Zur Planung des Kindergottesdienstes
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das ThemaAn der falschen Stelle suchen – diese Erfahrung sollen die Kinder erleben. Dazu nach dem Eingangsgebet ein kleines Suchspiel initiieren, das zur Geschichte überleitet.
»Wir haben Ostereier versteckt. Sucht mal, wie viele ihr hier findet. (Kinder im Raum suchen lassen; es wurden jedoch keine versteckt; nach einiger Zeit Suche beenden) Niemand hat was gefunden. Woran könnte das liegen? (Kinder antworten) Sucht noch einmal. Vielleicht findet ihr draußen etwas. (Zeit lassen; weiter, wenn alle wieder da sind) Packt das, was ihr gefunden habt, am besten in eure Taschen.
Warum habt ihr zuerst nichts gefunden? (Kinder antworten) Richtig, wir haben euch an der falschen Stelle suchen lassen. Wenn man nicht an der richtigen Stelle sucht, dann findet man nichts – obwohl ja eigentlich etwas da ist. Wir wollen euch die Geschichte von den Jüngern erzählen, die auch an der falschen Stelle gesucht haben …«
Die Frauen haben Jesus zuerst da gesucht, wo die Toten sind: im Grab. Die Frauen wurden gefragt: ›Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?‹ Ja, ein Lebender passt nicht zu den Toten. Unter den Schuhkartons sind immer vier Gegenstände. Einer davon passt nicht in die Gruppe – welcher?
Material: Vier Schuhkartons; 1. Banane, Apfel, Orange, Tennisball; 2. Stift, Heft, Schere, Hammer; 3. Wollknäuel, Schnürsenkel, Gürtel, Münze; 4. Tannenzapfen, Blatt, Stein, Radiergummi
Material: Bunte Kreide
Die Frauen standen am Grab und waren traurig. Sie dachten: »Jesus ist tot.« Aber dann begegnete ihnen jemand genau an dem Ort und sagte: ›Weint nicht! Er lebt!‹ So bekamen sie neuen Mut.
Wir wollen wie die Frauen die Osterbotschaft weitertragen – an Orte, wo andere sie vielleicht gar nicht erwarten. Mit Kreide schreiben wir die frohe Botschaft auf den Gehweg vor der Kirche. Alle können lesen: Jesus lebt!
Material: Emotionsschilder (traurig, erschrocken, überrascht, leichtes Lächeln, freudig, ängstlich); Lichterketten/Taschenlampen (für Engel); evtl. Nebenraum (Grab); Liederbücher/LiedblätterRollen: (Kinder) Frauen auf dem Weg zum Grab; Engel am Grab; Jüngerinnen und Jünger
Mitarbeitende: Erzähler*in; Regisseur*in; Petrus (evtl. auch ein Kind)
Regisseur*in: Heute spielen wir ein Mitmach-Musical. Es gibt die Frauen, die zum Grab gehen, die Engel, die den Frauen etwas sagen, und die Freundinnen und Freunde von Jesus, die zusammen in einem Haus sind. Und ich bin euer Regisseur/eure Regisseurin. Ich sage und zeige euch, was ihr machen sollt.
Ihr macht mit eurem Körper, Gesicht und der Stimme mit. So erzählen wir zusammen die Ostergeschichte.
(Regisseur*in geht auf der Stelle)
Erzähler*in: Es ist früh am Morgen. Aber ein paar Frauen sind schon wach. Sie sind heute besonders früh aufgestanden. Sie haben etwas Wichtiges zu erledigen. Ihr Freund Jesus ist gestorben. Vor drei Tagen haben sie ihn begraben. Jetzt wollen sie ihn nochmal besuchen. Sie möchten seinen Leichnam mit gut riechendem Öl salben. Damit zeigen sie Jesus, wie wichtig er ihnen ist. Die Frauen sind traurig. Und traurig gehen sie zum Grab.
(Regisseur*in hält Emoji-Schild »traurig« hoch; dann geht er weiter)
Das Grab ist wie eine Art Höhle. Es liegt außerhalb der Stadt. Der Weg dorthin dauert eine Weile. Die Frauen sind nicht nur traurig. Sie haben auch ein bisschen Angst.
(Regisseur*in Emoji-Schild »Angst«; dann geht er*sie weiter)
Sie haben Angst, dass jemand sie als Freundinnen von Jesus erkennt. Jesus wurde ja wie ein Verbrecher verurteilt. Und sie fürchten, dass ihnen dann das Gleiche passiert. Um sich Mut zu machen, singen sie ein Lied. Eines, das sie in- und auswendig kennen, weil es ihnen Mut macht.
(Regisseur*in bleibt stehen)
(KKL 336, Feiert Jesus! Kids 76, Einfach Spitze 18)
(Nach dem Lied geht Regisseur*in weiter)
Erzähler*in: Als die Frauen zum Grab kommen, bleiben sie verwundert stehen. (Regisseur*in bleibt stehen) Sie sind verwundert, weil sie nicht das sehen, was sie erwartet haben. Sie haben die Grabhöhle erwartet, in die Jesus gelegt worden ist. Und vor diese Grabhöhle haben dann einige Männer einen großen Stein gerollt. Jetzt ist der Stein nicht mehr vor der Grabhöhle. Er ist zur Seite geschoben.
(Regisseur*in Emoji-Schild »überrascht«)
Erzähler*in: Die Frauen schauen vorsichtig in die Grabhöhle. Aber da ist nichts. Dort wo Jesus gelegen hat, liegt niemand. Jesus ist nicht hier. »Hat ihn jemand geklaut?« – »Was ist mit ihm passiert?«, fragen sie sich.
Regisseur*in: Engel, bitte in die Grabhöhle gehen und leuchten. (Engel stellen sich in Grabhöhle, machen ihre Lichter an)
Erzähler*in: Plötzlich erscheinen zwei Engel in leuchtenden Gewändern. Die Frauen erschrecken.
(Regisseur*in Emoji-Schild »erschrocken«)
Regisseur*in: Ihr Engel, bitte sprecht mir Satz für Satz nach:
Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? (Engel sprechen nach.)
Er ist nicht hier! (Engel sprechen nach)
Gott hat ihn von den Toten auferweckt! (Engel)
Die Frauen schauen sich verwundert an.
(Regisseur*in Emoji-Schild »überrascht«)
Regisseur*in: Aber noch während sich die Engel anschauen, fangen sie vergnügt an zu singen. Und die Frauen singen mit.
(EG 118, KuS 115, KG 68)
(Engel und Frauen singen)
(Regisseur*in macht Bewegung »Frauen schauen nachdenklich ins Grab«)
Erzähler*in: Langsam verstehen die Frauen. Und sie erinnern sich: (Nachfolgende Sätze abwechselnd sagen) »Jesus hat immer wieder erzählt, dass er irgendwann nicht mehr bei uns ist.« – »Wir dachten immer, dass seine und unsere Wege sich irgendwann mal trennen. Aber Jesus wusste, dass er sterben wird.« – »Er hat ja auch so komische Sachen gesagt, die wir nicht verstanden haben. Aber das war ja manchmal so. Deshalb haben wir uns weiter keine Gedanken gemacht.«
Nach und nach kommen den Frauen die Worte Jesu wieder in den Kopf: »Der Menschensohn muss ausgeliefert werden, um am Kreuz zu sterben. Am dritten Tag wird er von den Toten auferstehen.« Da hat er von sich selbst gesprochen! Und jetzt war das wirklich passiert? Kann das sein? Lebt Jesus wirklich wieder?
Sie erinnern sich auch an die vielen Geschichten, die sie von Gott kennen. Schon oft haben Menschen erlebt, dass Gott sie nicht allein lässt. Und jetzt hat er auch Jesus nicht alleine gelassen.
(Regisseur*in Emoji-Schild »leichtes Lächeln«)
(KuS 478, KKL 325, LJ 542, KG 216)
Erzähler*in: Die Frauen freuen sich immer mehr: »Jesus lebt wirklich!« – Das müssen sie weitererzählen!
(Regisseur*in Emoji-Schild »freudig«; anschließend hebt er Arm und jubelt)
Erzähler*in:
Das müssen die Frauen weitererzählen. Den Freunden von Jesus, seinen Jüngern. Die sind nämlich ängstlich und traurig in der Stadt geblieben. Dort verstecken sie sich vor den römischen Soldaten. Zu ihnen müssen sie jetzt gehen. Die Frauen rennen los.
(Regisseur*in rennt auf der Stelle)
Erzähler*in:
Völlig außer Atem kommen sie beim Haus der Jünger an. Sie klopfen aufgeregt an die Tür.
(Regisseur*in klopft auf Boden/Tisch, so dass es gut nachzumachen ist)
Erzähler*in: Doch die Jünger glauben den Frauen nicht. Die Jünger denken: »Das ist doch nur eine Geschichte« – »Das kann doch gar nicht sein!« – »Das haben sich die Frauen bloß ausgedacht, damit sie nicht so traurig sind.« – »Jesus ist tot. Das haben wir doch mit unseren eigenen Augen gesehen.«
Die Jünger schütteln die Köpfe.
(Regisseur*in schüttelt Kopf)
Erzähler*in: Nur ein Jünger springt auf. Es ist Petrus. Er rennt los.
(Regisseur*in rennt auf der Stelle)
Erzähler*in: Petrus rennt zum Grab. Er schaut hinein … und sieht nur die Tücher. Nichts sonst. Er fragt sich verwundert: »Was ist da passiert?«
Die Frauen aber wissen es schon. Sie singen ein fröhliches Lied. Auch wenn die Jünger es noch nicht glauben können. »Halleluja!« Jesus lebt. Alle sollen es wissen. Auf der ganzen Welt.
(KuS 226, KKL 188, HuT 95, EGplus 48, MKL1 49)
Gott, der Totes lebendig macht,
Jesus, der es geliebt hat,
unter uns Menschen zu leben,
und die Heilige Geistkraft, die uns miteinander verbindet und neue Lebenskraft gibt,
sind jetzt und immer mit uns.
Amen.
Lasst uns miteinander
(KuS 584, KKL 163, MKL 1 23)
Kehrvers:
Gott, du meinst es gut mit uns.
Gott, du bist immer gut zu uns.
Wir danken dir dafür, Gott.
Wenn ich Angst habe, bist du da.
Wenn ich traurig bin, willst du mich trösten.
Gott du sagst: Hab keine Angst, denn ich bin immer bei dir.
Kehrvers
Gott, du sagst, dass ich dir vertrauen kann.
Gott, du sagst, dass du mir helfen willst,
Gott, du sagst, dass wir für immer bei dir sein können.
Kehrvers
Gott, du kannst was mit denen anfangen,
von denen alle glauben, sie können nichts.
Gott, du kannst das, was tot ist, lebendig machen.
Heute ist so ein Tag, an dem wir das feiern.
Darum können wir fröhlich sein.
Du machst lebendig, Gott.
Kehrvers
Siehe »II. Bausteine«
Siehe oben
Siehe oben
Jesus, wir denken an die Menschen,
die mutlos oder allein sind.
Schenk ihnen Mut,
wie du den Frauen am Grab
neuen Mut geschenkt hast.
Alle: Gott wir bitten dich: Erbarme dich.
Gott, wir denken an alle, die traurig sind.
Lass sie wieder Freude finden und sehen,
dass das Leben weitergeht.
So wie die Engel den Frauen gezeigt haben, dass das Leben weitergeht.
Alle: Gott wir bitten dich: Erbarme dich.
Gott, wir beten für alle Menschen auf der Welt,
für Kinder, die leiden oder Angst haben.
Finde du sie mit deinem Frieden und deiner Fürsorge,
so wie die Frauen das leere Grab gefunden haben.
Alle: Gott wir bitten dich: Erbarme dich.
Heiliger Geist, hilf uns, dass wir Jesus nachfolgen
und alle wissen lassen,
dass sie von Gott geliebt sind.
Mit dem, was wir sagen,
und mit dem, was wir tun.
Lass uns nicht schweigen,
so wie die Frauen nicht geschwiegen haben.
Alle: Gott wir bitten dich: Erbarme dich.
Vom Anfang bis zum Ende (KuS 196, KKL 315)
Jesus ist auferstanden
Minibüchlein

