
Adobe Stock – © miss irine (KI)
Kindermutmachlied (KuS 470, KKL 338);
Wir sind die Kleinen in der Gemeinde
(KKL 160, LJ 428, MKL1 105);
Wir sind Wunderkinder (KuS 490, Einfach Spitze. 150 Knallersongs für Kinder 37);
Das wünsch ich sehr
(KuS 410, KKL 33, HuT 315, EGplus 104, MKL1 5);
Kommt herbei, singt dem Herrn
(KuS 328, KG 176, EGplus 35)
Verbindende Elemente für die Gottesdienste der Reihe können der Segen und Psalm 121 in der Liturgie sein.
Möglich ist auch die neuere Interpretation dieses Psalms in EG WUE 769, KuS 672
oder in leichter Sprache mit Kehrvers.
Letztere Version und der Segen sind am
1. Sonntag der Reihe zu finden.
Christiane Fauth
Hallo, hereinspaziert!
Erlebnisgottesdienste für kleine Leute im Krabbel- und Kindergartenalter
Wie wichtig Gott die ganz kleinen Menschen sind, bringt auch dieses Buch zum Ausdruck. Mit grundsätzlichen Überlegungen zu Gottesdiensten für kleine Leute grundsätzlich und Erlebnisgottesdiensten im Speziellen sowie den 12 ausgearbeiteten Erlebnisgottesdiensten lädt es schon die Jüngsten ein, von Jesus zu erfahren.
€ 16,95; Best.-Nr. 2115

Für Jesus spielen Kinder eine besondere Rolle. Als Vorbild im Glauben stellt er sie in die Mitte, segnet sie und nimmt sie ernst. Und so ist es kein Wunder, dass ein Kind mit seinem Handeln dazu beiträgt, dass in der Geschichte von der Speisung der 5000 alle satt werden. Auch in der Kinderkirche sollen Kinder spüren: »Ich bin nicht zu klein. Ich kann mitreden, wenn es um Gott geht. Und ich kann mithelfen, dass es anderen gutgeht.«

Bei Gott bin ich groß
12 Seiten; 2,40 € (ab 10 Ex. je € 2,20; ab 40 Ex. je € 2,00)
Best.-Nr. 101-04-26

Nicht zu klein zum Hören: Samuel – ein wahrhafter Held
Nicht zu klein zum Kämpfen: David – ein mutiger Held
Nicht zu klein zum Retten: Miriam – eine clevere Helding
Nicht zu klein fürs Abendmahl: ein Kind – ein spontaner Held
Gottes kleine Helden
Abendmahl für kleine (und große) Hände: sehen – teilen – feiern
Abendmahlsliturgie für die Kita
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeDa rief Gott nach Samuel (Bibelhits. 100 Kinderlieder zum Alten und Neuen Testament 45)
Siehe hierzu unter »Liturgische Elemente«
Oder Psalm 121 in einfacher Sprache, ergänzt durch einen Kehrvers (fett):
Gott behütet mich, heute und immer.
Ich schaue hinauf zu den Bergen.
Woher kommt Hilfe?
Mir hilft Gott.
Gott behütet mich, heute und immer.
Er hat Himmel und Erde gemacht.
Gott passt auf. Dann gehst du sicher.
Gott passt auf. Er ist immer wach.
Was immer du tust, Gott ist da.
Gott behütet mich, heute und immer.
Am Tag, wenn die Sonne scheint.
Und in der Nacht,
wenn der Mond am Himmel ist.
Gott behütet dich vor allem Bösen.
Gott behütet mich, heute und immer.
Deine Seele bleibt gesund.
Gott behütet dein Ende.
Und deinen neuen Anfang.
Jetzt, heute, morgen, jeden Tag, immer.
Gott behütet mich, heute und immer.
Gott gebe uns Mut.
(Mit der Faust auf die Brust klopfen)
Gott gebe uns Kraft.
(Arme anwinkeln und Muskeln anspannen)
Gott mache uns klug.
(Mit Zeigefinger an Stirn und wieder wegbewegen)
Gott lasse uns immer spüren, dass er da ist. (Sich selbst umarmen)
Über dir, unter dir und um dich herum.
(Hände nach oben, nach unten, dann um sich selbst drehen)
Amen. (Hände falten)
Kreative Umsetzung der GeschichteEs ist wichtig, dass Kinder von Erwachsenen gehört und ernst genommen werden. Daher werden im Anschluss an die Erzählungen kleine Szenen zum Thema gespielt: »Ich errege bei einem Erwachsenen Aufmerksamkeit.«
Anschließend findet ein Austausch statt:
Aus einem (bemalten) Papier/Karton wird eine Flüstertüte gerollt, die auch als Hörrohr verwendet werden kann.

(Beide Fotos: Friederike Heinzmann)
wird ein Kind auf Papier aufgemalt. Die Kinder können in dieses Kind Heldeneigenschaften malen/schreiben (siehe hierzu auch »Zur Gestaltung der Reihe«)


Ihr könnt diese Biegepuppe (12 cm hoch) nach Belieben auch für andere Personen verwenden. Zusammen mit einigen weiteren Biegepuppen* kann die Samuelgeschichte den Kindern eindrücklich erzählt werden.
€ 9,70; Best.-Nr. 664
* Z. B. mit dem Biegepuppen-Schnupperset 1 (Best.-Nr. S676) und Biegepuppen-Schnupperset 2 (Best.-Nr. S677).
David und Goliat
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

Passt zum nächsten Sonntag
Die Bilder von Petra Lefin bieten eine weitere Möglichkeit, die Geschichte vom mutigen, kleinen Hirtenjungen zu erzählen.
€ 18,00; Best.-Nr. 3266
Erzählung für JüngereEs ist Nacht. Samuel liegt in seinem Bett. Samuel ist ein Kind. Er wohnt an einem besonderen Ort. Er wohnt in einem Tempel. Ein Tempel ist so etwas Ähnliches wie eine Kirche. Menschen treffen sich dort, um zu Gott zu beten. Dort wohnt auch der Priester Eli. Eli ist ein Mann Gottes. Er kennt sich gut aus mit Gott. Samuels Mama möchte, dass Samuel auch ein Mann Gottes wird. Deshalb wohnt Samuel bei Eli.
Jetzt liegt Samuel im Bett. Auch Eli schläft schon. Plötzlich hört Samuel eine Stimme: »Samuel.«
Überrascht setzt sich Samuel im Bett hin. Dann steht er auf und geht zu Eli. »Was Eli wohl mitten in der Nacht von ihm will?« Samuel weckt Eli: »Hier bin ich. Du hast mich gerufen.« Eli reibt sich müde die Augen. »Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen.«
Samuel legt sich wieder ins Bett. Gerade, als er eingeschlafen ist, hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Samuel wundert sich. Er steht auf und geht zu Eli: »Hier bin ich. Du hast mich gerufen.« Eli wird jetzt ein bisschen wütend. Er schickt Samuel wieder zurück ins Bett. Samuel zieht die Bettdecke über den Kopf und schläft ein. Plötzlich hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Samuel erschrickt. Außer ihm und Eli ist doch niemand im Tempel. Wieder geht Samuel zu Eli. Er weckt Eli. Samuel sagt: »Du hast mich gerufen.« Eli schüttelt den Kopf. Dann kratzt er sich am Kopf. »Das könnte es sein«, sagt Eli nachdenklich. »Samuel, das ist die Stimme Gottes, die du hörst. Wenn du sie das nächste Mal hörst, sagst du: ›Rede. Ich höre dir zu.‹«
Samuel legt sich wieder hin und schläft ein. Da hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Da sagt Samuel: »Hier bin ich. Rede. Ich höre dir zu.« Und Gott redet mit Samuel. Gott hat eine wichtige Botschaft für Samuel. Samuel soll sie Eli weitersagen. Aber was Gott da sagt, ist gar nicht gut für Eli. Samuel erschrickt.
Am nächsten Morgen möchte Eli wissen, was Gott zu Samuel gesagt hat. Samuel schüttelt traurig den Kopf. Er traut sich nicht, Eli zu sagen, was er gehört hat. Eli will das bestimmt nicht hören. Eli wird ihm nicht glauben. Eli wird denken: »Samuel ist ja nur ein Kind.«
Aber da täuscht sich Samuel. Eli möchte alles wissen, auch das Schreckliche. Eli hört gut zu. Er sagt zu Samuel: »Ich glaube dir. Das war Gott, der mit dir geredet hat. Er wird tun, was er für richtig hält.«
Ab da redet Gott immer wieder mit Samuel. Samuel bekommt viele Botschaften von Gott. Er erzählt sie weiter. Samuel ist ein Held Gottes.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße Samuel. Ich bin ein kleiner Held Gottes. In der Bibel stehen Geschichten von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichten nicht. Eine Geschichte handelt vom Hören und Gehörtwerden. Aber das wusste ich am Anfang nicht. Ich wusste nicht, dass ich hinhören und Gott zuhören muss. Und ich wusste auch nicht, dass es Mut braucht, Gottes Botschaft weiterzugeben. Und dass es wichtig ist, dass andere mir zuhören, wenn ich eine Botschaft habe. Wir Kinder erleben es ja oft, dass uns nicht geglaubt wird. Oft denken die Erwachsenen, wir sind zu klein. Sie hören uns nicht zu. Sie denken, wir wissen nichts oder wissen zu wenig. Sie denken, wir sind nicht stark oder mutig genug. Sie fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Gott redet auch mit uns Kindern. Wir haben Botschaften. Und die Erwachsenen müssen uns zuhören.
Meine Geschichte beginnt eigentlich bereits vor meiner Geburt. Meine Mutter hat lange kein Kind bekommen. Dabei hat sie sich so sehr gewünscht, dass ich geboren werde. Immer wieder hat sie Gott darum gebeten. Sie hat Gott versprochen, dass ich ein Mann Gottes werde, wenn ich groß bin. Und dann wurde meine Mutter endlich schwanger, und ich kam zur Welt. Meine Mutter hielt ihr Versprechen. Damit ich ein Mann Gottes werde, wohne ich jetzt bei Eli. Eli ist ein Priester. Er ist selbst ein Mann Gottes. Ich wohne bei Eli im Tempel. Eli lehrt mich alles, was er über Gott weiß. Eli zeigt mir, wie man Gottesdienste feiert und die richtigen Gebete spricht.
Und dann kommt diese eine Nacht …
Wie jeden Abend lege ich mich im Tempel schlafen. Nur die Lampe Gottes brennt noch. Auch Eli hat sich bereits hingelegt und schläft. Plötzlich werde ich wach. Da hat mich doch jemand gerufen. Ganz deutlich habe ich meinen Namen gehört: »Samuel.« Ich gehe zu Eli und wecke ihn. Aber er hat mich nicht gerufen. Er schickt mich wieder ins Bett.
Gerade als ich eingeschlafen bin, höre ich wieder diese Stimme: »Samuel.« Wieder gehe ich zu Eli und wecke ihn. Eli wird langsam wütend. Erwachsene mögen es nicht, wenn wir Kinder sie im Schlaf stören. Oft denken sie: »Da ist doch nichts. Es gibt also keinen Grund, dass die Kinder uns wecken.« Eli schickt mich zurück in mein Bett.
Im Bett ziehe ich die Decke über den Kopf. Ich will nichts hören: keine Stimme und auch keine anderen Geräusche. Aber als ich schlafe … wieder: »Samuel.« Mir ist ganz schlecht. Im Tempel ist doch niemand. Deshalb wird Eli wieder sagen, dass er mich nicht gerufen hat. Aber wer soll es denn sonst sein?
Weil ich mir nicht anders zu helfen weiß, gehe ich doch zu Eli. Zögerlich wecke ich ihn. Eli reibt sich die Augen. Jetzt denkt er nach. Er kratzt sich am Kopf. Dann murmelt er: »Ja … das könnte sein.« Etwas lauter sagt er zu mir: »Samuel, das ist Gott. Wenn du das nächste Mal die Stimme hörst, antwortest du: ›Rede, Herr, dein Knecht hört.‹« Damit schickt mich Eli wieder ins Bett.
Erneut lege ich mich hin. Und zum vierten Mal höre ich die Stimme. Aber jetzt weiß ich, was ich zu tun habe. Also antworte ich: »Rede, Herr, dein Knecht hört.« Und dann beginnt Gott, mit mir zu reden. Lange und viel. Ich höre zu. Lausche seinen Worten. Spüre sie in meinen Ohren und in meinem Herzen. Aber was ich da höre, macht mir Angst. Gott hat eine Botschaft für Eli. Ich soll sie Eli weitersagen.
Doch das, was Gott da sagt, ist keine gute Botschaft. Die Botschaft bedeutet nämlich Unheil für Eli und seine Familie. Also wird Eli die Botschaft nicht hören wollen. Und wenn ich sie ihm sage, wird er mir nicht glauben. Er wird denken: »Ach, der Samuel ist ja noch ein Kind. Das hat eben schlecht geträumt.«
Aber da täusche ich mich über Eli.
Denn am nächsten Morgen möchte Eli genau wissen, was Gott gesagt hat. Zuerst traue ich mich gar nicht, etwas zu erzählen. Aber Eli ermutigt mich, jedes Wort zu sagen und nichts zu verheimlichen. Und so rede ich. Ich überbringe ihm die Botschaft Gottes. Zum Schluss nickt Eli traurig und sagt: »Ja, das war Gott, der da mit dir gesprochen hat. Gott wird tun, was er für richtig hält.« Ich war erleichtert: Eli glaubt mir.
Nach Eli werden mir noch viele andere Menschen glauben. Könige und solche, die einmal König werden. Gott führt durch mich sein Volk in einer Zeit des Umbruchs. Viel verändert sich. Ich bin Gottes Prophet. Durch mich nimmt Gott Einfluss auf das Leben von Menschen.
Das ist meine Geschichte mit Gott, sie zeigt: Wir kleinen Heldinnen und Helden müssen zuhören und hinhören und uns dann Gehör verschaffen. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Heute sind zwei Bücher in der Bibel nach mir benannt. Schaut mal, wo ihr sie findet.
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeIn diesem Gottesdienst kann Psalm 23 gesprochen werden. Dieser Psalm wird David zugeschrieben, der als Hirtenjunge Schafe hütet. Das Bild vom Hirten, der sich um die Schafe kümmert, wird im Psalm auf die Beziehung zwischen Gott und Menschen übertragen.
Kreative Umsetzung der GeschichteNach der Erzählung wird dieses bekannte Spiel – jetzt mit »Goliath« – gespielt.
Auf eine Papierrolle wird der Umriss einer zwei Meter großen Figur gezeichnet und aufgehängt. Die Kinder stellen sich davor. Sie können sich zu folgenden Fragen äußern:
Anschließend wird gemeinsam überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, solche Riesen zu besiegen.
Die Ideen der Kinder werden nach Möglichkeit umgesetzt.
Die Figur vom vergangenen Sonntag kann ebenfalls weiter mit »Heldeneigenschaften« ausgefüllt und beschriftet werden (siehe hierzu auch »Zur Gestaltung der Reihe«)
(Foto: Friederike Heinzmann)
Mit den Kindern werden kleine Mutsymbole gesucht und gebastelt: Handschmeichler aus einem Stein, der beschriftet oder bemalt wird; ein Glücks(klee)blatt aus Papier ausgeschnitten und ein Mut machender Bibelvers draufgeschrieben … (s. Foto, Ecke unten links).
Aus Pappbechern und Luftballons (s. restlicher Teil des Fotos).

