7.4.2024 »Lass mich dich spüren« – Thomas will es genau wissen

Fortsetzung aus Heft 1/2024:

Johannes 20,24–31

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema

Mit diesem Happy End könnte das Evangelium enden, wenn Thomas nicht ausgerechnet in diesem Moment unterwegs gewesen wäre! Thomas hatte offensichtlich nicht ganz so viel Angst wie die anderen. Er ist bereits wieder unter die Leute gegangen. Als er zurückkehrt und hört, dass Jesus da war, sagt er: »Ich kann’s nicht glauben!« Er will die Wunden von Jesus berühren. Die anderen haben Jesu Wunden »nur« gesehen. 

Die Kinder und der Text / das Thema

III Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente

Thomas-Bitte
Öffne mein Herz für das,
was du mir heute sagen willst;
damit ich neugierig bin und wach 
und mit dem Herzen dabei bin. 
Hilf mir. Ich kann es nicht allein. Amen.

Thomas-Segen
Alle deine Fragen, alle Unsicherheit 
und alle Zweifel
gehören zu deinem Glauben dazu.
Gott findet einen Weg, zu dir zu kommen 
– wie bei Thomas.
Er berührt dich, unsichtbar.
Gott glaubt an dich
und segnet dich! Amen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Mit den Händen sehen (Spiel)

Dieses Wahrnehmungs-Spiel bereitet die Erzählung vor. Ist bereits Vertrauen in der Gruppe gewachsen, können Kinder so die Berührung von Thomas »nachspielen« und üben, mit den Händen »zu sehen«.
Ein Kind ertastet mit verbundenen Augen die Hände eines anderen Kindes und versucht zu erkennen, wem die Hände gehören. »Versucht, mit den Händen zu sehen, wer das ist.« Die Kinder sollen ermutigt werden, sanft, vorsichtig und feinfühlig zu tasten. 
Als zusätzliche Hilfe kann das zu erratenden Kind einen »Piep« von sich geben (oder den Anfangsbuchstaben seines Vornamens oder sein Lieblingsessen nennen). 
Nach dem Spiel können Kinder auf die nachfolgenden Fragen reagieren: 

Manche Kinder fühlen sich wohler dabei, wenn sich alle vorher (und nachher) die Hände waschen. Ist kein Waschbecken vorhanden, kann das in einer Waschschüssel mit warmem Wasser geschehen (an Handtücher denken).
Alternative: Kuscheltiere, die in einem Bettbezug versteckt sind, durch Fühlen erkennen.

Drinnen oder draußen? (Spiel) 

In der Erzählung gibt es ein Drinnen und ein Draußen: Jesus ist bei den Jüngern drinnen, während Thomas draußen unterwegs ist.
Die Kinder verteilen sich im Raum und schließen die Augen (bzw. haben sie verbunden). Dann gehen sie vorsichtig etwas im Raum umher. Die Spielleitung tippt einem Kind auf die Schulter. Das öffnet die Augen und verlässt leise und unbemerkt den Raum. Wenn die Klangschale erklingt, öffnen alle die Augen und schauen, wer vor der Tür ist. 

Der besondere Tipp

Nicht zu fassen – Jesus lebt
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III. Erzählung

Mit Hand-Gesten, bei denen die Kinder mitmachen können.

Erzählung für Jüngere

jeweils von links nach rechts:

Ihr erinnert euch: Jesus hat mit seinen Freunden und Freundinnen gegessen und getrunken. Jesus wusste: Es ist ein besonderes Essen, denn es war das letzte Mal, dass er mit ihnen am Tisch sitzt. (Geste 1: Eine Hand ist der Teller, die andere greift daraus Essen und führt es zum Mund.)

Am nächsten Tag haben seine Freunde geweint. Viele Tränen!  (Geste 2: Mit Zeigefinger laut in die Handfläche der anderen Hand tippen und das Tropfen der Tränen hörbar machen.) 