Und zum Abschluss des Sonntags nochmal eine Sucheinheit – mit dieser tollen Osterüberraschung nach Matthäus 28,1–10 zum Finden!
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Zur Planung des KindergottesdienstesAlle ergänzen den Satz: »Wir trauen Kindern zu, dass sie …«
Tipp: Die Regelungen zur Feier des Abendmahls sind unterschiedlich. Bitte informiert euch im Vorfeld über die bei euch geltenden Absprachen. Falls erforderlich, ladet rechtzeitig eine Person ein, die mit euch das Abendmahl feiert oder die Feier begleitet.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeKommt mit Gaben und Lobgesang
(EG 229, KuS 274);
Kinder, welche Freude, Jesus lädt uns ein
(KKL 241, KKH 30);
Wenn das Brot, das wir teilen
(KuS 278, LHE 290, HuT 177, Wwdl 86);
Miteinander essen (KuS 588, LJ 599);
Vom Anfang bis zum Ende (KuS 196, KKL 315);
Hier sind wir, guter Gott.
Wir feiern heute Gottesdienst – gemeinsam.
Niemand ist zu klein dafür.
Bei dir sind alle willkommen.
Es ist schön, dass du da bist.
Du hörst uns und siehst uns.
Wir sind gespannt, was heute geschieht.
Wenn wir später das Abendmahl feiern,
lass uns spüren,
dass du mit uns teilst,
dass du bei uns bist
und wir alle zusammen gehören.
Du bist da. Jesus ist da. Und wir sind da.
Halleluja! Amen.
Mit Bewegungen
Kehrvers (alle):
Danke, Gott!
(Hände vor Brust öffnen, leicht nach oben heben)
Du machst satt.
(Hände zur Schale formen, vor Bauch halten)
Bauch.
(mit einer Hand sanft über Bauch streichen)
Und Herz.
(beide Hände auf Herz legen)
Gott ist gut. Gott ist freundlich.
Seine Liebe hört nie auf.
Kehrvers (alle)
Manche Menschen waren unterwegs.
Sie wussten nicht, wohin.
Sie hatten Hunger und Durst.
Ihr Bauch war leer, ihr Herz war müde.
Kehrvers (alle)
In ihrer Angst riefen sie zu Gott.
Und Gott hörte sie.
Kehrvers (alle)
Gott zeigte ihnen den richtigen Weg.
Er brachte sie an einen guten Ort.
Er gab ihnen Essen und neue Hoffnung.
Kehrvers (alle)
Manche saßen im Dunkeln.
Gott machte es hell.
Er machte frei, was gefangen war.
Kehrvers (alle)
Auch wir danken Gott.
Für Brot und Wasser. Für Mut und Freude.
Für alles, was uns froh macht.
Kehrvers (alle)
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteSiehe unten
Nach dem Abendmahl (alternativ vor Beginn des Gottesdienstes) gemeinsam frühstücken oder brunchen.
Tipp: Bring & Share. Alle bringen etwas mit (Brot, Obst, Käse, Getränke …) – so wird es bunt und alle können etwas teilen.
Auch wenn Gerste heute nicht mehr so bekannt ist, schmeckt sie und macht satt. Graupen sind geschälte und polierte Gerstenkörner (also kleine Körnernudeln). Eine Graupensuppe ist also eine Art Nudelsuppe.
Einfaches Rezept: (für ca. 6–8 Personen):
Zubereitung:
Tipp: Kinder können beim Schneiden der weichen Zutaten, Umrühren und Servieren helfen.
(Zu den Liedern)
Die Mitspielenden erhalten entweder ihren Rollentext oder eine Person spricht vor und die spielenden Personen sprechen nach.
Rollen: Erzähler*in (die Spielenden tun, was sie erzählt/ansagt); 3 Jünger (Petrus, Philippus, Andreas); Jesus, 3 Geschwisterkinder (Rinah, Mazal, Ilan); Vater; Mutter; hungrige Menschen
Requisiten: Beutel mit 5 Broten/Brötchen und 2 (gebastelten) Fischen; Decke; Wasserschlauch; optional: grüne Tücher (Wiese); blaue Tücher (See)
Jesus ist müde
Erzähler*in: Es war ein langer Tag. Jesus ist müde. Er gähnt. (Gähnen)
Jesus: Ich will mich ausruhen.
Erzähler*in: Auch seine Jünger sind müde. Sie gähnen. (Gähnen)
Jünger: Wir wollen uns ausruhen.
Erzähler*in: Also zieht sich Jesus mit seinen Jüngern zurück. Sie gehen auf einen Berg am Ufer des Sees Genezareth. Hier oben fühlt sich Jesus Gott besonders nahe. Hier setzt er sich hin. (Hinsetzen) Die Jünger setzen sich zu ihm. (Dazusetzen)
Die Leute sind hungrig nach Gottes Wort
Erzähler*in: Die Leute sind hungrig. Hungrig danach, noch mehr von Jesus zu hören. (Hungrige Menschen reiben sich Bauch) Also machen sie sich auf den Weg. (Kleine Strecke gehen) Sie folgen Jesus auf Schritt und Tritt. Sie lassen ihn selbst dann nicht allein, wenn er sich einmal ausruhen will.
Hungrige Menschen: Wir wollen Jesus hören. Wir wollen Jesus sehen. Wir können gar nicht genug davon bekommen. Wir sind so hungrig nach seinen Geschichten!
Erzähler*in: Mehr als 5000 Menschen machen sich auf den Weg: Frauen, Männer, Kinder, Junge und Alte, Arme und Reiche. Menschen aus Dörfern und aus Städten. Alle wollen etwas abbekommen von dem Segen, der von Jesus ausgeht. Alle wollen weiter zuhören, wenn Jesus von Gott erzählt. Alle wollen die heilsame Kraft spüren, die Jesus teilt. (Hungrige Menschen murmeln: »Rhabarber, Rhabarber …«)
Die Geschwister machen sich auf den Weg
Erzähler*in: Auch die drei Geschwister Mazal, Rinah und Ilan machen sich mit den anderen auf den Weg. Ihre Eltern packen alles zusammen. (Decke, Wasserschlauch, Tasche holen)
Mutter: Du, Ilan, nimmst die Decke. Und du, Mazal, trägst den Wasserschlauch.
Rinah: Und ich?
Vater: Du nimmst den Beutel.
Rinah: Was ist da drin?
Vater: Na, schau doch mal rein.
Rinah: Brote und Fische.
Mutter: Die Gerstenbrote habe ich heute Morgen gebacken.
Vater: Und die Fische habe ich früh auf dem Markt gekauft.
Rinah: Zwei Fische und eins, zwei, drei, vier, fünf Brote – für alle von uns eines!
Mutter: Ganz genau.
Vater: Die Fische müssen wir uns natürlich teilen.
Ilan: Jetzt müssen wir aber los, sonst sind die anderen schon weg.
Mutter: Na dann … auf geht’s!
Jesus sieht die große Menschenmenge
Erzähler*in: Zusammen mit den anderen geht die Familie zum Berg. Immer mehr Menschen kommen unten am Fuß des Berges an. Sie alle wollen mehr hören, sehen und spüren von der Liebe, die in Jesus ist.
Hungrige Menschen: Wir hören zu! Wir wollen mehr!
Erzähler*in: Jesus steht auf. Er schaut sich um. Er sieht die große Menschenmenge, unzählige Menschen. Dann sagt Jesus zu seinen Jüngern:
Jesus: Schaut, wie hungrig die Menschen sind. Sie sehnen sich nach Gottes Wort. Und sie haben Hunger nach etwas zu essen.
Petrus: Erst sind die Menschen hungrig nach Gottes Wort, aber wer lange zuhört, bekommt auch Hunger im Bauch. (Hungrige Menschen murmeln: »Rhabarber, Rhabarber …«)
Andreas: Mir knurrt auch schon der Magen. (Reibt sich den Bauch)
Jesus: Dann brauchen wir etwas zu essen. Philippus, komm doch mal kurz zu mir.
Philippus: (geht zu Jesus) Da bin ich.
Jesus: Wo können wir Brot kaufen, damit alle etwas zu essen haben?
Philippus: Jesus, das ist unmöglich! Wir haben nur 200 Silberstücke. Das reicht vorne und hinten nicht. Alle würden nur ein paar Brotkrümel bekommen.
Rinahs Idee
Erzähler*in: Die drei Geschwister haben mitbekommen, was Jesus mit seinen Jüngern besprochen hat.
Rinah: Wir haben doch etwas zu essen. Das könnten wir Jesus geben.
Ilan: Es sind doch nur fünf Brote und zwei Fische.
Mazal: Das reicht hinten und vorne nicht.
Ilan: Das reicht nur für uns.
Rinah: Ja, aber manchmal hilft schon ein kleines bisschen. Papa sagt doch immer: ›Besser
die Gurke, die man hat, als die Aussicht auf einen Kürbis.‹
Mazal: Ach, Rinah, du immer mit deinen verrückten Ideen.
Ilan: Man wird dich sowieso nicht ernst nehmen. Wir sind doch nur Kinder.
Rinah: Das ist mir egal. Ich probiere es. Jesus wird mich schon anhören.
Rinah trifft Andreas
Erzähler*in: Und schon ist Rinah unterwegs. Sie quetscht sich durch die Menschen vor ihr. (Hungrige Menschen bilden eine Mauer, durch die sich Rinah hindurchzwängt.) Plötzlich wird sie aufgehalten.
Andreas: Hallo, kleines Mädchen. Was willst du hier? Suchst du jemanden?
Rinah: Ja. Ich will zu Jesus.
Andreas: Zu Jesus? Was willst du von ihm?
Rinah: Ich will nichts von ihm – ich will ihm etwas geben.
Andreas: (lacht) Was hast du denn schon? Was könntest du ihm denn geben?
Rinah: Die Menschen haben Hunger. Und ich habe etwas zu essen.
Andreas: (lacht lauter) Das ist nett von dir. Aber da müsstest du schon mit einem riesengroßen Wagen voller Brot kommen!
Rinah: (öffnet den Beutel) Da, schau! Vielleicht ist es wenig. Aber es ist meins.
Andreas: Das reicht niemals. Aber gut … ich bringe dich zu Jesus.
Rinah: Gut. Jesus wird mich verstehen!
Rinah bringt Jesus Brot und Fisch
Erzähler*in: Und dann bringt Andreas Rinah zu Jesus. Der ist noch im Gespräch mit Philippus. Andreas tippt ihn an.
Andreas: Jesus, schau, hier ist ein Kind, ein Mädchen. (Zu Rinah) Wie heißt du eigentlich?
Rinah: Ich bin Rinah.
Andreas: (zu Jesus) Rinah hat dir etwas mitgebracht: fünf Brote und zwei Fische.
Rinah: Das sind Gerstenbrote. Meine Mama hat sie heute Morgen frisch gebacken.
Erzähler*in: Rinah nimmt ein Brot aus dem Beutel und gibt es Jesus. Jesus hält es in den Händen, drückt es vorsichtig und riecht daran.
Jesus: Das Brot ist lecker. Danke, Rinah, dass du mir hilfst. Jetzt haben wir genug, damit alle satt werden.
Erzähler*in: Die Jünger schauen sich ratlos an. (Einander ratlos anschauen). Dann zucken sie mit den Schultern. (Schulterzucken)
Philippus: Wie soll das gehen?
Das Essen wird geteilt
Erzähler*in: Jesus antwortet darauf nicht. Stattdessen nimmt er den Beutel, den Rinah ihm hinhält. (Rinah hält Beutel hin, Jesus nimmt ihn) Rinah strahlt über das ganze Gesicht. Sie versteht Jesus – und Jesus versteht sie.
Andreas: Die beiden scheinen sich zu verstehen.
Jesus: Sorgt dafür, dass die Menschen sich hinsetzen. Es soll sein wie zu Hause an einem gedeckten Tisch. Schaut, wie saftig das Gras ist. Das wird ein Festessen hier auf der Wiese!
Erzähler*in: Die Jünger gehen los und sagen es den Menschen. (Jünger gehen durch die Menschenmenge, sagen mehrfach: »Setzt euch.«) Alle setzen sich. (Hungrigen Menschen setzen sich) Alle schauen erwartungsvoll auf Jesus. (Hungrige Menschen murmeln: »Rhabarber, Rhabarber …«)
Erzähler*in: Dann nimmt Jesus das Brot. Er hält es hoch, damit alle es sehen können.
Petrus: Das ist peinlich. Jesus macht sich lächerlich.
Philippus: Was macht Jesus jetzt? Er betet. Er spricht ein Tischgebet. Wie ein Hausvater.
Jesus: Danke, mein himmlischer Vater, dass du uns mit allem versorgst, was wir brauchen. Danke für das Brot in meinen Händen. Danke für die Hände, die es mir gebracht haben. Lege deinen Segen auf das Brot und auf unsere Gemeinschaft. Amen.
Erzähler*in: Zuerst teilt Jesus das Brot an die Menschen um ihn herum. Dann den Fisch. Alle sollen essen, so viel sie wollen. Und das Brot wird weitergereicht von Hand zu Hand. (Brot geht durch die Reihen; alle brechen sich etwas ab, geben es dann weiter.) Alle nehmen sich, so viel sie wollen. Es ist genug da.
Jesus teilt aus
Erzähler*in: Alle bekommen so viel sie wollen, nicht nur ein paar Krümel. Das ist nicht alle Tage so. Aber heute werden alle satt.
Hungrige Menschen: Wir können essen, so viel wir wollen! Es schmeckt so gut. Es reicht für alle. Gott macht genug daraus.
Erzähler*in: Es hat gereicht. Und es bleibt sogar noch etwas übrig.
Rinah sammelt die Reste ein
Erzähler*in: Rinah rennt zurück zu ihrer Familie. Sie strahlt über das ganze Gesicht.
Vater: Wo warst du?
Rinah: Ich habe Jesus geholfen. Und jetzt soll ich helfen, die Reste einzusammeln. Dann gibt es auch morgen noch genug zu essen.
Vom Autor gibt es auch eine Abendmahlsliturgie für die Kita zum Herunterladen
1. Einladung zum Tisch
Jesus hat die Menschen nicht weggeschickt,
als sie hungrig waren.
Er hat gesagt: »Kommt her.«
Heute sagt Jesus das auch zu uns:
»Kommt her.«
Dieser Tisch ist kein Tisch nur für Große.
Er ist für Kleine und Große.
Für Mutige und für Vorsichtige.
Für alle, die Hunger haben –
Hunger im Bauch oder Hunger im Herzen.
Ihr seid alle eingeladen.
Wer lieber nur zuschaut, darf das auch.
Alles ist gut.
Du bist willkommen, so wie du bist.
2. Verbindung zur Geschichte
Vorhin haben wir von Rinah gehört.
Rinah hat gesehen, was fehlt.
Und sie hat geteilt, was sie hatte.
Auch Jesus hat geteilt.
Er hat das Brot genommen,
hat Gott Danke gesagt
und hat das Brot weitergegeben.
Jetzt bereiten wir gemeinsam den Tisch
und teilen dort.
So, wie Rinah geteilt hat.
So, wie Jesus geteilt hat.
3. Tisch decken und Dankgebet
(Drei Kinder kommen nach vorn. Sie bringen nacheinander Brot, Krug und die Becher. Langsam und sichtbar decken sie zusammen den Tisch – am Boden, auf einer Decke oder am Altar. Dazu sagen sie jeweils:)
Kind 1: Danke, Gott, für das Brot.
(Legt das Brot auf den Tisch; alle wiederholen)
Danke, Gott!
Kind 2: Danke, Gott, für den Saft.
(Stellt Krug / Becher dazu; alle wiederholen)
Danke, Gott!
Kind 3: Danke, Gott, dass wir teilen können.
(Öffnet die Hände; alle wiederholen)
Danke, Gott!
Leitung: Wenn du magst, kannst du Gott jetzt still »Danke« sagen, oder leise ein Wort sagen oder zeigen, wofür du dankbar bist.
(Kurze Dankrunde mit Worte, Gesten oder Stille)
Gott, wir bringen dir unseren Dank.
Nimm ihn an.
Segne dieses Brot und diesen Saft
und segne uns als Gemeinschaft.
Amen.
4. Lied: Miteinander essen (KuS 588, LJ 599)
oder ein anderes Tischlied
5. Vaterunser
Jesus hat uns ein Gebet geschenkt.
In diesem Gebet bitten wir Gott um Brot, um Nähe, um Frieden. Lasst es uns jetzt gemeinsam beten – so, wie Jesus es uns gezeigt hat:
Alle: Vater unser im Himmel …
6. Worte Jesu zum Brot
Leitung: Jesus war mit seinen Freundinnen und Freunden zusammen. Er nahm das Brot.Er dankte Gott.
Alle: (wiederholen letzten Satz) Er dankte Gott.
Leitung: Er brach das Brot. Er teilte es.
Alle: (wiederholen) Er teilte es.
Leitung: Und Jesus sagte: »Ich bin für euch da.« Ich schenke euch mich selbst. Nehmt das Brot und esst. Denkt an mich.
Wenn wir dieses Brot essen, gehören wir zu Jesus. Er teilt sein Leben mit uns.
Wir sind nicht allein.
7. Austeilung Brot – von Hand zu Hand
Die Leitung bricht das Brot. Kinder helfen bewusst beim Weiterreichen.
Das Brot geht jetzt von Hand zu Hand.
Du kannst dir ein kleines Stück nehmen und es weitergeben.
Beim Weitergeben sagen wir leise:
»Jesus – für dich.«
8. Worte Jesu zum Saft
Leitung: Dann nahm Jesus den Becher.
Er dankte Gott.
Alle: (wiederholen) Er dankte Gott.
Leitung: Und Jesus sagte: »Trinkt daraus.
Ich bin euch ganz nah. Gott hält euch fest –
heute, morgen und immer.«
So trinken wir den Saft.
Jesus ist jetzt mitten unter uns.
9. Austeilung Saft – Jesus ist dir nah
Wenn du möchtest, nimm dir jetzt einen Becher mit Traubensaft.
(Kinder nehmen sich einen Becher.)
Du kannst ihn festhalten und einen Moment spüren: Jesus ist dir nah.
Sag es dir leise in deinen Gedanken:
»Jesus ist mir nah.«
Dann trinkst du den Saft .
(Warten, bis alle getrunken haben; danach Becher zurückstellen)
10. Friedenskreis
Wir stellen uns in einen Kreis.
Wir reichen uns die Hände und schließen den Kreis – als Zeichen für Frieden und Zusammenhalt.
Wir hören ein Wort von Jesus.
Jesus sagt: »Ich bin wie Brot für euch.
Wer von diesem Brot bekommt,
der darf leben. Jetzt und für immer.«
(Kurze Stille)
11. Abschluss
Wir haben geteilt.
Wir sind satt geworden.
Wie Rinah können wir jetzt weitergehen:
Wir können sehen, was fehlt – und teilen, was wir haben. Gott geht mit uns.
Amen.
Kinder erleben Taufe und Abendmahl
Erzählungen zur Bibel und Gottesdienst-
Entwürfe

Praxiserprobte, komplett ausgearbeitete Gottesdienstmodelle und biblische Erzählungen für Kinder ab 5 Jahren. So können sie schnell übernommen werden. Die kreativen Erzählmethoden sind mit zahlreichen Fotos dargestellt, Schritt für Schritt erklärt und können auch für Gruppen mit Kindern eingesetzt werden
€ 19,80; Best.-Nr. 2153
Abendmahlsgeschirr
Wer Interesse an einheitlichen Bechern hat oder für die weitere Gemeindearbeit Abendmahlsgeschirr sucht, könnte sich über diese Teile aus Keramik freuen. Jedes Stück ist handgefertigt und ein Unikat (sowie spülmaschinengeeignet); sie können daher in Form und Farbe variieren. Alle mit Prägung von Kreuz und Regenbogen.

