21.4.24 Mühsame Saat – reiche Ernte: Das Gleichnis vom Sämann

Matthäus 13,3–9

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Schaut euch das Bild an. 

  • Was kannst du entdecken, was fällt auf?
  • Findet Worte, die anstelle der Punkte gut einsetzbar sind: »… ist das, was sich verdoppelt, wenn man es teilt« (z. B. Liebe, Leid, Hoffnung, Trost, Freude …). Gibt es Doppelungen, Gegensätze?
Zum Text / Zum Thema

Die Kernbotschaft Jesu ist, dass das Himmelreich nicht fern, zukünftig oder unerreichbar ist, sondern bereits wirksam existiert, jedoch noch nicht in vollem Umfang. 

Die Kinder und der Text / das Thema

1. »Gleichnisse sind wie Geschichten mit einer versteckten Bedeutung. Manchmal muss man ein bisschen nachdenken, um zu verstehen, worum es geht.«
2. »Manche Gleichnisse sind traurig, aber sie zeigen uns, dass das Leben nicht immer einfach ist.«
3. »Gleichnisse können manchmal alte Weisheiten enthalten, die auch heute noch wichtig sind.« (s. aktueller PKG, S. 98)

In der Natur ist zu sehen, was aus kleinem Samen wird. Wachsen und Werden sind urmenschliche Erfahrungen: Mein Körper wächst und wird. Die Pflanzen auf Feldern und in Wäldern wachsen und werden.

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lied 

Alles muss klein beginnen (KuS 406, KKL 302)

Eingangsspruch 

(mit Gesten)
Siehe »Zur ganzen Reihe«, Seite 148

Segensgebet

Lieber Gott, lass mich wachsen.
(Aus Hocke aufrichten, Hände nach oben recken)
Sei du bei mir. (Arme vor Brust kreuzen)
Schenk mir gute Gedanken.
(Hände seitlich an Kopf legen)
Und nimm mir die Last von den Schultern.
(Hände auf Schultern legen)
Lass mich mein Herz fühlen.
(Hände auf Herz legen)
Schenk mir Kraft und Geduld
(Hände zu Schale formen, vor den Körper halten)
Lass mich Teil einer Gemeinschaft sein.
(Einander an Händen fassen)
Segne uns alle. Amen. (Verbeugen)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Schatzkiste – mögliche Einführung

(s. »Fortlaufendes Element«)

Heute habe ich eine besondere Schachtel mitgebracht (liebevoll über Schachtel streichen). Sie ist golden. Es muss etwas so Wertvolles wie Gold darin sein. Manche Menschen sagen: »Gleichnisse sind wertvoller als Gold.« Ist vielleicht ein Gleichnis in unserer goldenen Schachtel?
Vielleicht erinnert euch die Schatzkiste auch an ein Geschenk. Die Geschichte, die wir heute hören, ist auch ein Geschenk. Ihr habt es schon bekommen, als ihr noch gar nicht geboren wart. Und selbst wenn ihr die Geschichte gar nicht kennt, gehört sie euch schon.
Schatzkisten sind oft uralt. Unsere Geschichte heute ist auch uralt. Viel älter als ihr, viel älter als ich. Es ist eine Geschichte, die Jesus erzählt hat vor über 2000 Jahren.
Unsere Schachtel hat auch einen Deckel (Deckel der Schachtel ein wenig öffnen). Ein Deckel ist so etwas wie eine Tür, durch die man hindurchgehen kann. Mir kommt es manchmal so vor, als hätten auch Gleichnisse Türen, die uns verschlossen sind. Ich weiß nicht, warum. Es ist einfach so. Immer wieder versuchen wir, die Tür zu öffnen. Und eines Tages, da bin ich mir sicher, wird sich das Gleichnis öffnen. 
Hier drei Ideen, eine Schatzkiste herzustellen:
1. Schnell und kostengünstig: Aus Goldfolie selbst falten (Anleitungen im Internet). 2. Langlebiger/nachhaltiger: Holzkästchen (z. B. Spandosen oder s. Seite 148) oder Pappmaché-Kästchen mit Goldfarbe bemalen. 3. Kleinen Karton mit abnehmbarem Deckel bekleben/besprühen.
Evtl. Verzierung am dritten Sonntag (s. »Kreative Umsetzung der Geschichte«).
Schatzvorschlag für diesen Sonntag
Kleine Tütchen mit Samenkörnern.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Eine Geschichte zum Miterzählen. 

Die kluge Gärtnerin

In einem wunderbaren Garten lebte eine kluge Gärtnerin. An einem sonnigen Tag versammelten sich einige neugierige Kinder um die Gärtnerin und baten sie, ihnen von ihrer Arbeit zu erzählen. Die Gärtnerin lächelte und begann: »Kinder, ich werde euch eine besondere Geschichte erzählen. Sie handelt vom Säen und Wachsen … 
Vor langer Zeit ging eine Säerin hinaus, um Samen zu verteilen. Sie wollte, dass die Samen zu wunderschönen Pflanzen heranwachsen.« Die Kinder horchten gespannt zu. Eines fragte: »Was ist eine Säerin, und was sind Samen?« 
Die Gärtnerin erklärte freundlich: …
(Die Kinder werden eingeladen, anstelle der Gärtnerin zu antworten und Erklärungen aus ihren eigenen Erfahrungen beizusteuern.)
Die Gärtnerin erzählte weiter: »Eine Säerin ist eine freundliche Frau, die winzige Samen in die Erde legt. Samen sind kleine Geschenke der Natur, die zu wundervollen Pflanzen heranwachsen können.« – »Erzähl uns von diesen Samen, die die Säerin ausgestreut hat!«, rief ein anderes Kind aufgeregt. Die Gärtnerin nickte und fuhr fort: »Einige der Samen fielen auf den Weg. Der war hart, und die Samen konnten nicht wachsen. Da kamen Vögel und pickten die Samen auf.« 
Ein Mädchen fragte: »Aber warum haben die Samen nicht wachsen können?« Die Gärtnerin lächelte … 
(Die Kinder werden wieder eingeladen … wie oben.) 
Und so erklärte es die Gärtnerin: »Weil die harte Erde den Samen keinen guten Platz zum Wachsen gab. Samen brauchen eine weiche Erde, die ihre zarten Wurzeln aufnehmen kann, die aus den Samen hervorwachsen.« 
Dann erzählte die Gärtnerin weiter: »Und einige der Samen fielen auf steinigen Boden.« Ein Junge hob den Finger: »Und was passierte damit?« 
Die Gärtnerin antwortete: 
(Kinder werden eingeladen … wie oben.) 
»Der steinige Boden hatte nur eine dünne Erdschicht«, erklärte die Gärtnerin. »Darauf wuchsen die Samen schnell. Doch ihre Wurzeln konnten sich nicht tief in den Boden graben. Als die Sonne kam und heiß auf die Pflanzen schien, verdorrten die Pflänzchen, weil sie keine tiefen Wurzeln hatten, um weiter unten Wasser zu finden.« 
Dann fuhr die Gärtnerin fort: »Einige der Samen fielen auch unter dichtes Dornengestrüpp …« Ein weiteres Kind fragte besorgt: »Und was passierte damit?«
Die Gärtnerin erklärte: 
(Kinder werden eingeladen … wie oben.) 
Die Gärtnerin erzählte weiter: »Die Samen unter den Dornen mussten um Platz und Nahrung kämpfen. Die Dornen nämlich wuchsen schneller. Die kleinen Pflanzen hatten nicht genug Licht und Platz zum guten Wachsen. Sie erstickten.« 
Ein Junge fragte schließlich: »Sind denn auch Samen auf gute Erde gefallen? Was ist mit denen passiert?«
(Kinder werden eingeladen … wie oben.) 
Die Gärtnerin lächelte verheißungsvoll: »Die Samen, die auf die gute Erde fielen, hatten Glück. Sie fanden dort alles, was sie zum Wachsen brauchten: Sie konnten tiefe Wurzeln schlagen, genügend Wasser trinken und bekamen viel Sonnenlicht. So wuchsen sie zu kräftigen und fruchtbaren Pflanzen heran und trugen viele köstliche Früchte!« 
Die Gärtnerin lud die Kinder ein, ihr im Garten zu helfen und alles zu beobachten. Gemeinsam verbrachten sie wundervolle Tage im Garten der weisen Gärtnerin. Sie erlebten das Säen und Wachsen und sammelten kostbare Erfahrungen für sich selbst. 
Und jedes Mal, wenn sie ein kleines Samenkörnchen sahen oder ein zartes Pflänzchen, erinnerten sie sich daran: Wie aus kleinen, winzigen Samenkörnern große, fruchtbare Pflanzen wachsen können. 

Der besondere Tipp

Von Saat und Ernte

Figurenset für die Erzählschiene

Zwei Gleichnisse sind enthalten: »Vom Sämann« und »Vom Unkraut unter dem Weizen«.

10 sehr stabile Kärtchen, beidseitig bedruckt, mit Textvorlage; 

€ 11,00; 
Best.-Nr. 1739

Jesus erzählt vom Reich Gottes
Minibüchlein mit vier Gleichnissen

Das Büchlein greift die Bilder der gleichnamigen Kamishibai-Erzählung auf (s. u.). 
Eignet sich sehr gut als erinnerndes Mitgebsel.
24 Seiten; 12 x 12 cm;

€ 2,50;
 Best.-Nr. 3570

Jesus erzählt vom Reich Gottes

Bilder-Set für das Kamishibai-Erzähltheater
12 DIN-A3-Bilder auf stabilem Karton erzählen vier Gleichnisse. 
Mit vollständiger Textvorlage;

€ 18,00; 
Best.-Nr. 9013

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Das Gleichnis vom Sämann

Rahel
Rahel streckt sich auf die Zehenspitzen. Um sie herum drängen sich viele Menschen. Gleich soll Jesus dort oben auf dem Berg zu sehen sein. Aber Rahel sieht nichts! 
»Rahel, schau!«, quietscht ihr kleiner Bruder Kilab entzückt von der Schulter ihres Vaters. »Da sind sogar Leute im Wasser! Und auf Booten! Das ganze Land ist voll!« 