Mutig ist, wer Hilfe holt!
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater
Was hilft bei Mobbing unter Kindern? Ferri der Fisch versteht die Welt nicht mehr: Plötzlich sind alle gemein zu ihm.
Mit einer klar strukturierten Handlung und sympathischen Protagonisten, in die sich die Kinder gut einfühlen können, zeigt die Geschichte die Mechanismen von Mobbing kindgerecht auf.
16 DIN-A3-Bildkarten inkl. sofort verwendbarem Erzählvorschlag. Für Grundschule, Kita- und Kindergruppen geeignet.
Erzählung für JüngereDavid ist ein Hirtenjunge. Er hütet Schafe und Ziegen. Das heißt, er passt auf sie auf. David ist das jüngste Kind in der Familie.
Dann gibt es Krieg. Davids Brüder müssen gegen die Philister kämpfen. Die Philister sind die Feinde. Eines Tages schickt Davids Papa ihn zu seinen Brüdern. »Schau nach, wie es deinen Brüdern geht und bring ihnen etwas zu essen«, sagt der Papa. David geht zu seinen Brüdern. Sie sind in einem Lager mit vielen Zelten. Alle dort sind Soldaten. Alle müssen gegen die Philister kämpfen. Aber sie haben große Angst.
Bei den Philistern gibt es einen Riesen. Er ist viel größer als alle anderen. Er ist stark. Er kann gut kämpfen und er hat ein scharfes Schwert. Der Riese heißt Goliath. Goliath macht sich über Gott und über Davids Volk lustig. Dann sagt Goliath: »Wenn mich einer von euch besiegt, dann gewinnt ihr.«
David sieht und hört Goliath. David geht zu König Saul. David sagt zu ihm: »Ich kämpfe gegen Goliath.« König Saul findet das keine gute Idee. David ist viel zu klein und zu jung dafür. David sagt ihm: »Wenn ich die Schafe hüte, muss ich gut aufpassen. Ich muss sie vor wilden Tieren beschützen. Ich habe schon gegen Löwen und Bären gekämpft.« Jetzt sagt König Saul Ja. Er gibt David eine schwere Rüstung, einen Helm und ein Schwert. Aber das ist alles zu groß und zu schwer für David. Stattdessen geht David zum Bach. Dort gibt es viele Steine. Richtige Mutsteine. Er sammelt fünf Steine. David braucht die Steine für seine Steinschleuder. Mit der kann er richtig gut schießen.
Und dann ist es so weit, David geht zu den Philistern. Als der Riese Goliath den kleinen David sieht, fängt Goliath laut an zu lachen. Er lacht David und Gott aus. Aber Goliath ärgert sich auch. Er will nicht gegen ein Kind kämpfen. Das ist doch viel zu einfach. Er will gegen einen starken, großen, gefährlichen Soldaten kämpfen. Goliath sagt gemeine Sachen über David und über Gott. David wehrt sich. Er sagt: »Ich kämpfe zusammen mit Gott. Ich werde dich besiegen.« Das macht Goliath so wütend, dass er sein Schwert zieht. Er greift an. David nimmt einen Stein. Er legt ihn in die Steinschleuder, zielt und trifft den Riesen genau am Kopf. Goliath fällt um. Er bleibt wie tot liegen. David hat den Riesen Goliath besiegt. Gott hat David geholfen. Der kleine Hirtenjunge David wird ein großer Held.
Später heiratet er die Prinzessin und wird König. Außerdem dichtet er viele Lieder. Die Geschichte zeigt: Manchmal muss man über sich hinauswachsen. Gott hilft uns. Gott macht uns zu Heldinnen und Helden.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße David. Ich bin ein kleiner Held Gottes. In der Bibel stehen Geschichten von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichten nicht. Eine dieser Geschichten handelt davon, dass man manchmal mutig über sich hinauswachsen muss. Man muss sich dem stellen, was Angst macht. Gott hilft dabei. Aber das wusste ich am Anfang noch nicht. Wir Kinder erleben es ja oft, dass Erwachsene denken, wir Kinder seien ängstlich. Sie glauben, wir Kinder sind nicht mutig und stark. Sie fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Gott gibt uns Mut. Mit Gottes Hilfe können wir über uns hinauswachsen und die Angst und das Böse besiegen.
Alles beginnt damit, dass ich wie an jedem Tag die Schafe und Ziegen hüte. Ich passe auf, dass ihnen nichts passiert. Während ich aufpasse, mache ich oft Musik. So auch heute. Da kommt einer meiner Brüder zu mir. Ihr müsst wissen: Ich habe sieben Brüder und zwei Schwestern. Ich bin der Jüngste. Mein Bruder sagt: »Der Prophet Samuel ist da.« Samuel ist auch ein Held Gottes. Der will mich sehen. Mich! Obwohl ich ein Kind bin. Als Samuel mich sieht, sagt er: »Du wirst einmal König von Israel.« Ich kann das gar nicht glauben. Ich bin doch nur ein Hirtenjunge.
Aber dann kommt der Krieg. Die Philister kämpfen gegen uns. Meine Brüder müssen in den Krieg ziehen. Ich bin zu jung dafür. Eines Tages schickt mich mein Vater zu meinen Brüdern. Er sagt: »Bring deinen Brüdern zu essen und schaue nach, wie es ihnen geht.« Ihr müsst wissen: Krieg ist gefährlich. Es passieren schlimme Dinge und es sterben Menschen. Mein Vater hat große Angst um meine Brüder. Ich auch. Mit dem Essen komme ich im Lager unserer Soldaten an. Meine Brüder sind ganz vorne.
Man sieht die Philister. Einer der Philister ist viel größer als alle anderen. Er ist ein Riese. Er heißt Goliath. Er ist gut bewaffnet und sieht gefährlich aus. Dann brüllt er plötzlich mit donnernder Stimme los. Vor Schreck wird mir schlecht. Auch ich bekomme Angst. Goliath brüllt: »Ihr Feiglinge! Hat euer Gott euch verlassen? Kämpft endlich gegen mich. Wenn einer von euch mich besiegt, dann gewinnt ihr den ganzen Krieg.« Goliath beleidigt meine Brüder, mein Volk und unseren Gott. So eine Unverschämtheit!
»Ich werde gegen ihn kämpfen!«, denke ich wütend und stapfe zu König Saul. »Was? Du willst gegen den Riesen Goliath kämpfen?« König Saul mustert mich von oben bis unten. König Saul sieht ängstlich und traurig aus. »Das ist viel zu gefährlich. Du bist doch nur ein Kind.« Mutig sage ich: »Hab keine Angst, König Saul. Als Hirtenjunge habe ich schon gegen Löwen und Bären gekämpft. Ich muss doch die Lämmer und Schafe beschützen.«
Ich sehe dem König an, dass er mich immer noch für zu klein und zu schwach hält. Doch er gibt mir eine Rüstung und ein Schwert. Aber das passt mir alles nicht. Es ist zu groß und zu schwer für mich. Ich gehe zum Bach. Ich weiß: Gott ist bei mir. Gott gibt mir Mut.
Am Bach sehe ich fünf Steine. Es sind gute Steine für meine Steinschleuder. Genau die brauche ich. Ich stecke sie in meine Tasche. Ich atme noch einmal tief durch. Ich muss tun, was getan werden muss. Dann gehe ich in Richtung Philister.
Goliath sieht mich schon von weitem. Er fängt an zu lachen. Dann wird er furchtbar wütend: »Was? Ihr Feiglinge! Habt ihr nichts Besseres aufzubieten als ein Kind? Ich soll gegen ein Kind kämpfen?« Wieder beleidigt Goliath uns und Gott. Mutig rufe ich ihm entgegen: »Ich werde dich besiegen! Gott ist an meiner Seite.« Das macht Goliath noch wütender. Er zieht sein Schwert und greift an. Ich fasse in meine Tasche, nehme einen der Steine und lege ihn in meine Schleuder. Dann fange ich an, sie zu schwingen. Ich ziele. Und … Schuss!
Goliath fällt um. Ich habe ihn genau am Kopf getroffen. Hinter mir bricht Jubelgeschrei aus. Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich bin ein Held Gottes.
Viel passiert dann noch, bis ich selbst König werde, wie der Prophet Samuel es gesagt hat: Ich musiziere für König Saul. Heirate seine Tochter Michal. Und erlebe Abenteuer mit Jonathan, dem Sohn von König Saul.
Als ich dann König bin, werde ich der berühmteste König Israels. Noch heute träumen die Menschen von der Zeit, als ich König war.
In meiner Heimatstadt Bethlehem wird lange nach mir Jesus geboren. Der Sohn Gottes ist einer meiner Nachkommen. Er tritt in meine Fußstapfen … und übertrifft mich! Aber das ist eine andere Geschichte.
In meiner Geschichte mit Gott, zeigt sich: Wir kleinen Heldinnen und Helden müssen manchmal über uns hinauswachsen und die Angst besiegen. Gott ist an unserer Seite. Er schenkt uns Mut. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Zugänge für den VorbereitungskreisZunächst wird im Vorbereitungskreis gesammelt, was über die biblische Figur Miriam bereits bekannt ist. (Siehe hierzu auch »Erzählung für Ältere«)
Dann wird die Bibelgeschichte 2. Mose 2,1–10 gelesen.
Im Anschluss findet ein Austausch über das Gelesene statt:Was ist neu?
Was überrascht?
Was irritiert?
Was gefällt mir an dem Text?
Wo habe ich meine Probleme damit?
Was kann der Text uns und Kindern heute mitgeben?
Zum Text / Zum ThemaIn Ägypten werden die Israeliten vom Pharao versklavt und unterdrückt. Alle neugeborenen, männlichen Nachkommen des Volkes Israel sollen sterben, um das Volk zu schwächen.
Auch das Leben des kleinen Mose ist bedroht. Die Mutter kann ihren Sohn die ersten Monate verstecken. Später wird er in einem Korb am Nilufer versteckt. Moses Schwester Miriam bleibt in der Nähe und beobachtet das Geschehen.
Als die Pharaonentochter das Baby findet und erkennt, dass es sich um ein Kind der Israeliten handelt, wird Miriam aktiv. Sie hilft der Prinzessin aus der Zwickmühle. Miriam hat bemerkt, dass diese Mitleid mit dem kleinen Jungen hat. Deshalb bietet sie an, eine Amme für das Baby zu finden – die eigene Mutter. Der kleine Bruder wird gerettet und kehrt zu seiner Familie zurück. Miriams kluge und mutige Tat ermöglicht die spätere Rettung des Volkes Israel durch Mose.
Auch am Auszug aus Ägypten und der Wüstenwanderung ist Miriam beteiligt. Im sogenannten Miriam-Lied, einem der ältesten Texte der Bibel (2. Mose 15,20–21), besingt sie die Rettung und den Sieg Gottes über die ägyptischen Verfolger. Dabei leitet sie die Frauen im Singen und Tanzen an. Zudem wird sie als Prophetin bezeichnet.
Später stellt sie – zusammen mit dem Bruder Aaron – die Position Moses infrage. Vermutlich steckt hinter diesem Verhalten Neid und Eifersucht auf den jüngeren Bruder. Miriam erkrankt daraufhin für kurze Zeit und muss sich isolieren. Nach Moses Fürbitte wird sie sieben Tage später geheilt.
Die Kinder und der Text / das Thema
Kinder identifizieren sich stark mit dieser Geschichte. Besonders für Jungen ist der Befehl zur Tötung aller männlichen Kinder erschreckend.
Umso tröstlicher, dass Mose durch das geschickte und kluge Handeln seiner großen Schwester gerettet wird. Geistesgegenwärtig rettet sie den Bruder und bringt ihn zur Familie zurück.
Dass Geschwister Verantwortung füreinander übernehmen, erfahren Kinder mit Geschwistern tagtäglich. Trotzdem kennen sie auch Streit, Eifersucht und Neid untereinander.
Auch dass Miriam singt und tanzt, ist für Kinder anschlussfähig, da viele Kinder ebenfalls Freude an Musik und Tanz haben.
Miriam lädt Kinder ein, sich mit ihr zu identifizieren und sich in Stärke, Klugheit und Verantwortungsbewusstsein von ihr hineinzuversetzen.