Krug
Maße: 16 cm hoch; Ø 10 cm
€ 31,30; Best.-Nr. 713

Krug mit Ausguss
Maße: 16 cm hoch; Ø 10 cm
€ 31,30; Best.-Nr. 712

Einzelbecher
Maße: 4 cm hoch; Ø 4,5 cm
€ 5,20 (ab 10 Ex. je € 4,20); Best.-Nr. 715

Gemeinschaftskelch
Maße: 20 cm hoch; Ø 10 cm
€ 36,70; Best.-Nr. 717

Teller
Maße: Ø 27 cm
€ 31,30; Best.-Nr. 714

Zur Planung des KindergottesdienstesDie heutige Geschichte endet mit der Taufe des Gefängniswärters und seiner gesamten Familie. Paulus und Silas werden ins Haus eingeladen, und ein Tisch wird ihnen bereitet. Miteinander am Tisch sitzen und gemeinsam essen, sich dabei an die Taufe erinnern und Danke sagen für die Gemeinschaft – ein schöner Abschluss auch für unseren Gottesdienst.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema»Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und es hörten sie die Gefangenen«. Paulus und Silas haben sicher auch geklagt, doch sie haben sich nicht von den negativen Ereignissen überwältigen lassen. Vielleicht haben sie sich zunächst gegenseitig Trost zugesprochen, miteinander etwas Hoffnung gesucht, sich vielleicht zu einer positiven Betrachtungsweise gezwungen. Wir wollen Kinder einladen, über ihre Ängste zu sprechen, Auswege zu suchen, nicht zu verzagen und nicht aufzugeben.
Liturgische ElementeSiehe unter »III. Gestaltungsvorschlag für einen Gottesdienst«
Kreative Umsetzung der GeschichteEin gemeinsames Essen vorbereiten und ein Freudenfest feiern.
Von Anne Ebers (bei »minigottentdecker«, relimentar.de)
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen.
Der Apostel Paulus hat diese Worte in seinem Brief an die Menschen in Korinth geschrieben. Und weil wir eine Geschichte aus seinem Leben hören, begrüße ich euch mit diesem trinitarischen Gruß.
Paulus war ein ungewöhnlicher Mensch: Erst hat er die Christen verfolgt. Dann ist ihm Jesus erschienen, und er wurde selbst Christ. Paulus hat viele Menschen vom Glauben an Jesus überzeugt. Viele seiner Geschichten und Briefe finden wir auch heute in der Bibel.
Einfach spitze, dass du da bist
(KuS 193, KKL 146)
Wir hören heute die Geschichte von Paulus und Silas, als sie im Gefängnis eingesperrt waren. Schon damals waren die Psalmen bekannt. Vielleicht haben Paulus und Silas diesen Psalm in der Gefängniszelle gesprochen.
Gott, du bist bei uns, wenn es uns gut geht.
Auch in den Zeiten, in denen es uns nicht gut geht, bist du bei uns.
In deinem Haus dürfen wir immer bleiben.
Jesus, du bist zu uns in die Welt gekommen.
Du kennst alle unsere Gefühle,
auch Angst und Zorn sind dir nicht fremd.
Du bist bei uns, tröstest uns
und machst uns Mut.
Heilige Geistkraft, du erquickst unsere
Seelen und schenkst uns voll ein.
Gemeinsam dürfen wir am Tisch sitzen
und es uns gut gehen lassen.
Halte zu mir, guter Gott
(KuS 456, KKL 328, EGplus 146, MKL1 52)
Für Jüngere: Ein Bewegungsspiel
Paulus und Silas sind im Gefängnis.
(Handgelenke überkreuzen)
Alles tut ihnen weh.
(Mit Händen tröstend über eigene Arme streichen)
Es ist dunkel.
(Augen zuhalten)
Paulus und Silas haben Angst.
(Arme vor Brust überkreuzen, Oberkörper krümmen)
Was können sie tun?
(Handflächen nach oben drehen, Schultern nach oben ziehen)
»Zum Glück sind wir zusammen«, sagt Silas.
(Handflächen aneinanderlegen)
»Und Gott ist bei uns«, sagt Paulus.
(Finger zum Beten verschränken)
»Wir bitten Gott, dass er uns hilft!«
(Handflächen nach oben drehen)
»Lass uns singen«, sagt Paulus.
(Handflächen nach oben schieben, singen [z. B. »Vom Anfang bis zum Ende«])
Da beginnen die Mauern zu wanken.
(Mit Händflächen auf Oberschenkel patschen)
Da beginnt die Erde zu beben.
(Mit Füßen trampeln)
Und die Mauern stürzen ein.
(Mit Armen einen großen Bogen beschreiben)
Paulus und Silas staunen.
(Staunend gucken: große Augen, »Oh«)
Und danken.
(Hände mit geöffneten Handflächen nach oben)
Für Ältere: Ein Anspiel
Gespräch zwischen den beiden Kindern Sophia (S, Tochter des Gefängniswärters) und Alexander (A).
A: Mensch, Sophia, hast du heute Nacht das laute Krachen gehört? Ich hatte das Gefühl, die Stadt wackelt!
S: Ich habe das Krachen und Wackeln nicht nur gehört, Alexander. Ich war dabei!
A: Wie meinst du das: Du warst dabei?
S: Na, heute Nacht, als es so gewackelt und gekracht hat. Da war ich im Gefängnis und die ganzen Mauern haben gebebt. Alle Türen sind aufgesprungen.
A: Du warst im Gefängnis? Aber dein Papa hat doch gesagt, du darfst ihn nicht mehr zur Arbeit begleiten!
S: Ja, ich weiß. Papa mag das nicht, aber hin und wieder darf ich doch helfen. So viele Menschen sitzen dort in dunklen Zellen und niemand kümmert sich um sie. Sie sind dankbar für einen Becher mit frischem Wasser oder für ein kleines Gespräch.
A: Aber jetzt erzähl: Was ist gestern passiert?
S: Zuerst sind die zwei Männer ins Gefängnis gebracht worden.
A: Meinst du Paulus und Silas? Von denen habe ich auch schon gehört.
S: Ja, genau die. Sie haben einem Mädchen geholfen, das von einem bösen Geist gequält wurde. Der Geist hat ihr eingeredet, sie könne die Zukunft vorhersagen. Der Mann, der über sie bestimmt hat, hat Geld mit ihr verdient. Als Paulus den Geist vertrieben hat, war der Mann wütend. Jetzt konnte er ja kein Geld mehr mit ihr verdienen. Darum hat er Paulus und Silas verklagt: Sie würden Unruhe stiften und Ärger machen. Sie würden Dinge tun, die für Römer verboten seien. Die Beamten glaubten das und ließen Paulus und Silas hart bestrafen. Sie wurden geschlagen und dann ins Gefängnis geworfen.
A: Oh, das ist ja grässlich.
S: Ja, sie waren schrecklich zugerichtet. Der Richter hat meinen Papa angewiesen, die beiden in der tiefsten Gefängniszelle einzusperren und sie streng zu bewachen. Das hat Papa auch gemacht. Er hat sogar ihre Füße in den Block gelegt und die Türen doppelt verriegelt. Das war natürlich etwas Besonderes. Deshalb wollte ich nicht wieder nach Hause, sondern habe mich versteckt, um das Ganze zu beobachten.
A: Und dann?
S: Um ehrlich zu sein, dann bin ich eingeschlafen. Es muss so gegen Mitternacht gewesen sein, da bin ich aufgewacht. Da hat jemand gesungen!
A: Gesungen? Wer singt denn im Gefängnis? Da musst du dich verhört haben, Sophia.
S: Ja, wahrscheinlich bin ich deshalb aufgewacht, weil das Singen so ungewöhnlich war für diesen dunklen und traurigen Ort. Ich bin dem Gesang gefolgt. Er kam aus der untersten Zelle. Aus der Zelle von Paulus und Silas.
A: Was für ein Lied war das denn, das sie gesungen haben?
S: Ein Loblied! Ein Loblied auf Gott.
A: Das ist jetzt nicht dein Ernst! Die sitzen da im Gefängnis, im Dunkeln, geschlagen und verletzt und singen ein Loblied?
S: Ja! Auch die anderen Gefangenen haben es gehört. Ich glaube, einige haben sogar mitgesungen.
A: Mitten in der Nacht – im tiefsten Verlies? – ein Loblied …
S: Ja, und dann hat die Erde gebebt! Die Wände haben gewackelt und alle Türen sind aufgesprungen. Sogar die Fesseln, die in den Wänden verankert sind, haben sich gelöst.
A: Das Erdbeben hat man in der ganzen Stadt gespürt.
S: Ja! Auch mein Papa ist aus seiner Wachstube angerannt. Er war ganz aufgeregt und hatte Angst, dass alle Gefangenen davongelaufen sind. Aber sie waren alle noch da.
A: Was, die Gefangenen sind nicht weggelaufen?
S: Nein, sie sind alle in den Zellen geblieben. Paulus hat ganz laut gerufen: »Wir sind noch da!« Da war Papa sehr froh.
A: Hat er sie dann schnell wieder festgebunden?
S: Nein. Papa war so beeindruckt von dem, was passiert war. Da hat er Paulus gefragt: »Was muss ich tun, um gerettet zu werden?« Da haben Paulus und Silas von Jesus erzählt: Dass er Gottes Sohn ist. Und dass er für die Menschen gestorben ist, damit sie leben können und keine Angst mehr haben müssen.
A: Ach, deshalb konnten die beiden auch in ihrem dunklen Verlies sitzen und Loblieder singen …
S: Ja, sie vertrauen voll auf Jesus. Papa hat die beiden mit zu uns nach Hause genommen. Er hat sich um ihre Wunden gekümmert. Und dann haben wir ein großes Festessen gemacht – mitten in der Nacht. Paulus hat der ganzen Familie von Gott und Jesus erzählt. Und dann haben wir uns alle taufen lassen! Ach, Alexander, das war so schön.
A: Ich will auch die Geschichten hören. Kannst du sie mir erzählen?
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (KuS 398, KKL 193, HuT 89)
Paulus und Silas saßen im tiefsten Gefängnis. Sie waren gefangen in der Dunkelheit und doch haben sie Gott ein Loblied gesungen. Gott hat das Gefängnis zum Wanken gebracht und beide befreit. Dennoch sind sie geblieben. Mit ihrem Verhalten haben Paulus und Silas den Gefängniswärter so sehr beeindruckt, dass auch er zu Jesus gehören wollte. Im Haus des Gefängniswärters haben sie dann zusammen gegessen, gefeiert und Gott gelobt. Auch wir wollen miteinander essen und Gott loben …
Gott,
manchmal ist meine Angst so groß,
dass alles nur noch dunkel ist.
Manchmal fühle ich mich alleine.
Ich denke: Niemand kann mir helfen.
Dann fühle ich mich gefesselt
und wie in einem Gefängnis eingesperrt.
Gott,
dann mag ich mich daran erinnern,
dass du mein Hirte bist.
Dass du deinen Sohn geschickt hast,
um mich zu retten.
Dass du bei mir bist, auch in finsteren Tälern.
Gott,
dann gibt mir die Kraft, dich zu loben.
Dann gib mir den Mut, mir Hilfe zu holen.
Dann lass mich deine Nähe spüren.
Lass mich Trost finden in den Worten,
die Jesus uns gegeben hat:
Komm, Herr, segne uns
(EG 170, KuS 161, KKL 287)
Paulus im Gefängnis
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Notenausgabe