Jakob
Gerade als Rahel den Mund öffnet, um zu antworten, tritt ihr jemand kräftig auf den Fuß. »Autsch!«, ruft Rahel und hüpft auf einem Bein. »Oh, Entschuldigung«, sagt eine Stimme. Ein Junge schaut erschrocken zu ihr hinunter. Er ist viel größer als sie, schon fast erwachsen. Aber er sieht nett aus. »Macht nichts«, sagt sie. »Ich bin Rahel. Wie heißt du?« – »Ich heiße Jakob. Und ich suche meine Freunde. Deshalb habe ich nicht richtig hingeguckt. Aber ich fürchte, ich habe sie verloren.« – »Wieso«, fragt Rahel, »kennst du dich hier nicht aus?« – »Nein«, antwortet Jakob und grinst verlegen, »das ist mein allererstes Mal, dass ich in solch einer Menschenmenge stehe. Ich arbeite sonst immer auf dem Feld meiner Eltern.« – »Komisch«, sagt Rahel, »Jesus hat in dieser Gegend schon oft mit Menschen gesprochen. Und Mama und Papa nehmen mich dann jedes Mal mit. Und Kilab auch, obwohl er noch so klein ist.«
»Na ja, eigentlich haben mich meine Freunde auch schon dreimal gefragt, ob ich mitkommen will.« – »Und? Warum bist du nicht mit?«, fragt Rahel neugierig. – »Also, mhm …«, überlegt Jakob, »das erste Mal hat mich mein Vater überredet, zuhause zu bleiben. Er findet es gar nicht gut, dass die Leute so einen Wirbel um Jesus machen. Das zweite Mal haben mir meine Freunde erzählt, was Jesus gesagt hat. Aber ich habe es nicht wirklich kapiert. Ich weiß auch nicht mehr genau, worum es ging. Deshalb wollte ich dann beim dritten Mal mitgehen. Doch da hat unsere Eselin ein Fohlen bekommen. Da musste ich dann natürlich zuhause bleiben und helfen.«

Jesus
In diesem Moment geht ein Raunen durch die Menge. Die Menschen tuscheln aufgeregt: »Jesus ist da.«
»Jakob«, fragt Rahel, »willst du mich auf die Schultern nehmen?« Jakob guckt erstaunt, aber als Rahels Vater ihm zunickt, hebt er Rahel auf seine Schultern. Rahel sieht Jesus. Er steht ein Stück entfernt, aber seine Stimme ist laut. Jesus fängt an zu erzählen. 

Sämann
Er erzählt von einem Mann, der auf dem Feld arbeitet. Er streut Körner aus, die zu gutem Getreide heranwachsen sollen. Aber nicht alle Körner schaffen das. Denn manche picken die Vögel auf. Andere fallen auf den festgetretenen Weg, wo sich ihre Wurzeln nicht in der Erde festmachen können, um Wasser zu bekommen. Und manche fallen in ein Gebüsch mit Dornen. Dort gibt es kein Licht, und die kleinen Getreidepflanzen können nicht wachsen. Sie gehen ein.
Das ist schade. Denn die Samenkörner, die auf gute, weiche Erde fallen, die Wasser und Licht bekommen, können wachsen und zu großen Ähren werden. Sie können geerntet werden. »Und dann«, denkt Rahel, »wird Brot aus ihnen gebacken oder leckere Pfannkuchen gemacht.«
Doch zum Schluss sagt Jesus etwas Seltsames, das gar nichts mit Essen zu tun hat: »Wer Ohren hat, der höre!«

Trotzdem
»Verstehst du das?«, fragt Rahel zu Jakob hinunter. Der sieht ganz nachdenklich aus. »Also, das mit den Ohren ist mir auch ein Rätsel«, antwortet er. »Aber weißt du, ich musste bei dieser Erzählung ein bisschen an mich denken.« – »Weil du auch auf dem Feld arbeitest?« – »Ja. Zuerst auf jeden Fall. Aber dann auch irgendwie bei den anderen Stellen. Das Korn hatte es so schwer, weil ständig irgendwelche anderen Dinge es behinderten. Und das hat mich daran erinnert, warum ich selbst mit meinen Freunden nicht früher hierher mitkommen bin. Dabei hatte ich eine Gänsehaut, als Jesus gesprochen hat. Ich hatte das Gefühl, er redet genau mit mir.« »Das Gefühl hatte ich auch!«, ruft Rahel überrascht. »Und wie schade wäre es gewesen, wenn du heute nicht mitgekommen wärst. Dann hättest du Jesus weder gesehen noch gehört.« – »Dabei soll man doch hören, wenn man Ohren hat«, sagt Jakob und lacht. »Da muss ich in Zukunft besser aufpassen, dass ich das nicht vergesse: Auch wenn mich etwas abhalten will, immer wieder zu lauschen und zuzuhören.« – »Ja«, sagt Rahel, »ein Glück, dass du da bist. Und dass wir beide heute zugehört haben.«

Der besondere Tipp

Handtuch »Regenbogen« und »Fisch«

Wachsen, wie das Reich Gottes – das staunend zu sehen, können diese beiden Handtücher ein eindrückliches Mitgebsel sein. In warmem Wasser wachsen und entfalten sich beide Formen zu einem Frotteetuch von 30 x 30 cm Größe.

beide € 2,60 (ab 10 Ex. je € 2,40)

Regenbogen: Best.-Nr. 1774

Fisch: Best.-Nr. 1655

junge-gemeinde.de

Hier können Sie kostenfrei Zusatzmaterial aus der Evangelische Kinderkirche Heft 2/2024 herunterladen.
Bild: Der Sämann bei Sonnenuntergang 
(Vincent van Gogh); zur Reihe: Bilder vom Reich Gottes

Je nach Zeit eine kleine Schatzkiste basteln oder den Vordruck einer Schatzkiste verteilen. In die hinein können die Kinder schreiben/malen, was ihnen wertvoll ist, was sie in ihrem Leben »sammeln« möchten. Die Mitarbeitenden begleiten mit Ideen/Anregungen.

Lukas 7,36–50

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Psalm 

(Psalm23)
Z. B. aus KuS 650

Alternative: 
Die folgenden Verse auswendig lernen (mit Bewegungen):
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. (Mit beiden Händen über eine imaginäre Tischplatte streichen.)
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. (Mit einer Hand kleine Kreisbewegungen auf der Stirn; mit beiden Händen Becher formen.)
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang (erst rechts, dann links eine imaginäre Person an der Hand fassen) 
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. (Mit Händen ein »Dach« über dem Kopf bilden.)

Lieder

Gottes Liebe ist so wunderbar (KuS 484, KG 156);
Komm, wir machen Gott jetzt eine Freude (Das große Mike Müllerbauer Songbook 104);
Gott hat mich in sein Herz geschlossen 
(Feiert Jesus! Kids-Liederbuch 44)

Segnung mit Salböl

Jemand aus dem Team salbt die Kinder zum Schluss und zeichnet mit Öl ein Kreuz auf die Stirn. Alternativ können die Kinder sich auch gegenseitig salben. 

Worte zur Segnung mit Salböl:
Ich salbe dich im Namen des Vaters, 
der dich zu seinem Kind gemacht hat 
und dich liebt.
Ich salbe dich im Namen des Sohnes, 
der für dich gestorben ist und dir vergibt.
Ich salbe dich im Namen des Heiligen Geistes, der in dir lebt und mit dir ist.
Amen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Düfte erraten (zum Einstieg)

Verschiedene Gläser mit stark duftenden Dingen wurden vorbereitet (z. B. Currypulver, getrocknete Nelken, Lavendel, eine Scheibe Salami, Zitrone, mit Parfüm besprühter Wattebausch, Zahnpasta, Kaffeebohnen, zerriebene Minze, Zimtstangen, frisch gemähtes Gras). Die Gläser sind beklebt oder mit einem Tuch abgedeckt. Jedes Kind, das möchte, darf mit geschlossenen/verbundenen Augen einige Duftproben nehmen. Kann es den Inhalt erraten? Wenn nicht, kann es den Duft auch beschreiben.

Geschichte aufarbeiten

Nach der Erzählung setzen sich die Kinder auf eine große (oder mehrere kleine) Picknickdecken. Das Team hat einen Snack vorbereitet (der gerne mit orientalischem Flair sein kann, um die Atmosphäre der Geschichte etwas erlebbarer zu machen; z. B. Fladenbrot, verschiedenen Dips, Gemüsesticks).

Während des Essens miteinander ins Gespräch kommen über:

Selbstwahrnehmung/-einschätzung 

(ggf. in Kleingruppen)

Erfahrungsberichte 

Jedes Kind überlegt sich eine »Love-Attack«: Wie kann ich diese Woche jemand meine Wertschätzung ausdrücken? So wie die Frau das für Jesus getan hat? 
Beim nächsten Gottesdienst darüber austauschen: Wo/wie habe ich jemand etwas Gutes getan? Wie hat sich das angefühlt?
(Es ist schön, wenn die Kinder füreinander beten, dass die geplante »Love-Attack« gelingt.)

Duftöl herstellen

Wichtig: eventuelle Allergien klären. 
Die Kinder mischen sich ihr eigenes Duftöl und befüllen damit ein Fläschchen, das sie mit nach Hause nehmen können. Das Fläschchen kann noch beschriftet und dekoriert werden.

Material pro Kind:

Der besondere Tipp

Dieter Witt
Segen für alle Fälle

Vom Taufgottesdienst über die Konfirmation bis hin zur Trauerfeier knüpft der Autor immer wieder an biblische Erfahrungen an und bringt das persönliche Leben ins Spiel.160 Seiten, Paperback, DIN-A5

Sonderpreis!

€ 9,90 (anstatt € 17,90); Best.-Nr. 2093

Salböl-Set

Keramik-Schälchen handgetöpfert. Das Set enthält alles Passende und Nötige für den Segen bei verschiedensten Anlässen (im Kindergottesdienst und bei anderen Gottesdiensten, am Krankenbett …):

    • Salböl-Gefäß mit Korkverschluss (Keramik); 8 cm hochSalböl-Schälchen (Keramik); 1 cm hoch, 5 cm ØSalböl-Flasche mit 30 ml Salböl (das aus natürlichen, ätherischen Ölen in einer speziellen Zusammensetzung erstellt wird)Broschüre »Segen, der unter die Haut geht«, 16 Seiten, vierfarbig

    € 19,90; Best.-Nr. S1510

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

& Erzählung für Ältere & Jüngere

Die Kinder sitzen während der Geschichte im Kreis.

Was will die Frau nur?

