Nagelkreuz

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Hier finden Sie Zusatzmaterial zur Evangelische Kinderkirche Heft 4/2023
Fotos „Glück – Unglück“; zur Reihe „Glückskinder“
Die Fotos wurden uns alle von Claudia Remboldt-Gruss zur Verfügung gestellt.

Hier erhalten Sie die Kopiervorlage für den Monatsgottesdienst August 2023.

Petra Lefin, aus: Zachäus auf dem Baum, Bildkarten für das Kamishibai-Erzähltheater, Nr. 9, ©2011 Don Bosco Medien GmbH, München

I. Vorüberlegungen

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Vor ein paar Wochen hat die Schule wieder angefangen. Manche sind schon wieder ganz in ihrem Alltagstrott. An manchen Orten wurden vielleicht schon die ersten Klassenarbeiten geschrieben. Wie oft stehen am Rand die Worte »viel Glück«. Wenn wir diese beiden Wörter auf einer zu schreibenden Arbeit lesen, welche Gedanken kommen uns dann? Ermutigen sie uns oder entmutigen sie uns sogar? Hängt es von Glück ab, ob ich eine gute Note bekommen werde? Oder habe ich es nicht viel mehr selbst in der Hand, ob ich eine gute Note schreibe? Betrachten wir Glück als etwas, das uns zufällig passiert? Wohingegen der Satz »Ich bin glücklich« einen Zustand beschreibt, den wir erleben dürfen. Hier kommt es darauf an, dass ich ein Bewusstsein erlange, wann etwas besonders für mich ist. Wie viele von uns glauben an Glückssymbole wie ein vierblättriges Kleeblatt, einen Schornsteinfeger, ein Hufeisen, ein Glückspfennig/-cent usw.? Hierüber lohnt es sich miteinander ins Gespräch zu kommen. Denken wir an Glück, denken wir dann im nächsten Atemzug auch an Unglück? Beides wenden wir in der Regel auf Ereignisse an, die wir erleben. Es liegt in unserer menschlichen Natur, dass wir alles, was wir erleben, bewerten. In der Nachschau interpretieren wir manches dann anders. Sehr schön wird es in dem Lied von Gerhard Schöne »Glück oder Unglück« aufgezeigt (auf YouTube »Schöne« und »Glück« eingeben).

II. Liturgische Elemente für die ganze Reihe 

Psalm und Gebete

Du bist da 2014, Seite 9;
Du bist da 2023, Seite 74

Lieder

Wenn jeder gibt, was er hat (KuS 502, LJ 626);
Lieder/Kanons zur Jahreslosung 2023 (da sie gut zu den Texten der Reihe passt) oder zur Jahreslosung 2014 (unter www.jahreslosung.net finden sich Lieder und Kanons, die das Psalmwort »Gott nahe zu sein, ist mein Glück« umsetzen; viele sind gemeinfrei oder gegen eine Spende verfügbar);
The time to be happy is now (s. Seite 343

Im Rahmen der Liturgie

… bietet es sich an, mit den Kindern gemeinsam zu überlegen, wann und wo und weshalb sie in der vergangenen Woche glücklich waren: »Wann habe ich mich richtig gut gefühlt?« 
Dazu kann ein einfacher Stempel aus Moosgummi mit einem vierblättrigen Kleeblatt gebastelt werden. Auf ein großes Plakat können die Kinder, die möchten, dann reihum ein Kleeblatt stempeln und sagen, was (wann, wo) sie glücklich waren. Gerne können mehrere Runden gestempelt werden. 
Wichtig: Die Mitarbeitenden stempeln mit und bringen eigene (kleine) Glücksmomente ein. Die Kinder üben sich so darin, den Blick gezielt auch auf etwas Positives zu lenken. So werden am zweiten Sonntag wahrscheinlich mehr Kleeblätter auf das Plakat gestempelt …

III. Zur Gestaltung der Reihe

Mit älteren Kindern:

Wörtersuche

Mit Schulkindern können die einzelnen Buchstaben des Wortes G L U E C K mit individuell passenden Begriffen (die mit diesem Buchstaben beginnen) ergänzt werden. 
Je nach Anzahl der Kinder kann dies einzeln, in Partner- oder Gruppenarbeit geschehen.
Gerne können auch hier die Mitarbeitenden eigene Begriffe einbringen.

»Glückswörter« sammeln

Begriffe rund um das Wort »Glück« bzw. »Unglück« werden gesammelt (Glückspilz, Glückstreffer, Glückspfennig, Glücksklee, Glück gehabt, glücklos, Unglücksrabe, verunglücken, unglücklich, unglückselig …).

Mit jüngeren Kindern:

Stilleübung

Mit den jüngeren Kindern kann eine Stilleübung gemacht werden.
Die Stilleübung finden Sie auf evkiki.de zum kostenfreien Herunterladen.

Für alle Kinder:

Wie »klingt« Glück?

Wie klingt Glück in anderen Sprachen? 
Welche Sprachen sprechen die Kinderkirchkinder und die Mitarbeitenden? 
Wie klingt das, wenn alle ihr Glück laut herausschreien? 

Werkstatt

Hier der Hinweis auf die Für-Dich!-Werkstatt. Sie enthält konkrete Hinweise und Impulse, das »Für Dich!«-Heft sowohl im monatlichen wie auch im wöchentlichen Kindergottesdienst gewinnbringend für Kinder und Mitarbeitende einzusetzen.

Kostenfrei öffnen oder zum Bearbeiten herunterladen unter: 

https://www.junge-gemeinde.de/fuer-dich.html

junge-gemeinde.de

Der rote Faden

Das Glückskind Zachäus, dem die Freundschaft mit Jesus geschenkt wird, ist die biblische Grundlage für das Nachdenken über »Glück«, das in den 12 Seiten dieses Heftes angestellt wird. Neben den sog. Glücksbringern werden auch christliche Symbole in den Blick genommen. Sie werden als »Erinnerungen zum Anfassen« erklärt, weil sie uns daran denken lassen, welche Glückskinder wir als Gotteskinder sind.

Was Sie erwartet

  • Die biblische Geschichte von Zachäus, eingebettet in eine aktuelle Erzählung von Leo, der die Erfahrung von Ausgeladen- und Wieder-Eingeladen-Sein macht.
  • Zum Selbst- und Weiterdenken: Das macht mich glücklich.
  • Aktion: Spiele, bei denen alle gewinnen, denn Teil der Gemeinschaft zu sein ist Glück.
  • Christliche Symbole als »Erinnerungen zum Anfassen«.
  • Bastelarbeit: Faltfisch als »Erinnerung zum Anfassen« an Jesus und welche besondere Person Jesus für uns ist.
  • Ein Rätselgebet und passende Rätsel.