150 der bekanntesten und beliebtesten Kinderhits von Daniel Kallauch, Margret Birkenfeld, Mike Müllerbauer u. v. a.; mit Melodien, Texten, Akkorden.
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Zur Planung des Familiengottesdienstes
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeAlles neu (von Bastian Basse; zu finden im Internet unter: Liederpfarrer, Jahreslosung);
Meine Hoffnung und meine Freude (KuS 230, KKL 335, Wwdl 180, EGplus 109, HuT 134);
Kleines Senfkorn Hoffnung (KuS 354, MKL1 90)
Lass uns hoffen, lieber Gott.
Lass uns glauben, starker Gott.
Gib uns die Kraft, an die Zukunft zu glauben.
Gib uns die Kraft, Gutes für die Zukunft zu tun.
Das neue Jahr beginnt – die Zeit für neue Zeit.
Das neue Jahr beginnt – die Zeit für neuen Glauben.
Das neue Jahr beginnt – die Zeit für neue Kraft.
Denn du, lieber Gott, machst alles neu.
So versprachst du es,
so versprichst du es,
so wird es werden. Danke. Amen!
Kreative Umsetzung der GeschichteFür alle, die Lust haben, liegen Kleider aller Art und Schminkutensilien fürs Gesicht bereit.
Es kann nach Herzenslust und Fantasie angezogen und (gegenseitig) geschminkt werden.
So kann die Vorstellung über die »Schaffung des Menschen als etwas Neues« unterstützt werden.
Nach der Erzählung (s. Seite 6) dürfen gerne Fragen in den Raum gestellt werden
(s. u.). Schön wäre es, wenn sich die Teammitglieder an verschiedenen Stellen im Raum verteilen und diese »ausrufen«. Bei den Antworten seitens der Gottesdienstteilnehmenden gibt es weder ein Richtig noch ein Falsch (denn diese letztlich philosophischen Fragen können nicht abschließend beantwortet werden – sie sind als Denkanstoß gedacht).
Ihr könnt zum Abschluss die Gedanken der Antworten gerne aufnehmen: »So fühlten sich damals die Tiere. So fühlte sich damals der Mensch. Und so fühlen sich auch heute viele Christinnen und Christen. Doch wir dürfen glauben und vertrauen, dass es kommen wird.«
Mögliche Fragen:
Spielstück mit folgenden Rollen: Erzähler*in, sieben sprechende Tiere (Papagei, Schimpanse, Biene, Löwe, Vogel 1, 2 und 3), Adam;
weitere Kinder können bei Bedarf (gerne ebenfalls verkleidet) als Statist*innen mitmachen.
(Erzähler*in spricht aus dem »Off«, ist also nicht zu sehen)
Erzähler*in: Ich erzähle euch vom Beginn der Schöpfung. Wir sind ganz am Anfang, als alles begann. Gott hatte das Wasser von der Erde getrennt. Gott hatte die Erde vom Himmel getrennt. Jetzt nahm er sich Zeit, die Pflanzen zu erschaffen. Alle Pflanzen, die es auf der Welt gibt: eine Stechpalme hier, einen Kaktus in der Wüste, ein stängelloses Leimkraut auf dem hohen Berg und die Rotalge im Meer. Und weil Gott solche Freude an den Pflanzen hatte, setzte er auch Gänseblümchen und Rosen, Margeriten und Sonnenblumen, Rhododendren und Lilien.
Dann schuf er jede Menge Obstbäume: Apfelbäume, Birnenbäume, Bananenstauden und Kokospalmen. Und viele verschiedene Gemüsepflanzen: Gurken, Auberginen, Tomaten und Linsen.
Gott sorgte auch dafür, dass Früchte an den Bäumen und Gemüsepflanzen wuchsen. Dafür wollte er sich von fleißigen Helferinnen und Helfern unterstützen lassen. Sie sollten im Frühjahr den Blütenstaub der Pflanzenblüten verteilen. So war es nämlich möglich, dass nach den schönen Blüten auch saftige Früchte wachsen konnten. Und Gott hatte da auch schon eine gute Idee …
(Erzähler*in tritt aus dem »Off«)
Welche fleißigen Helferinnen und Helfer wollte Gott da wohl erschaffen?
(Pause, Kinder/Erwachsene antworten lassen.)
Genau! Die Bienen sollten Gott helfen.
Doch inzwischen war es Abend geworden und Gott dachte: »Für heute ist es genug.«
Am nächsten Morgen dann erschuf er die Bienen und die vielen anderen Tiere: die lange Schlange, den bunten Doktorfisch, den schnellen Mauersegler, die winzige Laus und das niedliche Kätzchen. Und weil es so viele waren, hat sich Gott zwei Tage Zeit dafür genommen. Die Tiere konnten kriechen, schwimmen, fliegen, krabbeln oder laufen. »Jetzt«, so freute sich Gott, »ist die Schöpfung so richtig lebendig.«
Welche Tiere fallen euch noch ein, die Gott gemacht hat?
(Pause, Kinder/Erwachsene antworten lassen.)
Genau! Alle diese Tiere hat Gott gemacht: die im Himmel und auf der Erde, auch die unter der Erde und im Wasser.
Die Tiere unterhalten sich auch. Und ich habe so eine Ahnung, dass wir gleich einem interessanten Gespräch lauschen werden …
(Papagei Tuki, Schimpanse Kovian, Biene Devorah treten bereits sprechend auf die Bühne; Erzähler*in geht ab)
Papagei Tuki: (mit näselnder Stimme) Guten Morgen, guten Morgen, liebe Welt! Wie geht es euch allen?
Schimpanse Kovian: (überschwänglich) Guten Morgen, Tuki! Mir geht es bestens. Ich fühle mich sehr gut. Ich bin ausgeschlafen und frisch.
Biene Devorah: (mit piepsiger Stimme) Ja, guten Morgen, Tuki und Kovian. Auch ich fühle mich prächtig. Ich habe irgendwie Gefühl, ganz »neu« zu sein, obwohl ich doch auch schon vorher gewesen bin.
(Löwe kommt dazu)
Löwe Ariel: (sehr langsam sprechend) Guten Morgen! Ja, ich fühle mich heute auch so neu und frisch, obwohl ich doch schon ein richtig alter Löwe bin. Ich habe so das Gefühl, schon gestern dagewesen zu sein.
Tuki, Kovian, Devora: (gleichzeitig) Gestern?!
Kovian: Was ist das: gestern?
Ariel: (fängt an, dozierend vor den Dreien hin- und herzugehen) Das ist der Tag vor heute. Heute ist jetzt. Das was wir gerade tun oder sagen oder erleben ist immer heute. Morgen ist der Tag, der neu auf uns zukommt, wenn wir aufwachen. Morgen liegt immer in der Zukunft. Und gestern – das ist der Tag vor heute. Das Gestern enthält immer Dinge, die vergangen sind. Wenn ihr also das nächste Mal aufwacht, ist ein neuer Tag angebrochen. (Hebt grinsend eine Pfote hoch) Zumindest, wenn ihr kein Mittagsschläfchen macht.
(Bleibt aufmerksam stehen) Aber sagt mal, geht es auch so wie mir? Ich habe so ein komisches Gefühl, dass heute noch etwas passieren wird. Als ob etwas in der Luft liegt. Meine Nase jedenfalls kribbelt ganz stark.
Kovian: (jetzt ebenfalls aufmerksam) Ja, du hast recht. Jetzt spüre ich das auch. Aber ich habe keine Ahnung, was passieren wird …
Ariel: Am besten wird sein, Kovian, wenn du den Baum mal ganz hochkletterst. Vielleicht siehst du von dort aus etwas.
Kovian: (»klettert« auf einen Baum, ruft) Jaaaa, ich sehe etwas! Der Himmel dort hinten ist voller dunkler Wolken. Und der Wind hier oben braust schon mächtig. Er treibt die Wolken direkt auf uns zu. Es sieht ganz nach Sturm aus. Mit dem Wind kommen auch drei kunterbunte Vögel in unsere Richtung geflogen. Sie kommen direkt auf uns zu.
(Drei Vögel flattern auf die Bühne, Kovian steigt wieder vom Baum herunter)
Vogel 1, Sasguni: (mit piepsender Stimme) Es ist so weit.
Vogel 2, Zivoni: (mit schriller Stimme) Gerade war es und kommt noch.
Vogel 3, Keschet: (mit feiner Stimme) Er hat den Bund geschlossen.
Vogel 1, Sasguni: Ja, den Bund mit uns und mit Adam.
Vogel 2, Zivoni: Ja, mit Adam hat er einen Bund geschlossen.
Tuki, Kovian, Devorah, Ariel: (gleichzeitig) Einen Bund mit Adam?
Devorah: Was für ein Tier ist Adam?
Vogel 1–3: (flattern durch die Kirche und sagen abwechselnd immer wieder) Adam ist das Menschentier.
Tuki: Was ist das Menschentier für ein Tier?
(Vögel flattern wieder zurück auf die Bühne)
Kovian: Ja, ich kenne alle Tiere hier, aber das Menschentier kenne ich nicht.
Devorah: Ich auch nicht. Und ich komme wirklich viel herum.
Vogel 3, Keschet: Er ist ein Abbild Gottes und soll als Mensch auf uns alle aufpassen.
Ariel: Das hört sich ganz nach Paradies an. Großartig!
Vogel 1–3: (flattern wieder durch die Kirche und sagen abwechselnd) Und doch werden andere Zeiten kommen.
Tuki: (plappernd wie ein Papagei) Andere Zeiten kommen, andere Zeiten kommen.
Kovian: Was sollen das für andere Zeiten sein?
(Vögel antworten nacheinander von dem Platz aus, wo sie gerade stehen)
Sasguni: Gott wird es gut machen.
Zivoni: Gott wird es gut machen.
Keschet: Ja, Gott wird es gut machen. Und er weiß, wie es sein soll. Das dürfen wir glauben und hoffen.
(Erzähler*in stellt sich vorne in die Mitte)
Erzähler*in: Vielen Dank, liebe Tiere. Seht nur, wie das Gewitter sich auflöst. Seht nur in die Zukunft. (Tiere, auch Kinder, halten suchend die Hand über die Augen und schauen sich im Raum um.) Jetzt ist es still. (Legt Zeigefinger vor den Mund und macht das Psssst-Zeichen) Und es wird gut werden – wenn wir es gemeinsam machen und uns gemeinsam engagieren.
(Adammensch tritt auf, geht zu den Tieren und lächelt sie freundlich an. Alle verbleiben einige Zeit in dieser Pose.)


Alles neu! 12 Seiten;
2,20 €(ab 10 Ex. je € 2,00;a b 40 Ex. je € 1,80)
Ab 01.01.2026 je 20 Cent mehr.
Best.-Nr. 101-1-26
»Gott spricht: ›Siehe, ich mache alles neu!‹« – so heißt die Jahreslosung für 2026 (Offenbarung 21,5). Diese Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde am Ende der Zeit trägt uns besonders in Zeiten, in denen vieles im Argen liegt, uns Angst macht und manchmal auch mutlos. Doch Hoffnung macht Mut!

Kühlschrankmagnet: Motiv Biene
Die außergewöhnliche Form verleiht dem Magneten den besonderen Reiz – ein echter Hingucker!
Er ist flach, biegsam und haftet auf allen metallischen Flächen.
Ø 80 mm
€ 1,50; Best.-Nr. 3846
»Alles wird gut!« –
Bastelbogen zur Jahreslosung
… auch schon für die Kleinen, da einfach zu machen
Eine Klappe wird eingeklebt und umgeblättert. Dadurch verändern sich viele Situationen: Aus der Einbahnstraße wird ein Weg in die Zukunft: Menschen wenden sich einander zu, helfen sich, sind freundlich…
Weil Gott verspricht, bei uns zu sein.
Tipp: Mit den Bildern lässt sich auch spielen: „Ich sehe was, was du nicht siehst“; Geräusche machen und die passende Szene oder den passenden Gegenstand dazu suchen …
Illustriert von Annette Härdter;
DIN A4 (120 g)
€ 1,30 (ab 10 Ex. je € 1,20)

Taschenkalender im Scheckkartenformat
Auf der einen Seite die Biene, die sich an einer Kleeblüte gütlich tut, auf der anderen Seite der Jahreskalender mit Feiertagen und kirchlichen Gedenktagen.

Maße: 5,5 x 8,5 cm
€ 0,90 (ab 10 Ex. je € 0,80)
Best.-Nr. 3845
Puzzle
48 Teile warten darauf, Stück für Stück zu einem Ganzen zusammengefügt zu werden. Dabei bietet das Motiv unterschiedlich herausfordernde Stellen, die ein Immer-wieder-Puzzlen spannend halten. Die Jahreslosung 2026 findet durch dieses spielerische Suchen und Finden noch einen ganz anderen Weg zu den Kindern als den kognitiven.

Maße: (fertig) DIN A4, 48 stabile Teile
€ 5,30 (ab 10 Ex. je € 5,10) Best.-Nr. 1987
Haftnotizen
Der Block bietet mit seinen 50 Blättern
50 Gelegenheiten, kurze Notizen festzuhalten und/oder weiterzugeben. Das schöne Motiv (Ausschnitt der Jahreslosung von Katrina Lange) macht sich dabei besonders gut als »unerwarteter Gruß« an Spiegel und Tür.

