19. Juli 2026 – Tun, was Jesus sagt – Das Gleichnis vom Hausbau

Matthäus 7,24-27

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Gespräch anhand folgender Fragen:

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Was trägt die Kinder in diesen Situationen? Was hilft ihnen? Was gibt ihnen Halt? Wer gibt ihnen Halt? 

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder 

Bau nicht dein Haus auf den losen Sand 
(KuS 446, HuT 278, Einfach Spitze 132)

Gebet

Guter Gott,
danke, dass du da bist. 
Danke, dass du mich begleitest. 
Auch wenn es mir nicht gut geht, 
weil ich traurig bin. 
Oder weil ich mich mit meiner Freundin gestritten habe. 
Du bist bei mir. 
Auf dich kann ich mich verlassen. 
Du gibst mir festen Halt. 
Amen. 

Kreative Umsetzung der Geschichte
Haus bauen

Aus Bierdeckeln, Dominosteinen oder Holzstäbchen auf verschiedenem Untergrund: Sand (trocken, nass), Stein, Tisch, Tennisbällen, auf denen ein Brett liegt, Murmeln.
Was gibt Festigkeit, Stabilität? Was Sicherheit? Kann auch als Einstieg in die Geschichte gemacht werden, falls es nicht zu unruhig wird, wenn die Häuser einstürzen.

Experiment

Plastikwanne/große Schüssel zur Hälfte mit Sand befüllen, der zu einem Berg aufgeschichtet wird. Ein Häuschen aus Holz oder Legosteinen draufstellen. Mit einer Gießkanne Wasser regnen lassen (erst sanft, dann kräftiger). Abwarten, was passiert. Danach das ganze mit Steinen, die in einer Kiste aufgeschichtet sind, wiederholen. Vielleicht gibt es in der Nähe einen Spielplatz mit großem Sandkasten, oder der Gottesdienst findet an diesem Sonntag sowieso im Freien statt, dann kann das Ganze natürlich noch mit Spielzeugbagger, Schaufeln in etwas größerer Dimension gebaut werden.

»Haus auf Sand« (Spiel) 

Material: Teller, feuchter Sand, Haus, Messer
Sandberg auf Teller setzen, das Haus oben drauf. Reihum mit dem Messer Stücke vom Sandberg abschneiden. Ziel: Haus soll möglichst stehen bleiben. Bei wem stürzt es ein? Kann auch in mehreren Gruppen parallel gespielt werden. 

Steine beschriften

Steine beschriften mit dem Namen »Jesus«, der ein fester Grund in unserem Leben ist und uns trägt.

Marmeladenglas beschriften

Leeres (Marmeladen-)Glas, beschrifteten Stein hineinlegen, darauf ein Holz aus Papier ausgeschnitten kleben oder ein Stück Holz (Würfel, Latte) als Haus bemalen und hineinstellen (als Erinnerung an Gottesdienst mitnehmen). 

Sandbilder

Material: Blankopostkarten, Flüssigkleber oder Leim, gefärbter feiner Sand
Mit dem Kleber ein Haus auf die Postkarte malen, dann auf den noch flüssigen Kleber den Sand streuen, warten bis alles trocken ist und den überschüssigen Sand abschütteln.

Der besondere Tipp:

Filz-Kreise
Für Legebilder

Ein häufig vorkommendes Utensil bei 
Bodenbildern sind Kreise. 
Dieses Set enthält 20 Kreise in fünf Farben. Von jeder Farbe gibt es jeweils vier Kreise: gelb, rot, braun, königsblau, grün.

€ 16,20; Best.-Nr.: 1785

junge-gemeinde.de


III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Material: Schale mit Steinen und eine mit Sand, Häuser aus Holz oder Lego, Gießkanne mit Wasser

Jesus predigt auf einem Berg

Jesus ist mit seinen Jüngerinnen und Jüngern unterwegs. Er steigt auf einen Berg. Viele Menschen kommen und wollen Jesus sehen und ihm zuhören. Seine Geschichten sind spannend. Er erzählt von Gott und den Menschen. Er erzählt so, dass die Leute ihn verstehen. Und wenn sie ihn nicht verstehen, dann fragen sie ihn. Und Jesus erklärt ihnen, was er meint. Oft nimmt Jesus ein Bild zu Hilfe. Kein gemaltes Bild, sondern eines, das in den Köpfen der Menschen entsteht. Er vergleicht das, was er sagt, mit Erlebnissen. Mit Ereignissen aus dem Alltag. So können seine Freundinnen und Freunde, aber auch die, die extra gekommen sind, sich gut vorstellen, was Jesus meint. Viele Menschen sind da. Jesus hat ihnen schon viel erzählt. Se haben gemeinsam gelacht und gerätselt und sich unterhalten. Sie sind noch immer gespannt, was Jesus als nächstes sagt. 

Jesus erzählt vom Haus auf Felsen

Jesus erzählt den Menschen folgende Geschichte: 
»Zwei Männer wollten ein Haus bauen. Der erste war ein kluger Bauherr. Er plante alles sorgfältig. Und nahm sich genügend Zeit dafür. Er suchte lange nach einem guten Platz für sein Haus. Endlich hatte er ihn gefunden. 
(Schale mit Steinen füllen)
Er wollte sein Haus auf einen Felsen bauen. Der Boden war hart. Der Felsen hielt einiges aus. Dann ging er und kaufte das Baumaterial: Holz, Steine, Lehm. Er baute sein Haus. Und als es fertig war, zog er mit seiner Familie in das Haus. Sie freuten sich, dass es so gut gebaut war. 
(Haus auf die Steine stellen) 
Plötzlich wurde es dunkel, Wolken verdeckten die Sonne und es fing an zu regnen. Erst ganz leicht. Einzelne Tropfen. Dann wurde der Regen aber immer stärker. 
(Wasser auf das Haus und den »Felsen« gießen; erst wenig, dann immer mehr.)
Die Menschen im Haus waren froh, dass sie im Trockenen saßen. Es war warm und von dem anziehenden Sturm merkten sie nichts. Sie hörten den Wind und Regen zwar, aber drinnen war nichts zu spüren. Das Haus war fest gebaut.«

Was den klugen Bauherrn ausmacht

Jesus sagte zu seinen Zuhörerinnen und Zuhörern: »Der Mann war ein kluger Bauherr. Er hat sich gut überlegt, wohin er sein Haus baut. Genauso ist es mit den Menschen, die so leben, wie ich es ihnen gezeigt habe. Sie sind auch klug und sicher, wie in einem Haus auf dem Felsen, dem Regen und Sturm nichts anhaben können.«

Jesus erzählt vom Haus auf Sand

Jesus erzählt weiter: »Da gab es noch einen zweiten Mann. Auch er wollte sich ein Haus bauen. 
(Schale mit Sand)
Aber es sollte schnell gehen. Er nahm sich nicht die Zeit, um nach einem guten Platz zu suchen. Er baute sein Haus auf ein Stück Land, das ganz sandig war.
(Haus auf den Sand stellen)
Das Haus sah toll aus. Der Mann freute sich und zog ein. Aber als es anfing zu regnen und ein Sturm aufkam, da stürzte das Haus ein. Es hatte keinen Halt auf dem Sand. Das Wasser spülte den Boden unter dem Haus weg. 
(Wasser auf das Haus und den »Felsen« gießen; erst wenig, dann immer mehr.)
Der Mann stand draußen. Traurig, enttäuscht. Er hatte sich so über sein neues Haus gefreut. Und jetzt war alles kaputt!«

Wenn ein Bauherr nicht klug ist

Jesus sagte zu den Menschen, die ihm zuhörten: »Dieser Mann war kein kluger Bauherr. Er hat nicht den richtigen Platz gesucht. Er hat auf Sand gebaut. Das ist ein Bild für die Menschen, die nicht so leben, wie ich es ihnen gezeigt habe. Sie leben in einem Haus, das auf Sand gebaut ist und vom Regen weggespült wird.«

Was kluge Jüngerinnen und Jünger ausmacht

Die Jüngerinnen und Jünger Jesu und alle anderen, die dabei waren, wurden sehr nachdenklich. Lange sagte niemand etwas. Dann redeten sie leise miteinander. Wie können wir so leben, dass wir wie ein Haus auf dem Felsen ganz festen Boden unter den Füßen haben? Und dann erinnern sie sich an andere Geschichten, die Jesus ihnen erzählt hat. Von Menschen, die freundlich zu anderen waren. Von Menschen, die ihr Essen mit anderen geteilt haben. Und von Menschen, die sich für andere Zeit genommen haben. Und sie wussten jetzt, was Jesus meint.

Der besondere Tipp:

Filz-Wolken
Für Legebilder

Auch dieses Filz-Wolken-Set wird immer wieder zum Einsatz kommen:

  • 10 Tropfen 
  • mausgrau
  • ca. 10 cm breit
  • 3 mm dick

10er-Set € 8,10; Best.-Nr.: 1751

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Das Gleichnis vom Hausbau

Jesus erzählt folgende Geschichte:  »Stell dir zwei Baumeister vor. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine, Jonas, hat immer einen Plan in der Tasche, der andere, Benjamin, legt am liebsten sofort los, ohne lange nachzudenken. 
Beide wollen ein Haus bauen. Jonas sucht lange nach dem idealen Platz. Als er ihn gefunden hat, zeichnet er einen Bauplan, trägt das ganze Werkzeug, das er zum Hausbau braucht, heran. Er prüft den Boden, und als er auf einen großen grauen Stein stößt, weiß er, dass er genau da bauen muss. ›Das ist ein guter Platz‹, sagt er. Es ist anstrengend, Löcher in den Felsen zu bohren, um die Balken dort zu verankern. Er braucht viel Zeit dafür. Die Leute aus seinem Dorf schütteln den Kopf: ›Jonas, warum machst du dir so viel Arbeit? Unten im Tal ist es doch viel einfacher, ein Haus zu bauen.‹
Unten im Tal baut nämlich Benjamin sein Haus. Direkt am Fluss, im weichen Sand. ›Während Jonas noch Löcher in Steine klopft, steht mein Haus schon fast!‹, ruft er den anderen zu. Das Haus steht in Rekordzeit! Wenn Benjamin aus dem Haus schaut, sieht er direkt auf den Fluss. ›Was für ein toller Ausblick‹, denkt er. 
Nach vielen Monaten ist Jonas endlich auch fertig mit seinem Haus. Es ist kleiner und einfacher gebaut, aber dafür steht es fest auf dem Boden.
Beide freuen sich an ihren Häusern.
Doch dann ändert sich das Wetter. Der Himmel wird dunkel, Regenwolken ziehen auf. Blitze und Donner kommen dazu. Der Regen wird immer stärker. Dann kommt noch Wind auf. Ein Sturm tobt über das Dorf. 
Der Wind drückt gegen das Haus von Jonas. Aber im Haus ist er geschützt. Das Haus zittert, aber es steht fest auf dem Felsen. 
Unten im Tal, bei Benjamin, sieht es anders aus. Das Wasser steigt. Der Fluss tritt über die Ufer und wird zum reißenden Strom. Der Sturm rüttelt an den Hauswänden. Der Sand unter dem Haus wird weggespült und reißt das Haus mit sich. Benjamin rettet sich schnell aus dem Haus. Von dem Haus blieben nur ein paar Bretter übrig.«

Warum Jesus diese Geschichte erzählt

Jetzt sind die Zuhörerinnen und Zuhörer gespannt, ob Jesus noch etwas zu der Geschichte sagt. Fragend sehen sie ihn an. Da sagt Jesus: »Der Fels ist wie das, was ich euch sage. Wenn ihr nach meinen Worten lebt, ist das so, wie wenn ihr ein Haus auf Felsen baut. Es ist ein fester Boden, auf dem kein Haus zusammenfällt. Auch wenn es schwierig wird, wenn es stürmt oder wenn ihr Angst habt, dann halten euch meine Worte fest.«

Matthäus 7,12

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Liebe ist nicht nur ein Wort (KuS 442, HuT 348);
Goldene Regel (Reinhard Horn: Aufeinander zugehen – gemeinsam Schätze teilen; KONTAKTE Musikverlag)

Gebet

Guter Gott, 
lass mich sehen, hören und fühlen, 
was meine Mitmenschen brauchen. 
Zeige mir, wie ich ihnen helfen kann. 
Lass mich das, was mir selbst guttut, 
an andere weitergeben. 
Amen. 