Lukas 19,1–10

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Wer will schon wie Zachäus sein 
(KuS 364, LJ 466);
Gott geht mit (KuS 154);
Wenn das Brot, das wir teilen 
(KuS 278, Wwdl 86)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Nagelkreuz (für Ältere, Einstieg zur Geschichte)

In der Mitte liegt ein Holzbrett mit markierten Punkten.
Die Anleitung zur Erstellung des Holzkreuzes finden Sie auf hier zum kostenfreien Herunterladen.
Reihum dürfen alle, die möchten, mit einem Hammer einen Nagel einschlagen und sagen, was sie im Leben klein macht. So wie die Schläge unterschiedlich stark sind und mehr oder weniger bewirken, so geht es uns oft in unserem Leben. Gut ist, wenn wir um die Dinge wissen, die uns belasten. Dann wird der Text hineingelegt und die Nägel mit Wolle miteinander verbunden (s. Anleitung). 

Klein fühlen wie Zachäus – Spiel 

Material: Stühle, DIN-A6-Karten mit (gut lesbaren) Wörtern aus der Geschichte (hier aus der »für Ältere«, s. Seite 343, z. B. Römer, Zoll, Maulbeerbaum, Stadttor, Marktplatz, Getreide) 
In der Mitte steht ein Stuhl, auf den sich ein Kind mit einer Wortkarte stellt. Um diesen Stuhl stehen – gleichsam als »Hindernis« – alle anderen Kinder ebenfalls auf Stühlen (mindestens jedoch fünf). Ein Kind bleibt auf dem Boden. Es versucht nun, durch Herumlaufen das Wort auf der Karte zu entziffern. Das Kind mit der Karte bleibt ruhig stehen und darf auch nicht berührt werden.
Den Kindern soll deutlich werden, wie schwierig es manchmal ist, eine Information zu erhalten, wenn man »klein« ist (die Kinder sollen sich in die Rolle des Zachäus hineinversetzen). Diese Erfahrung kann im Anschluss in einem Rundgespräch thematisiert werden: »Wie ist es euch ergangen, als ihr versucht habt, das Wort zu lesen?«
Bei weiteren Durchgängen mit anderen Wortkarten, können die Rollen getauscht werden. 
Mit Hilfe der Karten kann die Zachäusgeschichte nach dem Hören noch einmal durch die Kinder nacherzählt werden.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Oma hat etwas mitgebracht

Mia ist mit ihren Freundinnen Sandra und Sindy im Kinderzimmer. Sie spielen Memory. Da klingelt es an der Tür. Mia springt auf und rennt die Treppe hinunter. Vor der Türe steht ihre Oma. Mia ruft: »Mensch, Oma, ich wusste ja gar nicht, dass du uns heute besuchen kommst!« Die Oma lacht und drückt Mia an sich: »Ich war einkaufen und da habe ich etwas gesehen …« Mia unterbricht ihre Oma: »Hast du mir etwas mitgebracht? Bitte, bitte, zeig es mir gleich!« – »Warte kurz, ich ziehe nur schnell meinen Mantel aus.« 
Im Wohnzimmer öffnet die Oma ihre Handtasche … und was kommt heraus? Drei Säckchen mit Goldtalern aus Schokolade. Oma sagt: »Du hast doch erst vor Kurzem einen Kaufladen bekommen. Vielleicht brauchst du noch Geld, damit du beim Einkaufen auch bezahlen kannst.« – »Liebe Oma, vielen Dank! Die kann ich wirklich gut gebrauchen. Sandra und Sindy sind auch da und wir probieren die Taler gleich aus, ja?« – »Klar. Und ich trinke mit deiner Mama eine Tasse Kaffee.«

Kaufladen spielen 

Im Kinderzimmer zeigt Mia ihre Goldtaler. Sandra und Sindy haben auch Lust, Kaufladen zu spielen. Mia verteilt die Goldtaler an ihre Freundinnen. »Ich brauche keine«, sagt sie, »denn ich spiele die Verkäuferin. Ihr kauft dann bei mir ein, ja?« 
Sindy ist die erste Kundin: »Guten Tag, ich hätte gerne drei Bananen, eine Flasche Apfelsaft und ein Waschpulver.« Mia antwortet: »Hier, bitteschön, das macht fünf Goldtaler.« Sindy zahlt und geht. Mia packt einen der Goldtaler aus und schiebt ihn sich in den Mund. Jetzt kommt Sandra in den Laden: »Hallo, ich brauche dringend eine Packung Reis, zwei Äpfel und eine Flasche Milch.« – »Sehr gerne, meine Dame«, antwortet Mia kauend. »Das macht dann sieben Goldtaler.« Sandra bezahlt und geht. Mia packt noch einen Goldtaler aus und lässt ihn im Mund verschwinden. Dann ist Sindy wieder an der Reihe: »Ihre Bananen waren sehr lecker, ich hätte gerne noch einmal drei Stück. Auch der Apfelsaft ist schon wieder leer, deshalb brauche ich davon auch noch eine Flasche.« – »Sehr gerne. Drei Bananen und eine Flasche Apfelsaft, das macht acht Goldstücke.« Sindy stutzt. Dann sagt sie: »Was? Wieso kosten weniger Dinge denn jetzt mehr Geld? Das gilt nicht!« – »Doch«, antwortet Mia, »die Preise sind halt gestiegen. Es ist Infilation oder wie das heißt.« 

Keine Lust mehr

Ärgerlich zahlt Sindy die Goldstücke. Sie sagt: »Jetzt habe ich gar kein Geld mehr.« Und Mia antwortet: »Ach, mir macht das nichts«, und wendet sich an Sandra: »Na, was brauchen Sie denn?« – »Also ich hätte gerne eine Tafel Schokolade, ein Brot und eine Paprika.« Während Mia ihre Kundin bedient, isst sie einen weiteren Goldtaler. »Hier, bitteschön. Das macht sechs Goldtaler.« – »Oh, dann habe auch ich kein Geld mehr. So macht mir das keinen Spaß! Du hast alle Goldtaler und isst sie auch noch auf. Und wir haben nichts. Da gehe ich lieber nach Hause.« – »Ich gehe mit«, sagt Sindy. »Wenn eh nur Mia die Regeln bestimmt, macht’s keinen Spaß.« – »Aber, das ist ja auch mein Kaufladen und mein Geld«, sagt Mia. »Trotzdem«, sagen Sindy und Sandra und gehen. 
Oma wundert sich, dass die beiden so rasch verschwinden. Sie geht zu Mia und fragt: »Was ist denn los?« Da erzählt Mia, was passiert ist. Oma hört zu und sagt dann: »Das ist wirklich doof, dass die beiden nicht mehr mit dir spielen wollen. Und jetzt?« Mia sagt nichts. Sie blickt ins Leere.

Jetzt läuft es anders

Da klingelt es wieder an der Wohnungstür. Mia bleibt sitzen. Sie hat keine Lust, die Tür zu öffnen. Da hört sie ihre Mama rufen: »Mia! Sandra und Sindy sind wieder da. Sandra hat ihre Jacke vergessen.« Mia hört die beiden nach oben gehen. Sie schaut Oma an, und Oma nickt ihr lächelnd zu. 
Als Mia zu Sandra und Sindy ins Zimmer kommt, sagt sie: »Es tut mir leid. Das Spiel war richtig blöd von mir.« Und dann hält sie ihren beiden Freundinnen die Goldtaler hin. »Die gehören jetzt euch. Und ich frage meine Mama, ob wir echte Kekse und echten Apfelsaft bekommen!« – Sindy und Sandra lachen. Sie sagen: »Das ist jetzt eine richtig gute Idee von dir, Mia!« Ein paar Minuten später sitzen die drei lachend an Mias Kindertisch und essen zusammen. 

