Uli Gutekunst (uli-gutekunst.de)
Die Verurteilung, Verspottung und Kreuzigung Jesu ist auch für Jugendliche und Erwachsene ein schweres Thema. Darum ist es hilfreich, sich im Vorbereitungskreis zu erinnern und bewusst zu machen, wie diese Geschichte als Kind auf sie gewirkt hat:

So kann man besser verstehen, wie diese Geschichte auf Kinder wirken kann.
Zum Text / Zum ThemaHierzu eine Info: Die vorangegangene Interpretation versteht Pilatus als politisch handelnden Statthalter und Ba-
rabbas als gewaltbereiten Aufständischen – das ist eine von mehreren denkbaren Sichtweisen. Viele Forschende betonen darüber hinaus, dass die Barabbas-Szene möglicherweise nicht historisch, sond-
ern eine literarische Gestaltung der Evangelien ist, die Pilatus teils bewusst entlastet.
Historisch jedoch gilt Pilatus als gewalttätiger und harter römischer Machthaber. Ebenso wichtig ist: Die Erzählung darf nicht dazu genutzt werden, »den Juden« die Schuld am Tod Jesu zu geben. Verantwortlich dafür war die römische Gewaltmacht, und die Texte dürfen nicht antisemitisch gelesen
werden. (Markus Grapke)
Die Kinder und der Text / das Thema
II. Gestaltungshinweise Korn, das in die Erde (EG 98, KuS 94, KKL 91);
Als Jesus gestorben war
(KuS 100, KKL 99, MKL1 113);
Es geht ein Weinen um die Welt
(KuS 102, KG 55);
Verraten, verspottet (KuS 108, Wwdl 203)
Psalm 22 (KuS 649) oder Gebet nach Psalm 27 (KuS 652)
Kreative Umsetzung der GeschichteDa die Geschichte sehr anspruchsvoll ist und die Kinder auch emotional sehr fordert, bietet sich ein Gespräch im Anschluss an.
Einleitende Sätze können sein:
»Ich frage mich, …
Jeweils im Anschluss an jede Aussage kann ein Gespräch entstehen.
Eine Glasschale wird mit Blumenerde gefüllt und Kresse eingesät. Auf Samen und Erde wird ein Kreuz gelegt werden (z. B. ein Holzkreuz, das die Kinder bemalt haben. Oder aus zwei Pfeifenputzern, die zu einem Kreuz verdreht wurden und auf die an allen vier Seiten Perlen aufgefädelt sind; die Enden müssen hier umgebogen werden, damit die Perlen halten). Dieses Kreuz auf der Erde stellt die Situation an Karfreitag dar. Doch das ist nicht das Ende! Das Leben wächst, Ostern wird kommen.
Ein DIN-A4-Blatt wird zweimal gefaltet (Längs- und Breitseite). An der Ecke, die die Mitte des Blattes ist, wird ein kleines Guckloch hineingeschnitten. Damit machen sich die Kinder nun auf die Suche nach Kreuzen. Durch die verkleinerte Aussicht wird das, was sichtbar ist, viel bewusster wahrgenommen. So sieht man plötzlich Kreuze, die sonst nicht gesehen werden (z. B. an Fenstern, Regalen). Dieses Wahrnehmungsspiel ist auch für draußen geeignet.
Nach einer gewissen Zeit erzählen sich die Kinder gegenseitig, welche Kreuze sie entdeckt haben.

Heft 2-2026 – Das Mitmachheft in der Kirche mit Kindern

Mit Checker Mario die Passion erleben
12 Seiten; 2,40 € (ab 10 Ex. je € 2,20; ab 40 Ex. je € 2,00); Best.-Nr. 101-03-26