Kreative Umsetzung der Geschichte
»Komplimente-Runde«

Die Kinder sagen nacheinander etwas Nettes über ihre Sitznachbarn. Und hören von einem anderen Kind etwas Nettes. 

»Gute-Geschenke«

Papiertüten oder kleine Schachteln dekorieren (bemalen, bedrucken, bekleben …). Zettel mit Ideen für »gute Taten« beschriften und jemandem eine »gute Tat« schenken. 

Herz-Anhänger 

aus lufthärtender Modelliermasse ausstechen, Loch für Kordel durchstechen, trocknen lassen, dann anmalen. Herz auf Kordel fädeln. Verschenken an jemandem, dem man etwas Gutes tun möchte.

Der besondere Tipp:

N. Kamçılı-Yıldız/C. P. Sajak/G. Schlick-Bamberger

Kippa, Kelch, Koran
Mit religiösen Gegenständen Judentum, Christentum und Islam erschließen

Wer noch mehr über Einigendes (wie auch Unterschiede) in den abrahamitischen Religionen erfahren und darüber mit Kindern ab 6 Jahren ins Gespräch kommen möchte, findet in dieser Arbeitsmappe (DIN A4) umfangreiches Material:

  • Kopiervorlagen und Arbeitsblätter
  • Buch mit methodischen Hinweisen und Sachwissen
  • 21 DIN-A5-Fotokarten wichtiger Glaubenssymbole, die aussagekräftig sind (ohne diese Symbole für Anschauungszwecke unbedingt besorgen zu müssen)
  • 21 interreligiöse (Unterrichts-)Bausteine 

€ 25,00;  Best.-Nr.: 3809

Siehe hierzu auch die Buchrezension in KIGO-Extra 2

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Das rote Fahrrad

Marie hatte Geburtstag. Sie ist 5 Jahre alt geworden. Von ihrer Oma hat sie ein Fahrrad geschenkt bekommen. Es ist rot. Rot ist Maries Lieblingsfarbe. Marie kann schon gut Fahrrad fahren. Heute darf sie allein zum Spielplatz fahren. Er ist nicht weit von ihrem Zuhause weg. Ihre Mutter geht zusammen mit Maries kleinem Bruder Tom zu Fuß. Tom ist erst zwei Jahre alt und kann noch nicht Fahrrad fahren. Tom freut sich, dass er mit Marie auf den Spielplatz kann. 

Lena will mal fahren

Marie fährt bis zum Sandkasten. Da sitzt Lena, ein Mädchen aus ihrer Kindergartengruppe. Lena hat nichts zum Spielen dabei. Jetzt sieht sie Marie mit ihrem Fahrrad und freut sich, dass Marie endlich kommt. »Marie«, ruft sie, »darf ich mal mit deinem Fahrrad fahren?« Marie hält an: »Nein«, sagt sie, »das ist ganz neu. Das habe ich zu meinem Geburtstag bekommen. Da darf niemand außer mir damit fahren!« Lena ist traurig. Sie wäre gerne mit dem Fahrrad gefahren. Nur eine kleine Runde. 

Der Sturz 

Da ist Marie auch schon weitergefahren. Vom Sandkasten zum Kletterturm. Dort will sie als erstes hin. Sie wartet auf ihre Mutter und Tom. Aber es dauert, bis die beiden da sind. Tom kann wirklich noch nicht so schnell laufen. Da dreht Marie noch ein Runde. Sie will zurück am Sandkasten vorbei, aber da rutscht sie mit dem Vorderrad auf dem Sand aus und fällt hin. Gerade will sie anfangen zu weinen, da sieht sie Lena, die sich neben ihr herunterbeugt und ihr die Hand hinhält. Lena hilft ihr. Marie steht auf: »Danke, Lena«, sagt sie. »Hast du dich verletzt?«, fragt Lena, »Nein«, antwortet Marie. 

Die Goldene Regel

Dann überlegt Marie und fragt Lena: »Warum hast du mir geholfen? Bist du nicht sauer auf mich, weil ich dich nicht mit meinem Fahrrad habe fahren lassen?« Lena sagt: »Erst war ich traurig, und als ich gesehen habe, dass du hingefallen bist, dachte ich zuerst: geschieht dir recht! Aber dann ist mir etwas eingefallen, was Jesus einmal gesagt hat.« Jetzt ist Marie neugierig: »Was hat er denn gesagt, dass du mir hilfst?« Lena überlegt kurz: »Jesus hat gesagt: ›Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.‹« – »Und deshalb hast du mir geholfen?«, fragt Marie nach. »Ja«, antwortet Lena, »ich dachte, wenn ich jetzt mit meinem Fahrrad hingefallen wäre, dann würde ich wollen, dass du mir hilfst.«
Darüber muss Marie erst einmal nachdenken. Doch gleich wird sie aus ihren Gedanken gerissen. »Marie, ist etwas passiert?«, fragt ihre Mutter besorgt. Sie ist gerade mit Tom am Sandkasten ankommt. »Nein, nur ein kleiner Unfall. Nicht schlimm. Lena hat mir geholfen.«

Zusammen spielen mach mehr Spaß

Marie dreht sich wieder zu Lena um: »Lena, möchtest du eine Runde mit meinem Fahrrad fahren? Ich möchte dich das machen lassen, was ich auch selbst gerne mache.« Lena strahlt übers ganze Gesicht. »Danke, Marie. Ich fahre ganz vorsichtig.« 
Marie strahlt ebenfalls. Sie hat kapiert: Es macht viel mehr Spaß zusammen mit andern zu spielen.

Der besondere Tipp:

H. Gruschka/S. Brandt
Mein Kamishibai
Das Praxisbuch zum Erzähltheater

Die überarbeitete Neuauflage dieses Praxisbuches bietet ausgearbeitete Projektvorschläge aus den Bereichen

  • Bibel
  • Märchen
  • Musik
  • Naturwissenschaft 

€ 17,00;  Best.-Nr.: 3285

Der besondere Tipp:

Die Anderen
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

»Sind Wildschweine oder Hausschweine besser?« Die Antwort darauf soll ein Wettkampf bringen – bei dem dann ein Vorurteil nach dem anderen abhanden kommt.

Die 12 stabilen DIN-A3-Bildkarten, von Constanze Schargan illustriert, enthalten eine ausgearbeitete Textvorlage. 

  • Weg mit Vorurteilen
  • Empathie fördern und Selbstwertgefühl stärken
  • Geeignet auch für das Thema »Ich und die anderen«
  • Für Kinder ab 4 Jahren
  • Für Kita, Vorschule und Grundschule 

€ 18,00;  Best.-Nr.: 3411

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Ein guter Fußballer

Jeden Mittag, wenn Lukas seine Hausaufgaben gemacht hat, trifft er sich mit seinen Freunden auf der Wiese neben dem Spielplatz. Dort kann man prima Fußball spielen. Lukas ist ein guter Fußballspieler. Der beste in seiner Klasse. Er ist nicht nur ziemlich schnell, sondern trifft auch meistens das Tor. 

Die Teams sind schon voll

Heute, am Mittwochmittag, treffen sie sich wie jeden Tag zum Fußballspielen. Da steht plötzlich ein fremder Junge neben dem Platz. Er wohnt noch nicht lange in der Straße. Er sieht schüchtern aus und traut sich kaum, die andere zu anzusprechen. »Kann ich mitspielen?«, fragt er leise. Lukas sagt laut: »Nein, unsere Teams sind schon voll.« Die anderen Jungs lachen. Sam geht traurig davon. In diesem Moment fühlt sich Lukas echt gut. Sie spielen den ganzen Mittag. Schnell hat Lukas die Begegnung mit dem neuen Jungen vergessen. 

Geh nach Hause!

Am nächsten Tag wird alles anders. Mittags ist in der Schule ein Team von einer anderen Schule da. Jetzt sind Lukas und seine Freunde nicht mehr die Besten und die unumstrittenen Sieger. Max, ein Junge der anderen Mannschaft, der einen Kopf größer ist als Lukas, übernimmt das Kommando auf dem Fußballplatz. 
Als Lukas mit dem Ball zum gegnerischen Tor läuft, grätscht Max ihm unsanft zwischen die Beine. Lukas landet im Dreck. »Hey, pass doch auf!«, ruft Lukas.
Max lachte nur. »Hol dir den Ball doch wieder, Kleiner. Oder geh nach Hause zum Weinen.« Lukas holt tief Luft, sagt aber nichts. 

Übriggeblieben

Später, als die Mannschaften gewählt werden, steht Lukas als einziger am Rand. Keiner ruft seinen Namen. Niemand sieht ihn an. Keiner will ihn im Team haben. Da erinnert er sich an gestern. An den Neuen, den er nicht mitspielen ließ. »Genau so hat er sich auch gefühlt«, schießt es Lukas durch den Kopf. »Ich wollte nicht, dass Max so gemein zu mir ist. Aber ich war gestern genauso zu ihm. Ich weiß noch nicht einmal, wie er heißt.« Da fällt ihm ein Satz ein, den seine Oma ihm oft vorgelesen hat: »Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.« 

Der Neue heißt Samuel

Lukas holt tief Luft. Er wartet nicht darauf, dass Max und die anderen ihn doch noch mitspielen lassen. Er entdeckt den neuen Jungen, der alleine auf einer Bank sitzt und ein Buch liest. Lukas geht hin. »Hallo, ich heiße Lukas. Tut mir leid wegen gestern. Ich war echt ein Idiot«, sagt er. Der neue Junge schaut überrascht von seinem Buch auf. »Schon okay. Ich heiße Samuel.«

Ein neues Spiel

Lukas zögert kurz: »Willst du mit mir zum Klettergerüst? Da oben ist die Aussicht bestimmt besser als hier unten auf dem Fußballplatz, wo nur rumgeschrien wird.« 
Ein Lächeln breitet sich auf Samuels Gesicht aus. »Ja, klar!«
An diesem Tag spielen sie kein Fußball. Sie erfinden ein neues Spiel am Klettergerüst. Bald kommen zwei andere Kinder dazu, die auch keine Lust mehr auf Max und seine Gemeinheiten haben.

Die Goldene Regel

Lukas merkt etwas Wichtiges: Die Goldene Regel ist eigentlich ein ganz einfacher Trick. Wenn du willst, dass man dich anlächelt, fang an zu lächeln. Wenn du willst, dass man dich mitspielen lässt, lass andere mitspielen. Wenn du willst, dass jemand mit dir redet, rede mit anderen. Es ist eigentlich ganz einfach – man muss nur kurz überlegen, wie man sich selbst auf der anderen Seite fühlen würde.

Der besondere Tipp:

Herz-Box
Bastelbogen


Für nahezu alle Geschichten und Aktionen »mit Herz«.
Die Herz-Box kann auf einer Seite von den Kindern selbst ausgemalt werden, die andere Seite ist rot bedruckt. So ist es möglich, sie beidseitig zu verwendet.


In ihrem Inneren bietet sie Platz für kleine Überraschungen (wie ein Bonbon, einen kurzen Brief, ein kleines Bild, einen Pflasterstreifen oder ein Papiertaschentuch …).

€ 1,30 (ab 10 Ex. je € 1,20);

Best.-Nr.: 1781

junge-gemeinde.de

Matthäus 21,28–32

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Kommt ins Gespräch über folgende Fragen:

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder 

Liebe ist nicht nur ein Wort (KuS 442, HuT 348);
Wo Menschen sich vergessen 
(KuS 506, Wwdl 93, HuT 332, EGplus 75)

Psalm

Gebet nach Psalm 37 (KuS 655)

Gebet

Guter Gott, 
manchmal sage ich schnell »Ja«. 
Dann habe ich aber vielleicht doch keine Lust. Hilf du mir, dass ich nicht nur rede, 
sondern auch handle. 
Lass mich Gutes tun. 
Mach, dass ich helfe, wo Hilfe gebraucht wird. Zeige mir deine Wege. 
Zeige mir, wie ich dir folgen kann. 
Amen. 

Kreative Umsetzung der Geschichte
Hände, die helfen

Wie kannst du anderen helfen? 
Kinder zeichnen ihre Hand ab und schreiben oder malen darauf, wie sie anderen helfen können. Die Hände werden ausgeschnitten und auf ein Plakat geklebt.