Erzählung für Ältere

Zwiegespräch zwischen dem Jünger Johannes und einem Pharisäer. Gut ist, wenn zwei Mitarbeitende den Text vorher etwas üben und dann relativ frei sprechen/spielen.

Johannes: (Begeistert) Das war doch wieder richtig toll, was Jesus da gemacht hat!
Pharisäer: Was meinst du genau?
Johannes: Na, die Blindenheilung natürlich. Der war ja wirklich nicht zu überhören.
Pharisäer: Ach so, du meinst also: Wer am lautesten brüllt, dem wird auch geholfen?
Johannes: Quatsch! Aber der Blinde hat halt den Mund aufgemacht. Haben nicht alle das Recht, laut für sich zu sorgen?
Pharisäer: Nun ja, die einen sorgen laut für sich und die anderen sehr leise.
Johannes: Wie meinst du das? Wer sorgt denn leise für sich? Das kapier ich nicht.
Pharisäer: Mach doch mal deine Augen auf. Wer sitzt denn da vorne am Stadttor?
Johannes: Ach so, Zachäus. Ja, der muss dafür sorgen, dass nur die in die Stadt kommen, die alles korrekt bezahlt haben. Das ist halt sein Job!
Pharisäer: Sein Job? Pah! Das verstößt gegen das Gesetz!
Johannes: Gegen das Gesetz, dass man Geld verdienen darf, um nicht zu verhungern?
Pharisäer: Nicht so frech, Johannes. Wer hat ihn denn angestellt?
Johannes: Die Römer, ist doch logisch, die haben hier doch das Sagen.
Pharisäer: Genau, die Römer. Diese Andersgläubigen. Verboten gehört das, dass die welche von uns einstellen! (Der Pharisäer atmet einige Mal laut ein und aus, dann entrüstet weiter:) Und die, die sich einstellen lassen, die gehören aus unserer Gemeinschaft ausgestoßen. Wer mit den Fremden paktiert, gehört geächtet!
Johannes: Möchtest du ihn gerne klein machen?
Pharisäer: Klein machen? Das ist er doch schon von Natur aus: Klein und durchtrieben.
Johannes: Jetzt übertreib mal nicht.
Pharisäer: Übertreiben? Ich? Schau doch hin, mach die Augen auf! Was steht auf dem Schild? Was kostet ein Sack Getreide an Zollgebühren?
Johannes: Da steht … warte mal … zwei Denare.
Pharisäer: Und jetzt achte einmal darauf, was Zachäus verlangt.
Johannes: (Überrascht) Oh. Wenn ich es richtig verstanden habe, sagt er ›fünf Denare‹. Das ist … also …
Pharisäer: Ja, jetzt fällt dir nichts mehr dazu ein, was?
Johannes: Dafür gibt es bestimmt Gründe.
Pharisäer: Du entschuldigst wohl alles. (Pause) Aber … was macht er denn jetzt?
Johannes: Hmm, er lässt alles stehen und liegen, und … ja, rennt weg!
Pharisäer: Richtung Markplatz.
Johannes: (Lachend) Schau mal, wer gerade durch das Stadttor geht. Das ist mein Meister. Das ist Jesus. Man könnte fast meinen, Zachäus wäre vor Jesus davongelaufen.
Pharisäer: Komm! Bis zum Markplatz ist es nicht weit. Vielleicht sehen wir den Zöllner wieder.
Johannes: Einverstanden. Ich bin auch gespannt, was Jesus heute zu erzählen hat. (Die beiden gehen schnell eine Runde und bleiben, etwas außer Atem, wieder stehen.)
Pharisäer: Wow, so viele Menschen sind schon hier. Die stehen alle Spalier. 
Johannes: Was hast du denn gedacht? Wenn Jesus auftaucht, dann ist das immer so! Und ich sag dir, das fühlt sich richtig gut an, von den Menschen bejubelt zu werden.
Pharisäer: (Verwundert) Jesus bleibt stehen. Was starrt der denn jetzt in diesen Maulbeerbaum? Dort gibt es doch nichts zu sehen. 
Johannes: Ja, das ist wirklich komisch.
(Nach einer Weile des Beobachtens:)
Pharisäer: Sieh an, sieh an. Jesus isst zwar keine Früchte des Maulbeerbaums, aber er hat darin ein Früchtchen gefunden. Ein geldgieriges, kleines Zöllnerfrüchtchen. Was wird er jetzt mit ihm machen?
Johannes: Was glaubst denn du?
Pharisäer: Na, er wird ihn hoffentlich belehren und ihm deutlich sagen, was Sache ist: Dass er ein Betrüger ist, dass es Gott überhaupt nicht gefällt, was er tut. Vielleicht wirft er ihn auch aus der Kirche?
Johannes: (Lächelt)
Pharisäer: Warum grinst du?
Johannes: Da kennst du Jesus aber schlecht.
Pharisäer: (Triumphierend) Ha, jetzt packt Jesus ihn am Arm. (Pause, entrüstet weiter) Oder … nein … er hat seinen Arm freundschaftlich um diesen Zöller gelegt! Zusammen gehen sie zurück zum Stadttor. Also, das geht doch nicht! Das darf er doch nicht! Das verstößt gegen die Regel! Das …
Johannes: … ist zum Aus-der-Haut-Fahren?
Pharisäer: Genau!
Johannes: Komm mit, ich will wissen, was Jesus tut!
Pharisäer: Oh, ja … das will ich jetzt auch wissen. Und zwar ganz genau.
Johannes: Schau mal, wie Zachäus lächelt. Er wirkt jetzt gar nicht mehr klein, er sieht so stolz aus.
Pharisäer: Ich fasse es nicht! Jesus geht in sein Haus! Er setzt sich an den Tisch. An den Tisch eines Zöllners. Und Zachäus stellt Brot auf den Tisch.
Johannes: Und Wein.
Pharisäer: Sie essen zusammen! Unglaublich!
Johannes: (langsam, und das erste Wort besonders betonend) Unglaublich – ich glaube, noch nie hat jemand Jesus besser beschrieben.

1. Könige 3,5–13

Diese »Lebendige Liturgie« dient dazu, den Gottesdienst zu verstehen. Gemeinsam wird der »liturgische Weg des Gottesdienstes« begangen. Wichtig sind:

Material:
Tuch, Kerze, Blume(n), Bibel (auf dem Boden, Tisch oder Tisch; Klangschale; für jedes Kind eine Scherbe (ungefährliche sind im Bastelladen erhältlich) und eine Feder (je in einer Schale); für jedes Kind Blatt mit Psalmgebet (s. Seite 267) und dem Vaterunser (Seite 269)

1. Einleitung

Früher gab es noch den Kirchgang. Da ging man durch das Dorf zur Kirche und hinterher wieder zurück. Kaum jemand war dabei allein. Man ging miteinander: Familien, Nachbarschaften, Bekannte. 
Man traf sich in der Kirche und hinterher blieb man noch auf ein Schwätzchen auf dem Kirchplatz stehen, bevor man sich wieder auf den Heimweg machte – hinein in den Alltag.
Das tun wir jetzt auch: 
Wir machen einen »Kirchgang zur und durch die Liturgie«. 
Und ich bitte dich, mitzumachen. Dazu sage ich, was wir tun. Bitte seid möglichst leise, damit ihr mich gut verstehen könnt. Manchmal mache ich es auch vor – dann macht ihr mir das einfach nach. 

