Detailansicht "Amos und die Frage nach der Gerechtigkeit"
Thema
Amos und die Frage nach der Gerechtigkeit
Enthält:
5 Beiträge
Materialart:
Kreativangebot
Heft:
Ev. Kiki 2024 / 1
Zeitbedarf:
- Min.
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Ein ganz gewöhnlicher Mensch war Amos, bis er von Gott eine Aufgabe erhielt. Er stellt sich selbst in Amos 7 so vor: »Ich bin kein Prophet noch ein Prophetenjünger, sondern ich bin ein Rinderhirt, der Maulbeerfeigen ritzt. Aber der Herr nahm mich von der Herde und sprach zu mir: ›Geh hin und weissage meinem Volk Israel!‹«
Vorschau:
Amos und die Frage nach der Gerechtigkeit
I. Vorüberlegungen
Ein ganz gewöhnlicher Mensch war Amos, bis er von Gott eine Aufgabe erhielt. Er stellt sich selbst in Amos 7 so vor: »Ich bin kein Prophet noch ein Prophetenjünger, sondern ich bin ein Rinderhirt, der Maulbeerfeigen ritzt. Aber der Herr nahm mich von der Herde und sprach zu mir: ›Geh hin und weissage meinem Volk Israel!‹«
Diesem Auftrag kommt Amos nach. Er richtet keine schönen Worte an das Volk Israel, sondern knallharte Gerichtsworte und Visionen über das Ende von Israel. Gott zeigt sich hier von einer Seite, die wir in der Kirche mit Kindern selten thematisieren.
Aus den Gerichtsworten und Aussagen über die Zerstörung lässt sich eine einfache, zeitlose Botschaft ableiten: Gott ist Unrecht nicht egal. Gott ist kompromisslos auf der Seite der Unterdrückten, der Misshandelten, der Verlierer der Geschichte. Gleichzeitig sagt Gott »Stopp« zu all den anderen Menschen: zu den Unterdrückern, die misshandeln; zu denen, die ihr Leben auf Lug und Trug aufbauen; und zu denen, die sich auf Kosten anderer bereichern.
Diese Seite des »Einstehens Gottes für Recht und Gerechtigkeit« scheinen wir manchmal nicht wahrzunehmen. Und das nicht, weil sie sich auf einzelne Texte wie die des radikalen Propheten Amos beschränkt. (Es ist ja im Gegenteil so, dass sich Gottes Parteinahme für die Armen und Schwachen durch die gesamte Bibel zieht!) Vielmehr fallen diese Stellen oft unter den Tisch, weil sie so unbequem für uns sind. Und sie sind so unbequem für uns, weil wir trotz Inflation und individueller Herausforderungen – global gesehen – auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wir sind allein schon durch unseren Wohnsitz in Deutschland privilegiert.
Wenn ich Amos 5,4–7 und 9,11–15 im Anschluss an Amos 2 lese spüre ich, wie ich aufatme. Gott sei Dank! Es gibt doch Hoffnung. Es wird doch am Ende alles gut. Es wird nicht in Zerstörung enden,
Der Text in Amos 2 fühlt sich an wie eine Ohrfeige. Das Gegenteil von Bibelworten, die einem ein Wohlgefühl im Bauch machen. Ein Text, der wehtut. Gott tritt hier mit harten, erbarmungslosen Worten
Hier finden Sie kostenfrei ein Beispiel für ein Bodenbild als Zusatzmaterial für die Evangelische Kinderkirche Heft 1/2024 Legobilder; zur Reihe „Amos und die Frage nach der Gerechtigkeit“
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Hier finden Sie kostenfreies Zusatzmaterial zur Reihe "Amos und die Frage nach der Gerechtigkeit": Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 1/2024; Stoppschild groß; zur Reihe „Amos und die