Zugänge für den VorbereitungskreisIn der Geschichte wird erzählt, dass Gott*Ewige antwortet: »Ich bin Jahwe«. Das heißt: Ich bin der »Ich-bin-da«.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das ThemaFür sie ist dabei das Wichtigste, mit ihren Ängsten und Vorstellungen nicht allein gelassen werden zu werden. Es ist hilfreich, mit den Kindern zu sprechen, die Situation zu erklären und ihnen Halt und Zuversicht zu geben.
In der Erzählung lege ich deshalb darauf den Fokus.
Liturgische Elemente(Im Stehen, evtl. mit nackten Füßen im Gras oder auf der Erde)
Gott*Ewige, hier stehe ich.
(Beide Füße auf dem Boden)
Das versprichst du auch:
»Ich bin für dich da«, sagst du.
Danke, Gott*Ewige.
(Mit den Kindern Bitten sammeln, die in diese einfache Struktur eingefügt werden können)
Gott*Ich-bin-da,
dir vertrauen wir unsere Bitten an.
Wir bitten dich für alle Kinder,
die Sorgen oder Angst haben.
Wir bitten dich für alle Erwachsenen,
die Sorgen oder Angst haben.
Wir bitten dich für … (Bitten der Kinder)
Gott*Ich-bin-da,
dir vertrauen wir unsere Bitten an. Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteEs ist August. Da bietet es sich an, nach draußen zu gehen und den Boden unter den nackten Füßen zu spüren. So wie Mose vor dem Dornbusch. Die Kinder können spüren, wie sich die unterschiedlichen Untergründe anfühlen: Gras, Laub, Pflastersteine, Kieselsteine, Teppich, Holz, Fliesen …
Wenn ein Kind nicht barfuß gehen möchte, kann es die Socken anbehalten oder den anderen nur zusehen.
Die Kinder setzen sich auf den Boden. Sie nehmen einen Fuß in beide Hände und erkunden ihn: ansehen, anfühlen, streicheln, mit den Fingern kneten, die Finger einer Hand zwischen die Fußzehen stecken, mit den Fingerknöcheln fest über die Fußsohle fahren, die Achillessehne zwischen zwei Finger nehmen … – alles, was den Kindern einfällt. Dann den Fuß wechseln.
Wie fühlen sich die Füße danach an?
Farben aus Erde, Sand und Ton (Teil 1):
Material: Mehrere (Kinder-)Eimer, Zeitungspapier
Es wäre schön, wenn drei bis vier verschiedene Farbtöne der nachfolgenden Erden zur Verfügung stehen, die jeweils in einem der Eimer gesammelt werden: schwarze oder braune Erde, gelber Lehm oder rötlicher Ton (Ziegel), Sand, grauer Kies.
Das Material darf grob und bröselig sein. Wer unbedingt eine bunte Farbe haben möchte, kann Kornblumen- oder orange Ringelblumenblüten sammeln.
Die Erden werden zum Trocknen auf Zeitungspapier ausgebreitet. Auch die Blüten werden getrocknet.
Wer keine Lust hat, das Pigmentpulver selbst herzustellen, kann es auch kaufen und gleich damit kreativ werden. In diesem Fall geht es beim Sonntag am 17.08.2025 weiter (s. »Kreative Umsetzung der Geschichte«).
Spiel: Dirigent*in
Die Kinder stellen sich wie ein Chor auf.
Ein Kind darf Dirigent*in sein.
Der*die Dirigent*in stellt sich vor die Gruppe und macht mit den Armen langsam verschiedene Bewegungen vor (z. B. Arme hoch und runter; über dem Kopf hin- und herbewegen; winkend, wellenförmig, schnell oder langsam bewegen, inenanderfalten). Der Chor macht die Bewegungen nach. Lustig ist es, wenn die Bewegungen immer schneller wechseln und ein buntes Chaos entsteht.
Die Kinder können lernen, vor einer Gruppe zu stehen. Und die Gruppe lernt, sich gemeinsam zu bewegen. Es braucht Verbundenheit und Einfühlungsvermögen zwischen Dirigent*in und Chor.
&
Erzählung für Ältere & Erzählung für JüngereDie Erzählung ist mehr für die Älteren. Sie kann auf zwei Sonntage aufgeteilt werden. Am Sonntag zum 10.08.2025 gibt es eine »Erzählung für Jüngere«, die ebenfalls aufgeteilt werden kann (in „Gott ergreift Partei: Passa und Auszug“).
»Mama, du machst dir schon wieder Sorgen«, sagt Mirjam. Sie lebt in Ägypten. Sie ist zwar noch ein Kind, aber kein kleines mehr. Sie ist schon elf und ihr großer Bruder heißt Aaron. Mirjams Mutter ist schwanger und die ganze Familie freut sich auf das dritte Kind.
Mirjams Familie gehört zu den Hebräer*innen. Die sind vor langer Zeit aus ihrem Land nach Ägypten eingewandert. In ihrem Land gab es eine große Hungersnot. Das war den Ägyptern recht: »Wir brauchen Leute, die schwer arbeiten können und unsere Pyramiden bauen.«
Die Hebräer*innen sind gute Arbeiter*innen. Sie fanden ein neues Leben in Ägypten.
Doch dann änderte sich alles. Ein neuer Pharao kam in Ägypten an die Macht …
Der neue Pharao und seine Berater mögen die Hebräer*innen nicht. Sie wollen nicht, dass dieses Volk noch größer wird. Deshalb erlassen sie neue Gesetze: »Die Hebräer*innen müssen viel härter arbeiten. Es ist den Aufsehern jetzt erlaubt, sie anzutreiben und zu schlagen.«
Doch noch viel Schlimmeres ist erlaubt.
»Mama, du machst dir schon wieder Sorgen«, sagt Mirjam. »Ich sehe es an deinem Gesicht. Was ist los? Sag es mir endlich. Wieso freust du dich nicht auf das Baby in deinem Bauch?« – »Mirjam, das ist nichts für Kinderohren«, sagt Mama. Mirjam widerspricht: »Meine Ohren hören so viel. Ihr tuschelt abends und die anderen Erwachsenen hören immer auf zu reden, wenn ich dazukomme. Ich kann es doch sehen, dass ihr euch Sorgen macht. Ich will es endlich verstehen. Sonst mache ich mir auch Sorgen. Ich habe schon richtig Angst.« Mirjams Mutter wird ganz blass: »Ich wusste gar nicht, dass du Angst hast. Komm, wir setzen uns an den Fluss. Ich will dir erzählen, was los ist.«
Die beiden suchen einen Platz im Schatten. »Es tut mir leid, Mirjam, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass auch du Angst hast. Ich dachte, ich könnte unsere Sorgen von dir fernhalten. Ich wollte so gern, dass du dich auf das Baby freuen kannst.« – »Freut ihr euch etwa nicht, Mama?« – »Doch, natürlich freuen wir uns. Aber wir haben auch große Angst. Und die spürst du. Wir haben Angst vor dem Pharao und seinen neuen Gesetzen. Es gibt da ein ganz schlimmes: Wenn die Hebräerinnen ein Kind zur Welt bringen, dürfen nur die Mädchen weiterleben. Wir Hebräer*innen sollen keine Söhne mehr haben. So will es der Pharao.« – »Aber was ist, wenn unser Baby ein Junge ist?«, fragt Mirjam entsetzt.
»Dann muss uns etwas einfallen. Dann werden wir einen Weg finden«, sagt die Mutter leise und drückt Mirjam fest an sich.
Ein paar Monate später ist es so weit: Das Baby ist geboren! Aufgeregt rennt Mirjam zu ihrem Bruder Aaron, der draußen mit seinen Freunden spielt. »Aaron, komm schnell mit, das Baby ist da«, flüstert sie ihm ins Ohr. So schnell sie können, rennen die beiden nach Hause.
»Ist es ein Mädchen?«, fragt Mirjam schon in der Tür. Papa sagt: »Kommt her. Seht es euch an. Es ist wunderschön.« Alle gehen ganz nah zu Mama und dem Baby. Sie hält es im Arm, ihre Augen leuchten und sie flüstert: »Wie klein und zart er ist. Wir werden ihn beschützen. Er gehört zu uns.«
»Dann habe ich jetzt einen Bruder«, sagt Aaron. »Das darfst du aber niemandem sagen«, sagt Papa eindringlich. »Ihr beide nicht, hört ihr? Zu niemandem ein Wort!«
Mama hat viel nachgedacht. Und jetzt hat sie einen Plan: Aus Schilf macht sie einen geflochtenen Korb. Den beschmiert sie mit Pech. Dadurch wird der Korb wasserdicht und schwimmt gut. Am nächsten Morgen legt die Mutter das Baby in den Korb und trägt es zusammen mit Mirjam an den Fluss.
»Hör zu«, sagt sie zu Mirjam, »dort hinten badet die Tochter des Pharao jeden Tag. Dort, wo das Schilf ganz dicht wächst. Sie hat immer Dienerinnen dabei. Bestimmt werden sie bald kommen. Wir setzen deshalb das Körbchen mit deinem Bruder genau dort aufs Wasser.«
Mirjam versteht Mamas Plan: »Die Prinzessin wird ihn finden und dann kümmert sie sich um ihn, ja?« – »Genau. Ich bin mir sicher: Keine Frau kann so ein kleines Kind einfach im Wasser lassen. Und die Tochter des Pharao ist ganz anders als ihr Vater. Sie hat ein gutes Herz. Das erzählen sich alle.« – »Ich bleibe in der Nähe. Ich verstecke mich und beobachte, wie es weitergeht«, sagt Mirjam und kriecht tief in das Schilf. Sie sieht, wie die Mutter ihrem Bruder eine Hand auf den Kopf legt und hört sie leise sagen: »Gott*Ewige schütze dich, mein Kind.«
Mama weint. Am liebsten würde Mirjam zu ihr hingehen. Aber sie müssen jetzt alle tapfer sein. Und sie selbst muss jetzt erst mal auf ihren Bruder aufpassen.
Zum Glück entdeckt die Prinzessin das Körbchen sofort. Der Bruder hatte angefangen zu weinen und war nicht zu überhören. Eine Dienerin bringt der Prinzessin den Korb mit dem Baby. Mirjam sieht, wie sie es auf den Arm nimmt und an sich drückt. Ihr Bruder hört auf zu weinen. »Er hat Hunger«, sagt die Prinzessin. »Er muss gestillt werden. Das kann ich nicht.« Da kommt Mirjam aus ihrem Versteck und sagt zu den ägyptischen Frauen: »Ich kann euch vielleicht helfen. Meine Mutter hat gerade ein Baby bekommen. Sie könnte dieses Baby stillen.« Die Prinzessin nickt: »Dann geh und hol sie!«
Das lässt Mirjam sich nicht zweimal sagen. Sofort rennt sie los und kommt mit ihrer Mutter zurück. Die Prinzessin sieht die Mutter genau an und redet kurz mit ihren Dienerinnen. Dann fragt sie die Mutter: »Bist du bereit, dieses Kind für mich zu stillen? Ich bezahle dich dafür.«
– »Ja, Prinzessin, das mache ich gerne für dich.«
Mama nimmt ihr Kind auf den Arm, und Mirjam streichelt ihrem Bruder den Kopf.