Einmal wurden Jesus und seine Jünger von Simon zum Essen eingeladen. Simon hatte Theologie studiert. Jetzt hat er einen guten Job und die Nachbarn respektierten ihn. In seinem schönen Haus hat er alles vorbereitet und man setzt sich zum Essen hin. Plötzlich und ohne anzuklopfen stößt eine Frau die Tür zum Esszimmer auf. Niemand hat sie eingeladen. Simon und seine Freunde wechseln geschockte Blicke. Um Himmels willen! Was will diese Frau hier in diesem Haus? Was hat sie bei diesem schicken Essen für Jesus zu suchen? 

Alle meiden die Frau

Ihr müsst wissen: Diese Frau hat keinen guten Ruf in der Stadt. Die Leute sagen ihr nach, schlechte Dinge getan zu haben. Alle meiden sie und wechseln die Straßenseite, wenn sie entgegenkommt. Niemand will etwas mit ihr zu tun haben.
Doch die Frau beachtet Simon gar nicht. Sie fragt ihn auch nicht um Erlaubnis oder was er darüber denkt. Sie geht schnurstracks auf Jesus zu. Der taucht gerade das knusprige Fladenbrot in den Hummus. Seelenruhig, als sei diese Frau hier das Normalste auf der Welt. 
Gleichzeitig jedoch verfolgt Jesus die Frau aufmerksam. Er schenkt ihr sogar ein warmes Lächeln, als würde er ihr wortlos sagen: »Herzlich willkommen!«

Duft, der ein Vermögen kostet

Simon findet das unerhört! Schließlich ist das hier sein Haus! Er springt hastig auf, um die Frau eigenhändig schnell wieder vor die Tür zu setzen. Was bildet die sich eigentlich ein?!
Doch Simon hält mitten in der Bewegung inne. Die Frau wirft sich plötzlich vor Jesus auf den Boden und beginnt laut zu schluchzen. Sie hört gar nicht mehr auf zu weinen. Ihre Tränen tropfen nacheinander auf die Füße von Jesus, bis sie ganz nass sind. Die anderen Gäste tuscheln hinter vorgehaltener Hand. Ihnen ist das alles ziemlich unangenehm.
Nach einiger Zeit holt die Frau ein kleines, wunderschönes Glasfläschchen aus der Tasche. Sie öffnet es vorsichtig. Simons Freund deutet auf das Etikett. Erstaunt pfeift er durch die Zähne. »Meine Güte, das muss ja ein Vermögen gekostet haben!«, sagt er leise. 
Da verbreitet sich auch schon ein wunderbarer Duft im ganzen Zimmer …

Jedes Kind erhält einen Wattebausch, der mit etwas Parfüm besprüht wurde. (Alternativ kann ihm auch ein Tropfen eines wohlriechenden ätherischen Öls in die Handfläche geträufelt werden.) Die Kinder werden eingeladen, die Augen zu schließen (und ab jetzt geschlossen zu halten), zu riechen und sich die Szene vorzustellen. Das können sie während der Weitererzälung immer wieder tun und sich so die Szene intensiver vorstellen und wahrnehmen.
Die Geschichte wird weitererzählt …

Kostbares Öl auf nackte Füße

Wie benebelt sieht Simon zu, wie die Frau das ganze Fläschchen mit dem kostbaren Öl über den nackten Füße von Jesus ausschüttet. Das duftende Öl tropft auf den Boden. Doch sie fängt es mit ihren langen Haaren auf und reibt es in die rissige Haut der Männerfüße, die den ganzen Tag auf staubigen Straßen unterwegs gewesen sind.

Kurze Stille. 
Wer mag, kann die Augen wieder öffnen.

Unerhört – diese Frau

Simon hat nur zugesehen, was die Frau tut. Doch jetzt kommt wieder Leben in ihn. »Das ist ja wirklich unglaublich!«, murmelt er in seinen Bart. »Schämt sich diese Frau denn gar nicht? Erst das laute Weinen, und jetzt tropft auch noch das Salböl auf meinen Boden. Und all das beim Essen. Das ist wirklich unerwünscht! Außerdem: Wenn Jesus Gottes Sohn ist, dann muss er doch wissen, dass diese Frau eine durch und durch schlechte Person ist. Mit so einer hat man besser nichts zu tun! Das wissen schließlich alle in der Stadt.« 
Und dann springt Simon auf …

Der richtige Moment für eine Geschichte

Doch Jesus hebt beschwichtigend die Hände. »Lass mich dir eine Geschichte erzählen«, sagt Jesus in Simons wütende Gedanken hinein. »Eigentlich«, denkt Simon, »ist jetzt nicht der richtige Moment für Geschichten. Allerdings ist Jesus wirklich ein guter Geschichtenerzähler.« Und weil er nichts verpassen will, gibt er nach und setzt sich wieder in die Runde. »Ich höre …«

»Wer ist dankbarer?«

»Stell dir einen reichen Mann vor«, beginnt Jesus. Das fällt weder Simon noch einem anderen in der Runde schwer. »Er hat mehr Geld, als er ausgeben kann. Deswegen verleiht er ab und zu von seinem Geld an andere. Die zahlen es ihm dann wieder mit Zinsen zurück. 
So kommen eines Tages auch zwei Männer zu ihm. Der eine bittet um 50.000 Euro für eine neue Geschäftsidee. Der andere leiht sich 50 Euro, damit er seine Miete bezahlen kann. Als der vereinbarte Zeitpunkt gekommen ist, an dem die beiden das Geld zurückzahlen sollen, kann das aber keiner der beiden tun. Die Geschäftsidee des ersten Mannes hat nicht funktioniert. Er musste seinen Laden schließen und seine Mitarbeiter entlassen. Beim zweiten Mann hat sich die Miete sogar noch erhöht, sodass er am Ende des Monats nur einen leeren Geldbeutel hat. 
Der reiche Mann ist jedoch nicht nur reich, sondern auch sehr großzügig. Er schenkt beiden Männern kurzerhand das Geld und erlässt ihnen alle Schulden.

Was meinst du, Simon«, wendet sich Jesus direkt an seinen Gastegeber, »wer von den beiden Männern wird wohl dankbarer sein?«,
Simon muss nicht lange überlegen. »Logisch! Natürlich der, dem er die riesige Summe von 50.000 Euro erlassen hat!« Jesus nickt. 

Das Schlechte spielt keine Rolle mehr

Dann schaut er die Frau an und legt ihr die Hand sachte auf die Schulter. Zu Simon sagt er: »Sieh dir die Frau an. Als ich in dein Haus gekommen bin, hast du mich nicht umarmt oder besonders willkommen geheißen. Du hast mir keine Möglichkeit gegeben, meine staubigen Füße zu waschen und mich frisch zu machen. Aber diese Frau hat so viele Tränen vergossen, dass meine Füße davon sauber geworden sind. Und sie hat sie mit ihren Haaren abgetrocknet. Sie hat nicht aufgehört, meine Füße zu küssen und mich mit dem Kostbarsten zu verwöhnen, das sie hat. Deswegen sage ich dir: Du magst vielleicht schlecht von ihr denken, aber ich tue das nicht. Sie liebt mich mit ihrem ganzen Herzen. Das hat sie bewiesen. Deswegen denke ich nicht mehr an das Schlechte in ihrem Lebens. Wem viel vergeben wird – wie dieser Frau – der liebt viel. Wem aber nur wenig vergeben wird, der liebt auch nur wenig.« 

Dann wendet Jesus sich der Frau zu und schaut sie liebevoll an. »Alle deine Schuld ist dir vergeben«, sagt er. »Alles ist gut, als hättest du nie etwas Schlechtes getan. Ich weiß, du glaubst daran. Deshalb wirst du im Frieden nach Hause gehen.«

Der besondere Tipp

Gebetswürfel mit Tischgebeten (Bastelbogen)

gereimte Gebete machen es einfach, Gott »Danke« zu sagen. Vorgerillt – deshalb leicht zu falten und beschichtet – deshalb abwischbar.

€ 2,00 € (ab 10 Ex. je 1,90 €); 

Best-Nr. 1648

Symbol-Bildkarten »Lob und Dank«

20 verschiedene Motive zum Thema in je zweifacher Ausführung –
für die Arbeit mit unterschiedlichen Gruppen sowohl in Gemeinde als
auch Schule. 

40 Karten (10,8 x 8,5 cm), die in einer Pappbox (mit Klettverschluss) aufbewahrt werden können.

Der Box liegt ein Heft bei mit Hinweisen und Anregungen zur Arbeit mit den Karten. 

€ 5,00; 

Best.-Nr. 1462

junge-gemeinde.de

Lukas 12,13–21

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Wir denken darüber nach, was uns wirklich wertvoll ist und wofür es sich lohnt, unsere Lebenszeit zu investieren.

Zum Text / Zum Thema

Daraus ergeben sich Fragen:

Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Psalm

 (Psalm 103) 
Z. B. in KuS 668

Alternative:
Die folgende Verse auswendig lernen (mit Bewegungen):
Ich will den HERRN loben (mit erhobenen Händen applaudieren)
von ganzem Herzen (Hände aufs Herz legen),
alles in mir soll seinen heiligen Namen preisen! (Hände vor dem Körper kreisen)
Ich will den HERRN loben (wie oben)
und nie vergessen (Kopf schütteln),
wie viel Gutes er mir getan hat (Arme ausbreiten und zu sich heranziehen).

Lieder

Wo Menschen sich vergessen 
(KuS 506, MKL 2 132, Wwdl 93);
Hast Du heute schon »Danke« gesagt (von Margret Birkenfeld; z. B. in: Ja, Gott hat alle Kinder lieb. Das Margret-Birkenfeld-Liederbuch, 2016)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Spiele zum Einstieg

Für Jüngere:

Weitergeben: Die Kinder sitzen im Kreis. Einem Kind wird auf jede Fingerkuppe einer Hand eine Münze gelegt. Diese muss es auf die Fingerkuppen des nächsten Kindes schieben, ohne dass sie herunterfallen (je nach Alter Anzahl der Münzen anpassen). Die versteckte Message »Geld ist zum Weitergeben da« kann im weiteren Verlauf aufgegriffen werden.

Münzenwerfen: Jedes Kind erhält eine bestimmte Anzahl Münzen, mit denen es einen Hut in gewisser Entfernung treffen soll.
 