Auftragsspiel

Die Kinder erhalten kleine Aufträge, die sie erfüllen sollen (z. B.: Hüpf auf einem Bein um den Stuhlkreis, singe ein Lied, räume die Liederbücher auf). Das Spiel kann auch als Einstieg vor der Geschichte gemacht werden. Lassen sich die Kinder auf die Aufgaben ein oder sagen sie »Nein«? 
Danach die Geschichte erzählen. 

WWJD-Armbänder

What would Jesus do? basteln.

Der besondere Tipp:

Rheinischer Verband für Kindergottesdienst
Erzählen mit allen Sinnen
Das Standardwerk für das Erzählen biblischer Geschichten

Dieses Buch ist Klassiker und Bestseller zugleich unter den Erzählbüchern und liegt in der aktualisierten 5. Auflage vor.
Das Erzählen biblischer Geschichten ist und bleibt der größte Schatz in der Kirche mit Kindern. Die über 50 unterschiedlichen Erzählmethoden – die zusammen mit Erzählbeispielen vorgestellt werden – bieten Mitarbeitenden ein breites Spektrum an Möglichkeiten (je nach Gruppengröße, -alter, Vorbereitungszeit und 
Materialfundus). Es enthält:

  • Beschreibung der Methode
  • Altersangabe
  • Materialliste
  • Vorbereitung
  • Möglichkeit der Beteiligung für Kinder
  • Erzählbeispiele


Für die Arbeit mit Kindern ab 3 Jahren.

€ 22,90; Best.-Nr.: 2065

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Zeit für die Ernte

III. Erzählung

Zeit für die Ernte

Jesus erzählt diese Geschichte:
Es ist ein schöner Morgen. Die Sonne scheint schon heiß vom Himmel. Früh am Morgen geht ein Bauer hinaus zu seinem Weinberg. »Ob wir heute endlich mit der Ernte beginnen können?«, fragt er sich. Die Trauben sehen gut aus. Er probiert hier eine, dort eine und dann weiß er, dass es jetzt endlich losgehen kann. »Die Ernte wird gut«, denkt er. »Wenn meine beiden Söhne Jakob und Matthias mir helfen, dann kommen wir heute gut voran.« 

Jakob hat keine Zeit

Schnell geht er zurück nach Hause. »Jakob, Matthias!«, ruft er laut. Erst nach dem zweiten Mal kommt Jakob aus der Tür. »Was ist los?«, fragt er verärgert. »Jakob, ich brauche deine Hilfe. Komm mit in den Weinberg. Es geht los. Die Trauben sind reif!« – »Was, heute?«, Jakob klingt nicht begeistert. »Ich habe keine Zeit und auch keine Lust. Ich bin mit meinen Freunden verabredet.« Sein Vater schaut ihn an. »Du willst mir nicht helfen?« – »Nein, Vater, heute nicht. Vielleicht morgen.« Er dreht sich um und geht zurück ins Haus. Sein Vater sieht ihm traurig nach. 

Matthias verspricht zu helfen

Dann dreht er sich auch um und geht hinter das Haus. Dort findet er Matthias, seinen jüngeren Sohn. »Matthias, ich brauche deine Hilfe. Komm, die Trauben sind reif. Wir fangen heute an zu ernten.« – »Ja, Vater, ich komme gleich«, sagt Matthias und geht zurück ins Haus. 

Die Weinlese

Der Bauer holt alles, was sie für die Weinlese brauchen aus der Scheune. Er geht schon voraus zum Weinberg und fängt an. Immer wieder hält er an und schaut zurück zum Haus. »Wo Matthias nur bliebt?«, fragt er sich. Endlich sieht er jemanden den Weinberg heraufkommen. »Das ist doch Jakob, nicht Matthias«, denkt er. Jakob sagt zu seinem Vater: »Vater, hier bin ich. Ich kann mich auch ein anderes Mal mit meinen Freunden treffen.« Er nimmt einen Eimer und ein Messer und fängt an, Trauben zu ernten. 

Wo bleibt Matthias?

Sein Vater freut sich, dass Jakob gekommen ist. Aber wo bleibt Matthias? Schließlich fragt er Jakob: »Weißt du, wo Matthias steckt?« Aber Jakob zuckt nur mit den Schultern: »Ich weiß nicht, ich habe ihn nicht gesehen.«
Als es Abend wird, machen der Vater und sein Sohn Feierabend. Sie machen sich auf den Heimweg. Ohne Matthias. Er ist nicht mehr gekommen.«

Das Richtige tun

Als Jesus mit der Erzählung fertig ist, schauen seine Zuhörerinnen und Zuhörer ihn gespannt an. Da fragt Jesus sie: »Was denkt ihr, wer von beiden hat das Richtige getan? Jakob, der erst Nein gesagt hat und dann doch geholfen hat? Oder Matthias, der zuerst Ja gesagt hat, dann aber nicht kam?« Alle sind sich einig: Jakob, der zuerst nicht helfen wollte, es dann aber trotzdem getan hat. Jakob hat das Richtige getan. 

Der besondere Tipp:

Die Kreativtasche
Die praktische Grundausstattung für die Gestaltung von Legebildern in Gottesdienst, Kindergruppen und Religionsunterricht

Diese Tasche platzt aus allen Nähten und bietet haufenweise bunte Ideen für gutes Erzählen. 

Neben einem Ideen- und Anleitungsbuch gibt es Filzzuschnitte, Tücher, Kordeln, Stern … – alles ist immer griffbereit in der praktischen Jutetasche (26 x 38 cm). Der genaue Inhalt ist im Shop aufgelistet. 

€ 149,00; Best.-Nr.: S1209


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Erzählung für Ältere

Gespräch über wichtige Dinge

Jesus ist mit seinen Jüngerinnen und Jüngern unterwegs in Jerusalem. Da kommen die Hohenpriester und Ältesten zu ihnen. Sie unterhalten sich mit Jesus über wichtige Dinge des Lebens und des Glaubens. Jetzt möchte Jesus erklären, dass Worte allein nicht ausreichen, sondern dass es darauf ankommt, wie man tatsächlich handelt. Doch wie soll er das verständlich machen? Jesus erzählt dazu diese Nachdenkgeschichte:

Es gibt viel zu tun

Ein Mann, ein Weinbauer, geht hinaus zu seinem Weinberg. Es gibt viel zu tun. Das ganze Jahr über. Mal müssen die Reben zurückgeschnitten werden, mal werden sie festgebunden, damit die Trauben nicht im Dreck liegen. Dann ist es Zeit für die Ernte. Oder es muss Unkraut entfernt und der Boden gedüngt werden. Es ist viel Arbeit. Der Mann hat zwei Söhne. Jakob und Matthias. Er geht nach Hause, um die beiden zu holen. »Sie können mir helfen. Dann geht es schneller«, denkt der Bauer. 

Die beiden Söhne sollen helfen

»Matthias, Jakob! Kommt mit in den Weinberg. Ich brauche eure Hilfe!« Keiner der beiden kommt aus dem Haus. Er ruft lauter: »Jakob, Matthias!« Jetzt schaut Jakob durch die Tür. »Ja, Vater, was gibt es?« »Jakob, ich war im Weinberg. Die Trauben sind reif. Wir fangen jetzt mit der Ernte an. Komm mit.« Jakob verzieht sein Gesicht. Er überlegt, was er sagen soll. »Aber, Vater, das geht doch nicht. Ich bin mit Freunden verabredet. Ich kann dir heute nicht helfen.« Jakob dreht sich um und geht wieder ins Haus. Sein Vater schaut ihm traurig nach. Dann geht er zur Scheune, um alles zu holen, was er für die Weinlese braucht. Da sieht er Johnannes, der hinter dem Haus in der Sonne sitzt. »Matthias, komm, ich brauche deine Hilfe. Im Weinberg.« Matthias schreckt auf. Er hat seinen Vater gar nicht gehört. »Vater, bei was brauchst du meine Hilfe?« »Die Trauben sind reif. Wir können heute anfangen mit der Weinlese.« Da steht Matthias schnell auf. Er schaut seinen Vater fröhlich an und sagt: »Ja, klar helfe ich dir. Trauben ernten ist super! Ich ziehe mir nur schnell noch Schuhe an, dann komme ich.« Der Vater freut sich. Wenigstens Matthias hilft ihm. Das ist prima! »Matthias, ich gehe schon zum Weinberg, komm einfach nach!« »Ja, das mache ich!« 

Jakob hilft, Matthias bleibt weg

So geht der Weinbauer wieder zu seinem Weinberg. Langsam wird es heiß. »Das wird anstrengend«, denkt er. Die Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel. Er fängt an, die ersten Trauben abzuschneiden. Immer wieder schaut er zurück zum Haus. »Wo Matthias bloß bleibt?« Die Zeit vergeht. Dann kommt endlich jemand den Weg herauf. »Endlich«, denkt der Bauer. Aber es ist ja gar nicht Matthias! »Das ist ja Jakob,«, sagt er erstaunt vor sich hin. »Jakob, wie schön, dass du doch noch kommst!« »Ja, Vater. Ich habe es mir überlegt. Mit meinen Freunden kann ich mich auch noch ein anderes Mal treffen, wenn die Traubenernte vorbei ist. Jetzt ist es wichtiger, dir zu helfen.« »Das freut mich«, sagt sein Vater. »Jakob, weißt du wo Matthias bleibt?« Jakob zuckt mit den Schultern. »Weiß nicht.« Er sieht sich um, aber da ist niemand, der ihm folgt. »Vielleicht sitzt er wieder in der Sonne und träumt und vergisst alles um sich herum«, sagt Jakob mit einem Grinsen. »Ja«, seufzt sein Vater, »das kann sein.«

Sagen und Tun

Als Jesus mit der Geschichte am Ende angekommen ist, schauen ihn seine Zuhörerinnen und Zuhörer erwartungsvoll an. »Sicher kommt da noch ein Kommentar dazu«, denken sie. Jesus fragt die Hohepriester und Ältesten: »Was denkt ihr, wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt?« Sie antworten: »Natürlich Jakob! Obwohl er zuerst Nein gesagt hat, hat er seinem Vater später doch geholfen. Matthias hat zwar versprochen zu helfen, hat es dann aber nicht getan.« 
Da sagt Jesus zu ihnen: »Wenn Gott euch etwas aufträgt – wie reagiert ihr dann?« Die religiösen Autoritäten schauen sich verunsichert an. Die Frage macht sie nachdenklich. Jesus spricht weiter: »Ihr sagt oft, dass ihr Gott gehorcht. Aber manchmal tut ihr nicht das, was ihr sagt. Eure Worte stimmen nicht immer mit euren Taten überein.« Die Männer werden unruhig und fragen sich, ob Jesus recht hat.
Jesus erklärt: »Es gibt Menschen, die zuerst sagen, dass sie Gott nicht folgen wollen, aber später ihr Verhalten ändern. Sie merken, dass sie anders handeln sollten – und tun es dann auch. Diese Menschen sind Gott oft näher als diejenigen, die behaupten, alles richtig zu machen, es aber nicht tun.«
Dann sagt Jesus: »Ihr kennt die Botschaft von Johannes dem Täufer und das, was ich euch lehre. Ihr sagt zwar, dass ihr Gott folgt. Aber manchmal zeigt euer Handeln etwas anderes. In der Geschichte vom Weinberg seid ihr wie Matthias.«

Tun, was Jesus sagt – Das Gleichnis vom Hausbau

Matthäus 7,24–27

I. Vorüberlegungen

Zur Planung des Kindergottesdienstes

Material: Kissen, Bauklötze

Die Farben bedeuten:
Grün: »Hier gelingt mir das Umsetzen von Jesu Worten gut.«
Gelb: »Hier bin ich unterwegs.«
Rot: »Hier brauche ich neue Ideen oder Unterstützung.«
Alle schreiben auf jede Karte einen kurzen Gedanken, danach Austausch im Plenum. Hinweis: Niemand muss Inhalte offenlegen, alles bleibt freiwillig.