2. Vorbereitung

Was ziehe ich an?

Zuerst musst du dich »vorbereiten«. 

Ich gehe los

Fertig. Du gehst los. 
(Aufstehen und langsam im Raum herumgehen)
Du verlässt das Haus und gehst hinaus. 
Als du aus dem Gartentor trittst, triffst du andere. Sie sind mit dir unterwegs. Ihr begrüßt euch, nickt euch zu, nehmt euch wahr.

3. Eröffnung 

Ankommen

Du kommst an und betrittst den Raum. 
Du schaust dich in Ruhe um. 
Du nimmst alles wahr. 

Dann suchst du dir einen Platz. 

Genau dort nimmst du Platz. 
(Hinsetzen; Tuch ausbreiten, Blume, Kerze drauflegen/-stellen)
Du schaust dich um. 
Du siehst die anderen, die auch hier sind.
Es ist schön hier. Hier bleibst du.
Du spürst: Hier bist du richtig. Hier ist es gut. 
(Kerze anzünden)

Votum

Jetzt sind wir hier, Gott.
Jetzt bist du da, Gott. 
Gemeinsam feiern wir in deinem Namen. Amen.

Eingangsgebet

Du wirst ganz still. 
Du hörst in dich hinein. 
Du hörst, was um dich herum ist. 
Das tut gut.
(Klangschale)
Und auf einmal erinnerst du dich. Da war noch was. »Gepäck« aus der letzten Woche: Schwere, harte Erinnerungen. 
(Jedem Kind eine Scherbe aus der Schale in die Hand geben.)
Da sind Scherben. 
Sie stehen für Dinge, die dich traurig gemacht haben. Über die du dich geärgert hast. Was blöd war. 
(Zeit zum Überlegen)
Diese Dinge dürfen wir beim Licht, bei der Kerze ablegen.
(Kinder legen Scherben bei der Kerze ab.)
Und du erinnerst dich auch an die leichten und hellen Erfahrungen: Schöne Momente. Tolle Erlebnisse. Augenblicke, in denen du gelacht hast.
(Jedem Kind aus der Schale eine Feder in die Hand geben.)
Dafür stehen die Federn.
(Zeit zum Überlegen)
Auch das Schöne dürfen wir beim Licht, bei der Kerze ablegen.
(Kinder legen Federn bei der Kerze ab.)
Beides ist jetzt im Licht. Du weißt, dort ist es gut aufgehoben: Das Schwere und das Leichte. 
Das fühlt sich gut an. Leichter. 
Du siehst die Scherben der anderen. 
Sie haben in der letzten Woche auch schwere Dinge erlebt. Sie haben auch geweint.
Und du siehst die Federn der anderen.
Sie haben auch Schönes erlebt, haben auch gelacht. 
Du bist nicht allein.

4. Anrufung

Du redest mit Gott.
Gemeinsam mit den anderen. 
Du leihst dir dafür alte, fremde Worte. 
Auch wenn es nicht deine eigenen Worte sind, kannst du mit ihnen sprechen.
Die anderen tun das auch.

Psalm (Nach Psalm 121)

Die Kinder erhalten den ausgedruckten Psalm und werden werden in zwei Gruppen (I und II eingeteilt. Bei »Alle« können auch die Kinder mitsprechen, die noch nicht lesen können.
Ihr steht auf und sprecht gemeinsam: 
Alle: Der Herr behütet dich.
I:  Ich hebe den Kopf. Ein hoher Berg. 
II: Wo geht es weiter? Ich weiß es nicht. 
Wer hilft mir?
Alle: Der Herr behütet dich.
I:  Ich erinnere mich: 
II: Gott ist da. Hier unten. Dort oben. 
Gott hilft mir. 
Alle: Der Herr behütet dich.
I:  Du wirst nicht stolpern. 
Gott wird dich festhalten. Gott schläft nie. 
II: Tagsüber schützt er dich vor der Hitze der Sonne. Nachts hütet er dich im Mondschein. 
Alle: Der Herr behütet dich.
I:  Gott beschützt dein Herz. 
II: Gott ist da. Am Anfang. Am Ende. Für immer.
Alle: Amen.
Du hast gemeinsam mit anderen fremde Worte gesprochen. 
Jetzt sind es deine Worte geworden. 
So ist das mit Worten: Sie verbinden uns. 
Sie verbinden sich mit uns. 
Gott verbindet sich mit uns durch die Worte. Hast du es gemerkt? Wundervoll, oder? 

5. Verkündigung

Du schaust auf das Licht. 
Du schaust dich um. 
Es gibt so viel zu entdecken. 
(Bibel bei 1. Könige 3 – Salomogeschichte – öffnen und hinlegen)
Manches kennst du. 
Manches ist ganz neu für dich. 
Du nimmst dir Zeit: 
Was wirst du heute finden? 
Was wirst du sehen? 
Was wirst du hören?