Mit Checker Mario und seiner Zeitmaschine gelingt es uns, nach Jerusalem zu kommen. Dort erleben wir nicht nur konzentriert die Ereignisse dieser Woche, sondern werden durch Aktionen, Rätsel und Nachdenken persönlich mit hineingenommen.
Die Bastelarbeit fasst dann alle Geschichten der Passion und die Hoffnung machende Geschichte von Ostern in einem Osterkranz zusammen, der von den Kindern direkt aus dem Heft gebastelt werden kann.
&
Erzählung für Ältere & für JüngereHinweise: Für die Jüngeren kann die Geschichte gekürzt und die Szene der Verspottung weggelassen werden.
Die Szenen, die von Gewalt erzählen, sind bewusst unspektakulär dargestellt. Jesus und die beiden Verbrecher sollen nicht auf das Kreuz gelegt, sondern vor das Kreuz gestellt werden. Erst als Jesus gestorben ist, wird er auf das Kreuz gelegt.
Material: 15 Holzkegelfiguren für Pilatus, Jesus, Barabbas, 2 Hohepriester, 2 Soldaten, 2 Verbrecher, 3 Jünger, 3 Jüngerinnen. Diese 15 sollen mit kleinen Papier- oder Stoffstücken so gestaltet werden, dass die Kinder sie auseinanderhalten können (z. B. ein kleines Stück Stoff um die Figur wickeln und am Hals mit einem Haushaltsgummi festmachen); 10 weitere Holzkegelfiguren (neutral) für die Menschenmenge; schwarzes Tuch, Karton o. ä. (der an einer Seite unter das Tuch kommt = Berg Golgatha); 2 kurze Schnüre, 3 Kreuze, kleines Schwert, 2 Kleidungsstücke, Herz, Sonne und Wolke – jeweils aus Papier, Schild »König der Juden«,
Auch heute spielt unsere Geschichte auf einer schwarzen Unterlage (Stoff langsam ausbreiten, Karton unter den Stoff legen). Aber es ist nicht dunkel und es ist auch nicht Nacht.
An die Kinder gerichtet: Was denkt ihr? Warum ist die Unterlage dann trotzdem schwarz? (Kinder äußern sich)
Manchmal gibt es sehr traurige Geschichten. Und heute ist unsere Geschichte sehr traurig.
Jesus wurde gefangen genommen (um Jesusfigur eine Schnur binden, neben Tuch stellen). Und nun bringen die Hohepriester ihn zu Pilatus (2 Hohepriester und Pilatus auf Tuch stellen). Pilatus hat große Macht in Judäa. Er darf über Tod und Leben der Gefangenen entscheiden (Jesus davorstellen).
Es gibt außer Jesus noch einen anderen Gefangenen. Er heißt Barabbas (Barabbas neben Jesus). Barabbas hat gegen die Römer gekämpft (Schwert zu Barabbas legen). Er will, dass die Römer aus Israel verschwinden. Deshalb wurde er gefangen genommen.
Jedes Jahr zum Passafest lässt Pilatus einen Gefangenen frei. Pilatus will auf keinen Fall Barabbas freilassen. Er denkt: »Barabbas ist viel gefährlicher als Jesus. Der kämpft gegen uns Römer.« Viele Menschen sind gekommen (10 neutrale Holzfiguren aufstellen). Sie wollen sehen, wer heute von Pilatus begnadigt wird. Die Menschen aber wollen, dass Barabbas freikommt und Jesus gekreuzigt wird.
Doch Pilatus hatte Jesus zuvor verhört. Jetzt sagt er: »Jesus hat nichts getan, was den Tod verdient. Jesus soll nur ausgepeitscht und dann freigelassen werden.« Aber die Menschen rufen: »Nein, wir wollen, dass Barabbas freikommt!« Pilatus gefällt das gar nicht. Er versucht, die Menge umzustimmen und fragt: »Was hat dieser Jesus denn verbrochen?« Doch die Menge ruft immer lauter: »Ans Kreuz mit Jesus!« (Einige Figuren der Menge hochheben und rufen: »Ans Kreuz mit Jesus!«)
Schließlich gibt Pilatus nach. Er lässt Barabbas frei (die Schnur um Barabbas entfernen). Und übergibt Jesus den Soldaten (zwei Soldaten aufstellen, Jesus dazustellen). Sie bringen Jesus nach Golgatha (alle drei gehen langsam auf den Berg).
Nun sind sie oben auf dem Berg Golgatha angekommen. Mit Jesus werden noch zwei Verbrecher gekreuzigt. Einer auf seiner rechten Seite und einer auf seiner linken Seite (rechts und links von Jesus eine Holzfigur stellen). Kreuzigen war eine schreckliche römische Strafe für Räuber und Aufrührer (3 Kreuze aus Holz oder Papier hinter die Figuren legen, Figuren stehen lassen).
Und dann sagt Jesus ganz besondere Worte. Obwohl ihm so viel Unrecht getan wird, sagt er: »Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.« Manche fragen sich, ob sie richtig gehört haben. »Kann es sein, dass Jesus für seine Feinde bittet?«
Aber andere verspotten ihn. Die Soldaten verteilen seine Kleider und losen, wer sie kriegen soll (Kleider zu Soldaten legen). Die Männer des Hohen Rates rufen Jesus zu (Hohepriester zu Jesus stellen): »Du hast vielen geholfen. Jetzt hilf dir doch selbst. Wenn du der versprochene Retter von Gott bist, dann wirst du das ja wohl können.«
Dann verspotteten ihn wieder die Soldaten. Sie geben ihm Essig. Und dann rufen sie ihm zu: »Wenn du der König der Juden bist, dann rette dich doch selbst!« Und dabei lachen sie schallend. »Ich hab eine Idee«, sagt einer der Soldaten. »Wir schreiben auf ein Schild: König der Juden. Und dann nageln wir es über seinem Kopf an.« Genauso machen sie es dann und dabei können sie sich kaum halten vor Lachen (Schild mit Aufschrift auf Kreuz legen).
Und sogar einer der Verbrecher, der neben ihm am Kreuz ist, fängt an, Jesus zu verspotten (eine Figur zu Jesus drehen): »Bist du nicht der Christus? Dann hilf dir und uns gefälligst! Mach, dass wir hier wegkommen und weiterleben können.«
Doch dann mischt sich der ein, der auf der anderen Seite ist (andere Figur zu Jesus drehen). »Was sagst du da? Hast du gar keine Achtung vor Gott?«, weist er den anderen zurecht. »Wir haben etwas getan, wofür wir hier bestraft werden.«
Aber Jesus hat nichts Unrechtes getan. Er ist hier ohne Schuld. Er schaut Jesus an und er spürt sogar in dieser Situation seine Liebe und seine Kraft (Papierherz zwischen Jesusfigur und Verbrecherfigur legen). Darum traut er sich, Jesus um etwas zu bitten: »Jesus, denke an mich, wenn du zu Gott kommst.« Und Jesus antwortet ihm: »Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.« Und er ist sich plötzlich ganz sicher: Das hier ist nicht das Ende. Der Tod ist nicht das Ende. Jesus wird ihn mitnehmen, dorthin, wo das Leben ganz heil ist und wo die Liebe Gottes wohnt. Trotz allem, was in seinem Leben nicht gut war, wird er bei Gott sein.
Gegen Mittag verdunkelt sich plötzlich der Himmel. Die Sonne (Sonne hinlegen und eine Wolke darüberlegen) ist wie verfinstert und das ganze Land ist dunkel. Und Jesus schreit ganz laut: »Vater, in deine Hände gebe ich mein Leben.« Das sind seine letzten Worte, dann stirbt Jesus (Jesus hinlegen, kurze Zeit der Stille). Gleichzeitig reißt im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten mitten durch. Nun spottet niemand mehr. Sogar der römische Hauptmann erkennt, dass Jesus ein ganz besonderer Mensch war. Aber auch alle, die einfach nur schaulistig waren und sich einen Spaß daraus machen wollten, werden plötzlich ganz leise. Sie gehen betroffen in die Stadt zurück. Unterwegs sind sie still und nachdenklich (alle Figuren wieder auf den unteren Teil des Tuches bewegen).
Immer mehr Menschen gehen weg, und es wird immer leerer auf Golgatha. Aber dort, etwas entfernt, stehen noch welche ganz dicht beieinander (am Rand auf dem Berg drei Figuren aufstellen). Sie reden leise und sehen sehr traurig aus. Wir schauen genau hin um zu sehen, wer das ist. Es sind die Freunde, die Jesus gut kannten und mit ihm unterwegs waren. Auch die Frauen, die immer an seiner Seite waren, sind dabei (drei Frauen aufstellen). Sie können nicht fassen, was gerade passiert ist. Wie kann das sein? Jesus hat ihnen so viel Hoffnung und Mut gegeben. Er hat so vielen Menschen geholfen. Und nun haben sie völlig machtlos miterlebt, wie Jesus getötet wurde. Sie sind unendlich traurig. Und jetzt? Sie wollen gar nicht weggehen. Auch wenn Jesus tot ist, wollen sie wenigstens in seiner Nähe bleiben. Sie können sich überhaupt nicht vorstellen, wie es jetzt weitergehen soll.
Zugänge für den VorbereitungskreisMaterial: dicke Filzer, großer Bogen Papier, auf dem steht: »Wenn ich über Ostern nachdenke, dann suche ich …«
Schreibend und schweigend kann der Satz ergänzt, Ideen dazu notiert werden. Alles, was geschrieben wurde, kann ergänzt, befragt, kommentiert oder verbunden werden. Anschließend kann über das Geschriebene ein Austausch stattfinden.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeLieber Gott!
Manchmal sind wir unterwegs und denken, dass wir schon genau wissen, was uns am Ziel erwartet.
Z. B. wenn wir zu Oma und Opa fahren.
Oder wir in die Schule oder in die Kita gehen.
Manchmal sind wir morgens auch einfach traurig oder ärgerlich. Und wir denken: »Der ganze Tag wird so weitergehen.«
Und dann passiert etwas ganz anderes.
Etwas Überraschendes. Etwas, womit wir nicht gerechnet haben. Etwas, wonach wir gar nicht gesucht haben. Etwas, das uns tröstet, worüber wir uns freuen. Etwas, das alles zum Guten verändert.
Gott, schenke uns immer wieder solche freudigen Überraschungen.
Gott verändere immer wieder deine Welt zum Guten. Amen.
Lieber Gott!
Vielen Dank, dass Jesus lebendig ist!
Es war so traurig, als er gestorben war.
Du hast ihm das Leben neu geschenkt.
Auch wenn er nicht mehr hier auf der Erde ist, ist er lebendig bei dir.
Leben ist etwas Wunderbares, Gott.
Wie schön, dass du das Leben geschaffen hast.
Vielen Dank für unser Leben.
Vielen Dank für das Leben von allen,
die wir liebhaben und gerne mögen.
Vielen Dank, dass auch die Gestorbenen bei dir weiterleben können.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteMaterial: Holz-Ostereier (Höhe 6 cm, Kindergartenbedarf), diverse Farben
Zur Geschichte kann ein Ei gestaltet werden.
Für Ältere: Siehe unter »Erzählung für
Ältere«)
Erzählung für JüngereEine Erzählung im Sand
Material: Sanderzählsack oder stabiles Tuch mit Quarz- oder unbehandeltem Fugensand; 10 Figurenkegel (3 Kegel = Frauen mit unterschiedlich farbigen Stoffumhängen; 2 Kegel = Gestalten mit weißen Umhängen, 5 Kegel = Jünger); Plastikschüssel als Grabhöhle; Korb für das Erzählmaterial;
alle Erzählanweisungen sind aus der Sicht der Erzählperson.
Das ist Maria von Magdala.
(Eine Frau links vor sich in den Sand stellen.)
Das ist Maria, die Mutter von Jakobus. (Weitere Frau dazustellen)
Und das ist Johanna.
(Dritte Frau dazustellen)
Sie sind Freundinnen von Jesus. Sie sind mit ihm und seinen anderen Freunden durchs Land gezogen. Sie haben gehört, wie Jesus von Gott erzählt. Sie haben erlebt, wie Jesus Menschen geheilt hat.
Und sie haben gesehen, wie er am Kreuz gestorben ist. An diesem furchtbaren Freitag. Sie haben so viel geweint und sind unendlich traurig. Noch am Freitagabend ist Jesus in aller Eile in eine Grabhöhle gebracht worden. Denn der Samstag, der Schabbat, der Tag zum Ausruhen, bricht bald an. Für ein ordentliches Begräbnis war keine Zeit mehr.
Doch die drei Frauen konnten rechtzeitig vor dem Schabbat noch wohlriechende Öle und Salben zubereiten.
Nun ist der Samstag, der Schabbat vorüber. Und am Sonntagmorgen hält die drei Frauen nichts mehr. Jetzt wollen sie nachholen, was für sie zu einem ordentlichen Begräbnis gehört. Sie wollen Jesus noch einmal etwas Gutes tun, nach all dem Leid am Kreuz. Deshalb stehen sie ganz früh auf. Es ist noch dunkel draußen. Auch in ihnen ist es dunkel. Denn sie sind so traurig. Sie machen sich auf den Weg zur Grabhöhle, wo Jesus liegt.
(Frauen nach und nach langsam, diagonal durch den Sand gehen lassen.)
Gerade als die Sonne aufgeht, erreichen sie die Grabhöhle. Das hier ist die Grabhöhle. (Schüssel vor den Frauen aufrecht in den Sand hineinschieben und dabei den unteren Schüsselteil mit Sand befüllen; zusätzlich von hinten die Schüssel mit einem Sandwall stabilisieren. Das Ganze so anordnen, dass die offene Grabseite zu den Kindern zeigt.)
Die Frauen blicken auf. Und da sehen sie: Der Stein, der das Grab verschlossen hat, ist weggerollt. Das Grab ist offen. Also gehen sie hinein.
(Frauen ins Grab stellen)
Doch Jesus ist nicht dort. Das Grab ist leer. Darüber werden die drei noch trauriger.
Da treten zwei Gestalten zu ihnen.
(Zwei Gestalten an den rechten Grabrand stellen)
Die Gestalten tragen glänzende, leuchtende Gewänder. Die Frauen werden von Ehrfurcht ergriffen. Sie spüren: Das hier ist etwas ganz Besonderes. Und das macht ihnen großen Eindruck. In ihren Herzen wissen sie: »Das hier sind Gesandte Gottes, die vor uns stehen.« Deshalb verneigen sie sich tief vor den beiden Gestalten.
(Frauen mit Kopf nach vorne vor die Gestalten hinlegen)
Die Gestalten fragen die Frauen: »Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Erinnert euch daran, was er euch erzählt hat, als ihr noch zusammen in Galiläa wart: Dass er am Kreuz sterben und nach drei Tagen auferstehen wird.«
Ja, jetzt erinnern sich die Frauen wieder.
(Gestalten wegnehmen)
Sie stehen auf.
(Frauen hinstellen)
Sie drehen sich um.
(Frauen umwenden)
Und laufen zurück zu den anderen Freundinnen und Freunden von Jesus.
(Frauen rasch zur Ausgangsposition zurücklaufenlassen)
Das sind die anderen Freunde und Freundinnen von Jesus.
(Die Jünger dazustellen)
Die Frauen erzählen ihnen genau, was sie am Grab erlebt haben. Doch die glauben ihnen nicht. Sie halten das für völligen Unsinn.
Das ist Petrus.
(Auf eine Jüngerfigur zeigen)
Er steht als einziger auf und geht zur Grabhöhle.
(Petrus zur Grabhöhle gehen lassen)
Er bückt sich und schaut hinein.
(Figur vorbeugen und hineinschauen lassen)
Doch er sieht nichts, außer Leinentücher, die daliegen. Darin war Jesus eingewickelt, als man ihn beerdigt hat.
Petrus geht wieder weg vom Grab.
(Petrus umdrehen und zurückgehen lassen)
Und er wundert sich über das, was geschehen ist.
Ein Gespräch kann sich anschließen zu folgenden Fragen:
Erzählung für ÄltereErzählung mit Zuckerkreide
Material: Zuckerkreide (Herstellung: an eckiger, farbiger und weißer Tafelkreide das Papier entfernen, die Kreidestücke halbieren und 60 Minuten in stark gezuckertes Wasser legen. Erst kurz vor dem Malen herausnehmen und auf Teller legen. Die Kreide zum Malen quer nehmen); je Kind einen schwarzen Bogen Tonkarton (den Bogen quer falten; zum Malen den Bogen quer vor sich legen, die offene Seite zeigt nach oben); Küchenpapier.
Vor der Erzählung bekommt jedes Kind einen gefalteten Bogen. Während der Erzählung malt es nach, was die Erzählperson malt oder gestaltet frei. In jedem Fall genügend Zeit zum Malen geben.
Die Figuren werden einfach dargestellt: Kopf und dreieckiger Körper.
Maria von Magdala (links blaue Figur malen), Maria, die Mutter von Jakobus (rote Figur dazumalen) und Johanna (grüne Figur dazumalen) sind Freundinnen von Jesus. Sie sind mit ihm und seinen anderen Freunden durchs Land gezogen. Sie haben gehört, wie Jesus von Gott erzählte. Sie haben erlebt, wie Jesus Menschen geheilt hat.
Und sie haben gesehen, wie er am Kreuz gestorben ist. An diesem furchtbaren Freitag.
Sie haben so viel geweint danach und sind unendlich traurig. Noch am Freitagabend ist Jesus in aller Eile in eine Grabhöhle gebracht worden. Denn der Samstag, der Schabbat, der Tag zum Ausruhen bricht an. Für ein ordentliches Begräbnis ist keine Zeit gewesen.
Doch die Frauen konnten noch rechtzeitig vor dem Schabbat wohlriechende Öle und Salben zubereiten.
Nun ist der Samstag, der Schabbat, vorüber. Und am Sonntagmorgen hält sie nichts mehr. Jetzt wollen die Frauen nachholen, was bei ihnen zu einem ordentlichen Begräbnis gehört. Sie wollen Jesus noch einmal etwas Gutes tun, nach all dem Leid am Kreuz. Ganz früh sind sie auf. Es ist noch dunkel draußen. Auch in ihnen ist es dunkel, weil sie so traurig sind.
Gerade als die Sonne aufgeht, erreichen sie das Grab. (rechts braune Höhle/Bogen malen) Sie blicken auf. Und da sehen sie: Der Stein, der das Grab verschlossen hat, ist weggerollt. Das Grab ist offen. Also gehen sie hinein. Doch Jesus ist nicht dort. Das Grab ist leer. Darüber werden die drei wieder traurig.
Da treten zwei Gestalten zu ihnen. Die tragen glänzende, leuchtende Gewänder. (Mit Weiß und Gelb zwei Gestalten in die Grabhöhle malen) Die Frauen werden von Ehrfurcht ergriffen. In ihren Herzen wissen sie, dass hier Gesandte Gottes vor ihnen stehen. Daher verneigen sie sich tief vor den beiden Gestalten.
Die beiden fragen die Frauen: »Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Erinnert euch daran, was er euch erzählt hat, als ihr noch zusammen in Galiläa wart: Dass er am Kreuz sterben und nach drei Tagen auferstehen wird.«
Ja, jetzt erinnern sich die Frauen wieder daran. Deshalb drehen sie sich um und laufen zu den anderen Freundinnen und Freunden von Jesus. (Bogen so auffalten, dass die hintere Hälfte nach vorne, unten kommt. Dann auf die untere Hälfte links die drei Frauen und braun einige weitere Figuren malen.)
Die Frauen erzählen ihnen genau, was sie am Grab erlebt haben. Aber die glauben ihnen nicht. Sie halten das für leeres Gerede und völligen Unsinn. Nur Petrus steht auf und geht zur Grabhöhle. (Rechts braune Grabhöhle malen) Petrus bückt sich und schaut durch die Öffnung hinein. (Links der Grabhöhle braune Figur malen) Doch er sieht nichts außer den Leinentüchern, in die man Jesus gewickelt hat. (Weißes »Tuch« auf den Boden der Grabhöhle malen) Die liegen nutzlos im Grab. Da geht Petrus wieder weg vom Grab. Und er wundert sich über das, was geschehen ist.
Ein Gespräch kann sich zu folgenden Fragen anschließen:
Zum Schluss können die Bilder mit Zuckerkreide weiter gestaltet werden.
Mein Mini-Wimmelbuch von Ostern
Minibüchlein
Die kindgerechte Erzählung der biblischen Ostergeschichte wird begleitet von Bräuchen, die es rund ums Osterfest gibt, doppelseitigen Wimmelbildern zum Suchen, Entdecken und gemeinsamen Raten (hier machen kleine Symbole am Bildrand einen Anfang) und einem Rätsel auf der Buchrückseite. Ein schönes und unterhaltsames Mitgebsel für alle Kinder in der Kirche mit Kindern.
€ 2,00 (ab 25 Ex. je € 1,95; ab 20 Ex. je € 1,90); Best.-Nr. 2182
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeMaterial: Gießkelch und kleine Becher
»Wir teilen jetzt miteinander Brot und Saft – wie in der Geschichte. Und erinnern uns an Jesus. Er hat versprochen: Immer, wenn wir so miteinander Brot und Kelch teilen und uns erinnern, ist er da, auch wenn wir ihn nicht sehen.«
Kreative Umsetzung der Geschichte… für die Hosentasche o. ä. gestalten
Material: Holzfigurenkegel in verschiedenen Größen, Filzstifte, Stoffstücke, Klebstoff
Vom Weizenkorn zum Osterei
Kinder erleben die Passions- und Osterzeit
Die Passions- und Osterzeit ist zentral für unseren christlichen Glauben. Doch es ist gar nicht so leicht, diese Themen für Kinder begreiflich zu machen.
Dazu gibt es diese Arbeitshilfe, die jede Menge praxiserprobtes Material enthält:
Für viele Gruppen geeignet wie Kita, Grundschule, Gemeinde.
€ 19,80; Best.-Nr. 2125
Erzählung für JüngereEine Erzählung im Sand
Material: Sanderzählsack oder stabiles Tuch mit Quarz- oder unbehandeltem Fugensand; 7 Figurenkegel (1 Kegel = Jesus mit Stoffumhang; 6 Kegel = Jünger); 2 Bauklötze (für Jerusalem/Emmaus), Holzkreuz, Puppenstubentisch oder aus Bauklötzen, ein Stück Brot, Korb für das Erzählmaterial;
alle Erzählanweisungen sind aus der Sicht der Erzählperson.
Hier ist Jerusalem.
(mittig vor sich einen Bauklotz in den Sand legen) Vor drei Tagen ist dort etwas sehr Trauriges geschehen. Auf einem Hügel außerhalb der Stadt (links von Jerusalem Sandhügel formen) ist Jesus gekreuzigt worden und gestorben. (Kreuz in den Hügel stecken) Für die Freunde und Freundinnen von Jesus ist die Welt zusammengebrochen. Sie sind so traurig. Sie wissen nicht, was sie jetzt machen sollen. So ohne Jesus.
Das hier ist einer der Freunde Jesu. Er heißt Kleopas. (Kleopas in der geöffneten Hand herumzeigen, dann vor Jerusalem hinstellen) Und das hier ist noch ein Freund. Seinen Namen kennen wir leider nicht. (Zweite Figur in der geöffneten Hand herumzeigen, zu Kleopas stellen) Die beiden beschließen, nicht mehr in Jerusalem zu bleiben. Jetzt, wo Jesus tot ist. Sie wollen wieder nach Hause gehen. Zurück in ihr Dorf. Nach Emmaus. Hier ist Emmaus. (Bauklotz diagonal von Jerusalem stellen) Und das ist der Weg, der von Jerusalem nach Emmaus führt. (Mit einigen aneinandergelegten Fingern im Sand einen Weg von Jerusalem nach Emmaus ziehen) Auf diesem Weg gehen Kleopas und sein Freund. (Beide Figuren abwechselnd langsam ein Stück auf dem Weg gehen lassen und weitererzählen. Beachte: Fasse die Figuren am Körper an!)
Die beiden reden miteinander. Sie sprechen über Jesus. Sie sprechen darüber, wie er gestorben ist. Sie erinnern sich daran, wie es war, als Jesus noch lebte. (Figuren anhalten) Manchmal weinen sie auch.
Plötzlich ist da noch einer. (Jesus in der geöffneten Hand herumzeigen, zu den beiden stellen) Er geht einfach neben ihnen her und hört ihnen zu. (Jetzt die drei Figuren abwechselnd auf dem Weg gehen lassen) Schließlich fragt der Fremde: »Wovon redet ihr zwei da? Was ist denn geschehen?« Da bleiben sie stehen. (Figuren nicht weiterbewegen) »Weißt du denn nicht, was in Jerusalem geschehen ist?« – »Was denn?«, fragt der Fremde. Da antwortet Kleopas: »Na, das mit Jesus! Wir dachten, er kommt von Gott kommt. Er hat uns so viel von Gott erzählt. Wie Gott sich die Welt wünscht: gerecht und voll Frieden. Und er hat Menschen geheilt und wieder froh gemacht. Es war wunderbar mit ihm. Jetzt lebt Jesus nicht mehr. Sie haben ihn getötet. Das ist jetzt drei Tage her.« Und Kleopas‘ Freund ergänzt: »Und heute Morgen haben uns drei unserer Freundinnen erschreckt. Sie sind zur Grabhöhle gegangen, in die Jesus gelegt worden war. Aber der Stein, der das Grab verschlossen hatte, war weggerollt. Und das Grab war leer. Und dann waren da zwei Engel. Die haben ihnen gesagt: ›Jesus lebt.‹ Aber das kann doch gar nicht sein!«
Das alles erzählen die beiden dem Fremden. Der fragt: »Und was sucht ihr jetzt hier, auf diesem Weg?« – »Wir wollen einfach nur nach Hause«, sagt Kleopas. »Wir wollen dorthin zurück, wo alles noch gut war.« Der Fremde hört ihnen lange zu. Er lässt sie erzählen: von ihren Erinnerungen und ihrem Kummer. Er lässt sie weinen. Und das tut ihnen gut.
Schließlich beginnt der Fremde, zu reden (Figuren anhalten). Er erzählt davon,
… wie Gott Jesus ausgesucht und in die Welt geschickt hat als Messias, als Retter.
… dass Jesus so gelebt hat, wie Gott es will.
… wie Jesus für die Menschen da war und er Kranken und Traurigen geholfen hat.
… wie Jesus sich um Einsame und Verachtete gekümmert hat.
… wie er sich für alle Menschen eingesetzt hat und deshalb mit den Mächtigen Streit bekommen hat.
… wie er die Menschen wieder mit Gott zusammengebracht hat.
… und wie er bereit war, für seine Überzeugung sogar zu sterben, weil er wusste: Gott ist bei ihm.
Und während der Fremde so redet und ihnen all das erklärt, da wird es Kleopas und seinem Freund warm ums Herz. Schließlich kommen die drei nach Emmaus. (Figuren bis nach Emmaus gehen lassen) Inzwischen ist es Abend geworden. Die drei bleiben vor Kleopas‘ Haus stehen. (Links neben Emmaus mit dem Finger ein Viereck in den Sand zeichnen)
Da sagen die beiden zu dem Fremden: »Bleib doch bei uns. Es ist ja schon Abend geworden.« Der Fremde nickt, und zusammen gehen sie ins Haus. (Die drei Figuren ins Hausviereck stellen: Jesus mittig, die beiden anderen jeweils etwas schräg vor ihm) Sie wollen gemeinsam zu Abend essen. (Tisch zwischen die Figuren stellen) Auf dem Tisch liegt ein Brot. (Brotstück auf den Tisch legen) Der Fremde nimmt das Brot. (Erzähler*in nimmt Brotstück in beide Hände und hält es über den Tisch.) Er dankt Gott dafür. Dann bricht er es auseinander. (Brotstück durchbrechen) Ein Stück reicht er Kleopas (Stück auf dem Tisch zu Kleopas legen), das andere dessen Freund. (Ein Stück zum Freund legen)
Und da erkennen sie den Fremden. Da verstehen sie, wer sie die ganze Zeit begleitet hat. Und da ist Jesus verschwunden. (Jesus von oben mit einer Hand verdecken und wegnehmen, zurück in den Korb legen) Doch das macht den Jüngern jetzt nichts mehr aus!
Im Gegenteil. Kleopas sagt: »Mir ist ganz warm ums Herz geworden, als er uns unterwegs alles erklärt hat.« – »Ja«, sagt der Freund, »und diese Wärme ist immer noch da, weil Jesus wirklich lebt. Jesus ist bei uns, auch wenn wir ihn nicht sehen.« – »Komm!«, ruft da Kleopas. »Wir müssen zurück nach Jerusalem und es den anderen erzählen.«
Und so laufen sie schnell zurück nach Jerusalem. (Beide Figuren abwechselnd schnell nach Jerusalem zurückgehen lassen)
Hier sind die anderen Freundinnen und Freunde von Jesus. (Figuren herumzeigen und zu Jerusalem stellen) Die sagen den Kleopas und seinem Freund: »Jesus lebt! Petrus hat ihn gesehen!« Da nicken Kleopas und sein Freund eifrig und sagen: »Wir auch! Er ist mit uns gegangen. Den ganzen Weg bis nach Emmaus. Aber erkannt haben wir ihn erst, als er das Brot auseinandergebrochen und uns gegeben hat.«
Die Emmausgeschichte
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