Lottogewinn: Nach dem Prinzip von »In meinen Koffer packe ich …« geht es hier um »Mit meinem Lottogewinn kaufe ich …«

Für Ältere:

Was würde ich tun?: Ein Kind setzt sich in die Mitte des Stuhlkreises (freiwillig) und erhält leihweise einen 100-€-Schein (oder ein Bündel Monopoly-Papiergeld). Jemand aus dem Team leitet das Gespräch an: ∙Wie fühlst du dich mit dem Geld? ∙Was würdest du damit machen? ∙Wie wäre es, wenn du jeden Tag soviel Geld bekommen würdest?

Redensarten: Auseinandergeschnittene Redesarten/Sprichwörter zum Thema wieder zusammenfügen: 

Diese Auswahl gibt es auch gebrauchsfertig hier: Redensarten

Für alle Altersgruppen:

Stabil: Die Kinder in zwei Teams einteilen. Jedes Team erhält Holzklötze, mit dem es ein möglichst hohes und möglichst stabiles Gebäude baut. Welches Team schafft das höchste/stabilste Gebäude?

»Jenga«: Bei diesem Geschicklichkeitsspiel wird versucht, so lange wie möglich einem Holzklötzchenturm Klötze zu entziehen, ohne ihn zum Einsturz zu bringen.

Nach der Erzählung 

Was ist wirklich WERT-voll im Leben, wofür lohnt es sich zu leben?

Für Jüngere:

Geführtes Gespräch

»Alles meins!«: Zum Abschluss das Videoclip von Rabe Socke schauen (bei YouTube Suchworte »Rabe Socke alles meins« eingeben).

Für Ältere:

Die Todesanzeige von Hartmut Habgier einbringen und darüber diskutieren.
Auch diese Anzeige können Sie hier fertig zum Einsatz und kostenfrei herunterladen.

Kreativ-Angebot

Je nach Zeit eine kleine Schatzkiste basteln oder den Vordruck einer Schatzkiste verteilen. In die hinein können die Kinder schreiben/malen, was ihnen wertvoll ist, was sie in ihrem Leben »sammeln« möchten. Die Mitarbeitenden begleiten mit Ideen/Anregungen.

Hier finden Sie eine solche Schatzkisten-Idee gebrauchsfertig zum Herunterladen und Kopieren (mit Goldtalern, die beschriftet, ausgeschnitten und in die Schatzkiste geklebt werden können.)

Der besondere Tipp

Schatzkiste klein oder groß

In den Holztruhen mit abgerundetem Deckel können die Kinder ihre kleinen Schätze aufbewahren. 
Klein: 9,5 x 7 cm, € 4,90; Best.-Nr. 1479;
groß: 15 x 10,50 cm; € 7,50; Best.-Nr. 1480

(ca. 30–35 Steine)  im Organzabeutel.

€ 12,00; Best.-Nr. 539

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Das Erbe

Jesus war mal wieder umgeben von vielen Menschen. Auf einmal fragte ein Mann aus der Menge: »Sag mal Jesus, kannst du mir weiterhelfen? Mein Bruder und ich haben geerbt. Sag doch meinem Bruder, er soll das Erbe gerecht zwischen uns teilen.« 

Geld allein macht nicht glücklich

Aber Jesus schüttelte den Kopf und sagte: »Ich bin doch nicht dein Rechtsanwalt.« Jesus wollte, dass der Mann etwas lernte. Und die Menschen, die um sie herumstanden. Alle sollten verstehen, dass Geld allein uns nicht reich und glücklich machen. 
Deshalb rief Jesus laut: »Passt mal auf! Mit Geld kann man nicht alles kaufen!« Und dann überlegte er sich eine Geschichte aus. Die ging in etwa so: 

Bauer Hartmut Habgier

Bauer Hartmut Habgier hatte ein großes Feld und war ziemlich reich. Und weil es dieses Jahr so viel Sonne und Regen gegeben hatte, wuchs sein Korn so gut wie noch nie. Er erntete mehr Getreide, als er in seinem kleinen Hofladen neben dem Haus unterbringen und verkaufen konnte. Deshalb überlegte er hin und her. Er konnte nachts schon nicht mehr schlafen, weil er so viel über seine Getreidesäcke nachdachte. 
Eines Morgens stocherte er in seinem Frühstücksei herum. Da kam ihm die zündende Idee: »Ich werde meinen kleinen Hofladen abreißen und einen neuen bauen. Riesengroß! Und mit viel mehr Regalen für die Getreidesäcke. Da werden meine Kunden staunen. Und bald bin ich dann wahrscheinlich der reichste Bauer im ganzen Dorf.«
Bauer Habgier war begeistert! Und während er sich im Badezimmer die Zähne putze, schaute er in den Spiegel. Da lachte er bewundernd: »Mensch Hartmut, du bist echt ein toller Typ! Klar, eine Weile musst du noch hart arbeiten – bis der neue Hofladen steht. Aber wenn du das geschafft hast, legst du die Beine hoch, kaufst dir einen Porsche und buchst dir einen langen Urlaub in der Karibik.«
Noch während Bauer Habgier vor dem Spiegel stand, meinte er, eine Stimme zu hören. Die rief: »Hartmut Habgier, du bist ein ganz schöner Idiot! Schon heute Nacht könntest du sterben. Was wird dann aus deinem ganzen Geld und den Plänen vom großen Hofladen?« Bauer Habgier sah sich erschrocken um. »Ist da jemand?«, fragte er. Doch er konnte niemand sehen. Also zuckte er die Schultern, krempelte die Ärmel hoch und ging an die Arbeit. Er hatte ja noch so viel vor.

Mit Geld kann man nicht alles kaufen

Jesus sah die Leute an und sagte ernst: »Seht ihr! Mit Geld kann man nicht alles kaufen. Wem es nur darum geht, in diesem Leben reich zu sein, der wird einmal sehr arm vor Gott stehen.«

Erzählung für Ältere

Streit ums Erbe

Wie so oft war Jesus auch jetzt umgeben von vielen Menschen. Sie waren neugierig auf das, was er zu sagen hatte oder wollten seine Wunder nicht verpassen. Manche wollten ihn auch um Rat fragen. Wie der Mann, der sich an diesem Tag aus der Menge nach vorne drängelte. »Jesus«, sagte er atemlos, »mein Bruder und ich haben viel Geld geerbt. Aber jetzt will er nicht mit mir teilen. Könntest du nicht mal mit ihm reden? Vielleicht hört er auf dich mehr als auf mich.«

Man kann sich kein gutes Leben kaufen

Aber Jesus hob abwehrend die Hände und schüttelte den Kopf: »Erstens bin ich kein Rechtsanwalt und zweitens ist es besser, nicht so gierig zu sein. Denn egal, wieviel Geld du hast: Ein gutes Leben kannst du dir nicht davon kaufen.« 
Um dem Mann deutlich zu machen, was er damit meinte, überlegte sich Jesus eine Geschichte. Auch die anderen Leute sollten sie hören:

Bauer Hartmut Habgier

Hartmut Habgier hatte von seinem Vater einen großen Gutshof übernommen. Mit Feldern und Wäldern, einem großen Wohnhaus, großen Lagerhallen. Auch Hartmut Habgier war ein erfolgreicher Unternehmer und wusste immer, wo es ein gutes Geschäft zu machen gab. Dieses Jahr war es für Hartmuts Hof besonders gut gelaufen: Die Felder hatten eine Jahrhunderternte ergeben und er hatte damit viel Geld erwirtschaftet. Selbst sein Finanzberater bei der Bank nickte angesichts der guten Gewinne ankennend: »Gratuliere Hartmut! Vielleicht könntest du dir mal überlegen, den Hof noch weiter zu vergrößern. Wie wäre es denn mit einem Hof-Café und einer zweiten Biogasanlage?«
Hartmut lachte bescheiden, aber die Anerkennung fühlte sich großartig an. Bisher hatte er noch nie darüber nachgedacht, den Hof zu vergrößern. Doch jetzt ließ ihm das Gespräch mit dem Bankangestellten keine Ruhe mehr. 

Keine Ruhe mehr

Sogar nachts dachte er nur noch an die Vergrößerung seines Hofes und wie er dadurch mehr Geld verdienen konnte. Immer wieder stand er auf und schrieb seine Ideen auf. Sogar eine Skizze fertigte er an. Darin wurden die alten Lagerhallen abgerissen und durch doppelt so große ersetzt. Und es gab viel Platz für neue Projekte und Investitionen. 
Obwohl er kaum mehr schlief, war Hartmut von seinen neuen Ideen total begeistert. Er war so motiviert, dass er am liebsten sofort damit angefangen wollte, seine Pläne umzusetzen. 
Eines Morgens klopfte er beim Rasieren seinem Spiegelbild bewundernd auf die Schulter. »Du bist schon ein toller Typ«, sagte er zu sich selbt. Er hatte den Familienhof zu einem Erfolg gemacht. Er konnte sich inzwischen alles Mögliche leisten. Und er hatte trotzdem noch Geld für neue Projekte. Das sollte ihm erst mal einer nachmachen. 
Er malte sich aus, wie er irgendwann überhaupt nicht mehr arbeiten müsste. »Wenn alles nach Plan läuft, habe ich dann genug Geld, alles meinen Angestellten zu überlassen. Ich selbst brauche dann keinen Finger mehr zu rühren. Dann werde ich es mir richtig gutgehen lassen: Einen Porsche kaufen und das halbe Jahr im Urlaub sein.«

Alle Pläne umsonst

Noch während er vor dem Spiegel stand und das Gesicht abtrocknete, schmerzte plötzlich sein linker Arm, dann die ganze Brust. Ihm wurde schwindelig. Und als er sich benommen auf den Badewannenrand setzte, schien ihm eine Stimme zuzuflüstern: »Hartmut, du denkst nicht nach. Du verhältst dich wie ein Idiot. Was, wenn du diesen Herzinfarkt nicht überlebst? Was wird dann aus deiner ganzen Kohle und deinen großen Plänen?« – »Großer Gott …«, stammelte Hartmut entsetzt. 
Und wir wissen nicht, welcher letzte Gedanke ihm durch den Kopf schoss.

Immer reicher?

»Seht ihr«, sagte Jesus und blickte in die Augen seiner geschockten Zuhörer. »So kann es gehen, wenn man meint, Glück und ein gutes Leben hingen am Geld. Wer immer reicher werden will, wird am Ende mit leeren Händen vor Gott stehen.«

Der besondere Tipp

Pflasterbox

Die lustigen Tierbilder auf den zehn Pflasterstreifen helfen dabei, die Schramme rasch zu verschmerzen.

