Monatsgottesdienst November 2021: Gott traut Jeremia etwas zuMonatsgottesdienst November 2021: Gott traut Jeremia etwas zu

Einheit: Monatsgottesdienst November 2021: Gott traut Jeremia etwas zu

Enthält: 1 Baustein
Materialarten: Andacht, Gruppenspiel, Kreativangebot
Zielgruppen: Große im KiGo (11 bis 15), Grundschulkinder (6 bis 11), Kleine im KiGo (3 bis 6)
Meta-Thema: Berufung, Propheten
Heft: Ev. KiKi 2021 / 4
Bibelstelle: Jeremia 1, 1 - 10
Jeremia 1,1-1,10

1

1Dies sind die Worte Jeremias, des Sohnes Hilkijas, aus dem Priestergeschlecht zu Anatot im Lande Benjamin. 2Zu ihm geschah das Wort des Herrn zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Herrschaft 3und hernach zur Zeit Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis ans Ende des elften Jahres Zedekias, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis Jerusalem weggeführt wurde im fünften Monat.

Jeremias Berufung

4Und des Herrn Wort geschah zu mir: 5Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. 6Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. 7Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. 8Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der Herr.

9Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. 10Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

I. Vorüberlegungen Zur Planung des Gottesdienstes Berufungserzählungen ziehen sich durch die Bibel. Sie scheinen wenig mit dem Leben der Kinder zu tun zu haben. Nun ist es allerdings so, dass in den Berufungserzählungen eine Facette Gottes wie in einem Brennglas sichtbar wird: Gott stößt auf Widerspruch und Widerstand, wenn er Menschen in seinen Dienst stellen […]


Vorschau:

I. Vorüberlegungen

Zur Planung des Gottesdienstes

Berufungserzählungen ziehen sich durch die Bibel. Sie scheinen wenig mit dem Leben der Kinder zu tun zu haben. Nun ist es allerdings so, dass in den Berufungserzählungen eine Facette Gottes wie in einem Brennglas sichtbar wird: Gott stößt auf Widerspruch und Widerstand, wenn er Menschen in seinen Dienst stellen will. Er stellt sich dem Widerspruch und setzt sich mit den Argumenten auseinander, die gegen die Berufung vorgebracht werden.

In einem engeren Sinne wird von Berufung gesprochen, wenn Gott einem bestimmten Menschen einen Auftrag gibt.

Martin Luther hat eine weitere Vorstellung: Berufung betrifft unseren Alltag, weil jede Rolle und Funktion, die wir in unserem Leben einnehmen und ausfüllen, eine Berufung ist: Vater oder Mutter, Tochter oder Sohn, Freund oder Freundin, Mitarbeiter oder Chefin … So haben haben auch die Kinder schon eine Berufung, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Der leider etwas aus der Mode gekommene Begriff »Beruf« leitet sich von Berufung ab. Der Beruf, den wir ausüben, soll und kann auch Berufung sein. In einer Gesprächsphase nach der Erzählung soll versucht werden, zu entdecken, wozu Gott jede und jeden beruft.

Beim Abendmahl wird uns das Wort Gottes »in den Mund gelegt« und wir können es sinnlich wahrnehmen.

Die Erzählung könnte Anlass sein, mit den Kindern Abendmahl zu feiern.

Im Buch des Propheten Jeremia gibt es einige psalmähnliche Gebete, die sog. Confessionen. In ihnen fasst Jeremia seine Not in Worte, die er infolge seines Amtes als Prophet hat. Eines dieser Gebete wird als Alternative zum Psalm für den Gottesdienst angeboten (siehe unten). Es ist wohl eher für ältere Kinder geeignet.

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  • Autor: Josef Herbasch

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