Denn Jesus ist gestorben am Kreuz. Sie haben ihn in ein Höhlengrab gelegt. (Geste 3: Hände zu einer hohlen Kugel formen.) 


Dann war Feiertag. Am nächsten Tag klopft Maria Magdalena ganz aufgeregt an die Tür eines Hauses. (Geste 4: Mit einer Hand an die Handinnenfläche der anderen Hand klopfen.) 


In diesem Haus haben sich die Freunde von Jesus versteckt. Sie öffnen die Tür. Maria geht hinein und erzählt: »Das Grab ist leer! Jesus lebt!« (Geste 5: Hände zuerst zu einer hohlen Kugel formen, dann langsam öffnen und leere Handflächen zeigen.)

Die Freunde hören, was Maria sagt, aber sie schweigen. Es wird Abend. Da ist auf einmal Jesus in ihrem Haus. Er zeigt ihnen seine Hände und die Wunde an der Seite. (Geste 6: zunächst beide Handflächen zeigen, dann eine Hand auf einen Rippenbogen legen.) 

Die Freunde sind auf einmal richtig glücklich! Denn sie sehen mit eigenen Augen: Jesus lebt! Und plötzlich ist Jesus wieder weg. Da klopft es wieder an der Tür. (Geste 7: Mit einer Hand an die Handinnenfläche der anderen Hand klopfen.)

»Ich bin’s, Thomas!« Stimmt, Thomas gehört ja auch dazu. Er war unterwegs. Die Freunde erzählen Thomas, was sie erlebt haben: »Jesus war da!« Thomas schüttelt den Kopf. »Das glaube ich nicht. Erst wenn ich meine Hand in seine Hände legen kann, glaube ich, dass Jesus lebt.« (Geste 8: Mit den Fingern einer Hand die Handfläche der anderen Hand abtasten.

(Geste 9: Mit den Fingern fortlaufend mitzählen.) Ein Tag vergeht. Thomas wartet. Zwei Tage vergehen. Thomas wartet. Drei Tage vergehen. Thomas wartet immer noch. Vier Tage, fünf Tage, sechs Tage, sieben Tage vergehen, dann ist wieder Feiertag. Und acht Tage später sind alle zusammen. Auch Thomas. 

Da steht Jesus plötzlich wieder da, mitten im Haus. Er schaut Thomas an und sagt: »Du darfst deine Hände in meine Hände legen.« (Geste 10: Handflächen zeigen und anbieten.) 

»Ja, du darfst mich berühren, damit du glaubst!« (Geste 11: Langsam mit der einen Hand die Handfläche der anderen Hand berühren, abtasten, streicheln. Dann die Hände tauschen. Zeit lassen!) 

Thomas tastet die Hände von Jesus ab und fühlt die Wunden. Thomas ist überglücklich. Er spürt das Glück im ganzen Körper. Thomas sagt: »Mein Jesus!« (Geste 12: Zuerst Hände auf die Augen legen, dann aufs Herz.)

Dann sieht Jesus sich um und sagt: »Ihr glaubt an mich, weil ihr mich gesehen habt. Genauso glücklich werden die sein, die mich nicht sehen und trotzdem an mich glauben!«


Erzählung für Ältere

Da die Thomas-Geschichte eine Geschichte des Sehens und der Hände ist, soll sich dies auch in der Erzählweise wiederfinden: Der/die Erzähler*in interagiert mit der Handpuppe Charly (gespielt von einer anderen Person) und erzählt dabei die Thomas-Geschichte auch visuell als »One Paper Story« (Szenen werdeb per Hand auf einem großen Plakat gezeichnet oder auf einem Flipchart, Whiteboard oder Overheadprojektor mit entsprechenden Folien). 
Durch eine »One Paper Story« entsteht nach und nach ein Bild mit mehreren Elementen, das die Erzählung spannend, lebendig und einprägsam erzählt. 
Wichtig: Diese Erzählmethode lebt davon, dass die Kinder beim Entstehen der Bilder zuschauen, die Schritt für Schritt per Hand gezeichnet werden. Dadurch sind die Kinder in einer besonderen Weise »in der Geschichte«. Eine besondere künstlerische Begabung ist nicht erforderlich, da weder Qualität noch Schönheit der Bilder ausschlaggebend sind, sondern dass hier etwas live entsteht. (Das lässt sich sehr gut üben.)
Tipp: Wenn es hilft, können die Szenen zart mit Bleistift vorgezeichnt werden. 