Da hören sie, wie die Prinzessin zu ihren Dienerinnen sagt: »Weil ich ihn aus dem Wasser herausgezogen habe, werde ich ihn Mose nennen. Denn das bedeutet »Der aus dem Wasser Gezogene«.
(Wird die Geschichte aufgeteilt, kann hier geendet und beim nächsten Mal der folgende Teil erzählt werden.)
Mose wächst bei der Prinzessin am Hof des Pharao auf und es geht ihm gut. Als Mose groß genug ist, besucht er auch seine Eltern und Geschwister. Inzwischen weiß er nämilch, dass er ein Hebräer ist. Er fühlt sich seiner Familie und seinem Volk verbunden. Und er sieht, wie schlecht die Ägypter die hebräischen Arbeiter*innen behandeln.
Eines Tages hört Mose, wie sein Bruder Aaron und andere junge Männer sich heimlich unterhalten. Sie reden davon, aus Ägypten zu fliehen. Aaron sagt: »Die Wüste, durch die wir fliehen müssen, kann nicht schlimmer sein, als das, was wir hier durchmachen.«
Dann passiert etwas Seltsames. Mose hütet die Schafe seiner Familie. Dabei kommt er in die Nähe eines hohen Berges, den sie »Berg Gottes« nennen. Als er am Abend nach Hause kommt, sieht Mirjam gleich, dass etwas passiert ist. »Mose, was ist mit dir?« Mose sagt leise: »Ich war beim Berg Gottes, bei den Dornbüschen. Ich war ganz alleine da und habe Gottes Stimme gehört.« Mirjam sagt nichts. Sie sieht Mose an und wartet, bis er weitererzählt. »Ich sollte die Schuhe ausziehen.« – »Und dann?«, fragt Mirjam flüsternd. Mose erzählt weiter: »Gott*Ewige sieht, wie sehr wir Hebräer*innen in Ägypten leiden. Gott*Ewige ist dabei, wenn wir uns auf den Weg machen – weg von Ägypten.« – »Wie dabei?«, will Mirjam wissen. »Ich soll unser Volk retten und aus Ägypten in die Freiheit führen. Ich habe Gott*Ewige zwar gesagt, dass ich das nicht kann, aber Gott*Ewige antwortete mir: ›Ich bin Gott*Ich-bin-da.‹«
Mirjam nickt: »Und ich habe gedacht, Gott*Ewige hätte uns vergessen. Wir müssen das gleich den anderen erzählen und schnell alles vorbereiten. Dann kannst du mit uns losziehen. Ich bin zuversichtlich, dass das klappt, denn Gott*Ich-bin-da geht mit uns mit.«
Zum Abschluss singen: »Es tut gut«
(s. »Zur ganzen Reihe«).
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische Elemente
Gott, da sind wir. Und du bist auch da.
Wenn wir nicht weiterwissen: Du bist da.
Und auch, wenn wir uns Sorgen machen.
Du bist bei uns, Gott,
egal wie groß oder klein unser Mut gerade ist.
Dir können wir sagen,
wo wir Ermutigung brauchen. (Kurze Stille)
Dir können wir sagen,
was wir uns wünschen. (Kurze Stille)
Dir können wir sagen,
wozu wir Kraft brauchen. (Kurze Stille)
Du, Gott, sagst zu uns: Es gibt einen Weg.
Und mit deiner geheimnisvollen Kraft hilfst du uns weiter.
Kreative Umsetzung der GeschichteFarben aus Erde, Sand und Ton (Teil 2):
Material: Zeitungspapier; grobes Sieb; kleines, feines Sieb; die gesammelte Erde; Einmachgläser; Mörser; Esslöffel
Aus der gesammelten und getrockneten Erde werden Pigmente gewonnen. Damit die Farbe sich später gut auf das Papier auftragen lässt, muss das Farbpulver sehr fein sein.
Als Unterlage wird das Zeitungspapier großflächig ausgebreitet. Eine Erde zunächst durch das grobe Sieb sieben (Steine, Blätter … werden entfernt). Dann esslöffelgroße Portionen in den Mörser füllen und die Erde sehr fein mahlen. Tipp: Hierfür ist nicht viel Druck nötig, vielmehr eine kreisende Bewegung des Stößels.
Dann das Ganze durch das feine Sieb in ein Einmachglas sieben. Diesen Vorgang (mörsern und sieben) mehrmals wiederholen, bis das Farbpulver fein wie Mehl ist. Das dauert eine Weile.
Von jeder Erde nacheinander ein Farbpulver herstellen.
Foto: Natalie Ende

Spiel:
Eine runde Fläche ist das Spielfeld. Die Kinder malen mit Straßenkreide acht unterschiedliche Emojis hinein (z. B. lachend, traurig, wütend, staunend, sich ekelnd, zufrieden). Der Abstand zwischen den Emojis sollte so sein, dass die Kinder von einem Gesicht zum anderen hüpfen können. Die Emojis sind die acht Spielfelder.
Fünf Kinder sind aktiv, die anderen sehen zu. Jedes der fünf Kinder sucht sich ein Startfeld. Ein Kind fängt an und springt mit einem Hüpfer auf ein freies Spielfeld. Es macht kurz den Gesichtsausdruck des Emoji nach. Dann kommt das nächste Kind dran, springt und macht den Gesichtsausdruck nach.
Wer auf kein Feld mehr springen kann, weil es mit einem Hüpfer nicht mehr zu erreichen ist, scheidet aus. Wenn nur noch zwei Kinder auf dem Spielfeld sind, ist das Spiel zu Ende.
&
Erzählung für Ältere & Erzählung für JüngereDie Erzählung ist mehr für die Jüngeren. Sie kann auf zwei Sonntage aufgeteilt werden. Am Sonntag zum 03.08.2025 gab/gibt es eine »Erzählung für Ältere«, die ebenfalls aufgeteilt werden kann
Elin sieht zu ihrer Tochter Mascha. Sie spielt mit Hasi und Hollie. »Schon lange hat sie nicht mehr so intensiv mit Stofftieren gespielt«, denkt Elin. »Sie ist so ruhig geworden.«
Abends sagt Elin zu Tom, Maschas Vater: »Mit Mascha stimmt etwas nicht.« Tom nickt: »Das ist mir auch schon aufgefallen. Unsere Tochter ist still geworden.« – »Ob sie etwas mitbekommen hat?«, fragt Elin flüsternd. Sie ist sich nicht sicher ist, ob Mascha schon fest schläft. Denn Mascha schläft seit einiger Zeit unruhig und wacht nachts oft auf.
In der Kita gehört sie zwar schon zu den Großen und macht keinen Mittagsschlaf mehr, doch gestern hat ihre Erzieherin, Frau Zeppler, zu Tom gesagt: »Mascha ist in letzter Zeit oft müde. Sie legt sich dann manchmal mittags zu den Kleinen und schläft.« Das erzählt Tom jetzt Elin. »Wir müssen mit ihr sprechen«, meint Elin. Tom nickt. »Gleich morgen früh beim Frühstück.«
»Nein, jetzt!« Mascha steht in ihrem Schlafanzug in der Tür und drückt Hollie fest an sich. Elin und Tom sagen wie aus einem Mund: »Komm, setz dich zu uns.«
Mascha setzt sich zwischen die beiden auf das Sofa. Papa deckt sie alle drei mit einer Wolldecke zu. Mama sagt: »Du hast gemerkt, dass wir uns Sorgen machen.« Mascha nickt: »Ihr flüstert immer oder ihr hört auf zu sprechen, wenn ich komme. Und ihr macht so ein Gesicht.« – »Was für ein Gesicht?«, Mama versucht Elin anzulächeln. Aber sie merkt selbst, dass das nicht echt ist. »Genau wie jetzt«, sagt Mascha. »Du lächelst, und dabei geht es dir gar nicht gut.« – »Meine kluge Tochter«, Mama drückt Mascha kurz an sich. »Wir hätten schon früher mit dir sprechen sollen. Nun … wir ziehen um.« – »Haben wir eine neue Wohnung? Endlich! Das wollten wir doch.« – »Ja, das wollten wir. Es ist auch eine schöne Wohnung. Wir bleiben aber nicht in dieser Stadt. Wir ziehen weit weg«, sagt Papa leise.
»Ich gehe aber im Sommer mit Sara und Emilia in die Schule. Das habt ihr immer gesagt.« – »Das haben wir gesagt. Aber es geht nicht«, sagt Mama. Mascha schießen Tränen in die Augen. Dann springt sie auf: »Nein! Ich bleibe hier. Ihr könnt ja umziehen.«
(Wird die Geschichte aufgeteilt, kann hier geendet und beim nächsten Mal der folgende Teil erzählt werden.)
»Mascha, lass uns alles miteinander besprechen«, sagt Papa mit seiner allerliebsten Bettelstimme. Mascha setzt sich nicht wieder zu Mama und Papa auf das Sofa. Sie setzt sich auf den Sessel. Papa deckt sie mit der Decke zu.
»Wir haben sehr lange darüber nachgedacht. Wir müssen dir ja nicht sagen, dass wir anders sind als die meisten Familien hier.« – »Wegen Mamas und meiner Hautfarbe. Aber ihr habt immer gesagt, die Hautfarbe ist egal.« – »Schon«, sagt Papa, »aber Mama hat Schwierigkeiten bei der Arbeit und auch beim Einkaufen oder im Schwimmbad. Immer wieder wird sie unfreundlich behandelt. Sie wird sogar angerempelt oder gestoßen. Es wird immer schlimmer. Die Leute hier mögen keine Migranten.« – »Sara und Emilia mögen mich. Und Frau Zeppler mag mich auch.«
Mama und Papa sagen nichts.