Zum Text / Zum Thema

Die Gegenüberstellung zweier Lebensweisen hat in der Weisheitsliteratur Israels eine lange Tradition (so findet man sie auch in Psalm 1, wo der Mensch, der Gottes Weg folgt, mit einem tief verwurzelten Baum verglichen wird).
Im Zentrum steht also das Verhältnis von Hören und Tun. Es reicht nicht, Jesu Worte gut zu finden – sie sollen das Leben prägen. Damit stellt Jesus seine Zuhörenden vor eine Entscheidung: Will ich wie der kluge Bauherr handeln oder wie der törichte?

Die Kinder und der Text / das Thema

Felsen = Sicherheit
Sand = Unsicherheit
Haus = Schutz
Sturm = schwierige Situationen
Stabile Grundlagen sind wichtig – sowohl beim Bauen als auch im Leben.

II. Gottesdienstvorschlag

Lieder

Bau nicht dein Haus auf den losen Sand 
(KuS 446, HuT 278, Einfach Spitze 132);
Liebe ist nicht nur ein Wort (KuS 442, HuT 348);
Du machst mir Mut (KKL 332)

Eingangsgebet 

(siehe Dbd 2026, S. 62)

Psalm 

(siehe Dbd 2026, S. 59-60)

Geschichte: Das Gleichnis als Theaterspiel

Siehe Seite II Gottesdienstvorschlag

Fürbitte: Ampelgebet 

Material: pro Kind je 1 grüne, gelbe, rote Karte
Mitarbeiter*in (Mia): »Wie im Straßenverkehr zeigt uns die Ampel, was gerade wichtig ist. Beim Beten hilft uns die Ampel auch. Jesus erzählt, dass wir unser Leben auf festen Grund bauen sollen. Wir beten jetzt mit den drei Ampelfarben.«
(Kinder nehmen die grüne Karte.)

Mia: »Grün ist die Farbe des Dankes. Überlegt jetzt kurz: ›Wofür bin ich dankbar? Wofür möchte ich Gott danken – auch für andere Menschen?‹« (Stille)
Mia: »Wenn ihr soweit seid, legt die grüne Karte still in die Mitte.«
(Kinder legen grüne Karten ab)
Mia: »Ich sage euch einen Satz vor, dann sprechen wir ihn nochmal gemeinsam nach:
Guter Gott, wir danken dir für alles, was uns und anderen Menschen Halt gibt.«
(Kinder nehmen die gelbe Karte.)
Mia: »Gelb steht für unseren Weg. Manches schaffen wir schon gut, manches üben wir noch. Denkt kurz darüber nach: ›Wobei brauche ich Gottes Hilfe? Wer in meinem Leben braucht heute besondere Begleitung?‹« (Stille)
Mia:»Legt eure gelbe Karte still in die Mitte, wenn ihr bereit seid.«
(Kinder legen gelbe Karten ab.)
Mia: »Ich sage euch einen Satz vor, dann sprechen wir ihn nochmal gemeinsam nach:
Gott, begleite uns und alle Menschen, die Hilfe brauchen, auf ihrem Weg.«
(Kinder nehmen die rote Karte.)
Mia: »Rot steht für Mut und Stärke. Überlegt in der Stille: ›Wofür brauche ich Mut? Und wer braucht diese Woche Mut?‹ Vielleicht jemand aus der Schule, jemand die krank ist oder Angst hat?« (Stille)
Mia: »Legt die roten Karten ebenfalls still in die Mitte, wenn ihr fertig seid.«
(Kinder legen rote Karten ab)
Mia: »Ich sage euch einen Satz vor, dann sprechen wir ihn nochmal gemeinsam nach:
Gott, schenke uns und allen Menschen, die wir dir anvertrauen, Mut und gute Ideen.«
Mia: »Zum Schluss sprechen wir gemeinsam einen Satz von Jesus. Ich spreche ihn vor, gemeinsam wiederholen wir ihn:
Wer meine Worte hört und danach handelt, der baut sein Haus auf Fels.« 
Mia: »Gott, begleite uns, damit unser Leben auf festem Grund steht.«

Segen 

(Dbd 2026, S. 61)

Das Gleichnis als Theaterspiel

Rollen: Erzählperson, Gescheitle (Arbeitskleidung und Schaufel), Dümmling (mit Hawaii-Hemd und Sonnenbrille), Kinder als Handwerk*innen und Wettermacher*innen (Wind, Regen, Donner, Blitz) 
Bühnenbild: Links Sand (gelber Stoff), rechts Felsen (grauer Stoff);
Requisiten: Kartons für Häuser, Liegestuhl, Cocktail-Getränk für Herrn Dümmling, silbernes Tuch für Blitze, 2 Tassen und Teekanne; optional: Werkzeuge, Schubkarren, Eimer, ein bisschen Baumaterial 

1. Szene: Einführung

Erzählperson (E) tritt vor.
E: Es waren einmal zwei Männer. Beide wollten ein Haus bauen. Der eine war klug, wirklich klug. So klug, dass manche sagten: »Der weiß sogar, wann es morgen regnet.« 
(Kinder nachsprechen lassen)
Der klug Mann hieß Herr Gscheitle.
Gscheitle: (verbeugt sich, freundlich) Grüß Gott miteinander! Und keine Sorge: Ich baue ein ordentliches Haus.
E: Der andere der beiden Männer aber dachte selten nach. Er handelte einfach drauflos. Alle sagten immer nur: »Ach, unser lieber Dümmling …« (Kinder nachsprechen lassen)
Dümmling: (springt lachend vor) Hallo! Ich bin der Dümmling! Wieso sagen alle das eigentlich so komisch? Dümmling klingt doch … wie ein lustiger Name, finde ich.
Gscheitle: (freundlich erklärend) Weil du manchmal etwas vorschnell bist, lieber Dümmling.
Dümmling: Ach, pfff! Dafür bin ich SCHNELL! Und praktisch! Und ein Super-Baumeister – wartet’s ab!

2. Szene: Die Wahl des Bauplatzes

Dümmling stapft in den Sandplatz.
Dümmling: Ha, hier ist alles weich und schön warm! Ich nehme diesen Platz! Da kann ich mich während des Bauens hinlegen.
Gscheitle: (schaut skeptisch) Aber das ist Sand. Sand rutscht. Sand gibt nach. Im Sand hält kein Haus lange.
Dümmling:  (winkt ab) Ach was! Wenn Sand schlecht wäre, warum bauen Kinder dann die besten Burgen der Welt darin? (Wartet kurz) Siehst du!
Gscheitle: (zeigt auf den Felsen) Ich baue lieber dort drüben. Das ist Fels, hart und stabil. Es dauert zwar länger, aber es wird halten.
Dümmling:  (grinsend) Und während du noch Steine schleppst, liege ich schon gemütlich im Liegestuhl.

3. Szene: Bauarbeiter + Lieder

E: Beide machten sich an die Arbeit. Sie besorgten Holz, Steine, Stroh und Werkzeug.
(Handwerker-Kinder machen Bewegungen: hämmern, sägen, Eimer tragen, Mörtel mischen, Stroh bündeln)

Lied: Der schnelle Dümmling

(Melodie: Wer will fleißige Handwerker sehn?)
Wer will eilige Handwerker sehn?
Der muss zu dem Dümmling gehn.
Stein auf Stein, Stein auf Stein,
setzt er in den Sand hinein.
Dümmling: (wirft Steine wild übereinander) Fertig! Und jetzt ab in den Liegestuhl! Gscheitle, willst du nicht auch mal kurz Pause machen? Ich hab noch einen zweiten Stuhl.
Gscheitle: (schwitzend) Danke, nein, ich baue lieber weiter.

Lied: Der fleißige Gscheitle

Wer will fleißige Handwerker sehn?
Der muss zu Herrn Gscheitle gehn.
Stein auf Stein, Stein auf Stein,
baut er auf den Felsen ein.

Dümmling: (ruft) Du baust ja immer noch! Willst du vielleicht meine Schaufel leihen? (zeigt ihm seinen Cocktail) Die ist super-flach und extra-schnell.
Gscheitle: Danke. Aber manche Dinge brauchen einfach ihre Zeit.
Dümmling: (gähnt) Zeit hab ich jetzt reichlich. Ich bin ja schon fertig.

4. Szene: Das Gewitter

E: Doch dann zog ein Gewitter auf.
(Wetterkinder, zuerst ruhig, dann lauter und wilder)

Dümmling: (zuerst entspannt) Ach, ein bisschen Regen macht gar nichts. Ich sitze gemütlich im Sand.
(Wetterkinder geben alles) 
Dümmling: (schaukelnd) Hoppla! Mein Haus wackelt ja. Sogar sehr. Aaaaah! Hilfe! Mein Haus stürzt ein! (leichtes Material umwerfen)
Dümmling: (entsetzt, nass) Mein Haus! Alles kaputt! Und meine Sandburg auch. Und ich bin ganz nass. 
E: Gscheitle schaut aus dem Fenster seines stabilen Hauses.
Gscheitle: (ruft) Dümmling! Komm schnell! Hierher, zu mir, in mein Haus!

5. Szene: Hilfe und Versöhnung

(Gscheitle öffnet die Tür.)
Dümmling: (zitternd) Danke. Hm, dein Haus hat nicht mal gewackelt! Wie hast du das gemacht? Zauberei? Superkleber? Geheimrezept?
Gscheitle: (lacht) Nein. Einfach nur Fels. Ein gutes Fundament. Wenn du willst, helfe ich dir morgen, ein neues Haus zu bauen. Auf Fels. Ein richtig stabiles.
Dümmling: (erleichtert) Danke! Dann werde ich vielleicht irgendwann auch ein Gscheitle. Oder … ein Halb-Gscheitle! Oder wenigstens ein bisschen weniger Dümmling.
(Beide sitzen am Tisch und »trinken« Tee.)

Kinderpredigt 
Daran können sich folgende Gedanken anschließen:
Jesus hat einmal diese Geschichte erzählt, die uns zum Nachdenken bringt. Dabei wollte er uns nicht erklären, wie man ein echtes Haus baut. Er wollte uns zeigen, wie wir unser Leben bauen sollen – mit seinen Worten.
Jesus sagt: Der kluge Mann ist wie jemand, der die Worte hört, die ich sage – und sie dann auch wirklich tut.
Das ist der große Unterschied:
Der dumme Mann hörte zwar, dass Sand nicht trägt, aber er kümmerte sich nicht darum.
Der kluge Mann hörte, dass der Fels stark und sicher ist, und er baute genau darauf.
So ist es auch bei uns heute: Wir hören die Worte, die Jesus sagt: Sei freundlich. Teile mit anderen. Helft einander. Sei ehrlich.
Doch klug ist nur der, der zuhört, was Jesus sagt und das Gehörte auch lebt.
Wenn wir nach Jesu Worten handeln, haben wir ein festes Fundament – wie ein Haus, das auf einem Felsen steht.
Und wenn ein Sturm kommt, bleiben wir stehen, weil wir auf den Worten Jesu gebaut haben.

IV. Kreativideen

Fleißige Handwerker*innen

Für den Gottesdienst eignen sich unterschiedliche Aktionen mit Bauklötzen. Große Freude und Ausdauer haben Kinder, wenn sie mit Stäben hohe Türme bauen können (z. B. Jenga).

Steintürmchen bauen

Steine sind zwar hart und stabil und sie aufeinander zu stapeln ein Balanceakt, dennoch macht es Spaß, zu versuchen, sie zu stapeln. 

Magischer Sand

Wenn ihr im Internet danach sucht, findet ihr Rezepte, wie man aus Sand und Stärke eine magische Flüssigkeit herstellt. Bitte vorher testen, die Rezepte gelingen unterschiedlich gut.

Bunte Häuser auf Stein

Malt auf Steine euer Traumhaus. Daraus kann auch ein Dorf oder eine ganze Stadt entstehen.

Foto: © Markus Grapke

Bauarbeiter*innen-Parcours

Bewegungsaktion: »Baumstämme« (Stangen) tragen, Hindernisse überwinden, Bausteine von A nach B bringen. Perfekt für Kinder, die sich bewegen wollen.

Der besondere Tipp:

Dynamotaschenlampen in rot und blau
Unabhängig von Batterien 

Die Dynamo-Taschenlampe ist schnell einsatzbereit: Nach einiger Zeit des manuellen »Pumpens«, ist der Akku geladen und die zwei hellen LED-Lampen leuchten. Wenn das Licht schwächer wird, kann schnell und einfach wieder aufgeladen werden. 