Liturgische ElementeMiriam ist als kleine Heldin für den Sonntag Kantate vorgesehen. »Kantate« ist das lateinische Wort für »Singet«. In vielen Gottesdiensten wird an diesem Sonntag ein Schwerpunkt auf Gesang und Musik gelegt. Miriam ist für ihr Miriamlied in der Bibel bekannt.
Es bietet sich daher auch im Kindergottesdienst an, einen Schwerpunkt auf Musik und Gesang zu legen.
Als Israel in Ägypten war
(KuS 338, EGplus 91, HuT 405);
Im Lande der Knechtschaft
(KuS 341, KG 167, HuT 400);
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen
(Gotteslob 462, EGplus 154)
Der gemeinsame Psalm (z. B. Psalm 121) kann in diesem Gottesdienst durch einen gesungenen Kehrvers ergänzt werden (z. B. Refrain oder Strophe eines bekannten Liedes).
Kreative Umsetzung der GeschichteZum Thema »Mose im Körbchen« gestalten die Kinder eine große Kollage.
Im Internet gibt es hierzu zahlreiche Ideen. Z. B. werden leere Flaschen mit Splitt, Reis, Linsen befüllt und zugeschraubt. Anschließend können sie mit Transparentpapier, Wolle oder Stickern beklebt werden.
Oder Flaschen werden teilweise mit Wasser befüllt. Durch kräftiges Pusten über den offenen Rand entsteht ein Ton. Je nach Wassermenge ist er unterschiedlich.
Mit den selbstgebastelten Instrumenten wird im Anschluss musiziert.
Foto rechts: Friederike Heinzmann