Dann sagt Mascha ganz leise: »Ich werde auch manchmal gestoßen. Einige Kinder wollen nicht neben mir sitzen oder mit mir spielen. Wenn sie böse Worte zu mir sagen, halte ich die Ohren zu. Wie ihr es mir gesagt habt.«
»Das machst du gut«, sagt Mama. »Aber wir haben Angst. Es ist schlimmer geworden. Gefährlich. Und wir wollen ohne diese Angst leben. Sie macht uns traurig und uns allen das Leben schwer.« Dann sagt Papa: »Wir haben eine schöne, neue Wohnung in einer großen Stadt gefunden. Da leben viel mehr Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben.« – »In Mamas Heimat? Wo Oma und Opa gewohnt haben?« – »Nein, da können wir nicht hin. Da ist alles kaputt. Wir bleiben in Deutschland. Wir ziehen in die Stadt von Tante Pauline. Da leben Menschen aus vielen Ländern der Welt. Wir denken, da ist es besser als hier. Und du magst doch deine Cousins Paul und Jakob.«
Mama macht die Arme ganz weit auf. Mascha steht auf und lässt sich von Mama in den Arm nehmen. »Der Abschied ist schwer. Aber zusammen schaffen wir das«, sagt Mama. Und Mascha sagt: »Und ich weiß jetzt, was los ist. So ist es besser.«
In den nächsten Tagen reden sie ganz viel über den Umzug. Davon, was ihnen Sorge macht und auch, was sie sich wünschen. Mascha findet den Umzug doof und gut.Beides gleichzeitig. Immer hin und her. Mal ist sie ganz traurig, mal denkt sie, dass es auch schön wird.
Abschluss
Sehr schön ist es, wenn noch folgendes Bilderbuch angeschaut und gelesen werden kann: »Wie der kleine rosa Elefant einmal sehr traurig war und es ihm wieder gut ging« (Monika Weitze/Eric Battut, Bohem Press).
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeDieser Segen nimmt die alte Tradition des Händeauflegens auf. Jedes Kind berührt dabei nur sich selbst. Das ist im Stehen oder im Sitzen möglich, im Kreis oder so, dass sich jedes Kind einen Platz sucht, wo es sich gut und sicher fühlt.
Hinführung: Es gibt so viel zu staunen in der Welt. Zum Staunen brauchen wir unsere Augen. Mit ihnen können wir genau hinsehen. Zum Staunen verwenden wir unsere Ohren zum Hinhören. Unsere Nase zum Riechen. Unsere Hände zum Betasten und Begreifen. Unsere Füße, um den Boden zu spüren. Und zum Staunen brauchen wir unser Herz. Durch das Herz kommt das Staunen in uns hinein.
Es ist toll, dass wir das alles und noch viel mehr können.
Ihr könnt jetzt gleich eure Hände bei euch auf den Körperteil legen, den ich im Gebet sage. Dann sprechen wir uns für diesen Körperteil Gottes Segen zu.
Ich spreche alles vor und mache alles vor. Und ihr sprecht es nach und macht es nach. Ihr könnt euch einfach »mitnehmen« lassen. Wer mag, kann die Augen dabei schließen.
Eine*r: Ich lege meine Hände auf meine Augen: Gott*Ewige, segne meine Augen.
Alle: Gott*Ewige, segne meine Augen.
(Kurz nachspüren)
Eine*r: Ich lege meine Hände auf meine Ohren: Gott*Ewige, segne meine Ohren.
Alle: Gott*Ewige, segne meine Ohren.
(Kurz nachspüren)
Eine*r: Ich lege meine Hände auf meine Nase: Gott*Ewige, segne meine Nase.
Alle: Gott*Ewige, segne meine Nase.
(Kurz nachspüren)
Eine*r: Ich lege meine Hände auf meine Füße: Gott*Ewige, segne meine Füße.
Alle: Gott*Ewige, segne meine Füße.
(Kurz nachspüren)
Eine*r: Ich lege meine Hände auf mein Herz: Gott*Ewige, segne mein Herz.
Alle: Gott*Ewige, segne mein Herz.
(Kurz nachspüren) Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteFarben aus Erde, Sand und Ton (Teil 3):
Farbe herstellen
Material: Mehl; Esslöffel; Gabeln; lauwarmes Wasser; kleine Schalen; kleiner Messbecher; Zeitungspapier; flache Teller oder Paletten
Um mit dem Farbpulver zu malen, braucht es ein Bindemittel. Es sorgt dafür, dass die Farbe auf dem Papier haftet, nachdem sie getrocknet ist. Dazu wird 1 Esslöffel Mehl mit ca. 20 ml lauwarmem Wasser mit der Gabel in einer kleinen Schale kräftig zu einem glatten, zähflüssigen Brei gerührt. Evtl. noch etwas Mehl oder Wasser dazugeben, bis die Masse die beschriebene Konsistenz erreicht.
Dann Zeitungspapier auslegen. Von dem Farbpulver etwas auf einen Teller häufen und einen Teelöffel Bindemittel dazugeben. Alles glatt rühren. Auch hier evtl. noch etwas Wasser dazugeben. Fertig!

Material: Die vergangenen Sonntag hergestellten Naturfarben oder Fingerfarben; Papierrolle; Wasserschale; Handtücher; evtl. Zeitungspapier
Eine mindestens 4 m lange Papierbahn auf dem Boden ausrollen. Tipp: Wenn ihr im Haus seid, legt den Boden darunter vorher mit Zeitungspapier aus.
Die Kinder ziehen Schuhe und Strümpfe aus und setzen sich um die Papierbahn auf den Boden. Jedes Kind sucht sich eine Farbe aus. Nacheinander streicht sich jedes Kind mit den Fingern (viel!) Farbe auf die nackten Fußsohlen, steht auf und geht über die Papierbahn. Egal in welche Richtung und wie lange.
Wenn alle Kinder über die Papierbahn gegangen sind, wird das Kunstwerk betrachtet.
Gesprächsimpuls: Was ist zu sehen?
Danach kann es noch ein zweites Kunstwerk geben, das die Kinder gemeinsam planen. Z. B.: Alle gehen in eine Richtung, kreisförmig aufeinander zu …
Irmgard Kaschler
Das Leben des Mose

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Das Leben Moses durch Knobeln und Raten kennenlernen. Von seiner Geburt bis zum Wunder am Roten Meer.
Die Verbrauchsmaterialien können heruntergeladen werden, um so das Spiel beliebig oft spielen zu können.
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Der kleine Mose
Bildkarten-Set für das Kamishibai-Erzähltheater

Wie immer: eindrückliche Bilder auf stabilen DIN-A3-Bildkarten plus ausgearbeiteter Textvorlage.
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Erzählung für Ältere & Erzählung für JüngereDiese Erzählung ist mehr für die Älteren. Sie kann auf zwei Sonntage aufgeteilt werden. Am Sonntag zum 24.08.2025 gibt es eine
»Erzählung für Jüngere«, die ebenfalls aufgeteilt werden kann.
Die Geschichte reicht über den heutigen Bibeltext hinaus und greift bereits den Erzählteil des nächsten Sonntags mit den Zehn Geboten auf.
Der Weg durch die Wüste ist sehr weit. Die Hebräer*innen wurden verfolgt. Es ist gefährlich. Oft haben sie nicht genug zu essen und zu trinken. Manchmal ist die Angst riesengroß. Doch sie halten zusammen. Immer wenn es besonders schlimm ist, fängt Mirjam an zu singen:
»Der Weg ist noch weit.
Doch wir haben die Kraft.
In unsren Herzen ist Gott.«
Manche singen mit und das Gehen wird leichter.
Als sie tief in der Wüste sind, wird es besonders schlimm. Es ist heiß. »Ich will nicht mehr laufen. Wann sind wir endlich da?«, ruft einer. Eine andere: »Vor uns nur Wüste.« Und noch einer: »Überall um uns herum: nichts als Wüste!« – »Ich will nicht mehr weiter.« – »Ich will auch nicht mehr singen.« – »Ich habe Hunger.« – »Wann sind wir endlich da?«
Dann rufen ein paar Frauen: »Mose, es gibt kein Wasser in der Wüste! Wir haben Durst.« Die Männer rufen: »Mose, was sollen wir essen in der Wüste? Unsere Vorräte werden knapp.«
Und alle zusammen rufen: »Mose, der Weg ist so weit. Unsere Füße tun weh!«
Mose schüttelt den Kopf. »Was für ein verrücktes Volk. Wann sind sie je zufrieden?«, fragt er sich. Nach einer Weile finden sie auf wundersame Weise Wasser. Aber sie haben immer noch nichts zu essen. Die Erwachsenen sind inzwischen verzweifelt und wütend auf Mose. »Wir wollen zurück nach Ägypten!«, rufen sie.
Mose redet ihnen gut zu: »Erinnert euch doch, wie schlecht es euch dort ergangen ist. Vertraut auf Gott*Ewige. Sie hat uns bis hierhergeführt. Gott*Ewige wird uns auch weiterhelfen. Geht erst einmal schlafen.«
Tatsächlich hören sie auf Mose. Sie legen sich schlafen. Es dauert, bis sie einschlafen können. Manche haben Bauchweh vor Hunger. Manche haben Bauchweh vor Sorgen. Einige singen noch ein Schlaflied oder erzählen eine Geschichte.
Und in der Nacht geschieht es. Wie ein Wunder …
Am nächsten Morgen werden sie wach. Zuerst die Kinder: Sie reiben sich die Augen, recken und strecken sich. Dann die Erwachsenen. Sofort spüren sie wieder, wie hungrig sie sind. Als sie aus den Zelten treten, sehen sie es: So weit das Auge reicht, liegt dort Manna. Brot, das Gott*Ewige ihnen vom Himmel geschickt hat. Es sind kleine Kugeln, wie Tautropfen. Die Terebinthenbäume haben sie in der Nacht zu Tausenden in den Wüstensand tropfen lassen. Und die Kinder rufen: »Schaut, Gottesbrot vom Himmel!«
Ganz schnell sammeln sie das Manna ein. Es schmeckt süß, und alle werden satt. Wunderbar! Nichts bleibt übrig. Es reicht für alle. Sie rufen ganz laut vor Freude: »Danke, Gott*Ewige!«
So bekommen sie jetzt jeden Morgen genug zu essen für den ganzen Tag.
(Wird die Geschichte aufgeteilt, kann hier geendet und beim nächsten Mal der folgende Teil erzählt werden.)