Da keine Batterien benötigt werden, ist der Einsatz völlig unabhängig und zudem wird die Umwelt geschont. 
Der Aufdruck »Licht auf meinem Weg« erinnert an die Zusage aus Psalm 119.

€ 5,30 (ab 10 Ex. je € 5,00)

blau: Best.-Nr. 1717

rot: Best.-Nr. 1718

junge-gemeinde.de

Sagen oder Tun? – Das Gleichnis von den ungleichen Söhnen

Matthäus 21,28–32

I. Vorüberlegungen

II. Gestaltungsvorschlag für einen Gottesdienst

Eingangsgebet

Guter Gott, wir sind jetzt hier bei dir. 
Du kennst uns: unsere Worte und unsere Taten, unsere guten Ideen und unsere Fehler. 
Sei heute bei uns und mache 
unsere Herzen offen, unsere Ohren wach und unsere Schritte mutig. 
Hilf uns, Menschen zu werden, 
auf die man sich verlassen kann. Amen. 

Ice-Breaker

In der Mitte liegt eine große, grüne Karte, auf der JA steht und eine große, rote Karte mit NEIN. Alle bilden einen Kreis um die Karten.

Mini-Anspiel: 

1: Hey, ich brauche kurz deine Hilfe. Kannst du mir bitte schnell eine Schere holen?
2: Ja, klar, mach ich.
(2 bleibt stehen und macht nichts. Sollten einige Kinder irritiert sein und lachen, muss das an dieser Stelle ausgehalten werden.)
1: (an 3 gerichtet) Könntest du mir bitte eine Schere bringen?
3: Boah, ne, geht grad echt nicht.
1: Hmm …
(3 wartet kurz, geht dann doch, kommt mit Schere wieder, die sie 1 hinhält)
3: Hier, bitte schön
1: Oh, super! Vielen Dank.
Mitarbeiter*in: (an Kinder gerichtet) Kennt ihr das? Jemand sagt etwas, und später passiert etwas ganz anderes als das, was er gesagt hat? Zum Beispiel sagt jemand: »Ja, ich helfe dir gleich«, aber dann hilft die Person doch nicht. Oder jemand anders sagt: »Nein, das mach ich nicht«, und dann macht sie es doch. 

(Kindern Zeit lassen für ihre Antworten; das Gesagte muss nicht kommentiert werden.)
Mitarbeiter*in: Ihr hört gleich ein paar Sätze. Ihr entscheidet euch: Sagt ihr eher »JA« oder »NEIN« dazu. Stellt euch dann zu der entsprechenden Karte: grün für Ja, rot für Nein. Hier gibt es keine richtige oder falsche Entscheidung. Es ist einfach eure eigene Entscheidung. Und das zählt.
Einige Beispiele: 

Für Ältere können auch komplexere Situation gewählt werden (einige Beispiele): 

Es geht hier darum, Erfahrungen »sichtbar« zu machen. Nach jedem Satz fragt der/die Mitarbeiter*in kurz: »Und würdet ihr es dann auch wirklich tun? Oder würdet ihr eure Meinung später ändern?«

Geschichte

Wie ihr seht, ist es gar nicht immer so einfach, sich zu entscheiden: Sage ich Ja oder Nein? Und mache ich dann auch wirklich das, was ich gesagt habe? 
Auch zur Zeit von Jesus gab es schon solche Situationen. Und Jesus hat den Menschen eine kurze Geschichte erzählt über diese Frage: »Kann ich mich auf jemanden verlassen?«

Rollenspiel 

Rollen: Vater, Sohn 1, Sohn 2 
Auf der Bühne sitzen die beiden Söhne, einer am linken Rand, der andere am rechten. Beide sind gemütlich am Lesen. Vater tritt mittig auf.
Vater: (an die Kinder gerichtet) Hallo zusammen! Ich komme gerade vom Weinberg. Da arbeite ich. Und heute gibt es da besonders viel Arbeit. Ich brauche ein bisschen Hilfe. Deshalb frage ich meinen Sohn Nathanael. 
(Geht zu Sohn 1)
Vater: Hallo, Nathanael, geh bitte in den Weinberg und hilf mir. Ich brauche deine Hilfe. 
Nathanael: Nein, Papa, ich hab grad keine Lust. Du siehst doch, dass ich lese. 
(Vater geht zurück zur Mitte,setzt sich; Nathanael steht auf.)
Nathanael: Oh Mann! Das war nicht fair von mir. Mein Vater braucht meine Hilfe … deshalb gehe ich in den Weinberg, um ihm zu helfen. 
(Nathanael geht ab.) 
(Vater steht auf, geht zu seinem Sohn Ruben.)
Vater: Hallo, Ruben, gehst du bitte in den Weinberg und hilfst mir dort bei der Arbeit? 
Ruben: Natürlich, Papa, das mach ich sofort!
Vater: Vielen Dank! 
(Vater geht zurück zur Mitte; Ruben bleibt sitzen, liest weiter.)
Mitarbeiter*in: (an die Kinder gerichtet)
In der Geschichte hat einer der Söhne zuerst Nein gesagt. Vielleicht war er wütend. Auf jeden Fall hatte er keine Lust. Aber etwas später hat er gemerkt: »Mein Vater braucht mich. Ich will das Richtige tun.« Und dann ist er losgegangen und hat geholfen. 
Der andere Sohn hat Ja gesagt. Das hörte sich so an, als könnte man sich auf ihn verlassen. Doch er hat sein Wort nicht gehalten.
Damit zeigt die Geschichte etwas sehr Wichtiges:
Verlässlich ist nicht, wer die schönsten oder lautesten Worte sagt, sondern, wer am Ende wirklich handelt.
Jesus macht Mut: Wir dürfen unsere Meinung ändern. Wir dürfen neu anfangen. Gott freut sich, wenn wir gute Entscheidungen treffen, egal, ob wir dafür einen zweiten Versuch brauchen.
Und die Geschichte erinnert uns:
Andere Menschen vertrauen uns: unsere Freunde, Eltern, Geschwister, Lehrerinnen und Lehrer. Alle hoffen, dass wir das tun, was wir sagen. 
So entsteht Vertrauen.
So entsteht Frieden.
So entsteht Gemeinschaft.
Und Gott ist dabei an unserer Seite. Er hilft uns, mutig zu sein und ehrlich zu sein. Und Menschen zu sein, auf die man sich verlassen kann.

III. Kreative Vertiefung

Entscheidungsspur

Die Kinder überlegen konkret, wo sie nicht nur reden, sondern handeln wollen.
Material: Tonpapier oder buntes Bastelpapier, Stifte (dick/dünn), Buntstifte oder Filzstifte, Scheren, evtl. Sticker oder kleine Symbole (wie Herzen, Hände, Sterne)
Die Kinder stellen ihren Fuß auf ein Papier, zeichnen den Umriss nach und schneiden den Fuß aus. Da hinein schreiben/malen sie, was sie Gutes tun und verlässlich sein wollen. Die folgenden Fragen können dabei helfen: 

Einige Beispiele, damit die Kinder eine Idee bekommen: Ich teile mein Spielzeug, ich helfe beim Aufräumen, ich tröste jemanden, der traurig ist, ich sage ehrlich, wenn ich einen Fehler gemacht habe (oder Situationen aus dem »Ice-Breaker«).
Die Kinder sollen ihre Aussagen/Gedanken dann in ihrer ganz eigenen Sprache formulieren und aufschreiben können.
Dann können die Fußspuren mit Symbolen/Stickern verziert werden.
Am Ende werden alle Fußabdrücke zu einer großen Spur gelegt (aufgehängt). So entsteht ein »Weg der Verlässlichkeit«
Wichtig: Es geht um keine (moralische) Bewertung der Ziele der Kinder. Kein Ziel ist zu klein. Auch kleine Schritte sind echte Schritte. 

Abschlussimpuls

Aus vielen kleinen Schritten entsteht ein großer Weg. Wenn wir verlässlich handeln, entsteht etwas Starkes und Schönes für alle. Unser Handeln hat eine Wirkung für die Gemeinschaft. Wir gehen gemeinsam unseren Weg, und wenn es mal nicht klappt, ist das nicht schlimm. 

Fürbittengebet mit Bewegung

Die Kinder können nach jeder Bitte einen Schritt nach vorne machen oder mit dem Fuß aufstampfen.
Gott, wir bitten dich
… für alle Kinder, denen es schwerfällt, 
den ersten Schritt zu machen. (Schritt)
… für alle Erwachsenen, die viel sagen, 
aber wenig Zeit haben. (Schritt)
… für alle, die einen Fehler gemacht haben und denken, es ist zu spät. (Schritt)
Zeig uns Wege, wie wir nicht nur über Liebe sprechen, sondern sie auch leben können.
Amen.

Segen mit Bewegungen im Kreis

(Hände nach vorne strecken)
Gott segnet deine Hände, damit sie Gutes tun.
(Einen Fuss nach vorne stellen)
Gott segnet deine Schritte, damit man sich auf dich verlassen kann.
(Hände aufs Herz legen)
Gott segnet dein Herz mit Mut und Liebe.
(An den Händen halten)
Gott segnet unsere Gemeinschaft. Amen.

Der besondere Tipp:

Mika Sinn/Carolin Widmaier
Sketchboard
Malend erzählen. Eine kreative Form der Verkündigung für Kinder

»Ich kann nicht malen« – diese Aussage stimmt mit diesem Buch nicht mehr. Außerdem bereichert malen – auch auf einfache Weise – das Erzählen von Geschichten.
Auf einer großen Zeichentafel (oder Vergleichbarem) entstehen aus Kästchen, Strichen, Kreisen, simplen Symbolen einzelne Szenen zur (biblischen) Geschichte. 
Selbst einfachste visuelle Impluse verankern Gehörtes – gerade bei Kindern – sehr eindrücklich. 

€ 19,95; Best.-Nr.: 3513

junge-gemeinde.de

Matthäus 13,3–9

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Schaut euch das Bild an. 

  • Was kannst du entdecken, was fällt auf?
  • Findet Worte, die anstelle der Punkte gut einsetzbar sind: »… ist das, was sich verdoppelt, wenn man es teilt« (z. B. Liebe, Leid, Hoffnung, Trost, Freude …). Gibt es Doppelungen, Gegensätze?
Zum Text / Zum Thema

Die Kernbotschaft Jesu ist, dass das Himmelreich nicht fern, zukünftig oder unerreichbar ist, sondern bereits wirksam existiert, jedoch noch nicht in vollem Umfang. 

Die Kinder und der Text / das Thema

1. »Gleichnisse sind wie Geschichten mit einer versteckten Bedeutung. Manchmal muss man ein bisschen nachdenken, um zu verstehen, worum es geht.«
2. »Manche Gleichnisse sind traurig, aber sie zeigen uns, dass das Leben nicht immer einfach ist.«
3. »Gleichnisse können manchmal alte Weisheiten enthalten, die auch heute noch wichtig sind.« (s. aktueller PKG, S. 98)

In der Natur ist zu sehen, was aus kleinem Samen wird. Wachsen und Werden sind urmenschliche Erfahrungen: Mein Körper wächst und wird. Die Pflanzen auf Feldern und in Wäldern wachsen und werden.