Einzeln versiegelt, Box mit Aufdruck, Maße: 6 x 2 cm; 

€ 2,30 (ab 10 Ex. je € 2,10); 
Best.-Nr. 1659

Geschichten von Jesus

Minibüchlein

Die schönsten Geschichten von Jesus auf 26 Seiten elementar erzählt und zum Viel-Gucken illustriert.

€ 1,80 (ab 25 Ex. je € 1,75; ab 50 Ex je. € 1,70); 
Best.-Nr. 3485

junge-gemeinde.de

Hier erhalten Sie die Kopiervorlage für den Monatsgottesdienst August 2023.

Lukas 14,15–24

Das Festmahl – wer kommt?

Lukas 14,15–24

I. Vorüberlegungen 

Zur Planung des ­Kindergottesdienstes
Zum Text / Zum Thema

Die Frage der ursprünglich Zuhörenden dieses Gleichnisses könnte sein: »Wer kann in Gottes Reich kommen? Wer wird dabei sein bei Gottes Festmahl?« Jesus macht mit dem Gleichnis deutlich:
1. Nicht (nur) die anscheinend »offensichtlich Dazugehörenden« sind willkommen. Gott spricht die Einladung auch an Benachteiligte, Arme und Ausgestoßene aus.
2. Eine Einladung erwartet eine Antwort. Die Reaktion auf Gottes Einladung bleibt unsere freie Entscheidung.

Die Kinder und der Text / das Thema

Wer wird eingeladen?
Kinder lieben es zu feiern! Oft wird schon lange vor einer Feier gefragt: »Wen lädst du ein zu deinem Fest?« Oder Kinder überlegen gespannt: »Werde ich eine Einladung bekommen?«
Kinder wählen meist Freunde, mit denen sie gerne spielen oder die in der Klassengemeinschaft populär und angesagt sind. Kurz: Gäste, mit denen es Spaß macht, zu feiern oder mit denen die Party ein Erfolg zu werden verspricht.
Gott hingegen hat andere Kriterien. Er lädt alle ein. Er möchte auch die dabeihaben, die nicht unbedingt angesagt sind, sondern mit ihrem Kommen seine Einladung wertschätzen.

Wer wird kommen?
Die meisten Kinder haben wahrscheinlich schon einmal am eigenen Leib erfahren, wie enttäuschend es ist, wenn der beste Freund oder die angesagte Klassenkameradin die ausgesprochene Einladung nicht annehmen kann. Vielleicht gibt es für die Absage gute Gründe. Vielleicht kennen die Kinder aber auch den Schmerz, wenn jemand nur Ausreden erfindet, weil die Lust fehlt, der Einladung zu folgen.
Gott geht es da nicht anders …

II. Kreative Bausteine

Wir feiern ein Fest! 

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt: 
Gruppe 1: Die Gastgeberin/der Gastgeber
Gruppe 2: Die Gäste.

Gruppe 1: Gastgeberin/Gastgeber
Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung des »Festmahls«.
Material:
Dekoration (je nach Möglichkeiten und Geschmack): Tischdecken, Kerzen, festliche Dekoartikel, Servietten, Musik, Luftballons …
Essen (ebenfalls nach Möglichkeiten und Geschmack auswählen): Popcorn, Gemüsesnacks (mit Dip), Obstsalat, Kuchen, gemeinsam gekochtes Essen (ggf. etwas wählen, das gut einige Zeit warmgehalten werden kann) …

Gruppe 2: Gäste
Im Mittelpunkt steht das Erzählen der Geschichte und das Ausdenken und Vorbereiten der Gäste-Rollen.
Material:

Einladungen

(Einladungskarte: Daniela Helfrich) – Einladungskarte als pdf zum Download

Accessoires/Bastelmaterial
Für die geladenen Gäst (die mit den Ausreden und später die mit Benachteiligungen).
Ausreden: Z. B. Kaufvertrag für das neue Haus schreiben, Stoffkatze.
Beeinträchtigungen: Z. B. Krücken, Verbandsmaterial, alte Kleidung, gemalte Schilder für Bettelnde.

III. Gestaltungsvorschlag für einen Gottesdienst

1. Begrüßung der Kinder
2. Lied

Einfach spitze, dass du da bist (KuS 193, KKH 15)

3. Einstimmung auf das Thema 

Mögt ihr es, zu feiern? 
Was war die beste/schlimmste Party, die ihr erlebt habt? 
(Kinder erzählen kurz von eigenen Erfahrungen)

4. Ankündigung des Festmahls

»Wusstet ihr, dass Gott es mag, zu feiern? Es gibt in der Bibel sogar Geschichten und Gleichnisse über Gottes Feste. Und deswegen feiern wir heute ebenfalls eine Party!«
Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt (»Gastgeberin/Gastgeber« und »Gäste«; s. linke Spalte). 
Jedes Kind aus Gruppe 2 erhält eine Einladung zum Fest (s. linke Spalte). Danach geht diese Gruppe in einen separaten Raum.

5. Vorbereitung des Festes

Gruppe 1: Gastgeberin/Gastgeber

Diese Gruppe trifft jetzt alle nötigen Vorbereitungen für das Fest. Die Mitarbeitenden verteilen dazu die unterschiedlichen Jobs, die erledigt werden müssen (je nach Zeit und Alter der Kinder, haben die Mitarbeitenden manches schon vorbereitet):

Gruppe 2: Gäste

Parallel dazu wird in der Gruppe 2 zunächst das Gleichnis erzählt. Evtl. hierzu die Gruppe nochmals in Jüngere und Ältere unterteilen.

6. Gleichnis erzählen

Für die Jüngeren:
Jesus saß mit einer Gruppe Menschen zusammen. Die wollten mehr über Gott erfahren. Einer sagte: »Gott feiert irgendwann ein großes Fest. Da wäre ich so gerne dabei!«
Jesus überlegte eine Weile. Dann begann er zu erzählen: »Stell dir vor: Ein berühmter Mann lädt seine besten Freunde zu einer riesengroßen Party ein. Lange Zeit bereitet er alles für das rauschende Fest vor. Als der Tag gekommen ist, schickt er Taxis los, um die Gäste abzuholen.
Doch die Freunde haben plötzlich alle etwas anderes zu tun. Der eine sagt: ›Ich bin gerade in mein neues Haus gezogen. Da muss ich noch so viele Umzugskisten auspacken.‹ Der andere sagt: ›Ich habe mir eine Katze angeschafft. Mit der muss ich zum Tierarzt.‹ Der dritte sagt: ›Ich habe eine neue Freundin. Da möchte ich lieber mit ihr zusammen die Zeit verbringen.‹
Der Gastgeber ärgert sich sehr über seine Freunde. Dann sagt er zu den Taxifahrern: ›Hört mal! Von denen, die ich eingeladen habe, weiß wohl keiner meine Einladung wirklich zu schätzen! Niemand von ihnen soll auch nur einen Krümel von meinem Festessen bekommen. Fahrt nochmal los. Ladet jetzt alle ein zu meiner Party. Alle, die ihr seht: Die, die auf der Straße leben. Die, die keine Arbeit haben. Die, die aus ihrer Heimat hierher geflüchtet sind. Alle, die sonst nicht eingeladen werden. Denn sie sind willkommen bei mir! Alle, die wollen, können mitfeiern. Jeder Platz an meinem großen Tisch soll besetzt sein!‹

Für die Älteren
Eines Tages saß Jesus mit einer Gruppe Menschen zusammen. Einer von ihnen sagte: »Gott feiert irgendwann ein großes Fest in seinem Reich! Ich wäre so glücklich, mit dabei zu sein!«
Jesus dachte kurz nach und erzählte dann eine Geschichte: »Stell dir vor«, begann er, »ein berühmter Mensch plant eine gigantische Party. Alle Freunde und Bekannte des Mannes bekommen eine elegante Einladungen zugeschickt. Und seine Angestellten bereiten wochenlang alles für das rauschende Fest vor. Es wird über nichts anderes mehr geredet. 
Am Tag, an dem das Mega-Event stattfinden soll, schickt der Gastgeber große Limousinen los, um die Gäste abzuholen.
Doch anstatt in schicker Festgarderobe die Fahrer zu erwarten, haben die Eingeladenen plötzlich anderes vor. Einer sagt: ›Ich bin gerade in ein neues Haus gezogen. Es gibt noch so viel zu erledigen.‹ Ein anderer sagt: ›Ich habe mir eine Katze angeschafft. Mit der muss ich zum Tierarzt. Sie muss dringend geimpft werden.‹ Der nächste redet sich heraus: ›Ich habe eine neue Freundin, die mag es nicht so gerne, wenn ich den ganzen Abend weg bin.‹
Der Gastgeber ärgert sich sehr über seine Freunde und Bekannten. Er sagt zu den Fahrern: ›Hört mal! Von denen, die ich eingeladen habe, weiß wohl keiner meine Einladung wirklich zu schätzen! Niemand von ihnen soll auch nur einen Krümel von meinem Festessen bekommen. Fahrt nochmal los. Ladet jetzt eure Limousinen voll mit Leuten, die auf der Straße betteln, unter der Brücke schlafen oder kein Geld für eine schicke Abendrobe haben. Auch die, die hier fremd sind und unsere Sprache nicht sprechen – ladet sie ein! Alle, die nicht angesehen oder angesagt sind, sollen mitfeiern.‹ Genauso machen es die Fahrer. Und sie bringen viele Gäste mit. 
Trotzdem sind noch Plätze an der Festtafel frei. ›Fahrt noch ein Stück weiter hinaus‹, sagt der Gastgeber. ›Ladet auch dort die Menschen ein. Alle, die möchten, sollen mitfeiern! Ladet alle ein, bis auch der letzte Platz an meinem Tisch besetzt ist!‹« 

7. Rollenspiel 

Gruppe 2: Gäste
Mitarbeitende erklären, dass die Gruppe 1 ein Fest vorbereitet. In einer ersten Runde sollen sich alle »Gäste« (also alle aus der Gruppe 2) etwas überlegen, warum sie nicht zum Fest kommen können. Diese Ausrede kann dem biblischen Text entnommen oder selbst überlegt sein.
In einer zweiten Runde schlüpfen die Gäste in die Rolle einer/eines Benachteiligten. (Auch hier entweder aus der biblischen Erzählung oder selbst überlegt.) Neben gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Armut können auch Herkunft, Sprache, Hautfarbe, Religion Gründe für Ausgrenzung sein.
Die Gäste suchen und basteln Accessoires für ihre Rollen (einmal als Freund/Freundin, einmal als Benachteiligte/r; s. hierzu »Accessoires/Bastelmaterial«, Seite 366).

