlauge abgewischt werden. Wo Mikrofone weitergereicht werden, sollen sich die Betreffenden hinterher die Hände gründlich waschen.

Regeln für die Aufführung
  • Wohl denen, die eine große Kirche haben.

    Wo für die Weihnachtsspiel-Aufführung viel Platz ist, können die Schauspielenden auch untereinander gut Abstand halten. In engen Kirchen oder Gemeindehäusern sollten in einzelnen Szenen nicht zu viele Rollen vorkommen. Große, turbulente Wimmel-Szenen sollte es dieses Jahr lieber nicht geben.

    Das hat auch den Vorteil, dass man schon im Vorfeld mit kleinen Gruppen parallel in verschiedenen Räumen proben kann.

  • Die ganze Kirche/der ganze Saal kann bespielt werden. Dabei können (mit Abstand zur Gemeinde) z. B. die Kanzel oder die Empore (teilweise) mit einbezogen werden.
  • Ob wir manche Gottesdienste an Heiligabend dieses Jahr zweimal hintereinander feiern, damit nicht zu viele Menschen auf einmal in der Kirche sind?
  • Die Krise mitspielen lassen?

    Ob die Kinder teilweise beim Spielen Mund-Nasen-Schutz tragen? Das ist sicher beim Sprechen nicht optimal, könnte aber, wenn man sich nur bewegt, als »Stilmittel« verwendet werden. Wenn Maria und Josef z. B. nach einer Unterkunft fragen, dann tun sie das, wie das bei uns gerade angebracht ist, vielleicht tatsächlich mit Maske.

  • Zwischen Personengruppen könnte eine Plexiglaswand stehen. Diese könnte z. B. den Abstand zwischen König Herodes und den Sterndeutern noch unterstreichen.
  • Es ist auch denkbar, das Weihnachtsspiel digital vorzuproduzieren. Die Kinder bekommen den Auftrag, ihre Sprechrollen zuhause einzusprechen oder sich in einer bestimmten Position filmen zu lassen.
    Bei solch einer Aktion steckt der größte Aufwand in der Vorbereitung. Für die »Aufführung« selber ist dann nur noch ein Projektor und eine große Leinwand vonnöten sowie ein/zwei technisch versierte Mitarbeitende.

Anmerkungen zu:

»Wir bauen eine Weihnachtskrippe auf«

Leonberger Krippenspiele zum Mitmachen (online verfügbar ab Oktober)

  • Die beiden »Mitarbeitenden« können sehr gut Abstand voneinander halten.
  • Bei den aus der Gemeinde spontan mit einbezogenen Leuten muss gut auf den Abstand geachtet werden. Bitte im Vorfeld gut überlegen und planen! (Vielleicht können einzelne Gruppen, Maria/Josef, Hirten/Engel …) jeweils aus einer Familie genommen werden.)

Anmerkungen zu:

»Die Sterngucker« (online verfügbar ab Oktober)

  • Die Freunde müssen nicht zwingend zusammen auf einer Bank sitzen, sondern können sich (mit Abstand und je eigenem Mikrofon) an verschiedenen »Aussichtsplätzen« befinden.
  • Auch hier könnten Maria und Josef, die Hirten und Engel … aus einer Familie/Schulklasse/Kindergartengruppe kommen.
  • Der »Bürger« kann von einem besonderen Platz in der Kirche (Kanzel?) mit den Hirten reden.

Anmerkungen zu:

»Wir haben seinen Stern gesehen« (online verfügbar ab Oktober)

  • Die Erzählperson kann gut für sich an einer markanten (oder verborgenen) Stelle stehen.
  • Da das Stück mit wenig Rollen auskommt, fürfte hier der Abstand einfach(er) einzuhalten sein.

Frank Widmann

  • Autor: Daniel Müller

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