Charly: Das kann doch gar nicht sein! Das glaube ich nicht!
Erzähler*in: Was denn?
Charly: Mein bester Freund, Emil, sagt, er hat die Flasche dreimal geflippt.
Erzähler*in: Ge-WAS?
Charly: So (macht den Bottle-Flip)
Auf Video-Plattformen nach »Bottle-Flip« suchen. Dort kann man sich ansehen, wie es funktioniert.
Erzähler*in: Aha. Und warum glaubst du das nicht? Sieht gar nicht so schwierig aus.
Charly: Ja, aber bei mir hat das einfach nicht geklappt. Emil sagt, er hat die Flasche dreimal geflippt und dreimal ist sie stehen geblieben!
Erzähler*in: Ach so.
Charly: Und das kann ich einfach nicht glauben.
Erzähler*in: Warum nicht?
Charly: Weil ich nicht dabei war.
Erzähler*in: Du meinst, es klappt nur, wenn du dabei ist?
Charly: Nein! Das meine ich nicht!
Erzähler*in: Was meinst du denn?
Charly: Ich glaube es nur, wenn ich es selbst gesehen habe.
Erzähler*in: Reicht es nicht, wenn Emil es gesehen hat und dir erzählt?
Charly: Nö.
Erzähler*in: Warum nicht?
Charly: Vielleicht schwindelt er mich an.
Erzähler*in: Warum sollte er?
Charly: Weil … hm … weil er will, dass ich denke, dass er das viel besser kann als ich.
Erzähler*in: Ist das denn wichtig?
Charly: Nein, aber ich will wissen, ob Emil die Wahrheit sagt.
Erzähler*in: Warum?
Charly: Weil wir Freunde sind. Und weil … weil …
Erzähler*in: Weil du wissen willst, ob du ihm vertrauen kannst!
Charly: Ja, genau! Danke. Du verstehst mich! 
Erzähler*in: Weißt du was? Du erinnerst mich an Thomas.
Charly: Wer ist Thomas?
Erzähler*in: Das ist einer der Freunde von Jesus. Du weißt doch: Jesus ist ja gestorben …
Charly: Ja, aber das glaube ich auch nur, wenn ich es sehe.
Erzähler*in: Okay, mal schauen … Vielleicht hilft es ein wenig, wenn ich es zeichne: Die ganze Geschichte von Jesus und Thomas.
Charly: Von Anfang an? Okay!
Erzähler*in: Ich fange da an, wo Jesus das letzte Mal mit seinen Freunden gegessen und getrunken hat. 
(Ab hier die »One Paper Story« malen. Bitte beim Schlussbild nachschauen, an welcher Stelle die nacheinander genannten Dinge gezeichnet werden und gerne das Zeichnen vorher ausprobieren.)

Jesus weiß, dass es ein besonderes Essen ist. Es ist das letzte Mal, dass er mit seinen Freunden am Tisch sitzt. 
(Brot und Kelch malen)
Am nächsten Tag weinen seine Freunde. Viele Tränen. 
(Tränen malen)
Denn Jesus ist gestorben. Am Kreuz.
(Kreuz malen)
Dann legen sie ihn in ein Höhlengrab 
(Grab malen; dabei die Öffnung so gestalten, dass sie nachher gut mit dem Stein »kombiniert« werden kann. )


und verschließen das Höhlengrab mit einem Stein. 
(Stein davor malen)
Dann ist ein Feiertag. 
(Kerze malen)
Deshalb sind alle zu Hause. 
(Tür malen)
Am nächsten Tag klopft es ganz aufgeregt an die Tür. Hinter dieser Tür haben sich die Freunde von Jesus versteckt. Sie haben die Tür abgeschlossen, denn sie haben Angst.
Es ist Maria Magdalena, die klopft. 
(»Strahlen« um die Tür malen.)