Maße: 10 cm breit, 7 cm hoch
€ 1,90 (ab 10 Ex. je € 1,70)
Best.-Nr. 1988

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das ThemaDie Kinder können die Geschichte pantomimisch nachspielen.
Personen: Abraham, Sara, drei Männer, Mägde und Knechte (nach Anzahl der Kinder)
Die Erzählung (s. »5. Geschichte«) hierfür mit weiteren Handlungen ausschmücken, denn so kommen die Kinder aktiv in die Handlung der Erzählung hinein (Beispiel: Abraham sitzt unter der Eiche. Immer wieder wischt er sich den Schweiß von der Stirn. Da hebt er den Kopf. Er reibt sich die Augen und zuckt mit den Schultern. »Sehe ich richtig?«, murmelt er vor sich hin. »Aber ja. Da …«, er zeigt in der Ferne. »… da kommen doch drei Männer.« Sie kommen langsam auf ihn zu. Abraham steht auf und geht ihnen entgegen …)
Wir probieren aus, wie lange es braucht, bis wir alle gemeinsam zum Lachen kommen. Dazu fängt eine*r der Mitarbeiter*in an zu lachen. Was zu Beginn künstlich wirkt, kann trotzdem anstecken. (Inzwischen gibt es viele Lach-Yoga-Gruppen. Beim Lachen werden die Gesichts-, Atem- und Kehlkopfmuskulatur aktiviert. Die Atmung erhöht sich, das Zwerchfell wird angespannt, die Lungenflügel können sich ausdehnen. Der gesamte Stoffwechsel wird angeregt. Hören wir auf zu lachen, entspannt sich der Körper wieder. Lachen ist wie eine sportliche Leistung. Kinder lachen schneller und öfter als Erwachsene und sie lassen sich schneller anstecken. Es bietet sich hier also an, es mal auszuprobieren.)
Mit verschiedenen Emojis Gemeinsam wird nach der Erzählung überlegt und sich ausgetauscht, welchen Gesichtsausdruck die Personen in der Geschichte jeweils haben könnten.
Die Älteren können die Gesichtsausdrücke nachmachen und dann fotografiert werden. (Der Vorteil beim Fotografieren ist: Die Gesichtsausdrücke können genauer wahrgenommen werden.) Mit den Fotos kann später, zusammen mit den gemalten Emojs, ein »Memory« hergestellt werden (Foto lachendes Gesicht gepaart mit lachendem Emoji).
Wie gewohnt zum kostenlosen Download: Vorlage mit sämtlichen passenden Emojis für diese Geschichte.
Guten Morgen, habt ihr euch heute schon im Spiegel angeschaut? Wer hat heute eine Grimasse in den Spiegel gemacht? Wer hat im Spiegel seine Haare kontrolliert? Wer hat sich im Spiegel angelächelt? Im Lied, das wir gleich singen, sind wir uns gegenseitig ein Spiegel: Das Kind, das besungen wird, geht im Kreis herum, gibt allen die Hand, ihr schaut euch gegenseitig ins Gesicht und lächelt beide. Lasst es und probieren.
Guten Morgen, guten Morgen, kannst du mir ein Lächeln borgen (Internet, Stichwort: wegerer, mössinger, guten Morgen – Lied mit Noten und Text)
Mit diesem Lied (der erste Teil genügt) können sich die Kinder (Gruppengröße beachten) persönlich begrüßen. Tipp: Statt dem ersten »Guten Morgen« kann der Name der Kinder eingesetzt werden (z. B. »Hallo Sara, guten Morgen, kannst du mir ein Lächeln borgen?«). Das Kind im Kreis agiert wie oben (1. Votum/Begrüßung) beschrieben.
Abraham und Sara sind auf der Reise. Wenn man sich auf die Reise macht, ist es wichtig, Gottes Zuspruch zu haben. So wird es auch in einem alten Psalm zur Sprache gebracht:
KuS 672
Habt ihr schon gehört von Abraham
(Mein Liederbuch2 51)
»Träume ich, oder flirrt da in echt etwas in der Luft? Jetzt, in der Mittagszeit, wo die Sonne am höchsten steht, kann das auch eine Fatamorgana sein – nur eine Einbildung. … Aber nein, es kommt immer näher. … Jetzt kann ich es besser sehen. … Es sind drei Menschen. Drei Männer. Es sieht so aus als kommen sie auf mich zu. Wie haben die sich denn hier zu mir verirrt? Mitten in die Wüste?« Abraham hebt seine Hände über die Augen, damit ihn die Sonne nicht blendet. Aber es stimmt schon: Die drei Männer kommen immer näher. »Das ist außergewöhnlich«, Abraham kratzt sich am Kinn. »Was die wohl hier wollen?« Er ist neugierig geworden und geht den drei Männern entgegen. »Seid mir willkommen, woher ihr auch kommt«, begrüßt sie Abraham. »Setzt euch in den Schatten und seid meine Gäste.« Abraham zeigt den Männern einen schattigen Platz unter der großen Eiche und gibt ihnen frisches Wasser zu trinken. Dann rennt er los und holt einen Krug mit Wasser, eine Schale und ein Handtuch. Er kniet sich vor seine Gäste und wäscht ihnen den Staub von den Füßen. Er trocknet ihnen die Füße ab und merkt, wie es seine Gäste erfrischt und ihnen in der Hitze guttut.
»Seid auch zum Essen meine Gäste. Wartet nur eine Weile«, sagt er zu ihnen. Dann geht er flugs zu seinem Diener und sagt: »Schnell, schlachte das beste Kalb, das wir haben, brate das Fleisch, damit ich es den Gästen vorsetzen kann.« Dann springt er flink ins Zelt, wo Sara und die Mägde zu tun haben. »Schnell, knetet Brotteig und backt frische Fladen. Die möchte ich den Gästen zum Braten anbieten. Und stampft auch Butter aus der Sahne, pflückt Oliven und bereitet ein gutes Mahl zu!«
Dann setzt er sich wieder zu den Gästen. Schließlich kommen Knechte und Mägde und tischen herrliche Leckereien auf. Abraham spricht einen Segen vor dem Essen, dann fordert er die drei Männer auf, sich zu bedienen. Es schmeckt ihnen. Das kann Abraham erkennen.
»Was ist der Grund eures Besuches?«, möchte Abraham schließlich wissen. »Wo ist Sara?«, fragt einer der Männer. »Sie ist im Zelt«, antwortet Abraham und zeigt in diese Richtung. Der Mann fährt fort: »Wir haben uns auf den Weg gemacht, um dir von Gott eine Botschaft zu überbringen.« Das hat auch Sara hinter der dünnen Zeltwand gehört. Sie wird neugierig. »Eine Botschaft von Gott. Was kann das sein?« Vorsichtig legt sie ihr Ohr an die Zeltwand, damit sie alles hört. »In einem Jahr werden wir wiederkommen. Dann wird Sara einen Sohn in ihren Armen halten«, sagt derMann zu Abraham.
»Ha, ha, ha«, platzt es da aus Sara heraus. »Das kann nie und nimmer sein! Ich bin viel zu alt, um noch Mutter zu werden.« – »Wer hat denn da gelacht?«, fragt der Mann. Sara merkt, dass es keinen Zweck hat, sich zu verstecken. Verlegen kommt sie aus dem Zelt. »Ich war das nicht!«, antwortet sie. »Doch, du hast gelacht«, widerspricht ihr der Mann. Da weiß Sara, dass es zwecklos ist, zu leugnen. Sie zuckt nur verlegen mit den Schultern. Der Der Mann fragt: »Sollte Gott etwas unmöglich sein?« Und ein anderer fügt hinzu: »In einem Jahr werden wir wiederkommen. Dann werdet ihr euer Kind in den Armen halten.«
Dann meinen die Männer: »Wir müssen uns wieder auf den Weg machen. Und denkt daran: Gott hält sein Versprechen.«
So verabschieden sie sich und gehen weiter in die Wüste.
Lange schauen Abraham und Sara ihnen hinterher. Bis sie am Horizont verschwunden sind. Und es tritt ein, was die Männer gesagt haben: Sara wird tatsächlich schwanger. Sie spürt, wie das Kind in ihrem Bauch heranwächst. Sie kann es kaum glauben. »Jetzt wird doch noch alles gut«, denkt sie. »Gott hat uns nicht vergessen. Er hält sein Versprechen.« Und Sara strahlt, als sie nach neun Monaten einen kleinen Jungen zur Welt bringt. Ein Lächeln legt sich auf ihr Gesicht.
»Wie soll er denn heißen?«, fragt Abraham. »Isaak«, antwortet Sara sofort. »Warum denn Isaak?«, möchte Abraham wissen. »Das heißt doch ›Gott lächelt‹. Wie kommst du denn auf diesen Namen?« – »Jaaa«, meint Sara mit einem Augenzwinkern, »denk zurück an den Besuch der drei Männer. Damals musste ich lachen. Erinnerst du dich? Ich konnte nicht glauben, was sie gesagt haben. Und jetzt halten wir wirklich unseren kleinen Sohn im Arm. Obwohl wir so alt sind. Du, mein alter Herr, mit 100 Jahren und ich mit über 90. Alle, die diese Geschichte hören, werden darüber lachen. Ihnen zumindest aber ein Lächeln ins Gesicht zaubern. So wie es ja auch bei mir war.«
Segne, Vater, tausend Sterne
(KuS 182, KKL 281, EGplus 39)
Siehe II Bausteine zur kreativen Vertiefung der Geschichte
Weißt du, wie viel Sternlein stehen?
(EG 511, KuS 626, KKL 20)
Guter Gott,
hab Dank für alles Lachen, alle frohe Stunden, die du uns schenkst.
Lass uns erkennen uns spüren,
dass alles Lachen ein Geschenk
aus deinen liebenden Händen ist.
Guter Gott,
sei auch bei allen Menschen,
die gerade traurig sind
und nicht viel lachen können.
Tröste sie mit deiner Liebe.
Stelle ihnen Menschen an die Seite,
die sie begleiten und für sie da sind.
Guter Gott,
begleite uns wie Abraham und Sara
auf unserem Weg.
Lass uns spüren, dass wir nicht allein sind.
Und segne uns mit der Weite des Himmels.
Amen.
Gott, dein guter Segen (KuS 176, KKL 274)
Gott schaut mit einem Lächeln auf dich.
Sein Lächeln begleitet dich in der nächsten Woche.
Du weißt dich von seinem Lächeln begleitet und kannst anderen dein Lächeln schenken. Amen.
Beachtet zu diesem Thema auch die hilfreichen Tipps aus der sonntäglichen Reihe Abraham und Sara
Zugänge für den VorbereitungskreisDabei könnt ihr auch das Thema Mobbing einbeziehen (unter dem Aspekt, wie wir Menschen sehen, die anders sind als wir und wie wir uns ihnen gegenüber verhalten).
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Kreative Umsetzung der GeschichteMacht Detail-Fotos im Raum/Gebäude, druckt sie aus. Gebt den Kindern nacheinander die Bilder mit der Aufgabe, dieses Detail bzw. das Ganze dazu zu suchen. (Je nach Anzahl der Kinder sind diese einzeln unterwegs oder ihr macht kleine Gruppen.
Sammelt alte Brillen (jedes Kind braucht eine). Die Kinder schneiden aus Tonpapier Abdeckungen für beide Gläser mit einem kleinen Loch in der Mitte aus; oder sie decken die Gläser mit Transparentpapier ab (dann ohne Loch). Die Abdrckungen mit durchsichtigen Klebestreifen befestigen. Dann setzen sie die Brille auf und bewegen sich im Raum.
Folgende Fragen können den Kindern helfen, ihre Erfahrungen in Worte zu fassen:
Die Christoffel Blindenmission bietet im Internet Informationen und Bilder zu Blindheit in unserer Welt (Suchbegriffe: Christoffel, Bartimäus). Zu Bartimäus gibt es außerdem einen kompletten Gottesdienstentwurf für die Gemeinde zum Download, der viele Ideen enthält.
Beim Kompetenzzentrums Blista (Marburg/Lahn) gibt es auf deren Homepage kurze Videos, die Einblick geben in das Leben mit einer Sehbehinderung (Suchbegriffe: Blista, Schüler). Mit den Älteren kann solch ein Video angeschaut werden, um zu entdecken, wie Schule und Lernen mit Sehbehinderung heute aussehen.
Brailleschrift im Alltag Unter den Suchbegriffen: Logo, Blindenschrift können kindgerechte Informationen zur Brailleschrift angeschaut werden.
Ladet die Kinder ein, Symbole/Geräusche/Zeichen in ihrer Umgeben zu entdecken, die für Menschen mit einer Sehbehinderung angebracht sind (Ampel, Wegmarkierungen, Geländer am Bahnhof) und sammelt gemeinsam.
Einander ansehen und sich gegenseitig fröhlich begrüßen
Nach der BasisBibel die Verse 2.5–9
Eines Tages kam einer
(KuS 348, KG 45, Wwdl 34);
Wer ist dieser Jesus (KKH 21);
Mir ist ein Licht aufgegangen (KuS 146);
Gib uns Ohren, die hören (Kanon)
(KuS 496, KKL 251);
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt
(KuS 398, KKL 193, HuT 89);
Hier zusätzlicher Stophe:
»Ich lobe meinen Gott, zu dem ich immer kommen kann und der mich anschaut. Halleluja!
Ich lobe meinen Gott, der meine Augen öffnet, dass ich sehe.“
»Ein Wunder« (Erzähllied zu Bartimäus von Kurt Mikula, zum Anhören, YouTube)
Lieber Gott,
wir sind jetzt hier in der Kinderkirche.
Wir wollen heute miteinander entdecken,
wie du bist, und wie wir dir vertrauen können.
Amen.
Jesus, wir haben gesehen,
dass dir kein Mensch egal ist.
Du beachtest uns und siehst uns freundlich an.
Das ist klasse. Danke dafür.
Wir bitten dich jetzt für die Menschen,
die immer auf Hilfe angewiesen sind.
Für Menschen, die gar nicht sehen können.
Schenke du ihnen freundliche Mitmenschen,
die sie unterstützen und gerne mit ihnen
zusammen sind,
die sie ermutigen und wissen lassen,
dass du bei ihnen bist.
Wir bitten dich jetzt:
Jesus, hilf uns zu entdecken,
dass wir selbst freundlich sind,
anderen helfen
und mutig an dich glauben können.
Du bist ja mit uns. Amen.
Erzählung für JüngereSellt euch vor: Es gibt Menschen, deren Augen nicht gesund sind. Sie können wenig bis gar nicht sehen. Das kann durch eine Krankheit kommen. Oder es ist schon von Geburt an so.
(Haltet mal eure Augen zu. Was seht ihr? Wie geht es euch?)
Wie können Menschen einen Weg durchs Leben finden, wenn sie schlecht oder gar nicht sehen können?
Schon zur Zeit von Jesus gab es Menschen, die blind waren. Hört euch diese Geschichte dazu an:
Jesus war mit seinen Jüngern in Jericho. Er erzählte den Menschen, dass Gott ganz nah bei ihnen ist und sie liebhat. Jetzt ist Jesus mit seinen Leuten auf dem Weg nach Jerusalem, zu einem großen Fest. Ein Tagesmarsch liegt vor ihnen. Doch erst einmal müssen sie aus Jericho hinauskommen. Jesus und seine Freunde sind nämlich nicht allein unterwegs. Jesus ist sehr bekannt. Viele Leute wollen ihn sehen. Die Straße ist dicht gedrängt mit Menschen, die neugierig auf Jesus sind.
(Probiert mal, alle zur selben Zeit ganz durcheinander zu reden. Das ist ganz schön laut, oder?)
Doch am Straßenrand, ganz auf der Seite, sitzt ein Mann auf dem Boden. Er heißt Bartimäus. Er ist der Sohn von Timäus. Jeden Tag sitzt er hier. Doch heute drehen ihm die Menschen den Rücken zu. Bartimäus kann das nicht sehen. Bartimäus ist blind. Doch er freut sich, weil viel los ist. So bekommt er heute hoffentlich ein bisschen mehr Geld beim Betteln. Etwas anderes kann er nämlich nicht tun, um durchs Leben zu kommen. Doch heute achtet niemand auf ihn. Bartimäus hört nicht das kleinste Geldstück in seine Holzschale fallen.
(Wie klingt das, wenn Münzen in eine Holzschale fallen? Probiert es aus.)
Aber Bartimäus hört die Leute aufgeregt reden. Sie reden über Jesus. Bartimäus hat schon einiges über Jesus gehört. Er hält ihn für einen besonderen Mann Gottes. Bartimäus würde ihn gerne treffen. Deshalb schreit er, wie er es beim Betteln tut: »Jesus, Sohn Davids, hilf mir!«
Bartimäus weiß nicht, ob Jesus ihn hören kann. Die Leute um Bartimäus herum jedenfalls schon. Denn sie drehen sich zu ihm um. Sie ärgern sich über Bartimäus, weil sie Jesus nicht mehr verstehen können. »Psst!«, sagen sie, »sei ruhig! Dein Geschrei stört!« Aber wisst ihr, das macht Bartimäus nur noch mutiger. Er holt tief Luft, setzt sich aufrecht hin und schreit jetzt so laut er kann: »Jesus, Sohn Davids, hilf mir!«
Kann Jesus den Bartimäus hören, obwohl die vielen Menschen so laut sind?
Ja. Auf einmal bleibt Jesus stehen und blickt sich um. Er kann nicht sehen, wer ihn gerufen hat. Deshalb sagt er zu den Leuten: »Ruft ihn her zu mir.« Da wenden sich einige Bartimäus zu und sagen freundlich: »Hei, heut ist dein Glückstag. Du sollst zu Jesus kommen.«
Bartimäus lässt sich das nicht zweimal sagen. Sein Herz klopft vor Aufregung. Er springt auf und denkt nur daran, wie er am schnellsten zu Jesus kommt. Seine Schale, sein Mantel – das ist alles nicht mehr wichtig. Durch den Weg, den ihm die Menschen machen, geht er in Richtung Jesus.
Dann steht Bartimäus vor Jesus. Die Menschen beobachten gespannt, was jetzt passiert: Jesus schaut Bartimäus super freundlich an. Für ihn ist der blinde Mann ein wertvoller Mensch, mit eigenen Wünschen und Gedanken. Jesus spürt das herzliche Vertrauen des Blinden. Und so fragt er ruhig: »Was willst du, dass ich für dich tue?« Bartimäus hält seinen Herzenswunsch nicht zurück. Seine Worte sprudeln aus ihm heraus. Bartimäus setzt alles auf eine Karte: »Geschätzter Lehrer, der uns von Gott erzählt, ich möchte so gerne sehen können.« Jetzt ist es raus. Und was macht Jesus? Er versichert Bartimäus: »Du kannst beruhigt sein und hoffnungsvoll dein Leben weiterleben. Dein Vertrauen in mich ist nicht umsonst.« Und – zack – sind die Augen von Bartimäus gesund. Er kann tatsächlich sehen. Da ist Bartimäus klar: Er will jetzt immer mit Jesus verbunden und zu ihm gehörten.
… hierzu findet Ihr hier: 15. Februar 2026: Jesus öffnet Augen – Bartimäus, Kreative Umsetzung der Geschichte
Erzählung für ÄltereRollenspiel
Verteilt die Rollen dieser Geschichte (Bartimäus, Jesus, aufgeregte Menschen, – darimter verärgerte und freundliche, Jünger
Erzählt die Geschichte (z. B. die »für Jüngere«, Seite 109), die Kinder spielen zeitgleich, was geschieht. Die Kinder können sich so gut in die Personen hineinfühlen.
Mit dem Kees-de-Kort-Kamishibai-Bildkartenset erzählen. Auch hier können die Kinder nachspüren und sich äußern, was die betreffenden Personen auf den Bildern fühlen.
Impulsfragen
Zur Planung des Kindergottesdienstes
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeDas wünsch ich sehr
(KuS 410, KKL 33, HuT 315, EGplus 104, MKL1 5);
Jesus zieht in Jerusalem ein
(EG 314, KuS 356, KKL 59);
Gott, du gehst mit uns auf allen unseren Wegen.
(Mit den Händen auf den Boden zeigen und einen Weg »zeichnen«)
Wie Jesus seinen schweren Weg gegangen ist,
(Hand auf Herz legen)
so gehst du auch mit uns. In Freude und in Leid.
(Hände nach oben öffnen)
Wenn der Weg dunkel und schwer ist,
(Hände über dem Kopf zu Dach formen)
dann hältst du deine schützende Hand über uns.
Gott segne unsere Augen,
dass wir sehen, wer Trost braucht.
(Hände vor die Augen legen)
Gott segne unsere Hände,
dass sie Liebe weitergeben – so wie Jesus.
(Hände öffnen)
Gott segne unsere Füße,
dass sie seinem Weg des Friedens folgen.
(Auf der Stelle Gehbewegungen machen)
So segne uns der Gott des Lebens –
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteEinfache Holzkreuze werden mit Herzen bemalt und verziert. Dazu eignen sich neben Farben auch Glitzer-, Schmuck- und Strasssteine sowie anderes Dekomaterial.
(siehe hierzu Tipp Sonntag, 29. März, Holzbausteine)
Heute machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Nicht nur von einer Station zur nächsten – wir gehen einen Weg mit Jesus.
(Kerze in Windlicht anzünden)
Wir erleben, was Jesus auf seinem letzten Weg passiert ist: ein Weg, der fröhlich beginnt,
aber bald schwer wird.
Auf diesem Weg ist Jesus nicht allein.
Und auch wir sind nicht allein.
Gott ist mit uns – auf jedem unserer Wege.
Wir gehen eine Runde und singen dabei: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Braune Stoffbahn als Weg legen. Mit Bauklötzen/Kartons einen Torbogen mit Mauer bauen und an das untere Ende der Stoffbahn setzen. Windlicht mit Kerze vor den Torbogen stellen. Palmzweige oder bunte Tücher bereitlegen.
