Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 3/2026
Textblatt-Vorlage zu Psalm 84; Zur Reihe: Bei Gott bin ich zuhause, Sonntag, 9.8.2026
Der erste Teil des Psalms ist aus der sog. Lutherbibel (2017); die Antwort der zweiten Gruppe ist eine freie Übertragung von Sara Widmann und zu jedem Psalmvers in kursiver, fettgedruckter Weise eingerückt dazugestellt.

Zugänge für den VorbereitungskreisDie Ergebnisse werden wieder auf Karten geschrieben und mit den ersten Assoziationen zum Schwalbennest verglichen.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSiehe hierzu »Zur ganzen Reihe«
Guter Gott,
du schützt uns wie ein Haus mit festen Mauern.
Bei dir sind wir sicher und geborgen.
In deiner Nähe können wir uns freuen.
Dafür danken wir dir!
Wir bitten dich für alle Menschen,
die sich in ihrem Zuhause nicht sicher fühlen. Schütze sie!
Wir bitten dich für alle Menschen,
die kein Zuhause mehr haben
und auf der Straße leben. Mache ihnen Mut!
Wir bitten dich für alle Menschen,
die ihr Zuhause verlassen mussten
und Heimweh haben. Tröste sie!
Wir bitten dich für alle Menschen,
die sich um andere Menschen kümmern und ihnen ein sicheres Zuhause schenken.
Stärke sie!
Bei dir, Gott, sind wir zuhause!
Du machst uns zu deinen Kindern.
Und so rufen wir gemeinsam: Vater unser …
Kreative Umsetzung der GeschichteMit Holzbauklötzen oder Legosteinen wird der Jerusalemer Tempel nachgebaut. Hierzu wird zur Orientierung das Bild einer Rekonstruktion des Tempels in die Mitte gelegt. Entweder bauen alle Kinder gemeinsam an einem großen Tempel, oder jedes Kind baut für sich. Anschließend werden die Kunstwerke fotografiert, die Bilder ausgedruckt und den Kindern mit nach Hause gegeben. Auf die Bilder kann der Satz »Bei Gott bin ich zuhause« oder »Wir freuen uns über Gottes Haus« geschrieben werden.
Mit den Kindern wird aus Holz ein einfaches Vogelhaus gezimmert (oder gekauft).
Aus Naturmaterialien (dünne Zweige, Moos …), schmalen Zeitungsstreifen oder Wolle stellen die Kinder selbst Vogelnester her. Auf ausgeblasene Eier malen oder schreiben die Kinder die Botschaft: »Bei Gott bin ich zuhause« oder »Wir freuen uns über Gottes Haus«. Die Eier werden schließlich in die Nester gelegt.
Nach der Erzählung überlegen die Kinder:
Die Kinder setzen sich auf den Stuhl und antworten als Lieddichter auf die Fragen.
In einem zweiten Schritt wird überlegt:
Die Antworten können in das Bild von einem Haus geschrieben oder gemalt werden.
Erzählung für JüngereMit Bauklötzen
Material: Holzklötze, Wolle oder Walnussschale, vier Kegelfiguren
Der Mann ist aufgeregt (einen Holzklotz aufrecht hinstellen). Er macht eine Reise. Er will Gott besuchen. Er will zum Tempel in Jerusalem. Der Tempel ist das Haus von Gott. Dort kann er Gott nahe sein. Der Mann denkt: »Ich kann es kaum erwarten! Bald bin ich in Gottes Haus.« Er macht sich auf den Weg (Holzklötze aneinandergereiht flach hinlegen wie einen Weg). Viele Tage ist er unterwegs. Abends sucht er einen Schlafplatz. Da tun ihm die Füße weh. Aber er gibt nicht auf. Jeden Tag wächst seine Freude. »Bald habe ich es geschafft«, denkt er, »bald sehe ich Gottes Haus!« Fröhlich geht er weiter.
Der Mann ist an diesem Tag schon lange unterwegs. Auf einmal sieht er in der Ferne etwas. Das muss der Tempel sein. Sein Herz schlägt schneller. Der Mann ist aufgeregt. Es ist nicht mehr weit. Gleich hat er es geschafft. Er geht weiter auf den Tempel zu. Er kann ihn immer besser erkennen.
Außenherum ist eine feste Mauer. Ein bisschen wie bei einer Burg (vom Weg ausgehend die Holzklötze seitlich aufgestellt im Kreis wie eine Mauer legen). »Das ist ein sicherer Ort«, denkt der Mann. »Hier kann mir nichts passieren. Gott beschützt mich wie diese Mauer.« Durch ein großes Tor in der Mauer geht der Mann in den Vorhof des Tempels. Er staunt. Alles ist groß. Alles ist schön. Im Vorhof sind viele Säulen aus Stein (vier Holzklötze senkrecht an vier Stellen im Kreis aufstellen). Der Mann freut sich: »Ich habe es geschafft. Ich bin angekommen. Jetzt bin ich im Haus von Gott!« Er beobachtet alles genau.
In der Mauer hört er Vögel zwitschern. Er schaut genauer hin. Da ist ein Vogelnest. Die Vogeleltern fliegen schnell hinein und wieder heraus und bringen ihren Vogelkindern Futter (Wolle oder Walnussschale als Vogelnest an die Mauer legen). »Auch Tiere haben hier einen sicheren Ort gefunden. Auch sie sind bei Gott zuhause. Gott passt auf alle auf«, freut sich der Mann.
Da sieht er zwei Männer durch den Vorhof laufen (zwei Kegelfiguren in den Kreis stellen). Es sind Priester. Das sieht er an ihren Kleidern. Sie arbeiten im Tempel. Sie dienen Gott. Jeden Tag dürfen sie hier sein. »Das muss schön sein«, denkt der Mann, »wenn man jeden Tag in Gottes Haus sein darf.«
In einer Ecke sieht der Mann eine Frau und einen Mann sitzen (zwei Kegelfiguren in den Kreis an die Mauer stellen). Sie sagen: »Hier sind wir in Sicherheit. Hier kann uns nichts passieren. Bei Gott finden wir Schutz.« Die Leute haben ihr Zuhause verlassen müssen. In Gottes Haus sind sie in Sicherheit. »Wie schön es hier in Gottes Haus ist«, denkt der Mann. Er lächelt. Er freut sich so über Gottes Haus!
Er hat eine Idee. Er setzt sich hin und schreibt ein Lied über Gottes Haus. Er schreibt:
»Wir freuen uns über dein Haus, Gott. Ich habe es kaum erwarten können,
in deinem Haus zu sein.
Jetzt bin ich endlich da.
Auch die Vögel haben in deinem Haus einen sicheren Platz für ihr Nest gefunden.
Glücklich sind die, die in deinem Haus wohnen und arbeiten.
Glücklich sind die, die in deinem Haus Schutz suchen und finden.
Ein Tag in deinem Haus ist das Beste.
Ich habe noch nichts Besseres erlebt.
Du beschützt uns.
Du sorgst für uns.
Glücklich ist der Mensch,
der sich auf dich verlässt.
Amen.«
Der Mann bleibt noch ein paar Tage im Tempel. Dann macht er sich auf den Heimweg (Holzklötze flach auf den Weg als »Rückweg« legen). Er ist glücklich. Den ganzen Weg singt er sein Lied.
Erzählung für ÄltereDer Psalm wird gegen Ende der Geschichte gemeinsam mit den Kindern in zwei Gruppen gelesen.
Er kann es kaum erwarten. Seit Wochen plant er die Reise. Mehrere Tage wird er unterwegs sein. Die letzten Vorbereitungen sind getroffen. Jetzt kann es endlich losgehen. Er hat ein großes Ziel. Er will zum Tempel in Jerusalem. Schon lange hat er sich danach gesehnt, den Tempel zu sehen. »Ich will den Tempel, Gottes Haus sehen. Ich will Gott besuchen«, hat er immer wieder gesagt. Jetzt ist es so weit. Er macht sich auf den Weg. Er läuft den ganzen Tag. Abends sucht er einen Schlafplatz. Dann tun ihm immer die Füße weh. Aber er gibt nicht auf. Er will unbedingt in den Tempel!
Nach ein paar Tagen Wanderung kann er in der Ferne die Mauer des Tempels erkennen. Er rennt fast auf den Tempel zu. Vor der Tempelmauer bleibt er stehen. Er hat sein Ziel erreicht. Er legt den Kopf in den Nacken. So eine große und sichere Mauer hat er noch nie gesehen.
Aufgeregt geht er durch das Tor in den Vorhof des Tempels. Mit großen Augen schaut er sich um. Viele Menschen sind hier unterwegs. Sie reden durcheinander. Alle sind fröhlich. Er staunt über die großen Säulen aus Stein. Der Tempel ist wirklich schön! Und so groß. Als er nah an der Mauer entlang geht, hört er Vögel zwitschern. Er schaut nach oben. Da in der Mauer haben Vögel ein Nest gebaut. Die Vogeleltern fliegen hinein und heraus und füttern ihre Kinder. »Ihr habt euch aber einen schönen Ort ausgesucht«, sagt er zu den Vögeln. »Hier seid ihr sicher.«
Ein paar Meter weiter sieht er einen Mann und eine Frau auf dem Boden sitzen. Sie sind ganz dünn. Jemand hat ihnen etwas zu essen gebracht. Als er an den beiden vorbeigeht, hört er, wie die Frau sagt: »Ich bin so froh, dass wir jetzt in Sicherheit sind. Zuhause ging es uns so schlecht. Da war es gefährlich. Hier haben wir sogar genug zu essen. Zum Glück haben wir es hierhergeschafft.«
Am anderen Ende des Vorhofs sieht er zwei Priester. Das erkennt er an ihrer Kleidung. Sie arbeiten im Tempel und dienen Gott. »Wie schön das sein muss«, denkt er. »Jeden Tag in Gottes Haus zu sein.«
Er setzt sich hin und holt etwas zu schreiben aus seinem Bündel. Er muss festhalten, was er hier erlebt. Er will es nicht vergessen. Er will zeigen, wie sehr er sich freut, wie wohl er sich hier fühlt. Er will weitererzählen, wie wunderbar Gott ist. Er will ein fröhliches Lied schreiben. Und so schreibt er auf …
Gemeinsam mit den Kindern wird
Psalm 84 in zwei Gruppen gelesen. Die eine Gruppe liest den Text in Auszügen nach Luther 2017, die zweite Gruppe antwortet mit der freien Übertragung (fett). Das Textblatt wird zuvor für jedes Kind ausgedruckt.
Im Anhang findet ihr diese Psalm-Vorlage zum kostenfreien Download.
Er bleibt noch ein paar Tage im Tempel. Dann macht er sich auf den Heimweg. Er ist glücklich. Der Weg fällt ihm leicht. Der Besuch in Gottes Haus hat ihn stark gemacht. Er geht wieder nach Hause, aber in seinem Herzen nimmt er Gottes Haus mit. Den ganzen Weg singt er sein Lied
Beachtet zu diesem Sonntag auch den ersten besonderen Tipp
Zugänge für den VorbereitungskreisDie Mitarbeitenden malen ihre Antworten auf weißes A4-Papier.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSiehe hierzu »Zur ganzen Reihe«
Guter Gott,
in deinem Haus ist Platz für uns alle.
Dafür danken wir dir!
Wir bitten dich für alle Menschen,
die keine Wohnung haben.
Halte deine Hand schützend über sie.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die einsam sind. Lass sie spüren,
dass du sie nicht im Stich lässt.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die traurig sind und Angst haben.
Tröste sie und mache ihnen Mut.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die gestorben sind.
Öffne ihnen die Türen zu deinem Haus.
Deine Kinder sind wir,
wir alle haben Platz in deinem Haus.Und so rufen wir gemeinsam: Vater unser …
Kreative Umsetzung der GeschichteAus einem großen Karton wird der Umriss eines Hauses ausgeschnitten. Oben im Dach steht: »Gottes Haus hat viele Wohnungen.« Die Kinder bekommen weißes A4-Papier und malen darauf ihre Traumwohnung. Die Wohnungen werden schließlich auf das Kartonhaus geklebt. Dazwischen werden unbemalte, weiße A4-Blätter als freie Wohnungen geklebt.
Hierzu passt in besonderer Weise die Bastelarbeit im Für-Dich-Heft
Jedes Kind bekommt einen leeren Schuhkarton. Mit verschiedenen Materialien
(Klopapierrollen, Wolle, Papier, Zahnstocher …) gestalten sie ihre Traumwohnungen. Die Schuhkarton-Wohnungen können zum Schluss zu einem Haus zusammengefügt werden.
Wer das Spiel zuhause hat oder es besorgen kann, kann mit den Kindern das »Spielhaus« vom Ravensburger Verlag spielen.
Die Kinder überlegen:
Erzählung für JüngereMit Puppenhaus
Material: leeres Puppenhaus, mehrere Kegelfiguren, verschiedene Puppenhausmöbel
Jesus sitzt mit seinen Freundinnen und Freunden zusammen am Tisch (Kegelfiguren im Kreis in die Mitte stellen). Sie haben zusammen gegessen und ein Fest gefeiert. Alle sind fröhlich. Sie lachen und reden durcheinander. Jesus weiß: Bald wird er sterben. Bald wird er nicht mehr bei seinen Freundinnen und Freunden sein. Jesus weiß: Seine Freundinnen und Freunde werden dann ganz traurig sein. Sie werden weinen. Seine Freundinnen und Freunde werden dann Angst haben. »Was sollen wir ohne Jesus nur tun?«, werden sie fragen. Jesus schaut seine Freundinnen und Freunde der Reihe nach an. Er will sie trösten. Er will ihnen Mut machen. Er will ihnen sagen: »Habt keine Angst! Ich lasse euch nicht im Stich.«
Da sagt Jesus laut zu seinen Freundinnen und Freunden: »Hört mir gut zu!« Da wird es ganz still. Alle schauen gespannt zu Jesus. Jesus sagt: »Ich bin nicht mehr lange bei euch. Dann werdet ihr mich suchen. Aber dorthin, wo ich hingehe, könnt ihr nicht mitkommen.« Alle schauen Jesus mit großen Augen an. Was meint Jesus damit? Will er sie im Stich lassen?
Petrus traut sich und fragt: »Jesus, wohin gehst du?« Da antwortet Jesus: »Wo ich hingehe, kannst du jetzt nicht mitkommen. Aber später wirst du einmal nachkommen. Habt keine Angst! Vertraut mir. Ich lasse euch nicht allein. Ich gehe euch voraus in das Haus von Gott (leeres Puppenhaus in die Mitte stellen, eine Kegelfigur hineinstellen).« Die Freundinnen und Freunde runzeln die Stirn. Sie wundern sich. Den Tempel kann Jesus nicht meinen. Dorthin könnten sie Jesus ja folgen.
»Habt keine Angst«, sagt Jesus noch einmal. »Dort in Gottes Haus sind viele Wohnungen. Dort ist Platz für alle. Ich bereite alles für euch vor (Puppenmöbel ins Puppenhaus stellen).« Darüber muss Petrus nachdenken: »Ob Jesus von dem Ort spricht, an den die Menschen kommen, die gestorben sind?« – »Habt keine Angst«, sagt Jesus noch einmal. Er schaut seine Freundinnen und Freunde der Reihe nach an. »Dort in Gottes Haus ist es schön. Jeder Mensch hat dort seinen Platz. Jeder Mensch fühlt sich dort wohl. Die Wohnungen sind wunderbar eingerichtet. Dort gibt es alles, was jeder Mensch braucht.« Petrus denkt: »Das klingt schön. In Gottes Haus geht es allen Menschen gut. In Gottes Haus sind alle sicher.«
»Habt keine Angst«, sagt Jesus ein drittes Mal. »Wenn ich alles vorbereitet habe, komme ich wieder und zeige euch den Weg in Gottes Haus. Denn auch für euch ist dort Platz (die restlichen Kegelfiguren im Puppenhaus verteilen). Ich lasse euch nicht im Stich. Einmal werdet ihr für immer mit mir in Gottes Haus wohnen.« Petrus merkt: »Meine Angst wird kleiner. Jesus lässt uns nicht im Stich. In Gottes Haus sind viele Wohnungen. Dort geht es uns einmal gut.«
Die Verkehrszeichen für die Erzählung für Ältere gibt es zum kostenfreien Download.
Erzählung für ÄltereErzählung mit Verkehrszeichen
Die Verkehrszeichen werden je nach Gruppengröße auf DIN-A4-Papier ausgedruckt. An den entsprechenden Stellen werden sie in die Mitte gelegt oder an eine Pinnwand gehängt.
1-Autobahngasthaus