Erzählung für JüngereEs ist ein heißer Tag am Nil. Der Nil ist der große Fluss in Ägypten. Am Nilufer stehen viele Hütten. Das sind kleine Häuser, in denen Menschen wohnen. Die Menschen, die dort wohnen, werden Israeliten genannt. Die Menschen sind sehr arm. Sie müssen hart arbeiten. Sie sind Sklaven. Sie müssen tun, was ihnen die Ägypter befehlen.
Miriam wohnt mit ihrer Familie in einer der Hütten. Bald wird Miriam eine große Schwester sein. Ihre Mutter bekommt wieder ein Kind. Eigentlich freut sich Miriam. Sie wünscht sich ein Geschwisterchen. Aber gleichzeitig ist sie auch traurig und hat Angst. Der Pharao hat seinen Soldaten einen schlimmen Befehl gegeben. Der Pharao ist der König der Ägypter. Und er hat Angst vor den Israeliten. Er denkt: »Bald machen die Israeliten einen Aufstand gegen mich. Dann sagen sie: ›Wir wollen nicht mehr so hart arbeiten.‹« Deswegen sagt der Pharao zu seinen Soldaten: »Tötet alle kleinen Jungen der Israeliten.« Miriam kennt diesen schlimmen Befehl.
Dann ist es soweit. Miriams kleiner Bruder kommt zur Welt. Miriam und ihre Mama verstecken das Baby, damit die ägyptischen Soldaten es nicht finden. Sie nehmen einen Korb und machen ihn wasserdicht. Kein Wasser kann in den Korb kommen.
Dann legt die Mama das Baby in den Korb. Miriam bringt den Korb mit dem Baby zum Nil. Am Ufer wächst Schilf. Das sind Pflanzen, die aussehen wie großes Gras. Im Schilf versteckt Miriam den Korb. Auch sie versteckt sich. Sie passt auf, dass nichts passiert. Am Nil gibt es nämlich Schlangen und Krokodile und Menschen. Sie alle können das Baby im Korb finden.
An diesem Tag badet die Tochter des Pharaos im Nil. Ihre Dienerinnen sind bei ihr. Miriam kann sie beobachten. Sie sieht auch, wie die Tochter des Pharao den Korb entdeckt. Als sie das kleine Baby sieht, ist sie sehr überrascht. Und schnell merkt sie auch, dass es ein Kind der
Israeliten ist. Da beschließt die Tochter des Pharao: »Das Kind soll leben.«
Da hat Miriam eine Idee. Mutig kommt sie aus ihrem Versteckt und geht zur Tochter des Pharaos. Sie sagt: »Pharaonentochter, ich kann dir helfen. Ich kenne eine Frau, die das Baby stillen kann. Sie kann ihm Milch zu trinken geben.« Die Pharaonentochter freut sich: »Bring die Frau zu mir.« Miriam läuft nach Hause und holt ihre Mama. Jetzt darf das Baby bei seiner richtigen Mama und Familie sein. Doch vorher gibt die Pharaonentochter dem Baby den Namen Mose.
Später wird Mose ein wichtiger Mann. Er befreit mit Gottes Hilfe die Israeliten aus Ägypten. Miriam ist dabei. Nach der Rettung singt und tanzt Miriam vor Freude. Miriam ist eine Heldin Gottes.
Erzählung für Ältere
Spielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße Miriam. Ich bin eine kleine Heldin Gottes. In der Bibel steht eine Geschichte von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichte nicht. Es ist eine Geschichte von Klugheit, Einfallsreichtum, Mut und Liebe. Wir Kinder erleben oft, dass uns etwas nicht zugetraut wird. Oft denken die Erwachsenen: »Die Kinder sind zu klein. Sie sind noch nicht stark und mutig genug.« Doch oft unterschätzen sie unseren Einfallsreichtum.
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Er macht uns schlau und gibt uns gute Ideen. Und er hilft uns so, anderen zu helfen.
Meine Geschichte beginnt kurz vor der Geburt meines kleinen Bruders. Wir leben in Ägypten. Meine Familie gehört zum Volk Israel. Wir werden auch Israeliten oder Hebräer genannt.
Der Pharao herrscht über das Land. Er wird wie ein Gott verehrt. In Ägypten werden große Paläste und Pyramiden gebaut. Dafür braucht es unzählige Arbeiterinnen und Arbeiter. Das sind wir Israeliten. Für die Ägypter sind wir Sklaven. Ohne Rechte, ohne Würde. Unser Leben zählt nichts für sie. Aber wir sind viele. Das weiß der Pharao und seine Beamten. Sie haben Angst vor einem Aufstand. Deshalb wollen sie unser Volk schwächen. Der Pharao gibt den Befehl: »Tötet alle kleinen, israelitischen Jungs.«
Und da wird mein kleiner Bruder geboren. Ich weiß, er ist in Todesgefahr. Immer wieder durchsuchen ägyptische Soldaten die Hütten, in denen wir wohnen. Aber meine Mutter hat eine Idee. Wir nehmen einen Korb und machen ihn wasserdicht. Hinter unserer Hütte ist das Nilufer. Dort wächst viel Schilf. Darin können wir den Korb verstecken, wenn die Soldaten wiederkommen. Trotzdem ist es gefährlich für meinen Bruder. Am Nilufer gibt es Schlangen und Krokodile und der Korb kann entdeckt werden.
Dann kommen die Soldaten wieder. Wir hören sie von weitem: ihre schweren Schritte und das Klirren der Schwerter. Schnell lege ich meinen Bruder in den Korb und gehe ans Nilufer. Dort verstecke ich den Korb. Auch ich verstecke mich. Ich passe auf, dass meinem Bruder nichts passiert.
Plötzlich kommen einige ägyptische Frauen. Sie haben feine Kleider an und tragen Schmuck. Eine sieht besonders prächtig aus. Es ist die Tochter des Pharaos.
Die Frauen setzen sich ans Nilufer und gehen baden. Dabei kommen sie meinem Bruder sehr nahe. Gefährlich nahe. Gleich werden sie den Korb entdecken! Und dann ist es so weit: Die Pharaonentochter sieht den Korb. Eine Dienerin bringt ihn zu ihr. Schnell öffnet die Pharaonentochter das Körbchen … und ist überrascht! Ein Baby hat sie nicht erwartet. Ich sehe sofort: Die Pharaonentochter findet meinen kleinen Bruder einfach nur süß. Vorsichtig nimmt sie ihn heraus und wiegt ihn sanft in den Armen. Dann erstarrt sie. Sie hat gemerkt, dass sie ein hebräisches Kind im Arm hält. Ein Kind, das ihr Vater töten will.
Da habe ich eine Idee. Ich wage mich aus meinem Versteck und gehe auf die Pharaonentochter zu. Dann nehme ich all meinen Mut zusammen, verneige mich und sage: »Ich sehe, ihr habt ein Kind gefunden. Ich weiß eine Amme, die das Kind stillen kann.« Natürlich habe ich dabei unsere Mutter im Kopf. »Diese Amme kann dem Kind Milch geben. So lange, bis es alt genug ist und ihr das Kind zu euch nehmen könnt.« Die Pharaonentochter beginnt zu strahlen. »Was für ein kluges Mädchen!«, ruft sie. »Genau so machen wir es. Bring diese Amme zu mir.« Dann lächelt sie meinen Bruder liebevoll an und sagt: »Dir wird nichts geschehen, mein kleiner Mose. Das ist mein Name für dich. Denn ich habe dich aus dem Nil gezogen.«
Als Mose groß ist, wird er der Anführer der Israeliten. Im Auftrag Gottes führt er das Volk aus Ägypten. Auch ich bin dabei und an seiner Seite. Als Gott das Volk vor den ägyptischen Verfolgern gerettet hat, tanze und singe ich für Gott. Die anderen Frauen tun es mir nach. Mein Lied, das ich dabei singe, wird Miriamlied genannt und steht in der Bibel. Dort werde ich auch als Prophetin bezeichnet.
Die Bibel erzählt auch von meiner Eifersucht auf die Geschwister. Aber trotzdem halten wir Geschwister zusammen.
Und so kann Gott durch meine Klugheit, meinen Mut und die Liebe zu meinem Bruder Großes bewirken. Ich werde zu einem großen Vorbild für viele Frauen und Mädchen. Viele Frauen, gerade auch zur Zeit Jesu, werden nach mir benannt. Sie heißen entweder Miriam, das ist hebräisch, oder Maria, das ist griechisch, oder Maryam das ist arabisch und islamisch.
Das ist meine Geschichte mit Gott, sie zeigt: Manchmal braucht es die richtige Idee, Mut und Liebe. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Ulrich Walter
Den Schöpfungskreis mit Kindern entdecken
Unter der Überschrift »Gott befreit aus der Knechtschaft (Mose und Miriam)« enthält dieses Buch einen interessanten Aspekt aus dem Leben der Heldin Miriam.
€ 18,00; Best.-Nr. 2144
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeUnser Leben sei ein Fest
(KuS 438, HuT 418, MKL1 33);
Kommt mit Gaben und Lobgesang
(EG 229, KuS 274)
Kreative Umsetzung der GeschichteDie Geschichte wird erzählt (für Jüngere und Ältere). Dazu oder anschließend wird die Geschichte gespielt. Hierzu werden im Vorfeld die Rollen verteilt: Familie/Volk, Jünger, Junge, Jesus. Requisiten wie Tücher, Körbe, Krüge, Speisen liegen bereit. Jede Gruppe kann sich ein paar Minuten über die Gestaltung der Rollen austauschen. (Evtl. wird die Geschichte mit den Älteren vorbereitet, um sie den Jüngeren vorzuspielen.)
Im Anschluss an die Geschichte wird zusammen Abendmahl gefeiert. Tipp: Hierzu im Vorfeld klären, wie das Abendmahl mit Kindern in eurer Gemeinde gefeiert wird wer dafür beauftragt ist.
Wenn ausreichend Zeit ist, kann die Abendmahlsfeier mit einer gemeinsamen Mahlzeit verbunden werden. Dazu wird zusammen der Tisch gedeckt. Brot und Saft bekommen einen besonderen Platz auf dem Tisch. Stühle werden an den Tisch gestellt. Der gedeckte Tisch wird angeschaut und die einzelnen Gaben erläutert.
Es wird eine Kollage zur Geschichte gestaltet.
Exkurs: Zur Bedeutung von Brot und Traubensaft
Brot ist lebensnotwendig und wurde zur Zeit von Jesus bei jedem Essen gegessen. Es gibt dem Körper Kraft. Beim Abendmahl steht es für Jesu Körper. Wenn wir davon essen, gibt uns Gott neue Kraft.
Traubensaft steht mit seiner roten Farbe für das Blut. Das Blut galt biblisch als Sitz des Lebens und der Lebenskraft. Beim Abendmahl symbolisiert der Saft Jesu Blut, das uns uns an Jesus erinnert und uns stärken soll. Kurz vor Jesu Tod passiert viel Böses. Jesus wird verletzt und blutet. Sein Blut wird vergossen. Er stirbt. Aber dann aufersteht Jesus. Er lebt. Gott ist stärker als das Böse. Auch daran erinnert der Traubensaft: Gott/Jesus mag uns und vergibt uns. Gott ist stärker als das Böse.
Erzählung für JüngereDa kommt Jesus. Viele Menschen folgen ihm. Es sind über 5000 Männer und Frauen und Kinder. Sie finden toll, was Jesus macht. Er macht Menschen gesund. Er erzählt spannende Geschichten von Gott. Er zeigt, wie man beten kann und dass Gott uns Menschen liebt.
Jesus geht auf einen Berg. So können ihn die vielen Menschen besser hören und sehen. Den ganzen Tag hören die Menschen zu. Manche Geschichten, die Jesus erzählt, sind auch für die Kinder spannend. Manches, was er sagt, ist dann eher für Erwachsene. Dann spielen die Kinder eben in dieser Zeit.
Einige Kinder tun das gerade ganz in der Nähe von Jesus und seinen Jüngern. Jünger werden die Freundinnen und Freunde genannt, die Jesus immer begleiten. Da hört eines der spielenden Kinder, wie Jesus zu einem Jünger sagt: »Wo können wir Brot kaufen, damit die Leute zu essen haben?» Erst da merkt das Kind, wie hungrig es ist. Es fragt die anderen: «Habt ihr auch Hunger?« Alle nicken. Alle sind hungrig. Aber auch sie haben das gar nicht gemerkt. So aufmerksam haben sie Jesus zugehört. Und auch das gemeinsame Spielen in seiner Nähe war einfach nur schön.
Das Kind, das Jesus gehört hat, rennt schnell zu seinen Eltern. Mama hat heute Morgen zwei Fische und fünf Brote eingepackt. Das hat das Kind gesehen. Vielleicht sind die Sachen ja noch da. »Mama, kann ich die zwei Fische und die fünf Brote haben?« – »Was willst du denn damit?« – »Jesus braucht sie, damit die Menschen hier satt werden.« Die Mama schüttelt zwar lächelnd ihren Kopf, dennoch gibt sie ihrem Kind die Fische und Brote.
Stolz trägt das Kind alles zu Jesus. Der setzt sich immer noch mit den Jüngern auseinander. Die sagen: »Wir haben zu wenig Geld, um für alle Brot zu kaufen.« Dann bemerkt einer der Jünger das Kind. Er sagt zu Jesus: »Hier ist ein kleines Kind. Es hat fünf Brote und zwei Fische. Aber das reicht natürlich nicht für so viele Menschen.« Da wir das Kind traurig. Der Jünger hat ja Recht: Diese zwei Fische und fünf Brote sind viel zu wenig.
Doch dann schaut das Kind zu Jesus. Und Jesus grinst. Seine Augen sagen: »Kind! Das ist genau richtig. Du bringst genug. Ich kann daraus etwas machen.«
Das Kind gibt Jesus die Fische und Brote. Und Jesus dankt Gott dafür. Dann teilen alle miteinander diese Brote und Fische. Und alle bekommen, so viel sie wollen.
Als alle satt sind, werden die Reste eingesammelt. Zwölf Körbe werden voll. Alle staunen! Sie staunen über Jesus und über Gott. Er kann aus dem, was wir bringen, etwas Tolles machen.
Alle können zusammen mit Gott zum Helden oder zur Heldin werden.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich
Ich bin ein Kind. Ich bin eine Heldin, ein Held Gottes. In der Bibel steht eine Geschichte von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichte nicht. Aber niemand hat mich nach meinem Namen gefragt. Wir Kinder erleben das oft. Oft denken die Erwachsenen: »Die Kinder sind zu klein. Die wissen nichts oder zu wenig. Sie sind noch nicht stark und mutig genug.« Dann hören sie uns nicht zu. Sie glauben uns nicht und fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Jesus kann aus dem, was wir mitbringen, richtig viel machen.
Meine Geschichte beginnt damit, dass alle Jesus sehen und hören wollen. Auch meine Eltern und ich. Es sind unglaublich viele Leute, die bei Jesus sein wollen. Über 5000 Menschen. Damit wir ihn gut sehen und hören können, geht Jesus auf einen Berg. Dort beginnt Jesus zu erzählen. Er erzählt von Gott, seinem Vater. Er erzählt, wie das Leben zwischen uns Menschen sein soll. Er erzählt, was Gott von uns Menschen möchte. Und er sagt, dass wir auf Gott vertrauen sollen. Wenn wir das bringen, was wir haben, kann Gott Wunder vollbringen. Jesus redet den ganzen Tag. So viel hat er zu erzählen. Und so viel möchte die Leute hören. Für die kleinen Kinder ist das dann manchmal etwas zu lange. Dann flitzen sie davon und spielen miteinander. Aber ich bin schon viel größer. Deshalb höre ich auch die meiste Zeit zu. Nur ab und an schaue ich zu den anderen Kindern. Einige sind ganz in der Nähe von Jesus.
Ich höre, wie Jesus mit seinen Jüngern redet. Die Freunde, die mit Jesus durchs Land ziehen und immer bei ihm sind, heißen Jünger. Er fragt sie: »Wo können wir Brot kaufen, damit die Leute zu essen haben?« Und dann beginnen sie, darüber zu reden: Dass sie viel zu wenig Geld haben, um für alle Brot zu kaufen. Und dass es sowieso keinen Laden gibt, der für so viele Leute genügend Brot hat. »Typisch Erwachsen«, denke ich. »Das mit dem Essen ist doch ganz einfach: Alle bringen, was sie haben und abgeben können, und dann schauen wir, was Jesus daraus macht.«
Dann renne ich los, zu meinen Eltern. »Mama, du hast doch heute Morgen zwei Fische und fünf Brote eingepackt.« »Jaaa?«, sagt meine Mutter überrascht. »Kann ich die haben? Ich brauche sie für Jesus.« Etwas widerwillig gibt sie mir die Fische und Brote. Ich weiß, dass auch meine Familie hungrig sind. Und das war eigentlich für uns gedacht. Mehr hat Mama nicht eingepackt.
So schnell ich kann, renne ich mit den Fischen und den Broten zu Jesus zurück. Ich bin ziemlich außer Atmen, als ich ankomme. Die Jünger und Jesus unterhalten sich immer noch über das fehlende Geld, um Brot für alle zu kaufen.
Da sieht mich einer der Jünger, wie ich mit den Fischen und Broten dastehe. »Na schau mal einer an«, sagt er grinsend. »Ein Kind mit fünf Broten und zwei Fischen. Damit sollen wir wohl die Leute sattmachen? Aber dir ist schon klar, dass das nicht reicht für so viele Menschen.« Das macht mich traurig. Zuerst bin ich enttäuscht. Dann werde ich wütend. Erstens bin ich kein kleines Kind mehr und zweitens werden wir schon sehen, was Jesus daraus macht.
Ich schaue zu Jesus und sehe, dass er mich angrinst. Ich gebe ihm die Fische und die Brote. Für ihn reichen meine Fische und Brote völlig aus. Er freut sich, dass ich sie bringe.
Jesus sagt seinen Jüngern, sie sollen dafür sorgen, dass alle sich hinsetzen. Dann spricht er ein Dankgebet. Nun werden Fische und Brote verteilt. Alle teilen miteinander. Alle essen, so viel sie wollen. Alle werden satt. Auch ich und meine Familie, obwohl wir alles Jesus gegeben haben.
Nach dem Essen werden die Reste eingesammelt. Stellt euch mal vor, zwölf Körbe blieben übrig. Wahnsinn! Da hat Jesus echt gezeigt, dass er Gott ist. Und er hat gezeigt, dass Gott es gut mit uns Menschen meint. Er beschenkt uns im Überfluss. Wir müssen nur darauf vertrauen, dass Gott aus dem etwas machen kann, was wir haben.
Das ist meine Geschichte mit Gott, die in der Bibel steht. Ich staune noch heute über sie.
Die Geschichten, die ich später mit Gott erlebe, werden nicht aufgeschrieben. Aber ich vertraue weiterhin darauf, dass wir kleinen Heldinnen und Helden mit Gott zusammen viel bewirken können. Und in allen steckt ein Held oder eine Heldin.
Die wunderbare Brotvermehrung
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater
Die 12 von Petra Lefin illustrierten DIN-A3-Bildkarten erzählen, wie Jesus durch das Handeln eines Kindes viele Menschen satt macht.
Mit komplett ausgearbeitetem Erzählvorschlag. Für Grundschule, Kita- und viele weitere Kindergruppen geeignet.
€ 18,00; Best.-Nr. 3333
Kinder lernen im Kindergartenalter immer mehr, ihre Selbstwirksamkeit wahrzunehmen, auszuprobieren und einzusetzen. Sie erleben dabei: Ich kann manche Dinge schon richtig gut. Das tut gut. Es ist schön, wenn mich jemand dafür lobt.
Sie erfahren aber auch: Für manches bin ich noch zu klein. Das dürfen nur die Großen. Oder: Manches schaffe ich noch nicht so, wie ich es will.
Gleichzeitig fangen Kinder an, sich für Helden zu faszinieren, die etwas besonders gut können. Egal, ob die Helden durch ihr Äußeres, ihre lustigen Sprüche oder ihre Hilfe für andere glänzen, sie lassen sich von den anderen bejubeln.
Auch die Bibel kennt kleine Helden, die Großartiges – für andere – leisten. Wahre Helden stellen sich zuallermeist eher in den Hintergrund und halten sich selbst gar nicht für Helden. Erst mit Gottes Hilfe und klugen Entscheidungen werden sie zum Helden.
An ihrem Vorbild können Kinder erfahren, dass sie selbst mit ihren Eigenschaften oder auch mit kleinen schönen, freundlichen Gesten zu Helden werden können.
Vom Anfang bis zum Ende (KuS 196, KKL 315);
Das Dino-Lied (MKL3 81);
Sei mutig und stark
(KKL 336, Feiert Jesus! Kids 76, Einfach Spitze 18);
Viele kleine Leute
(KuS 533; KKL 262, HuT 382, Wwdl 85);
Kindermutmachlied (KuS 470, KKL 338);
Volltreffer (KuS 488; KKL 295)
Zum Mitmachen bekommt jedes Kind eine Klammer.
Gott, der dir die Kraft gibt, etwas festzuhalten,
(Klammer öffnen und halten)
halte dich mit seiner starken Kraft.
Er gebe dir die Sicherheit zum Anklammern.
(Klammer an Schnur aus der Erzählung klammern)
Und lasse dich wieder frei, um Neues zu wagen.
(Klammer wieder zu sich nehmen)
Amen.
Material: 2 Wäscheklammern, je ein Bild von Herz, Ohr und Harfe, Seil/Wäscheleine.
(Mit Seil einen Kreis legen; Wäscheklammern liegen in der Mitte)
(Eine Klammer ruckartig aufstellen) »Samuel, was sagst du da? Ich soll König werden? Ein König muss doch groß und stark sein. Er muss gut kämpfen können. Und sehr klug sein. Er braucht doch sehr viel Erfahrung. Alle Menschen sehen auf ihn. Und er soll ein ganzes Land versorgen. Samuel, ich bin doch der Jüngste. Und auch nicht so groß wie mein Bruder Eliab. Nee, König sein, das ist nichts für mich. Das dürfen nur die Großen.«
Doch Samuel nickt und legt mir eine Hand auf die Schulter. »David, hör zu. Du wirst nicht König, weil du ein Held bist. Oder weil du dich in einem Krieg bewiesen hast. Auch nicht, weil du alt und klug bist. Du wirst nicht König, weil du der Größte, Stärkste oder Tollste bist. Nein, du wirst König, weil Gott genau dich ausgesucht hat und braucht.«
Darüber muss ich nachdenken. Doch noch einmal sage ich meine Zweifel: »Aber Samuel und Papa, seht mich doch an. Vor euch steht kein König. Wieso sollte Gott gerade mich aussuchen?« Doch mein Papa sagt gar nichts. Aber er schaut mich liebevoll an. Ich spüre, dass er mir Mut machen will. Dann wandert mein Blick zu Samuel. Und der sieht mich ganz ernst an, ehe er sagt: »Gott schaut nicht dein Äußeres an. Der will nicht wissen, wie groß und wie stark du bist und wie du aussiehst. Gott schaut in dein Herz. Gott hat dich ausgesucht, weil du ein gutes Herz hast. Weil du dich für die anderen Menschen einsetzen wirst. Und weil er sich auf dich verlassen kann.«
Mir wird es ganz warm im Bauch. Mein Herz klopft. Ja, tatsächlich, mir war es schon immer wichtig, dass wir Brüder nach einem Streit wieder zusammenfinden. Und ich teile gerne, wenn ich etwas Besonderes geschenkt bekomme. Wenn es einem in der Familie nicht gutgeht, dann will ich gerne trösten und helfen. (Herz auf das Seil legen)
Also nicke ich und Samuel erklärt mir: »Ich salbe dich jetzt mit Öl. Das ist das Zeichen, dass Gott dich zum König haben will.« Als Samuel den Verschluss aus der Ölflasche zieht, rieche ich sofort den ganz besonderen Duft. Mit etwas so Kostbarem habe ich sonst nicht zu tun. Samuel kommt ganz nah zu mir. Ich spüre, wie er mit dem Öl sanft meinen Kopf massiert. »Nun bin ich also zum König gesalbt. Gott hat mich ausgesucht«, denke ich. Und in mir drin spüre ich, dass nicht nur Gott sich auf mich verlassen kann. Auch ich kann mich auf Gott verlassen. (Die aufgerichtete »Davidklammer« zusammen mit dem Herz am Seil festklammern.)
Und doch frage ich Samuel ganz vorsichtig: »Du, Samuel, wie soll ich kleiner Hirtenjunge denn ein guter König sein? Ich habe doch gar keine Ahnung!«
Da beginnt Samuel zu erzählen. (Zweite Wäscheklammer aufstellen)
»David, auch ich war mal ein kleiner Junge. Und auch ich habe mich genau das gefragt: ›Wie kann ich Gottes Aufgabe schaffen?‹ Gott hatte mich gerufen, damit ich auf seine Stimme höre und den Menschen seinen Willen weitererzähle. Ich weiß es noch wie heute: Drei Mal bin ich mitten in der Nacht aus dem Schlaf geschreckt, weil ich meinen Namen gehört habe. ›Samuel, Samuel!‹, hat einer gerufen. Ganz schnell bin ich zu Eli, dem alten Priester, gerannt. Bei dem habe ich gewohnt und mit ihm im Tempel gearbeitet. Doch jedes Mal sagte Eli nur: ›Ich habe dich nicht gerufen.‹
Beim vierten Mal dann habe ich auf die Stimme geantwortet: ›Gott, rede, ich höre.‹ Und Gott hat mir gesagt, was ich Eli weitersagen sollte. Etwas, das ihm bestimmt nicht gefallen würde. Deshalb hatte ich Angst. Ich dachte: ›Wie soll ein kleiner Junge wie ich so etwas dem Priester Eli sagen?‹
Aber ich habe auf Gott vertraut. Und als ich Eli erzählt habe, was ich ihm von Gott sagen sollte, antwortete er: ›Gott wird tun, was er für richtig hält.‹ Und mit diesem Vertrauen höre ich seither auf Gott. Bis heute. An seine Stimme klammere ich mich – immer wieder. Und deshalb habe ich dich heute zum König gesalbt.« (»Samuelklammer« zusammen mit dem Ohr am Seil festklammern.)
Als ich am Abend am Feuer sitze und leise mit meiner Harfe spiele, denke ich nach: Über das, was Samuel zu mir gesagt hat und was er mir über Gott erzählt hat. Da spüre ich, wie sich eine Ruhe und Sicherheit in mir ausbreitet: Gott ist bei mir. Auf ihn kann ich mich verlassen. Er wird mich bei meinen Aufgaben begleiten und mir helfen. Ich muss es nicht alleine können. Und dann singe ich: »Gott, du bist mein Hirte. Du führst mich auf meinen Wegen. Und du versorgst mich mit allem, was ich brauche.«
Nach einiger Zeit kommt wieder Besuch zu uns. Diesmal ist es ein Bote von König Saul. »Saul ist schwer krank!«, ruft er. »Komm schnell, du musst ihm helfen. Wir denken, deine Musik kann ihn wieder gesund machen.« Mir wird ganz mulmig. Wieder fühle ich mich klitzeklein. Verstecken möchte ich mich. Doch der Bote wartet. Also nehme ich all meinen Mut zusammen, packe meine Sachen und gehe mit meiner Harfe dem Boten hinterher.
Im Königspalast treffe ich Saul. Er hat schrecklich schlechte Laune. Er ist schwach. Er lässt den Kopf hängen. Da bekomme ich ein bisschen Angst. »Ob ich ihm helfen kann?«, denke ich. Aber dann spüre ich: Gott ist bei mir. An diesen Gedanken klammere ich mich ganz fest.
Also beginne ich, die ersten Töne zu spielen. Leise, sanft. Langsam erreichen sie Saul. Dann fange ich auch an, zu singen: »Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir.« Saul hebt seinen Kopf. Es geht ihm etwas besser.
Immer wieder helfen Saul die schönen Klänge. Wenn es ihm schlecht geht, bekommt er wieder Kraft und Mut. (Harfe zum Herz an die
»Davidklammer« klammern.)
Material: Verschiedene Fotos oder Blankoblätter und Farbstifte, Wäscheklammern
Im Gespräch überlegen die Kinder:
Vertiefend suchen sich die Kinder dazu ein Bild aus oder malen selbst eines, das auch an das Geschichtenseil geklammert wird.
David wird König
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