Auch mit den eindrücklich von Petra Lefin illustrierten Bildern (DIN-A3) wird die Geschichte nacherlebbar.
12 Bildkarten inkl. komplett ausgearbeitetem Textvorschlag
€ 18,00; Best.-Nr. 3407
Osterpanorama
Bastelbogen

Zu diesem Bastelbogenklassiker gibt es nicht viel zu sagen: Aus 5 Einzelszenen entsteht ein ca 60 cm breites Panorama in 3D-Optik, das die Passions- und Ostergeschichte erzählt und ausgemalt werden kann.
€ 2,60 (ab 10 Ex. je € 2,40);
Erzählung für Ältere
Erzählung mit Legebild
Material: 3 Holzkegelfiguren (eine davon mit Stoffumhang); geschwungener Weg aus Tonpappe; ein Stück Brot; Karteikarten
DIN A6; Stifte.
Alle Erzählanweisungen sind aus der Sicht der Erzählperson.
Zwei Menschen.
(Die zwei Figuren ohne Umhang links stellen)
An einem Ort, an dem sie nicht zu Hause sind. Sie haben etwas Trauriges erlebt.
Ich frage mich: Welche traurigen Erlebnisse können Menschen haben?
(Die Kinder können ihre Ideen auf Karten schreiben, die sie zu den beiden Figuren legen können. Wer mag, liest das Geschriebene dabei vor. Genügend Zeit geben.)
Ja, all das sind traurige Erlebnisse, die Menschen haben können. Diese beiden hier sind Freunde von Jesus. Und sie haben erlebt, dass Jesus in Jerusalem getötet wurde. Das ist ihr trauriges Erlebnis. Jetzt wollen sie nicht mehr in Jerusalem bleiben. (Papierweg diagonal zu den Figuren legen) Sie machen sich auf den Weg. Sie wollen wieder nach Hause zurück. In ihr Dorf, nach Emmaus. (Figuren ein Stück gehen lassen)
Ich frage mich: Warum wollen die beiden nach Hause? Was suchen sie dort?
(Wie oben)
Ich denke, sie wollen zurück, weil sie sich zu Hause geborgen fühlen. Vielleicht weil sie dort leichter vergessen können, was geschehen ist. Vielleicht weil sie sich wünschen, dass alles so sein soll wie vor dem traurigen Ereignis.
So gehen sie miteinander. (Figuren stets langsam weiterbewegen)
Plötzlich gesellt sich einer zu ihnen. (Jesusfigur dazustellen) Sie haben diesen Fremden gar nicht kommen sehen. Er ist einfach da. Und er fragt die beiden: »Was ist passiert?« Und die beiden erzählen. Die beiden können sich alles von der Seele reden: »Wir haben Jesus sehr gemocht. Wir haben gehofft, dass mit Jesus alles anders und besser wird für die Menschen. Jetzt sind wir so traurig, weil er tot ist. Und wir wissen nicht, wie es jetzt weitergeht. Es gibt auch Gerüchte, dass Jesus wieder lebendig ist. Aber das sind natürlich nur Gerüchte. Denn das ist Unsinn.«
Ich frage mich: Wie ist das, wenn jemand wirklich zuhört?
(Wie oben)
Der Fremde hört zu. (Alle drei Figuren stetig weiterbewegen) Und dann erzählt er. Er erzählt davon,
… wie Gott Jesus ausgesucht und in die Welt geschickt hat als Messias, als Retter.
… dass Jesus so gelebt hat, wie Gott es will.
… wie Jesus für die Menschen da war und er Kranken und Traurigen geholfen hat.
… wie Jesus sich um Einsame und Verachtete gekümmert hat.
… wie er sich für alle Menschen eingesetzt hat und deshalb mit den Mächtigen Streit bekommen hat.
… wie er die Menschen wieder mit Gott zusammengebracht hat.
… und wie er bereit war, für seine Überzeugung sogar zu sterben, weil er wusste: Gott ist bei ihm.
Schließlich kommen sie in Emmaus an. (Figuren zum Ende des Weges gehen lassen) Es ist Abend geworden. Und die beiden laden den Fremden ein, gemeinsam zu Abend zu essen. (Brot zu den Figuren legen) Der Fremde nimmt das Brot (Brot nehmen), dankt Gott dafür, bricht es auseinander (Brot teilen) und gibt jedem der Freunde ein Stück (zu jedem ein Stück legen) Da erkennen sie ihn. Es ist Jesus!
Im nächsten Moment ist Jesus weg. (Jesusfigur wegnehmen) Doch das ist jetzt für die Freunde gar nicht mehr schlimm.
Ich frage mich: Was hat sich für die beiden Freunde verändert?
Was werden sie jetzt wohl machen?
(Wie oben)
Den beiden Freunden ist warm ums Herz geworden. Das hat schon unterwegs angefangen, als Jesus mit ihnen gegangen ist. Diese Wärme ist immer noch da, weil Jesus lebt. Weil er bei ihnen ist – auch wenn sie ihn nicht sehen. Deshalb stehen die beiden auf und laufen zurück nach Jerusalem.
(Figuren rasch den Weg zurücklaufen lassen) Denn das sollen alle erfahren.
Peter Hitzelberger (Hg)
Jesus-Geschichten mit Legematerial erzählen
Wer weiteres Material zu den Passions- und Ostergeschichten möchte und zusätzliche Informationen zu den biblischen Texten oder Impulsen für das Gespräch mit den Kindern für hilfreich erachtet, ist mit diesem Buch an der richtigen Stelle.
Außer dem oben Genannten enthält es aussagekräftige Fotos, die kompletten Erzähltexte, Hinweise zum Legematerial sowie Gebets- und Liedvorschläge.
€ 21,00; Best.-Nr. 2178
junge-gemeinde.de

Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeDa rief Gott nach Samuel (Bibelhits. 100 Kinderlieder zum Alten und Neuen Testament 45)
Siehe hierzu unter »Liturgische Elemente«
Oder Psalm 121 in einfacher Sprache, ergänzt durch einen Kehrvers (fett):
Gott behütet mich, heute und immer.
Ich schaue hinauf zu den Bergen.
Woher kommt Hilfe?
Mir hilft Gott.
Gott behütet mich, heute und immer.
Er hat Himmel und Erde gemacht.
Gott passt auf. Dann gehst du sicher.
Gott passt auf. Er ist immer wach.
Was immer du tust, Gott ist da.
Gott behütet mich, heute und immer.
Am Tag, wenn die Sonne scheint.
Und in der Nacht,
wenn der Mond am Himmel ist.
Gott behütet dich vor allem Bösen.
Gott behütet mich, heute und immer.
Deine Seele bleibt gesund.
Gott behütet dein Ende.
Und deinen neuen Anfang.
Jetzt, heute, morgen, jeden Tag, immer.
Gott behütet mich, heute und immer.
Gott gebe uns Mut.
(Mit der Faust auf die Brust klopfen)
Gott gebe uns Kraft.
(Arme anwinkeln und Muskeln anspannen)
Gott mache uns klug.
(Mit Zeigefinger an Stirn und wieder wegbewegen)
Gott lasse uns immer spüren, dass er da ist. (Sich selbst umarmen)
Über dir, unter dir und um dich herum.
(Hände nach oben, nach unten, dann um sich selbst drehen)
Amen. (Hände falten)
Kreative Umsetzung der GeschichteEs ist wichtig, dass Kinder von Erwachsenen gehört und ernst genommen werden. Daher werden im Anschluss an die Erzählungen kleine Szenen zum Thema gespielt: »Ich errege bei einem Erwachsenen Aufmerksamkeit.«
Anschließend findet ein Austausch statt:
Aus einem (bemalten) Papier/Karton wird eine Flüstertüte gerollt, die auch als Hörrohr verwendet werden kann.

(Beide Fotos: Friederike Heinzmann)
wird ein Kind auf Papier aufgemalt. Die Kinder können in dieses Kind Heldeneigenschaften malen/schreiben (siehe hierzu auch »Zur Gestaltung der Reihe«)


Ihr könnt diese Biegepuppe (12 cm hoch) nach Belieben auch für andere Personen verwenden. Zusammen mit einigen weiteren Biegepuppen* kann die Samuelgeschichte den Kindern eindrücklich erzählt werden.
€ 9,70; Best.-Nr. 664
* Z. B. mit dem Biegepuppen-Schnupperset 1 (Best.-Nr. S676) und Biegepuppen-Schnupperset 2 (Best.-Nr. S677).
David und Goliat
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