»Das ist wirklich ein komischer Abend heute«, denkt Petrus. Er sitzt mit Jesus und den anderen Freundinnen und Freunden zusammen. Sie haben zusammen gegessen und das Passahfest gefeiert. Aber heute fühlt es sich an, als ob es das letzte Mal wäre, dass sie zusammen gegessen haben.
2-Arbeitsstelle

Nach dem Essen hat Jesus sich eine Schürze umgebunden. Er hat eine Schüssel mit Wasser genommen und der Reihe nach seinen Freundinnen und Freunden die Füße gewaschen. Als ob er, ihr Herr und Meister, ihr Diener wäre.
3-Vorfahrt gewähren

Die ganze Zeit hat Jesus so komische Dinge gesagt: »Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.« Oder: »Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe.«Als ob Jesus nicht mehr lange bei ihnen sein würde. Als ob Jesus sich von ihnen verabschieden will. Davon, dass er verraten wird, hat er gesprochen. Und dann hat er gesagt: »Ich bin noch eine kleine Weile bei euch.«
4-Schleudergefahr

Die Worte haben Petrus ins Herz getroffen. Jetzt ist er traurig. Die Worte machen ihm Angst. Petrus grübelt. »Meint Jesus das ernst? Wird er uns verlassen? Was sollen wir denn ohne Jesus tun? Lässt Jesus uns im Stich?« Petrus spürt: Heute Abend ist etwas anders. Jesus nimmt Abschied. Aber warum? Sie können doch noch so viel zusammen erleben. Warum soll das aufhören? Petrus versteht nicht, was Jesus ihnen sagen will.
5-Überleitungstafel 1

Da sagt Jesus: »Wo ich hingehe, dorthin könnt ihr nicht mitkommen.« Aus Petrus platzt es heraus: »Wohin gehst du denn, Jesus?« Jesus antwortet: »Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Aber du wirst später einmal nachkommen.« – »Naja«, denkt Petrus, »das ist ja keine Antwort auf meine Frage.« Jesus schaut seine Freundinnen und Freunde der Reihe nach an und sagt endlich: »Habt keine Angst! Vertraut mir. Ich gehe euch voraus in Gottes Haus.
6-Verkehrsberuhigter Bereich

Dort in Gottes Haus sind viele Wohnungen. Dort ist Platz für alle.« Petrus überlegt: »Was meint Jesus damit? Den Tempel kann er nicht meinen. Dorthin könnten wir ihm folgen.« Da kommt Petrus ein Gedanke: »Ob Jesus den Ort meint, an den die Menschen kommen, sie gestorben sind? Wird Jesus sterben?« Petrus ist sich nicht sicher, ob er Jesus versteht.
7-Pannenhilfe

Da spricht Jesus weiter: »Ich gehe euch voraus in Gottes Haus. Dort bereite ich alles für euch vor, damit ihr euch einmal wohlfühlt. Dort in Gottes Haus fehlt nichts. Dort gibt es alles, was ein Mensch braucht.« Petrus denkt: »Das klingt schön. Ein richtiger Wohlfühlort. Ein richtiges Zuhause.«
8-Autobahnhotel

Jesus redet weiter: »Ich werde einmal wiederkommen, wenn ich alles vorbereitet habe in Gottes Haus. Dann hole ich euch zu mir.
9-Überleitungstafel 2

Auch für euch ist Platz in Gottes Haus. Dann werdet ihr einmal für immer mit mir in Gottes Haus wohnen. Ich lasse euch nicht im Stich.«
Petrus ist immer noch ganz nachdenklich. Ob er verstanden hat, was Jesus ihnen sagen will? Er weiß es nicht. Aber er spürt: »Die Worte von Jesus machen mir Mut. In Gottes Haus sind viele Wohnungen. Dort ist einmal auch Platz für mich. Dort geht es allen Menschen gut. Wie wohl meine Wohnung einmal eingerichtet sein wird?«
Gott ist bei mir
30 Psalmen für Kita und Kinderkirche

€ 17,00; Best.-Nr. 9044
Mein Mini-Wimmelbuch von Jesus
Such- und Findespaß schon für die Kleinsten

26 Seiten mit Geschichten von Jesus.
€ 2,00 (ab 25 Ex. je € 1,95, ab 50 Ex. je € 1,90);
Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 3/2026
Verkehrszeichen; Zur Reihe: Bei Gott bin ich zuhause; Sonntag, 16.08.2026
Alle nachfolgenden Verkehrszeichen sind gemäß StVO; Quelle: Wikimedia Commons

Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSiehe hierzu »Zur ganzen Reihe«
Wo ich gehe, bist du da (KuS 322);
Ob ich sitze oder stehe
(KuS 332, Wwdl 186, HuT 268);
Freuet euch der schönen Erde
(EG 510, KuS 624, v.a. Strophe 4)
Gott, du bist so groß.
Wir können dich nicht fassen.
Trotzdem bist du uns ganz nah.
Dafür danken wir dir.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die nach dir suchen.
Zeige dich ihnen und lass sie deine Nähe spüren.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die dich um Hilfe bitten.
Höre ihr Gebet und lass sie nicht allein.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die zu dir kommen.
Schaue sie freundlich an und beschütze sie.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die an dir zweifeln.
Wende dich ihnen zu und lass sie staunen.
Du bist überall, Gott.
Trotzdem kennst du jede und jeden von uns. Wir sind deine Kinder und rufen gemeinsam: Vater unser …
Kreative Umsetzung der GeschichteDer Satz »Wohnt Gott wirklich auf der Erde?« liegt in der Mitte. Die Kinder tauschen ihre Gedanken aus:
Gemeinsam wird überlegt, wie König Salomo die Frage beantwortet hat.
Die Jüngeren malen dann ihre Vorstellung auf ein Blatt Papier.
Die Älteren formulieren ein Elfchen (1 – 2 – 3 – 4 – 1 Wort/e pro Zeile) oder ein Akrostichon (1. Zeile beginnt mit A, 2. Zeile mit B, 3. Zeile mit C …) zur Frage »Wo wohnt Gott?«.
Die Kinder bekommen einen unbemalten Handschmeichler aus Holz oder Stein. Sie überlegen:
Sie schreiben/malen ihre Antwort mit entsprechenden Farben auf den Handschmeichler.
Gemeinsam mit den Kindern wird das Gotteshaus vor Ort erkundet. Wichtig ist, dass die Kinder sich in der Kirche wohlfühlen können und nicht mit Verhaltensregeln überschüttet werden. Es ist hilfreich, den Kindern auf die Erkundungstour einen Laufzettel mit den nachfolgenden Fragen sowie Stift, Stern, Kegelfigur und Teelicht im Glas mitzugeben.
Zunächst gehen die Kinder in der Kirche herum und schauen sich alles in Ruhe an. Dann beantworten sie folgende Fragen:
1. Welcher Ort gefällt mir am besten? Warum?
2. Wo möchte ich am liebsten sitzen? Warum?
3. Was gefällt mir nicht in der Kirche? Warum?
4. Hierzu habe ich eine Frage: …
5. Wo kann ich Gott in der Kirche entdecken?
6. Was denkst du: Wohnt Gott in der Kirche? Woran kannst du das erkennen? Im Anschluss sollte genug Zeit zum Austausch sein.

