Erzählung für Ältere: Jeremias BotschaftErzählung für Ältere: Jeremias Botschaft

Erzählung für Ältere: Jeremias Botschaft

Erzählung (für Ältere)

Materialart: Erzählung (für Ältere)
Zielgruppen: Große im KiGo (11 bis 15), Grundschulkinder (6 bis 11)
Meta-Thema: Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, Propheten, Verheißung
Heft: Ev. KiKi 2021 / 4
Bibelstelle: Jeremia 7, 1 - 11
Jeremia 7,1-7,11

7

Die Tempelrede

(vgl. Kap 26,1-19)

1Dies ist das Wort, das vom Herrn geschah zu Jeremia: 2Tritt ins Tor am Hause des Herrn und predige dort dies Wort und sprich: Höret des Herrn Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingeht, den Herrn anzubeten!

3So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort. 4Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel! 5Sondern bessert euer Leben und euer Tun, dass ihr recht handelt einer gegen den andern 6und gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen keine Gewalt übt und nicht unschuldiges Blut vergießt an diesem Ort und nicht andern Göttern nachlauft zu eurem eigenen Schaden, 7so will ich euch immer und ewiglich wohnen lassen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben habe. 8Aber nun verlasst ihr euch auf Lügenworte, die zu nichts nütze sind. 9Ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und opfert dem Baal und lauft fremden Göttern nach, die ihr nicht kennt. 10Und dann kommt ihr und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind geborgen, – und tut weiter solche Gräuel. 11Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Räuberhöhle? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der Herr.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Macht Jeremia wieder Ärger? »Jeremia, ich bitte dich! Können wir nicht einfach mal einen Tag in Ruhe und Frieden verbringen?«, seufzt Baruch, als er Jeremia hinterhertrottet. Jeremia geht wie immer entschlossen und mit schnellen Schritten durch die Menge auf den Tempel zu. »Jeremia, bitte!«, Baruch versucht es noch einmal. »Letztes Mal gab es schon Ärger. […]


Vorschau:

»Jeremia, ich bitte dich! Können wir nicht einfach mal einen Tag in Ruhe und Frieden verbringen?«, seufzt Baruch, als er Jeremia hinterhertrottet. Jeremia geht wie immer entschlossen und mit schnellen Schritten durch die Menge auf den Tempel zu. »Jeremia, bitte!«, Baruch versucht es noch einmal. »Letztes Mal gab es schon Ärger. Wenn du die Leute immer weiter anschimpfst, dann darfst du irgendwann nicht mehr in den Tempel!«

Jeremia bleibt stehen: »Warum sollte ich da hineingehen?« Baruch ist verblüfft. »Na …«, stottert er, »um zu beten. Um Gott nahe zu sein!« – »Ich bin Gott nah«, sagt Jeremia und gibt einem kleinen Mädchen, das bettelnd auf den Stufen vor dem Tempel sitzt, ein Geldstück in die Hand. »Wenn wir uns einsetzen für die Armen

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  • Autor: Josef Herbasch

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