Geschichte: Salomo und das Haus Gottes 

Der kleine, törichte König Salomo
Vor langer, langer Zeit gab es einen König in Israel. Salomo hieß er. Heute sagen die Menschen, er war ein großer König. Ein kluger König. Ein mächtiger König. 
Aber Salomo … naja. 
Er fühlte sich gar nicht groß. Und nicht besonders stark. Und auch nicht so sehr klug. 
So ist das ja manchmal: Die Menschen sehen, was vor Augen ist. Aber im Herzen … im Herzen fühlte Salomo sich jung und klein und dumm. 
Darum lag er nachts manchmal wach. Immer wieder kreisten seine Gedanken um die Frage: 
»Wie soll ich das alles schaffen? Wie soll das gehen? Das Volk ist so groß. Das sind so viele. Wie kann ich da allen gerecht werden? Das geht doch gar nicht. Ich kann das nicht.« 
Ja, so dachte Salomo. Er war noch gar nicht groß und weise und mutig, sondern klein und schwach und töricht.
Gott sah Salomo. Er lächelte ein bisschen. Und beschloss, Salomo zu begegnen. »Das mache ich am besten in einem Traum«, dachte Gott.
Also begegnete Gott Salomo in einem Traum.
»Sei gegrüßt, Salomo. Ich bin Gott.« – »Gott?«
– »Ja, Gott. Ich wollte dich etwas fragen.« – »Mich?« – »Ja, dich.« (»So wahnsinnig klug klingt er wirklich nicht«, dachte Gott. Aber das sagte er natürlich nicht laut.)
»Was willst du denn wissen?«, fragte Salomo. »Ich sag dir aber gleich: Ich habe bestimmt keine Ahnung. Ich weiß nicht viel.« – »Das scheint mir auch fast so«, sagte Gott. »Aber auf diese Frage hast du bestimmt eine Antwort.« – »Naja, ich weiß nicht …«, erwiderte Salomo. – »Hör einfach zu. Also: Was wünschst du dir?« – »Was ich mir wünsche …?« – »Genau«, sagte Gott. »Egal was, ich will es dir geben.« 
Salomo überlegte: 
Geld? – Davon hatte er genug. 
Schlachtrösser? – Neben seinen kostbaren Araberhengsten war kein Platz in den Ställen.
Macht? – Ach, mit Macht kann man so viel Böses anrichten.
Dann rief Salomo: »Ich weiß! Ich wünsche mir Weisheit. Und ein Herz, das dich hört. Dann weiß ich, was gut und was falsch ist. Und dann weiß ich, was ich tun muss.«.
Gott freute sich sehr über diesen Wunsch. »Das ist ein wirklich guter Wunsch, Salomo. Den erfülle ich dir sehr gern. Und jetzt habe ich auch einen Wunsch an dich«.
»Natürlich«, sagte Salomo. »Doch was kann ein kleiner Mensch schon für einen so unendlich großen Gott tun?« – »Aha«, dachte Gott. »Der Wunsch wirkt schon. Kluge Frage.« Und laut sagte Gott: »Bau mir ein Haus. Einen Tempel. Einen Ort, an dem ich wohnen kann. Dort möchte ich einziehen«. – »Ein Ort, an dem du wohnen kannst?«, fragte Salomo nachdenklich. »Wohnst du nicht überall? Auf der Erde. Über der Erde. Unter der Erde?«
Da wusste Gott: Salomos Wunsch war wirklich ein sehr guter Wunsch gewesen.
Er antwortete: »Du hast Recht, Salomo. Natürlich bin ich überall. Aber ihr Menschen nicht. Ihr Menschen braucht einen Ort, wo ihr mich finden könnt. Wo ihr beten könnt. Und singen. Wo ihr klug werden könnt. Und wo euer Herz still werden kann, um zu hören. Ich möchte gern einen Ort haben, an dem ihr mich suchen könnt und manchmal finden.« 
Salomo nickte. Er verstand. 
Als Salomo am nächsten Morgen aufwachte, begann er gleich damit. Er machte Pläne für das schönste Haus der Welt. Für Gottes Haus.
Und dann fingen sie an zu bauen: All die vielen Menschen aus dem großen Volk Israel. Das Volk der Juden. Gott hatte sie sich erwählt. Darum durften sie den Tempel bauen.
Sie bauten ein wunderschönes, herrliches Haus: Mit Zedernholz aus dem Libanon. Mit Wendeltreppen. Mit dem Allerheiligsten für die Bundeslade. Mit den Engeln, die die Lade beschützen, den Cherubim. Mit Gold auf den Wänden. Mit geschnitzten Palmen und Blumen. Wie ein Traum. Und dennoch war es Wirklichkeit. 
Als das Haus fertig war, zog Gott ein. Er nahm Wohnung bei seinem Volk. Er wohnte bei seinen Menschen. 
Und die Menschen zogen ein bei Gott. Sie kamen in den Tempel. Jeden Tag. Zu Gott. Sie beteten. Sie sangen. Sie hörten auf Gottes Wort.
Endlich hatten sie einen Ort für Gott. 
Einen Ort für ihre Angst und für ihre Tränen. 
Ein Ort für ihr Lachen und ihre Hoffnung. 
Sie wussten: Gott ist da. Er verlässt uns nicht. Niemand kann Gott von uns vertreiben. Amen.

6. Fürbitte

Du weißt: Bald musst du dich auf den Rückweg machen. Und du weißt auch: Da gibt es noch andere. Menschen, die nicht hier sind. Vielleicht können sie das Licht nicht sehen. Vielleicht sind sie zu schwach oder zu traurig. Dennoch sind sie hier. In deinen Worten. 

Schalengebet

Du stehst auf. 
Du formst deine Hände zu einer Schale. 
Die Schale hältst du vor dir. 
(Bewegungen vormachen, damit Kinder sie übernehmen können.)
Du legst deine Gedanken hinein. 
Du sagst Gott, an wen du jetzt besonders denkst.
(Stille)
Gott, hier sind die, an die wir denken. 
Die schwach sind. Klein und ängstlich. Allein. Die sich nach Frieden sehnen.
Wir bringen sie dir. Höre uns!
(Arme nach oben strecken und öffnen.)
Bei dir sind wir geborgen. Amen.

Vaterunser 

(Blatt mit Vaterunser austeilen)
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

7. Segen

Du siehst dich um. Schaust noch einmal in die Gesichter der anderen. Siehst das Licht in ihren Augen. Goldenes Licht. Segenslicht. 

Segensgebet (Mit Bewegungen)

Gottes Segen sei in dir. 
(Arme vor der Brust verschränken)
Gottes Segen sei über dir. 
(Hände über Köpfe der beiden Nebenstehenden halten)
Gottes Segen sei mit dir. 
(Arme hinter Rücken der beiden Nebenstehenden ausbreiten)
Dann gehst du. 
Du verabschiedest dich von allen. 
Es war schön, heute gemeinsam unterwegs zu sein. 
Nächste Woche werdet ihr euch wieder treffen. 
Neues entdecken. Und Altes. 

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Bei dir bin ich zu Hause
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Hineinwachsen …

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In zwei Größen: groß: 5 x 4,5 cm; klein: 3 x 2,5 cm
Herz groß: 3,50 € (ab 10 Ex. je 3,20 €); Best.-Nr. 5088
Herz klein: 2,50 € (ab 10 Ex. je 2,30 €); Best.-Nr. 5113

Schlüsselanhänger »Ich bin gehalten« – mit Karabinerhaken
Der Schlüsselring ist an einer reißfesten Nylonlasche befestigt, die mit einem Karabinerhaken aus Aluminium an Ösen, Schulranzen und Taschen sicher eingehakt werden kann. 
Auf dem Metallplättchen sind Regenbogen und Fisch abgebildet, samt dem ermutigenden Satz »Ich bin gehalten«. Nylonlasche mit Lasergravur auf einem Metallplättchen.
Maße: 13 cm x 3 cm
2,50 € (ab 10 Ex. je 2,20 €); Best.-Nr. 1563

junge-gemeinde.de

Markus 10, 13–16

Zur Methode

Manche werden schon durch die Gesten die Geschichte erkennen; andere sind gespannt, was sich dahinter verbirgt.

Beim Erzählen kann man sich zwischen den einzelnen Gesten ruhig etwas Zeit lassen. 