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Auch »Die Erzählung von der Schöpfung« ist für die Herbst- und Erntezeit eine hilfreiche Anregungung (s. hierzu »Große im Kigo). Das Set beinhaltet:
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Erzählung für JüngereMaterial: blaues Chiffontuch, eine Kegelfigur, Steine
Heute ist es so weit. Heute zieht Gott in sein Haus ein. König Salomo hat es bauen lassen (Kegelfigur in die Mitte stellen). Tempel – so heißt das Haus von Gott. Der Tempel ist groß geworden. Aus vielen Steinen ist er gebaut worden (Steine im Kreis um Salomo legen). Jetzt ist er endlich fertig. Die Leute sind ganz aufgeregt. So lange haben sie auf das Haus von Gott gewartet. Und heute zieht Gott endlich ein.
Viele Leute haben sich versammelt. Gemeinsam gehen sie zum Tempel. Ganz hinten haben sich die Priester eingereiht. Sie arbeiten im Tempel und dienen Gott. Die Priester tragen die Bundeslade. In der Bundeslade sind die Regeln, die Gott den Menschen gegeben hat: die Zehn Gebote. Die Bundeslade war immer bei ihnen, als sie noch durch die Wüste gewandert sind – damals auf dem Weg in ihr neues Land. Und mit der Bundeslade war Gott ganz nah bei ihnen. Jetzt soll die Bundeslade in den Tempel. Mit ihr zieht Gott in sein Haus ein.
Ganz vorne geht König Salomo. Er führt die Menschen an. Ganz langsam steigen sie den Berg zum Tempel hinauf. Oben angekommen gehen sie durch das große Tor in den Tempel hinein. Im innersten Raum des Tempels stellen die Priester die Bundeslade ab. Die anderen Menschen warten davor.
Als die Priester wieder herauskommen, erfüllt eine Wolke den ganzen Tempel (blaues Tuch locker über die Kegelfigur und die Steine legen). »Das ist unser wunderbarer Gott!«, rufen die Leute. »Er ist hier! Er ist uns ganz nah! Er zeigt uns, wie wunderbar er ist.«
Da tritt König Salomo vor die Leute. Er breitet seine Arme weit aus und streckt sie zum Himmel. König Salomo sagt: »Großer Gott, niemand ist so wie du! Du lässt uns nicht im Stich. Du sorgst für uns. Es gibt keinen anderen Gott wie dich.« König Salomo weiß: Gott ist größer als der Tempel. Gott passt nicht in sein Haus. Gott lässt sich nicht in seinem Haus einsperren. König Salomo sagt: »Wohnt Gott wirklich auf der Erde?« Die Leute schauen König Salomo gespannt an. »Nein«, sagt König Salomo. »Du, Gott, bist größer als der Himmel. Nicht einmal dort passt du hinein. Wie könntest du dann in das Haus passen, das Menschen dir gebaut haben?« Die Leute machen große Augen. »Gott ist doch gerade hier eingezogen!« König Salomo sagt: »Gott, du bist so groß. Du bist überall. Aber hier haben wir einen Ort, an dem wir dich besonders spüren können. Pass auf den Tempel auf. Und auf alle Menschen, die hierherkommen. Lass sie nicht aus den Augen. Höre, was die Menschen dir sagen. Hilf ihnen, wenn sie dich um Hilfe bitten. Du hörst es. Auch wenn dieses große Haus für dich zu klein ist.« Langsam lässt König Salomo die Hände wieder sinken. Die Leute spüren: Hier ist ein guter Ort, um mit Gott zu reden. Auch wenn der Tempel viel zu klein ist für Gott.
Erzählung für ÄltereKönig Salomo ist zufrieden (Kegelfigur in die Mitte stellen). Er ist schön geworden. Und groß. Die Leute haben so lange darauf gewartet. Und jetzt ist er endlich fertig. König Salomo schaut ihn sich an – den Tempel, das Haus von Gott. Dort oben auf dem Berg Zion steht er. Es war viel Arbeit. Und teuer war es auch. Aber die Mühe hat sich gelohnt. König Salomo ist begeistert. Er hat den Auftrag gegeben. Ein schöneres Haus hätten sie für Gott nicht bauen können.
Heute haben sich viele Menschen unten am Berg Zion versammelt. Heute soll der Tempel eingeweiht werden. Heute soll Gott endlich in sein Haus einziehen. Jetzt gibt König Salomo das Zeichen. Es kann losgehen. König Salomo geht voran. Ehrfürchtig setzt er einen Schritt vor den anderen. Die vielen Menschen folgen ihm. Ganz hinten gehen die Priester. Sie werden im Tempel arbeiten und dort Gott dienen. Jetzt tragen sie die Bundeslade. In der Bundeslade sind die Zehn Gebote, die Regeln, die Gott seinem Volk Israel gegeben hat. Die Bundeslade war immer bei ihnen, als sie noch durch die Wüste gewandert sind – damals auf dem Weg in ihr neues Land. Und mit der Bundeslade war Gott immer ganz nah bei ihnen. Jetzt soll die Bundeslade in den Tempel. Mit ihr zieht Gott in sein Haus ein.
Langsam steigt der feierliche Menschenzug den Berg Zion hinauf. König Salomo kann seinen Blick nicht vom Tempel oben auf dem Berg abwenden. Er freut sich. Heute ist wirklich ein ganz besonderer Tag. Oben angekommen bleibt König Salomo kurz stehen. Er legt den Kopf in den Nacken. Ein so großes Gebäude haben die Leute bestimmt noch nicht gesehen. König Salomo ist stolz. Für Gott muss es einfach das Beste sein. König Salomo atmet einmal tief durch, dann geht er durch das Tor in der Tempelmauer in den Tempel hinein (Steine um die Kegelfigur legen). Hier bleibt König Salomo stehen. Er und die anderen Leute stellen sich auf beiden Seiten auf. Durch den Gang aus Menschen ziehen die Priester mit der Bundeslade in den Tempel ein. Sie tragen die Bundeslade in den innersten Raum des Tempels. Dorthin darf sonst niemand. Alle anderen warten gespannt davor. Jetzt ist Gott in sein Haus eingezogen.
Als die Priester wieder herauskommen, erfüllt eine Wolke den ganzen Tempel (blaues Tuch locker über die Kegelfigur und die Steine legen). Es wird ganz still. Niemand sagt ein Wort. König Salomo kann die Hand nicht mehr vor Augen sehen. »Was ist denn jetzt los?«, fragt er sich. Dann spürt er: »Das ist unser wunderbarer Gott! Er ist hier. Er füllt den ganzen Tempel aus.« Auch die anderen Leute haben es gemerkt. Sie fangen an zu jubeln: »Gott ist hier! Er zeigt uns, wie wunderbar er ist.«
König Salomo nickt. »Ja«, denkt er. »Gott ist hier. Gott ist uns ganz nahe. Aber Gott ist viel größer als der Tempel. Er passt nicht in sein Haus. Gott lässt sich nicht in Mauern sperren. Er ist so groß. Er ist überall!«
Jetzt ist König Salomo an der Reihe. Er tritt vor die Leute und räuspert sich. Dann breitet er seine Arme weit aus und streckt sie dem Himmel entgegen. Er schließt die Augen und sagt: »Großer Gott, niemand ist so wie du. Du lässt uns nicht im Stich. Du sorgst für uns. Es gibt keinen anderen Gott wie dich!« König Salomo macht eine kurze Pause. Dann fragt er: »Wohnt Gott wirklich auf der Erde?« Ein Raunen geht durch die Menschenmenge. »Gott ist doch gerade hier eingezogen«, hört König Salomo die Menschen sagen. König Salomo redet weiter: »Gott, du bist größer als der Himmel. Nicht einmal dort passt du hinein. Wie könntest du dann in das Haus passen, das Menschen dir gebaut haben?« Die Leute werden unruhig. »Haben wir dann den Tempel ganz umsonst gebaut?«, fragen sie. Da sagt König Salomo: »Gott, du bist so groß. Du bist überall. Aber hier haben wir einen Ort, an dem wir dich besonders spüren können. Pass auf den Tempel auf und auf alle Menschen, die hierherkommen. Lass sie nicht aus den Augen. Höre, was die Menschen dir sagen. Hilf ihnen, wenn sie dich um Hilfe bitten. Du hörst es. Auch wenn dieses große Haus für dich zu klein ist.«
Langsam lässt König Salomo die Arme wieder sinken. Zufrieden schaut er sich um. Der Tempel ist schön geworden. Und groß. Die Mühe hat sich gelohnt, auch wenn Gott zu groß ist für sein Haus. Doch hier können die Menschen Gott besonders nahe sein. Gottes Haus ist ein guter Ort, um mit Gott zu reden.
Fahrrad-Glocke »Gott hört mich«
Für alle Fahrradlenker mit einem Ø von 20 bis 25 mm
Salomo weiß: Der Tempel ist zu klein für ihren großen Gott. Und die Leute wissen: Wenn sie von diesem besonderen Ort wieder weggehen, geht Gott mit. Und er hört sie.
Auch die Glocke wird gehört und hilft so bei einer sicheren Fahrt.
Schwarz, mit zweifachem Aufdruck »GOTT HÖRT MICH«.
€ 4,30 (ab 10 Ex. je € 4,10); Best.-Nr. 1736
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das ThemaDass zu einer guten und gelingenden Gemeinschaft alle etwas beitragen können, müssen, dürfen und sollen, kennen die Kinder aus dem Kindergarten, der Schule, der Familie, dem Verein, dem Kindergottesdienst. Hoffentlich haben sie das nicht an einem Negativbeispiel feststellen müssen, sondern durften bereits gelingende Gemeinschaft erfahren.
Liturgische ElementeSiehe hierzu »Zur ganzen Reihe«
Gut, dass wir einander haben
(KuS 294, EGplus 78);
Strahlen brechen viele (EG 268, KuS 306)
Jesus, du bist der Grundstein,
auf den wir unsere Gemeinschaft bauen.
Du gibst uns Halt und Sicherheit.
Dafür danken wir dir.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die alleine sind und keinen Platz
in einer Gemeinschaft haben.
Lass sie spüren, dass in deinem lebendigen »Gemeinde-Haus«
jeder Mensch ein willkommener Baustein ist.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die an sich zweifeln und denken: »Ich kann doch nichts.«
Zeige ihnen, dass für dein lebendiges »Gemeinde-Haus« jeder Mensch ein besonderer und wichtiger Baustein ist.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die sich verloren und unsicher fühlen.
Lass sie spüren, dass du bei ihnen bist und ihnen festen Grund gibst.
Wir alle sind Bausteine an deinem bunten »Gemeinde-Haus«.
Du verbindest uns miteinander.
Und so beten wir gemeinsam, wie du es uns beigebracht hast: Vater unser …
Kreative Umsetzung der GeschichteDie Kinder überlegen sich: Welcher Teil eines Hauses wäre ich gerne? Warum? Wie bei »Ich packe meinen Koffer« beginnt ein Kind und sagt: »Ich wäre gerne …, weil …«. Das nächste Kind wiederholt, was das erste Kind gesagt hat und ergänzt dann den eigenen Satz. So geht es immer weiter, bis schließlich das letzte Kind alles noch einmal wiederholt und mit dem eigenen Satz abschließt.
Im ganzen Gemeindehaus sind Bausteine mit »Talenten« versteckt. Die Kinder suchen die Steine und bauen daraus schließlich ein Haus.
Die Kinder spielen Jenga. Wie lange bleibt der Turm stehen? Was passiert, wenn Steine herausgenommen werden?
Die Kinder bauen eine Menschenpyramide. Die Mitarbeitenden sichern ab. Hier ist es besonders wichtig, den Kindern sensibel den Raum zu geben, zu äußern, wenn sie lieber nur zuschauen wollen.
Jedes Kind bekommt einen Holzbaustein oder einen Pappkarton. Es gestaltet ihn mit dem eigenen Namen und den eigenen Talenten und Gaben. Auf einem Holzbaustein bzw. Pappkarton steht »Jesus«. Er bildet den Anfangsstein, von dem ausgehend schließlich ein lebendiges »Gemeinde-Haus« gebaut wird.
Erzählung für JüngereMit Bauklötzen
Material: Holzklötze, die in der Mitte bereitliegen.
Lydia ist ganz aufgeregt. Heute haben sie und die anderen Leute aus der Gemeinde einen Brief bekommen. Von Petrus. Er war früher mit Jesus unterwegs. Petrus hat ihnen von Jesus erzählt. Petrus kümmert sich um sie und bringt ihnen viel bei. Heute ist endlich ein Brief gekommen. Lydia kann es kaum abwarten. Aber die Erwachsenen sagen: »Wir warten, bis alle da sind!«
Als endlich alle im Haus von Titus zusammensitzen, macht Titus den Brief auf. Er faltet das Papier auseinander. Ganz klein hat Petrus geschrieben. Damit ganz viel auf das Blatt passt. Petrus hat ihnen viel zu sagen. Alle schauen Titus gespannt an. Was Petrus wohl schreibt?
Titus räuspert sich, dann liest er vor: »Liebe Schwestern und Brüder in der Ferne!« – »Damit sind wir alle gemeint«, ruft Lydia. »Für Petrus sind wir wie Schwestern und Brüder, weil wir auch an Jesus glauben.« – »Ganz genau, Lydia«, sagt ihre Mama und lächelt Lydia an. Lydia ist stolz.
Titus liest weiter: »Kommt zu Jesus! Er ist für uns wie der Grundstein an einem Haus. Und auch ihr alle seid lebendige Bausteine. Aus euch baut Gott seine Gemeinde. So entsteht ein buntes und lebendiges ›Gemeinde-Haus‹.« Lydia runzelt die Stirn: »Ich bin doch kein Baustein! Ich bin doch ein Mensch! Steine leben nicht – ich aber lebe.« Die Erwachsenen scheinen sich nicht zu wundern. Sie nicken. Und als Titus fertig ist mit Lesen, reden sie miteinander über den Brief.
Lydia wird langweilig. Hinten in einer Ecke sieht sie Holzklötze liegen. Aus den Klötzen baut sie eine Mauer (mit den Kindern Mauer aus den Holzklötzen bauen). Sie muss immer noch an den Brief von Petrus denken. Er hat geschrieben: »Jesus ist wie der Grundstein an einem Haus.« Lydia zieht den Klotz ganz unten aus der Mauer heraus (Holzklotz herausziehen). Die Mauer stürzt ein. Sie ist nicht mehr stabil. Ohne den Grundstein ist die Mauer zu wackelig. Ohne den Grundstein kann man kein Haus bauen. Der Grundstein gibt einem Haus Halt und macht das Haus stabil. »Dann hat Petrus vielleicht gemeint, dass Jesus unsere Gemeinschaft stark macht. Weil Jesus da ist, können wir gut und sicher zusammenleben. Jesus verbindet uns.« Lydia ist stolz. Jetzt hat sie verstanden, was Petrus meint. Schnell baut sie ihre Mauer wieder auf (Mauer wieder mit den Kindern aufbauen). Lydia schaut die Mauer an. Vorsichtig zieht sie einen Klotz aus der Mitte heraus (Holzklotz herausziehen). Die Mauer bleibt stehen. Aber es sieht wackelig aus. Und außerdem ist jetzt ein Loch in der Mauer. Ein Loch in einer Hauswand ist nicht gut. Da zieht dann immer der kalte Wind durch.
Lydia überlegt: »Jeder Baustein wird gebraucht. Sonst ist die Mauer nicht dicht. Und richtig stabil ist die Mauer so auch nicht. Mmmh … wenn wir Menschen auch Bausteine an Gottes ›Gemeinde-Haus‹ sind … meint Petrus dann, dass jeder Mensch wichtig ist? Dass jeder Mensch gebraucht wird? So wie jeder Klotz in der Mauer wichtig ist?« Lydia denkt nach. »Ja, so muss es sein.«
Da fällt ihr ein: »In unserer kleinen Gemeinde hat jeder eine besondere Aufgabe. Titus ruft uns immer zusammen, liest die Briefe von Petrus vor und erklärt sie. Das kann er besonders gut. Meine Mama stimmt immer die Lieder an. Das kann sie besonders gut. Kornelius und seine Frau Livia organisieren immer die Feste in unserer Gemeinde. Das können sie besonders gut. Und ich bringe die Erwachsenen wieder zum Lachen, wenn sie sich Sorgen machen. Das kann ich besonders gut.«
Lydia ist zufrieden mit sich. Sie hat den Brief von Petrus verstanden. Sie reißt die Mauer ein. Sie nimmt einen Klotz in die Hand und legt ihn in die Mitte (einen Klotz in die Mitte legen): »Das ist Jesus, unser Grundstein. Er gibt unserer Gemeinde Halt. Er sorgt dafür, dass unser lebendiges ›Gemeinde-Haus‹ stabil ist.« Dann nimmt Lydia die übrigen Klötze und baut die Mauer wieder auf (vom Jesus-Klotz ausgehend die Mauer wieder mit den Kindern aufbauen). »Diese Bausteine sind wie Menschen«, sagt Lydia. »Jeder Mensch aus unserer Gemeinde ist wichtig und wird gebraucht. So baut Gott aus vielen verschiedenen Menschen ein buntes und lebendiges ›Gemeinde-Haus‹.«
Erzählung für ÄltereMit einem Jenga-Turm
In der Mitte steht ein Jenga-Turm. Er ist bis auf die obersten drei Reihen fertig gebaut. Die fehlenden Steine liegen griffbereit daneben.
»Puh«, denkt Petrus. »Wie kann ich ihnen das am besten erklären? Und so, dass sie es sich auch gut merken können?« Petrus sitzt vor dem Haus eines Freundes und denkt nach. Er will einen Brief schreiben. An die Gemeinden in der Ferne. Er hat ihnen von Jesus erzählt und kümmert sich jetzt um sie. Er will den Gemeinden dort sagen: »Haltet zusammen! Jesus verbindet euch. Er gibt euch Halt. Alle von euch werden gebraucht! Nur so könnt ihr eine gute und bunte Gemeinschaft haben.« Petrus braucht dringend eine Idee. Wie soll er nur anfangen?
Petrus legt Papier und Feder auf die Seite und lässt den Blick schweifen. Er sieht eine Baustelle. Dort wird ein Haus gebaut. Sorgfältig setzen die Bauleute Stein auf Stein (den Jenga-Turm mit den übrigen Steinen fertigbauen). Petrus beobachtet sie genau bei ihrer Arbeit. Er ist begeistert: Aus vielen kleinen Steinen wird schließlich ein Haus. Jeder Stein ist wichtig. Es darf kein Loch in der Mauer entstehen. Sonst zieht es. Jeder Stein ist wichtig, damit das Haus stabil ist. Aber besonders wichtig ist der Grundstein. Das weiß Petrus. Ohne sicheren Grund fällt ein Haus in sich zusammen (den äußersten Stein aus der untersten Reihe herausziehen und Turm einstürzen lassen).
Auf einmal springt Petrus auf. Das ist es! Das ist die Idee. »Jetzt weiß ich, wie ich es meinen Schwestern und Brüdern in der Ferne beschreiben kann. Es ist wie bei einem Hausbau. Jesus ist unser Grundstein (einen Stein in die Mitte legen). Er gibt unserer Gemeinschaft Halt und Sicherheit. Er sorgt dafür, dass wir nicht auseinandergehen. Er verbindet uns.
Aber auch wir Menschen sind wie Bausteine (im Folgenden jetzt nach und nach den Turm wieder aufbauen, ausgehend vom »Jesus-Stein«, der bereits in der Mitte liegt). Jeder und jede von uns ist wichtig für die Gemeinschaft. Alle werden gebraucht. Einer kann besonders gut die Versammlungen leiten. Eine kann besonders gut von Jesus erzählen. Einer kann besonders gut Feste planen. Eine kann besonders gut kochen. Einer kann besonders gut singen. Eine kann besonders gut zuhören. Einer kann besonders gut malen. Eine kann besonders gut mit Geld umgehen (mit den Kindern weitere Gaben sammeln). Sie alle sind wichtig. Sie alle werden gebraucht, damit die Gemeinschaft gut gelingt. So wird aus vielen, ganz unterschiedlichen Menschen eine Gemeinde. So baut Gott aus uns lebendigen Steinen sein buntes und lebendiges ›Gemeinde-Haus‹.«
Petrus ist zufrieden: So kann er es den Gemeinden in der Ferne erklären. So werden sie es verstehen. Und vor allem: So werden sie es sich gut merken können. Petrus setzt sich wieder hin. Er nimmt wieder Papier und Feder zur Hand und schreibt: »Liebe Brüder und Schwestern in der Ferne! Kommt zu Jesus! Er ist für uns wie der Grundstein an einem Haus. Er gibt uns Halt und Sicherheit. Und auch ihr alle seid lebendige Bausteine. Aus euch baut Gott seine Gemeinde. So entsteht ein buntes und lebendiges ›Gemeinde-Haus‹.«
Als der Brief fertig ist, pustet Petrus die Tinte trocken und faltet den Brief zusammen. Jetzt muss er ihn nur noch abschicken und hoffen, dass seine Brüder und Schwestern dort an den anderen Orten seine Worte verstehen und sich zu Herzen nehmen.
»Lottis verlorener Teddy« erzählt die Geschichte von vier Kindern, die anfangs nur an Weihnachtsgeschenke denken und dabei den wahren Sinn von Weihnachten aus dem Blick verlieren.
Parallel dazu erlebt Lotti, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, eine schwere Zeit, weil ihre Familie keinen Baum, keine Geschenke und keinen Kirchenbesuch ermöglichen kann.
Als Lotti ihren geliebten Teddy verliert, finden ihn die vier Kinder und machen sich – durch Engel dazu ermutigt – auf die Suche nach Lotti.
Bei dieser Suche erfahren sie an einer Krippenszene die Weihnachtsgeschichte und begreifen, worum es wirklich geht: um Liebe, Gemeinschaft und Teilen.
Schließlich treffen sie Lotti, geben ihr den Teddy zurück und laden sie und ihre Mutter ein, gemeinsam Weihnachten zu feiern. So entdecken alle, dass Weihnachten mehr bedeutet als Geschenke – nämlich füreinander da zu sein und die Geburt Jesu zu feiern.