Dann erreicht das Volk Israel einen besonders hohen Berg. Mose stellt sich auf einen Stein und spricht zum Volk: »Bis hierher haben wir es geschafft. Hier bleiben wir eine Weile. Ruht euch aus und sammelt Kraft. Die Kinder können endlich wieder spielen. Ich muss auf diesen Berg.«
Die Rast tut allen gut. Die Tage vergehen. Mose ist noch immer auf dem Berg. Den Kindern wird es langweilig. »Wann gehen wir weiter?«, fragen sie. »Wenn Mose wieder da ist«, antworten die Erwachsenen. »Und wann ist das? Ich habe nämlich Steine hingelegt. Einen für jede Nacht, die wir schon hier sind«, sagt einer von den großen Jungen. »Vierzig Steine sind es schon. Vierzig Mal haben wir hier schon geschlafen.« – »Das ist wirklich lange. Vielleicht ist Mose abgestürzt und lebt nicht mehr«, vermutet eines der Mädchen. »Ich will, dass Mose wiederkommt. Er fehlt.«
Mose beeilt sich, wieder zu seinem Volk zu kommen. Sie mussten schon so lange auf ihn warten. Jetzt will er endlich von seinen Erlebnissen auf dem Berg erzählen. Er hat Worte von Gott*Ewige mitgebracht, auf zwei Steintafeln. Die Steintafeln sollen sie jetzt auf ihrem Weg begleiten.
Mirjam sieht Mose kommen und rennt auf ihn zu: »Mose, wo warst du so lange?«
Alle sind erleichtert, dass er wieder da ist. Die Kinder fragen: »Was hast du da? Dürfen wir das anfassen?« Mose hält ihnen die Tafeln hin. »Das dürft ihr. Das sind Gottes Worte für uns, damit wir nicht allein sind.«
Aaron stellt sich neben Mose, streicht über die Tafeln und liest den ersten Satz laut vor:
»Ich bin Gott*Ewige.
Ich bin da.«
Leise fängt Mirjam an zu singen:
»Der Weg ist noch weit.
Doch wir haben die Kraft.
In unsren Herzen ist Gott*Ewige.«
»Ja, in unseren Herzen ist Gott*Ewige«, sagt Mose. Er sieht ganz glücklich aus. Er fährt fort: »Auf diesen Tafeln steht noch viel mehr von Gott*Ewige. Das können wir gar nicht alles auf einmal lesen und verstehen. Dafür lassen wir uns Zeit.«
Abschlusslied: »Es tut gut«
(s. »Zur ganzen Reihe«).
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das ThemaEins: Ich bin da. Ich bin gut, so wie ich bin und lerne Neues.
Zwei: Du bist wichtig und ich bin wichtig.
Drei: Wir passen aufeinander auf und lassen alles heil.
Vier: Wir sind ehrlich und sagen die Wahrheit.
Fünf: Stopp heißt Stopp. Wir halten Abstand.
Liturgische ElementeNach dem »Loblied des Zacharias« (Lukas 1,68–79).
Eine Person liest das Loblied des Zacharias (s. unten) vor. Bei dem Satz »Den Weg des Friedens gehen wir« gehen alle durch den Raum. Bei dem Satz »Gepriesen seist du, Gott*Ewige!« bleiben alle stehen und sind mucksmäuschenstill.
Das Loblied des Zacharias:
Du bist bei uns, Gott*Ewige.
Den Weg des Friedens gehen wir.
(Alle gehen durch den Raum; etwas Zeit lassen.)
Gepriesen seist du, Gott*Ewige!
(Alle bleiben stehen.)
Du hast uns besucht.
Einen Retter hast du uns geschickt.
An dein Versprechen hast du dich erinnert.
Du hast uns errettet von denen,
die uns Böses wollten.
Den Weg des Friedens gehen wir.
(Alle gehen durch den Raum; etwas Zeit lassen.)
Gepriesen seist du, Gott*Ewige!
(Alle bleiben stehen.)
Du hast Johannes geschickt.
Ein starkes Gotteskind.
Er erzählt von deiner Liebe zu uns.
Er erzählt davon, dass Rettung möglich ist.
Er erzählt von Jesus.
Du bist bei uns, Gott*Ewige.
Den Weg des Friedens gehen wir.
(Alle gehen durch den Raum; etwas Zeit lassen.)
Gepriesen seist du, Gott*Ewige!
(Alle bleiben stehen.)
Licht wie von der aufgehenden Sonne wird bei uns sein.
Licht im Dunkel der Welt.
Licht auf unserem Weg.
Du richtest unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Du bist bei uns, Gott*Ewige.
Den Weg des Friedens gehen wir.
(Alle gehen durch den Raum; etwas Zeit lassen.)
Spiel:
Die Kinder stehen im Kreis. Dem ersten Kind wird der erste Segenssatz ins Ohr geflüstert. Dieses flüstert ihn dem Nachbarkind ins Ohr und so weiter, bis der Segenssatz einmal im Kreis herum ist. Mit drei Sätzen und dem Amen wiederholen.
1. Gott segne dich.
2. Gott gebe dir Kraft und Mut.
3. Gott begleite dich auf deinem Weg.
4. Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteFarben aus Erde, Sand und Ton (Teil 4):

Foto: Natalie Ende
Mit den selbstgemachten Farben können im Freien auf Steine und Mauern Botschaften geschrieben werden (z. B.: Stopp heißt Stopp, Ich bin wichtig + Du bist wichtig).
Drinnen bekommen die Kinder jeweils zwei große Pappen, auf die sie malen oder schreiben können. Einfache Botschaften, die zum Leben befreien (s. oben).
Jedes Kind malt eine Hand so groß wie möglich auf ein Blatt Papier. In die einzelnen Finger werden die Gemeinschafts-Sachen aus der Geschichte (s. oben) geschrieben oder gemalt.

In manchen Orten gibt es seit vielen Jahren Stolpersteine, inzwischen in 22 Ländern. Die Idee hatte ein Künstler aus Köln, Gunter Demnig. Stolpersteine sind kleine Messingplatten zwischen den Steinen der Bürgersteige vor manchen Häusern. Darauf stehen Namen von Menschen, die früher in diesen Häusern gewohnt haben. Weil sie jüdisch waren, wurden sie von Nationalsozialisten weggebracht und die meisten dann umgebracht. Auch für Menschen, die aus anderen Gründen verfolgt und weggebracht wurden, werden Stolpersteine verlegt. Zum Beispiel Menschen mit einer Behinderung, Sinti und Roma, Homosexuelle oder Widerstandskämpfer*innen.
Damals war es in Deutschland nicht anders als beim Pharao in Ägypten. Nein, es war noch viel schlimmer: Alle jüdischen Menschen sollten weg. Die kleinen Stolpersteine sollen uns erinnern: Alle diese Menschen haben dazugehört, bevor sie ausgeschlossen wurden. Sie sollen nicht vergessen werden und uns ermahnen, wohin Ausgrenzung führen kann.
Am Anfang glänzen die kleinen Messingplatten wunderschön, sodass sie beim Gehen den Leuten wirklich auffallen. Im Laufe der Zeit geht der Glanz weg, vor allem durch den Regen. Mit einem besonderen Putzmittel können sie wieder glänzend gerieben werden.
Wenn es bei euch im Ort solche Stolpersteine gibt, könnt ihr sie putzen. Dann leuchtet die Erinnerung wieder heller auf.
Ins gelobte Land
Minibüchlein
Auf 24 Seiten begleiten die farbigen Illustrationen und der kindgerechte Text das Volk Gottes auf seinem langen Weg durch die Wüste ins verheißene gelobte Land.
12 x 12 cm
€ 2,50; Best.-Nr. 3557
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Erzählung für Jüngere & Erzählung für ÄltereDiese Erzählung ist mehr für die Jüngeren. Sie kann auf zwei Sonntage aufgeteilt werden. Am Sonntag zum 17.08.2025 gab/gibt es eher eine »Erzählung für Ältere«, die ebenfalls aufgeteilt werden kann .
Zu Anfang die bisherigen Ereignisse mit Mascha kurz erzählen oder mit den Kindern zusammen erinnern.
In der neuen Stadt ist Mascha ein Schulkind. Ihr Cousin Jakob geht zusammen mit ihr in eine Klasse. Sie sitzen nebeneinander. Es ist, wie Mama und Papa gesagt haben: Auch andere Kinder haben eine andere Hautfarbe. Manche sprechen noch nicht so gut deutsch.
Der erste Schultag war aufregend. Mascha und Jakob haben große Schultüten geschenkt bekommen.
Sie sind alle mit den großen Schultüten in die Kirche gegangen. Sie haben gesungen und die Pfarrerin hat etwas erzählt. Alle neuen Schulkinder haben ihre Tüten hoch in die Luft gehalten. Die Pfarrerin hat gestaunt, wie schön die Schultüten sind. Am Schluss sind alle Kinder nach vorne gegangen. Als Mascha vor der Pfarrerin stand, hat die Pfarrerin gefragt: »Wie heißt du?« – »Mascha.« Die Pfarrerin hat dann ihre Hände über Maschas Kopf gehalten und gesagt: »Mascha, Gott segne und behüte dich auf deinem Weg.« Und als Jakob zur Pfarrerin kam, war es genauso. Sie fragte Jakob: »Wie heißt du?« Und nachdem Jakob geantwortet hatte, hielt die Pfarrerin ihre Hände über seinen Kopf und sagte: »Jakob, Gott segne und behüte dich auf deinem Weg.«
(Wird die Geschichte aufgeteilt, kann hier geendet und beim nächsten Mal der folgende Teil erzählt werden.)
Auch an den nächsten Tagen war alles neu und spannend. Mascha und Jakob waren jetzt richtige Schulkinder.
Als Mama Mascha wieder einmal abholt, hat Mascha vor Aufregung ein ganz rotes Gesicht. »Heute war es toll in der Schule!«, platzt es aus ihr heraus. »Wir waren alle in der Aula. Mit der Direktorin.«
– »Wer alle?«, fragt Mama. »Alle aus meiner Klasse. Und alle aus den anderen Klassen.« – »Also auch die Großen?« – »Nein, aber alle Kinder, die in die erste Klasse gehen. Alle, die neu in der Schule sind. Die Direktorin hat uns nochmal begrüßt. Da hat sie gelächelt. Dann ist sie ganz ernst geworden und ich habe mich etwas gefürchtet.« – »Was hat sie gesagt?«, fragt Mama interessiert. »›Ihr gehört jetzt zu der großen Schulgemeinschaft.‹« – »Aha!« – »Dann hat sie eine Hand hochgehalten. So.« Mascha stellt sich vor Mama. Sie hebt eine Hand und spreizt alle Finger. »Das sah genauso aus, wie das Foto von meinem Geburtstag, als ich fünf geworden bin. Da habe ich auch fünf Finger hochgehalten.« – »Ich erinnere mich«, lacht Mama. »Jetzt bist du schon fast sieben.« Doch Mascha geht nicht auf Mamas Bemerkung ein. »›Es gibt fünf Sachen die wichtig sind‹, hat die Direktorin gesagt und die Hand noch etwas höher gehalten.« – »Und was sind das für Sachen?«
Mascha ballt jetzt ihre Hand zu einer Faust. Dann streckt sie nur den Daumen aus und sagt: »Eins – der Daumen: Ich bin da. Ich bin gut, so wie ich bin und lerne Neues.«
Dann streckt sie auch den Zeigefinger aus: »Zwei – der Zeigefinger: Du bist wichtig und ich bin wichtig.« Der dritte Finger wird ausgestreckt: »Drei: Wir passen aufeinander auf und lassen alles heil.«
Mama schaut Mascha fragend an. »Das meint einfach, dass wir nichts kaputt machen. Vor allem nicht, wenn es jemand anderem gehört«, erklärt Mascha. »Ach so.«
Jetzt versucht Mascha, auch den vierten Finger auszustrecken. Nur noch der kleine Finger soll eingeknickt sein. Das ist schwer. Sie nimmt die andere Hand zu Hilfe und hält den kleinen Finger fest. »Vier: Wir sind ehrlich und sagen die Wahrheit.« – »Ui«, Mama staunt. »Das sagst du doch auch immer zu mir. Die Direktorin hat gesagt: ›Fehler machen ist ganz normal. Deshalb kann man sie auch zugeben. Wir brauchen nicht zu lügen.‹«
»Stimmt. Ich staune, wie du dir das alles gemerkt hast.«
Mascha hält jetzt alle Finger hoch und schiebt die Hand ein Stück nach vorne.