(Hand ans Ohr legen)
»Hast du schon gehört? Jesus kommt. Hierher. Ich will zu ihm. Kommst du mit?«
(Auf Zehenspitzen stehen und sich umsehen)
»So viele Erwachsene. Die sind viel zu groß. Ich kann gar nichts sehen.«
(Mit eng angewinkelten Armen wie durch eine Menge gehen)
»Komm, wir quetschen uns einfach durch. Ganz nach vorne. Zu Jesus.«
(Mit dem Zeigefinger nach vorne zeigen, erstaunt schauen)
»Da! Siehst du? Da vorne ist er. Schnell, lass uns zu Jesus gehen.«
(Mit der flachen Hand nach vorne abweisen, und Kopf schütteln)
»Halt, was wollt ihr hier? Ihr kommt hier nicht durch.«
(Belehrend mit dem Zeigefinger wackeln)
»Kinder stören nur. Jesus hat Wichtigeres zu tun. Da könnten ja alle kommen.«
(Mit dem Fuß auf den Boden stampfen)
»Aber wir wollen zu Jesus! Du bist gemein!«
(Hand wie suchend an die Augenbrauen legen)
»Sind da Kinder?«, will Jesus wissen.
(Mit der Hand herbeiwinken)
»Lasst sie zu mir.«
(Die Hände schieben etwas auseinander)
»Macht Platz für die Kinder.«
(Sich selbst umarmen)
Da kommen die Kinder, um Jesus zu umarmen. Und er segnet sie.

Passendes zur Kindersegnung

Jesus – Freund der Kinder
Die Geschichte der Kindersegnung kann mit diesem Bastelbogen eindrücklich sichtbar gemacht werden: Jesus schützt mich, stärkt mir den Rücken und begleitet mich. 
Zum Ausmalen und Ausschneiden.
Tipp 1: Auch für andere mutmachende, aufrichtende Geschichten der Bibel einsetzbar.
Tipp 2: Mit Mädchen und Junge zum Auswählen.
DIN-A4

1,00 € (ab 10 Ex. je 0,90 €); 

Best.-Nr.: 1729

Jesus segnet die Kinder
Bildkarten für das Kamishibai-Erzähltheater
11 Bilder in DIN-A3-Größe zur Kindersegnung. Ein Erzählvorschlag ist auf einem Übersichtsblatt zusammengefasst. 

18,00 €

 Best.-Nr.: 3238

Kindersegnung
Figurenset für die Erzählschienen
Das Set enthält 10 Bildkarten in unterschiedlicher Größe. Die Karten sind vorne und hinten bedruckt (Personen können so in beide Richtungen gehen); sind aus stabilem Karton; sind in einem durchsichtigen ZIP-Beutel aufbewahrt.
Die Mappe enthält auch einen kompletten 
Erzählvorschlag, der zudem die 
Zuordnung der Bildkarten aufzeigt.

11,00 €

Best.-Nr.: 1628

Annette Jones © pixabay

EG = Evangelisches Gesangbuch
KuS = Kommt und singt

Ihr braucht dazu eine gestaltete Mitte mit vielen Kerzen.

Eröffnung

Eine/r:
Gott ist immer für uns da.
Wenn wir weinen und wenn wir lachen, 
ist er da.
Wenn wir Angst haben und wenn wir stark sind, 
ist er da.
Wenn wir streiten und wenn wir uns versöhnen, 
ist er da.
Gott lässt uns nicht allein.
Er ist in unserer Mitte.
Heute. Morgen. Immer.
Alle: Amen.

Wir singen: 

Herr, gib uns deinen Frieden (EG 436; KuS 545)

Wir beten:

Guter Gott,
du bist ein Gott des Friedens.
Du magst nicht, 
wenn Menschen einander beleidigen.
Du magst nicht, 
wenn Menschen einander verletzen.
Du magst nicht, 
wenn Menschen gegeneinander Krieg führen.
Du willst, dass wir uns verstehen.
Und wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, 
willst du, dass wir miteinander reden.
Du magst keine Gewalt. 
Du liebt den Frieden.
Du willst das Beste für uns und für alle Menschen.
Gib uns deinen Frieden.
Amen.

Handmeditation

(Ruhig und langsam; den Kindern genügend Zeit lassen, um die Anleitung jeweils umzusetzen.)
Schaut euch einmal eure Hände an:
Die Handflächen mit den Linien.
Die Finger.
Dreht eure Hände um. 
Seht euch eure Handrücken an:
Die Härchen. Eure Fingernägel.
Formt nun eine Schale.
Schaut sie euch an.
Ihr könnt damit empfangen.
Ihr könnt mir den Händen auch geben.
Ihr könnt mit ihnen teilen.
Geben und nehmen.Beides gehört zusammen.
Macht eine Faust. 
Drückt sie ganz fest zusammen und haltet sie fest gedrückt.
Mit eurer Faust könnt ihr andere verletzen. 
Ihr könnt damit richtig weh tun.
Ihr spürt auch, dass eure Hände wie gefangen sind. 
Sie sind nicht mehr frei. 
Ihr könnt sie zu nichts anderem mehr gebrauchen.
Drückt noch ein bisschen fester zu.
Lasst nun eure Hände wieder locker.
Ganz locker … und spürt den Unterschied.
(Hier besonders viel Zeit lassen, um den Unterschied zu spüren.)
Streicht nun mit der einen Hand über den Handrücken der anderen.
Hände können trösten.
Sie können heilen. 
Sie können Gutes tun.
Steht nun auf und stellt euch in einen Kreis.
Reicht den beiden Menschen neben euch die Hand.
Wir sind nun miteinander verbunden.
Wir zeigen einander:
Du brauchst dich vor mir nicht zu fürchten.
Ich tu dir nichts.
Jesus sagt: »Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.«
(Matthäus 5,9 – Bibelstelle nicht lesen)
Schaut die Menschen neben euch an.
Drückt einander leicht die Hand.
Dann setzt ihr euch wieder auf euren Platz.

Wir singen: 

Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen 
(KuS 504,1+3+4)

Wir denken an andere im Gebet

Nicht alle Menschen leben in Frieden. 
An vielen Orten der Welt gibt es Krieg. 
Menschen sind auf der Flucht. 
Menschen haben kein Zuhause mehr. 
Menschen werden verletzt oder verlieren ihr Leben. 
Es tut weh, wenn wir das mitbekommen.
Es macht Angst. 
Es macht traurig. 
Es macht wütend.
Gott des Friedens, 
wir bitten dich für alle Menschen, 
die unter Krieg und Gewalt leiden
– sei du ganz nahe bei ihnen. 
In unserer Mitte stehen Kerzen. 
Wir wollen Friedenslichter entzünden für Menschen, die unter Krieg und Gewalt leiden.
Wer mag, kann eine Kerze anzünden.
(Zeit lassen für das Anzünden der Kerzen.)
Gott, 
ich möchte ein Werkzeug deines Friedens werden. 
Hilf mir dabei.
Ich möchte Liebe weitergegeben, 
wenn Menschen sich hassen.
Ich möchte vergeben, 
wenn Menschen beleidigen.
Ich möchte schlichten, 
wenn Menschen streiten.
Und wenn Menschen traurig sind, 
möchte ich trösten.
Ich möchte ein Licht bringen, 
wo es dunkel ist. 
Und in Frieden leben mit allen Menschen.
Amen.