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1. Szene:
(Die Engel sitzen auf der Treppe der Kanzel.)
Engel 1: Zu Weihnachten ist mal wieder viel los hier in der Stadt.
Engel 2: Alle kaufen Geschenke und viel leckeres Essen ein, um die Feiertage ruhig und sorgenfrei zu verbringen.
Engel 2: Oh, seht mal! Da sind ja auch KIND 1, KIND 2, KIND 3 und KIND 4. Sie machen wohl auch ihre Weihnachtseinkäufe.
Engel 2: Was sie wohl dieses Mal ihren Eltern als Geschenk kaufen?
Engel 2: Lasst uns doch mal reinhören, was sie sagen.
(Die 4 Kinder laufen im Gang entlang und sehen sich interessiert die »Schaufenster« an.)
Kind 1: Ich freue mich so sehr auf unseren Baum. Meine Mutter schmückt ihn immer so schön mit Pfeffernüssen und Lebkuchen, so wie früher bei ihr zu Hause.
Kind 2: Ach nee! Das ist ja dann ein voll langweiliger Baum. Ich freue mich, wenn ich tatsächlich das neue Smartphone bekomme, das ich mir gewünscht habe.
Kind 3: (zu Kind 4) Und was wünschst du dir eigentlich?
Kind 4: Ich wünsche mir eigentlich nichts Besonderes. Vielleicht bekomme ich ja ein Buch oder einen Schlafanzug. Das würde mich freuen.
Kind 3: Mensch, KIND 4, das ist doch voll öde! Wünsch dir doch was Teures oder etwas ganz, ganz Großes.
Kind 2: Ja genau! Dazu ist Weihnachten doch schließlich da: Um viele Geschenke zu bekommen!
Kind 1: Also, ich weiß nicht. Meinst du echt? Ich dachte immer, wir feiern wegen Jesus und seiner Geburt. Denkt ihr da denn gar nicht dran?
Kind 3: Wow! Schaut mal, da im Schaufenster. Das ist das neue Playstation-Spiel. Das habe ich mir auch gewünscht. Schaut doch mal!
Engel 3: Hm, Kind 1 sieht nicht gerade sehr glücklich aus. Wenn die anderen doch bloß mal zuhören würden.
Engel 4: Aber sie haben nur die Geschenke im Kopf.
Engel 5: Da müssen wir was tun. Sonst werden die anderen drei Kinder nie wissen, was Kind 1 über Weihnachten denkt.
Engel 2: Du hast recht. Nur … wie stellen wir das an?
2. Szene:
(Alle Engel sitzen neben Lotti, die ihren Teddy umarmt und weint.)
Engel 1: Liebe Lotti, wie gerne würden wir dir sagen und zeigen, dass wir hier sind.
Engel 2: Aber du kannst uns ja leider nicht sehen.
Engel 5: Aber wir vertrauen darauf, dass alles gut wird. Hab keine Angst.
Lotti: (spricht mit ihrem Teddy) Ach, Teddy, ich bin so traurig. Nicht mal einen kleinen Baum können wir dieses Jahr kaufen. Und Mama will auch nicht in die Kirche gehen. Sie schämt sich so, weil sie so wenig Geld hat. Schon lange konnte sie uns nichts Neues und Schickes mehr zum Anziehen kaufen. Aber was denkst du, Teddy: Gott macht das doch überhaupt nichts aus, oder? Und dabei hätte ich so gerne das Krippenspiel gesehen und die Weihnachtslieder gesungen.
(Lottis Mutter setzt sich zu Lotti.)
Mutter: Lotti, warum sitzt du denn so alleine hier?
Lotti: Ach, es ist nichts. (Flüstert ihrem Teddy zu) Sag ihr bloß nicht, dass ich wegen Weihnachten so traurig bin, sonst wird sie selbst auch wieder traurig.
Mutter: Aber irgendwas hast du doch.
Lotti: Naja, wir haben dieses Jahr keinen Baum. Vielleicht bin ich deshalb etwas ein bisschen traurig. Aber nicht doll.
Mutter: Ach, Lotti, das tut mir leid. Aber wenn ich wieder Arbeit gefunden habe, kaufe ich uns nächstes Jahr einen ganz großen Baum. Und Geschenke, die wir unter den Baum legen. Und ein paar neue Kleider. Und ich koche uns ein super-leckeres Weihnachtsessen.
Lotti: Ach, Mama, ich bin ja froh, dass ich dich an Heiligabend habe.
(Lotti und ihre Mutter umarmen sich und gehen ab.)
Engel 4: Arme Lotti. Was können wir denn tun, damit sie wieder ein wenig glücklicher wird?
Vom Himmel hoch, da komm ich her (EG 24)
3. Szene:
(Die Engel sitzen auf der Treppe der Kanzel und unterhalten sich.)
Engel 1: Warum reden die Kinder immer nur von Geschenken, wenn es um Weihnachten geht?
Engel 2: Das ist nicht bei allen Kindern so. Viele wissen und verstehen auch, warum wir Weihnachten feiern.
Engel 3: Und da denke ich an Lotti. Was machen wir mit ihr? Sie ist doch so traurig, weil sie zu Hause keinen Baum haben und sie nicht in den Weihnachtsgottesdienst mit dem Krippenspiel gehen.
Engel 4: Wir sollten ihr helfen!
Engel 1: Ja, aber wie?
(Engel denken angestrengt nach)
Engel 5: Ha, ich hab’s! Ich hab eine Idee. Was haltet ihr davon, wenn …
(Engel 5 teilt den anderen flüsternd seine Idee mit.)
Hört der Engel helle Lieder (EG 54)
4. Szene:
(Lotti und ihre Mutter gehen recht schnell durch die Kirche/den Gang. Die Mutter zieht Lotti ein wenig hinter sich her, Lotti schaut interessiert die »Schaufenster« an, ein Engel folgt ihnen.)
Mutter: Lotti, jetzt beeil dich schon! Ich komme sonst zu spät zu meinem Vorstellungsgespräch. Und das ist sehr wichtig!
Lotti: Aber Teddy und ich finden die bunten Schaufenster so schön, die es hier überall gibt.
Mutter: Ja, da habt ihr beide ja recht, du und Teddy. Sie sind wirklich sehr schön. Aber jetzt müssen wir uns beeilen. Also komm!
(Die 4 Kinder treten auf, der Engel beobachtet sie.)
Kind 1: Dein Vater arbeitet heute aber lange, KIND 2.
Kind 2: Ja, morgen ist ja Heiligabend. Da nimmt er sich den ganzen Tag frei. Deswegen möchte er heute noch alles in der Firma erledigen, damit er in Ruhe die Feiertage genießen kann.
Kind 3: Und zu meiner Mutter kommen heute die ganzen Bewerber fürs nächste Jahr. Das dauert auch.
Kind 4: Sieh mal, da vorne kommt eine Frau angerannt. Sie will bestimmt auch zum Bewerbungsgespräch bei deiner Mutter, KIND 3. Und das Mädchen, das dabei ist, sieht aus wie ihre Tochter.
Kind 3: Ja, das denke ich auch.
(Lotti und ihre Mutter gehen rasch an den Kindern vorbei, ohne sie zu bemerken, und gehen von der Bühne ab.
Kinder wenden sich wieder ab und unterhalten sich über alles Mögliche.
Engel 1 hält, kurz bevor die beiden von der Bühne verschwinden, Lottis Teddy fest, so dass er ihr unbemerkt aus dem Arm rutscht, der Engel lässt den Teddy fallen.)
(Kinder schlendern nun in die Richtung, wo der Teddy liegt, der Engel folgt ihnen und hält sich in der Nähe von KIND 1 auf.)
Kind 2: Seht mal, da hat jemand seinen Teddy verloren. Wem der wohl gehört?
Kind 4: (lacht) Na, deinem Vater sicher nicht.
Kind 1: (hebt Teddy auf und schaut ihn genau an) Hey, auf dem Etikett steht was drauf (liest laut:) Lotti F.
Kind 3: Kennt ihr eine Lotti F.?
Kind 2: Nö, ich nicht.
Kind 4: Ich kenn die auch nicht.
Kind 3: Na ja, ist ja auch nicht so schlimm. Dann muss sie sich halt einen neuen Teddy kaufen.
Kind 1: Hm, ich glaube nicht, dass das so einfach ist. Als ich klein war, bin ich nie ohne meinen Teddy aus dem Haus gegangen. Er war mein Ein und Alles.
Kind 2: Ja, ich hatte auch mal einen Teddy. Aber dann war ich zu alt für ihn. Teddys sind nur was für Babys.
Kind 4: Also lassen wir ihn einfach liegen?
Engel 1: (flüstert Kind 1 – für alle deutlich hörbar – ins Ohr) Du hast es gesagt: Dein Teddy war dein Ein und Alles. Du hattest ihn sehr gern. Und ich weiß auch, dass er auch heute noch bei dir im Bett liegt. Womöglich ist dieser Teddy hier für Lotti F. genauso wichtig. Also: Gebt euch einen Ruck. Findet Lotti F. Das schafft ihr!
Kind 1: (überrascht) Habt ihr das gehört? Jedenfalls ist mir jetzt klar: Wir müssen Lotti finden!
(Kinder gehen eilig ab; Engel geht zu den anderen Engeln)
5. Szene:
(Lotti und Mutter sitzen da, Lotti weint)
Mutter: Ach, Lotti, nun weine doch nicht mehr. Ich kaufe dir einen neuen Teddy – als Weihnachtsgeschenk.
Lotti: Nein! Ich will meinen Teddy. Er ist mein bester Freund. Ohne ihn will ich überhaupt kein Weihnachten feiern! Nie mehr!
Mutter: Lotti, es tut mir so leid! Komm, dann gehen wir wieder los und suchen weiter nach ihm.
(Lotti springt auf.)
Lotti: Ja, komm, Mami, schnell. Bevor es dunkel wird. Mein Teddy hat doch solche Angst, wenn er im Dunkeln allein ist.
(Lotti und Mutter gehen ab)
6. Szene:
(Kinder treten wieder auf; Engel schauen zu, was sie machen)
Kind 2: Mensch, jetzt haben wir jedes Kind in der Stadt gefragt, aber keinem gehört der Teddy.
Kind 1: So finden wir Lotti F. nie. Wenn wir doch nur einen Stern hätten, der uns führt. Wie damals die Könige.
Kind 4: Welche Könige denn?
Kind 1: Na, die drei Könige aus dem Morgenland. Die haben Jesus gesucht. Die hatten einen hellen Stern entdeckt. Dem sind sie gefolgt. Und der hat ihnen den Weg zum Jesuskind gezeigt.
Kind 3: Echt? Aber warum haben die denn den Jesus überhaupt gesucht?
Kind 1: Na, weil sie ihn willkommen heißen wollten in unserer Welt. Er war der neue König der Welt, der Sohn Gottes. Aber heute ist weit und breit kein Stern zu sehen. Aber vielleicht kommen ein paar Engel zu uns.
Kind 2: Warum das denn?
Kind 1: Na, weil den Hirten auf dem Feld Engel erschienen sind. Die haben den Hirten gesagt, wo sie den neugeborenen Jesus finden. Das wäre doch cool, wenn ein Engel uns verraten würde, wo wir die kleine Lotti finden, die wir suchen.
Kind 2: Sie ist bestimmt ganz traurig. (kurze Pause) Und den Hirten sind echt Engel erschienen? Mensch, das ist ja cool. Ich wusste gar nicht, dass die Weihnachtsgeschichte so spannend ist.
Kind 4: Und was passiert dann, als sie Jesus gefunden haben?
Kind 1: Na, am besten wird sein, wir gehen alle mal zur Krippe, die auf dem Weihnachtsmarkt aufgebaut ist. Dort erzähle ich euch die Geschichte. Heute finden wir Lotti wahrscheinlich nicht mehr.
(Kinder gehen ab)
Ihr Kinderlein, kommet (EG 43)
7. Szene:
(Kinder treten wieder auf und setzen sich so hin, dass sie die Krippenszene sehen können: Hirten, Balthasar, Melchior, Caspar, Maria, Josef und die Engel nehmen wie Krippenfiguren ihre Plätze ein.)
Maria: Oh, Josef, sieh nur, wie viele Menschen hier sind, um Jesus zu begrüßen.
Josef: Ja, Maria, ich sehe es und kann auch nicht glauben, welches Glück Gott uns beschert hat in dieser Nacht.
Hirte 1: Ein Engel ist uns erschienen auf den Feldern und sagte uns, dass wir hier den Sohn Gottes finden.
Hirte 2: Ist er das? Das Kind in der Krippe? Darf ich mal schauen?
Hirte 3: Er sieht so friedlich aus. Und so klein. Kaum zu glauben, dass er einmal König sein wird.
Baltasar: Das wird er aber! Ein großer König für das Volk Davids. Ein König, wie ihn die Menschen noch nie hatten. Ich, Balthasar, will ihn begrüßen und habe ihm Weihrauch mitgebracht.
Melchior: Ich bin Melchior und habe dem Sohn Gottes Gold mitgebracht. Hier ist es!
Caspar: Und ich bin Caspar und bringe Myrrhe.
Maria: Ich danke euch für die Gaben.
Baltasar: Nicht doch, wir müssen danken, denn heute wurde uns der Sohn Gottes geboren.
Melchior: Ja, wahrhaftig!
Alle Hirten: Ja, der Sohn Gottes. Welch eine Freude!
Engel 5: Hier in Bethlehem ist der Retter erschienen.
Engel 4: Von der Jungfrau Maria geboren liegt er dort.
Engel 3: Er liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe. Und weil alle Herbergen in Bethlehem überfüllt waren, kam er in einem Stall zur Welt.
Alle Engel: Fürchtet euch nicht. Denn nun ist er da: Jesus, der Sohn Gottes. Der Heiland, der für euch geboren ist.
Stille Nacht (EG 46)
(Krippenfiguren – außer Maria und Josef – ziehen sich während des Liedes zurück.)
8. Szene:
(Kinder stehen auf)
Kind 2: Wow, so war das also!
Kind 1: Ja, den Königen und Hirten waren die bunten Weihnachtspäckchen egal. Ihnen war viel wichtiger, dass Jesus geboren wurde und sie ihn sehen durften.
Kind 4: Und uns ging es vorhin immer nur um die Geschenke.
Kind 3: Ist doch nicht so schlimm. Nun wissen wir es besser. Nun wissen wir, warum wir Weihnachten feiern.
(Lotti und ihre Mutter suchen noch immer nach dem Teddy, sie gehen an Maria und Josef vorbei, die Engel stehen auf; Kinder nehmen Lotti und die Mutter bewusst wahr)
Kind 4: Hey, denkt ihr das Gleiche, was ich gerade denke?
Kind 2: Du meinst, die beiden von heute Morgen, die wohl auch zum Bewerbungsgespräch wollten?
Kind 1: Ja, sieh doch nur das Mädchen. Es sieht verweint aus und sucht etwas.
Kind 3: Du hast recht. Warte: Wir rufen alle ihren Namen, ehe sie uns nicht mehr hören.
Alle Kinder: Lotti! Lotti!
Engel 1: Lotti und ihre Mama hören die Kinder nicht. Was machen wir denn jetzt?
Engel 2: Es scheint, als müssten wir da noch einmal helfen. Kommt mit …
(Engel gehen zu den beiden, die suchend auf den Boden schauen.)
Engel 3: Lotti! Dreh dich mal um und hör genau hin.
(Lotti hebt erstaunt den Kopf und sieht die rufenden und winkenden Kinder.)
Alle Kinder: (winken und rufen) Lotti!
Lotti: Mama, die Kinder da vorne rufen meinen Namen. Aber ich kenne sie gar nicht.
Mutter: Merkwürdig.
(Die beiden gehen zu den Kindern.)
Kind 1: Bist du Lotti F.?
Lotti: Ja, woher weißt du das?
Kind 2: Ich glaube, wir haben deinen Teddy gefunden.
(Kind 2 hält Lotti den Teddy hin, Lotti nimmt ihn.)
Lotti: Oh, Teddy, da bist du ja wieder! Ich hab ihn schon überall gesucht! Ich danke euch.
Mutter: Siehst du, nun können wir doch Weihnachten feiern. Wenn auch ohne Baum und Geschenke. Hauptsache wir haben uns und Teddy.
Kind 3: Was, ihr habt keinen Baum?
Kind 4: Und ihr habt keine Geschenke?
Lotti: Nein, leider nicht. Und Mama will auch nicht in die Kirche gehen.
(Mutter schaut beschämt zu Boden, Kinder sehen sich an und tuscheln.)
Kind 2: Lotti, möchtest du vielleicht mit meiner Familie feiern? Deine Mutter und Teddy kommen natürlich auch mit. Meine Eltern erlauben es bestimmt. Und vor dem Essen gehen wir in die Kirche.
Kind 4: Und du kannst ein paar von meinen Geschenken bekommen.
Kind 3: Und von meinen. Wir haben heute nämlich gesehen, dass Geschenke gar nicht so wichtig sind, wenn man einander hat.
Lotti: Was, echt? Mami, bitte!
Mutter: Ihr seid aber tolle Kinder. Das ist echt nett von euch. Aber fragt lieber zuerst eure Eltern.
Kind 2: Kommen Sie doch einfach gleich mit mir mit, dann wissen Sie auch gleich die Antwort.
Kind 4: Ja, und ich frage meine Eltern, ob ich Lotti ein paar von meinen Geschenken abgeben kann.
(Kinder ziehen Lotti und ihre Mutter von der Bühne)
Alle Kinder: Kommt schon!
9. Szene:
Engel 1: Das hat ja besser geklappt, als gedacht.
Engel 2: Ja, seht euch an, wie glücklich Lotti ist.
Engel 3: Und die anderen Kinder haben gelernt, wie schön es sein kann, mit jemandem zu teilen.
Engel 4: Ja, das ist wunderbar.
Engel 5: (zur Gemeinde) Und nun geht auch ihr nach Hause und feiert Weihnachten. Vergesst nicht: Gottes Sohn ist für euch geboren. Ein Geschenk, das Gott auch mit euch teilen möchte.
Stern über Bethlehem
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Kindermutmachlied (KuS 470, KKL 338);
Wir sind die Kleinen in der Gemeinde
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Wir sind Wunderkinder (KuS 490, Einfach Spitze. 150 Knallersongs für Kinder 37);
Das wünsch ich sehr
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Kommt herbei, singt dem Herrn
(KuS 328, KG 176, EGplus 35)
Verbindende Elemente für die Gottesdienste der Reihe können der Segen und Psalm 121 in der Liturgie sein.
Möglich ist auch die neuere Interpretation dieses Psalms in EG WUE 769, KuS 672
oder in leichter Sprache mit Kehrvers.
Letztere Version und der Segen sind am
1. Sonntag der Reihe zu finden.
Christiane Fauth
Hallo, hereinspaziert!
Erlebnisgottesdienste für kleine Leute im Krabbel- und Kindergartenalter
Wie wichtig Gott die ganz kleinen Menschen sind, bringt auch dieses Buch zum Ausdruck. Mit grundsätzlichen Überlegungen zu Gottesdiensten für kleine Leute grundsätzlich und Erlebnisgottesdiensten im Speziellen sowie den 12 ausgearbeiteten Erlebnisgottesdiensten lädt es schon die Jüngsten ein, von Jesus zu erfahren.
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Für Jesus spielen Kinder eine besondere Rolle. Als Vorbild im Glauben stellt er sie in die Mitte, segnet sie und nimmt sie ernst. Und so ist es kein Wunder, dass ein Kind mit seinem Handeln dazu beiträgt, dass in der Geschichte von der Speisung der 5000 alle satt werden. Auch in der Kinderkirche sollen Kinder spüren: »Ich bin nicht zu klein. Ich kann mitreden, wenn es um Gott geht. Und ich kann mithelfen, dass es anderen gutgeht.«