»Fünf: Stopp heißt Stopp. Wir halten Abstand.«
»Ich bin echt beeindruckt«, sagt Mama.
»Das haben wir auch geübt«, erzählt Mascha weiter. »Die Direktorin hat gesagt: ›Das können wir uns gut merken. Wegen der Hand. Die haben wir immer dabei.‹«
Mama lacht. »Stimmt. Das müssen wir feiern. Mit Pizza. Diese Handvoll Gemeinschafts-Sachen können wir auch zu Hause gut gebrauchen.«
Die Flasche aus stabilem Aluminium ist mit dem Schraubverschluss sicher zu verschließen. Mit dem Karabinerhaken kann sie an vielen Ösen befestigt werden.
Das eingravierte Fischmotiv auf dem tiefblauen Hintergrund ist ein schöner Hingucker.
Fassungsvermögen: ca. 400 ml; für die Spülmaschine geeignet
€ 6,90 (ab 10 Ex. je € 6,50);
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische Elemente(Psalm23)
Z. B. aus KuS 650
Alternative:
Die folgenden Verse auswendig lernen (mit Bewegungen):
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. (Mit beiden Händen über eine imaginäre Tischplatte streichen.)
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. (Mit einer Hand kleine Kreisbewegungen auf der Stirn; mit beiden Händen Becher formen.)
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang (erst rechts, dann links eine imaginäre Person an der Hand fassen)
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. (Mit Händen ein »Dach« über dem Kopf bilden.)
Gottes Liebe ist so wunderbar (KuS 484, KG 156);
Komm, wir machen Gott jetzt eine Freude (Das große Mike Müllerbauer Songbook 104);
Gott hat mich in sein Herz geschlossen
(Feiert Jesus! Kids-Liederbuch 44)
Jemand aus dem Team salbt die Kinder zum Schluss und zeichnet mit Öl ein Kreuz auf die Stirn. Alternativ können die Kinder sich auch gegenseitig salben.
Worte zur Segnung mit Salböl:
Ich salbe dich im Namen des Vaters,
der dich zu seinem Kind gemacht hat
und dich liebt.
Ich salbe dich im Namen des Sohnes,
der für dich gestorben ist und dir vergibt.
Ich salbe dich im Namen des Heiligen Geistes, der in dir lebt und mit dir ist.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteVerschiedene Gläser mit stark duftenden Dingen wurden vorbereitet (z. B. Currypulver, getrocknete Nelken, Lavendel, eine Scheibe Salami, Zitrone, mit Parfüm besprühter Wattebausch, Zahnpasta, Kaffeebohnen, zerriebene Minze, Zimtstangen, frisch gemähtes Gras). Die Gläser sind beklebt oder mit einem Tuch abgedeckt. Jedes Kind, das möchte, darf mit geschlossenen/verbundenen Augen einige Duftproben nehmen. Kann es den Inhalt erraten? Wenn nicht, kann es den Duft auch beschreiben.
Nach der Erzählung setzen sich die Kinder auf eine große (oder mehrere kleine) Picknickdecken. Das Team hat einen Snack vorbereitet (der gerne mit orientalischem Flair sein kann, um die Atmosphäre der Geschichte etwas erlebbarer zu machen; z. B. Fladenbrot, verschiedenen Dips, Gemüsesticks).
Während des Essens miteinander ins Gespräch kommen über:
(ggf. in Kleingruppen)
Jedes Kind überlegt sich eine »Love-Attack«: Wie kann ich diese Woche jemand meine Wertschätzung ausdrücken? So wie die Frau das für Jesus getan hat?
Beim nächsten Gottesdienst darüber austauschen: Wo/wie habe ich jemand etwas Gutes getan? Wie hat sich das angefühlt?
(Es ist schön, wenn die Kinder füreinander beten, dass die geplante »Love-Attack« gelingt.)
Wichtig: eventuelle Allergien klären.
Die Kinder mischen sich ihr eigenes Duftöl und befüllen damit ein Fläschchen, das sie mit nach Hause nehmen können. Das Fläschchen kann noch beschriftet und dekoriert werden.
Material pro Kind:
Dieter Witt
Segen für alle Fälle

Vom Taufgottesdienst über die Konfirmation bis hin zur Trauerfeier knüpft der Autor immer wieder an biblische Erfahrungen an und bringt das persönliche Leben ins Spiel.160 Seiten, Paperback, DIN-A5
Sonderpreis!
€ 9,90 (anstatt € 17,90); Best.-Nr. 2093

Keramik-Schälchen handgetöpfert. Das Set enthält alles Passende und Nötige für den Segen bei verschiedensten Anlässen (im Kindergottesdienst und bei anderen Gottesdiensten, am Krankenbett …):
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Erzählung für Ältere & JüngereDie Kinder sitzen während der Geschichte im Kreis.
Einmal wurden Jesus und seine Jünger von Simon zum Essen eingeladen. Simon hatte Theologie studiert. Jetzt hat er einen guten Job und die Nachbarn respektierten ihn. In seinem schönen Haus hat er alles vorbereitet und man setzt sich zum Essen hin. Plötzlich und ohne anzuklopfen stößt eine Frau die Tür zum Esszimmer auf. Niemand hat sie eingeladen. Simon und seine Freunde wechseln geschockte Blicke. Um Himmels willen! Was will diese Frau hier in diesem Haus? Was hat sie bei diesem schicken Essen für Jesus zu suchen?
Ihr müsst wissen: Diese Frau hat keinen guten Ruf in der Stadt. Die Leute sagen ihr nach, schlechte Dinge getan zu haben. Alle meiden sie und wechseln die Straßenseite, wenn sie entgegenkommt. Niemand will etwas mit ihr zu tun haben.
Doch die Frau beachtet Simon gar nicht. Sie fragt ihn auch nicht um Erlaubnis oder was er darüber denkt. Sie geht schnurstracks auf Jesus zu. Der taucht gerade das knusprige Fladenbrot in den Hummus. Seelenruhig, als sei diese Frau hier das Normalste auf der Welt.
Gleichzeitig jedoch verfolgt Jesus die Frau aufmerksam. Er schenkt ihr sogar ein warmes Lächeln, als würde er ihr wortlos sagen: »Herzlich willkommen!«
Simon findet das unerhört! Schließlich ist das hier sein Haus! Er springt hastig auf, um die Frau eigenhändig schnell wieder vor die Tür zu setzen. Was bildet die sich eigentlich ein?!
Doch Simon hält mitten in der Bewegung inne. Die Frau wirft sich plötzlich vor Jesus auf den Boden und beginnt laut zu schluchzen. Sie hört gar nicht mehr auf zu weinen. Ihre Tränen tropfen nacheinander auf die Füße von Jesus, bis sie ganz nass sind. Die anderen Gäste tuscheln hinter vorgehaltener Hand. Ihnen ist das alles ziemlich unangenehm.
Nach einiger Zeit holt die Frau ein kleines, wunderschönes Glasfläschchen aus der Tasche. Sie öffnet es vorsichtig. Simons Freund deutet auf das Etikett. Erstaunt pfeift er durch die Zähne. »Meine Güte, das muss ja ein Vermögen gekostet haben!«, sagt er leise.
Da verbreitet sich auch schon ein wunderbarer Duft im ganzen Zimmer …
Jedes Kind erhält einen Wattebausch, der mit etwas Parfüm besprüht wurde. (Alternativ kann ihm auch ein Tropfen eines wohlriechenden ätherischen Öls in die Handfläche geträufelt werden.) Die Kinder werden eingeladen, die Augen zu schließen (und ab jetzt geschlossen zu halten), zu riechen und sich die Szene vorzustellen. Das können sie während der Weitererzälung immer wieder tun und sich so die Szene intensiver vorstellen und wahrnehmen.
Die Geschichte wird weitererzählt …
Wie benebelt sieht Simon zu, wie die Frau das ganze Fläschchen mit dem kostbaren Öl über den nackten Füße von Jesus ausschüttet. Das duftende Öl tropft auf den Boden. Doch sie fängt es mit ihren langen Haaren auf und reibt es in die rissige Haut der Männerfüße, die den ganzen Tag auf staubigen Straßen unterwegs gewesen sind.
Kurze Stille.
Wer mag, kann die Augen wieder öffnen.
Simon hat nur zugesehen, was die Frau tut. Doch jetzt kommt wieder Leben in ihn. »Das ist ja wirklich unglaublich!«, murmelt er in seinen Bart. »Schämt sich diese Frau denn gar nicht? Erst das laute Weinen, und jetzt tropft auch noch das Salböl auf meinen Boden. Und all das beim Essen. Das ist wirklich unerwünscht! Außerdem: Wenn Jesus Gottes Sohn ist, dann muss er doch wissen, dass diese Frau eine durch und durch schlechte Person ist. Mit so einer hat man besser nichts zu tun! Das wissen schließlich alle in der Stadt.«
Und dann springt Simon auf …
Doch Jesus hebt beschwichtigend die Hände. »Lass mich dir eine Geschichte erzählen«, sagt Jesus in Simons wütende Gedanken hinein. »Eigentlich«, denkt Simon, »ist jetzt nicht der richtige Moment für Geschichten. Allerdings ist Jesus wirklich ein guter Geschichtenerzähler.« Und weil er nichts verpassen will, gibt er nach und setzt sich wieder in die Runde. »Ich höre …«
»Stell dir einen reichen Mann vor«, beginnt Jesus. Das fällt weder Simon noch einem anderen in der Runde schwer. »Er hat mehr Geld, als er ausgeben kann. Deswegen verleiht er ab und zu von seinem Geld an andere. Die zahlen es ihm dann wieder mit Zinsen zurück.
