Das andere EndeDas andere Ende

Das andere Ende

Erzählung (für Ältere)

Materialart: Erzählung (für Ältere)
Zielgruppen: Große im KiGo (11 bis 15), Grundschulkinder (6 bis 11)
Meta-Thema: Kreuz, Passionszeit, Tod und Trauer
Heft: Ev. Kiki 2022 / 2
Bibelstelle: Johannes 19,17-19,30
Johannes 19,17-19,30

17und er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. 18Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte.

19Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. 20Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. 21Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden König, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der Juden König. 22Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.

23Die Soldaten aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch den Rock. Der aber war ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück. 24Da sprachen sie untereinander: Lasst uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22,19): »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.« Das taten die Soldaten.

25Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. 26Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! 27Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

28Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. 29Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten ihm den an den Mund. 30Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Ein Mann trägt einen schweren Balken durch die Straßen von Jerusalem. Eine Schar von Soldaten führt ihn vom Palast des Statthalters zum Stadttor. An seinen Armen und Beinen sieht man blutige Schrammen. Er schnauft heftig. Der Balken liegt schwer auf seiner Schulter. Doch er geht aufrecht, den Blick nach vorne gerichtet. Mit


Vorschau:

Ein Mann trägt einen schweren Balken durch die Straßen von Jerusalem. Eine Schar von Soldaten führt ihn vom Palast des Statthalters zum Stadttor. An seinen Armen und Beinen sieht man blutige Schrammen. Er schnauft heftig. Der Balken liegt schwer auf seiner Schulter. Doch er geht aufrecht, den Blick nach vorne gerichtet. Mit großem Abstand folgen ein paar Frauen und ein einzelner Mann. Eine Frau klagt leise: »Was geschieht nur mit unserem Jesus?«

Jetzt sind sie durchs Stadttor hindurch und folgen ein Stück der Straße. Die Soldaten treiben Jesus auf einen felsigen Hügel. Von weitem sieht er aus wie ein Totenkopf. »Schädelplatz« nennen ihn die Leute deshalb, »Golgatha«. Dort sind lange, dicke Balken aufrecht in den Boden gerammt. Der Balken, den Jesus auf den Schultern schleppt, wird an einem dieser Stämme oben quer befestigt. An dieses Kreuz hängen ihn die Soldaten. Noch zwei andere Männer nageln sie heute an Kreuze.

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  • Autor: Josef Herbasch
  • © Württ. Evang. Landesverband für Kindergottesdienst e.V.

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