Bei Gott bin ich groß
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Nicht zu klein zum Hören: Samuel – ein wahrhafter Held
Nicht zu klein zum Kämpfen: David – ein mutiger Held
Nicht zu klein zum Retten: Miriam – eine clevere Helding
Nicht zu klein fürs Abendmahl: ein Kind – ein spontaner Held
Gottes kleine Helden
Abendmahl für kleine (und große) Hände: sehen – teilen – feiern
Abendmahlsliturgie für die Kita
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeDa rief Gott nach Samuel (Bibelhits. 100 Kinderlieder zum Alten und Neuen Testament 45)
Siehe hierzu unter »Liturgische Elemente«
Oder Psalm 121 in einfacher Sprache, ergänzt durch einen Kehrvers (fett):
Gott behütet mich, heute und immer.
Ich schaue hinauf zu den Bergen.
Woher kommt Hilfe?
Mir hilft Gott.
Gott behütet mich, heute und immer.
Er hat Himmel und Erde gemacht.
Gott passt auf. Dann gehst du sicher.
Gott passt auf. Er ist immer wach.
Was immer du tust, Gott ist da.
Gott behütet mich, heute und immer.
Am Tag, wenn die Sonne scheint.
Und in der Nacht,
wenn der Mond am Himmel ist.
Gott behütet dich vor allem Bösen.
Gott behütet mich, heute und immer.
Deine Seele bleibt gesund.
Gott behütet dein Ende.
Und deinen neuen Anfang.
Jetzt, heute, morgen, jeden Tag, immer.
Gott behütet mich, heute und immer.
Gott gebe uns Mut.
(Mit der Faust auf die Brust klopfen)
Gott gebe uns Kraft.
(Arme anwinkeln und Muskeln anspannen)
Gott mache uns klug.
(Mit Zeigefinger an Stirn und wieder wegbewegen)
Gott lasse uns immer spüren, dass er da ist. (Sich selbst umarmen)
Über dir, unter dir und um dich herum.
(Hände nach oben, nach unten, dann um sich selbst drehen)
Amen. (Hände falten)
Kreative Umsetzung der GeschichteEs ist wichtig, dass Kinder von Erwachsenen gehört und ernst genommen werden. Daher werden im Anschluss an die Erzählungen kleine Szenen zum Thema gespielt: »Ich errege bei einem Erwachsenen Aufmerksamkeit.«
Anschließend findet ein Austausch statt:
Aus einem (bemalten) Papier/Karton wird eine Flüstertüte gerollt, die auch als Hörrohr verwendet werden kann.