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lied 

Alles muss klein beginnen (KuS 406, KKL 302)

Eingangsspruch 

(mit Gesten)
Siehe »Zur ganzen Reihe«, Seite 148

Segensgebet

Lieber Gott, lass mich wachsen.
(Aus Hocke aufrichten, Hände nach oben recken)
Sei du bei mir. (Arme vor Brust kreuzen)
Schenk mir gute Gedanken.
(Hände seitlich an Kopf legen)
Und nimm mir die Last von den Schultern.
(Hände auf Schultern legen)
Lass mich mein Herz fühlen.
(Hände auf Herz legen)
Schenk mir Kraft und Geduld
(Hände zu Schale formen, vor den Körper halten)
Lass mich Teil einer Gemeinschaft sein.
(Einander an Händen fassen)
Segne uns alle. Amen. (Verbeugen)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Schatzkiste – mögliche Einführung

(s. »Fortlaufendes Element«)

Heute habe ich eine besondere Schachtel mitgebracht (liebevoll über Schachtel streichen). Sie ist golden. Es muss etwas so Wertvolles wie Gold darin sein. Manche Menschen sagen: »Gleichnisse sind wertvoller als Gold.« Ist vielleicht ein Gleichnis in unserer goldenen Schachtel?
Vielleicht erinnert euch die Schatzkiste auch an ein Geschenk. Die Geschichte, die wir heute hören, ist auch ein Geschenk. Ihr habt es schon bekommen, als ihr noch gar nicht geboren wart. Und selbst wenn ihr die Geschichte gar nicht kennt, gehört sie euch schon.
Schatzkisten sind oft uralt. Unsere Geschichte heute ist auch uralt. Viel älter als ihr, viel älter als ich. Es ist eine Geschichte, die Jesus erzählt hat vor über 2000 Jahren.
Unsere Schachtel hat auch einen Deckel (Deckel der Schachtel ein wenig öffnen). Ein Deckel ist so etwas wie eine Tür, durch die man hindurchgehen kann. Mir kommt es manchmal so vor, als hätten auch Gleichnisse Türen, die uns verschlossen sind. Ich weiß nicht, warum. Es ist einfach so. Immer wieder versuchen wir, die Tür zu öffnen. Und eines Tages, da bin ich mir sicher, wird sich das Gleichnis öffnen. 
Hier drei Ideen, eine Schatzkiste herzustellen:
1. Schnell und kostengünstig: Aus Goldfolie selbst falten (Anleitungen im Internet). 2. Langlebiger/nachhaltiger: Holzkästchen (z. B. Spandosen oder s. Seite 148) oder Pappmaché-Kästchen mit Goldfarbe bemalen. 3. Kleinen Karton mit abnehmbarem Deckel bekleben/besprühen.
Evtl. Verzierung am dritten Sonntag (s. »Kreative Umsetzung der Geschichte«).
Schatzvorschlag für diesen Sonntag
Kleine Tütchen mit Samenkörnern.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Eine Geschichte zum Miterzählen. 

Die kluge Gärtnerin

In einem wunderbaren Garten lebte eine kluge Gärtnerin. An einem sonnigen Tag versammelten sich einige neugierige Kinder um die Gärtnerin und baten sie, ihnen von ihrer Arbeit zu erzählen. Die Gärtnerin lächelte und begann: »Kinder, ich werde euch eine besondere Geschichte erzählen. Sie handelt vom Säen und Wachsen … 
Vor langer Zeit ging eine Säerin hinaus, um Samen zu verteilen. Sie wollte, dass die Samen zu wunderschönen Pflanzen heranwachsen.« Die Kinder horchten gespannt zu. Eines fragte: »Was ist eine Säerin, und was sind Samen?« 
Die Gärtnerin erklärte freundlich: …
(Die Kinder werden eingeladen, anstelle der Gärtnerin zu antworten und Erklärungen aus ihren eigenen Erfahrungen beizusteuern.)
Die Gärtnerin erzählte weiter: »Eine Säerin ist eine freundliche Frau, die winzige Samen in die Erde legt. Samen sind kleine Geschenke der Natur, die zu wundervollen Pflanzen heranwachsen können.« – »Erzähl uns von diesen Samen, die die Säerin ausgestreut hat!«, rief ein anderes Kind aufgeregt. Die Gärtnerin nickte und fuhr fort: »Einige der Samen fielen auf den Weg. Der war hart, und die Samen konnten nicht wachsen. Da kamen Vögel und pickten die Samen auf.« 
Ein Mädchen fragte: »Aber warum haben die Samen nicht wachsen können?« Die Gärtnerin lächelte … 
(Die Kinder werden wieder eingeladen … wie oben.) 
Und so erklärte es die Gärtnerin: »Weil die harte Erde den Samen keinen guten Platz zum Wachsen gab. Samen brauchen eine weiche Erde, die ihre zarten Wurzeln aufnehmen kann, die aus den Samen hervorwachsen.« 
Dann erzählte die Gärtnerin weiter: »Und einige der Samen fielen auf steinigen Boden.« Ein Junge hob den Finger: »Und was passierte damit?« 
Die Gärtnerin antwortete: 
(Kinder werden eingeladen … wie oben.) 
»Der steinige Boden hatte nur eine dünne Erdschicht«, erklärte die Gärtnerin. »Darauf wuchsen die Samen schnell. Doch ihre Wurzeln konnten sich nicht tief in den Boden graben. Als die Sonne kam und heiß auf die Pflanzen schien, verdorrten die Pflänzchen, weil sie keine tiefen Wurzeln hatten, um weiter unten Wasser zu finden.« 
Dann fuhr die Gärtnerin fort: »Einige der Samen fielen auch unter dichtes Dornengestrüpp …« Ein weiteres Kind fragte besorgt: »Und was passierte damit?«
Die Gärtnerin erklärte: 
(Kinder werden eingeladen … wie oben.) 
Die Gärtnerin erzählte weiter: »Die Samen unter den Dornen mussten um Platz und Nahrung kämpfen. Die Dornen nämlich wuchsen schneller. Die kleinen Pflanzen hatten nicht genug Licht und Platz zum guten Wachsen. Sie erstickten.« 
Ein Junge fragte schließlich: »Sind denn auch Samen auf gute Erde gefallen? Was ist mit denen passiert?«
(Kinder werden eingeladen … wie oben.) 
Die Gärtnerin lächelte verheißungsvoll: »Die Samen, die auf die gute Erde fielen, hatten Glück. Sie fanden dort alles, was sie zum Wachsen brauchten: Sie konnten tiefe Wurzeln schlagen, genügend Wasser trinken und bekamen viel Sonnenlicht. So wuchsen sie zu kräftigen und fruchtbaren Pflanzen heran und trugen viele köstliche Früchte!« 
Die Gärtnerin lud die Kinder ein, ihr im Garten zu helfen und alles zu beobachten. Gemeinsam verbrachten sie wundervolle Tage im Garten der weisen Gärtnerin. Sie erlebten das Säen und Wachsen und sammelten kostbare Erfahrungen für sich selbst. 
Und jedes Mal, wenn sie ein kleines Samenkörnchen sahen oder ein zartes Pflänzchen, erinnerten sie sich daran: Wie aus kleinen, winzigen Samenkörnern große, fruchtbare Pflanzen wachsen können. 

Der besondere Tipp

Von Saat und Ernte

Figurenset für die Erzählschiene

Zwei Gleichnisse sind enthalten: »Vom Sämann« und »Vom Unkraut unter dem Weizen«.

10 sehr stabile Kärtchen, beidseitig bedruckt, mit Textvorlage; 

€ 11,00; 
Best.-Nr. 1739

Jesus erzählt vom Reich Gottes
Minibüchlein mit vier Gleichnissen

Das Büchlein greift die Bilder der gleichnamigen Kamishibai-Erzählung auf (s. u.). 
Eignet sich sehr gut als erinnerndes Mitgebsel.
24 Seiten; 12 x 12 cm;

€ 2,50;
 Best.-Nr. 3570

Jesus erzählt vom Reich Gottes

Bilder-Set für das Kamishibai-Erzähltheater
12 DIN-A3-Bilder auf stabilem Karton erzählen vier Gleichnisse. 
Mit vollständiger Textvorlage;

€ 18,00; 
Best.-Nr. 9013

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Das Gleichnis vom Sämann

Rahel
Rahel streckt sich auf die Zehenspitzen. Um sie herum drängen sich viele Menschen. Gleich soll Jesus dort oben auf dem Berg zu sehen sein. Aber Rahel sieht nichts! 
»Rahel, schau!«, quietscht ihr kleiner Bruder Kilab entzückt von der Schulter ihres Vaters. »Da sind sogar Leute im Wasser! Und auf Booten! Das ganze Land ist voll!« 

Jakob
Gerade als Rahel den Mund öffnet, um zu antworten, tritt ihr jemand kräftig auf den Fuß. »Autsch!«, ruft Rahel und hüpft auf einem Bein. »Oh, Entschuldigung«, sagt eine Stimme. Ein Junge schaut erschrocken zu ihr hinunter. Er ist viel größer als sie, schon fast erwachsen. Aber er sieht nett aus. »Macht nichts«, sagt sie. »Ich bin Rahel. Wie heißt du?« – »Ich heiße Jakob. Und ich suche meine Freunde. Deshalb habe ich nicht richtig hingeguckt. Aber ich fürchte, ich habe sie verloren.« – »Wieso«, fragt Rahel, »kennst du dich hier nicht aus?« – »Nein«, antwortet Jakob und grinst verlegen, »das ist mein allererstes Mal, dass ich in solch einer Menschenmenge stehe. Ich arbeite sonst immer auf dem Feld meiner Eltern.« – »Komisch«, sagt Rahel, »Jesus hat in dieser Gegend schon oft mit Menschen gesprochen. Und Mama und Papa nehmen mich dann jedes Mal mit. Und Kilab auch, obwohl er noch so klein ist.«
»Na ja, eigentlich haben mich meine Freunde auch schon dreimal gefragt, ob ich mitkommen will.« – »Und? Warum bist du nicht mit?«, fragt Rahel neugierig. – »Also, mhm …«, überlegt Jakob, »das erste Mal hat mich mein Vater überredet, zuhause zu bleiben. Er findet es gar nicht gut, dass die Leute so einen Wirbel um Jesus machen. Das zweite Mal haben mir meine Freunde erzählt, was Jesus gesagt hat. Aber ich habe es nicht wirklich kapiert. Ich weiß auch nicht mehr genau, worum es ging. Deshalb wollte ich dann beim dritten Mal mitgehen. Doch da hat unsere Eselin ein Fohlen bekommen. Da musste ich dann natürlich zuhause bleiben und helfen.«

Jesus
In diesem Moment geht ein Raunen durch die Menge. Die Menschen tuscheln aufgeregt: »Jesus ist da.«
»Jakob«, fragt Rahel, »willst du mich auf die Schultern nehmen?« Jakob guckt erstaunt, aber als Rahels Vater ihm zunickt, hebt er Rahel auf seine Schultern. Rahel sieht Jesus. Er steht ein Stück entfernt, aber seine Stimme ist laut. Jesus fängt an zu erzählen. 

Sämann
Er erzählt von einem Mann, der auf dem Feld arbeitet. Er streut Körner aus, die zu gutem Getreide heranwachsen sollen. Aber nicht alle Körner schaffen das. Denn manche picken die Vögel auf. Andere fallen auf den festgetretenen Weg, wo sich ihre Wurzeln nicht in der Erde festmachen können, um Wasser zu bekommen. Und manche fallen in ein Gebüsch mit Dornen. Dort gibt es kein Licht, und die kleinen Getreidepflanzen können nicht wachsen. Sie gehen ein.
Das ist schade. Denn die Samenkörner, die auf gute, weiche Erde fallen, die Wasser und Licht bekommen, können wachsen und zu großen Ähren werden. Sie können geerntet werden. »Und dann«, denkt Rahel, »wird Brot aus ihnen gebacken oder leckere Pfannkuchen gemacht.«
Doch zum Schluss sagt Jesus etwas Seltsames, das gar nichts mit Essen zu tun hat: »Wer Ohren hat, der höre!«

Trotzdem
»Verstehst du das?«, fragt Rahel zu Jakob hinunter. Der sieht ganz nachdenklich aus. »Also, das mit den Ohren ist mir auch ein Rätsel«, antwortet er. »Aber weißt du, ich musste bei dieser Erzählung ein bisschen an mich denken.« – »Weil du auch auf dem Feld arbeitest?« – »Ja. Zuerst auf jeden Fall. Aber dann auch irgendwie bei den anderen Stellen. Das Korn hatte es so schwer, weil ständig irgendwelche anderen Dinge es behinderten. Und das hat mich daran erinnert, warum ich selbst mit meinen Freunden nicht früher hierher mitkommen bin. Dabei hatte ich eine Gänsehaut, als Jesus gesprochen hat. Ich hatte das Gefühl, er redet genau mit mir.« »Das Gefühl hatte ich auch!«, ruft Rahel überrascht. »Und wie schade wäre es gewesen, wenn du heute nicht mitgekommen wärst. Dann hättest du Jesus weder gesehen noch gehört.« – »Dabei soll man doch hören, wenn man Ohren hat«, sagt Jakob und lacht. »Da muss ich in Zukunft besser aufpassen, dass ich das nicht vergesse: Auch wenn mich etwas abhalten will, immer wieder zu lauschen und zuzuhören.« – »Ja«, sagt Rahel, »ein Glück, dass du da bist. Und dass wir beide heute zugehört haben.«

Der besondere Tipp

Handtuch »Regenbogen« und »Fisch«

Wachsen, wie das Reich Gottes – das staunend zu sehen, können diese beiden Handtücher ein eindrückliches Mitgebsel sein. In warmem Wasser wachsen und entfalten sich beide Formen zu einem Frotteetuch von 30 x 30 cm Größe.

beide € 2,60 (ab 10 Ex. je € 2,40)

Regenbogen: Best.-Nr. 1774

Fisch: Best.-Nr. 1655

junge-gemeinde.de

Hier können Sie kostenfrei Zusatzmaterial aus der Evangelische Kinderkirche Heft 2/2024 herunterladen.
Bild: Der Sämann bei Sonnenuntergang 
(Vincent van Gogh); zur Reihe: Bilder vom Reich Gottes

Matthäus 13,31–33

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Feier des Abendmahls

Das Gleichnis steht in engem Zusammenhang mit dem Satz von Jesus: »Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern. Und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.« (Johannes 6,35) Kurz vor seinem Tod stiftet Jesus zudem ein Mahl der Gemeinschaft, das wir noch heute miteinander feiern und uns miteinander und mit ihm verbindet: das Abendmahl. Eine schöne Konkretisierung des Himmelreichs in unserem Leben!