Mit Bildern von Petra Lefin wird die Geschichte vom Hirtenjungen David erzählt, der von Samuel zum König gesalbt wird.
DIN A3 (300 g/m2)
€ 18,00; Best.-Nr. 9010
rechts zu Rythmus-Instrumentenkiste:
Untergebracht sind sie in einer stabilen Holzkiste (43 x 30 x 25 cm) mit Schiebedeckel, die zusätzlich Platz bietet für Liederbücher oder schon vorhandene Instrumente. Welche Instrumente in der Kiste sind, könnt ihr aufgelistet sehen auf …
€ 159,00; Best.-Nr. 9028…
Rhythmus-Instrumentenkiste
Mit 20 Instrumenten
Damit alle Kinder beim Singen und Musizieren Spaß haben und Gemeinschaft erleben, braucht es nicht viel. Mit diesen 20 Rhythmus-Instrumenten gelingt das – auch ohne musikalische Vorkenntnisse.

Prämiert für das Ideenkarussell »Familien leben!« der EKD!
In einem Schaufenster am Markt werden in Tailfingen jede Woche neue biblische Inhalte präsentiert. Große und kleine Leute können die ganze Woche über am »eFas am Markt« Station machen.
Schaut man durchs Fenster links vom Eingang, ist die Szene einer biblischen Geschichte zu entdecken: Jona mitsamt dem (Wal-)Fisch, Josef mit seinen Brüdern, Gideon, Elia, Rut und Daniel. Auch viele Geschichten mit Jesus aus dem Neuen Testament und solche, die Jesus erzählt hat – wie z. B. die vom barmherzigen Samariter. Ab und an gibt es auch Geschichten in der Box zu sehen, die vom Kirchenjahr bestimmt sind: eine aktuelle Erntedank-Geschichte oder im November etwas zum Thema Tod und ewiges Leben.
Für die Geschichten in der Geschichten-Box orientiert sich das Kiki-Team Tailfingen an den Erzählvorschläge aus dem Heft »Evangelische Kinderkirche – Praxisentwürfe für Kirche mit Kindern und Familien«, die wiederum am Plan für den Kindergottesdienst ausgerichtet sind.

Das eFas am Markt, das die Geschichtenbox beherbergt, ist ein bistroartiges Ladenlokal der Evangelischen Kirchengemeinde Tailfingen, in dem viele Aktivitäten des Ev. Familienzentrums stattfinden. Außen gibt es Sitzgelegenheiten wie in einem Straßencafé. Das eFas am Markt ist so nicht nur zur Marktzeit ein beliebter Treffpunkt: Neben den Angeboten für alle Generationen ist das freie WLAN tagsüber ein richtiger Magnet. Sehr gerne werden die Räume auch von Vereinen und Initiativen genutzt, mit denen das Familienzentrum als Partner zusammenarbeitet.
Das Schaufenster mit der Geschichten-Box ist jeden Tag bis 22:00 Uhr beleuchtet. Das sorgt, wenn es dämmert oder dunkel ist (wie in der Winterzeit), für zusätzliche Hingucker. Darüber hinaus sind die einzelnen Geschichten sehr attraktiv gestaltet, dass sie von selbst für Aufmerksamkeit sorgen. Anwohner*innen und Passant*innen reagieren durchgehend positiv und interessiert darauf.


Fotos: Unter tailfingen-evangelisch.de/geschichten-box/ sind jeweils Fotos der aktuellen Geschichten-Box zu finden.
QR-Code: Die Homepage kann über einen QR Code, der exponiert im Schaufenster hängt, direkt aufgerufen werden. So können Betrachter*innen den Erzählvorschlag direkt vor der Geschichten-Box auch auf dem Smartphone finden.
Bibeltext: Ein Link führt dort auch weiter zum Bibeltext, der dem Erzählvorschlag zugrunde liegt.
Hörversion: Besonders attraktiv ist die Hörversion. Sie wird Woche für Woche von einer Mitarbeiterin aufgenommen und wirkt zwischenzeitlich wie ein »Kiki-Podcast«. (So kann sich die engagierte junge Frau in Tailfingen einbringen, obwohl sie nicht mehr dort wohnt; zeitweise kamen die Hörversionen
sogar aus Indien.)
Social Media: Auch unsere Fach-Frau für Social Media arbeitet von zu Hause aus. Sie bekommt jeweils samstags die neuen Fotos geliefert, mit denen sie zügig Posts erstellt. Diese sind dann sehr einfach über Instagram (tailfingen-evangelisch), Facebook, die Gemeinde-Communi-App, die Kita-Info-App und den Gemeinde-Newsletter zu veröffentlichen. So bekommt das gute, alte Schaufenster eine um ein Vielfaches größere Reichweite.
Durch Teilen und Weiterschicken kann so die Geschichten-Box auch wirken, ohne selbst vor dem Schaufenster zu stehen und zu gucken.
Der Wermutstropfen dabei: Online können sich die Kinder nicht am öffentlich zugänglichen Prospekthalter bedienen, der neben dem Schaufenster angebracht ist und jeweils die aktuelle Ausgabe von »FÜR DICH!« kostenlos zur Verfügung stellt.