1. Station Erzählung
Wir sind angekommen in Jerusalem,
der großen, lauten Hauptstadt von Israel.
Heute ist sie besonders voll.
Überall sind Menschen auf den Straßen.
Sie lachen, reden durcheinander,
denn bald wird ein großes Fest gefeiert.
Aus vielen Dörfern und Städten sind sie gekommen.
Auch Jesus ist unterwegs – mit seinen Freundinnen und Freunden.
Die Leute haben schon von ihm gehört.
Sie warten gespannt:
»Wann kommt er endlich?«
»Da! Da ist er!«
Sie sehen ihn. Jesus kommt den Weg herunter.
Aber nicht auf einem stolzen Pferd, wie ein König – Jesus reitet auf einem Esel.
»Auf einem Esel?«, fragen die Leute.
»Warum das denn?«
»Weil er einer von uns ist!«
»Jesus ist kein Krieger. Er bringt Frieden!«
»Erinnerst du dich an die Engel, damals in Bethlehem? Sie sangen: ›Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden!‹«
Da rufen alle: »Er ist gut zu uns!«
»Jesus bringt Frieden!«
»Er ist unser König!«
»Ein König des Friedens!«
Die Menschen legen ihre Kleider wie einen Teppich auf den Weg. Sie winken mit Palmzweigen und rufen laut durch die Straßen:
»Hosianna! Gelobt sei Gott!«
Noch lange hallt ihr Ruf in den Gassen nach:
»Hosianna! Jesus bringt Frieden!«
1. Station Aktion
Kinder winken mit Palmzweigen, legen bunte Tücher auf den Weg.
Die 1. Stophe »Jesus zieht in Jerusalem ein« wird gesungen. Dabei kann ausprobiert werden, das »Hosianna« mal laut, flüsternd, summend, brummend … zu singen.
1. Station Gebet
Wir beten: Jesus, die Menschen jubeln dir zu.
Auch wir freuen uns, dass du zu uns kommst.
Du bist einer von uns.
Du bringst Frieden in eine Welt voller Streit und Gewalt.
Du bist unser Friedenskönig. Hosianna! Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Auf der braunen Stoffbahn, oberhalb des Stadttors, kleinen »Marktstand« mit Münzen, Stofftüchern, Spieltieren und Körbchen gestalten.
Windlicht vor die Szene stellen.
2. Station Erzählung
Wir sind im Tempel.
Das ist der heiligste Ort der Stadt.
Aber was ist hier los?
Überall wird gehandelt, Geld klimpert,
Tiere schreien,
Menschen rufen durcheinander.
Wer viel Geld hat, kann Geld wechseln und sich Opfertiere kaufen.
Aber die Armen gehen leer aus.
Da wird Jesus zornig. Er ruft laut:
»Ihr habt aus dem Haus Gottes eine Räuberhöhle gemacht!«
Die Menschen schauen erschrocken.
Was meint er nur?
Jesus will, dass der Tempel ein Ort ist, wo man beten kann – nicht feilschen und kaufen.
Der Tempel ist ein Ort für alle:
für Arme und Reiche.
Niemand darf ausgeschlossen werden.
Doch manche Menschen sind wütend:
»Er stört die Ordnung!«
»Er macht Ärger!«
»Er ist gefährlich!«
»Er muss weg.«
Von nun an ist Jesus in Gefahr. Es wird eng für ihn. Sein Weg wird schwer.
2. Station Aktion
Alle stehen im Kreis. Nun wird ein Dreiwortsatz gesagt und reihum im Kreis gesprochen: »Alle – gehören – dazu.« Dabei sagt das erste Kind »alle«, das nächste »gehören« und das dritte »dazu«. Das vierte Kind fängt den Satz wieder an. So lange, bis alle im Kreis ein Wort gesagt haben.
Variante: In einer zweiten Runde kann der Satz variieren: »Alle sind willkommen«; »Alle sind wichtig.«
2. Station Gebet
Wir beten: Jesus, du hast dich geärgert,
weil Menschen ausgeschlossen wurden.
Auch wir ärgern uns,
wenn jemand ungerecht behandelt wird.
Du zeigst uns:
Gottes Liebe kann man nicht kaufen.
Danke, dass du uns liebst. Einfach so, wie wir sind. Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Auf der braunen Stoffbahn, oberhalb des Markstands, aus Naturmaterialien einen kleinen Garten gestalten.
Windlicht in den Garten stellen.
3. Station Erzählung
Es ist Abend geworden.
Jesus lässt die Schultern hängen.
Was ist mit ihm los?
Gerade hat er mit seinen Freunden zu Abend gegessen. Jetzt geht er hinaus.
In einen stillen Garten, unter dunkle Bäume, in die kühle Nachtluft.
Jesus will für einen Moment alleine sein.
Er sagt zu seinen Jüngern: »Bleibt hier und betet. Ich gehe ein Stück weiter.«
Er kniet sich hin und betet: »Vater, wenn du es willst, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein Wille soll geschehen,
sondern deiner.«
Geheimnisvoll klingen seine Worte.
Jesus zittert. Er hat Angst. Aber er vertraut Gott.
Und Gott stärkt ihn durch einen Engel.
(Engel dazustellen)
Als er zu seinen Freunden zurückkommt, schlafen sie. »Steht auf«, sagt Jesus.
»Betet, damit ihr stark bleibt.«
3. Station Aktion
Die Kinder schneiden den Umriss eines Engels aus und legen ihn in die Gartenszene.
3. Station Gebet
Wir beten: Jesus, auch du hattest Angst.
Im Gebet hast du neue Kraft gefunden.
Wenn wir Angst haben, sei du uns nah.
Hilf uns beten, wenn uns die Worte fehlen.
Zeig uns, wie stark das Beten macht.
Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Ein dunkelbraunes Tuch wird über die Engelschar gelegt. Darauf eine brennende Taschenlampe legen und das Windlicht dazustellen.
4. Station Erzählung
Einer von Jesu Freunden ist nicht mehr bei der Gruppe: Judas.
Er hat Geld bekommen, damit er zeigt,
wo Jesus ist.
Warum er das gemacht hat?
Wir wissen es nicht.
Vielleicht wollte er, dass Jesus etwas tut. Dass Jesus den Römern endlich mal zeigt, wer hier das Sagen hat.
In der Dunkelheit kommt Judas jetzt zu Jesus zurück. Hinter ihm sind Männer mit Fackeln und Schwertern.
Er geht direkt auf Jesus zu.
Er gibt ihm einen Kuss zur Begrüßung.
Ist das ein Erkennungszeichen?
Die Freunde von Jesus sind entsetzt.
Sie spüren, dass es nun ganz eng wird.
»Wir verteidigen dich!«, rufen sie.
Aber Jesus wehrt ab. Er sagt ruhig:
»Nein. Legt das Schwert weg.
Waffen zerstören. Ich will heilen.«
Da nehmen die Männer mit den Schwertern Jesus gefangen.
Die Dunkelheit fühlt sich jetzt noch dunkler an.
4. Station Aktion
Wer will, schließt die Augen.
Unsere Hände können viel Gutes tun. Jemandem helfen, zum Beispiel. Mit den Händen können wir anderen auch wehtun.
Macht mit beiden Händen eine Faust. Drückt die Faust so fest ihr könnt. Haltet die Spannung … und drückt noch ein bisschen fester. So fest, dass es fast schon wehtut. Haltet noch einen Moment aus.
Jetzt löst eure Hände. Entspannt sie.
Fühlt ihr einen Unterschied?
Unsere Hände können jetzt wieder Gutes tun. Sie sind frei und offen.
Macht nun wieder eure Augen auf.
4. Station Gebet
Wir beten: Jesus, für dich wurde es eng.
Doch deine Liebe blieb groß.
Du willst heilen, nicht verletzen.
Hilf auch uns, stark in der Liebe zu sein
– und nicht in der Gewalt.
Lass uns verbinden, was zerbrochen ist.
Lass uns Licht bringen, wo Dunkel herrscht.
Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Schwarze Stoffbahn quer über die braune legen (ein Kreuz entsteht). Windlicht in die Mitte des Kreuzes stellen.
5. Station Erzählung
Niemand ruft mehr »Hosianna!«
Jetzt schreien sie: »Kreuzige ihn!«
Und der römische Statthalter Pilatus spricht das Urteil: Jesus soll sterben. Am Kreuz.
Noch zwei andere Männer werden mit Jesus gekreuzigt.
Einige Zuschauer spotten: »Jetzt kannst du allen zeigen, dass Gott selbst dich geschickt hat: Also hilf dir doch selbst!«
Aber Jesus wird nicht wütend.
Jesus bleibt in seiner Liebe.
Dann betet er: »Vater, vergib ihnen,
denn sie wissen nicht, was sie tun.«
Selbst im Sterben liebt Jesus die Menschen.
Er hört nicht auf, an das Gute zu glauben.
Bis zuletzt.
(Kerze im Windlicht löschen)
Als Jesus gestorben ist, sagt einer der Soldaten leise: »Dieser Mensch war ein Gerechter.«
Ja, das Gute ist nicht verschwunden.
5. Station Aktion
Kinder dürfen ein Herz aus Papier auf das Kreuz legen.
5. Station Gebet
Wir beten:
Jesus, du hast das Böse mit Liebe besiegt.
Du hast gebetet für die, die dir wehgetan haben.
Liebe ist stärker als Hass und Gewalt.
Liebe ist sogar stärker als der Tod.
Pflanze diese Liebe auch in unsere Herzen.
Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Gelbes Tuch spiralförmig in die Mitte des Kreuzes legen, Windlicht darauf stellen. Gelbe Papierstreifen wie Sonnenstrahlen drumherumlegen.
6. Station Erzählung
Ist der Weg nun zu Ende? Nein. Gott überlässt dem Dunkel nicht das letzte Wort.
Drei Tage später geschieht etwas, das alles verändert.
(Kerze im Windlicht wieder anzünden)
Licht vertreibt die Dunkelheit.
Das Leben siegt über den Tod.
Gott macht alles neu.
6. Station Aktion
Alle stehen im Kreis und singen »Das wünsch ich sehr«. Dabei wird die Kerze im Windlicht einander weitergegeben.
6. Station Gebet
Wir beten:
Jesus, der Tod hat nicht das letzte Wort.
Die Liebe hat den Tod besiegt.
Bald feiern wir Ostern. Lass uns in unserem Leben Osterspuren finden. Amen.
Wo einer dem andern neu vertraut
(EG WUE 551, KuS 134, HuT 45)
Engel aus Pappmaché
Dieser Engel aus Pappmaché kann mit unterschiedlichen Farben angemalt und gestaltet werden, insbesondere Acryl- und Wasserfarben eignen sich sehr gut.
Der Engel kann aufgestellt oder an der Schlaufe aufgehängt werden.
Größe: 14 cm hoch, 11 cm Flügelbreite
€ 2,40 (ab 10 Ex. je € 2,10);
Zur Planung des Gottesdienstes
Zum Text / Zum ThemaGanz wichtig ist dabei der Aspekt des Vertrauens in Gottes Macht.
Die Kinder und der Text / das ThemaDie Kinder können gemeinsam überlegen:
Kreative Umsetzung der GeschichteDie Kinder ziehen Kärtchen mit konkreten Rollen, Aufgaben und Handlungen (s. Anlage).
David: Dein Kopf und dein Herz sind voll Wut. Du willst dich nur noch an Nabal rächen und ihm weh tun. Er soll spüren, dass er sich mit einem Stärkeren angelegt hat, als er es ist. So führst du deine Männer an.
Männer: Ihr seid erschrocken über Davids Wut, aber ihr traut euch nicht, mit ihm zu reden. David hat ja recht: die Rache steht ihm zu. Deshalb geht ihr mit David mit und regt euch sehr über Nabals Dummheit auf.
Abigail: Du bist entsetzt und aufgeregt. Du willst verhindern, dass Davids Rache deine ganze Familie auslöscht. Aber du hast keine Ahnung, ob David dir überhaupt zuhören wird. In deinem Herzen betest du zu Gott und hoffst, dass er dir hilft.
Beobachter*in: Du beobachtest die Schauspieler*innen unter folgenden Gesichtspunkten:
Daran kann sich ein Gespräch anschließen:
Wir gestalten Streichholzschachteln und legen kleine Zettel mit Psalm 138,8a hinein: »Gott bringt meine Sache zum guten Ende.«
Wir gestalten Mutsteine für die Hosentasche: Steine mit einer Farbe grundieren und ein Symbol für Mut darauf malen oder das Wort schreiben.
Ja, heut ist voll mein Tag
(KKL 334, Einfach spitze1 101)
Psalm 138 in der Übersetzung der BasisBibel
Guter Gott,
wir sind da, so wie wir sind:
fröhlich, mutig, zornig, traurig,
voll innerer Kraft oder unsicher und zögerlich. Guter Gott,
wir sind da und du bist da.
Das ist gut. Amen.
Sei mutig und stark
(KKL 336, Einfach spitze1 18)
Männergespräche
Abigail ist im Garten. Sie genießt den Schatten der Feigenbäume. Sie knetet den Brotteig für das Festessen am Abend. Heute ist der letzte Tag der Schafschur. An diesem Tag richtet ihr Mann Nabal immer ein Fest für alle seine Knechte, Schafhirten und die ganze Verwandtschaft aus.
Nabal ist sehr reich. Doch er ist ein böser und hartherziger Mann. Er stößt andere oft vor den Kopf und richtet Unheil an. Vor ein paar Minuten hat Abigail gesehen, wie Männer zu Nabal kamen und mit ihm redeten. Jetzt gehen die Männer wieder weg. Sie sehen wütend aus. »Was ist da passiert?«, fragt sich Abigail und knetet weiter den Teig. »Waren wohl Männergespräche«, denkt sie.
David geht leer aus
Abigail ist im Garten. Sie genießt den Schatten der Feigenbäume. Sie knetet den Brotteig für das Festessen am Abend. Heute ist der letzte Tag der Schafschur. An diesem Tag richtet ihr Mann Nabal immer ein Fest für alle seine Knechte, Schafhirten und die ganze Verwandtschaft aus.
Nabal ist sehr reich. Doch er ist ein böser und hartherziger Mann. Er stößt andere oft vor den Kopf und richtet Unheil an. Vor ein paar Minuten hat Abigail gesehen, wie Männer zu Nabal kamen und mit ihm redeten. Jetzt gehen die Männer wieder weg. Sie sehen wütend aus. »Was ist da passiert?«, fragt sich Abigail und knetet weiter den Teig. »Waren wohl Männergespräche«, denkt sie.
Da hört Abigail hinter sich ein Räuspern. Ein junger Hirte ihres Mannes steht da. Aufgeregt reibt er die Hände. »Was ist los? Warum bist du so aufgeregt? Hat es etwas womöglich mit den Männern zu tun, die mit Nabal gesprochen haben? Ich hatte den Eindruck, sie waren ziemlich wütend.« Der Hirte nickt und antwortet mit rauer Stimme: »Herrin, du musst etwas unternehmen! Die Männer gehören zu David. Du weißt doch, dass wir die Schafherden dieses Jahr in der Gegend von Karmel geweidet haben. Tag und jede Nacht haben David und seine Männer auf uns und unsere Schafe aufgepasst. Sie haben uns beschützt. Kein einziges Mal wurden wir von Räubern überfallen und kein Schaf ist von wilden Tieren gerissen worden. Jetzt hat David die Männer geschickt, um seine Belohnung abzuholen: Essen und Trinken für sie alle. Doch Nabal hat so getan, als wüsste er von nichts und hat die Männer vom Hof gejagt. Untereinander sagten sie: ›Das wird Nabal noch sehr bereuen. David wird kommen und sich rächen. Niemand hier wird das überleben.‹ Herrin, du musst etwas tun!«
Abigail kennt ihren Mann. Sofort ist ihr klar, dass Nabal mit seinem harten Herzen alle hier in große Gefahr bringt. Sie überlegt. Dann packt sie Brote, Kuchen und Wein ein, sie holt fünf fertig gebratene Schafe vom Feuer und lädt alles auf Esel. Dann setzt auch sie sich auf einen Esel und reitet los. Die schwer beladenen Esel werden von einigen an Zügeln geführt. Sie weiß: Auf diesem Weg wird sie auf David und seine Männer treffen.
In ihrem Herzen ruft sie zu Gott: »Guter Gott, lass mich mutig sein, mit David auch zu reden. Und mach du Davids Herz bereit, mir zuzuhören. Damit er von seiner Rache ablässt. Amen.«
Wird David sich rächen?
Die Männer haben David in der Zwischenzeit von ihrem Gespräch mit Nabal berichtet: wie abweisend und hart Nabal war. Das macht David wütend. Das lässt er nicht auf sich sitzen. Er sinnt nach Rache: »Nabal und alle, die zu ihm gehören, werden ausgelöscht! Er soll dafür büßen, uns so behandelt zu haben.« Wutentbrannt trommelt er seine Männer zusammen. Sie folgen ihm. Sie wissen: »Wir werden heute noch kämpfen müssen.«
Abigail und David treffen aufeinander
Schon von weitem hört Abigail das Trappeln von Eselhufen. »Das muss David mit seinen Männer sein«, denkt sie und weiß: »Jetzt kommt es darauf an, das Richtige zu sagen. Gott, hilf mir!«
Sie steigt von ihrem Esel und stellt sich vor ihre Knechte. Da biegt David um einen Felsen und … sie stehen sich gegenüber. Abigail kniet vor David nieder. Sie macht sich ganz klein und berührt mit ihrer Nasenspitze fast den Boden. David hebt die Hand. Alle bleiben stehen. David tritt ganz nah vor Abigail und schaut auf sie hinunter. Da fängt Abigail an zu reden: »Mein Herr, es ist alles meine Schuld. Erlaube mir, offen zu reden. Hör dir bitte an, was deine Magd zu sagen hat …« Abigail macht eine Pause. Schließlich sagt David: »Ich bin bereit, dir zuzuhören. Sprich.« Abigail richtet sich auf und schaut David an: »Bitte David, du darfst Nabal nicht ernst nehmen. Er ist ein hartherziger Dummkopf. Ich war nicht da, als deine Männer kamen. Aber jetzt bin ich da. Ich möchte dich daran erinnern, dass Gott hier am Werk ist. Er will dich davon abhalten, dass du große Schuld auf dich lädst. Er will nicht, dass du Menschen tötest und so Rache übst. Ich bin sicher: Nabal wird seine gerechte Strafe von Gott bekommen. Deshalb nimm meine Geschenke an, das ich dir mitgebracht habe. Du sollst sie unter deinen Männern verteilen. Es ist genug für alle.« David nickt. Er ist beeindruckt vom Mut der Frau.
Doch Abigail ist noch nicht fertig: »Verzeih mir meine Offenheit«, fährt sie fort. »Aber du sollst wissen, dass Gott es ist, der deine Kriege führen wird. Er wird dir helfen, damit du König von Israel wirst. Wenn es soweit ist, sollst du nichts bereuen, was du getan hast. Niemand soll dir vorwerfen können, du hättest unnötig Blut vergossen oder dich von Rache leiten lassen. Kein Hindernis soll es für deine Berufung zum König geben.«
David dankt der klugen Abigail
Da nimmt David Abigail an der Hand und hilft ihr, aufzustehen. Er sieht sie voll Dankbarkeit an und sagt: »Gelobt sei Gott, der Herr. Er hat dafür gesorgt, dass du mir heute rechtzeitig begegnet bist. Ich danke für deine Klugheit. Damit hast du mich davon abgehalten, etwas Schlimmes zu tun. Wenn du nicht gekommen wärst, hätte ich viel Schuld auf mich geladen. Gerne nehmen wir deine Geschenke an. Heute Abend werden wir damit ein Fest feiern und Gott danken.
Dann verabschieden sich Abigail und David. Er sagt Abigail zum Schluss: »Geh mit Gottes Frieden nach Hause. Ich habe auf dich gehört und vertraue ganz neu auf Gott und seine Hilfe.«
Halte zu mir, guter Gott
(KuS 456, KKL 328, Wwdl 49, EGplus 146)
Rollenspiel und Gespräch (s. »Kreative Umsetzung der Geschichte«)
Guter Gott,
zwischen uns gibt es Streit.
Alle wollen recht behalten.
Alle denken nur an den eigenen Vorteil.
Wir kommen nicht mehr zurecht.
Wir bitten dich:
Schick uns jemand wie Abigail,
die uns die Augen öffnet für deine Liebe und deinen Frieden.
Guter Gott,
manchmal sehen wir, dass andere in Streit geraten.
Sie wollen sich gegenseitig verletzen
– mit Fäusten und mit Worten.
Wir bitten dich:
Mach uns mutig, damit wir ihnen entgegentreten können und Frieden stiften.
Guter Gott,
in der ganzen Welt gibt es Streit und Krieg.
Niemand will nachgeben.
Wir bitten dich:
Mach die Anführer bereit, zu hören.
auf die, die von deiner Kraft und Liebe erzählen.
Verändere du die Herzen. Amen.
Der Herr segne dich (Einfach spitze1 106, Wwdl 118, EGplus 31, HuT 228)
Alle stehen im Kreis
Gott ist vor mir.
(Arme nach vorne strecken)
Gott ist hinter mir.
(Arme nach hinten strecken)
Gott ist um mich herum.
(Arme in die Luft strecken und um die eigene Achse drehen)
Gott gießt seinen Segen über mir aus.
(Je zwei Kinder wenden sich einander zu und halten die Hände mit den Handflächen nach unten über den Kopf des anderen Kindes).
Gott kommt in mir wohnen.
(Beide Hände aufs Herz legen)
Ich bin sein Haus.
(Beide Arme vor der Brust kreuzen)
Amen. (leicht verneigen)