Sie darf hereinkommen. Und sie erzählt: »Ich war am Grab.
(Höhle mit offenem Eingang malen)
und das Grab war leer! Und dann habe ich ihn gesehen – Jesus lebt!«
Die Freunde hören, was Maria sagt. 
(Zehn Gesichter kreisförmig anordnen.)
Aber sie sagen nichts. Sie schauen sich einander nur an. Sie glauben Maria nicht, obwohl sie gerne glauben wollen, was sie erzählt.


Charly(unterbricht) Das verstehe ich! Gerade, wenn etwas so wichtig ist. Denn ob Jesus tot ist oder lebt, das ist sehr wichtig!
Erzähler*in: Das finden die Freunde auch. Es wird Abend, sie sind immer noch zuhause. Da steht auf einmal Jesus mitten unter ihnen.
(Jesus malen)

Er zeigt den Freunden seine Hände und die Wunde an der Seite.
Da sind die Freunde richtig glücklich! Jetzt glauben sie auch, dass Jesus lebt.
Und da ist Jesus auf einmal wieder weg.
(Jesus wegwischen bzw. mit weißem Papier abdecken)

Charly: Und wo ist dieser Thomas, von dem du gesprochen hast?
Erzähler*in: Thomas? Der ist nicht da. Er ist noch unterwegs. Aber schau mal, was jetzt passiert, denn es klopft wieder an die Tür. 
(Thomas in die Tür malen.)

»Macht auf! Ich bin’s, Thomas.«
Ja. Thomas ist am Morgen aus dem Haus gegangen. Die Freunde öffnen die Tür und erzählen ihm natürlich, was sie erlebt haben:
(Thomas vorne versetzt etwas größer in den Kreis der Jünger malen.)

»Jesus war da! Er hat uns seine Hände gezeigt. Er lebt!«
Thomas schüttelt den Kopf! »Das glaube ich nicht. Das habt ihr euch doch eingebildet. Aber wenn ihr den ganzen Tag hier drinsitzt, wundert mich das nicht. Dass Jesus lebt, glaube ich erst, wenn ich meine Hand in seine Hand legen kann.«
Ein Tag vergeht: 
(Strichliste malen; bei jedem genannten Tag einen Strich machen.)

Thomas wartet. Zwei Tage vergehen: Thomas wartet. Drei Tage vergehen: Thomas wartet immer noch. Vier, fünf, sechs Tage lang passiert gar nichts. Dann ist wieder Feiertag. 
(7. Strich malen)
Und dann, acht Tage später 
(8. Strich malen), ist Jesus plötzlich wieder da. 
(Strichliste wegwischen/überkleben, Jesus malen/Abdeckpapier entfernen) 
Und Jesus sagt: »Du darfst deine Hände in meine legen. Ja, du darfst mich berühren, damit du glaubst!« 
(Mit dem Zeigefinger an beide Hände von Jesus tippen.)

Thomas ist überglücklich. Er spürt das Glück im ganzen Körper. 


(Ausgeschnittenes/ausgestanztes Herz auf Thomas legen/anheften. Bei den nun folgenden Worten nach und nach auch auf Jesus und die Jünger je ein Herz legen; s. Schlussbild).
»Mein Jesus«, sagt Thomas glücklich. Dann sieht sich Jesus um und sagt: »Ihr glaubt an mich, weil ihr mich gesehen habt. Genauso glücklich werden die sein, die mich nicht sehen und trotzdem an mich glauben!«