Wir singen: 

Hewenu schalom alejchem (EG 433; KuS 510)

Gottes Segen begleitet uns

(Die fett gedruckten Zeilen werden von allen gelesen, die anderen von nur einer Person:)
Du, Gott, segnest uns.
Nie bin ich allein. Immer bist du da.
Du, Gott, behütest uns.
Bei dir bin ich sicher und geborgen.
Du, Gott, blickst freundlich auf uns.
Du siehst, wie es mir geht. Du verstehst mich.
Du, Gott, blickst freundlich auf alle.
Du siehst, wie es den anderen geht. 
Du verstehst sie.
Du, Gott, bist gütig.
Alle Menschen sollen gut leben können.
Du, Gott, gibst Frieden.
Du willst, dass alle Menschen sicher und friedlich leben.
Amen.

Der besondere Tipp

Salböl-Set
Für alle (Alters-)Gruppen

Das Set besteht aus:

  • einem handgetöpferten Salböl-Schälchen (Keramik; Ø 6 cm),
  • einem handgetöpferten Salbölgefäß mit Korken (Keramik; 8 cm hoch),
  • einem Fläschchen Salböl* (30 ml),
  • der Broschüre »Segen, der unter die Haut geht« (Alma Grüßhaber, Hg., 
    16 Seiten)

*Das Salböl ist eine spezielle Zusammenstellung aus natürlichen, ätherischen Ölen (u. a. Narden- und Hoholzöl) und kann unter der Best.-Nr. 527 auch einzeln bestellt werden).

19,90 €
Best.-Nr. 1510

junge-gemeinde.de

Daniel wird von Gott gerettet

Daniel 6

I. Vorüberlegungen

Zur Planung des ­Kindergottesdienstes

II. Bausteine

Kreative Umsetzung der Geschichte
Löwenmaske basteln

In Pappteller Löcher für Augen ausschneiden, gelb anmalen, Gesicht darauf malen, mit Wollfäden oder anderem Material eine Löwenmähne ankleben. Dann zwei Löcher am Rand der Maske bohren und ein passendes Gummiband durchziehen.

»Löwenjagd« – Spiel 

Auch als »Bärenjagd« bekannt: Alle sitzen auf ihrem Stuhl. Die Spielleitung beginnt: »Gehen wir heut auf Löwenjagd?« und macht eine entsprechende Bewegung. Die Gruppe antwortet und macht die Bewegungen nach: »Ja, wir gehen heut auf Löwenjagd«. 
So erzählt die Spielleitung die Geschichte einer Löwenjagd mit Bewegungen. Die Gruppe spricht und macht alles nach. Allein mit der Stimme kann Spannung, Geheimnis, Freude erzeugt und durch Bewegungen noch verstärkt werden. 
Bewegungsspiele machen Kindern viel Spaß. Gleichzeitig lernen sie viele Dinge (kognitiv, sozial, koordinativ).
Im Internet gibt es mit den Suchbegriffen »denk mit bärenjagd« ein Beispiel bei Wir gehen heut auf Bärenjagd – Bewegungsspiel/
Denk mit Kita
. Dabei den Bären durch den Löwen ersetzen.

Raubtierfütterung – Spiel

Salzbrezeln an einer Schnur auffädeln und aufhängen. Die Kinder versuchen als Löwen auf allen Vieren, dieses Futter zu fressen.
Material:
Für die Löwenmaske:
Runde Pappteller, Klebstoff, Wolle (Bastelwolle, Zauberwolle, Filzwolle), Schere, Gummiband, Farben, Pinsel.
Für das Spiel »Raubtierfütterung«:
Größere Salzbrezeln, Schnur.
Für die Geschichte:
Schuhkarton mit Deckel; Löwe und Taube (Ostheimer, Playmobil, Kuscheltier, Foto); betende Hände (Foto); Figuren (Holz-, Kegel-, Playmobil-, Lego-
figuren):

III. Gestaltungsvorschlag für einen Gottesdienst

1. Begrüßung
2. Begrüßungslied

Einfach spitze (KuS 193, mit Bewegungen); Gott sagt uns immer wieder (KuS 478, KG 216)

3. Psalm 

Psalm 37, Vertrau auf Gottes Wege (KuS 655), in zwei Gruppen lesen, den Kehrvers gemeinsam; alternativ Palm 31 (KuS 653)

4. Lied 

Bärenstark, mit Bewegungen (im Internet); Sei ein lebendger Fisch, mit Bewegungen (im Internet) 

5. Geschichte – mit Legematerial

Das hier ist Darius. 
(Figur mit Krone hinstellen)
Er ist König von Persien. Das ist ein altes, großes Reich. Weit weg von uns.
Das hier ist Daniel. 
(Figur Daniel König gegenüberstellen)
Daniel arbeitet für den König. Er ist einer der drei höchsten Beamten unter König Darius. 
Das sind die zwei anderen hohen Beamten.
(Zwei Beamte neben Daniel stellen)
Sie arbeiten zusammen mit Daniel für König Darius. Der König vertraut diesen drei Männern sehr.
Außerdem hat der König noch viele Statthalter. Sein Reich ist ja so riesengroß.
(Statthalter hinter die drei Beamten stellen)
Sie spielen in unserer Geschichte heute eine wichtige Rolle.
Daniel ist ein sehr begabter und zuverlässiger Mann. Er ist auch ein gläubiger Mann. Er betet drei Mal am Tag zu Gott.
(Betende Hände zu Daniel legen)
Aber die anderen Beamten und die Statthalter sind neidisch auf Daniel. Daniel gelingt alles. Der König schätzt ihn ganz besonders. 
(Daniel näher zum König stellen.)
Deshalb stellen ihm die Beamten und Statthalter eine Falle. Sie gehen zum König und bitten ihn: »Großer König! Du bist der Mächtigste! Nur du kannst helfen. Erlasse deshalb ein Gebot, dass auch nur du angebetet werden darfst. Kein anderer Gott und kein Mensch – nur du! Wer sich nicht daran hält, soll zu den Löwen in die Grube geworfen werden.« Der König stimmt zu und unterschreibt das Gesetz.
Daniel aber betet weiterhin zu Gott. Wie immer. Jeden Tag drei Mal. Darauf haben seine Gegner nur gewartet. Sie verhaften ihn und führen ihn vor den König. 
(Daniel auf die betenden Hände stellen.)
Oh! Damit hat der König nicht gerechnet. Er mag Daniel. Er überlegt, was er tun kann. Doch die beiden Beamten und die Statthalter sagen: »Daniel hat gegen dein Gesetz verstoßen. Er musst in die Löwengrube.« Und der König muss sich auch an sein Gesetz halten. Schweren Herzens befiehlt der König, Daniel in die Löwengrube zu werfen. 
(Schuhkarton öffnen, Löwe und Daniel hineinstellen, den König davorstellen)
Auch in der Grube betet Daniel weiter zu seinem Gott. Er weiß: »Auch in der Not kann ich mich auf dich, mein Gott, verlassen. Du wirst mich retten.«
(Betende Hände in Schuhkarton legen)
Der König lässt die Grube mit einem Stein verschließen. Auch sein Siegel bringt er an. So kann niemand unbemerkt die Grube öffnen. 
(Schuhkarton schließen, König von Schuhkarton entfernen)
Die Nacht kommt. 
(Kurze Pause, tief einatmen) 
Aber der König kann kaum schlafen. Er windet sich hin und her. Am nächsten Morgen macht er sich früh auf zur Löwengrube. Er sorgt sich um Daniel. Wie ist es ihm wohl ergangen? Lebt er noch? Hat er vielleicht Hunger? So viele Fragen schießen dem König auf dem Weg zur Grube durch den Kopf.
(König wieder vor Schuhkarton stellen.)
Der König ruft: »Daniel! Lebst du noch? Hat dich dein Gott gerettet?« Wie froh ist der König, als Daniel ihm antwortet. 
Schnell lässt der König Daniel aus der Grube holen.
(Schuhkarton aufklappen, Daniel herausholen, neben König stellen)
Daniel reckt und streckt sich erst einmal. Es geht ihm gut. Er hat die ganze Nacht zu seinem Gott gebetet. Und Gott war bei ihm und hat ihn beschützt.(Betende Hände aus Schuhkarton holen, neben Daniel legen)
Seinen Statthaltern will der König nie mehr vertrauen. Aber auf Daniel ist Verlass.
Dem König wird klar: Daniels Gott ist stark und schenkt Frieden. Dieser Gott hat Daniel gerettet. Welch ein Gott!
(Taube zu König und Daniel stellen.)