So kommen eines Tages auch zwei Männer zu ihm. Der eine bittet um 50.000 Euro für eine neue Geschäftsidee. Der andere leiht sich 50 Euro, damit er seine Miete bezahlen kann. Als der vereinbarte Zeitpunkt gekommen ist, an dem die beiden das Geld zurückzahlen sollen, kann das aber keiner der beiden tun. Die Geschäftsidee des ersten Mannes hat nicht funktioniert. Er musste seinen Laden schließen und seine Mitarbeiter entlassen. Beim zweiten Mann hat sich die Miete sogar noch erhöht, sodass er am Ende des Monats nur einen leeren Geldbeutel hat.
Der reiche Mann ist jedoch nicht nur reich, sondern auch sehr großzügig. Er schenkt beiden Männern kurzerhand das Geld und erlässt ihnen alle Schulden.
Was meinst du, Simon«, wendet sich Jesus direkt an seinen Gastegeber, »wer von den beiden Männern wird wohl dankbarer sein?«,
Simon muss nicht lange überlegen. »Logisch! Natürlich der, dem er die riesige Summe von 50.000 Euro erlassen hat!« Jesus nickt.
Dann schaut er die Frau an und legt ihr die Hand sachte auf die Schulter. Zu Simon sagt er: »Sieh dir die Frau an. Als ich in dein Haus gekommen bin, hast du mich nicht umarmt oder besonders willkommen geheißen. Du hast mir keine Möglichkeit gegeben, meine staubigen Füße zu waschen und mich frisch zu machen. Aber diese Frau hat so viele Tränen vergossen, dass meine Füße davon sauber geworden sind. Und sie hat sie mit ihren Haaren abgetrocknet. Sie hat nicht aufgehört, meine Füße zu küssen und mich mit dem Kostbarsten zu verwöhnen, das sie hat. Deswegen sage ich dir: Du magst vielleicht schlecht von ihr denken, aber ich tue das nicht. Sie liebt mich mit ihrem ganzen Herzen. Das hat sie bewiesen. Deswegen denke ich nicht mehr an das Schlechte in ihrem Lebens. Wem viel vergeben wird – wie dieser Frau – der liebt viel. Wem aber nur wenig vergeben wird, der liebt auch nur wenig.«
Dann wendet Jesus sich der Frau zu und schaut sie liebevoll an. »Alle deine Schuld ist dir vergeben«, sagt er. »Alles ist gut, als hättest du nie etwas Schlechtes getan. Ich weiß, du glaubst daran. Deshalb wirst du im Frieden nach Hause gehen.«
Gebetswürfel mit Tischgebeten (Bastelbogen)
gereimte Gebete machen es einfach, Gott »Danke« zu sagen. Vorgerillt – deshalb leicht zu falten und beschichtet – deshalb abwischbar.
€ 2,00 € (ab 10 Ex. je 1,90 €);
Symbol-Bildkarten »Lob und Dank«
20 verschiedene Motive zum Thema in je zweifacher Ausführung –
für die Arbeit mit unterschiedlichen Gruppen sowohl in Gemeinde als
auch Schule.
40 Karten (10,8 x 8,5 cm), die in einer Pappbox (mit Klettverschluss) aufbewahrt werden können.
Der Box liegt ein Heft bei mit Hinweisen und Anregungen zur Arbeit mit den Karten.
€ 5,00;
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSiehe hierzu »Zur ganzen Reihe«
Ins Wasser fällt ein Stein (EG WÜ 637, KuS 440);
Viele kleine Leute
(EG WÜ 662, KuS 533, KG 215, Wwdl 85)
Lieber Gott,
mit deiner Kraft kann ein einzelner Mensch sehr viel schaffen.
Er ist dann wie ein Samenkorn,
aus dem ein großer Baum wächst.
Amen.
Lieber Jesus,
jeder und jede von uns kann etwas dafür tun,
dass die Welt gut ist.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteJedes Kind bekommt ein Stück Roggenbrot aus Natursauerteig und beschreibt, wie das Brot riecht und schmeckt.
Anschließend erklären Mitarbeitende, wie Natursauerteig hergestellt wird.
Material: Weißes DIN-A3 oder DIN-A2-Papier, Filzstifte in verschiedenen Farben.
Ein Kind legt eine Hand mit gespreizten Fingern auf das Papier. Das Kind rechts davon malt mit einem Stift nach Wahl die Umrisse der Hand nach. Dann legt dieses eine Hand aufs Papier … bis die Hände aller Kinder und Mitarbeitenden auf dem Papier sind.
Alternative: Jedes Kind ummalt auf einem Blatt seine Hand, malt diese dann nach Lust und Laune aus, schneidet sie aus und klebt sie – zusammen mit all den anderen Händen – auf ein großes Plakat.
Die Mitarbeitenden bringen möglichst mehrere Spiele mit Dominosteinen mit. Unter Anleitung stellen die Kinder die Steine in einer Linie hintereinander auf. Danach darf ein Kind den ersten Dominostein antippen, dass er auf den dahinterstehenden kippt. Dann wird die Linie erneut aufgebaut und es gibt einen weiteren Domino-Effekt.
Mitarbeitende legen mit Steine eine quadratische Grundlage. Danach wird reihum weitergebaut: Je ein Kind baut eine Reihe. Auch die Mitarbeitenden bauen mit.
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Erzählung für Ältere und JüngereWomit kann man Gottes Herrschaft vergleichen?
Wie kommt das Reich Gottes zu uns? Dies fragten die Menschen Jesus, als sie sich um ihn versammelt hatten.
Da erzählte Jesus ihnen ein Gleichnis. Ein Gleichnis ist eine Geschichte, die uns etwas über unser Leben erzählt. Jesus erzählte:
Das Reich Gottes ist wie ein Sauerteig. Von einem Sauerteig brauchen wir nur ein klein wenig, nur eine kleine Menge. Diese kleine Menge reicht für ein großes, leckeres Brot. Wenn eine Frau Brot backen will, dann nimmt sie ein klein wenig Sauerteig und viele Hände voll Mehl. Sie vermischt das Mehl mit dem Sauerteig. Dadurch arbeiten sich die Bakterien durch den Teig. Der Teig wird immer größer. Man kann leckeres Brot aus ihm backen.
Der Sauerteig kann ein Bild für mehrere Dinge sein: Gottes Kraft, wenn er uns hilft, etwas zu tun, Gottes Wort, das wir verbreiten.
Mit Hilfe von Gottes Kraft können wir alle im Kleinen etwas beginnen, das ganz groß wird. Beispielsweise kann ich ein Samenkorn in die Erde stecken. Aus dem Samenkorn kann ein großer Baum wachsen, an dem Äpfel hängen und der Schatten spendet.
Jede und jeder von uns kann auch andere Menschen zum Gottesdienst einladen. Wenn uns das gelingt, kommen ganz viele Menschen in die Kirche.
Thomas Ebinger, Judith Haller u. a.
Tool Pool
200 bewährte und neue Methoden für die Konfi- und Jugendarbeit
Tool Pool nimmt die Jugendlichen und Konfis in den Blick. Das Buch ist eine in seiner Themen-, Methoden- und Einsatzvielfalt einmalige Sammlung für das inhaltliche Arbeiten in dieser Altersgruppe. Es enthält in der überarbeiteten und erweiterten Neuauflage 200 bewährte und neue Methoden, um mit jungen Menschen kompaktes Praxiswissen abwechslungsreich zu erarbeiten.
288 Seiten; 25,00 €; Best.-Nr. 3779
Zugänge für den VorbereitungskreisWir sagen auch manchmal Einladungen ab. Wir kennen das schlechte Gewissen hierbei. Aber trotzdem glauben wir, einen guten Grund für die Absage zu haben.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeGott sagt uns immer wieder
(KuS 478, KG 216; Kommt, atmet auf 49);
Gott, dein guter Segen (KuS 176, KG 220, Wwdl 44; Kommt, atmet auf 117)
Lieber Gott,
es ist schön, hier gemeinsam mit dir
Kindergottesdienst zu feiern.
Wir danken dir für die Einladung.
Lass uns offen sein für dein Wort.
Lass uns eine gute Gemeinschaft haben.
Amen.
Lieber Gott,
wir danken dir für die schöne und gute Zeit hier im Kindergottesdienst.
Bitte begleite uns durch die kommende Woche.
Lass uns gesund und froh wieder nächsten Sonntag mit dir feiern.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteDie Mitarbeitenden bringen Brot, Aufstrich und leichte Lebensmittel wie Joghurt und Obst mit. Nach dem Eingangsgebet decken alle gemeinsam den Tisch und essen. Währenddessen wird den Kindern die Geschichte vorgelesen. Dabei lässt sich eine thematische Brücke schlagen. Z. B.: »Wir sitzen hier zusammen und essen gemeinsam. Jesus hat ein Gleichnis erzählt, in dem es auch um eine gemeinsame Mahlzeit ging …«
Material: Papier, Tonkarton, Sicherheitsnadeln, Buntstifte, evtl. Glitter und andere Dekomaterialien, Klebeband, Klebstoff.
Das Team schneidet für jedes Kind einen Kreis von ca. 5 cm Durchmesser sowohl aus dem Papier als auch aus dem Tonkarton aus. Auf den Papierkreis schreibt das Team: »Gott lädt uns ein!« Die Papierkreise werden dann auf die Tonkartonkreise geklebt. Jedes Kind kann dann die Seite mit dem Satz individuell gestalten: Ausmalen und/oder mit anderem Dekor verzieren.
Zum Schluss wird die Sicherheitsnadel auf der Rückseite des Ganzen mit dem Klebeband befestigt und die Kinder können ihren Button anheften.
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Erzählung für Ältere und JüngereEs war einmal ein König. Eines Tages ließ dieser König ein großes Festessen vorbereiten. Er sagte zu seinem Diener: »Gehe zu Martin, Jakob und Johannes und lade sie ein.« Der Diener ging los.