Passt zum nächsten Sonntag
Die Bilder von Petra Lefin bieten eine weitere Möglichkeit, die Geschichte vom mutigen, kleinen Hirtenjungen zu erzählen.
€ 18,00; Best.-Nr. 3266
Erzählung für JüngereEs ist Nacht. Samuel liegt in seinem Bett. Samuel ist ein Kind. Er wohnt an einem besonderen Ort. Er wohnt in einem Tempel. Ein Tempel ist so etwas Ähnliches wie eine Kirche. Menschen treffen sich dort, um zu Gott zu beten. Dort wohnt auch der Priester Eli. Eli ist ein Mann Gottes. Er kennt sich gut aus mit Gott. Samuels Mama möchte, dass Samuel auch ein Mann Gottes wird. Deshalb wohnt Samuel bei Eli.
Jetzt liegt Samuel im Bett. Auch Eli schläft schon. Plötzlich hört Samuel eine Stimme: »Samuel.«
Überrascht setzt sich Samuel im Bett hin. Dann steht er auf und geht zu Eli. »Was Eli wohl mitten in der Nacht von ihm will?« Samuel weckt Eli: »Hier bin ich. Du hast mich gerufen.« Eli reibt sich müde die Augen. »Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen.«
Samuel legt sich wieder ins Bett. Gerade, als er eingeschlafen ist, hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Samuel wundert sich. Er steht auf und geht zu Eli: »Hier bin ich. Du hast mich gerufen.« Eli wird jetzt ein bisschen wütend. Er schickt Samuel wieder zurück ins Bett. Samuel zieht die Bettdecke über den Kopf und schläft ein. Plötzlich hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Samuel erschrickt. Außer ihm und Eli ist doch niemand im Tempel. Wieder geht Samuel zu Eli. Er weckt Eli. Samuel sagt: »Du hast mich gerufen.« Eli schüttelt den Kopf. Dann kratzt er sich am Kopf. »Das könnte es sein«, sagt Eli nachdenklich. »Samuel, das ist die Stimme Gottes, die du hörst. Wenn du sie das nächste Mal hörst, sagst du: ›Rede. Ich höre dir zu.‹«
Samuel legt sich wieder hin und schläft ein. Da hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Da sagt Samuel: »Hier bin ich. Rede. Ich höre dir zu.« Und Gott redet mit Samuel. Gott hat eine wichtige Botschaft für Samuel. Samuel soll sie Eli weitersagen. Aber was Gott da sagt, ist gar nicht gut für Eli. Samuel erschrickt.
Am nächsten Morgen möchte Eli wissen, was Gott zu Samuel gesagt hat. Samuel schüttelt traurig den Kopf. Er traut sich nicht, Eli zu sagen, was er gehört hat. Eli will das bestimmt nicht hören. Eli wird ihm nicht glauben. Eli wird denken: »Samuel ist ja nur ein Kind.«
Aber da täuscht sich Samuel. Eli möchte alles wissen, auch das Schreckliche. Eli hört gut zu. Er sagt zu Samuel: »Ich glaube dir. Das war Gott, der mit dir geredet hat. Er wird tun, was er für richtig hält.«
Ab da redet Gott immer wieder mit Samuel. Samuel bekommt viele Botschaften von Gott. Er erzählt sie weiter. Samuel ist ein Held Gottes.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße Samuel. Ich bin ein kleiner Held Gottes. In der Bibel stehen Geschichten von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichten nicht. Eine Geschichte handelt vom Hören und Gehörtwerden. Aber das wusste ich am Anfang nicht. Ich wusste nicht, dass ich hinhören und Gott zuhören muss. Und ich wusste auch nicht, dass es Mut braucht, Gottes Botschaft weiterzugeben. Und dass es wichtig ist, dass andere mir zuhören, wenn ich eine Botschaft habe. Wir Kinder erleben es ja oft, dass uns nicht geglaubt wird. Oft denken die Erwachsenen, wir sind zu klein. Sie hören uns nicht zu. Sie denken, wir wissen nichts oder wissen zu wenig. Sie denken, wir sind nicht stark oder mutig genug. Sie fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Gott redet auch mit uns Kindern. Wir haben Botschaften. Und die Erwachsenen müssen uns zuhören.
Meine Geschichte beginnt eigentlich bereits vor meiner Geburt. Meine Mutter hat lange kein Kind bekommen. Dabei hat sie sich so sehr gewünscht, dass ich geboren werde. Immer wieder hat sie Gott darum gebeten. Sie hat Gott versprochen, dass ich ein Mann Gottes werde, wenn ich groß bin. Und dann wurde meine Mutter endlich schwanger, und ich kam zur Welt. Meine Mutter hielt ihr Versprechen. Damit ich ein Mann Gottes werde, wohne ich jetzt bei Eli. Eli ist ein Priester. Er ist selbst ein Mann Gottes. Ich wohne bei Eli im Tempel. Eli lehrt mich alles, was er über Gott weiß. Eli zeigt mir, wie man Gottesdienste feiert und die richtigen Gebete spricht.
Und dann kommt diese eine Nacht …
Wie jeden Abend lege ich mich im Tempel schlafen. Nur die Lampe Gottes brennt noch. Auch Eli hat sich bereits hingelegt und schläft. Plötzlich werde ich wach. Da hat mich doch jemand gerufen. Ganz deutlich habe ich meinen Namen gehört: »Samuel.« Ich gehe zu Eli und wecke ihn. Aber er hat mich nicht gerufen. Er schickt mich wieder ins Bett.
Gerade als ich eingeschlafen bin, höre ich wieder diese Stimme: »Samuel.« Wieder gehe ich zu Eli und wecke ihn. Eli wird langsam wütend. Erwachsene mögen es nicht, wenn wir Kinder sie im Schlaf stören. Oft denken sie: »Da ist doch nichts. Es gibt also keinen Grund, dass die Kinder uns wecken.« Eli schickt mich zurück in mein Bett.
Im Bett ziehe ich die Decke über den Kopf. Ich will nichts hören: keine Stimme und auch keine anderen Geräusche. Aber als ich schlafe … wieder: »Samuel.« Mir ist ganz schlecht. Im Tempel ist doch niemand. Deshalb wird Eli wieder sagen, dass er mich nicht gerufen hat. Aber wer soll es denn sonst sein?
Weil ich mir nicht anders zu helfen weiß, gehe ich doch zu Eli. Zögerlich wecke ich ihn. Eli reibt sich die Augen. Jetzt denkt er nach. Er kratzt sich am Kopf. Dann murmelt er: »Ja … das könnte sein.« Etwas lauter sagt er zu mir: »Samuel, das ist Gott. Wenn du das nächste Mal die Stimme hörst, antwortest du: ›Rede, Herr, dein Knecht hört.‹« Damit schickt mich Eli wieder ins Bett.
Erneut lege ich mich hin. Und zum vierten Mal höre ich die Stimme. Aber jetzt weiß ich, was ich zu tun habe. Also antworte ich: »Rede, Herr, dein Knecht hört.« Und dann beginnt Gott, mit mir zu reden. Lange und viel. Ich höre zu. Lausche seinen Worten. Spüre sie in meinen Ohren und in meinem Herzen. Aber was ich da höre, macht mir Angst. Gott hat eine Botschaft für Eli. Ich soll sie Eli weitersagen.
Doch das, was Gott da sagt, ist keine gute Botschaft. Die Botschaft bedeutet nämlich Unheil für Eli und seine Familie. Also wird Eli die Botschaft nicht hören wollen. Und wenn ich sie ihm sage, wird er mir nicht glauben. Er wird denken: »Ach, der Samuel ist ja noch ein Kind. Das hat eben schlecht geträumt.«
Aber da täusche ich mich über Eli.
Denn am nächsten Morgen möchte Eli genau wissen, was Gott gesagt hat. Zuerst traue ich mich gar nicht, etwas zu erzählen. Aber Eli ermutigt mich, jedes Wort zu sagen und nichts zu verheimlichen. Und so rede ich. Ich überbringe ihm die Botschaft Gottes. Zum Schluss nickt Eli traurig und sagt: »Ja, das war Gott, der da mit dir gesprochen hat. Gott wird tun, was er für richtig hält.« Ich war erleichtert: Eli glaubt mir.
Nach Eli werden mir noch viele andere Menschen glauben. Könige und solche, die einmal König werden. Gott führt durch mich sein Volk in einer Zeit des Umbruchs. Viel verändert sich. Ich bin Gottes Prophet. Durch mich nimmt Gott Einfluss auf das Leben von Menschen.
Das ist meine Geschichte mit Gott, sie zeigt: Wir kleinen Heldinnen und Helden müssen zuhören und hinhören und uns dann Gehör verschaffen. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Heute sind zwei Bücher in der Bibel nach mir benannt. Schaut mal, wo ihr sie findet.
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeIn diesem Gottesdienst kann Psalm 23 gesprochen werden. Dieser Psalm wird David zugeschrieben, der als Hirtenjunge Schafe hütet. Das Bild vom Hirten, der sich um die Schafe kümmert, wird im Psalm auf die Beziehung zwischen Gott und Menschen übertragen.
Kreative Umsetzung der GeschichteNach der Erzählung wird dieses bekannte Spiel – jetzt mit »Goliath« – gespielt.
Auf eine Papierrolle wird der Umriss einer zwei Meter großen Figur gezeichnet und aufgehängt. Die Kinder stellen sich davor. Sie können sich zu folgenden Fragen äußern:
Anschließend wird gemeinsam überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, solche Riesen zu besiegen.
Die Ideen der Kinder werden nach Möglichkeit umgesetzt.
Die Figur vom vergangenen Sonntag kann ebenfalls weiter mit »Heldeneigenschaften« ausgefüllt und beschriftet werden (siehe hierzu auch »Zur Gestaltung der Reihe«)
(Foto: Friederike Heinzmann)
Mit den Kindern werden kleine Mutsymbole gesucht und gebastelt: Handschmeichler aus einem Stein, der beschriftet oder bemalt wird; ein Glücks(klee)blatt aus Papier ausgeschnitten und ein Mut machender Bibelvers draufgeschrieben … (s. Foto, Ecke unten links).
Aus Pappbechern und Luftballons (s. restlicher Teil des Fotos).

Mutig ist, wer Hilfe holt!
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater
Was hilft bei Mobbing unter Kindern? Ferri der Fisch versteht die Welt nicht mehr: Plötzlich sind alle gemein zu ihm.
Mit einer klar strukturierten Handlung und sympathischen Protagonisten, in die sich die Kinder gut einfühlen können, zeigt die Geschichte die Mechanismen von Mobbing kindgerecht auf.
16 DIN-A3-Bildkarten inkl. sofort verwendbarem Erzählvorschlag. Für Grundschule, Kita- und Kindergruppen geeignet.
Erzählung für JüngereDavid ist ein Hirtenjunge. Er hütet Schafe und Ziegen. Das heißt, er passt auf sie auf. David ist das jüngste Kind in der Familie.
Dann gibt es Krieg. Davids Brüder müssen gegen die Philister kämpfen. Die Philister sind die Feinde. Eines Tages schickt Davids Papa ihn zu seinen Brüdern. »Schau nach, wie es deinen Brüdern geht und bring ihnen etwas zu essen«, sagt der Papa. David geht zu seinen Brüdern. Sie sind in einem Lager mit vielen Zelten. Alle dort sind Soldaten. Alle müssen gegen die Philister kämpfen. Aber sie haben große Angst.
Bei den Philistern gibt es einen Riesen. Er ist viel größer als alle anderen. Er ist stark. Er kann gut kämpfen und er hat ein scharfes Schwert. Der Riese heißt Goliath. Goliath macht sich über Gott und über Davids Volk lustig. Dann sagt Goliath: »Wenn mich einer von euch besiegt, dann gewinnt ihr.«
David sieht und hört Goliath. David geht zu König Saul. David sagt zu ihm: »Ich kämpfe gegen Goliath.« König Saul findet das keine gute Idee. David ist viel zu klein und zu jung dafür. David sagt ihm: »Wenn ich die Schafe hüte, muss ich gut aufpassen. Ich muss sie vor wilden Tieren beschützen. Ich habe schon gegen Löwen und Bären gekämpft.« Jetzt sagt König Saul Ja. Er gibt David eine schwere Rüstung, einen Helm und ein Schwert. Aber das ist alles zu groß und zu schwer für David. Stattdessen geht David zum Bach. Dort gibt es viele Steine. Richtige Mutsteine. Er sammelt fünf Steine. David braucht die Steine für seine Steinschleuder. Mit der kann er richtig gut schießen.
Und dann ist es so weit, David geht zu den Philistern. Als der Riese Goliath den kleinen David sieht, fängt Goliath laut an zu lachen. Er lacht David und Gott aus. Aber Goliath ärgert sich auch. Er will nicht gegen ein Kind kämpfen. Das ist doch viel zu einfach. Er will gegen einen starken, großen, gefährlichen Soldaten kämpfen. Goliath sagt gemeine Sachen über David und über Gott. David wehrt sich. Er sagt: »Ich kämpfe zusammen mit Gott. Ich werde dich besiegen.« Das macht Goliath so wütend, dass er sein Schwert zieht. Er greift an. David nimmt einen Stein. Er legt ihn in die Steinschleuder, zielt und trifft den Riesen genau am Kopf. Goliath fällt um. Er bleibt wie tot liegen. David hat den Riesen Goliath besiegt. Gott hat David geholfen. Der kleine Hirtenjunge David wird ein großer Held.
Später heiratet er die Prinzessin und wird König. Außerdem dichtet er viele Lieder. Die Geschichte zeigt: Manchmal muss man über sich hinauswachsen. Gott hilft uns. Gott macht uns zu Heldinnen und Helden.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße David. Ich bin ein kleiner Held Gottes. In der Bibel stehen Geschichten von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichten nicht. Eine dieser Geschichten handelt davon, dass man manchmal mutig über sich hinauswachsen muss. Man muss sich dem stellen, was Angst macht. Gott hilft dabei. Aber das wusste ich am Anfang noch nicht. Wir Kinder erleben es ja oft, dass Erwachsene denken, wir Kinder seien ängstlich. Sie glauben, wir Kinder sind nicht mutig und stark. Sie fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Gott gibt uns Mut. Mit Gottes Hilfe können wir über uns hinauswachsen und die Angst und das Böse besiegen.
Alles beginnt damit, dass ich wie an jedem Tag die Schafe und Ziegen hüte. Ich passe auf, dass ihnen nichts passiert. Während ich aufpasse, mache ich oft Musik. So auch heute. Da kommt einer meiner Brüder zu mir. Ihr müsst wissen: Ich habe sieben Brüder und zwei Schwestern. Ich bin der Jüngste. Mein Bruder sagt: »Der Prophet Samuel ist da.« Samuel ist auch ein Held Gottes. Der will mich sehen. Mich! Obwohl ich ein Kind bin. Als Samuel mich sieht, sagt er: »Du wirst einmal König von Israel.« Ich kann das gar nicht glauben. Ich bin doch nur ein Hirtenjunge.
Aber dann kommt der Krieg. Die Philister kämpfen gegen uns. Meine Brüder müssen in den Krieg ziehen. Ich bin zu jung dafür. Eines Tages schickt mich mein Vater zu meinen Brüdern. Er sagt: »Bring deinen Brüdern zu essen und schaue nach, wie es ihnen geht.« Ihr müsst wissen: Krieg ist gefährlich. Es passieren schlimme Dinge und es sterben Menschen. Mein Vater hat große Angst um meine Brüder. Ich auch. Mit dem Essen komme ich im Lager unserer Soldaten an. Meine Brüder sind ganz vorne.
Man sieht die Philister. Einer der Philister ist viel größer als alle anderen. Er ist ein Riese. Er heißt Goliath. Er ist gut bewaffnet und sieht gefährlich aus. Dann brüllt er plötzlich mit donnernder Stimme los. Vor Schreck wird mir schlecht. Auch ich bekomme Angst. Goliath brüllt: »Ihr Feiglinge! Hat euer Gott euch verlassen? Kämpft endlich gegen mich. Wenn einer von euch mich besiegt, dann gewinnt ihr den ganzen Krieg.« Goliath beleidigt meine Brüder, mein Volk und unseren Gott. So eine Unverschämtheit!
»Ich werde gegen ihn kämpfen!«, denke ich wütend und stapfe zu König Saul. »Was? Du willst gegen den Riesen Goliath kämpfen?« König Saul mustert mich von oben bis unten. König Saul sieht ängstlich und traurig aus. »Das ist viel zu gefährlich. Du bist doch nur ein Kind.« Mutig sage ich: »Hab keine Angst, König Saul. Als Hirtenjunge habe ich schon gegen Löwen und Bären gekämpft. Ich muss doch die Lämmer und Schafe beschützen.«
Ich sehe dem König an, dass er mich immer noch für zu klein und zu schwach hält. Doch er gibt mir eine Rüstung und ein Schwert. Aber das passt mir alles nicht. Es ist zu groß und zu schwer für mich. Ich gehe zum Bach. Ich weiß: Gott ist bei mir. Gott gibt mir Mut.
Am Bach sehe ich fünf Steine. Es sind gute Steine für meine Steinschleuder. Genau die brauche ich. Ich stecke sie in meine Tasche. Ich atme noch einmal tief durch. Ich muss tun, was getan werden muss. Dann gehe ich in Richtung Philister.
Goliath sieht mich schon von weitem. Er fängt an zu lachen. Dann wird er furchtbar wütend: »Was? Ihr Feiglinge! Habt ihr nichts Besseres aufzubieten als ein Kind? Ich soll gegen ein Kind kämpfen?« Wieder beleidigt Goliath uns und Gott. Mutig rufe ich ihm entgegen: »Ich werde dich besiegen! Gott ist an meiner Seite.« Das macht Goliath noch wütender. Er zieht sein Schwert und greift an. Ich fasse in meine Tasche, nehme einen der Steine und lege ihn in meine Schleuder. Dann fange ich an, sie zu schwingen. Ich ziele. Und … Schuss!
Goliath fällt um. Ich habe ihn genau am Kopf getroffen. Hinter mir bricht Jubelgeschrei aus. Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich bin ein Held Gottes.
Viel passiert dann noch, bis ich selbst König werde, wie der Prophet Samuel es gesagt hat: Ich musiziere für König Saul. Heirate seine Tochter Michal. Und erlebe Abenteuer mit Jonathan, dem Sohn von König Saul.
Als ich dann König bin, werde ich der berühmteste König Israels. Noch heute träumen die Menschen von der Zeit, als ich König war.
In meiner Heimatstadt Bethlehem wird lange nach mir Jesus geboren. Der Sohn Gottes ist einer meiner Nachkommen. Er tritt in meine Fußstapfen … und übertrifft mich! Aber das ist eine andere Geschichte.
In meiner Geschichte mit Gott, zeigt sich: Wir kleinen Heldinnen und Helden müssen manchmal über uns hinauswachsen und die Angst besiegen. Gott ist an unserer Seite. Er schenkt uns Mut. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Zugänge für den VorbereitungskreisZunächst wird im Vorbereitungskreis gesammelt, was über die biblische Figur Miriam bereits bekannt ist. (Siehe hierzu auch »Erzählung für Ältere«)
Dann wird die Bibelgeschichte 2. Mose 2,1–10 gelesen.
Im Anschluss findet ein Austausch über das Gelesene statt:Was ist neu?
Was überrascht?
Was irritiert?
Was gefällt mir an dem Text?
Wo habe ich meine Probleme damit?
Was kann der Text uns und Kindern heute mitgeben?
Zum Text / Zum ThemaIn Ägypten werden die Israeliten vom Pharao versklavt und unterdrückt. Alle neugeborenen, männlichen Nachkommen des Volkes Israel sollen sterben, um das Volk zu schwächen.
Auch das Leben des kleinen Mose ist bedroht. Die Mutter kann ihren Sohn die ersten Monate verstecken. Später wird er in einem Korb am Nilufer versteckt. Moses Schwester Miriam bleibt in der Nähe und beobachtet das Geschehen.
Als die Pharaonentochter das Baby findet und erkennt, dass es sich um ein Kind der Israeliten handelt, wird Miriam aktiv. Sie hilft der Prinzessin aus der Zwickmühle. Miriam hat bemerkt, dass diese Mitleid mit dem kleinen Jungen hat. Deshalb bietet sie an, eine Amme für das Baby zu finden – die eigene Mutter. Der kleine Bruder wird gerettet und kehrt zu seiner Familie zurück. Miriams kluge und mutige Tat ermöglicht die spätere Rettung des Volkes Israel durch Mose.
Auch am Auszug aus Ägypten und der Wüstenwanderung ist Miriam beteiligt. Im sogenannten Miriam-Lied, einem der ältesten Texte der Bibel (2. Mose 15,20–21), besingt sie die Rettung und den Sieg Gottes über die ägyptischen Verfolger. Dabei leitet sie die Frauen im Singen und Tanzen an. Zudem wird sie als Prophetin bezeichnet.
Später stellt sie – zusammen mit dem Bruder Aaron – die Position Moses infrage. Vermutlich steckt hinter diesem Verhalten Neid und Eifersucht auf den jüngeren Bruder. Miriam erkrankt daraufhin für kurze Zeit und muss sich isolieren. Nach Moses Fürbitte wird sie sieben Tage später geheilt.
Die Kinder und der Text / das Thema
Kinder identifizieren sich stark mit dieser Geschichte. Besonders für Jungen ist der Befehl zur Tötung aller männlichen Kinder erschreckend.
Umso tröstlicher, dass Mose durch das geschickte und kluge Handeln seiner großen Schwester gerettet wird. Geistesgegenwärtig rettet sie den Bruder und bringt ihn zur Familie zurück.
Dass Geschwister Verantwortung füreinander übernehmen, erfahren Kinder mit Geschwistern tagtäglich. Trotzdem kennen sie auch Streit, Eifersucht und Neid untereinander.
Auch dass Miriam singt und tanzt, ist für Kinder anschlussfähig, da viele Kinder ebenfalls Freude an Musik und Tanz haben.
Miriam lädt Kinder ein, sich mit ihr zu identifizieren und sich in Stärke, Klugheit und Verantwortungsbewusstsein von ihr hineinzuversetzen.