(Beide Fotos: Friederike Heinzmann)
wird ein Kind auf Papier aufgemalt. Die Kinder können in dieses Kind Heldeneigenschaften malen/schreiben (siehe hierzu auch »Zur Gestaltung der Reihe«)


Ihr könnt diese Biegepuppe (12 cm hoch) nach Belieben auch für andere Personen verwenden. Zusammen mit einigen weiteren Biegepuppen* kann die Samuelgeschichte den Kindern eindrücklich erzählt werden.
€ 9,70; Best.-Nr. 664
* Z. B. mit dem Biegepuppen-Schnupperset 1 (Best.-Nr. S676) und Biegepuppen-Schnupperset 2 (Best.-Nr. S677).
David und Goliat
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

Passt zum nächsten Sonntag
Die Bilder von Petra Lefin bieten eine weitere Möglichkeit, die Geschichte vom mutigen, kleinen Hirtenjungen zu erzählen.
€ 18,00; Best.-Nr. 3266
Erzählung für JüngereEs ist Nacht. Samuel liegt in seinem Bett. Samuel ist ein Kind. Er wohnt an einem besonderen Ort. Er wohnt in einem Tempel. Ein Tempel ist so etwas Ähnliches wie eine Kirche. Menschen treffen sich dort, um zu Gott zu beten. Dort wohnt auch der Priester Eli. Eli ist ein Mann Gottes. Er kennt sich gut aus mit Gott. Samuels Mama möchte, dass Samuel auch ein Mann Gottes wird. Deshalb wohnt Samuel bei Eli.
Jetzt liegt Samuel im Bett. Auch Eli schläft schon. Plötzlich hört Samuel eine Stimme: »Samuel.«
Überrascht setzt sich Samuel im Bett hin. Dann steht er auf und geht zu Eli. »Was Eli wohl mitten in der Nacht von ihm will?« Samuel weckt Eli: »Hier bin ich. Du hast mich gerufen.« Eli reibt sich müde die Augen. »Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen.«
Samuel legt sich wieder ins Bett. Gerade, als er eingeschlafen ist, hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Samuel wundert sich. Er steht auf und geht zu Eli: »Hier bin ich. Du hast mich gerufen.« Eli wird jetzt ein bisschen wütend. Er schickt Samuel wieder zurück ins Bett. Samuel zieht die Bettdecke über den Kopf und schläft ein. Plötzlich hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Samuel erschrickt. Außer ihm und Eli ist doch niemand im Tempel. Wieder geht Samuel zu Eli. Er weckt Eli. Samuel sagt: »Du hast mich gerufen.« Eli schüttelt den Kopf. Dann kratzt er sich am Kopf. »Das könnte es sein«, sagt Eli nachdenklich. »Samuel, das ist die Stimme Gottes, die du hörst. Wenn du sie das nächste Mal hörst, sagst du: ›Rede. Ich höre dir zu.‹«
Samuel legt sich wieder hin und schläft ein. Da hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Da sagt Samuel: »Hier bin ich. Rede. Ich höre dir zu.« Und Gott redet mit Samuel. Gott hat eine wichtige Botschaft für Samuel. Samuel soll sie Eli weitersagen. Aber was Gott da sagt, ist gar nicht gut für Eli. Samuel erschrickt.
Am nächsten Morgen möchte Eli wissen, was Gott zu Samuel gesagt hat. Samuel schüttelt traurig den Kopf. Er traut sich nicht, Eli zu sagen, was er gehört hat. Eli will das bestimmt nicht hören. Eli wird ihm nicht glauben. Eli wird denken: »Samuel ist ja nur ein Kind.«
Aber da täuscht sich Samuel. Eli möchte alles wissen, auch das Schreckliche. Eli hört gut zu. Er sagt zu Samuel: »Ich glaube dir. Das war Gott, der mit dir geredet hat. Er wird tun, was er für richtig hält.«
Ab da redet Gott immer wieder mit Samuel. Samuel bekommt viele Botschaften von Gott. Er erzählt sie weiter. Samuel ist ein Held Gottes.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße Samuel. Ich bin ein kleiner Held Gottes. In der Bibel stehen Geschichten von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichten nicht. Eine Geschichte handelt vom Hören und Gehörtwerden. Aber das wusste ich am Anfang nicht. Ich wusste nicht, dass ich hinhören und Gott zuhören muss. Und ich wusste auch nicht, dass es Mut braucht, Gottes Botschaft weiterzugeben. Und dass es wichtig ist, dass andere mir zuhören, wenn ich eine Botschaft habe. Wir Kinder erleben es ja oft, dass uns nicht geglaubt wird. Oft denken die Erwachsenen, wir sind zu klein. Sie hören uns nicht zu. Sie denken, wir wissen nichts oder wissen zu wenig. Sie denken, wir sind nicht stark oder mutig genug. Sie fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Gott redet auch mit uns Kindern. Wir haben Botschaften. Und die Erwachsenen müssen uns zuhören.
Meine Geschichte beginnt eigentlich bereits vor meiner Geburt. Meine Mutter hat lange kein Kind bekommen. Dabei hat sie sich so sehr gewünscht, dass ich geboren werde. Immer wieder hat sie Gott darum gebeten. Sie hat Gott versprochen, dass ich ein Mann Gottes werde, wenn ich groß bin. Und dann wurde meine Mutter endlich schwanger, und ich kam zur Welt. Meine Mutter hielt ihr Versprechen. Damit ich ein Mann Gottes werde, wohne ich jetzt bei Eli. Eli ist ein Priester. Er ist selbst ein Mann Gottes. Ich wohne bei Eli im Tempel. Eli lehrt mich alles, was er über Gott weiß. Eli zeigt mir, wie man Gottesdienste feiert und die richtigen Gebete spricht.
Und dann kommt diese eine Nacht …
Wie jeden Abend lege ich mich im Tempel schlafen. Nur die Lampe Gottes brennt noch. Auch Eli hat sich bereits hingelegt und schläft. Plötzlich werde ich wach. Da hat mich doch jemand gerufen. Ganz deutlich habe ich meinen Namen gehört: »Samuel.« Ich gehe zu Eli und wecke ihn. Aber er hat mich nicht gerufen. Er schickt mich wieder ins Bett.
Gerade als ich eingeschlafen bin, höre ich wieder diese Stimme: »Samuel.« Wieder gehe ich zu Eli und wecke ihn. Eli wird langsam wütend. Erwachsene mögen es nicht, wenn wir Kinder sie im Schlaf stören. Oft denken sie: »Da ist doch nichts. Es gibt also keinen Grund, dass die Kinder uns wecken.« Eli schickt mich zurück in mein Bett.
Im Bett ziehe ich die Decke über den Kopf. Ich will nichts hören: keine Stimme und auch keine anderen Geräusche. Aber als ich schlafe … wieder: »Samuel.« Mir ist ganz schlecht. Im Tempel ist doch niemand. Deshalb wird Eli wieder sagen, dass er mich nicht gerufen hat. Aber wer soll es denn sonst sein?
Weil ich mir nicht anders zu helfen weiß, gehe ich doch zu Eli. Zögerlich wecke ich ihn. Eli reibt sich die Augen. Jetzt denkt er nach. Er kratzt sich am Kopf. Dann murmelt er: »Ja … das könnte sein.« Etwas lauter sagt er zu mir: »Samuel, das ist Gott. Wenn du das nächste Mal die Stimme hörst, antwortest du: ›Rede, Herr, dein Knecht hört.‹« Damit schickt mich Eli wieder ins Bett.
Erneut lege ich mich hin. Und zum vierten Mal höre ich die Stimme. Aber jetzt weiß ich, was ich zu tun habe. Also antworte ich: »Rede, Herr, dein Knecht hört.« Und dann beginnt Gott, mit mir zu reden. Lange und viel. Ich höre zu. Lausche seinen Worten. Spüre sie in meinen Ohren und in meinem Herzen. Aber was ich da höre, macht mir Angst. Gott hat eine Botschaft für Eli. Ich soll sie Eli weitersagen.
Doch das, was Gott da sagt, ist keine gute Botschaft. Die Botschaft bedeutet nämlich Unheil für Eli und seine Familie. Also wird Eli die Botschaft nicht hören wollen. Und wenn ich sie ihm sage, wird er mir nicht glauben. Er wird denken: »Ach, der Samuel ist ja noch ein Kind. Das hat eben schlecht geträumt.«
Aber da täusche ich mich über Eli.
Denn am nächsten Morgen möchte Eli genau wissen, was Gott gesagt hat. Zuerst traue ich mich gar nicht, etwas zu erzählen. Aber Eli ermutigt mich, jedes Wort zu sagen und nichts zu verheimlichen. Und so rede ich. Ich überbringe ihm die Botschaft Gottes. Zum Schluss nickt Eli traurig und sagt: »Ja, das war Gott, der da mit dir gesprochen hat. Gott wird tun, was er für richtig hält.« Ich war erleichtert: Eli glaubt mir.
Nach Eli werden mir noch viele andere Menschen glauben. Könige und solche, die einmal König werden. Gott führt durch mich sein Volk in einer Zeit des Umbruchs. Viel verändert sich. Ich bin Gottes Prophet. Durch mich nimmt Gott Einfluss auf das Leben von Menschen.
Das ist meine Geschichte mit Gott, sie zeigt: Wir kleinen Heldinnen und Helden müssen zuhören und hinhören und uns dann Gehör verschaffen. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Heute sind zwei Bücher in der Bibel nach mir benannt. Schaut mal, wo ihr sie findet.
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeIn diesem Gottesdienst kann Psalm 23 gesprochen werden. Dieser Psalm wird David zugeschrieben, der als Hirtenjunge Schafe hütet. Das Bild vom Hirten, der sich um die Schafe kümmert, wird im Psalm auf die Beziehung zwischen Gott und Menschen übertragen.
Kreative Umsetzung der GeschichteNach der Erzählung wird dieses bekannte Spiel – jetzt mit »Goliath« – gespielt.
Auf eine Papierrolle wird der Umriss einer zwei Meter großen Figur gezeichnet und aufgehängt. Die Kinder stellen sich davor. Sie können sich zu folgenden Fragen äußern:
Anschließend wird gemeinsam überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, solche Riesen zu besiegen.
Die Ideen der Kinder werden nach Möglichkeit umgesetzt.
Die Figur vom vergangenen Sonntag kann ebenfalls weiter mit »Heldeneigenschaften« ausgefüllt und beschriftet werden (siehe hierzu auch »Zur Gestaltung der Reihe«)
(Foto: Friederike Heinzmann)
Mit den Kindern werden kleine Mutsymbole gesucht und gebastelt: Handschmeichler aus einem Stein, der beschriftet oder bemalt wird; ein Glücks(klee)blatt aus Papier ausgeschnitten und ein Mut machender Bibelvers draufgeschrieben … (s. Foto, Ecke unten links).
Aus Pappbechern und Luftballons (s. restlicher Teil des Fotos).

