Christian und sein Schirm (Erzählung zum Thema Segen)Christian und sein Schirm (Erzählung zum Thema Segen)

Christian und sein Schirm (Erzählung zum Thema Segen)

Erzählung (für Jüngere)

Materialart: Erzählung (für Jüngere)
Zielgruppen: Familien, Grundschulkinder (6 bis 11), Kleine im KiGo (3 bis 6)
Meta-Thema: Segen, Stärke / Resilienz

Vorschau:

Die Erzählungen

Schön ist es, wenn die Kinder bei den Erzählungen unter einem Schirm (Sonnenschirm) oder in einer Hütte (Stühle mit Decke darüber) zusammen sitzen können.

 

 Erzählung: Christian und sein Schirm

 

Christian ist auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause. Er zieht seinen Schirm auf dem Gehweg hinter sich her. Klack, klack macht es auf den Steinplatten. Es ist warm geworden. Christian ist müde. Heute Morgen hatte es geregnet. Unter einem Schirm laufen, wenn der Regen darauf prasselt – das macht Spaß. Jetzt aber am Mittag hätte er ihn gern im Kindergarten gelassen. Aber Frau Lang hat gesagt: „Nimm ihn wieder mit nach Hause.“

Da sieht Christian die beiden großen Mädchen an der Bushaltestelle. Er kennt sie. Sie sind in der 3. Klasse, Pauls Schwester Laura und ihre Freundin. Die beiden ärgern ihn immer, rufen ihm blöde Sachen nach.

Christian geht langsamer. Er hat keine Lust die Mädchen zu treffen. Aber was soll er tun? Es gibt keinen anderen Weg. Er muss an der Haltestelle vorbei, sonst kommt er nicht nach Hause. Die beiden Mädchen haben Christian noch nicht entdeckt. Sie hocken auf der Lehne der Sitzbank und reden miteinander. „Gleich sehen sie mich“, denkt Christian. Er bleibt bei den Kaugummiautomaten stehen und spielt mit den Drehknöpfen herum.

„Ei, guck mal, wer da kommt!“, ruft plötzlich Lauras Freundin. Die Mädchen kichern laut. Christian starrt auf die Hauswand. Fieberhaft denkt er nach: „Wie komme ich da bloß vorbei?“ Da hat er eine Idee. Christian nimmt seinen Schirm und spannt ihn auf. Mit erhobenem Kopf, den Schirm über sich geht er los. Und mit mutigen Schritten geht er an der Bushaltestelle vorbei. Die Mädchen sind verblüfft. Als der Junge schon fast vorbei ist, sagt Ina: „Schau mal, dort regnet es.“ Aber mehr fällt den beiden nicht ein.

Christian geht weiter mit seinem Schirm, bis er um die Ecke ist. Jetzt hält er an und sagt laut zu seinem Schirm: „Die haben wir ganz schön überrascht!“ Und als er den Schirm wieder zusammenklappt, denkt er: „So ein Schirm ist einfach klasse. Er schützt eben nicht nur vor Regen!“ Und dann rennt er lachend nach Hause.

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  • Autor: Charlotte Altenmüller
  • © Verlag Junge Gemeinde

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