Liturgische ElementeMiriam ist als kleine Heldin für den Sonntag Kantate vorgesehen. »Kantate« ist das lateinische Wort für »Singet«. In vielen Gottesdiensten wird an diesem Sonntag ein Schwerpunkt auf Gesang und Musik gelegt. Miriam ist für ihr Miriamlied in der Bibel bekannt.
Es bietet sich daher auch im Kindergottesdienst an, einen Schwerpunkt auf Musik und Gesang zu legen.
Als Israel in Ägypten war
(KuS 338, EGplus 91, HuT 405);
Im Lande der Knechtschaft
(KuS 341, KG 167, HuT 400);
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen
(Gotteslob 462, EGplus 154)
Der gemeinsame Psalm (z. B. Psalm 121) kann in diesem Gottesdienst durch einen gesungenen Kehrvers ergänzt werden (z. B. Refrain oder Strophe eines bekannten Liedes).
Kreative Umsetzung der GeschichteZum Thema »Mose im Körbchen« gestalten die Kinder eine große Kollage.
Im Internet gibt es hierzu zahlreiche Ideen. Z. B. werden leere Flaschen mit Splitt, Reis, Linsen befüllt und zugeschraubt. Anschließend können sie mit Transparentpapier, Wolle oder Stickern beklebt werden.
Oder Flaschen werden teilweise mit Wasser befüllt. Durch kräftiges Pusten über den offenen Rand entsteht ein Ton. Je nach Wassermenge ist er unterschiedlich.
Mit den selbstgebastelten Instrumenten wird im Anschluss musiziert.
Foto rechts: Friederike Heinzmann