Gruppe 1: Gastgeberin/Gastgeber
Wenn in Gruppe 1 das Fest vorbereitet ist, bitten die Gastgeberinnen und Gastgeber die Gäste herein. Doch diese bringen ihre verschiedenen Ausreden vor und kehren zurück in ihren Gruppenraum.
Die Gastgebenden aus Gruppe 1 haben damit nicht gerechnet (sie haben das Gleichnis ja noch nicht gehört). 
Leicht geführter Austausch in der Gruppe:
Was war das? Wie geht es uns? Was fühlen wir? Und was jetzt? War die ganze Arbeit umsonst?
Gruppe 1 berät: Was gibt es für Ideen, damit das Fest nicht ausfallen muss? 
Nach einiger Zeit schlägt jemand aus dem Team vor (so nicht seitens der Kinder bereits geschehen), andere einzuladen – und öffnet die Tür.
Die Gäste sind inzwischen in ihre Rolle der/des Benachteiligten geschlüpft und stehen vor der Tür des Festsaals. Obwohl sie keine »passenden« Gäste sind, werden sie willkommen geheißen und nehmen ihre Plätze ein. Das Fest kann beginnen.
Während des Essens erzählen die Gäste ihren Gastgebern das Gleichnis (evtl. von Mitarbeitenden unterstützt). 
Dabei wird klar und nochmals gemeinsam thematisiert, dass es nicht nur wichtig ist, Gottes Einladung zu erhalten, sondern ihr auch zu folgen und das Fest mitzufeiern.

8. Gebet:

Es ist schön Gott, dass du magst, zu feiern! 
Danke, dass man bei dir nicht toll oder angesagt sein muss, um dabei zu sein. 
Von dir bekommen alle eine Einladung!
Nicht nur die Begabten und Beliebten.
Alle, die zu dir gehören wollen. 
Danke, dass wir immer gern bei dir willkommen sind. 
Auch dann, wenn wir schwach sind oder traurig oder uns einsam fühlen.
Du liebst uns.
Auch dann, wenn wir nicht in Feierstimmung sind. Amen.

9. Miteinander essen 

Die Kinder essen und teilen, was Gruppe 1 vorbereitet hat.

10. Musik/Spiele

Je nach Möglichkeit kann es noch getanzt oder gespielt werden (Topfschlagen u. ä.; siehe auch Seite 389).

11. Lied

Bist du groß oder bist du klein (KuS 480)

12. Fürbitten

Guter Gott, 
wir bitten heute besonders für die, die sich nicht eingeladen fühlen.
Für Menschen, die Behinderungen haben oder krank sind.
Für Menschen, die keine Arbeit haben oder wenig Geld.
Für Menschen, die hier fremd sind und ihre Heimat verloren haben.
Danke, dass du uns alle bei dir haben willst und uns liebst. 
Und lass uns besonders da sein für Menschen, die unsere Hilfe brauchen.
Amen.

13. Vaterunser
14. Segen

Hier erhalten Sie die kostenfreie Einladungskarte als Vorlage.

Feiern und Spielen!

Zusammen ein Fest feiern. Zusammen Spaß haben. Zusammen tanzen und spielen. Beim Gleichnis vom großen Festmahl ist es sehr naheliegend, dass auch gespielt und getanzt wurde …

Stadt, Land, Bibel

Das beliebte Stadt-Land-Fluss-Spiel rund um Bibel, Glaube und Kirche
Das beliebte Stadt-Land-Fluss-Spiel als himmlisches Rätselvergnügen rund um Bibel, Glaube und Kirche. Ran an die Stifte und los geht’s. 
Für Kigos, Konfis, Gemeindefreizeiten, 
Familien … 

10,00 €; Best.-Nr. 3778

Marina Seidl

Die 50 besten Spiele für den Religions-
unterricht

… und nicht nur dafür!
Ratespiele, Spiele zum Ankommen, Achtsamkeitsübungen und Spiele zur Stärkung der Sozialkompetenz. 

80 Seiten

7,50 €; Best.-Nr. 3463

Cornelia Kraus

… singen, spielen, tanzen dem Herrn!
30 Tänze und Spiellieder für den Kindergottesdienst 
Vor Gott und mit Gott tanzen und singen, macht Kindern Freude. Sie sind mit Begeisterung dabei. 
Auf jeder Karte ist ein Tanzlied mit Notensatz, Text, Tanzschritten und Bewegungen. 

32 Karten, DIN-A5; 16,00 €; Best.-Nr. 3786

junge-gemeinde.de

Zu Sonntag 25. Juni 2023

1. Korinther 12,4–6.11–26

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema

Mit dem heutigen Text verlässt die Reihe die Apostelgeschichte und lenkt die Aufmerksamkeit auf einige Aspekte aus dem Leben und Wirken des Paulus, die sonst nicht in den Blick kommen. Dazu gehört: Paulus als Schreiber von Briefen. Paulus als Löser von Konflikten innerhalb der ersten christlichen Gemeinden. Und Paulus als Löser von Konflikten, die zwischen einzelnen Gemeinden und ihm auftauchen.
Dennoch lässt sich das Thema der Erzählung gut in den bisherigen Fluss der Reihe einbetten. Denn der erste Brief an die Gemeinde in Korinth wurde möglicherweise bei einem längeren (Gefängnis-)Aufenthalt in Ephesus während der dritten Missionsreise geschrieben.
Die christlichen Gemeinden sind von Anfang an divers aufgestellt. Diese Vielfalt birgt Konfliktpotential, wer zur Gemeinde gehört und wer nicht. Mit dem Gleichnis vom menschlichen Körper plädiert Paulus für die Vielfalt innerhalb der christlichen Gemeinde.

Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente
Lieder

Gut, dass wir einander haben (KuS 294);
Zeig mir deine Nase (KuS 297);
In Christus gilt nicht Ost noch West (EG Wü 597);
Bist du groß oder bist du klein (KuS 480)

Psalm 139

Siehe hierzu »Zur ganzen Reihe«;
Heute die Verse 13–17 (hier wird der menschliche Körper als wunderbare Schöpfung Gottes gepriesen); BasisBibel.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Der menschliche Körper

Als Einstieg eignet sich eine Bildtafel des menschlichen Körpers und seiner Organe. Kinder können Teile und Organe benennen.

Phantasiereise

In einer Phantasiereise werden die Kinder eingeladen, einzelne Teile ihres Körpers bewusst wahrzunehmen. Sie kann bei den Zehen beginnen und mit dem Kopf enden und hilft dabei, dass die Kinder zur Ruhe kommen und sich entspannen.

Der besondere Tipp

Paulus wird Apostel
Minibüchlein

Das Ende dieser Reihe können Sie mit einem Minibüchlein-Geschenk an die Kinder abschließen und so die Beschäftigung mit Paulus fortsetzen. Es greift die wunderbare Begegnung des Saulus mit Jesus auf und seinen Wandel zum Apostel Christi.

24 Seiten, 12 x 12 cm, mit vielen Illus.

€ 2,50; Best.-Nr. 3656

Wer von Paulus weitererzählt, kommt unweigerlich zur »Gefängnisgeschichte«. Sie kann auch mit dem Minibüchlein Paulus im Gefängnis den Kindern mit nach Hause gegeben werden.

24 Seiten, 12 x 12 cm, mit vielen Illus.

€ 2,50; Best.-Nr. 3675

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Die Taschenlampe zeigen und die Kinder erzählen lassen, woran sie sich erinnern.

Paulus im Gefängnis

Paulus sitzt in Ephesus in einem dunklen Gefängnis. Es ist nicht leicht für Paulus. Ungeduldig wartet er, dass die Zeit vergeht. Eigentlich will er ja zu den Menschen gehen, um ihnen von Jesus zu erzählen – aber das geht jetzt nicht. Dennoch gibt es eine Möglichkeit: Er kann Briefe schreiben. Genau gesagt: Paulus diktiert seine Briefe. Einer seiner Freunde schreibt auf, was Paulus sagt.
Schlimm ist es für Paulus eigentlich nicht, dass er im Gefängnis ist. Schließlich wurde auch Jesus verhaftet. Warum sollte es ihm dann besser gehen als Jesus? Und für diesen Jesus ist Paulus unterwegs. Schlimm ist etwas anderes für Paulus …

Streit in der Gemeinde

In der Gemeinde in Korinth gibt es Streit. In der Gemeinde kommen unterschiedliche Menschen zusammen: Reiche und Arme; Freie sowie Sklavinnen und Sklaven; Männer und Frauen; Menschen aus Griechenland (wozu auch Korinth gehört) und Menschen aus vielen anderen Ländern; Menschen, die zum Volk Israel gehören und an einen Gott glauben, und Menschen, die früher an viele Götter glaubten.
Jetzt haben manche den Eindruck: »Wir gehören gar nicht so richtig zur Gemeinde dazu!« Und es gibt auch welche, die zeigen mit dem Finger auf andere und sagen das ganz deutlich: »Ihr gehört nicht zu unserer Gemeinde dazu.«

Alle gehören zusammen

Doch Paulus ist sich sicher: Alle, die an Jesus glauben, gehören zusammen. Egal, was sie früher geglaubt haben oder woher sie kommen. Egal, ob sie Männer sind oder Frauen, arm oder reich.
Doch wie kann Paulus das den Menschen in Korinth am besten sagen? Paulus sitzt in seiner Gefängniszelle und denkt nach.

