Gott ist mein TrostGott ist mein Trost

Gott ist mein Trost

Erzählung (für Ältere)

Materialart: Erzählung (für Ältere)
Zielgruppen: Große im KiGo (11 bis 15), Grundschulkinder (6 bis 11)
Meta-Thema: Leid und Klage, Psalmen
Heft: Ev. Kiki 2022 / 4
Bibelstelle: Psalm 73
Psalm 73

73

Drittes Buch

Psalm 73–89

Anfechtung und Trost beim Glück des Frevlers

1Ein Psalm Asafs.

Gott ist dennoch Israels Trost

für alle, die reinen Herzens sind.

2Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen;

mein Tritt wäre beinahe geglitten.

3Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen,

da ich sah, dass es den Frevlern so gut ging.

4Denn für sie gibt es keine Qualen,

gesund und feist ist ihr Leib.

5Sie sind nicht in Mühsal wie sonst die Leute

und werden nicht wie andere Menschen geplagt.

6Darum prangen sie in Hoffart

und hüllen sich in Frevel.

7Sie brüsten sich wie ein fetter Wanst,

sie tun, was ihnen einfällt.

8Sie höhnen und reden böse,

sie reden und lästern hoch her.

9Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein;

was sie sagen, das soll gelten auf Erden.

10Darum läuft ihnen der Pöbel zu

und schlürft ihr Wasser in vollen Zügen.

11Sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen?

Wie sollte der Höchste etwas merken?

12Siehe, das sind die Frevler;

die sind glücklich für immer und werden reich.

13Soll es denn umsonst sein, dass ich mein Herz rein hielt

und meine Hände in Unschuld wasche?

14Ich bin täglich geplagt,

und meine Züchtigung ist alle Morgen da.

15Hätte ich gedacht: Ich will reden wie sie,

siehe, dann hätte ich das Geschlecht deiner Kinder verraten.

16So sann ich nach, ob ich’s begreifen könnte,

aber es war mir zu schwer,

17bis ich ging in das Heiligtum Gottes

und merkte auf ihr Ende.

18Ja, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund

und stürzest sie zu Boden.

19Wie werden sie so plötzlich zunichte!

Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.

20Wie ein Traum verschmäht wird, wenn man erwacht,

so verschmähst du, Herr, ihr Bild, wenn du dich erhebst.

21Als es mir wehe tat im Herzen

und mich stach in meinen Nieren,

22da war ich ein Narr und wusste nichts,

ich war wie ein Tier vor dir.

23Dennoch bleibe ich stets an dir;

denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,

24du leitest mich nach deinem Rat

und nimmst mich am Ende mit Ehren an.

25Wenn ich nur dich habe,

so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

26Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet,

so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.

27Denn siehe, die von dir weichen, werden umkommen;

du bringst um alle, die dir die Treue brechen.

28Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte /

und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn,

dass ich verkündige all dein Tun.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Das Telefon klingelt. Meine Enkelin Lisa ist dran. Und sie redet gleich los: »Oma, hast du Zeit für mich? Kann ich bitte, bitte zu dir kommen?« Lisa wohnt nur ein paar Straßen weiter, wir sehen uns häufig. Für heute waren wir eigentlich nicht verabredet. Aber am Telefon klingt ihre Stimme so unglücklich. Natürlich darf sie


Vorschau:

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<p>Das Telefon klingelt. Meine Enkelin Lisa ist dran. Und sie redet gleich los: »Oma, hast du Zeit für mich? Kann ich bitte, bitte zu dir kommen?« Lisa wohnt nur ein paar Straßen weiter, wir sehen uns häufig. Für heute waren wir eigentlich nicht verabredet. Aber am Telefon klingt ihre Stimme so unglücklich. Natürlich darf sie rüberkommen. Zum Glück habe ich noch etwas Apfelkuchen von gestern übrig. Den mag sie so gerne.</p>
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<p>Zehn Minuten später steht Lisa vor der Tür. Ich umarme sie fest. Ich merke gleich, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmt. Aber ich lasse ihr erstmal Zeit zum Ankommen. Wortlos stelle ich den Teller mit einem Stück Apfelkuchen vor sie hin.</p>
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  • Autor: Josef Herbasch
  • © Württ. Evang. Landesverband für Kindergottesdienst e.V.

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