Passt zur Geschichte –
mit Sonderpreis
Fein geschliffenes Herz aus Laubholz, das sich angenehm in die Hand schmiegt. Mit Aufdruck »Seid barmherzig«. Maße: 5 x 4,5 cm
nur € 2,00; Best.-Nr. 1727
Viola M. Fromme-Seifert
Geschichten aus dem Alten Testament erleben

Spielstationen in der Kita
Mit diesem religionspädagogischen Angebot tauchen die Kinder tief in die lebensweisen Geschichten des Alten Testaments ein. Für Kinder von 1 und 6 Jahren
€ 18,00; Best.-Nr. 3776
Streichholzschachteln blanco, weiß

Streichholzschachteln für diverse Bastelarbeiten.
€ 2,90; Best.-Nr. 1796
Zur Planung des Kindergottesdienstes
Zum Text / Zum ThemaEs handelt sich bei Psalm 24 um einen messianischen Psalm, der König der Herrlichkeit deutet auf die Person Jesu hin – auf seine Ankunft als Mensch, die wir an Weihnachten feiern, aber auch an seine Ankunft als absoluter Herrscher im neuen Jerusalem, wenn er wiederkommen wird.
Für die Einweihung der neuen Kirche am 2. Adventssonntag schrieb es Pfarrer Georg Weissel in Anlehnung an Psalm 24. Eine Legende bringt sein Adventslied auch mit einem Gemeindemitglied, Herrn Sturgis, in Verbindung, der den Weg in die Kirche, der über sein Grundstück führte, sperrte. Er wollte nicht länger, dass die Gottesdienstbesucher aus dem Armenvierteln über sein Grundstück gehen. Berührt durch die Worte des Liedes öffnete er die verschlossene Tür wieder.
Die Kinder und der Text / das ThemaMaterialien und Medien:
Tonkarton gelb/golden für Kronen (oder vorgestanzte Kronen besorgen); Dekomaterial zum Verzieren; Klebstoff, Scheren; Bild eines Königs (oder Verkleidungsstücke dafür; kann auch nur ein Symbol davon sein, z. B. Stock als Zepter)
Kinder:
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
Mitarbeiter*in:
dass der König der Ehre einziehe!
Kinder:
Wer ist der König der Ehre?
Mitarbeiter*in:
Es ist der Herr, stark und mächtig,
der Herr, mächtig im Streit.
Kinder:
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
Mitarbeiter*in:
dass der König der Ehre einziehe!
Kinder:
Wer ist der König der Ehre?
Es ist der Herr Zebaoth;
er ist der König der Ehre.
Das Gebet kann mehrmals wiederholt werden: im Flüsterton, sehr laut, mit rhythmischem Klatschen, als Rap oder eines der Kinder übernimmt den Part der/des Mitarbeiters*in.
Macht hoch die Tür
(Kinder strecken Arme in die Höhe),
die Tor macht weit
(Arme seitlich ausstrecken)!
Es kommt der Herr der Herrlichkeit
(flache Hand über Augenbrauen ansetzen),
Ein König aller Königreich
(mit Händen Krone auf dem Kopf andeuten),
Ein Heiland aller Welt zugleich
(Hände formen Weltkugel),
der Heil und Leben mit sich bringt
(erst eine, dann die andere Hand offen ausstrecken);
derhalben jauchzt, mit Freuden singt
(Hände formen Trichter vor dem Mund):
Gelobet sei mein Gott
(Hände in den Himmel strecken),
mein Schöpfer reich von Rat.
Tipp: Die Liedstrophen im Blick auf das Alter der Kinder begrenzen und auswählen.
Alternative 1: – oder ergänzend das Lied mit einem »Menschentor« singen: Die Kinder stehen sich in zwei Reihen gegenüber und formen mit den Händen und Armen ein Tor zwischen sich. Die letzten Kinder in der Reihe gehen unter den Toren der anderen Kinder hindurch und bilden am Ende der Reihe wieder ein Tor, das nächste Paar folgt hindurch usw.
Alternative 2: Das Lied gibt es in vielen Sprachen. Vielleicht sind Kinder mit Migrationshintergrund da, die es in ihrer Sprache singen können.
Kinder sind fasziniert vom Leben royaler Persönlichkeiten und dem »Glamour«, der mit einem Königreich einhergeht. Wir tragen zusammen, was die Kinder über Königshäuser wissen.
Impulsfragen:
Inspiration-Clips auf YouTube:
Anhand eines (digitalen oder ausgedruckten) Bildes eines Königs mit entsprechender Ausstattung (Krone, Zepter, Kutsche etc.) wird verdeutlicht, was einen König äußerlich von einem »normalen Menschen« unterscheidet. Dabei wird Strophe 3 zu Hilfe genommen. Diese besondere Ausstattung sind Zeichen/Symbole, die etwas über deren Träger aussagen sollen: Krone, Zepter, Reichsapfel, Siegelring, königliche Kleidung. Die Kinder tragen Ideen zusammen.
Alternativ kann ein Kind mit den Insignien entsprechend verkleidet/ausgestattet werden.
Im Gespräch herausarbeiten:
(Dazu geben auch die Liedstrophen Antwort.)
Zwei der kleinen Kinder stellen in der Mitte des Stuhlkreises ein Tor mit ihren Armen dar. Gegenüber stehen zwei große Kinder und formen ebenfalls ein Tor. Anhand des großen und kleinen Tores verdeutlichen wir, wie Gott kam, bzw. kommt:
1. Ankunft: An Weihnachten kam Gott in Gestalt eines kleinen, menschlichen Babys, um uns nahe zu sein und uns mit sich zu versöhnen. An diese Ankunft als Retter der Welt erinnern wir uns jedes Jahr im Advent und feiern es an Weihnachten.
2. Ankunft: Darauf warten wir mit allen Christen weltweit, dass Jesus zum zweiten Mal wiederkommt – als majestätischer Herrscher und König, der ein ewiges Reich des Friedens aufrichten wird.
Entweder selbst eine Krone ausschneiden oder eine vorgefertigte gestalten und verzieren.
Alternativ dazu kann auch eine weiße oder goldene Christbaumkugel mit einer Krone bemalt oder verziert werden.
Sie sitzen im Halbkreis vor einer geschlossenen Tür. In Psalm 24 geht es auch um die Vorbereitung der Menschen auf die Ankunft des Königs. Sie sollen:
Wir versuchen, dies mit den Kindern in unser persönliches Leben zu übertragen mit der Frage:
Dabei symbolisiert die Tür jetzt die Ankunft Gottes in unserem persönlichen Leben.
Auf Post-its sammeln die Kinder Ideen und kleben sie an die Tür.
Beispiele:
Ein reines Herz haben: sich für etwas entschuldigen, das unser Gewissen belastet.
Keine Götzen anbeten: Dinge, die einen höheren Stellenwert in unserem Leben einnehmen als Gott.
Keine falschen Eide schwören: Unwahrheiten und Lügen in unserem Leben meiden.
Nach Gott fragen und seine Gegenwart suchen: Gebet, Bibellesen etc.
Zum Abschluss wird die Tür weit geöffnet und die letzte Strophe wird gemeinsam gesungen.
5. Strophe des Themenliedes
Engel
Aus Holz, in drei verschiedenen Größen