Diverse Gruppen, die die Räume des eFas am Markt nutzen, binden die Geschichten-Box mittlerweile in ihren Gruppenalltag ein, wie die Eltern-Kind-Initiative »Café Klatsch«. Auch Kita-Gruppen kommen immer wieder vorbei, zumal sich die regelmäßigen Kita-Gottesdienste ebenfalls am Plan für Kindergottesdienst orientieren. So erkennen Kita-Familien in der Geschichten-Box die Einheiten wieder, die beim Kita-Programm thematisiert wurden. So möchten sich die Kitas im Advent bei der Gestaltung der Geschichtenbox selbst aktiv beteiligen. (Der Redaktionsschluss für dieses Heft war vor der Adventszeit.)
In Planung ist die Verwendung der digitalen Daten (s. oben) auf Screens im Ev. Gemeindezentrum sowie auf Tabletts mit Kopfhörern in der Kirche, in der die sonntäglichen Gottesdienste stattfinden. Dazu wurde auf der Homepage (s. oben) der Link zu »kirche-entdecken.de« angebracht. Kinder und Familien sollen über die Seite der Geschichten-Box Inhalte spielerisch und interessant entdecken können.
Im Gottesdienstraum der Tailfinger Pauluskirche wurde ein Aufsteller platziert, der den Weg zum eFas am Markt beschreibt und dazu einlädt, während der Predigt einen kleinen Spaziergang dorthin zu unternehmen.
Im Idealfall ist am Eingang der Kirche eine Mitarbeiter*in, die den »Familien-Dienst« für diesen Sonntag macht und freundlich dazu einlädt, die Geschichten-Box zu entdecken. Auch kommt es vor, dass sie den Spaziergang dorthin als Kinderbetreuungsangebot selbst unternimmt.
Zu diesem letzten Punkt ist folgende Ergänzung notwendig:
In Tailfingen ist leider die Teilnahmezahl bei den sonntäglichen Kindergottesdiensten mehr und mehr geschrumpft (zum Schluss waren die Mitarbeitenden teilweise auch unter sich). Deshalb suchten wir nach einer zukunftsträchtigen Alternative für den zu Ende gehenden klassischen Kindergottesdienst.
Das Team ist für die Alternative Geschichten-Box war (noch) da: engagierte Mitarbeiter*innen, zu denen sich stetig neue hinzugesellen. Aus dem Schrumpfen wurde ein Wachsen, denn mit Kirche Kunterbunt (ca. 6 x pro Jahr) und der Geschichten-Box (wöchentlich) ist nicht nur das Angebot gewachsen, sondern auch die Zahl derer, die diese Angebote nutzen – und das sogar sehr deutlich.
Ganz nebenbei erleben die Mitarbeitenden immer wieder, wie gewinnbringend die intensive Beschäftigung mit biblischen Inhalten ganz persönlich sein kann.
Die Kirchengemeinde Tailfingen hat mit der Geschichen-Box einen Weg gefunden, das Evangelium auf vielerlei Art an Kinder, Frau und Mann zu bringen.
Dem Team macht dieses Projekt sehr viel Freude, denn Tailfingen braucht »Gute Nachrichten«! Und solange wir die nötige Kraft und Ressourcen dazu haben, bleiben wir fröhlich dran.

Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSiehe »Zur ganzen Reihe« (Heft 1/2025)
Alternatives Psalmgebet:
Wir wollen alle fröhlich sein
(EG 100, KuS 112, KKL 100);
Die Sonne geht auf (KuS 126, KKL 105)
Der Gottesdienst kann auf dem Friedhof gefeiert werden, wo das Thema von »Auferstehung und Leben« eine besondere Relevanz bekommt.
Kreative Umsetzung der GeschichteSiehe »Zur ganzen Reihe« (Heft 1/2025)
Die Kinder bekommen einen Laufzettel, Stifte und eine Rose. Auf dem Laufzettel stehen folgende Fragen, die die Kinder auf dem Friedhof herausfinden sollen:
Im Anschluss wird der Laufzettel gemeinsam besprochen und überlegt, was die Symbole und Texte zu bedeuten haben: z. B. Ähren = Sterben und Auferstehen (das Weizenkorn stirbt, um neue Frucht zu bringen); Blumen = Liebe und Vergänglichkeit; Kreuz = Jesus besiegt den Tod; Sonne = neues Leben.
Dabei sollte auf die christliche Auferstehungshoffnung gezielt werden.
Aus je zwei Ästen werden mit Paketschnur Kreuze gebunden. Weil Jesus den Tod besiegt, werden die Kreuze mit Blumen geschmückt.
»Wo sind die Toten? Was ist nach dem Tod?« Die Kinder malen ihre Vorstellungen vom Leben nach dem Tod.
Mit Wachsstiften wird auf ein weißes
DIN-A5-Papier ein abstraktes Bild zum Thema »Auferstehung und Leben« gemalt. Es liegen A4-Blätter in unterschiedlichen Farben bereit, woraus sich die Kinder eine Farbe aussuchen und ihr Kunstwerk aufkleben.
Die Kinder bekommen einen gelben Tonkarton (Format DIN-A6 oder kleiner). Mit schwarzen Wachsstiften malen sie den gelben Tonkarton komplett an, sodass kein Gelb mehr zu sehen ist. Schließlich kratzen die Kinder mit Zahnstochern Hoffnungsbilder aus dem schwarzen Wachs. Tipp: Man kann auch vorbereitete Kratzplatten bestellen.
Erzählung für JüngereKlangerzählung
Benötigt werden: Tamburin, Schellenkranz, Klangschale, Glockenspiel.
Jesus ist mit seinen Freundinnen und Freunden unterwegs. Sie ziehen durchs Land. (Mit zwei Fingern übers Tamburin laufen.) Auf einmal kommt ein Mann auf sie zugerannt. Er ist ganz aufgeregt. (Schellenkranz) Er ruft: »Jesus, ich habe eine Nachricht für dich!« Der Mann muss erst tief durchatmen. Er ist ganz außer Atem. Als er sich beruhigt hat, sagt er: »Lazarus, dein Freund, der Bruder von Maria und Marta ist krank. Geh schnell zu ihnen. Nur du kannst Lazarus helfen.« Jesus schüttelt den Kopf: »Ich kann noch nicht kommen. Ich muss noch warten. Aber hab keine Angst: Die Krankheit von Lazarus wird zeigen, wie wunderbar Gott ist.« (Klangschale) Der Mann versteht nicht, was Jesus meint. Warum kommt Jesus nicht mit? Lazarus ist doch sehr krank.
Jesus wartet noch zwei Tage. Dann sagt er zu seinen Freundinnen und Freunden: »Kommt, wir gehen zu Lazarus. Ich werde ihn aufwecken.« Die Freundinnen und Freunde von Jesus fragen: »Woher weißt du, dass Lazarus schläft? Einen Kranken muss man schlafen lassen. Dann wird er wieder gesund.« Da sagt Jesus: »Lazarus schläft nicht. Lazarus ist tot. (Mit der flachen Hand aufs Tamburin schlagen.) Kommt, wir gehen zu ihm.« Da machen sich Jesus und seine Freundinnen und Freunde auf den Weg. (Mit zwei Fingern übers Tamburin laufen.)
Bald sind sie da. Eine Frau kommt ihnen entgegen. Es ist Marta, die Schwester von Lazarus. Sie ist aufgeregt. (Schellenkranz) Sie ruft: »Jesus, wärst du hier gewesen, dann würde Lazarus noch leben. Jetzt ist Lazarus tot.« (Mit der flachen Hand aufs Tamburin schlagen.) Marta weint. Jesus nimmt sie in den Arm. Marta schaut Jesus an. Sie wischt sich die Tränen aus den Augen und sagt: »Jesus, ich weiß: Wenn du Gott um etwas bittest, dann gibt er es dir.« Da sagt Jesus: »Marta, sei nicht traurig. Dein Bruder ist bald nicht mehr tot.« Marta antwortet: »Ich weiß. Am Ende der Zeit weckt Gott alle Toten auf.« (Klangschale) Da sagt Jesus: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. (Glockenspiel von tief nach hoch.) Glaubst du das, Marta?« – »Ja«, antwortet Marta, »du bist der Sohn von Gott.« (Klangschale)
Da kommt Maria, die andere Schwester von Lazarus, angerannt und ruft: »Jesus, wenn du hier gewesen wärst, dann würde Lazarus noch leben.« Maria ist aufgeregt. (Schellenkranz) Maria weint. Jesus sagt: »Ihr versteht nichts! Wo ist das Grab von Lazarus?« Da zeigen sie ihm das Grab. Es ist eine Höhle im Felsen. Vor dem Eingang liegt ein großer Stein. Jesus fängt an zu weinen und sagt: »Rollt den Stein weg.« Da sagt Marta: »Lazarus ist schon vier Tage tot.« (Mit der flachen Hand aufs Tamburin schlagen.) Jesus sagt noch einmal: »Rollt den Stein weg.« Sie rollen den Stein weg. Jesus schaut nach oben in den Himmel. Er betet: »Vater im Himmel, danke, dass du mich hörst.« (Klangschale) Dann ruft Jesus: »Lazarus, komm heraus!« Die Leute schauen sich erschrocken an. »Was sagt Jesus da?« Und tatsächlich: Lazarus kommt heraus. Lazarus ist nicht mehr tot. (Glockenspiel von tief nach hoch.) Jesus sagt: »Das habe ich getan, damit ihr glaubt. Ich bin die Auferstehung und das Leben. (Glockenspiel von tief nach hoch.) Wenn ihr sterbt, dann lebt ihr bei Gott weiter. (Klangschale) Habt keine Angst! Ich schenke euch neues Leben.« (Glockenspiel von tief nach hoch.)
Erzählung für ÄltereMarta ist verzweifelt. Ihr Bruder Lazarus ist sehr krank. »Was können wir denn noch tun?«, fragt sie ihre Schwester Maria. »Wir haben alles probiert. Nichts hilft.« Maria antwortet: »Lass uns nach Jesus rufen. Er ist unser Freund. Er kann Lazarus helfen. Jesus hat schon viele Menschen gesund gemacht.« Die beiden schicken einen Freund los, um Jesus zu holen.
Als der Freund zurückkommt, sitzen Maria und Marta weinend vor dem Haus. »Was ist passiert?«, fragt der Freund. »Lazarus ist gestorben«, sagt Marta und wischt sich die Tränen aus dem Gesicht. »Aber wo ist Jesus? Hast du ihn nicht mitgebracht?« – »Nein«, antwortet der Freund. »Jesus hat gesagt, er kommt später.« – »Aber jetzt muss er nicht mehr kommen. Jetzt ist es zu spät«, sagt Marta. Der Freund sagt: »Jesus hat etwas Komisches gesagt: >Die Krankheit von Lazarus wird zeigen, wie wunderbar Gott ist.< Das habe ich nicht verstanden.« Marta und Maria zucken mit den Schultern. Jesus sagt oft komische Sachen.
Jetzt ist es vier Tage her, dass Lazarus gestorben ist. Da hört Marta: »Jesus kommt!« Alle sind aufgeregt. Marta rennt Jesus entgegen. Von Weitem ruft sie Jesus zu: »Wärst du hier gewesen, dann wäre Lazarus nicht gestorben!« Jesus nickt und sagt: »Ich weiß, dass Lazarus tot ist.« Jesus nimmt Marta in den Arm. Sie weint. Dann schaut sie Jesus an und sagt: »Was du von Gott bittest, das wird geschehen. Das weiß ich.« Da antwortet Jesus: »Dein Bruder Lazarus wird auferstehen.« – »Ich weiß«, antwortet Marta, »auch er wird am Ende der Zeit mit allen anderen Toten auferstehen. Dann ruft Gott auch ihn ins neue Leben.« Jesus schaut Marta tief in die Augen und sagt: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.« Marta denkt: »Was sagt Jesus da? Das ist wieder ein typischer Jesus-Satz. Irgendwie komisch.« Aber der Satz berührt Marta. Sie spürt: Jesus ist etwas Besonderes. Dann platzt es aus Marta heraus: »Jesus, ich weiß: Du bist Gottes Sohn.«
Und dann sagt Marta zu einer Nachbarin: »Maria muss unbedingt auch kommen. Geh bitte und hole sie.«
Es dauert nur wenige Minuten, da kommt Maria angerannt. Ihr Gesicht glänzt von den vielen Tränen. Maria wirft sich vor Jesus auf den Boden und schluchzt: »Jesus, wenn du da gewesen wärst, dann würde Lazarus noch leben.« Da wird Jesus ärgerlich: »Ihr versteht es nicht. Meine Worte reichen euch nicht. Ihr müsst ein Zeichen sehen, oder? Wo habt ihr Lazarus hingelegt?« Marta nimmt Jesus an der Hand und sagt: »Komm mit, ich zeig es dir.«
Es ist nicht weit zum Grab von Lazarus. Das Grab ist eine Höhle in der Felswand am Dorfrand. Ein großer Stein verschließt den Eingang. Als Jesus das Grab sieht, weint er. »Jesus hatte Lazarus sehr gern«, denkt Marta. »Warum konnte er ihm nicht helfen?«
Da sagt Jesus: »Rollt den Stein weg.« Marta erschrickt. Sie sagt: »Jesus, das ist keine gute Idee. Lazarus ist seit vier Tagen tot. Das riecht man doch schon. Was willst du überhaupt da drin?« – »Vertraue mir, Marta«, sagt Jesus. »Ihr seht heute, wie wunderbar Gott ist.« Da lässt Marta den Stein vom Grab wegrollen. Jesus schaut in den Himmel und betet: »Vater im Himmel, ich danke dir, dass du mich hörst. Das alles geschieht, damit sie glauben, dass du mich in die Welt geschickt hast.« Dann ruft Jesus: »Lazarus, komm heraus.«
Auf einmal bewegt sich etwas im Grab. Und tatsächlich: Eine Gestalt kommt heraus. Es ist Lazarus. Er ist noch in die Totentücher gewickelt. »Helft ihm«, sagt Jesus, »nehmt ihm die Totentücher ab. Lazarus lebt.« Marta schaut ihren Bruder mit großen Augen an. Sie kann nicht glauben, was sie sieht. Dann packt sie die Totentücher und wickelt Lazarus aus. Er ist es wirklich. Er lebt. Marta
nimmt Lazarus in den Arm. Sie will ihn gar nicht mehr loslassen. »Lazarus«, schluchzt sie. Tränen laufen ihr übers Gesicht. Jetzt sind es Freudentränen. Dann stürmt Marta auf Jesus zu. Sie nimmt Jesus in den Arm und sagt: »Danke!« Jesus antwortet: »Das habe ich getan, damit ihr glaubt. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wenn ihr sterbt, lebt ihr bei Gott weiter. Habt keine Angst! Ich schenke euch neues Leben bei Gott.«
Zugänge für den VorbereitungskreisDie Antworten werden ebenfalls auf Karten gesammelt und in die geöffnete Tür gelegt.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSiehe »Zur ganzen Reihe«.
Psalm 24 (KuS 651)
Ein jeder kann kommen (KuS 192);
Macht hoch die Tür (EG 1, KuS 14, KKL 50)
Die Kinder werden an der Tür in Empfang genommen. Sie werden nacheinander in den Gottesdienstraum geführt mit den Worten: »Komm herein, [Name des Kindes]! Jesus lädt dich ein. Er ist wie eine offene Tür.«
Am Ende des Gottesdienstes werden die Kinder an der Tür verabschiedet mit den Worten: »Geh deinen Weg, [Name des Kindes]! Jesus geht mit! Er ist wie eine Tür, die sich schließt und dich beschützt.«
Kreative Umsetzung der GeschichteSiehe »Zur ganzen Reihe«.
Ein DIN-A4-Tonkarton wird in der Mitte gefaltet (kurze Kante auf kurze Kante). Wie ein Buch legen die Kinder den Tonkarton nun vor sich. Jetzt wird auf die Vorderseite
»JESUS« geschrieben und ein Türgriff gemalt. Die »Tür« kann nun nach Belieben gestaltet werden. Dann wird die »Tür« aufgeklappt und die Kinder malen auf die Innenseiten, was uns erwartet, wenn wir durch diese Tür hindurchgehen.
Jedes Kind bekommt ein Stück Karton oder ein Holzbrett.
Die älteren Kinder schreiben Sätze auf ihr Schild wie z. B.: »Komm herein! Jesus lädt dich ein.« Oder: »Jesus sagt: >Ich bin die Tür! Herzlich willkommen.<«
Die jüngeren Kinder kleben vorbereitete Sätze (s. Ältere, oben) auf ihr Schild, das sie dann mit Farben, Steinchen, Stickern … gestalten.
Am Ende werden oben am Schild zwei Löcher gebohrt und eine Schnur hindurchgezogen, mit der es aufgehängt werden kann.
Mit den älteren Kindern werden Eigenschaften von Türen auf Karten gesammelt und an eine verschlossene Tür geheftet. Dann wird überlegt:
Die Tür wird geöffnet und mit unterschiedlichen Legematerialien in der Tür ein Bodenbild als Antwort gestaltet.
Wie viele Türen gibt es im Gemeindehaus, in der Kirche …? Wer entdeckt die meisten Türen?
Hinter welche verschlossene Tür (in Gemeindehaus oder Kirche) wollten die Kinder und Mitarbeitenden schon immer einmal schauen? Was vermuten sie dahinter?
Vielleicht ist es möglich, in diesem Gottesdienst mal einen Blick hinter diese Türen zu werfen (z. B. Tür zum Kirchturm, zur Sakristei, zu den Kellerräumen im Gemeindehaus …).
Was verbirgt sich tatsächlich hinter diesen Türen? Welche Schätze kommen dort vielleicht zum Vorschein?
Erzählung für JüngereEine Spielzeug-Tür steht in der Mitte. Sie ist einen Spalt geöffnet.
Jona ist fünf Jahre alt. Er ist aufgeregt. Heute darf er mit Mama und Papa zu Jesus. Jesus ist bei ihnen in der Stadt. Jona hat schon viel von Jesus gehört. Jesus ist ein besonderer Mann. Er macht Menschen gesund. Er erzählt von Gott. Alle dürfen zu Jesus kommen. Auch die, die sonst niemand mag. Jona ärgert sich. Mama und Papa beeilen sich einfach nicht. »Kommt ihr jetzt? Ich will zu Jesus!«, ruft Jona.
Endlich kommen Mama und Papa. Jona macht die Tür auf. Sie gehen auf die Straße. Jona geht gerne durch diese Tür. Er ist immer gespannt, was hinter der Tür passiert. Mal zieht ein Esel einen Wagen an seinem Haus vorbei. Mal tragen Menschen schwere Körbe. Mal rennen Kinder vorbei und lachen. Es ist immer etwas los. Nie ist es langweilig. Manchmal darf Jona nicht nach draußen. Wenn es draußen dunkel ist, zum Beispiel. Dann sagt Mama: »Bleib hier, Jona. Draußen ist es schon dunkel.« Was da draußen bei Nacht wohl los ist? Das wüsste Jona gern. Aber er ist auch froh, dass er in seinem Haus sicher ist. Nachts hat er draußen immer ein bisschen Angst.
Zusammen mit Mama und Papa macht sich Jona auf den Weg zu Jesus. Nach einer Weile fragt er: »Ist es noch weit?« – »Nein«, sagt Papa, »wir sind gleich da. Siehst du die Menschen da vorne? Dort ist Jesus!« Tatsächlich: Da vorne sitzen viele Leute auf dem Boden. Mittendrin steht ein Mann. Das ist Jesus. Er redet. Jona nimmt Mama und Papa an der Hand und rennt mit ihnen los. Endlich ist er bei Jesus. Jona setzt sich hin. Jesus sagt gerade: »Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hindurchgeht, wird es ihm gut gehen.« Jona schaut Jesus an. Wie soll er denn durch Jesus hindurchgehen? Jesus ist ein Mensch und keine Tür. Da sagt Jesus: »Wer zu mir gehört, der kommt an einen guten Ort. Wie eine Tür führe ich an diesen schönen Ort. Wer zu mir gehört, muss keine Angst haben. Ich schütze ihn wie eine Tür.« Das gefällt Jona.
Er schließt die Augen und denkt nach. Jona sieht eine große Tür. Sie ist einen Spalt offen. Ein Lichtstrahl fällt durch den Spalt. Langsam geht Jona auf die Tür zu. Es ist eine schwere Tür. Jona lehnt sich gegen die Tür und drückt sie auf. Er bleibt stehen und schaut sich um. Jona staunt. Er sieht eine Blumenwiese. Bienen summen durch die Luft. Vögel fliegen am Himmel. Die Sonne scheint. Jona geht ein paar Schritte weiter. Auf einmal rennen Kinder auf ihn zu. Sie lachen. »Spielst du mit uns?«, fragen sie. Jona nickt. Jona kennt sich hier nicht aus. Aber er hat keine Angst. Hier ist er sicher. Die Tür schützt ihn. Und wenn er will, kann er auch wieder zurück. Er muss hier nicht bleiben. Aber Jona ist gern hier. Es ist ein schöner Ort.
»Jona! Wach auf!« Plötzlich hört Jona Mama. Ist er eingeschlafen? Jesus sagt gerade: »Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hindurchgeht, geht es ihm gut. Ich führe die Menschen an einen guten Ort.«
– »Das war ein schöner Traum«, denkt Jona. »Ein Traum von Jesus.« Langsam geht die Sonne unter. Es wird Abend. Zusammen mit Mama und Papa macht Jona sich auf den Heimweg. Vor der Haustür bleibt er stehen. Er muss noch einmal an Jesus denken. Jesus sagt: »Ich bin die Tür.« Dann geht Jona ins Haus. Jetzt freut er sich aufs Abendessen.
Erzählung für ÄltereErzählung mit Verkehrszeichen.
Die Verkehrszeichen hier zum Herunterladen
Petrus hat ja schon viel mit Jesus erlebt. Jesus sagt oft komische Sachen.
(Zeichen 1: Gefahr)

