Alles anders – Passion im Johannesevangelium – Teil 2 in EvKiki 2-22Alles anders – Passion im Johannesevangelium – Teil 2 in EvKiki 2-22

Reihe: Alles anders – Passion im Johannesevangelium – Teil 2 in EvKiki 2-22

Enthält: 2 Einheiten
Materialarten: Bibelarbeit (1), Kreativangebot (1)
Zielgruppe: Mitarbeitende
Meta-Thema: Kreuz, Leid und Klage, Passionszeit, Tod und Trauer
Heft: Ev. Kiki 2022 / 2
Bibelstellen: Johannes 18,28-19,5, Johannes 19,17-19,30

Alle Evangelien erzählen die Geschichte Jesu »von hinten her«. Wie sie erzählen, ist geprägt von der Erkenntnis, dass Jesus zu unserem Heil gestorben und wieder auferstanden ist. Was von Jesus berichtet wird, ist durchdrungen von der Frohen Botschaft: Gott kommt in Jesus den Menschen nahe. Auch wenn das Johannesevangelium d


Vorschau:

Alle Evangelien erzählen die Geschichte Jesu »von hinten her«. Wie sie erzählen, ist geprägt von der Erkenntnis, dass Jesus zu unserem Heil gestorben und wieder auferstanden ist. Was von Jesus berichtet wird, ist durchdrungen von der Frohen Botschaft: Gott kommt in Jesus den Menschen nahe. Auch wenn das Johannesevangelium darin mit den drei ersten (älteren) Evangelien übereinstimmt, ist es doch anders:

  • Es spricht eine andere Sprache, redet viel stärker »begrifflich« und bietet eine »hohe« Theologie.
  • Jesus hält im Johannesevangelium lange Reden darüber, wer er ist und was seine Sendung ausmacht.
  • Dennoch enthält es auch viel Erzählstoff: Sieben »Zeichen« (= Wundergeschichten), die deutlich als theologische Erzählungen geprägt sind.
  • Es ist von viel Symbolik geprägt (z. B. die »Ich-bin-Worte«) und enthält viele zwei- oder mehrdeutige Aussagen.
  • Im Johannesevangelium verschränken sich die Zeiten: In der Geschichte Jesu spiegelt sich deutlich die Situation der späteren Gemeinde. Wenn Jesus zu seinen Jünger*innen redet, redet er zugleich mit den Christen der späteren Zeiten. Wenn er sich mit seinen Gegnern auseinandersetzt, zeigen sich darin deutlich die Konflikte der Christen an der Wende vom 1. zum 2. Jahrhundert mit ihrer Umwelt. (Vorsicht: Die harten Worte gegen »die Juden«, gemeint sind die jüdischen Autoritäten, sind nicht antisemitisch oder antijüdisch zu verstehen, sondern erklären sich aus den schmerzhaften Trennungsprozessen der frühen Christen von der jüdischen Synagoge – und umgekehrt.)
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