Wir schlagen deshalb vor, gemeinsam Abendmahl zu feiern. Beachtet dabei bitte, wie das bei euch vor Ort geregelt ist.

Lied

Ich bin das Brot, lade euch ein 
(KuS 276, EG WUE 587, Wwdl 155, freiTöne Nr. 154)

Hinführung zum Abendmahl

»In der Nacht, in der Jesus verraten und gefangen genommen wird, isst und trinkt Jesus gemeinsam mit seinen Freundinnen und Freunden. Er sagt: ›Ich esse und trinke heute das letzte Mal mit euch. Bleibt auch ohne mich beieinander, esst und trinkt miteinander und denkt dabei an mich.‹ 
Dann nimmt Jesus das Brot und sagt: ›Nehmt und esst. Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.‹ Nach dem gemeinsamen Essen nimmt er auch den Becher mit dem Wein, er dankt Gott dafür, gibt ihn seinen Freundinnen und Freunden und sagt: ›Trinkt alle daraus. Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden.‹ 
Die Freundinnen und Freunde essen und trinken. Und sie spüren: Dieses gemeinsame Essen ist etwas ganz Besonderes. 
Wenn wir Abendmahl feiern, dann feiern wir das so, wie Jesus das damals gemacht hat. Wir feiern es, weil es wichtig ist, dass wir zusammen sind. Und wir können Jesus hier in unserer Mitte spüren.«

Dankgebet

Gott, du lädst uns ein.
Wir danken dir für das Brot und den Traubensaft.
Wir danken dir, dass du uns alles gibst, 
was wir brauchen:
unsere Erde und alles, was auf ihr wächst;
unser Zuhause und die Menschen um uns herum.
Danke für deine Nähe.
Wenn wir zusammen sind und Brot und Traubensaft teilen,
dann können wir schon etwas davon spüren,
wie du dir dein Himmelreich vorstellst.
Danke! Amen.

Gemeinsam essen

Anschließend werden Brot und Traubensaft/Weintrauben einander weitergereicht und gemeinsam gegessen. Zum Abschluss evtl. noch einmal singen: »Ich bin das Brot, lade euch ein« und gemeinsam das Vaterunser beten.

Kreative Umsetzung der Geschichte

Schatzvorschlag für diesen Sonntag

Das Gleichnis erfährt im Zusammenhang mit dem Abendmahl eine Zuspitzung auf Jesus Christus hin. Der Gegenstand für die Schatz-truhe ist deshalb ein kleines Holzkreuz (evtl. können es die Kinder kreativ gestalten) und das Namensschild (s. oben).

III. Erzählungen

Erzählung für Jüngere

Es war einmal in einer kleinen Küche, in der die Sonnenstrahlen durch das Fenster fielen und die Regale voller Mehl, Wasser und anderen Backzutaten standen. Auf der Arbeitsfläche dieser Küche begann die Geschichte eines ganz besonderen Sauerteigs.

Der Sauerteig hieß Sir Sauer und er war alles andere als gewöhnlich. Er hatte eine Stimme, ein Gesicht und vor allem eine große Leidenschaft fürs Backen. Eines Tages beschloss Sir Sauer, sich selbst zu erschaffen – und das Abenteuer begann.
»Okay, Sir Sauer, du schaffst das!«, sagte er zu sich selbst und startete sein eigenes Sauerteig-Abenteuer. Er nahm ein Glas, füllte es mit Wasser und warf eine Handvoll Mehl hinein. Dann rührte er kräftig um und murmelte: »Es geht los.«
In den ersten Stunden war Sir Sauer noch sehr aufgeregt. Doch als er immer wieder in das Glas schaute, passierte nichts. »Hmm, vielleicht braucht es mehr Zeit«, dachte er und stellte das Glas auf die Fensterbank, wo die Sonne ihm zulachte. 
Die Stunden wurden zu Tagen, und Sir Sauer begann, ungeduldig zu werden. Er sprach die Hefe in der Luft an. »Hefe in der Luft?«, fragt ihr euch jetzt vielleicht. Ihr kennt Hefe wahrscheinlich als Hefewürfel. Allerdings schwirren ganz winzige Hefeteilchen auch durch die Luft. Sie sind so klein, dass man sie nicht sehen kann. Und zu dieser Hefe in der Luft sagt Sir Sauer: »Hey, du da draußen! Willst du nicht ein bisschen vorbeikommen und mir helfen, diesen Teig zum Leben zu erwecken?« Aber die Hefe schien nicht interessiert zu sein.
Dann, nach einer Woche des Wartens mit häufigem Rühren, passierte etwas Magisches: der Teig begann zu blubbern und zu gären. Sir Sauer hätte vor Freude aus dem Glas springen können: »Ich habe es geschafft! Ich bin ein Sauerteig!«
Mit jedem Tag wurde Sir Sauer saurer und saurer. Und er fühlte, wie er immer kräftiger wurde. Er erzählte der Hefe, die nun in ihm lebte, die besten Geschichten aus seiner Zeit als Teig in einem Glas.
Schließlich war der Tag gekommen, an dem Sir Sauer zu einer großen Schüssel Mehl hinzugefügt wurde. Er strahlte vor Aufregung und rief: »Endlich! Jetzt werde ich zu Brot!« Doch zuerst wurde er in der Schüssel gemischt und kräftig geknetet. Und das war nicht das, was er erwartet hatte. »Hey, seid mal vorsichtig da drin!«, rief Sir Sauer. »Ich bin ein ganz besonderer Sauerteig, wisst ihr? Ihr könnt nicht einfach so mit mir umgehen!« Aber der Teig kümmerte sich nicht um seine Beschwerden und knetete fröhlich weiter.
Schließlich wurde der Teig in den Ofen geschoben. Sir Sauer konnte spüren, wie er langsam zu Brot wurde. Er war aufgeregt und ein bisschen nervös zugleich. »Hoffentlich schmecke ich gut!«, dachte Sir Sauer.
Als das Brot dann aus dem Ofen kam und in Scheiben geschnitten wurde, war Sir Sauer überglücklich. Er hatte es geschafft! Er war von einem kleinen Glas mit Mehl und Wasser zu einem köstlichen Brot geworden.
Als einige Kinder die frischen Brotstücke probierten, konnten sie Sir Sauer fast hören, wie er stolz sagte: »Nun, das war ein Abenteuer, aber es hat sich gelohnt, oder?« 
Die Kinder lachten und nickten. »Ja, Sir Sauer, es hat sich definitiv gelohnt!«
Und so endet die Geschichte von Sir Sauer nicht nur mit einem köstlichen Brot, sondern auch mit der tieferen Erkenntnis: Das Reich Gottes wächst hier und heute mit Geduld und Zeit.

Erzählung für Ältere

Als ich ein Schulkind war, gab es über eine lange Zeit Herrmann in meinem Leben. Er lebte quasi bei uns zu Hause. Am besten ging es ihm, wenn es schön warm war. Dann fühlte er sich richtig wohl. Im Frühling oder im Sommer. Er wuchs und wuchs. Den Winter und die kalten Temperaturen mochte er nicht so gerne. Ich habe mich jeden Tag um Herrmann gekümmert. Er brauchte viel Pflege. Und ich musste eine ganze Menge Geduld mit ihm haben.
Vielleicht fragt ihr euch jetzt: »Wer oder was ist denn Herrmann? Vielleicht ein Hamster? Ein Kaninchen? Oder der Opa?« Ich will euch nicht länger auf die Folter spannen: Herrmann ist ein Kuchenteig. Ein Sauerkuchenteig.
Ich bekam Herrmann irgendwann von einer Freundin geschenkt. In einem Glas mit einem Schraubverschluss. Ich weiß es noch ganz genau: Vorsichtig transportierte ich Herrmann in der Straßenbahn nach Hause. Ich ging den ganzen Weg von der Straßenbahnhaltestelle zu Fuß nach Hause. Mit Herrmann im Arm. Zu Hause las ich auf der beigefügten Beschreibung erst einmal genau nach, was ich tun musste, damit es Herrmann gut geht: Herrmann brauchte Luft. Also machte ich den Schraubverschluss ab. Am ersten Tag brauchte Herrmann vor allem Ruhe.
Laaaaaaaaangweilig! Er fand seinen Platz auf der Fensterbank in der Küche. Und ich beobachtete ihn. Aber es tat sich nichts. Wirklich gar nichts! Am zweiten Tag durfte ich Herrmann einmal umrühren. Mit einem großen Holzlöffel. Dasselbe am dritten und vierten Tag. Aber Herrmann blieb der gleiche. Echt jetzt?! Ich saß mit einer großen Lupe vor dem Herrmann-Glas und sah … nichts. 
Doch dann ging’s los! Endlich! Am fünften Tag musste Herrmann gefüttert werden. Mit Milch, Zucker und Mehl. Ich wog mit der Küchenwaage alles ganz genau ab. Rührte es in Herrmann hinein und alles kräftig um. Als ich am nächsten Morgen in die Küche kam, konnte ich Herrmann schon riechen. Puh! Es roch ein bisschen streng. Säuerlich. Und Herrmann hatte sich verändert: Auf seiner Oberfläche waren kleine Luftblasen zu sehen. Er blubberte. Ich rührte ihn wieder. Tag für Tag. Und Herrmann blubberte weiter munter vor sich. Nach 10 Tagen durfte ich Herrmann wieder füttern. 
Dann wurde Herrmann geteilt. In vier gleiche Portionen. Vorsichtig füllte ich jeden Teil in ein Glas mit Schraubverschluss. Einen kleinen Herrmann behielt ich für mich. Um den wollte ich mich weiter kümmern. Mit dem zweiten Teil habe ich einen Herrmann-Kuchen gebacken. Lecker! Und den 3. und 4. Teil von Herrmann? Den habe ich zurück in die Schule geschleppt und meinen besten Freundinnen geschenkt. Die haben vielleicht Augen gemacht! Und Herrmann – wie ich – mit nach Hause genommen.
In der Bibel gibt es sogar eine Herrmann-Geschichte. Zumindest für mich ist es eine Herrmann-Geschichte. Denn Jesus erzählt ein Gleichnis: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig. Eine Frau nahm den Sauerteig und mischte ihn unter eine ganze Menge Mehl. Es dauerte eine Weile, vielleicht sogar Wochen. Aber nach und nach durchsäuerte der wenige Sauerteig den großen Teig. Der blubberte und kleine Bläschen stiegen auf und es roch ein wenig – nach Sauerteig eben. 
So ist es auch mit dem Himmelreich! Es dauert. Ich brauche Geduld. Aber ich kann mir sicher sein: Stück für Stück dringt das Himmelreich vor. Breitet sich aus. Blubbert. Wächst. Und kommt auch in mein Leben.
Manchmal kriege ich schon einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie Gott es sich mit uns vorstellt: Wenn ich mit anderen teile. Brot und Trauben … oder auch mal ein Stück Herrmann-Kuchen. 

Matthäus 13,44–46

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Tauscht euch über eure Erfahrungen aus.