Erzählung für JüngereEs ist ein heißer Tag am Nil. Der Nil ist der große Fluss in Ägypten. Am Nilufer stehen viele Hütten. Das sind kleine Häuser, in denen Menschen wohnen. Die Menschen, die dort wohnen, werden Israeliten genannt. Die Menschen sind sehr arm. Sie müssen hart arbeiten. Sie sind Sklaven. Sie müssen tun, was ihnen die Ägypter befehlen.
Miriam wohnt mit ihrer Familie in einer der Hütten. Bald wird Miriam eine große Schwester sein. Ihre Mutter bekommt wieder ein Kind. Eigentlich freut sich Miriam. Sie wünscht sich ein Geschwisterchen. Aber gleichzeitig ist sie auch traurig und hat Angst. Der Pharao hat seinen Soldaten einen schlimmen Befehl gegeben. Der Pharao ist der König der Ägypter. Und er hat Angst vor den Israeliten. Er denkt: »Bald machen die Israeliten einen Aufstand gegen mich. Dann sagen sie: ›Wir wollen nicht mehr so hart arbeiten.‹« Deswegen sagt der Pharao zu seinen Soldaten: »Tötet alle kleinen Jungen der Israeliten.« Miriam kennt diesen schlimmen Befehl.
Dann ist es soweit. Miriams kleiner Bruder kommt zur Welt. Miriam und ihre Mama verstecken das Baby, damit die ägyptischen Soldaten es nicht finden. Sie nehmen einen Korb und machen ihn wasserdicht. Kein Wasser kann in den Korb kommen.
Dann legt die Mama das Baby in den Korb. Miriam bringt den Korb mit dem Baby zum Nil. Am Ufer wächst Schilf. Das sind Pflanzen, die aussehen wie großes Gras. Im Schilf versteckt Miriam den Korb. Auch sie versteckt sich. Sie passt auf, dass nichts passiert. Am Nil gibt es nämlich Schlangen und Krokodile und Menschen. Sie alle können das Baby im Korb finden.
An diesem Tag badet die Tochter des Pharaos im Nil. Ihre Dienerinnen sind bei ihr. Miriam kann sie beobachten. Sie sieht auch, wie die Tochter des Pharao den Korb entdeckt. Als sie das kleine Baby sieht, ist sie sehr überrascht. Und schnell merkt sie auch, dass es ein Kind der
Israeliten ist. Da beschließt die Tochter des Pharao: »Das Kind soll leben.«
Da hat Miriam eine Idee. Mutig kommt sie aus ihrem Versteckt und geht zur Tochter des Pharaos. Sie sagt: »Pharaonentochter, ich kann dir helfen. Ich kenne eine Frau, die das Baby stillen kann. Sie kann ihm Milch zu trinken geben.« Die Pharaonentochter freut sich: »Bring die Frau zu mir.« Miriam läuft nach Hause und holt ihre Mama. Jetzt darf das Baby bei seiner richtigen Mama und Familie sein. Doch vorher gibt die Pharaonentochter dem Baby den Namen Mose.
Später wird Mose ein wichtiger Mann. Er befreit mit Gottes Hilfe die Israeliten aus Ägypten. Miriam ist dabei. Nach der Rettung singt und tanzt Miriam vor Freude. Miriam ist eine Heldin Gottes.
Erzählung für Ältere
Spielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße Miriam. Ich bin eine kleine Heldin Gottes. In der Bibel steht eine Geschichte von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichte nicht. Es ist eine Geschichte von Klugheit, Einfallsreichtum, Mut und Liebe. Wir Kinder erleben oft, dass uns etwas nicht zugetraut wird. Oft denken die Erwachsenen: »Die Kinder sind zu klein. Sie sind noch nicht stark und mutig genug.« Doch oft unterschätzen sie unseren Einfallsreichtum.
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Er macht uns schlau und gibt uns gute Ideen. Und er hilft uns so, anderen zu helfen.
Meine Geschichte beginnt kurz vor der Geburt meines kleinen Bruders. Wir leben in Ägypten. Meine Familie gehört zum Volk Israel. Wir werden auch Israeliten oder Hebräer genannt.
Der Pharao herrscht über das Land. Er wird wie ein Gott verehrt. In Ägypten werden große Paläste und Pyramiden gebaut. Dafür braucht es unzählige Arbeiterinnen und Arbeiter. Das sind wir Israeliten. Für die Ägypter sind wir Sklaven. Ohne Rechte, ohne Würde. Unser Leben zählt nichts für sie. Aber wir sind viele. Das weiß der Pharao und seine Beamten. Sie haben Angst vor einem Aufstand. Deshalb wollen sie unser Volk schwächen. Der Pharao gibt den Befehl: »Tötet alle kleinen, israelitischen Jungs.«
Und da wird mein kleiner Bruder geboren. Ich weiß, er ist in Todesgefahr. Immer wieder durchsuchen ägyptische Soldaten die Hütten, in denen wir wohnen. Aber meine Mutter hat eine Idee. Wir nehmen einen Korb und machen ihn wasserdicht. Hinter unserer Hütte ist das Nilufer. Dort wächst viel Schilf. Darin können wir den Korb verstecken, wenn die Soldaten wiederkommen. Trotzdem ist es gefährlich für meinen Bruder. Am Nilufer gibt es Schlangen und Krokodile und der Korb kann entdeckt werden.
Dann kommen die Soldaten wieder. Wir hören sie von weitem: ihre schweren Schritte und das Klirren der Schwerter. Schnell lege ich meinen Bruder in den Korb und gehe ans Nilufer. Dort verstecke ich den Korb. Auch ich verstecke mich. Ich passe auf, dass meinem Bruder nichts passiert.
Plötzlich kommen einige ägyptische Frauen. Sie haben feine Kleider an und tragen Schmuck. Eine sieht besonders prächtig aus. Es ist die Tochter des Pharaos.
Die Frauen setzen sich ans Nilufer und gehen baden. Dabei kommen sie meinem Bruder sehr nahe. Gefährlich nahe. Gleich werden sie den Korb entdecken! Und dann ist es so weit: Die Pharaonentochter sieht den Korb. Eine Dienerin bringt ihn zu ihr. Schnell öffnet die Pharaonentochter das Körbchen … und ist überrascht! Ein Baby hat sie nicht erwartet. Ich sehe sofort: Die Pharaonentochter findet meinen kleinen Bruder einfach nur süß. Vorsichtig nimmt sie ihn heraus und wiegt ihn sanft in den Armen. Dann erstarrt sie. Sie hat gemerkt, dass sie ein hebräisches Kind im Arm hält. Ein Kind, das ihr Vater töten will.
Da habe ich eine Idee. Ich wage mich aus meinem Versteck und gehe auf die Pharaonentochter zu. Dann nehme ich all meinen Mut zusammen, verneige mich und sage: »Ich sehe, ihr habt ein Kind gefunden. Ich weiß eine Amme, die das Kind stillen kann.« Natürlich habe ich dabei unsere Mutter im Kopf. »Diese Amme kann dem Kind Milch geben. So lange, bis es alt genug ist und ihr das Kind zu euch nehmen könnt.« Die Pharaonentochter beginnt zu strahlen. »Was für ein kluges Mädchen!«, ruft sie. »Genau so machen wir es. Bring diese Amme zu mir.« Dann lächelt sie meinen Bruder liebevoll an und sagt: »Dir wird nichts geschehen, mein kleiner Mose. Das ist mein Name für dich. Denn ich habe dich aus dem Nil gezogen.«
Als Mose groß ist, wird er der Anführer der Israeliten. Im Auftrag Gottes führt er das Volk aus Ägypten. Auch ich bin dabei und an seiner Seite. Als Gott das Volk vor den ägyptischen Verfolgern gerettet hat, tanze und singe ich für Gott. Die anderen Frauen tun es mir nach. Mein Lied, das ich dabei singe, wird Miriamlied genannt und steht in der Bibel. Dort werde ich auch als Prophetin bezeichnet.
Die Bibel erzählt auch von meiner Eifersucht auf die Geschwister. Aber trotzdem halten wir Geschwister zusammen.
Und so kann Gott durch meine Klugheit, meinen Mut und die Liebe zu meinem Bruder Großes bewirken. Ich werde zu einem großen Vorbild für viele Frauen und Mädchen. Viele Frauen, gerade auch zur Zeit Jesu, werden nach mir benannt. Sie heißen entweder Miriam, das ist hebräisch, oder Maria, das ist griechisch, oder Maryam das ist arabisch und islamisch.
Das ist meine Geschichte mit Gott, sie zeigt: Manchmal braucht es die richtige Idee, Mut und Liebe. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Ulrich Walter
Den Schöpfungskreis mit Kindern entdecken
Unter der Überschrift »Gott befreit aus der Knechtschaft (Mose und Miriam)« enthält dieses Buch einen interessanten Aspekt aus dem Leben der Heldin Miriam.
€ 18,00; Best.-Nr. 2144
Zugänge für den Vorbereitungskreis1.
2.
3.
4.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSei mutig und stark (KKL 336, Feiert Jesus! Kids 76, Einfach Spitze 18);
Gib uns Ohren, die hören
(KuS 496, KKL 251, Wwdl 42);
Kindermutmachlied (KuS 470, KKL 338);
Vom Anfang bis zum Ende (KuS 196, KKL 315)
EG WUE 769, KuS 672
Gebet nach der Geschichte und Segen siehe »Liturgische Elemente zur ganzen Reihe«
Kreative Umsetzung der GeschichteWo brauche ich Mut? Wo habe ich Angst?
Was macht mir Mut/stärkt mich/hilft mir, wenn ich Angst habe?
Für die Größeren auch Umweg über »Helden-Figuren« möglich (s. »Zur ganzen Reihe«)
Material: je Kind eine leere Klopapierrolle, Tonpapier, Kleber, Schere, Stifte
Die Klopapierrolle wird mit Tonpapier beklebt.
Für den Rücken wir ein »Heldenumhang« in Trapezform zugeschnitten (evtl. vorbereiten).
Je nach Alter können die Kinder auf den Umhang schreiben oder einen vorbereiteten Aufkleber anbringen mit (der Superkraft): »Gott ist bei dir.« Es kann darüber auch der eigene Name eingesetzt werden.
Dann wird die Superheldenfigur mit einem Gesicht ausgestattet und mit Farben angemalt.
Im Internet finden sich Vorlagen und Anleitungen (Stichwort: Superhelden, Klorolle, basteln).
Auch Mut- und Vertrauensspiele bieten sich an.
Jesus begegnen: Geschichten von Mut, Kraft und Veränderung
Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater
Drei Geschichten von Menschen, die Jesus begegnen – und welche Auswirkungen das für sie hat: die ersten Jünger, Bartimäus und die Emmausjünger.
Jede Geschichte umfasst fünf Bildkarten, einen kompletten Erzählvorschlag sowie Arbeitsblätter (bei Bedarf);
Illustrationen: Petra Lefin
€ 24,00; Best.-Nr. 3836
Erzählung für JüngereEine Mitmachgeschichte
Die Kinder werden eingeladen, die Bewegungen zur Geschichte mitzumachen, die von der erzählenden Person oder einem anderen Teammitglied vorgemacht werden.
Für Josua beginnt heute etwas ganz Neues.
Alles wird sich verändern.
(Hände vor dem Körper rollen)
Josua ist mit vielen anderen unterwegs.
Hinter ihnen liegt ein weiter Weg.
Josua soll sie jetzt weiterführen.
In die Fremde.
(Auf der Stelle gehen)
Josua hat eine schwierige Aufgabe.
Er soll die Menschen zu ihrem neuen
Zuhause bringen.
(Mit Armen ein Dach über dem Kopf bilden)
Früh am Morgen steht Josua am Ufer des Jordans.
Noch ist die Sonne kaum zu sehen,
ihre Wärme fehlt.
Josua reibt sich müde die Augen.
(Augen reiben)
Sein Bauch tut weh.
(Hand auf den Bauch legen)
Ihm ist kalt.
(Hände wärmend über Oberarme reiben)
Sein Herz pocht.
(Hand aufs Herz legen)
Er weiß nicht, ob er die Aufgabe schafft.
Josua fühlt sich plötzlich ganz klein und schwach.
(Arme mutlos hängen lassen)
Da fällt ein wärmender Sonnenstrahl auf Josuas Haut.
(Sanft über Wange streicheln)
Er blinzelt in das helle Sonnenlicht.(Blinzeln)
Ihm wird es ein bisschen wärmer.
(Hände wärmend über Oberarme reiben)
Denn Josua spürt: »Ich bin nicht allein.«
In seinem Herzen redet Gott mit ihm:
(Hand aufs Herz legen)
»Sei mutig
(Einen Arm anwinkeln, Faust ballen und Muskeln zeigen)
und stark«, sagt Gott.
(Mit zweitem Arm auch)
Josua probiert es aus.
Er hebt den Kopf.
(Kopf heben)
Da sieht er das versprochene Land.
(Hand an die Stirn legen)
Dort ist das Ziel.
(Mit dem Finger in die Weite zeigen)
Josua will mutig sein.
Er hebt die Arme und spürt seine Muskeln.
(Mit Armen nacheinander Muskeln zeigen)
Ja, er wird stark sein.
(Mit dem Kopf nicken)
Josua schaut zu den vielen Menschen, die jetzt mit ihm unterwegs sein werden.
Sein Mut sinkt.
(Arme fallen lassen, Kopf senken)
»Ob ich das wirklich kann?«
Aber wieder hört er Gott in seinem Herzen:
(Kopf heben, Hand aufs Herz legen)
»Sei mutig und stark
(Arme nacheinander anwinkeln …)
und fürchte dich nicht,
(Zeigefinger verneinend vor dem Körper bewegen)
denn Gott ist mit dir, wohin du auch gehst.«
(Arme vor dem Oberkörper verschränken)
Jetzt hört Josua auch die Stimmen der anderen.
(Hand ans Ohr legen)
Er weiß: »Ich bin nicht alleine unterwegs. Gott ist bei mir. – Und die anderen.
(Arme vor dem Oberkörper verschränken)
Jetzt spürt es Josua ganz sicher, dass er es mit Gottes Hilfe schaffen kann.
(Nicken)
Die Wärme breitet sich in seinem ganzen Körper aus.
(Hände wärmend über Oberarme reiben)
Sein Herz beruhigt sich.
(Hand aufs Herz legen)
Er spürt Kraft in sich.
(Arme nacheinander anwinkeln …)
Josua fühlt sich wie ein Held.
Er kann das nicht allein, aber er schafft es mit Gott an seiner Seite.
Alle zusammen brechen sie auf.
(Arme vor dem Körper rollen)
Immer wieder sagt sich Josua unterwegs:
»Sei mutig und stark
(Arme nacheinander anwinkeln …)
und fürchte dich nicht,
(Zeigefinger verneinend vor dem Körper bewegen)
denn Gott ist bei dir.«
(Arme vor dem Oberkörper verschränken)
Dann kommen sie an.
Sie finden ein neues Zuhause.
(Mit Händen Dach über dem Kopf bilden)
Und Gott wohnt bei ihnen.
(Beide Hände aufs Herz legen)
Ins gelobte Land
– Das Volk Gottes unterwegs
Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater
12 stabile Bildkarten in DIN A3 für die »Ankunftsgeschichte« der jahrelangen Reise des Volkes Gottes durch die Wüste;
Illustrationen: Petra Lefin
€ 18,00; Best.-Nr. 3479
Erzählung für ÄltereBei dieser Geschichte kann die erzählende Person in die Rolle des Josua schlüpfen (Tuch umlegen) und sie mit Bewegungen begleiten.
Was für ein Morgen. Josua gähnt (gähnen), er streckt und reckt sich (strecken).
Müde schaut er auf das Wasser. (Augen reiben) Vor ihm liegt der Jordan, ein großer Fluss. Noch ist alles ruhig in der Morgendämmerung. Nur ein paar Vögel fliegen vorbei und zwitschern ihr Morgenlied.
Doch Josua ist nicht ruhig. Während die Sonne langsam aufgeht, versucht er, die Schrecken der Nacht abzuschütteln. (Arme und Beine ausschütteln).
Vor ihm liegt eine große Aufgabe. Alles wird neu. Alle schauen auf ihn, was er jetzt tut wird. Sie verlassen sich auf ihn.
Und Josua ist traurig. (Träne von Wange wischen).
So viele Jahre war er mit Mose unterwegs.
Er hat alles von Mose gelernt, was er über Gott weiß: (Mit Zeigefinger an Stirn tippen).
Wer Gott ist. Dass Gott es gut meint mit seinen Menschen. Und dass er Regeln aufstellt, damit die Menschen gut miteinander klarkommen. Diese Regeln helfen, das Leben zu beschützen.
Ganz besonders wichtig war es für Mose, dass Gott sie alle begleitet. (Hände aufs Herz legen).
Doch in all den Jahren, die sie zusammen unterwegs waren, sind sie auch älter geworden. Und jetzt ist Mose gestorben.
Kurz vorher hat er Josua zu sich gerufen:
»Josua, jetzt bist du der Chef. Du bringst die Israeliten, unser Volk, ans Ziel. (In die Ferne zeigen).
Viele Jahre sind wir schon auf dem Weg in das versprochene Land. Jetzt sind wir kurz davor.
Zeig du den Israeliten den Weg. Und erinnere sie immer wieder an Gott, damit sie ihn nicht vergessen.«
Da ist Josua erschrocken. (Hände an Wangen schlagen, erschrocken schauen)
»Ich bin doch kein Held, der vorausgeht, der Chef ist und den anderen sagt, was sie tun sollen. Außerdem kenne ich den Weg doch gar nicht. (Zeigefinger abwehrend bewegen).
Aber dann hat Josua gespürt: »Gott traut mir das zu.« (Aufrecht hinstehen)
Dann war ihm, als ob ihm jemand mitten ins Herz spricht: (Hand aufs Herz legen):
»Sei mutig und stark, (Arme nacheinander anwinkeln, Faust ballen und Muskeln zeigen)
denn der Herr, dein Gott, ist bei dir.« (Hände aufs Herz legen)
Das hat Josua Mut gemacht.
Er ist aufgestanden und zu den anderen gegangen. (Gehen)
Nun ist es so weit. Heute werden sie über den großen Jordan ziehen und ihren Weg in das neue Land suchen.
Josua fühlt sich plötzlich ganz alleine mit seinen Sorgen. (Arme hängen lassen)
Er fühlt sich wie in tiefer Dunkelheit. (Hände vors Gesicht)
In seinem Kopf überschlagen sich die Gedanken. Josua sorgt sich, dass sie heute Abend einen guten Rastplatz im neuen Land finden. Er hofft, dass sich niemand verletzt. Und dass alles gutgeht im neuen Land, das Gott ihnen versprochen hat. Sie sind so knapp davor.
Bei so vielen Gedanken mit hoffen, sorgen und sich freuen ist es, als würde ein Gewitter in seinem Kopf toben.
Doch dann spürt Josua in seinem Herzen wieder dieses Flüstern: (aufrichten)
»Sei mutig und stark (Arme nacheinander anwinkeln, Fäuste ballen und Muskeln zeigen)
und fürchte dich nicht (Zeigefinger abwehrend bewegen),
denn der Herr, dein Gott, ist bei dir.« (Hände aufs Herz legen)
Und dann hört er die anderen rufen: (Hand ans Ohr legen)
»Josua, komm! Wir warten auf dich!« – »Wann geht’s denn los?« – »Wir wollen jetzt von dir hören, wie’s weitergeht.« –
»Wir wollen jetzt endlich den Jordan überqueren!«
Josua atmet noch einmal tief durch. (Tief Luft holen)
»Nein, ich allein bin kein Held. (Mit Finger auf sich selbst zeigen, Kopf schütteln)
Aber Gott ist mein Held. Und den habe ich bei mir.« (Zum Himmel zeigen, dann beide Hände aufs Herz legen)
So geht er zu den anderen. (Gehen)
Und sagt: »Gott hat uns diesen ganzen Weg hierhergeführt. (Zum Himmel zeigen). Vergesst das nicht.
Viele Jahre waren wir unterwegs.
Als wir Durst litten, hat Gott uns Wasser gegeben. Als wir nichts zu essen fanden, hat Gott uns versorgt. Die ganzen Jahre hat Gott uns geführt. Immer mit dem Versprechen, dass er uns ein Land zeigt, in dem wir wohnen werden. Ein Land, in dem es uns gut gehen wird. Deshalb vergesst nicht: Gott ist bei uns. (Hände aufs Herz legen)
Und nun lasst uns losgehen. (Gehen)
»Seid mutig und stark (Arme nacheinander anwinkeln, Fäuste ballen und Muskeln zeigen)
und fürchtet euch nicht (Zeigefinger abwehrend bewegen),
denn der Herr, euer Gott, ist bei euch.« (Hände aufs Herz legen)
So ziehen Josua und die Israeliten über den Jordan und finden ein Land, in dem sie wohnen können und es ihnen gutgeht. (Mit Händen Dach über dem Kopf bilden)
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum ThemaUnd was tut Gott dann? Er fängt mit einem zwei Menschen, Abraham und Sara, noch einmal ganz neu an, ruft sie heraus aus ihrer Welt und Sippe, um etwas Neues zu schaffen.
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische Elementesiehe »Zur ganzen Reihe«
Das wünsch ich sehr
(KuS 410, KKL 333, HuT 315, MKL1 5, vor und nach der Erzählung singen);
Gott hält seine Hand (KuS 186; evtl. Refrain als Rahmung des Psalmgebets)
Segne uns mit der Weite (KuS 182, KKL 281)
Siehe »Zur ganzen Reihe«
Siehe »Zur ganzen Reihe«
Kreative Umsetzung der GeschichteFür die Jüngeren die Geschichte und den Weg mit Tüchern und Klötzchen veranschaulichen.
Für die Älteren wird aus der Sicht Saras erzählt, da in der Bibelauslegung in den letzten Jahren anstelle von »Erzvätern« eher von »Erzeltern« gesprochen wird. Die Erzählperson kann sich mit einem Tuch als Sara kenntlich machen, um so die Übergänge zur Geschichte und wieder weg von ihr anzuzeigen.
Zum Schluss kann »Sara packt ihren Koffer und nimmt mit …« gespielt werden.
Die Geschichte wirft bei Erzählenden und Hörenden wahrscheinlich Fragen auf, die im Theologisieren mit den Kindern aufgegriffen werden können. Z. B.
Zum Abschluss das Lied »Segne uns mit der Weite« (in dem viele Arten des Segens beschrieben werden).
Die Kinder bilden Paare. Ein Kind führt, das andere hat die Augen verbunden und wird geführt.
Mit diesem Spiel können sich die Kinder in Abraham und Sara hineinversetzen. Tipp: Dazu muss das Team die Kinder kennen und einschätzen können. Wichtig: Kinder können, müssen jedoch nicht mitspielen.
Siehe hierzu »Zur Gestaltung der Reihe«
Mögliches Symbol heute: Hand (für die Führung Gottes)
Brief Saras an ihre Freundin in der Heimat.
Oder Brief an eine*n eigene*n Freund*in, die*der umziehen muss.
Erzählung für JüngereEinstieg: Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie das war, als ihr in den Kindergarten bzw. die Schule gekommen seid? Neues Gebäude, neue Leute? Oder ist jemand schon einmal umgezogen? Wie war das?
Es ist nicht leicht, von einem Ort wegzugehen, an dem man sich wohlfühlt, wo man die Leute kennt, wo alles vertraut ist. Es ist nicht leicht, sich in einer neuen Situation zurechtzufinden.
Wer möchte, darf davon erzählen.
(Mit Bauklötzen auf einem grünen Tuch eine kleine Siedlung aufbauen. Daran angrenzend gelbe und braune Tücher für Wüste und Berge; während der Erzählung Figuren entsprechend versetzen.)
Hier lebten Abraham und seine Frau Sara. Es ging den beiden gut. Sie hatten genug zu essen, ein schönes Haus. Es gab gute Weideplätze für ihre Schafe und Ziegen. Sie waren hier alt geworden.
Ja, es ging ihnen wirklich gut. Nur eins fehlte zu ihrem Glück: Sie hatten keine Kinder.
Aber mit Abraham und Sara lebten viele Knechte und Mägde zusammen, die bei der Arbeit im Haus und mit den Tieren halfen.
Im gleichen Ort wohnten auch alle ihre Verwandten, ihre Freunde und Bekannten. Da konnte man sich gegenseitig unterstützen oder zusammensitzen und reden und erzählen.
Dann hörte Abraham eines Tages, wie Gott zu ihm redete: »Abraham, geh fort von hier! Verlasse deine Familie, deine Freunde! Geh weg aus deinem Haus von deinem Land. Zieh in ein neues Land, das ich dir zeigen werde.«
Und Gott redete noch weiter: »Ich möchte dir Glück und Segen geben. Du wirst viele Kinder und viele Enkel und Urenkel bekommen, dass es ein ganzes Volk sein wird.«
Abraham fragte sich: »Was soll das bedeuten? Er und Sara waren beide alte Leute. Wozu sollten sie noch weggehen? Und wohin? Und Kinder bekommen? Sie waren doch viel zu alt dafür!«
Dazu hatte Gott nichts gesagt, aber Abraham war sich sicher: Gott hat mit ihm geredet.
Ein wenig unsicher ging Abraham zu seiner Frau Sara. Wie sollte er ihr erklären, dass sie weggehen würden? Weggehen mussten!
Doch Sara sagte: »Wenn Gott das gesagt hat, gehe ich mit dir. Ich glaube Gott, dass er uns noch viel Größeres schenken will: Glück und Segen und viele Nachkommen. Ich muss noch alles vorbereiten. Und von all meinen Freundinnen möchte ich mich auch verabschieden. Aber dann gehen wir los!«
Voller Zuversicht brachen Sara und Abraham auf. Ihr Neffe Lot ging auch mit ihnen. Sie nahmen alles mit, was sie besaßen: Tiere, Geschirr, Kleidung und Verpflegung. Auch die Knechte und Mägde gingen mit. So machten sie sich auf den Weg, einen Weg ins Ungewisse.
Von einem Weideplatz zum nächsten zogen sie. Jeden Abend schlugen sie ihre Zelte auf. Manchmal blieben sie auch ein paar Tage an einem Ort. Dann aber packten sie alles wieder ein und zogen weiter. Sie wussten nicht, wohin es ging. Was sie aber wussten: dass Gott bei ihnen ist.
Abschluss: Abraham und Sara vertrauten Gott – das war nicht immer leicht. Wie sich das anfühlt, könnt ihr in einem Spiel ausprobieren (Vertrauensspiel).
Baumwoll-Rundtücher – Komplettset
Mit sechs Tüchern in sechs Farbe