6. Lied

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt 
(KuS 398, KG 112)

7. Gebet und Vaterunser
8. Lied

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen 
(EG 272, KuS 312)

9. Segen
10. Abschluss: Segenstanz 

Hewenu schalom alejchem (EG 433, KuS 510)
Grundstellung: Alle stehen im Kreis und halten sich an den Händen.
Nachfolgend einige Tanzschritte, die nach Lust und Laune eingesetzt werden können: 

Zum Einüben am Anfang langsam singen (und folglich langsam tanzen). Nach ein paar Durchläufen geht das immer schneller.

11. Löwenmasken basteln

Siehe hierzu »Kreative Umsetzung der Geschichte«

12. Spiele

Siehe hierzu »Kreative Umsetzung der Geschichte«

Der besondere Tipp

Mutig ist, wer Hilfe holt
Bildkarten-Set für das Kamishibai-Erzähltheater

Gottes Engel brauchen keine Flügel! Sie sind uns oft ganz nah. Deshalb ist es wichtig, andere um Hilfe bitten zu können, wenn wir mit Mobbing zu tun haben. 
Wie Ferri, der Fisch. Plötzlich sind dalle gemein zu ihm – aber zu Hause kann er darüber nicht sprechen. Wie gut, dass es Wali, den Wal, gibt …
Die Autorin hat den Verein »mobb ned e. V.« zur Mobbing-Prävention in Kindergarten und Grundschule gegründet.

20,00 €

Best.-Nr. 3784

Rose Schaaf/Martina Konieczny

Das rettende rote Seil
Für Kinder im Grundschulalter

Weitere »Rettungs-Geschichten« finden Sie in den acht komplett ausgearbeiteten Kinderbibeltagen zu biblischen Geschichten. So z. B. die Titelgeschichte (Eroberung Jerichos); Der Engel und der Esel (Bileam); Fremde werden Freunde (Rut); Rettung in letzter Sekunde (Sturmstillung); Raben haben keine Sorgen (vom Sich-Sorgen-Machen).

Jeweils mit Anspiel und vertiefenden Gruppenangeboten (Aktionen, Spiele, Bastelarbiten, Lieder, Rätsel …).

Alle notwendigen Kopiervorlagen befinden sich im Buch und können in der entsprechenden Anzahl kopiert werden. 

7,50 €; 

Best.-Nr. 2085

Commons Wikimedia, Codart, von Rembrandt (1635), Das Gastmahl des Belsazar, curid=65066776)

I. Vorüberlegungen

II. Liturgische Elemente für die ganze Reihe

Lieder

Es eignen sich kurze Lieder, Kanons, die sich durch die gesamte Reihe ziehen und die Botschaft der Danielgeschichte einprägen: »Gott ist bei dir, wo auch immer du bist.«
Das wünsch ich sehr (KuS 410, KKH 54);
Nichts soll dich ängsten (KuS 232);
Von guten Mächten (evtl. nur mehrmals der Kehrvers; KuS 84, KG 40);
Du, Gott, stützt mich (KuS 463, Wwdl 129);
Und so geh nun deinen Weg (KuS 200)

Psalm

Zu dieser Reihe passt Psalm 91 (KuS 665) oder das Gebet nach Psalm 27 (KuS 652).

III. Zur Gestaltung der Reihe

Die Daniel-Geschichten wurden erzählt, um Menschen Mut und Zuversicht zu geben. Schon damals, als sie das erste Mal erzählt wurden, sollten die Hörenden in die Erzählung eintauchen und sich in den Bildern verlieren. Bestenfalls sollten die Menschen verändert aus ihr hervorgehen – nämlich getröstet und ermutigt. Das soll den Kindern auch in unserer Zeit ermöglicht werden. Deshalb liegt der Schwerpunkt in dieser Reihe auf dem Erzählen.

Für die Jüngeren sollte man sich auf die Geschichte von Daniel in der Löwengrube beschränken. Diese kann dann über alle drei Sonntage der Reihe (evtl. mit den Bildkarten zum Kamishabai-Erzähltheater) erzählt und vertieft werden. Konkret:
1. Sonntag: Daniel hält auch in der Fremde an seinem Gott fest (s. »Erzählung für Jüngere«, Seite 322), was zur Konsequenz hat, dass …
2. Sonntag: … Daniel in die Löwengrube geworfen wird (die eigentliche Löwengruben-Geschichte wird erzählt).
3. Sonntag: Die »ganze« Danielgeschichte wird noch einmal wiederholt und vertieft.

Für die Älteren werden die Geschichten an den jeweiligen Sonntagen aus der Perspektive Daniels erzählt.

Das Mitmachheft im Kindergottesdienst 7 – 2023

Der rote Faden

Geschichte von Daniel und seinen Freunden, die im babylonischen Exil leben und mit fremden Bräuchen und einer fremden Religion konfrontiert sind. Darauf aufbauend nehmen wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den drei monotheistischen Weltreligionen in den Blick. Wir schauen, wo uns »Religion im Alltag« begegnet. Anschließend werfen wir einen detaillierten Blick auf einen Teil unserer Religion und schauen uns in einem evangelischen Kirchenraum genauer um.

Was Sie erwartet

  • Die Geschichte von Daniel und seinen Freunden in zwei Abschnitten.
  • Eine Übersicht über Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Judentum, Christentum und Islam.
  • Die Wahrnehmung von »Religion im Alltag«.
  • Aktionsseiten: Den Kirchenraum wieder »einrichten«.
  • Gebet (S. 12) und passende Rätsel

Werkstatt

Hier der Hinweis auf die Für-Dich!-Werkstatt. Sie enthält konkrete Hinweise und Impulse, das »Für Dich!«-Heft sowohl im monatlichen wie auch im wöchentlichen Kindergottesdienst gewinnbringend für Kinder und Mitarbeitende einzusetzen.

Kostenfrei öffnen oder zum Bearbeiten herunterladen unter:

https://www.junge-gemeinde.de/fuer-dich.html

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