Die Rückkehr der Sterndeuter – Erzählung mit Bodenbild für die JüngerenDie Rückkehr der Sterndeuter – Erzählung mit Bodenbild für die Jüngeren

Die Rückkehr der Sterndeuter - Erzählung mit Bodenbild für die Jüngeren

Erzählung (für Jüngere)

Zeitbedarf: 10-20 Min. (Vorbereitung: 10-30 Min.)
Materialart: Erzählung (für Jüngere)
Zielgruppen: Grundschulkinder (6 bis 11), Kleine im KiGo (3 bis 6)
Themenstellungen: Advent, Weihnachten
Bibelstelle: Matthäus 2,12
Matthäus 2,12

12Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Erzählung mit Bodenbild: Eine Kerze (Jesus) in der Mitte steht auf einem gelben Stern aus Tonkarton (Bethlehem) oder aus übereinander gelegten gelben Tüchern. Spiralförmig, von der Mitte ausgehend, wird aus verdrehten Tüchern oder mit Hilfe eines Seils ein begehbarer Weg gestaltet, der an seinem Ende »in die Ferne« weist. Etwas außerhalb bauen die Kinder auf einem quadratischen Tuch aus bunten Bauklötzen die Stadt Jerusalem. Die Sterndeuter werden mit Holzkegelfiguren dargestellt. Teelichter in Gläsern oder auf Untertassen stehen bereit, die beim Erzählen nach und nach entzündet und als Stationen am Weg aufgestellt werden.

Die Sterndeuter müssen heimreisen
»Ach, die schöne Zeit in Bethlehem ist viel zu schnell vorbeigegangen«, sagen die Sterndeuter. »Jetzt müssen wir wieder nach Hause.« Sie füttern noch einmal tüchtig ihre Reittiere. Sie verabschieden sich von Josef und Maria und vom Jesuskind. Dann geht es los. »Schade, der Stern wird uns jetzt nicht mehr voranleuchten«, meint einer der Sterndeuter. Sie schauen hoch zum Himmel. Ihr Stern ist nirgends mehr zu sehen. »Eins weiß ich genau: Auf keinen Fall gehen wir zurück zu König Herodes nach Jerusalem. Herodes ist böse! Das hat mir letzte Nacht im Traum der Engel gesagt«, sagt der zweite Sterndeuter. »War der Engel auch bei euch?«, fragt der Dritte erstaunt, während die anderen nicken. »Dann hatten wir alle denselben Traum. Wisst ihr was, wir machen einen großen Bogen um Jerusalem. Gott wird uns schon zeigen, welchen Weg wir nehmen sollen.« Die Sterndeuter sind sich einig. Sie reiten los. Sie durchqueren die Berge auf schmalen Pfaden. Dort gibt es nur wenige Dörfer.

Ein Junge mit Krücken
Einmal holen sie einen Jungen ein. Er humpelt und braucht Krücken zum Gehen. Er hat wohl ein lahmes Bein. Weit und breit ist kein Haus zu sehen.
Ab hier erzählen die Kinder weiter, was die Sterndeuter jetzt tun.
Und so könnte die Erzählung weitergehen: »Wo willst du denn hin?«, fragt einer der Sterndeuter. »Ins nächste Dorf. Dort bin ich zu Hause«, antwortet der Junge. »Dann steig auf! Du darfst heute reiten«, ruft der Sterndeuter und zieht ihn schon zu sich herauf. Sie reiten mindestens eine Stunde bis sie am ersten Haus ankommen. »Hier ist es schon!«, ruft der Junge erfreut. Vor der Tür machen sie halt. Der Junge steigt ab.
Als sich die Sterndeuter von dem Jungen verabschieden, strahlt sein Lachen übers ganze Gesicht. Er winkt ihnen lange nach. (Teelicht aufstellen)

Ein Mädchen weint
Im übernächsten Dorf sehen sie ein kleines Mädchen an einem Hauseingang sitzen. Es weint. Einer der Sterndeuter steigt ab. Hockt sich neben das schluchzende Kind und fragt: »Warum weinst du denn?« – »Meine Mama ist krank«, antwortet das kleine Mädchen.
Ab hier erzählen die Kinder weiter, was die Sterndeuter jetzt tun.
Und so könnte die Erzählung weitergehen: »Wo ist denn deine Mama?«, fragt der Sterndeuter. Das Mädchen nimmt ihn bei der Hand und führt ihn ins Haus. Dort liegt die Mutter im Bett. Sie hat hohes Fieber. Das sieht der Sterndeuter gleich. Er geht hinaus zu seinen Freunden und sagt: »Einer geht schnell und schafft einen Arzt herbei! Und der andere sucht eine nette Nachbarin, die die Frau pflegen kann, bis sie wieder gesund ist.«
Als es der Frau nach drei Tagen wieder besser geht, verabschieden sich die Sterndeuter. Das Mädchen kann wieder lachen. (Teelicht aufstellen)

Ein alter Mann lädt ein
Eines Abends kommen sie an ein einsames Haus. Davor sitzt ein alter Mann an einem Tisch. Sie winken dem Alten freundlich zu. Da ruft der Mann: »Ihr Fremden, wohin so spät noch? Wollt ihr meine Gäste sein?«
Ab hier erzählen die Kinder weiter, was die Sterndeuter jetzt tun.
Und so könnte die Erzählung weitergehen:
Die Sterndeuter freuen sich über die Einladung. Ans Weiterreisen ist für heute sowieso nicht mehr zu denken. Sie setzen sich zu ihm an den Tisch. Er holt Brot, Käse und Wein. Sie erzählen dem Mann vom Besuch beim Jesuskind in Bethlehem. Später holt der Mann ein Saiteninstrument. Sie singen ihre Lieder in verschiedenen Sprachen.
»Es war so einsam hier bei mir«, sagt der Mann, als sich die Sterndeuter am anderen Tag von ihm verabschieden. »Ich wusste gar nicht mehr wie schön es ist, Gäste zu bewirten.« (Teelicht aufstellen)
Als sie losreiten, ruft der alte Mann ihnen nach: »Vergesst nicht: Ihr seid ab jetzt keine Sterndeuter mehr, sondern Lichtbringer. Gottes Segen geht mit euch!«
Die drei Freunde begegnen auf ihrer weiten Heimreise immer wieder Menschen am Wegesrand (weitere Teelichter aufstellen). Manchmal denken sie an die Worte des alten Mannes. Was hat er gesagt? »Ihr seid jetzt Lichtbringer. Gottes Segen geht mit euch!«

  • Autor: © Verlag Junge Gemeinde
  • Autor: Württ. Ev. Landesverband für Kindergottesdienst e.V.
  • Autor: Thomas Gerber
  • © Württ. Evang. Landesverband für Kindergottesdienst e.V.

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