Die Idee mit dem Körper und den Körperteilen

Plötzlich hat Paulus eine Idee und ruft: »Lukas, komm schnell. Und bring den angefangenen Brief an die Gemeinde in Korinth mit! Ich weiß jetzt, wie ich weiterschreiben möchte.« Schnell kommt Lukas zu Paulus. Er bringt auch eine Kerze mit, damit er genug Licht zum Schreiben hat. Als Paulus das Licht sieht, denkt er: »Ja, hoffentlich wird es bei den Menschen in Korinth hell, wenn sie meinen Brief lesen.«
Paulus beginnt: »Also, Lukas, schreib Folgendes: ›Ihr kennt ja den Körper eines Menschen. Der besteht aus unterschiedlichen Teilen. Und alle zusammen sind der Körper eines Menschen. Eine Gemeinde ist wie so ein Körper. Eure Gemeinde in Korinth ist so ein Körper. Ein Fuß kann nicht sagen: ›Ich gehöre nicht dazu, weil ich nicht die Nase bin.‹! Und das Ohrläppchen kann auch nicht sagen: ›Ich gehöre nicht dazu, weil ich nicht ein Daumen bin.‹ Umgekehrt kann das Auge nicht zum kleinen Finger sagen: ›Hau ab, ich brauche dich nicht, weil du kein Auge bist.‹ Oder das Herz zum Magen: ›Auf dich kann ich verzichten.‹
Das gilt auch für euch in eurer Gemeinde in Korinth. Alle gehören dazu! Alle sind wichtig! In einer Gemeinde von Jesus Christus sind alle willkommen, alle werden gebraucht und alle haben eine Aufgabe. So wie jeder Teil bei einem Körper wichtig ist, gebraucht wird und eine Aufgabe hat!«

Unterschiedliche Menschen sind eine Gemeinde

Paulus hört auf zu diktieren. Er ist sehr zufrieden. Das gefällt ihm. Die Idee, eine Gemeinde von Jesus mit dem Körper eines Menschen zu vergleichen, macht ihn froh: Ein Körper besteht aus unterschiedlichen Teilen, und eine Gemeinde besteht aus unterschiedlichen Menschen.
Das kann Paulus jeder Gemeinde schreiben. Denn das gilt immer und überall. Auch heute noch.

Erzählung für Ältere

Lukas tritt wieder als Arzt auf und hat noch einen Brief dabei (Umschlag, Rolle) sowie Feder, Tintenfass, Bild vom menschlichen Körper (Zur Erzählperson »Arzt« siehe »Zur ganzen Reihe«) .

Paulus schreibt einen Brief im Gefängnis

Ich habe es gerade sehr eilig. Ich muss einen Boten finden, der sich noch heute von Ephesus auf den Weg nach Korinth macht. Gerade hat Paulus einen Brief an die Menschen der christlichen Gemeinde in Korinth fertig diktiert. Die ganze Zeit saß ich neben Paulus auf dem eiskalten Gefängnisboden. – Ach, das wisst ihr ja noch gar nicht: Paulus sitzt mal wieder im Gefängnis. Ich darf ihn besuchen. Jedes Mal, wenn ich bei ihm bin, diktiert er mir ein Stück des Briefes an die Gemeinde in Korinth. Paulus kann zwar schreiben, aber es geht schneller, wenn er es mir in die Feder diktiert (Lukas zeigt die Feder). Und jetzt ist dieser Brief fertig.

Körper und Körperteile

Ich möchte euch von dem erzählen, was Paulus mir für die Menschen in Korinth diktiert hat. Ich habe dafür auch ein Bild mitgebracht. (Bild des menschlichen Körpers zeigen) Also das, was hier zu sehen ist, kennt ihr: So sieht ein menschlicher Körper aus. (Auf unterschiedliche Körperteile und Organe zeigen und Kinder benennen lassen.)

Streit in Korinth

Jetzt aber wieder zu dem Brief … In der Gemeinde in Korinth gibt es gerade ziemlichen Streit. Das ist auch Paulus zu Ohren gekommen. (Lukas zeigt auf sein Ohr.). Die Menschen streiten sich darum, wer wichtiger oder sogar am wichtigsten ist. Sie streiten darüber, wer was zu sagen hat. Alle wollen Chef oder Chefin sein. Außerdem sind sie uneins darüber, wer zur Gemeinde dazugehört. Korinth ist eine große Handelsstadt in Griechenland. Da kommen Menschen aus vielen Ländern zusammen. Deswegen gibt es in der christlichen Gemeinde Menschen aus Griechenland und Afrika; es gibt Araber und Keltinnen; reiche und arme, freie und versklavte Menschen. Und jetzt gibt es Streit, ob alle diese unterschiedlichen Leute zur christlichen Gemeinde gehören können.

Alle Körperteile haben ihre Funktion

Doch Paulus hat den Menschen in Korinth nicht einfach geschrieben: »Hört auf zu streiten! Ihr gehört alle zusammen«, sondern er hat ihnen ein Bild »gemalt«. Vielleicht hat Paulus die Idee dazu ja von mir …?
Also, Paulus hat geschrieben: ›Ein Fuß kann nicht einfach sagen: Ich gehöre nicht zum Körper, weil ich keine Hand bin. Auch der Magen kann nicht sagen: Weil ich nicht das Herz bin, gehöre ich nicht zu diesem Körper.‹
Das wäre Quatsch! Ich finde diese Vergleiche von Paulus toll. Und sie gefallen mir nicht nur, weil ich Arzt bin.
Paulus geht sogar noch weiter. Er sagt: ›Und Augen können zum kleinen Finger auch nicht sagen: Weg mit dir, ich brauche dich nicht. Oder der Kopf zu den Füßen: Auf euch kann ich verzichten. Deshalb weg mit euch!‹
Da würden von einem Körper nur einzelne Teilen übrigbleiben, die alleine nicht zurechtkommen. Nein, das wäre gar nicht gut.

Alle in der Gemeinde sind wichtig

Hoffentlich verstehen das die Menschen in Korinth. Deshalb muss dieser Brief hier dringend weg, damit der Streit in Korinth endlich aufhört.
Ach, übrigens, ich hoffe, auch ihr versteht, dass wir alle hier zur Gemeinde gehören. (Name der Kirchengemeinde) Alle sind wichtig. Auch dann, wenn ein Auge nicht sofort weiß, wozu der kleine Finger nötig ist. Oder der Magen den Eindruck hat, er gehöre gar nicht richtig zum Körper dazu.
Deshalb denkt daran: Ihr alle hier in der Kinderkirche werdet gebraucht und gehört dazu. Ihr alle in der Gemeinde, in euren Familien und Klassen, in der Kindergartengruppe und im Sportverein.
Und jetzt wünsche ich euch alles Gute. Ich muss jetzt dringend einen Boten mit diesem Brief nach Korinth schicken.

Von der Macht des Bösen

Commons Wikimedia, Jan Bruegel d. Ä./Peter Paul Rubens, Adam und Eva, public domain

I. Vorüberlegungen

  • Unsere Welt ist nicht in Ordnung. Wir Menschen sind nicht, was und wie wir sein sollten. Das sind unserer Alltagserfahrungen. Täglich werden wir mit Schreckensmeldungen konfrontiert. Und auch in unserer eigenen kleinen Welt erleben wir, dass mit uns Menschen etwas nicht in Ordnung ist: Jemand tut mir Unrecht, redet schlecht über mich … Ich selbst tue Dinge, von denen ich weiß, dass sie falsch sind. Das kann bewusst und unbewusst geschehen. Und oft frage ich mich im Nachhinein: »Warum habe ich das getan?« Ich habe ein schlechtes Gewissen, möchte ungeschehen machen, was ich getan habe, oder ich versuche, die Schuld auf andere zu schieben.
  • Das Böse erscheint wie eine dunkle Macht, die unser Zusammenleben zerstört. Seit jeher beschäftigt Menschen daher die Frage: »Woher kommt das Böse?« Und: »Wie kann das Böse überwunden werden?«
  • Besonders virulent werden die Fragen, wenn Gott ins Spiel kommt: »Wie kann Gott das Böse zulassen?« Dann tappt man schnell in eine Falle: »Wenn Gott das Böse zulässt, dann hat er entweder keine Macht über das Böse oder er selbst ist nicht gut.«
  • Bei der Frage nach dem Bösen handelt es sich um ein ausgesprochen schwieriges Thema. Auch die Bibel lässt das Geheimnis des Bösen stehen. Es bleibt schlechterdings unerklärlich.
  • In dieser Reihe geht es darum, immer wieder neu zu versuchen, »das Böse durch das Gute zu besiegen« (Römer 12,21). Dass dies ein harter Kampf ist, beschreibt auch die Bibel so. Im Leben und Sterben Jesu stellt sich Gott selbst der Macht des Bösen, indem er das Böse auf sich nimmt und in seiner vergebenden Liebe die Macht des Bösen überwunden hat. Doch solange es das Böse in der Welt gibt, ist die Welt noch unvollkommen. Die umfassende Erlösung von dem Bösen, die uns mit dem Tod und der Auferstehung Christi verheißen ist, steht noch aus.
  • Im Vaterunser beten wir Christinnen und Christen »erlöse uns von dem Bösen« und »vergib uns unsere Schuld«. Wir können um Vergebung bitten und anderen Vergebung schenken und damit den Teufelskreis des Bösen durchbrechen. So geben wir dem Guten Raum, bis eines Tages das Gute alles in allem sein wird.
  • Die ersten beiden Texte der Reihe entstammen der sogenannten Urgeschichte und nehmen die Realität des Bösen in den Blick. Sie beschreiben, wie der Mensch ist und wozu er fähig ist. Der dritte Text, eine Glaubens- und Hoffnungsgeschichte, stammt aus dem Lukasevangelium und erzählt von der Entmachtung des Bösen durch die Macht Gottes.

II. LITURGISCHE ELEMENTE FÜR DIE GANZE REIHE

Lieder

So, wie ich bin, komme ich zu dir (LH 2, 210);

Herr, ich komme zu dir (MKL3, 15);

Da wohnt ein Sehnen tief ins uns (WortLaute. Liederheft zum EG RWL, 85);

Bist zu uns wie ein Vater (KuS 240/LHE 70);

Mein Gott, das muss anders werden (KuS 443/LJ 598/KG 194/LH 18/MKL 24);

Weinen und Klagen (LHE 24);

Eingangsgebet

Hier bin ich, Gott, so wie ich bin.

Was ich denke, was ich mir wünsche, worüber ich mich freue –

all das weißt du.

Du siehst auch, wo etwas nicht gut ist in meinem Leben.

Auch meine Fehler und meine Schuld liegen offen vor dir.

Umgib mich mit deiner Güte, wie mit einem Mantel.

Lass mich spüren, dass du mir nahe bist und mich trotzdem liebst.

Hier bin ich, Gott, so wie ich bin.

Hier sind wir, Gott, mit allem, was zu uns gehört.

Psalmgebet (nach Psalm 51)

Kehrvers: So, wie ich bin, komme ich zu dir.

Gott, sieh mich freundlich an!

Gut und barmherzig bist du.

Ich möchte so gerne alles richtig machen,

doch oft gelingt mir das nicht.

Ich mache Fehler und tue anderen weh.

Ja, ich kann richtig gemein sein!

Kehrvers: So, wie ich bin, komme ich zu dir.