Die drei fortlaufenden »Erzählungen für Jüngere« dieser Reihe mal mit Rundtüchern erzählen, die anders wirken …
In den Farben rot, blau, weiß, gelb, dunkelbraun und grün (auch einzeln zu bestellen).
Maße: Ø 65–88 cm (je nach Farbe und Firma)
Set € 42,10; Best.-Nr. S1359
Erzählung für Ältere
Einstiegsgespräch:
(Jeweils Zeit für Antworten lassen)
Könnt ihr euch an eine Situation erinnern, in der ihr neu angefangen musstet (Schule, Umzug …)? Wie war das? Was hat euch geholfen und den Neuanfang leichter gemacht?
Was würdet ihr einem Freund oder einer Freundin sagen, dass für ihn*sie ein Neuanfang einfacher wird?
Wie kannst du spüren, dass Gott bei dir ist?
Auch heute verlassen viele Menschen ihr Land oder ihre ganze Familie. Kennt ihr jemanden? Warum tun sie das? Wie wird es ihnen wohl gehen?
Wir brechen gleich auf. Die Kamele sind beladen, die Wasserschläuche gefüllt, die Ziegen und Schafe zusammengetrieben. Und ich bin wieder mal aufgeregt, obwohl wir doch schon lange unterwegs sind und wir schon oft aufgebrochen sind. Abraham will in das Land ziehen, das Gott ihm versprochen hat. Nachts grübele ich manchmal: »Ob wir dort gut ankommen?« Ich bin ja nicht mehr jung, und mein Mann auch nicht. Aber ich bin voller Zuversicht! Gleich geht es los.
Ich bin Sara, die Frau von Abraham. Manchmal frage ich mich immer noch, ob das nötig war? Sich noch in unserem Alter mit Sack und Pack auf die Reise zu machen. Es ging uns ja in Haran, wo wir lebten, gut. Wir hatten ein schönes Haus, gute Weiden für unsere Tiere, Knechte und Mägde, die uns halfen. Aber vor allem waren unsere ganze Verwandtschaft, unsere Freunde und Bekannten in der Nähe. Das war schön. Wir haben einander geholfen und zusammengehalten. Eigentlich perfekt. Außer, dass wir keine Kinder hatten.
Und dann diese verrückte Aktion: alles aufgeben und hinter sich lassen! Wirklich alles: Haus, Freunde, Familie. Mit Zelten und Tieren, Knechten und Mägden machten wir uns auf den Weg. Wir wussten nicht mal, wohin.
Warum das Ganze? Gott hatte mit Abraham geredet. Wie? Ich weiß es nicht. Abraham und ich wissen nur, dass Gott uns führt. Dass er es gut meint mit uns und uns in ein gutes Land führen wird.
So hat Gott es zu Abraham gesagt. Und Gott hat uns versprochen, dass er uns segnen wird und er etwas Besonderes mit uns vorhat: ein Neuanfang in einem neuen Land. Eine neue, große Familie hat Gott uns versprochen. Ich weiß zwar nicht, wie das gehen soll, aber lassen wir uns überraschen!
Ob uns das leicht fällt? Nein, natürlich nicht. Immer wieder kommen Fragen und Zweifel: »Hat Abraham nicht richtig gehört?« – »Wie lange leben wir zwei alte Menschen denn noch? Woher soll da noch eine Familie kommen?«
Doch unser Vertrauen zu Gott ist stärker. Wir haben unterwegs schon so viel Gutes erfahren und gemerkt: Gott begleitet uns. Deshalb bepacke ich immer wieder die Kamele. So lange, bis wir ankommen in dem Land, das Gott uns zeigen wird.
Abschlussgespräch: Was könnte mit dem Segen, den Gott versprochen hat, gemeint sein?
Woran könnten Abraham und Sara merken, dass sie gesegnet sind?
Seid ihr auch gesegnet?
Salböl-Set
Alles immer beieinander
Das Set beinhaltet alles, was für eine Segnungsfeier benötigt wird. Ob in der Kirche mit Kindern, der Gemeinde oder am Krankenbett.
Mit: Salböl-Schälchen und -gefäß aus Keramik (beides handgetöpfert), Salböl-Fläschchen (30 ml einer speziellen Mischung aus natürlichen, ätherischen Ölen) und der Broschüre »Segen, der unter die Haut geht«.
Set € 26,90; Best.-Nr. S1510
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSiehe »Zur ganzen Reihe«
Weißt du, wieviel Sternlein (EG 511, KuS 626, KKL 20; zur 1. Strophe wird für jedes Kind, das »Gott kennt und liebhat«, ein Teelicht angezündet und auf ein blaues Tuch gestellt; dann das ganze Lied singen);
Das wünsch ich sehr (KuS 410, KKL 333, HuT 315, MKL1 5, vor und nach der Erzählung);
Nichts soll dich ängsten (KuS 232, HuT 130)
Siehe »Zur ganzen Reihe«
Siehe »Zur ganzen Reihe«
Kreative Umsetzung der GeschichteDie Kinder schneiden Sterne aus, schreiben Mut machende Worte/Liedverse oder malen Bilder darauf und gestalten die Sterne, die auf ein großes, dunkelblaues Tuch gelegt/gehängt werden. Am Ende kann jedes Kind einen Stern mitnehmen.
Kinder fragen (und nachdenken lassen) über:
Siehe hierzu »Zur Gestaltung der Reihe«
Mögliches Symbol heute: Sterne.
Erzählung für JüngereZur Anknüpfung an den vergangenen Sonntag werden wieder die Tücher und Figuren so aufgebaut, wie sie am Ende der letzten Erzählung waren (Wüste/Berge).
Materialergänzung: grünes und dunkelblaues Tuch, (Leucht-)Sterne in der Anzahl der Kinder
Abraham und Sara dachten oft über ihren langen Weg nach – weg aus ihrer Heimat, in ein anderes Land. Sie waren unterwegs, weil Gott zu ihnen gesagt hatte: »Abraham, verlass deine Heimat. Verlass deine Familie. Zieh in ein neues Land. Ich will es dir zeigen.« Und Sara und Abraham machten es so. Sie vertrauten Gott, dass er sein Versprechen hält.
Alles, was sie besaßen, nahmen sie mit: Zelte und Tiere, Knechte und Mägde. Sie brachen auf, obwohl sie nicht wussten, wohin. Sie zogen von einem Weideplatz zum nächsten. Abends bauten sie die Zelte auf. Manchmal blieben sie einige Zeit. Dann packten sie alles wieder ein und zogen weiter.
(Grünes Tuch für das neue Land ausbreiten, alle Figuren dort abstellen)
Lange waren sie schon unterwegs. Es war sehr anstrengend. Schließlich erreichten sie das Land Kanaan. Hier gab es Wasser und gute Weiden für die Tiere.
»Dies ist das Land, das ich euch gebe«, sagte Gott zu Abraham und Sara. »Hier sollt ihr wohnen.« Jetzt schlugen sie ihre Zelte endgültig auf. Erleichtert packte Sara die Sachen aus. Abraham baute an einen Altar und dankte Gott, dass er sie auf der langen Reise bewahrt hatte. »Wir dürfen Gott nie vergessen«, sagte er. »Er sorgt für uns wie ein Vater.« Ja, das glaubten sie.
Viele Jahre vergingen. Abraham und Sara waren froh in ihrer neuen Heimat. Aber Gott hatte ihnen mehr versprochen. Viele Nachkommen sollten sie haben. Sara und Abraham aber hatten noch kein Kind. Und jetzt waren sie sehr alt. »Wie sollen wir jetzt noch zu einem großen Volkes werden?«, fragte Abraham Gott immer wieder. Darüber wurden die beiden immer trauriger. (Dunklblaues Tuch über die Tücher legen)
Eines Nachts hörte Abraham Gottes Stimme: »Geh hinaus vor dein Zelt. Schau hinauf zum Himmel. Was siehst du?« Abraham trat vor sein Zelt und stand staunend unter den vielen Sternen, die am Himmel funkelten. »Viele, viele Sterne sehe ich«, antwortete Abraham. »Ich kann sie nicht zählen.« – »So viele Nachkommen wirst du haben, glaube mir«, sagte Gott. (Leuchtsterne auf dunklem Tuch ausbreiten)
Abraham blieb vor dem Zelt stehen. Er schaute in den Himmel.
Er war sprachlos. Da waren so viele Sterne! »Ein unendlicher Sternenhimmel! So groß bist du, Gott! Du hast alles gemacht und bist viel größer als alles. Jetzt weiß ich wieder: Du bist da, Gott. Du lässt uns nicht allein und hältst, was du versprichst.«
Da wurden Abraham und Sara wieder froh. Sie wussten wieder: »Gott hat uns nicht vergessen. Er wird sein Versprechen halten.«
Am Ende bekommt jedes Kind einen Stern.