Mutig ist, wer Hilfe holt!
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater
Was hilft bei Mobbing unter Kindern? Ferri der Fisch versteht die Welt nicht mehr: Plötzlich sind alle gemein zu ihm.
Mit einer klar strukturierten Handlung und sympathischen Protagonisten, in die sich die Kinder gut einfühlen können, zeigt die Geschichte die Mechanismen von Mobbing kindgerecht auf.
16 DIN-A3-Bildkarten inkl. sofort verwendbarem Erzählvorschlag. Für Grundschule, Kita- und Kindergruppen geeignet.
Erzählung für JüngereDavid ist ein Hirtenjunge. Er hütet Schafe und Ziegen. Das heißt, er passt auf sie auf. David ist das jüngste Kind in der Familie.
Dann gibt es Krieg. Davids Brüder müssen gegen die Philister kämpfen. Die Philister sind die Feinde. Eines Tages schickt Davids Papa ihn zu seinen Brüdern. »Schau nach, wie es deinen Brüdern geht und bring ihnen etwas zu essen«, sagt der Papa. David geht zu seinen Brüdern. Sie sind in einem Lager mit vielen Zelten. Alle dort sind Soldaten. Alle müssen gegen die Philister kämpfen. Aber sie haben große Angst.
Bei den Philistern gibt es einen Riesen. Er ist viel größer als alle anderen. Er ist stark. Er kann gut kämpfen und er hat ein scharfes Schwert. Der Riese heißt Goliath. Goliath macht sich über Gott und über Davids Volk lustig. Dann sagt Goliath: »Wenn mich einer von euch besiegt, dann gewinnt ihr.«
David sieht und hört Goliath. David geht zu König Saul. David sagt zu ihm: »Ich kämpfe gegen Goliath.« König Saul findet das keine gute Idee. David ist viel zu klein und zu jung dafür. David sagt ihm: »Wenn ich die Schafe hüte, muss ich gut aufpassen. Ich muss sie vor wilden Tieren beschützen. Ich habe schon gegen Löwen und Bären gekämpft.« Jetzt sagt König Saul Ja. Er gibt David eine schwere Rüstung, einen Helm und ein Schwert. Aber das ist alles zu groß und zu schwer für David. Stattdessen geht David zum Bach. Dort gibt es viele Steine. Richtige Mutsteine. Er sammelt fünf Steine. David braucht die Steine für seine Steinschleuder. Mit der kann er richtig gut schießen.
Und dann ist es so weit, David geht zu den Philistern. Als der Riese Goliath den kleinen David sieht, fängt Goliath laut an zu lachen. Er lacht David und Gott aus. Aber Goliath ärgert sich auch. Er will nicht gegen ein Kind kämpfen. Das ist doch viel zu einfach. Er will gegen einen starken, großen, gefährlichen Soldaten kämpfen. Goliath sagt gemeine Sachen über David und über Gott. David wehrt sich. Er sagt: »Ich kämpfe zusammen mit Gott. Ich werde dich besiegen.« Das macht Goliath so wütend, dass er sein Schwert zieht. Er greift an. David nimmt einen Stein. Er legt ihn in die Steinschleuder, zielt und trifft den Riesen genau am Kopf. Goliath fällt um. Er bleibt wie tot liegen. David hat den Riesen Goliath besiegt. Gott hat David geholfen. Der kleine Hirtenjunge David wird ein großer Held.
Später heiratet er die Prinzessin und wird König. Außerdem dichtet er viele Lieder. Die Geschichte zeigt: Manchmal muss man über sich hinauswachsen. Gott hilft uns. Gott macht uns zu Heldinnen und Helden.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße David. Ich bin ein kleiner Held Gottes. In der Bibel stehen Geschichten von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichten nicht. Eine dieser Geschichten handelt davon, dass man manchmal mutig über sich hinauswachsen muss. Man muss sich dem stellen, was Angst macht. Gott hilft dabei. Aber das wusste ich am Anfang noch nicht. Wir Kinder erleben es ja oft, dass Erwachsene denken, wir Kinder seien ängstlich. Sie glauben, wir Kinder sind nicht mutig und stark. Sie fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Gott gibt uns Mut. Mit Gottes Hilfe können wir über uns hinauswachsen und die Angst und das Böse besiegen.
Alles beginnt damit, dass ich wie an jedem Tag die Schafe und Ziegen hüte. Ich passe auf, dass ihnen nichts passiert. Während ich aufpasse, mache ich oft Musik. So auch heute. Da kommt einer meiner Brüder zu mir. Ihr müsst wissen: Ich habe sieben Brüder und zwei Schwestern. Ich bin der Jüngste. Mein Bruder sagt: »Der Prophet Samuel ist da.« Samuel ist auch ein Held Gottes. Der will mich sehen. Mich! Obwohl ich ein Kind bin. Als Samuel mich sieht, sagt er: »Du wirst einmal König von Israel.« Ich kann das gar nicht glauben. Ich bin doch nur ein Hirtenjunge.
Aber dann kommt der Krieg. Die Philister kämpfen gegen uns. Meine Brüder müssen in den Krieg ziehen. Ich bin zu jung dafür. Eines Tages schickt mich mein Vater zu meinen Brüdern. Er sagt: »Bring deinen Brüdern zu essen und schaue nach, wie es ihnen geht.« Ihr müsst wissen: Krieg ist gefährlich. Es passieren schlimme Dinge und es sterben Menschen. Mein Vater hat große Angst um meine Brüder. Ich auch. Mit dem Essen komme ich im Lager unserer Soldaten an. Meine Brüder sind ganz vorne.
Man sieht die Philister. Einer der Philister ist viel größer als alle anderen. Er ist ein Riese. Er heißt Goliath. Er ist gut bewaffnet und sieht gefährlich aus. Dann brüllt er plötzlich mit donnernder Stimme los. Vor Schreck wird mir schlecht. Auch ich bekomme Angst. Goliath brüllt: »Ihr Feiglinge! Hat euer Gott euch verlassen? Kämpft endlich gegen mich. Wenn einer von euch mich besiegt, dann gewinnt ihr den ganzen Krieg.« Goliath beleidigt meine Brüder, mein Volk und unseren Gott. So eine Unverschämtheit!
»Ich werde gegen ihn kämpfen!«, denke ich wütend und stapfe zu König Saul. »Was? Du willst gegen den Riesen Goliath kämpfen?« König Saul mustert mich von oben bis unten. König Saul sieht ängstlich und traurig aus. »Das ist viel zu gefährlich. Du bist doch nur ein Kind.« Mutig sage ich: »Hab keine Angst, König Saul. Als Hirtenjunge habe ich schon gegen Löwen und Bären gekämpft. Ich muss doch die Lämmer und Schafe beschützen.«
Ich sehe dem König an, dass er mich immer noch für zu klein und zu schwach hält. Doch er gibt mir eine Rüstung und ein Schwert. Aber das passt mir alles nicht. Es ist zu groß und zu schwer für mich. Ich gehe zum Bach. Ich weiß: Gott ist bei mir. Gott gibt mir Mut.
Am Bach sehe ich fünf Steine. Es sind gute Steine für meine Steinschleuder. Genau die brauche ich. Ich stecke sie in meine Tasche. Ich atme noch einmal tief durch. Ich muss tun, was getan werden muss. Dann gehe ich in Richtung Philister.
Goliath sieht mich schon von weitem. Er fängt an zu lachen. Dann wird er furchtbar wütend: »Was? Ihr Feiglinge! Habt ihr nichts Besseres aufzubieten als ein Kind? Ich soll gegen ein Kind kämpfen?« Wieder beleidigt Goliath uns und Gott. Mutig rufe ich ihm entgegen: »Ich werde dich besiegen! Gott ist an meiner Seite.« Das macht Goliath noch wütender. Er zieht sein Schwert und greift an. Ich fasse in meine Tasche, nehme einen der Steine und lege ihn in meine Schleuder. Dann fange ich an, sie zu schwingen. Ich ziele. Und … Schuss!
Goliath fällt um. Ich habe ihn genau am Kopf getroffen. Hinter mir bricht Jubelgeschrei aus. Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich bin ein Held Gottes.
Viel passiert dann noch, bis ich selbst König werde, wie der Prophet Samuel es gesagt hat: Ich musiziere für König Saul. Heirate seine Tochter Michal. Und erlebe Abenteuer mit Jonathan, dem Sohn von König Saul.
Als ich dann König bin, werde ich der berühmteste König Israels. Noch heute träumen die Menschen von der Zeit, als ich König war.
In meiner Heimatstadt Bethlehem wird lange nach mir Jesus geboren. Der Sohn Gottes ist einer meiner Nachkommen. Er tritt in meine Fußstapfen … und übertrifft mich! Aber das ist eine andere Geschichte.
In meiner Geschichte mit Gott, zeigt sich: Wir kleinen Heldinnen und Helden müssen manchmal über uns hinauswachsen und die Angst besiegen. Gott ist an unserer Seite. Er schenkt uns Mut. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
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