Josef geht begleitet von Gott. Engel haben ihm immer wieder Botschaften zukommen lassen. Auch wir dürfen begleitet von Gott ins Neue Jahr gehen und uns daran von einem filigranen Engel erinnern lassen.
Erzählschienen-Set
Aus Buchenholz

Geeignet für alle Figurensets. Die Schienen können auch mit selbst erstellten Figuren und Kulissen bespielt, bzw. die Figurensets ergänzt werden.
3er-Set € 19,00; Best.-Nr. 1625
Zur Planung des KindergottesdienstesDer Gottesdienst eignet sich auch als Tauferinnerungsgottesdienst. Er kann dann für Kinder mit ihren Bezugspersonen gestaltet werden.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das ThemaIm Gottesdienst können Bilder von Taufen in der Kirche oder im Freien gezeigt werden. Es braucht Raum für die Fragen der Kinder und Feingefühl, damit Kinder, die die Taufe nicht kennen, sich nicht ausgegrenzt fühlen. Es ist vollkommen okay, nicht getauft zu sein.
Der Gottesdienst kann Möglichkeiten bieten, spielerisch positive Erfahrungen mit Wasser zu machen. Das Wasser kann in diesem Gottesdienst das Element sein, durch das die Kinder auf ganz verschiedene Weisen Lebensfreude erfahren, zu sich selbst und zu Gott kommen.
Kreative Umsetzung der GeschichteSpritzen: Eine mit Sand gefüllte, nicht verschlossene Flasche wird erhöht (z. B. auf eine Bierbank) hingestellt. Auf die Flaschenöffnung wird ein Tischtennisball gelegt. Mithilfe einer Wasserspritze wird versucht, diesen von der Flasche wegzuspritzen.
Material: leere Plastikflasche, Sand, Tischtennisball, Wasserspritze, Wasser
Wassertransport: Durch einen Parcours wird mit einem Becher möglichst viel Wasser vom Eimer am Anfang in den am Ende stehenden Eimer transportiert.
Das Spiel kann als Teamwettkampf angelegt sein. Dann wird am Ende mit einem Messbecher gemessen, welche Gruppe mehr Wasser transportieren konnte.
Bei heißem Wetter und draußen können zum Transportieren auch Esslöffel oder Schwämme verwendet werden.
Material: 2 oder 4 Eimer, 1 oder 2 Becher, Wasser, ggf. Schwämme oder Esslöffel
Wassertropfen: Mit einer Pipette einige Tropfen gefärbtes Wasser auf ein Papier tropfen. Anschließend durch einen Strohhalm auf den Tropfen pusten. Es entstehen bunte Wasserbilder.
Material: Papier, Lebensmittel-/Wasserfarben zum Färben, Wasser, Pipette
Unter Wasser: In einem großen, mit Wasser und Sand gefüllten Eimer sind Muggelsteine versteckt. Mit einer Hand wird nun danach gesucht und die Schätze geborgen.
Tipp: Auch hieraus kann ein Wettspiel entstehen. Entweder wird bei jedem Kind gemessen, in welcher Zeit es alle Muggelsteine findet (hier eine bestimmte Anzahl verwenden). Oder wie viele Muggelsteine es in einer bestimmten Zeit findet. Oder zwei Gruppen spielen gegeneinander (mit den oben erwähnten Varianten).
Material: Eimer, Sand, Wasser, Muggelsteine
Wir feiern im Namen Gottes,
der für uns wie Vater und Mutter ist.
Wir feiern im Namen Jesu, Gottes Kind.
Und wir feiern im Namen der Heiligen Geistkraft,
die unser Herz mit Liebe füllt. Amen.
Einfach spitze, dass du da bist
(KuS 193, KKL 146);
Vom Aufgang der Sonne (KuS 560, KKL 10);
Heut ist ein Tag an dem ich singen kann
(KuS 571, KG 1)
Eine*r: Guter Gott,
wir Menschen brauchen deine Liebe.
Alle: Deine Liebe ströme wie Wasser in uns.
Eine*r: Gottewige,
wir Menschen brauchen deine Hilfe.
Alle: Deine Hilfe ströme wie Wasser in uns.
Eine*r: Guter Gott,
wir Menschen brauchen deine Kraft.
Alle: Deine Kraft ströme wie Wasser in uns.
Eine*r: Gottewige,
wir Menschen brauchen deinen guten Geist.
Alle: Dein Geist ströme wie Wasser in uns.
Eine*r: Amen.
Alle: Amen.
Nach Psalm 139 (KuS 674)
Heute sagt Gott »ja« zu dir
(KuS 264, Wwdl 153)
Es wird ein Bild von einer Taufe gezeigt, z. B.

© AdobeStockPhotos/grafikplusfoto
Wer das oben abgebildete Taufbild verwenden möchte, findet es im Anhang zum kostenfreien Download.
Mögliche Impulsfragen:
»Heute möchte ich euch von einer Taufe erzählen. Um jemanden zu taufen, braucht man Wasser, deshalb beginnt unsere Geschichte im Wasser …«
Die Geschichte kann in verteilten Rollen gelesen werden. Personen/Stimmen: Erzähler*in, Johannes, Johanna, Frau aus dem Dorf, Jesus, Stimme Gottes
Erzähler*in:
Johanna taucht ab ins Wasser. Endlich! Es ist so ein heißer Tag. Sie musste noch ihrer Mutter helfen, das Wasser zum Kochen und Waschen aus dem Fluss zu holen. Einen großen Tonkrug voll Wasser hat sie auf ihrem Kopf bis nach Hause getragen. Nun hat sie frei und darf mit ihren Freunden und Freudinnen am Jordan spielen. Der Jordan ist ein großer Fluss, ihr Fluss! Johanna liebt diesen Fluss. Sie schaut gerne zu, wie das Wasser an ihr vorbeifließt.
Manchmal baut sie mit ihrer Freundin Maria kleine Schiffchen aus Baumrinde und setzt sie ins Wasser. Sie beobachten dann, wie die Schiffchen – getragen vom Wasser – auf Reisen gehen. Und wenn es heiß ist, so wie heute, schwimmt Johanna mit den anderen Kindern aus dem Dorf im Wasser und taucht wie ein Fisch. Sie spritzen sich gegenseitig nass und haben jede Menge Spaß!
Etwas entfernt von Johanna steht oben am Fluss ein Mann. Johanna hat ihn schon öfter gesehen. Er sieht anders aus als die anderen Männer: Er trägt einen Mantel aus Kamelhaaren und ist mager. Angeblich isst er nur Heuschrecken und Honig. Sein Name ist Johannes. Das weiß Johanna schon. Und sie kennt auch schon die Worte, die er den Menschen immer wieder zuruft:
Johannes:
Kehrt um, lasst euch taufen und in den Jordan tauchen! Durch das Wasser werdet ihr Gott nahe sein und ein neues Leben haben.
Erzähler*in:
So oder so ähnlich sagt er es. Dann hat Johanna eine Idee. Sie geht zu ihrer Freundin Maria.
Johanna:
Komm, Maria, lass uns zu Johannes gehen. Dann können wir zuschauen, wenn er jemanden tauft.
Erzähler*in:
Die beiden Mädchen setzen sich ans Ufer und beobachten, was passiert. Tatsächlich kommt eine Frau aus dem Dorf zu Johannes. Sie möchte sich taufen lassen. Gemeinsam mit Johannes steigt sie in den Jordan. Johannes taucht sie unter Wasser. Als die Frau wieder auftaucht, ringt sie nach Luft. Dann strahlt sie über das ganze Gesicht.
Frau aus dem Dorf:
Puh, mir wäre fast die Luft ausgegangen. Aber jetzt spüre ich, dass ich am Leben bin. Ja, Gott hat mich wieder ganz lebendig gemacht. Ich fühle mich wie neugeboren.
Erzähler*in:
Erleichtert steigt sie aus dem Wasser und geht in ihrer nassen Kleidung wieder Richtung Dorf.
Jesus:
Johannes, komm, taufe mich!
Erzähler*in:
Johanna dreht sich verwundert um. Sie hat den Mann, der das sagt, gar nicht kommen hören. Er ist genauso groß wie Johannes und trägt ein weißes Gewand. Johannes scheint ihn zu kennen.
Johannes:
Jesus! Du meinst, ich soll dich taufen?
Erzähler*in:
… fragt er ungläubig. Der Mann nickt. Er heißt Jesus. Er sagt zu Johannes:
Jesus:
Gott will es so.
Erzähler*in:
Die beiden Männer steigen in den Jordan. Johannes taucht Jesus unter Wasser. Als er wieder auftaucht, sagt Jesus nichts. Es ist seltsam still. Die Wolken am Himmel schieben sich zur Seite und Johanna glaubt, eine Taube zu sehen. Dann hört sie eine warme, liebevolle Stimme. Die sagt:
Stimme Gottes:
Du bist mein lieber Sohn. Ich freue mich über dich.
Erzähler*in:
Jesus sieht glücklich aus. Er steigt aus dem Wasser, bedankt sich bei Johannes und geht.
Alle Kinder und Erwachsenen am Fluss wundern sich über das, was sie eben gesehen und gehört haben.
Auch Johanna freut sich. Sie hat Gottes Stimme gehört. Jetzt ist sie sicher: Gott ist voller Liebe und ganz nah.
Wasser steht in einer Schüssel bereit. Alle sind eingeladen, sich Gottes Liebe zusprechen zu lassen und dabei ein Kreuz mit Wasser auf den Handrücken gemalt zu bekommen.
Getaufte Kinder können sich an ihre eigene Taufe erinnern.
Segensworte können sein: »Gott freut sich über dich und segnet dich!«
An dieser Aktion können auch die Bezugspersonen der Kinder beteiligt werden, indem sie ihrem Kind den Segen zusprechen.
Freude und Spaß mit Wasserspielen
(s. «Kreative Umsetzung der Geschichte«, Seite 356).
Gottes Liebe ist so wunderbar
(KuS 484, KKL 329, EGplus 120, Feiert Jesus! Kids 28)
(Hände wie eine Schale vor sich halten)
Du, unser Gott,
danke für unser Zusammensein.
Danke, für alles, was wir gehört und erlebt haben.
Ich fülle diese Schale
mit meinen Wünschen und Bitten.
Ich denke an Menschen, die zu mir gehören: Mama und Papa, Oma und Opa und alle, die für mich Familie sind. – Pause
(Weitere Namen von Menschen in die Schale flüstern, die uns wichtig sind)
Bitte, sei du uns nah
und schenke uns Lachen und Fröhlichkeit.
Ich werfe meine Bitte zu dir!
(Hände in die Luft werfen)
(Hände wieder wie eine Schale vor sich halten)
Ich denke an einen Menschen, den ich liebhabe und der deine Hilfe braucht. – Pause
(Diesen Namen in die Schale flüstern)
Ich werfe meine Bitte zu dir!
(Hände in die Luft werfen)
(Hände wieder wie eine Schale vor sich halten)
Ich denke an die Menschen in meinem Land: Manche haben Angst, zu kurz zu kommen. Manche tragen Angst und Hass in ihren Herzen. Für solche Menschen sind nicht alle Menschen gleich. – Pause
(Die Namen, die uns dazu einfallen, in die Schale flüstern)
Bitte, lass sie spüren, dass du alle gleich lieb hast und wir alle deine geliebten Kinder sind.
Ich werfe meine Bitte zu dir!
(Hände in die Luft werfen)
Vom Anfang bis zum Ende (KuS 196, KKL 315);
Segne, Vater, tausend Sterne
(KuS 182, KKL 281, EGplus 39);
Schalom, Schalom, der Herr segne uns
(KuS 198, Wwdl 74)
Gott segne dich und behüte dich heute und immer. Amen.
Die Geschichte von Johannes dem Täufer
Bildkartenset fürs Kamischibai-Erzähltheater

12 stabile DIN-A3-Bildkarten plus Text, der auf einem extra Bild-Übersichtsblatt abgedruckt ist und bei Bedarf vorgelesen werden kann.
€ 18,00; Best.-Nr. 9004
Babett Flügger/Christine Poppe
Was für Geschichten!
Ein Konfi 3-Jahr mit der Bibel gestalten

Eine der 12 Einheiten ist die Taufe Jesu. Die Einheiten sind klar strukturiert: Ein Psalm oder eine biblische Geschichte bilden den Mittelpunkt, der den Kindern mit unterschiedlichen Methoden nähergebracht wird.
€ 14,00; Best.-Nr. 3785
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