Immer wieder werden Erzählungen mit Figuren bildlich dargestellt. Nicht ohne Grund! Hinterlassen doch Worte in Kombination mit Bildern einen starken Eindruck.
(Die abgebildeten Figuren können natürlich auch für andere Personen als die genannten verwendet werden; v. l. n. r.): Jesus, Prophet, vornehme Frau, König, Jünger, Maria, junge Frau, Hirtenjunge. Auch einzeln bestellbar.
Maße: Zwischen 10 und 13 cm hoch
Set € 69,10; Best.-Nr. S676
Erzählung für ÄltereSara erzählt:
Wie lange waren wir eigentlich unterwegs? Ich habe das Gefühl für die Zeit verloren. Nur an mir und meinem Mann Abraham kann ich sehen, wie die Zeit vergeht: Wir sind alt geworden. Wir sind in dem Land angekommen, das Gott uns versprochen hat. Es ist ein gutes Land. Das schon. Aber es gehört uns nicht. Doch eigentlich spielt das auch keine Rolle mehr. Wie gesagt: Wir sind inzwischen alt geworden. Und obwohl ich nach wie vor glaube, dass Gott uns hierhergebracht hat, weiß ich nicht, wie es weitergehen soll.
Denn wir haben keine Kinder, keine Enkel. Was nützt uns da unser Wohlstand, die fetten Tiere, die Knechte und Mägde? Ich weiß, Abraham fragt sich das auch manchmal. Auch wenn wir uns gegenseitig immer wieder darin bestärken, dass Gott seine Versprechen einhält und er einen Plan für uns hat. Wir werden nun mal nicht jünger.
Und manchmal, wenn wir nachts allein vor dem Zelt stehen und in den Himmel schauen, überkommen uns Zweifel: »Wozu sollten wir unsere Heimat eigentlich verlassen? Wozu den langen Weg gehen?« Dann werden wir mutlos. Dann ist es in uns fast so dunkel wie die Dunkelheit vor dem Zelt. Wir zwei Menschen sind so klein – und die Welt, der Himmel, die Sterne so groß! Was sind wir mit unserem kleinen Leben? Und nicht mehr lange, dann sind wir nicht mehr da.
Doch letzte Nacht ist etwas Sonderbares geschehen. Gott hat wieder zu uns geredet. Er hat gesagt: »Abraham, ich bin dein Beschützer, ich will dir viel geben.« Da konnte mein Mann nicht mehr anders. Es brach aus ihm heraus: »Ja, Gott, ich weiß das, aber was hilft uns das? Wir sind alt! Wir sterben bald! Und noch immer haben wir kein Kind. Am Ende wird ein Knecht alles erben, was ich habe.«
Ich fand das ganz schön mutig von Abraham. Aber Gott hat ihn nicht zurechtgewiesen, wie ich es wohl erwartet habe. Nein, er hat unsere Klage angehört. Und dann sagte er: »Nein, habt keine Angst. Nicht dein Knecht wird euch beerben, sondern ihr werdet einen Sohn haben.Geht hinaus vors Zelt. Schaut euch hoch in den Sternenhimmel. Könnt ihr die Sterne zählen?« Und nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: »So viele Nachkommen werdet ihr haben.«
Da gingen wir hinaus und schauten in den Himmel. Zuerst sahen wir einen Stern. Doch dann noch einen. Und je länger wir schauten, umso mehr Sterne konnten wir erkennen. Tausende – einfach nicht zu zählen.
So unbeschreiblich groß und wunderbar war dieser Sternenhimmel! Und alles hat Gott gemacht, alles ist in seiner Hand.
Diese Einsicht hat uns wirklich die Sprache verschlagen. Und je länger wir da im Dunkel standen, desto heller wurde es in uns. Wir merkten: Gott ist da. Er hat uns bis hierhergebracht und er wird sein Versprechen halten. Wir brauchen uns nicht zu sorgen.
Zum Abschluss der Geschichte »Nichts soll dich ängsten« singen. Gerne auch auf Spanisch, da das »Solos dios basta« kurz und eindrücklich ist.
Figurenkegel-Set
Mit 21 Figurenkegeln aus Buchenholz
Auch mit Figurenkegeln aus Holz können biblische Geschichten dargestellt werden. Dieses Set bietet dazu viele Möglichkeiten.
Vier verschiedene Größen (die jeweils auch einzeln bestellt werden können):
1 x XXL, 16,5 cm hoch (1454);
3 x groß, 10 cm hoch (1208, im 10er-Set);
12 x mittel, 7 cm hoch (472, im 10er-Set);
5 x klein, 5 cm hoch (471, im 10er-Set)
Set mit 21 Kegeln € 21,60;
Zugänge für den VorbereitungskreisSie greift die heutige Geschichte auf. Gastfreundschaft ist besonders in alten Zeiten ein wichtiges soziales Tun. Und auch heute noch spielt sie vor allem in südlichen Ländern eine große Rolle. Gerade dort, wo es kaum Gasthäuser gibt, sind Menschen unterwegs auf Gastfreundschaft angewiesen. Besondere Gastfreundschaft, gerade gegenüber Fremden, wird hoch eingeschätzt.
Doch auch heute, »bei uns«, erleben wir immer wieder unverhoffte Gastfreundschaft. Wer mag, kann davon erzählen.
Unserer Geschichte endet damit, dass die Gäste ein wunderbares Gastgeschenk dalassen: die Verheißung eines Kindes innerhalb eines Jahres.

Zum Text / Zum ThemaAbraham lädt die Fremden höflich (fast drängend) und untertreibend ein, seine Gäste zu sein: Wasser und ein Stückchen Brot will er ihnen anbieten. Doch was dann folgt, ist ein ungeheurer Aufwand, der für die Gäste betrieben wird. Die perfekte Gastfreundschaft.
Deshalb bekommt er von den Gästen ein Gastgeschenk (das in alten Geschichten ein beliebtes Motiv ist).
Und jetzt kommt Sara ins Spiel. Mit der Frage nach ihr wird deutlich: Es geht nun auch um sie. In einem Jahr werde sie ein Kind haben. Saras Reaktion darauf, ein Lachen, ist wohl die normale menschliche Reaktion auf diese Ankündigung – und zugleich die Reaktion eines Menschen auf Gottes wundervolles Eingreifen. Es ist kein Zeichen ihres Unglaubens. Denn das Lachen wird später im Namen, den das Kind bekommt, positiv aufgegriffen: Isaak – »Gott lacht« oder »Gott möge lachen«).
Es lacht nicht nur Sara in ihrem Staunen, sondern auch Gott freut sich über dieses Kind
Die Kinder und der Text /
Liturgische ElementeSiehe »Zur ganzen Reihe«
Das wünsch ich sehr
(KuS 410, KKL 333, HuT 315, MKL1 5);
Du verwandelst meine Trauer in Freude
(nach der Geschichte; KuS 411, KKL 337, HuT 113, EGplus 106, MKL1 9)
Siehe »Zur ganzen Reihe«, Seite 19
Siehe »Zur ganzen Reihe«
Kreative Umsetzung der GeschichteUm einerseits die Gastfreundschaft und andererseits die große Freude über das so sehnlichst und lange erwartete Kind nachzuvollziehen, soll ein kleines Freudenmahl gefeiert werden (mit z. B. Fladenbrot, Schafskäse, Gurken, Saft und Wasser). Vielleicht kann sogar auf einer Picknickdecke auf dem Boden sitzend gegessen werden. Schön ist es, ein Tischlied zu singen.
Siehe hierzu »Zur Gestaltung der Reihe«
Mögliche/s Symbol/e heute: Brot, Krug, Baby
Abraham und Sara
Bildkartenset zum Kamishibai-Erzähltheater
12 stabile, farbige DIN-A3-Bildkarten,
inkl. Textvorlage.
Illustriert von Petra Lefin
€ 18,00; Best.-Nr. 3478
Erzählung für JüngereAus Tüchern ein Zelt aufbauen; Abraham und Tiere sind vor dem Zelt, Sara im Zelt; Babyfigur bereithalten
Es war Mittag und richtig heiß. Abraham saß vor dem Zelt und döste vor sich hin. Seine Frau Sara war im Zelt. Abraham konnte sie durch die dünne Zeltwand hören, wie sie ihrer Arbeit nachging.
(Drei Figuren dazustellen, [es bleiben durchweg drei Personen, auch wenn am Ende nur eine spricht].)
Da schaute Abraham auf: »Wo kommen denn plötzlich die drei Fremden her?« Er hatte sie gar nicht kommen sehen.
So schnell Abraham in seinem Alter noch konnte, sprang er auf. »Das geht ja nicht, dass diese Fremden in der größten Mittagshitze hier vorbeigehen. Ich muss sie einladen und ihnen etwas anbieten, damit sie sich ausruhen und stärken können. Wenn es dann nicht mehr so heiß ist, können sie weiterziehen.«
Abraham verbeugte sich vor den Männern und sagte: »Liebe Herren, seid meine Gäste. Ich will euch einen Schluck Wasser und Brot bringen, bevor ihr euch wieder auf den Weg macht.« Die Männer antworteten: »Ja, mach das.«
Während sie sich im Schatten niederließen, und Knechten ihnen die stubigen Füße wuschen, ging Abraham zu Sara: »Schnell, Sara, mach eine große Menge Teig für Brot. Nimm vom feinsten Mehl, das wir haben. Ich suche ein schönes Kalb aus der Herde aus für einen leckeren Braten. Die Gäste sollen das Beste bekommen, das wir haben. Sorge auch für frische Milch von unseren Tieren.« So bereiteten Abraham und Sara ein großes Gastmahl für die Fremden zu.
Als alles fertig war, lud Abraham seine Gäste ein. Er bediente sie aufmerksam: reichte ihnen Fleisch und Brot, goss ihnen Milch und Wasser nach und passte auf, dass sie immer genug von allem hatten. Sara war im Zelt geblieben, wie es üblich war. Doch durch die dünne Zeltwand konnte sie das Gespräch der Männer gut hören.
Als die drei Männer satt und ausgeruht waren, fragte einer von ihnen: »Wo ist deine Frau Sara?« – »Sie ist hier im Zelt hinter uns«, antwortete Abraham.
Und als der Mann weiterredete, wussten sowohl Abraham wie auch Sara, dass nun sie beide nun gemeint waren. »In einem Jahr werdet ihr ein Kind haben«, sagte der Fremde.
So etwas Unglaubliches hatten sie nicht erwartet. Sind sie nicht beide zu alt? Staunend und überrascht lachte Sara in sich hinein. Da sagte der Fremde: »Glaubst du nicht, dass Gott alles tun kann? In einem Jahr werdet ihr ein Kind haben.«
Es dauerte wirklich gar nicht lange, da merkte Sara, dass sie schwanger war. Jetzt musste sie oft lachen – immer wenn sie daran dachte.
(Babyfigur ins Zelt legen)
Als dann das Kind geboren wurde, lachten beide:, Abraham und Sara. Es war ein Junge. »Er soll Isaak heißen«, meinte Abraham. »Denn auch Gott freut sich über ihn und lacht ihn an.«
Nomadenzelt
Mit Holzgestell zum Zusammenstecken
Das Nomadenzelt mit dem durchdachten Holzgerüst zum Zusammenstecken und dem dunkelblauen Dach aus Baumwolle, spielt in vielen (meist alttestamentlichen Geschichten) eine bedeutende Rolle.
Das Nomadenzelt (auch Beduinenzelt) ist auf die Größe unserer Biegepuppen und der anderen Legematerialien abgestimmt.
Die Zeltstangen können im Tuch eingerollt und mit den beiden gelben Kordeln, die auch zur Zeltbefestigung dienen, transportiert werden.
Maße: (B x T x H) ca. 60 x 20 x 22 cm.
€ 21,60; Best.-Nr. 1370
Erzählung für Ältere
Sara erzählt:
Lachen erfüllt unsere Zelte. Wer hätte das gedacht? Da krabbelt und quietscht so ein kleines Kerlchen zwischen den Tieren und Mägden und Knechten umher – und alle freuen sich. Wir müssen oft über ihn lachen.
Das kleine Kerlchen ist unser Sohn. Ja, unser leiblicher Sohn. Den hat Gott uns nach langen Jahren des Hoffens und Betens geschenkt. Obwohl ich und mein Mann Abraham eher schon so alt sind wie Großeltern oder gar Urgroßeltern. Es ist ein Wunder! Und wir freuen uns unglaublich.
Deshalb haben wir ihn auch Isaak genannt. Das heißt: »Lachen«. Oder besser: »Gott möge über ihm lachen«.
Eigentlich hat Lachen unsere ganze Geschichte begleitet. Obwohl uns das Lachen manchmal vergangen ist, weil wir so lange auf dieses Kind mussten. Denn Gott hatte es uns versprochen, aber nicht gesagt, wann es so weit sein wird.
Doch dann bekamen wir vor einem Jahr Besuch. Die drei Männer sahen aus wie normale Wanderer. Sie waren in der Mittagshitze unterwegs und kamen an unseren Zelten vorbei. Doch in dieser prallen Mittagssonne sollte niemand unterwegs sein. Die Höflichkeit gebietet es, dass man ihnen einen Platz im Schatten und eine Erfrischung anbietet.
Mein Mann ging den Fremden entgegen und begrüßte sie. Er verbeugte sich höflich von ihnen und lud sie ein: »Wollt
ihr so freundlich sein und zu mir in den Schatten kommen. Ich will euch schnell etwas zur Stärkung bringen, bevor ihr weiterzieht.«
Ich habe alles vom Zelt aus mitgehört, weil Frauen bei uns unter fremden Männern nichts verloren haben. Aber ich kannte meinen Mann gut genug, um zu wissen, dass dies eine höfliche Untertreibung war. Und wirklich: Kurz darauf kam er zu mir ins Zelt gestürmt und rief: »Schnell, Sara, bereite eine große Menge Teig vom feinsten Mehl zu und backe Brot für unsere Gäste. Ich selbst will aus unserer Rinderherde das schönste Kalb aussuchen, damit die Knechte daraus einen feinen Braten machen. Dann brauchen wir noch Milch und Butter.«
Trotz der Eile wurde alles sorgfältig zubereitet. Die Gastfreundschaft verlangt das Beste für die Gäste. Erst recht bei Fremden, von denen man keine Gegeneinladung erwarten kann. Das haben wir immer so gehalten.
Abraham hat die Gäste beim Essen selbst bedient und geschaut, dass es ihnen an nichts fehlt. Ich habe mich im Zelt ausgeruht. Ich hörte zwar, dass sie sich unterhielten, aber was sie redeten … darauf achtete ich nicht. Es gehört sich ja nicht, zu lauschen, .
Bis ich meinen Namen hörte. Da wurde ich aufmerksam. »Wo ist deine Frau Sara?«, fragte einer. Ich verstand nicht. Woher kennen die mich denn?
Abraham antwotete: »Sie ist im Zelt.«
Doch jetzt wusste ich, dass es um mich ging. Die Männer rechneten anscheinend damit, dass ich nun zuhörte.
Aber was ich dann zu hören bekam, war unglaublich: »Nächstes Jahr um diese Zeit komme ich wieder. Dann wird Sara einen Sohn haben«, sagte er.
»Meinte er wirklich mich? Wusste er nicht, dass ich eine alte Frau war? Wie stellte er sich das vor?«, so schwirrten die Fragen in meinem Kopf. Gleichzeitig hüpfte mein Herz vor freudiger Überraschung: »Sollte doch noch eintreten, worauf wir so lange schon warten?« Und da musste ich lachen, als ich diese unglaublichen Worte hörte.
Da hörte ich die Stimme nochmals: »Warum lacht Sara? Und warum denkt sie, sie sei zu alt? In einem Jahr wird sie ein Kind haben.«
Ich fragte mich immer mehr: »Wer waren diese Fremden?« Denn sie sagten noch etwas Überraschendes: »Sollte für Gott etwas unmöglich sein?«
Jetzt bin ich sicher, dass es keine gewöhnlichen Menschen waren. Sie kamen von Gott und brachten unser Kind wie ein Gastgeschenk mit.
Mein Lachen wurde mit jedem Monat, in dem mein Bauch wuchs, unbegreiflicher. Denn Gottes Handeln ist für uns unbegreiflich. Und wenn ich unser lachendes Kind sehe, ist eine unbändige Freude in mir.
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