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Kommt, wir erforschen 
(s. QR-Code)
Im Rahmen einer Bibelarbeit für Kinder auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2023 ist mit Anne Petersen ein Lied zum Thema »Reich Gottes« entstanden. Es bringt zum Ausdruck, dass wir auf der Suche sind, prüfen und forschen. 

Über den QR-Code gelangst du zur Aufnahme. 

Ins Wasser fällt ein Stein 
(KuS 440, KKL 316, KG 151)

Gebet zum Eingang

Lieber Gott,
danke dass du uns in der vergangenen Woche begleitet hast.
Sei jetzt hier bei uns. 
Schenke uns offene Ohren und Herzen.
Hilf, dass wir verstehen, was du uns sagen willst. Amen.

Schluss-Segen (singen und tanzen)

Zum Abschluss dieser Reihe schlagen wir ein Segens- und Bewegungslied vor. Die einfache Melodie von Siegfried Macht (»Ade, Adieu mit Gott«, KKL 261) ist rasch gelernt und entfaltet dann seine wohltuende Wirkung.
Ein Teil der Kinder bildet einen kleinen Innenkreis, die anderen den Außenkreis. Alle fassen sich an den Händen. Während des Singens gehen Innen- und Außenkreis in entgegengesetzte Richtungen (und können auch Richtungswechsel vornehmen).

Kreative Umsetzung der Geschichte
Zur Erzählung der biblischen Geschichte

Die Kinder kennen die Schatzkiste bereits und bringen sie mit dem Erzählen von Gleichnissen in Verbindung. Die heutigen Gleichnisse können nun mit der Schatzkiste erzählt werden. (Dazu am besten zwei goldene Schatzkisten vorbereiten, in denen jeweils ein Schatz liegt: In der einen ein Schokogoldtaler, in der anderen eine große, schöne Perle; je unter etlichen Tüchern verborgen.) 
Beginne die Erzählung mit der Einführung aus dem ersten Gottesdienst (s. »Kreative Umsetzung der Geschichte«, Seite 150). Lege während des Erzählens Stück für Stück die Schätze frei (Taler/Perle), indem du die Tücher nach und nach wegnimmst. Erzähle beide Gleichnisse direkt hintereinander.

Nach den Gleichnis-Erzählungen

Mit Hilfe einiger Impulsfragen (s. »Zur ganzen Reihe«, Seite 148) den Kindern Gelegenheit geben, über das Gehörte nachzudenken und ins Gespräch zu kommen. 

Schatzvorschlag für diesen Sonntag

Der Schatz im Acker und die kostbare Perle bilden den Abschluss der Reihe. Es bietet sich deshalb eine schöne Perle an, die in die Kiste kommt. 
Außerdem kann die goldene Schatzkiste jetzt mit Perlen, Glitzersteinen und anderem verziert werden. 

III. Erzählungen

Erzählung für Jüngere

Samira geht schon eine ganze Weile in die Kita. Sie hat viele Freundinnen und Freunde dort. Sie freut sich jeden Morgen, wenn Papa sie in ihre Gruppe bringt. Gestern hat Samira den ganzen Tag mit Tom in der Bauecke verbracht. Sie haben gemeinsam ein großes Parkhaus gebaut. Die Autos können auch über eine Rampe in unterschiedliche Etagen fahren. Wow! Wirklich toll! Für heute hat sie sich wieder mit Tom in der Bauecke verabredet. Sie wollen noch eine Etage auf das Parkhaus bauen. Für das Dach des Parkhauses haben sie sogar einen Spielplatz geplant. Mit Rutsche und Schaukel. »Warum gibt es so etwas nicht in echt?«, fragt sich Samira.
Als Samira heute in den Kindergarten kommt, staunt sie. Antje ist da! Antje ist schon groß und kann ganz toll tanzen. Das ist sogar ihr Beruf! Ab und zu kommt sie in die Kita und übt mit den Kindern Tänze zu Musik ein. Das gefällt Samira. Da ist sie immer dabei. Und sie findet Antje klasse.
Jetzt ist Samira hin- und hergerissen. Was soll sie machen? Eigentlich wollte sie mit Tom an ihrem tollen Parkhaus weiterbauen. Aber Antje ist auch da! Mit Antje tanzen ist für Samira das Größte! Dazu muss sie mit Antje in die Turnhalle. 
Aber wenn sie jetzt in die Turnhalle geht, dann ist das Parkhaus weg. Denn dann werden andere Kinder in der Bauecke
spielen. Die brauchen dann die Bauklötze vom Parkhaus und werden daraus etwas anderes bauen. 
»Was soll ich nur tun?« 

Hier mit den Kindern über schwierige Entscheidungen ins Gespräch kommen.

Impulsfragen:

Jesus kannte das auch, dass Menschen manchmal schwierige Entscheidungen treffen müssen. Dazu hat er zwei ganz kurze Geschichten erzählt. Ich möchte sie euch vorlesen (lesen; Tipp: Übersetzung der Basisbibel nehmen. Hier kommen die beiden vorbereiteten Schatzkisten zum Einsatz).
Diese zwei kurzen Geschichten hat Jesus erzählt. In beiden Geschichten hat ein Mensch eine schwierige Entscheidungen getroffen. Beide haben alles verkauft, was sie hatten, um etwas ganz Besonderes zu bekommen. 

Was glaubt ihr: 

Erzählung für Ältere

Der Trödler Martin
Von seiner Sorte gibt es nur noch wenige … denn Martin ist Trödler. Nein, nicht so wie ihr denkt. Martin ist nicht langsam. Er trödelt nicht rum. Martin sucht Trödel. Trödel – das sind alte, meist wertlose Dinge. Nur ganz selten ist etwas Wertvolleres dabei. Ein Schatz. 
Martin stöbert dazu in Kellern und auf Dachböden, auf Flohmärkten und in alten Häusern. Man könnte sogar sagen: Martin ist Sachensucher! Er liebt alte und besondere Dinge, Schätze. Eigentlich verkauft Martin diese Dinge dann wieder, die er gefunden hat. Aber er kann sich nur schwer von Sachen verabschieden, die er selbst großartig findet. 
Und so hat sich bei Martin zu Hause eine ganze Menge Trödel angesammelt. Viele Schränke und ganze drei Garagen voll: Kommoden, Vasen, Geschirr, Bilder. Letztens hat Martin im Urlaub eine Standuhr gefunden. Und natürlich gekauft. Den ganzen weiten Weg hat er sie vorsichtig im Auto bis nach Hause transportiert. Nun steht sie mitten im Wohnzimmer. Einen anderen Platz hat Martin noch nicht gefunden. So ist es eben. 

Martin sucht
Martin ist gerne auf der Suche. Stöbert, kramt und steckt seine Nase in alte Dinge.
Und trotzdem hat er manchmal das Gefühl, dass irgendetwas nicht richtig ist. Dass er das Entscheidende noch nicht gefunden hat. Irgendetwas fehlt! Vielleicht hat er noch nicht genau genug gesucht? War er nicht aufmerksam genug? Das kann doch eigentlich nicht sein! Denn Martin ist mehr als gründlich! Eigentlich sogar penibel! Hat er trotzdem irgendetwas übersehen?

Martin liest Zeitung
Bei einem Blick in die Zeitung wird Martin eines Tages aufmerksam auf eine kleine Anzeige: »Wohngemeinschaft sucht Verstärkung!« Martin stutzt? Was ist das? Er liest weiter: »Wir sind eine kleine Wohngemeinschaft am Stadtrand und suchen einen neuen Mitbewohner. Obst und Gemüse bauen wir selbst an und kümmern uns gemeinsam um die Gartenarbeit. Wir kochen das, was wir ernten. Und wir genießen die gemeinsame Zeit in der Küche.« Schnell blättert Martin in der Zeitung weiter. Überfliegt die Überschriften der anderen Artikel. Legt die Zeitung beiseite und geht seinem Tagwerk nach. 

Martin und die Suchanzeige
Doch die Anzeige der Wohngemeinschaft geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Wäre das etwas für ihn? Martin legt die Stirn in Falten. Nein! Das geht nicht! An den Stadtrand ziehen? In ein kleines Zimmer in einer Wohngemeinschaft? Wohin mit all dem Trödel? Das ganze Haus, die drei Garagen! Martin schiebt den Gedanken beiseite. Immer und immer wieder. Bis er es selbst nicht mehr aushält. 
Er holt die alte Zeitung hervor und ruft die angegebene Telefonnummer an: »Hallo, hier ist Martin. Sucht ihr immer noch einen neuen Mitbewohner?«

Martin zieht um
Kurze Zeit später ist alles klar. Martin zieht um. An den Stadtrand in die Wohngemeinschaft. Neue Menschen. Ein völlig neues Leben. In der neuen Wohnung mit all den anderen ist kein Platz für Martins Trödel. »Nicht schlimm«, findet Martin und hat alles verschenkt und verkauft, was er über viele Jahre gesammelt hatte. Mit all den Dingen, die er weggegeben hat, zog sein altes Leben an ihm vorbei. 
Martin begreift, dass nun etwas völlig Neues kommt. Etwas, von dem er noch nicht weiß, wie es wird. Oder ob es ihm gefällt. Ob er sich zurechtfindet. Aber Martin ahnt, dass es der richtige Schritt ist. 

Der besondere Tipp

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– Bilder vom Reich Gottes

wikimedia commens: Vincent van Gogh (1853-1890); Der Sämann bei Sonnenuntergang, gemeinfrei

I. Vorüberlegungen

Diese sehnsuchtsvollen und kontroversen Fragen werden mit Bildgeschichten beantwortet. 

Eine ausführliche theologische Einführung in das Thema Gleichnisse findet sich in einem Artikel von Kurt Erlemann, der über diesen QR-Code abrufbar ist: 

II. Liturgische Elemente für die ganze Reihe 

Fortlaufendes Element

Zur Gestaltung der gesamten Gleichnisreihe bietet sich eine goldene Schatzkiste an (vgl. Godly Play). Kinder lieben Schätze und Schatzkistchen und füllen diese oft mit viel Sorgfalt, Liebe und Geduld. Der thematische Bereich der biblischen Gleichnisse und die Lebenswelt der Kinder finden so eine sinnvolle und nachhaltige Verknüpfung. Eine mögliche Einführung der Schatzkiste findest du beim ersten Sonntag dieser Reihe (s. »Kreative Umsetzung der Geschichte«, Seite 150).

Impulsfragen (im Anschluss an die Geschichten)

Wenn ja, an was und wodurch?

Eingangsspruch (mit Gesten)

Im Namen Gottes,
(Paare bilden, einander zuwenden und einen Handschlag geben)
des Vaters, der hält, was er verspricht,
(jede Hand umfasst jeweils den Daumen des anderen Kindes)
des Sohnes, der uns festhält, 
(Hände öffnen, die Daumen bleiben verhakt, die flachen Hände bilden die Flügel eines Vogels)
und des Heiligen Geistes, der fliegt wie ein Vogel und weht, wo er will. 
(mit den beiden flachen Händen flatternde Flügelbewegungen machen; einige Male vormachen)
Alle: Amen. (high five)

Psalm

Z. B. »Bist du groß oder bist du klein oder mittendrin« (Zwischen Himmel und Erde, 337)

III. Zur Gestaltung der Reihe

Zu Beginn der Einheit fertigen die Kinder eine Gleichnis-Schatzkiste an (s. »Fortlaufendes Element«, Seite 147), die sie am Ende mit nach Hause nehmen können. Auf diese Weise bekommen die Gleichnisse einen gegenständlichen »goldenen« roten Faden. 

Der besondere Tipp

Überraschungsnüsse

Die 15 echten Walnüsse, die in einer Pappschachtel aufbewahrt sind, enthalten jeweils einen Schatz aus Halbedelstein (wie Bergkristall, Rosenquarz u. a.).

€ 28,00; Best.-Nr. 1384

Schatzkisten

In diesem Heft wirst du dieses Mal häufiger die Gelegenheit haben, mit einer Schatzkiste zu arbeiten. Deshalb hier unser Tipp:


Schatzkiste groß, mit Bügelverschluss; 15 x 10,5 cm; € 7,50; 
Best.-Nr. 1480;

Schatzkiste klein, mit Klappverschluss; 9,5 x 7 cm; € 4,90; 
Best.-Nr. 1479

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