Martin, Jakob und Johannes gehörten zu den reichen Männern in der Stadt. Zuerst ging der Diener zu Martin. »Mein Herr lädt dich zu einem Festessen ein«, richtete der Diener ihm aus. Martin antwortete: »Leider kann ich nicht kommen. Ich habe mir einen Acker gekauft. Den muss ich mir jetzt genau anschauen. Danach muss ich überlegen und planen, was ich auf dem Acker anbaue: Salat, Bohnen oder Weizen. Es tut mir leid. Aber du merkst ja, dass ich wirklich keine Zeit für ein Festessen habe.«
Der Diener zog weiter und kam zu Jakob. »Mein Herr lädt dich zu einem Festessen ein«, überbrachte er die Einladung des Königs. »Das ist sehr schade«, antwortete Jakob, »aber es passt bei mir zeitlich einfach nicht. Ich habe fünf Gespanne mit Ochsen gekauft. Jetzt muss ich prüfen, ob die Wagen in Ordnung und die Tiere gesund sind. Es tut mir leid, aber die Kontrolle muss wirklich sein und sie macht viel Arbeit.«
Schließlich kam der Diener zu Johannes. »Mein Herr lädt dich zu einem Festessen ein«, sagte er. »Entschuldigung, aber leider muss ich absagen«, erklärte Johannes. »Ich habe vor kurzem geheiratet. Jetzt müssen wir das ganze
Haus einrichten und noch viel mit den Ämtern klären.«
Der Diener kam zum Herrn und überbrachte die Absagen. Da wurde der König wütend. »Dann geh noch einmal los«, rief er. »Gehe jetzt einfach durch die Straßen unserer Stadt. Führe alle her, die blind sind oder schlecht laufen können oder sonst nicht so ganz dazugehören!« Der Diener ging los und brachte mehrere Gäste zum Schloss. »Oh, es ist noch Platz am Tisch«, stellte er fest. »Dann«, sagte der König, »gehe jetzt aus der Stadt hinaus und lade noch weitere Menschen ein.« Es war ihm wichtig, dass viele zu ihm kommen.
Der Diener ging erneut los. Er lud die Menschen ein, die er auf der Straße stehen sah. Ein Teil von ihnen sagte auch: »Ich habe keine Zeit.« Aber viele folgten der Einladung gern. Das war die erste Einladung für sie seit langer Zeit.
Am Tisch des Königs fühlten sie sich sehr wohl. Sie genossen das leckere Essen und die Gemeinschaft mit anderen.
Auch ein Mann, der bei Martin auf den Feldern arbeitete, war auf dem Fest beim König. Am nächsten Tag erzählte er den anderen auf dem Feld ganz begeistert davon: Wie lecker das Essen war und wie gut es tat, mit anderen zusammen am Tisch zu sitzen. »Ich bin noch nie so freundlich behandelt worden wie von diesem König«, sagte er. »In einigen Wochen findet wieder so ein Fest statt. Das soll ich euch weitersagen. Ihr seid herzlich eingeladen.«
Das hörte auch Martin. Er wurde nachdenklich. »Eigentlich war es nicht gut, der Einladung nicht zu folgen«, dachte er. Nachdem er von dem nächsten Termin erfahren hatte, ging er zu dem Fest, obwohl er nicht persönlich eingeladen war. »Grüß dich Martin, schön, dass du da bist«, sagte der König. »Sag mal, warum bist du denn zum letzten Fest nicht gekommen?« Da antwortete Martin: »Es tut mir leid. Aber erst jetzt habe ich verstanden, was wichtig ist.« Da schloss ihn der König in die Arme.
Figurenset zur Erzählschiene
Passend zum heutigen Sonntag können Sie die Geschichte auch mit den 10 stabilen Bildkarten erzählen. Sie sind vorne und hinten bedruckt und in Kombination mit den 3 Erzählschienen (die es im Set gibt und unterschiedlich groß sind) wunderbar einzusetzen.
Die Bildkarten sind zusammen mit einem kompletten Erzählvorschlag im praktischen ZIP-Beutel verstaut.
1,95 € (ab 10 Ex. je 1,70 €); Best.-Nr.: 1722
Petra Lefin, aus Kamishibai-Bildkarten-Set »Ester hilft ihrem Volk«, © 2020 Don Bosco Medien GmbH, München
Woher Ester ihren Mut und ihre Glaubenskraft bekommt, erzählt die Geschichte nicht. In der ganzen Ester-Erzählung ist nur ein einziges Mal von Gott die Rede. Wir können jedoch davon ausgehen, dass sie als Jüdin aus den Geschichten von Gott*Ewige lebt.
Dieses Fürbittengebet bezieht sich auf die grundlegende Segenszusage von Gott*Ewige:
»Wir sind gesegnet und unser Handeln kann Segen für andere sein.« Dieses Versprechen wird als Kehrvers gesprochen.
Außerdem braucht es Ratschen, Rasseln, Kochtöpfe, … mit denen Kinder bei »Alle machen Lärm« gemeinsam Lärm machen.
Gott*Ewige, wir brauchen Mut.
Es kann so nicht weitergehen.
Zu viele Bäume sterben.
Viele Menschen haben Angst und Sorgen.
Kinder werden gar nicht ernst genommen.
(Aufzählung evtl. durch Aktuelles ersetzen)
Wir Kinder wollen gehört werden.
Von dir. Und von den Menschen,
die Entscheidungen treffen.
In der Kita, in der Schule, in der Politik und in der Kirchengemeinde.
Alle machen Lärm.
Wir bitten dich um Segen und gesegnetes Handeln.
Für die Natur, die Bäume und die Tiere.
Gott verspricht: »Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.«
Für den Frieden und alle, die vor einem Krieg fliehen müssen.
Gott verspricht: »Ich will dich segnen …«
Für Mitbestimmung von uns Kindern in den Kitas und in der Schule.
Gott verspricht: »Ich will dich segnen …«
Für … (hier Gebetsbitten der Kinder aufnehmen)
Gott verspricht: »Ich will dich segnen …«
Wir Kinder wollen gehört werden.
Von dir, Gott*Ewige. Und von den Menschen, die Entscheidungen treffen.
Alle machen Lärm. Amen.
Mit Sara und mit Abraham

Diese Reihe lebt ganz von der Spannung der Ester-Geschichte. Deshalb ist es wichtig, sie gut vorzubereiten. Alle drei Geschichten gehören zusammen und sind aus: Superfood Bibelgeschichten. Geschichtenzeit zu Hause, im Kindergottesdienst, in der Kita, Natalie Ende, Lisa Neuhaus (Hrsg.), Zentrum Verkündigung der EKHN, Frankfurt am Main 2020
Natalie Ende
Hier geht es zur Einheit des 12. Februar 2023.
Hier geht es zur Einheit des 19. Februar 2023.
Hier geht es zur Einheit des 26. Februar 2023.
Ein Rezept der Autorin für Dattelkekse können Sie hier kostenfrei herunterladen.
Hier geht es weiter zur Reihe „Von der Macht des Bösen“.
Zur Planung des KindergottesdienstesEine Vorlage im Word-Format, zum Anpassen an die Gegebenheiten vor Ort, können Sie hier kostenfrei herunterladen. Oder Sie laden die Datei anbei für Ihren Monatsgottesdienst Januar 2023 hier herunter.
Tipp: Die Anregungen eignen sich auch für einen »normalen« Kindergottesdienst.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Kreative Umsetzung der GeschichteAus den nachfolgenden Elementen können Sie auswählen, was für Sie in Frage kommt:
Der Abend kann mit einem gemeinsamen Abend-Imbiss beginnen. Die Mitarbeitenden haben einen Tisch schön gedeckt. Auf dem Tisch stehen viele Kerzen oder Teelichte. Der Raum ist ansonsten dunkel.
Es gibt Gemüsesticks, Oliven, Stangenweißbrot, Brotaufstriche, Salat … (je nachdem, wie viel Mühe sich das Team machen möchte).
Die Kinder machen sich mit den Mitarbeitenden auf eine kleine Nachtwanderung. Die Strecke ist mit Leucht-(Klebe-)Band (Baumarkt) markiert und die Kinder müssen den Weg selbst finden.
Alternativ kann zur Streckenmarkierung auch Reflektor-Band (Baumarkt) verwenden. Dann finden die Kinder den Weg, indem sie mit Taschenlampen herumleuchten und sich an den Reflektionen orientieren.
Jedewede Art von Bändern müssen hinterher wieder eingesammelt und sachgemäß entsorgt werden!
Zusammen mit einer Person (aus der Gemeinde), die mit Kirchenführungen (in dieser Kirche) vertraut ist, gehen die Kinder in die dunkle Kirche und entdecken mit Taschenlampen den Kirchenraum ganz neu.
Die Geschichte wird im Rahmen eines kurzen Kindergottesdienstes an Stationen erzählt. Dabei werden die Stationen den örtlichen Gegebenheiten im Kirchenraum angepasst.
Erzählt wird aus der Perspektive von Josef, dem alten Simeon und Maria. Das kann jeweils mit einer einfachen Verkleidung (z. B. Tuch oder Hut) verdeutlicht werden.
An jeder Station wird eine Kerze angezündet und mitgenommen (Kinderkirch- oder Altarkerze).
Als Gute-Nacht-Geschichte wird eine Geschichte von Licht und Hoffnung vorgelesen.
Z. B. »Licht kann man verschenken« (von Maria Rößler, zu finden unter: rpi-loccum.de > material).
Votum
Wir sind zusammengekommen.
Wir zünden ein Licht an
… im Namen Gottes, des Vaters,
er hat das Licht gemacht.
… im Namen Jesu,
er hat Gottes Licht zu uns gebracht.
… im Namen des Heiligen Geistes,
er lässt das Licht unter uns leuchten.
Er schenkt uns Freude und eine große Hoffnung.
Amen.
(Dabei wird von einem Kind die Kindergottesdienst-Kerze angezündet.)
Lied
Ein Licht geht uns auf (KuS 140/LJ 344/KG 25/KKH 11/LH 61/MKL 123)
Gebet (nach Psalm 27; KuS 652)
Mit gesungenem Kehrvers »Gott ist mein Licht und mein Schutz« (s. unten; beim letzten Kehrvers dann im Kanon singen und gemeinsam mit der Kerze in die Kirche einziehen.)

Erzählung, Teil 1: Josef erzählt
Endlich sind wir auf dem Heimweg. Ich muss ja dringend wieder zurück nach Nazareth. Meine Arbeit wartet da auf mich, meine Werkstatt. Das Haus unseres Nachbarn muss endlich ein Dach bekommen.
Als Maria und ich aufgebrochen sind von Nazareth, wollten wir nur schnell die paar Tage nach Bethlehem reisen, uns in die Steuerlisten eintragen und dann wieder zurück nach Hause. Aber dann ist in Bethlehem unser Jesus geboren. Wir wussten nicht, dass er schon so schnell zur Welt kommen würde. Und dann musste sich Maria ausruhen. 40 Tage. So ist es vorgeschrieben im Gesetz von Mose. So lange sind wir in Bethlehem geblieben. Diese Zeit ist jetzt um und wir sind auf dem Heimweg.