Manchmal bin ich absichtlich böse,

und nachher schäme ich mich dafür.

Ich habe ein schlechtes Gewissen.

Ich versuche, die Schuld auf andere zu schieben:

»Ich war’s nicht! Der war’s, die war’s!«

Kehrvers: So, wie ich bin, komme ich zu dir.

Manchmal passiert es einfach:

Ich tue Böses in deinen Augen,

auch wenn ich es gar nicht will.

Dann ist das Böse wie eine dunkle Macht,

die mich einfach packt und mitreißt.

Ich möchte das Böse von mir wegschieben

und so tun, als wäre alles gut.

Aber du siehst in mein Herz

und dann weißt du: Nichts ist gut!

Kehrvers: So, wie ich bin, komme ich zu dir.

Lass mich zu dem stehen, was ich getan habe

und einsehen, was ich falsch gemacht habe.

Wie kann ich es wieder gut machen?

Ich bitte dich, Gott: Vergib mir meine Schuld!

Schick mich nicht weg, sondern hilf mir!

Kehrvers: So, wie ich bin, komme ich zu dir.

Du nagelst mich nicht fest auf meine Fehler.

Zu dir kann ich kommen, so wie ich bin.

Du hast mich trotzdem lieb.

Gib mir ein reines Herz und gute Gedanken,

dann wird mein Leben gut. Amen.

III. Zur Gestaltung der Reihe

Dieses existenzielle Thema legt nahe, immer wieder die eigenen Erfahrungen und Fragen der Kinder ins Spiel zu bringen und mit den Kindern zu theologisieren. Methodisch können dabei verschiedene kreative Impulse Hilfestellung leisten. Anregungen dazu finden sich bei den einzelnen Sonntagen.

Birgit Brügge

Das Mitmachheft im Kindergottesdienst

2-2023

Der rote Faden

Die »Vertreibung aus dem Paradies« (1. Mose 3) ist Ausgangspunkt der Inhalte dieses Heftes. Dabei wird sowohl auf die paradiesische Zeit zurückgeblickt, es wird der Ist-Zustand der Welt und der Blick auf das Heute/Hier/Jetzt in den Blick genommen wie auch ein Ausblick gemacht auf die Zeit, in der alles sein wird, wie von Gott gedacht.

Was Sie erwartet

  • Ben und der verbotene Film: Eine Geschichte aus der Lebenswelt der Kinder, die den schützenden Aspekt von Grenzen aufgreift: Die biblische Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies.
  • Ein Spaziergang mit den Augen durch das Paradiesbild »Adam und Eva« von Bruegel d. Ä. und Rubens (s. u.).
  • Impulse zum Weiterdenken.
  • Aktion »So erlebe ich die Welt« (Collage).
  • Ein Bratapfel-Rezept
  • Und – wie immer: passende Rätsel und Gebet

Werkstatt

Hier der Hinweis auf die Für-Dich!-Werkstatt. Sie enthält konkrete Hinweise und Impulse, das »Für Dich!«-Heft sowohl im monatlichen wie auch im wöchentlichen Kindergottesdienst gewinnbringend für Kinder und Mitarbeitende einzusetzen.

Kostenfrei öffnen oder zum Bearbeiten herunterladen unter:

https://www.junge-gemeinde.de/fuer-dich.html

www.junge-gemeinde.de

Hier geht es weiter zur Einheit des 5. März 2023.

Hier geht es weiter zur Einheit des 12. März 2023.

Hier geht es weiter zur Einheit des 19. März 2023.

Hier geht es weiter zur nächsten Reihe.

Hier geht es weiter zur Einheit Kleine im KiGo.

Hier geht es zum Monatsgottesdienst Februar 2023.

Foto: Stefan Medling

I. Grundgedanken

  • »Ganz schön unmöglich!«

Ein Reicher soll alles weggeben, was er besitzt. Wir sollen unsere Feinde lieben. Wir sollen einander helfen, egal, was uns davon abhält. Und schließlich bekommen wir noch Gott als Vater vor Augen gemalt, der seine Söhne ungleich behandelt. »Unmöglich« erscheinen diese vier Ideen, weil sie eventuell im Widerspruch zu unseren erlernten Glaubenssätzen stehen.

  • Dennoch sind diese Gedanken »ganz schön«, weil sie gleichzeitig ein Vorgeschmack auf Gottes neue Welt sind. Wie grandios wäre es, wenn alle Menschen die innere Freiheit hätten, sich jederzeit von ihrem Besitz zu trennen – weil sie auf Gott vertrauen? Wie würde die Welt aussehen, wenn alle Menschen einander lieben würden – über alle Grenzen hinweg? Wie würden wir miteinander leben, wenn alle Menschen so bedingungslos barmherzig wären wie der Samariter? Wie würde es sich anfühlen, Gerechtigkeit endgültig gegen Liebe einzutauschen? Diese Welt wäre wirklich »ganz schön« anders, als die Welt, in der wir leben.
  • Jesus gibt keine Antworten darauf, wie das Ganze funktioniert. Er stellt Fragen!

Dabei geht es um Situationen aus dem normalen Leben: Ein reicher Mann, der nach dem Sinn seines Lebens fragt; Menschen, die einander feindlich gesinnt sind; ein Überfallener, Schaulustige und ein Ersthelfer; ein kleines Familien-Drama um einen Vater mit zwei pubertierenden Söhnen … So unmöglich die Ideen auch sein mögen, die Situationen, in denen sie zum Klingen kommen, sind ganz nah an der Realität. Familien erkennen sich möglicherweise sofort wieder und werden sich fragen: »Was kann helfen, das Unmögliche Wirklichkeit werden zu lassen?«

  • Die Antwort kann nur von ihnen selbst kommen. Darum sollte es in den Gottesdiensten ausreichend Gelegenheit geben, damit die Kinder bzw. Familien zu Wort kommen können. Vielleicht werden Kinder die gehörte Geschichte verfremden, damit sie zur eigenen Lebensgeschichte passt. Das ist ausdrücklich in Ordnung! Geht gemeinsam auf Entdeckungsreise – dem Unmöglichen auf der Spur.

II. Liturgische Elemente für die ganze Reihe

Lieder

Sei ein lebendger Fisch (Jungscharlieder 178/ Feiert Jesus! Kids 137);

Gottes Liebe ist so wunderbar (KuS 484/ KG 146/ KKL 72)

Gebet

Großer Gott, wenn ich denke:

»Das geht doch nicht! Ich kann das nicht!«,

dann schenke mir Kraft und Mut!

Du lässt etwas wachsen,

was jetzt noch winzig klein ist.

Mit den Augen meines Herzens sehe ich:

Das wird großartig!

Danke! Mach mich bereit.

Segen

Die Kinder einladen, die Hände für den Segen zu öffnen.

»Stell dir vor, der Segen ist wie ein kleines
Samenkorn: Gott pflanzt es in dein Herz.

Und immer, wenn du daran denkst,

wird es größer und größer

und blüht für dich in den schönsten Farben.

Wenn dieser Segen in dir wächst,

wird die Welt neu.

Gott schenkt dir seinen Segen.

Nimm ihn mit – mit deinen Händen und mit deinem Herzen.

Und spüre, wie er wächst.

(Dazu jedem Kind ein unsichtbares Samenkorn in die Hand legen.)

III. Zur Gestaltung der Reihe

  • Ein Gestaltungsmerkmal dieser Reihe sind die dialogischen Handpuppen: Im Spiel entsteht ein Gespür für das jeweilige Thema.
    Das Storytelling wird von den Puppen
    »moderiert«. Zusätzlich können Bilder auf einer Leinwand im Hintergrund die Erzählung unterstützen (oder andere Erzählmethoden, die die biblische Geschichte veranschaulichen). Das Ziel der Reihe ist, Familien und Kinder miteinander ins Gespräch zu bringen. Dies entspricht auch dem dialogischen Charakter der Bibeltexte.
  • Die Bausteine in dieser Reihe ermutigen, die Ideen von Jesus weiterzudenken und ihnen zu vertrauen. Es geht darum, gemeinsam ein Gespür dafür zu entwickeln, dass
    in diesen Ideen etwas Großes steckt: Die Welt, wie Gott sie sich für uns vorstellt. Großartig, dass diese neue Welt in unserem Alltag schon im Kleinen beginnt!

Stefan Mendling

Von Stefan Mendling stammen alle Fotos dieser Reihe und ihrer Erzählungen.

Das Mitmachheft im Kindergottesdienst

1-2023

Der rote Faden

Für Dich! legt den Schwerpunkt des Heftes auf das Gleichnis des verlorenen bzw. wiedergefunden Sohnes. Dabei wird auch die Erlebnisperspektive des zu Hause gebliebenen Sohnes in den Blick genommen. Daher kommend, wird das Thema »Was ist gerecht?« fokussiert.

Was Sie erwartet

  • Das Gleichnis (Lukas 15,11-32) als »Entscheidungsgeschichte«, bei der es mehrere Varianten gibt, aus denen der nächste Schritt ausgewählt werden kann.
  • Das Gleichnis aus der Perspektive des zu Hause gebliebenen Sohnes.
  • Impuls- und Mitmachseiten zum Thema »Was ist gerecht?«
  • Nachdenkseite zum Thema »Geschwister«
  • Einfache Bastelarbeit zur Heimkehr des Sohnes (auch für die Jüngeren geeignet).
  • Rätsel und Gebet

Werkstatt

Hier der Hinweis auf die Für-Dich!-Werkstatt. Sie enthält konkrete Hinweise und Impulse, das »Für Dich!«-Heft sowohl im monatlichen wie auch im wöchentlichen Kindergottesdienst gewinnbringend für Kinder und Mitarbeitende einzusetzen.

Kostenfrei öffnen oder zum Bearbeiten herunterladen unter:

https://www.junge-gemeinde.de/fuer-dich.html

www.junge-gemeinde.de

Hier geht es weiter zur Einheit des 15. Januar 2023.

Hier geht es weiter zur EInheit des 22. Januar 2023.

Hier geht es weiter zur Einheit des 29. Januar 2023.

Hier geht es weiter zur Einheit des 5. Februar 2023.

Hier geht es weiter zur kostenfreien Einheit mit Bildern zu dieser Rückengeschichte. (Bei der Einheit 22.01.23, Erzählung für Jüngere)

Hier geht es weiter zum nächsten Thema.

Click to access the login or register cheese
Wähle dein Team!

Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.

Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.

Wechsel zu deinem Konto