Aber das? Das heute ist schon besonders merkwürdig. Petrus und die anderen sind mit Jesus unterwegs.
(Zeichen 2: 800 m)

Sie sind gerade in Jerusalem
(Zeichen 3: Ortsschild Jerusalem)

Heute hat sich Jesus schon mit den Pharisäern und Schriftgelehrten gestritten.
(Zeichen 4: Absolutes Halteverbot)

Jetzt erzählt Jesus von Gott. Viele Menschen sind zu ihm gekommen.
(Zeichen 5: Zusammenführung)

Sie sitzen um Jesus herum und hören ihm zu. Aber Petrus findet, dass Jesus heute besonders komische Dinge sagt.
(Zeichen 1 mit Zeichen 2)
Gerade hat Jesus doch tatsächlich gesagt: »Ich bin die Tür.« Da haben sich alle mit großen Augen angeschaut und den Kopf geschüttelt. Jesus ist doch ein Mensch und keine Tür. Spinnt er jetzt?


Jesus redet immer noch von der Tür: »Ich bin die Tür. Wer durch mich hindurchgeht, wird selig werden.
(Zeichen 6: Vorfahrt)

Petrus überlegt: »Was ist eine Tür? Durch eine Tür kann ich hindurchgehen. Manchmal weiß ich nicht, was hinter einer Tür ist. Dann bin ich neugierig oder ängstlich. Neulich waren wir mit Jesus bei einem Freund zum Essen eingeladen.
(Zeichen 7: Parkhaus)

Er hat uns die Tür aufgemacht. Wir wussten nicht, was uns erwartet. Aber hinter der Tür war ein leckeres Essen vorbereitet. Es hat geduftet. Wir haben viel gelacht. Zufrieden sind wir nach dem Essen weitergezogen.« Petrus fallen auch andere Geschichten ein. »Manchmal sind Türen verschlossen«, denkt Petrus. »Manche Leute lassen uns nicht in ihr Haus.
Sie schlagen uns die Tür vor der Nase zu und jagen uns davon. Das ist kein schönes Gefühl. Da gehen wir immer traurig und wütend weiter.«
(Zeichen 8: Ende Fußgängerzone)

Petrus, Jesus und die anderen Freundinnen und Freunde haben kein eigenes Haus.
Abends brauchen sie jemanden, der sie aufnimmt für die Nacht.
(Zeichen 9: Autobahnhotel)
Sonst müssen sie draußen schlafen. Das ist gefährlich. Räuber und Diebe sind bei Nacht unterwegs. Jesus und seine Freundinnen und Freunde besitzen nichts Wertvolles. Sie haben auch fast nie Geld dabei. Und wenn, dann nur ganz wenig. Aber das wissen die Räuber und Diebe ja nicht. Petrus denkt: »Nachts ohne eine Tür, die ich zumachen kann, habe ich schon ein bisschen Angst. Eine Tür schützt mich vor Gefahren. So wie Jesus. Wenn ich bei Jesus bin, habe ich weniger Angst. Er macht mir Mut. Er beschützt mich. Wie eine dicke Tür.« So langsam versteht Petrus, was Jesus damit meint, wenn er sagt: »Ich bin die Tür.«

»Wie es wohl hinter der Jesus-Tür aussieht?«, fragt sich Petrus. Er schließt die Augen. Er sieht eine dicke Tür. Sie ist einen Spalt geöffnet. »Ja«, denkt Petrus, »die Jesus-Tür ist niemals ganz zu. Bei Jesus sind alle willkommen.
(Zeichen 6: Vorfahrt)

Und trotzdem schützt mich diese Tür vor Gefahren. Dahinter bin ich sicher.« Petrus drückt die Tür in Gedanken auf und schaut sich um. Zuerst ist Petrus geblendet. Dann gewöhnen sich seine Augen an das Licht. Petrus tritt ein. Es ist warm. Petrus fühlt sich wohl. Es ist ein guter Ort. Das spürt Petrus gleich. Er steht auf einem Berg. Die Aussicht ist fantastisch.
(Zeichen 10: Aussicht)
Mitten auf dem Berg steht ein Tisch. Er ist gedeckt mit Oliven, Datteln, Brot und Braten. Alles, was Petrus am liebsten isst. Hier muss sich Petrus keine Sorgen machen. Jemand anderes kümmert sich um ihn. Hier hat Petrus keine Angst. Jemand anderes passt auf ihn auf. Petrus ist zufrieden. Hier geht es ihm gut.