Nein, eigentlich machen wir zuerst noch eine Pilgerreise. Jesus ist unser erstes Kind. Und die ersten Söhne gehören Gott. Das steht auch im Gesetz von Mose. Deshalb pilgern wir zuerst noch nach Jerusalem. Im Tempel werden wir dort das vorgeschriebene Opfer für unseren Erstgeborenen bringen: Zwei Tauben. Und wir werden ein kleines Fest feiern und Gott danken für unseren Jesus.
Aber dann, dann gehen wir endlich zurück nach Nazareth. Da werden sich sicher alle Freunde und Verwandten über unseren Jesus freuen.
Lied
Mache dich auf und werde licht (KuS 27/LJ 451/KG 24/KKL 111/MKL 128)
(Zweite Kerze anzünden und mit beiden Kerzen zur nächsten Station gehen.)
Erzählung, Teil 2: Simeon erzählt
Heute muss etwas geschehen. Da bin ich mir sicher. Ich spüre, dass Gottes Geist mich gepackt hat. Heute muss ich im Tempel sein.
Etwas hat mich hierhergezogen. Ich weiß nicht was, aber etwas wird hier passieren.
Hier auf dieser Steinbank kann ich warten und das Treiben vor dem Tempel beobachten.
Lange stehen kann ich nicht mehr – in meinem Alter. Auf dem Weg aus der Stadt und die Treppen zum Tempel hoch brauche ich
meinen Stock. Und ich komme oft zum Tempel. Ich feiere die Gottesdienste mit. Und ich warte. Ich warte seit vielen Jahren.
Als ich noch jung war, hat mich ein Wort von Gott erreicht. Seither weiß ich: Ich werde es noch erleben, dass der Messias kommt, der versprochene Retter. Mit meinen eigenen Augen werde ich ihn sehen. Nur … woran werde ich ihn erkennen? Wird er ein großer und kräftiger Mann sein? Wird er ein stattlicher Kämpfer sein? Oder eher ein kluger Kopf? Einer, der gut reden kann? Denn wer Friede und Gerechtigkeit ins Land bringen will, der muss nicht nur stark sein, der braucht auch Verstand und ein Gespür für die Menschen …
Heute ist nicht so viel los hier oben auf dem Tempelberg. Nur ein paar Menschen und kleine Grüppchen laufen über den großen Vorplatz. Da kommt gerade eine kleine Familie. Sieht aus wie Vater, Mutter, Kind. Eine ganz junge Frau. Sie ist außer Atem von den vielen Treppenstufen. Der Mann nimmt ihr das kleine Kind ab, damit sie verschnaufen kann. Ein Säugling. Er ist warm in ein Tuch gewickelt. Warum muss ich da hinschauen? Was ist mit diesem Kind?
Ich muss da hin. Schnell, bevor sie im Tempel verschwinden. Bestimmt wollen sie ihr Opfer bringen. »Moment!« Sie schauen mich groß an. »Das Kind …« Ich nehme es dem Vater aus den Armen. Ich halte es fest, ich halte es ein Stück weg von mir und schaue es an. Es hat die Augen offen und schaut mich an. Ja, er ist es!
»Was tust du da?«, fragt die Frau erschrocken. »Oh, habt keine Angst, ich habe euch gesehen, ich habe euer Kind gesehen. Ich musste es einfach auf den Arm nehmen.« – »Er heißt Jesus«, sagt der Mann. »Herr, Gott, jetzt kann ich in Frieden sterben. Meine Augen haben den Retter gesehen. Heil für alle Völker. Ein Licht, das auch die erleuchtet, die dich nicht kennen!«
Jetzt schauen die Eltern noch verwirrter. Ich muss es ihnen erklären: »Mein Name ist
Simeon. Wisst ihr, ich habe euer Kind erkannt. Er ist es. Er ist der Messias. Er wird viele aus dem Volk Israel aufrichten. Viele werden sich aber an ihm stören. Und ich muss dir sagen, junge Frau, auch du wirst einen Stich in die Seele bekommen.«
Das alles sprudelt aus mir heraus. Ich kann nicht anders. Der Mann schüttelt den Kopf. Die Frau schaut mich ängstlich an. »Da, nehmt euer Kind wieder. Friede sei mit euch.«
Lied
Mache dich auf und werde licht (s. o.)
(Dritte Kerze anzünden und mit den drei Kerzen zur nächsten Station gehen.)
Erzählung, Teil 3: Maria erzählt:
Ich bin ganz durcheinander. Was hat dieser alte Mann gesagt? Unser Jesus? Er soll was sein? Eine Hoffnung für alle Völker? Aber er ist doch noch so klein. Er kann noch überhaupt nichts sein. Und wieso bekomme ich einen Stich in die Seele? Ich verstehe nicht.
Und jetzt kommt da auch noch diese alte Frau. Was will die denn jetzt von uns? Ich glaube, die ist noch älter. Sie trägt Witwenkleider. Ihr Mann ist wohl schon gestorben. Sind die hier im Tempel alle ein bisschen verrückt? Oder hat das etwas mit Gott zu tun?
Nein, diesmal gebe ich meinen Jesus nicht aus den Armen. Die alte Frau sieht so klapprig aus. Die lässt ihn ja noch fallen.
»Ja, Frau, das ist unser Kind. Er heißt Jesus.«
Was sagt sie? Er bringt uns die Freiheit? Sie strahlt so. Ihr faltiges Gesicht strahlt vor Freude. So etwas habe ich noch nie gesehen.
Und jetzt geht sie einfach weiter. Wenigstens hat sie noch ihren Namen gesagt: Hanna. Ich weiß auch nicht, was uns da heute geschieht.
Jetzt müssen wir zum Priester und unser
Opfer bringen. Und dann müssen wir nach Hause, nach Nazareth. Ein mühsamer Weg. Aber ich freue mich darauf, allen dort
unseren Jesus zu zeigen. Ob ich erzählen soll, was uns heute hier passiert ist? Von den beiden alten Leuten? Beide freuen sich so unglaublich über unseren Jesus. Und beide erzählen etwas von Hoffnung und Erlösung und Licht …
Mache dich auf und werde licht (s. o.)
(Vierte Kerze anzünden und mit den vier Kerzen vor bzw. um den Altar stehen.)
Mit gesungenem Kehrvers »Meine Hoffnung und meine Freude« (EG RT/KuS 230)
Jesus Christus,
du bringst Licht in die Welt.
Darum bitten wir um Hoffnung:
Hoffnung, dass wir nicht alleine sind,
Hoffnung für deine ganze Welt.
Meine Hoffnung und meine Freude …
Jesus Christus,
du bringst Licht in die Welt.
Darum bitten wir dich um Liebe.
Dass wir für andere da sind.
Dass wir helfen, wo es nötig ist.
Meine Hoffnung und meine Freude …
Jesus Christus,
du bringst Licht in die Welt.
Darum bitten wir um Vertrauen,
dass Gott jeden Tag dieses Jahres mit uns geht,
dass er auf uns hört und auf uns sieht,
was immer auf uns zukommt.
Meine Hoffnung und meine Freude …
Tragt in die Welt nun ein Licht (EG RT/KuS 70/LJ 327/MKL 132/KKL 138)
Mit dreifach Funktion
Steh-, Lese- und Taschenlampe mit verschiedenen Leuchtmodi und schwenkbarem Metallbügel zum Tragen und Aufhängen.
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Hier geht es zur Einheit Große Hoffnungen erfüllen sich.
Hier geht es weiter zur kostenfreien Word-Format-Vorlage zum Gottesdienst Januar 2023.
Zugänge für den VorbereitungskreisÜberall in der Welt leben Menschen, die auf ihre Weise und mit ihrer Religion an Gott glauben. Viele, sehr viele werden dafür verfolgt.
Was gebe ich von meinem Glauben preis und was behalte ich lieber für mich? Vielleicht aus Scham oder Sorge, dafür belächelt zu werden.
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeDu verstehst mich

Text und Musik: Ursula Starke
Siehe »Liturgische Elemente«
Von welchen Gefühlen könnte noch gesungen werden? Ein paar Beispiele:
Kannst du es verstehn, wenn ich traurig bin? Dann weine ich, das muss jetzt einfach sein. Dann weine ich, lass mich nur nicht allein!
Kannst du es verstehn, wenn ich glücklich bin?
Dann lache ich, das muss jetzt einfach sein. Dann lache ich, lass mich nur nicht allein!
Kannst du es verstehn, wenn ich einsam bin? Dann leide ich, das muss jetzt einfach sein. Dann leide ich, lass mich nur nicht allein!
Kreative Umsetzung der GeschichteAlle haben Angst vor Haman und seinem bösen Plan. Bei Angst hilft es manchmal, Krach zu machen.
Material: Krone vom letzten Sonntag; Sachen zum Lärm machen (Ratschen, Rasseln, Trommeln, Kochtöpfe und Kochlöffel …)
Lest die Geschichte ein zweites Mal und gestaltet sie mit:
Immer wenn der Name Haman vorkommt, machen alle mit ihren Lärmsachen großen Lärm.
In dieser Zeit wird die Erzählung unterbrochen.
Wenn der Name Ester oder Königin vorkommt, setzen alle eine Krone auf.
Wenn der Name Mordechai genannt wird, klatschen alle Beifall.
An dieser Stelle möchten wir Sie gerne auf eine ganze Sammlung Instrumente hinweisen, die diesen Sonntag – und nicht nur diesen – für Kinder spaßvoll bereichern.
Beachten Sie hierzu bitte die Infos weiter unten.
Wer viel Zeit und handwerkliches Geschick hat, kann mit den Kindern Ratschen bauen. Anleitungen hierfür finden sich viele im Internet.
Vor dem Beginn der Erzählung macht es Sinn, die Ereignisse des vergangenen Sonntags (gemeinsam) zu erinnern.
Beim Purim-Fest, am Sonntag zum 19. Februar (s. oben), können die 20 Instrumente der Rhythmus-Instrumenten-Kiste (links unten) passgenau und mit viel Freude und Ausgelassenheit Anwendung finden.
Bei der Arbeit mit Kindern, in der Gemeinde und in Gruppen ergeben sich darüber hinaus weitere Einsatzmöglichkeiten.
€ 119,00; Best.-Nr. 9028
Ergänzungs-Set Rhythmus-Instrumente
Wer weniger Instrumente benötigt, bringt mit den fünf Instrumenten oben ebenfalls jede Menge »Haman-verjagen-Krach« in die »Hütte«.
€ 29,00; Best.-Nr. 9029

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