»Petrus, wir müssen weiter!« Jemand rüttelt Petrus an der Schulter. Es ist Andreas. »Bist du eingeschlafen?«, fragt er Petrus. »Nein, ich habe nachgedacht«, antwortet Petrus. »Worüber denn?«, fragt Andreas. »Ach, über das, was Jesus von sich gesagt hat: >Ich bin die Tür.<« – »Ja, das war heute wieder komisch, findest du auch?«, fragt Andreas.
(Zeichen 1: Gefahr)

»Ja, aber ich glaube, ich habe verstanden, was Jesus meint«, antwortet Petrus. »Echt?«, ist Andreas erstaunt. »Erzähl es mir auf dem Weg.«
(Zeichen 11: Ausfahrt).

Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSiehe »Zur ganzen Reihe«.
Psalm 36 (KuS 654)
Ich bin das Brot, lade euch ein (KuS 276, Wwdl 155, Durch Hohes und Tiefes 180, EGplus 62);
Brot, Brot, danke für das Brot (KuS 592, KG 10)
Es bietet sich an, mit den Kindern Abendmahl zu feiern, wenn jemand da ist, der das Abendmahl durchführen darf. Hierfür ist eine frühzeitige Absprache mit der entsprechenden Person wichtig.
Für die Abendmahlsfeier wird mit den Kindern alles gemeinsam hergerichtet. Vielleicht wird sogar das Brot selbst gebacken?
Kreative Umsetzung der GeschichteSiehe »Zur ganzen Reihe«.
Die älteren Kinder überlegen: »Was brauchen wir zum Leben?« In Zeitungen oder Zeitschriften suchen sie nach passenden Worten, Sätzen, Bildern … schneiden sie aus und gestalten auf einem Plakat eine Collage zum Thema.
Zutaten für ca. 12 Pfannenbrote:
600 g Mehl
2 TL Backpulver
2 TL Salz
2 EL Oliven- oder Sonnenblumenöl
400 ml Wasser oder Milch oder Joghurt
Die Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig verrühren und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Eine beschichtete Pfanne erhitzen, kleine Teigstücke ausrollen und nacheinander von beiden Seiten in der Pfanne ausbacken.
Alternativ können auch Brötchen aus einem einfachen Brötchenteig gebacken werden.
Die Kinder formen aus Salzteig kleine Brotlaibe. Nach dem Backen werden sie angemalt und der Name »Jesus« darauf geschrieben.
Zutaten für 12 kleine Brotlaibe:
2 Tassen Mehl
1 TL Öl
1 Tasse Salz
1 Tasse Wasser
Die Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig verrühren. Nun können die Kinder ihre Brote formen, die dann bei 140°C (Ober- und Unterhitze) für ca. eine Stunde im Backofen getrocknet werden (je nach Formform/-dicke evtl. länger).
Wenn nicht die Möglichkeit besteht, Abendmahl zu feiern (s. Hinweis bei »Liturgische Elemente«), kann ein kleines Fest gefeiert werden. Gemeinsam werden Kleinigkeiten zum Essen vorbereitet (z. B. Brote/Brötchen belegen, Gemüse und Obst schneiden, Dips zubereiten), der Raum dekoriert und der Tisch gedeckt.
Erzählung für JüngereSprechzeichnen
Material: Flipchart; dicke Filzstifte (rot, schwarz und blau).
Das ist Jesus (rote Figur ohne Arme malen). Jesus zieht mit seinen Freundinnen und Freunden durchs Land (blaue Figuren ohne Arme um Jesus malen). Sie steigen auf einen Berg (schwarzen Berg unter Figuren). Viele Leute folgen Jesus. Sie sammeln sich unten am Berg (viele schwarze Figuren). Sie wollen hören, was Jesus von Gott erzählt. Sie sagen: »Jesus erzählt so tolle Geschichten!« – »Ich bin gespannt, was er heute zu sagen hat.« – »Jesus hat Kranke gesund gemacht.« – »Dieser Jesus ist etwas Besonderes!« (rote Striche wie »Strahlen« um Jesus). So reden die Menschen. (Bild 1 rechts)
Jesus schaut den Berg hinunter. Er sieht die vielen Menschen. Er kann sie nicht zählen. So viele sind es. Er fragt einen von seinen Freunden: »Woher bekommen wir Brot für diese Menschen? Sie sind hungrig.« Der Freund sagt: »Wir haben nicht genug Geld, um so viel Brot zu kaufen. Es sind zu viele Menschen.« Da kommt Andreas, ein anderer Freund von Jesus, und sagt: »Hier ist ein Junge (einzelne schwarze Figur). Er hat fünf Brote und zwei Fische (fünf Brote und zwei Fische in Schwarz). Aber das reicht doch nie für so viele Menschen!«
Da sagt Jesus: »Die Menschen sollen sich setzen.« Jesus nimmt die Brote und die Fische und dankt Gott (Jesu Arme nach oben): »Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt, o Gott, von dir. Wir danken dir dafür. Amen.« Dann verteilen seine Freundinnen und Freunde die Brote und die Fische an die Menschen (dem Volk nach vorne gestreckte Arme malen, schwarze Kreise in die Arme). Alle bekommen so viel, wie sie wollen. Alle werden satt. Es bleibt sogar etwas übrig. Die Freundinnen und Freunde sammeln die Reste in Körbe. Es sind zwölf Körbe voll (Körbe). Die Menschen staunen. Sie rufen: »Das ist ein Wunder!« – »Jesus hat uns mit so wenig Essen alle satt gemacht!« – »Jesus ist ein besonderer Mensch« (weitere rote Strahlen um Jesus). Glücklich und satt gehen die Menschen nach Hause
Am anderen Morgen ist Jesus mit seinen Freundinnen und Freunden auf der anderen Seite des Sees (eine rote, einige blaue Figuren, einige blaue Wellen). Die Menschen kommen wieder zu Jesus (schwarze Figuren zu Jesus). Sie rufen: »Jesus, da bist du ja! Wir haben dich überall gesucht! Wir haben dich so vermisst!« (nach vorne gestreckte Arme an schwarzen Figuren malen). »Ja«, antwortet Jesus, »ihr seid wieder hungrig geworden. Ihr habt gemerkt, dass euch etwas fehlt. Brot stillt den Hunger nur für kurze Zeit. Ihr seid wieder hungrig geworden.« Die Leute schauen sich an. Sie denken: »Das ist doch normal. Jeden Tag müssen wir Brot essen.« (Bild zwei rechts)
Da sagt Jesus: »Ich bin das Brot des Lebens (roten Brotlaib in Jesus). Ich bin für euch wie das tägliche Brot. Ich gebe euch alles, was ihr zum Leben braucht. Wer zu mir gehört, der ist glücklich und zufrieden. Ich bin das Brot des Lebens.«
Die Leute schauen sich an. Jesus sorgt für sie. Jesus macht sie satt. Er gibt ihnen, was sie zum Leben brauchen (rote Herzen in die Arme). Zufrieden machen sie sich auf den Heimweg.

Bild 1 oben, Bild 2 unten (© Sara Widmann)

Erzählung für Ältere»Boah, nirgends hat man Ruhe vor denen!« Petrus ist genervt. Er und ein paar andere ziehen mit Jesus durchs Land. Immer, wenn sie an einen Ort kommen, kommen Tausende von Menschen zu ihnen und umringen Jesus. Sie wollen, dass Jesus von Gott erzählt.
Das ist echt anstrengend. Nirgends hat man Ruhe vor denen.
Heute will auch Jesus mal seine Ruhe. Er steigt mit seinen Freundinnen und Freunden auf einen Berg. Sie setzen sich auf den steinigen Boden und unterhalten sich. »Was für eine Ruhe. Herrlich!«, denkt Petrus. Er schließt die Augen und lässt sich die Abendsonne ins Gesicht scheinen.
Auf einmal hört er Jesus sagen: »Wo können wir Brot für so viele Menschen kaufen?« Petrus öffnet die Augen. Jesus schaut den Berg hinunter. Petrus steht auf. »Och nee … die wird man ja nie los«, denkt er. Unten am Berg haben sich Menschen versammelt. Es müssen Tausende sein. Philippus, ein anderer Freund, antwortet Jesus: »Wir haben niemals genug Geld, um für alle Brot zu kaufen. Da bekommt man nicht einmal einen Krümel ab.« Gerade kommt Andreas den Berg herauf. Offensichtlich hat er unten die Lage erkundet. Er sagt: »Da ist ein Junge. Er hat fünf Brote und zwei Fische. Mehr gibt es nicht. Das reicht nie. Davon werden nicht einmal wir satt.« Petrus muss lachen. Andreas hat recht. Hier oben knurren ihre Mägen um die Wette. Petrus merkt langsam, wie der Hunger kommt.
Jesus sagt: »Die Leute sollen sich setzen.« Dann nimmt er die fünf Brote und die zwei Fische und betet: »Himmlischer Vater! Danke, dass du für uns sorgst. Danke, dass du uns Brot und Fische schenkst. Amen.« Dann gibt er seinen Freundinnen und Freunden die Brote und die Fische. Sie steigen den Berg hinunter und verteilen das Essen an die Menschen. Petrus hilft auch mit, obwohl er keine große Lust hat. Er verteilt und verteilt. Irgendwann kommt ihm das komisch vor. »Es wird gar nicht weniger. Wie kann das sein?«, fragt er sich.
Als alle Menschen satt sind, sammeln Petrus und die anderen die Reste ein. Zwölf Körbe sind von dem bisschen Essen übriggeblieben. Die Leute gehen glücklich nach Hause. Petrus hört sie reden: »Das ist ein Wunder! Dieser Jesus ist etwas Besonderes. Er hat uns alle satt gemacht.«
Am nächsten Tag ist Petrus mit Jesus und den anderen auf der anderen Seite des Sees. Auch dort haben sie keine Ruhe vor den Menschen. Petrus sieht sie schon von Weitem und stöhnt: »Könnt ihr uns nicht einen Tag Ruhe gönnen?« Die Menschen rufen: »Jesus, da bist du ja! Wir haben dich überall gesucht! Wir haben dich so vermisst.« – »Ich euch nicht«, denkt Petrus und schüttelt sich.
Jesus redet mit den Leuten: »Ihr seid wieder hungrig geworden. Das Brot hat euch nur für eine kurze Zeit satt gemacht.« – »Das wissen die Leute doch selber«, denkt Petrus. »Warum erzählt Jesus das? Das ist doch normal. Jeden Tag müssen wir Brot essen.«
Jesus redet weiter: »Ihr habt gemerkt, dass euch etwas fehlt. Ich bin das Brot des Lebens.« – »Hä? Was hat Jesus gesagt?« Petrus runzelt die Stirn. »Jesus ist doch kein Brot. Jesus kann man nicht essen.« Da spricht Jesus weiter: »Ihr braucht mich wie euer tägliches Brot. Ich gebe euch alles, was ihr zum Leben braucht. Wer zu mir gehört, der ist glücklich und zufrieden. Ich bin das Brot des Lebens.« – »Ach, Jesus spricht gar nicht vom Hunger, den wir im Magen spüren. Jesus spricht vom Hunger, den wir im Herzen spüren«, überlegt Petrus. Dann murmelt er leise vor sich hin: »Jesus stillt meinen Hunger. Das stimmt. Seit ich mit ihm unterwegs bin, hat sich etwas verändert in mir. Tief im Herzen bin ich zufrieden und glücklich, wenn ich mit Jesus unterwegs bin. Jesus ist mein tägliches Brot. Das tägliche Brot für den Hunger in meinem Herzen.«
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