Charly: Nicht sehen und trotzdem glauben? Wie geht das?
Erzähler*in: Naja, wie ist das mit deinem besten Freund?
Charly: Mit Emil?
Erzähler*in: Glaubst du, dass er das kann – mit dem Bottle-Flip?
Charly: Also: Wenn es einer kann, dann Emil!
Erzähler*in: Siehst du!
Charly: Ich sehe eben nicht … aber ich denke, ich glaube trotzdem …

Schlussbild

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Fortsetzung aus Heft 2024-1
Johannes 21,1-14

I. Grundgedanken

Zugänge für den Vorbereitungskursen
Zum Text / Zum Thema

Koph = Nadelöhr, Nun = Fisch, Gimel = 
Kamel. In der Geschichte vom reichen Jüngling (Lukas 18) sagt Jesus: »Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt … (aber) was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich«. Der Fisch ist schon früh das Geheimzeichen für Jesus Christus (Ichtys). 

Die Botschaft der Zahl 153 lautet also: Jesus macht es möglich, was bei Menschen unmöglich ist. Alle können nun ins Reich Gottes kommen! Damit stehen die 153 Fische für die Gesamtheit der Menschen.

Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Abendmahlsfeier 
(z. B. im Anschluss an die Erzählung)

In der Mitte stehen: Kerze, Brot (in Form eines Hefeteig-Fisches o. ä.), Traubensaft (oder Apfelsaft); alles mit einem Tuch abgedeckt.
Wenn wir gleich zusammen essen und trinken, dann ist das etwas Besonderes! Denn wir machen es so, wie Jesus das mit seinen Freunden gemacht hat. Und Jesus hat uns versprochen: Immer, wenn wir das tun, ist er bei uns. Gott lädt uns ein!
Kerze anzünden. Brot und Traubensaft aufdecken. Evtl. Lied: Wir sind eingeladen zum Leben (KuS 185, KKL 161, KG 205)
Jesus hat mit seinen Freunden oft zusammen gegessen und getrunken. Aber einmal war es etwas ganz Besonderes: Alle saßen am Tisch, Jesus war in der Mitte. Da nahm Jesus das Brot und sagte Gott dafür danke: »Danke, Gott, dass du uns alles gibst, was wir zum Leben brauchen. Du sorgst für uns.« 

Alle sagen gemeinsam: Danke, Gott!

Dann gab Jesus seinen Freunden das Brot. Er teilte es mit ihnen. Alle aßen davon. Und allen war klar: Es geht nicht darum, satt zu werden. Es geht darum, zu spüren und zu schmecken, dass gerade etwas Besonderes geschieht.
Brot wird ausgeteilt. »Bitte wartet mit dem Essen, bis alle etwas haben. Dann können wir gemeinsam essen.«
Und Jesus sagte: »So wie ich dieses Brot mit euch teile, so teile ich alles mit euch – auch mein Leben. Immer, wenn ihr dieses Brot esst, schmeckt ihr, wie sehr Gott euch liebhat. Erinnert euch immer daran!« 
Jetzt essen wir gemeinsam das Brot.
Dann nahm Jesus den Kelch und sagte Gott auch dafür danke: »Danke, Gott, dass du uns alles gibst, was unser Leben schön macht.« 

Alle sagen gemeinsam: Danke, Gott!

Dann gab er seinen Freunden den Kelch. Er teilte den Kelch mit ihnen. Alle tranken davon. Und allen war klar: Es geschieht gerade etwas Besonderes.
Jedes Kind bekommt in seinen Becher Saft eingegossen. »Bitte wartet mit dem Trinken, bis alle etwas haben. Wir trinken gleich gemeinsam.«
Und Jesus sagte: »Wenn ihr davon trinkt, sind wir miteinander verbunden und mit Gott. Spürt ihr das?«
Wir trinken gemeinsam.
Und Jesus sagte: »Feiert das Abendmahl immer wieder, so wie ich heute mit euch. Und ich bin bei euch, an allen Tagen.«

Kreative Umsetzung der Geschichte
Gemeinsam essen

Diese Geschichte kann nur angemessen erzählt und erlebt werden (s. »III. Erzählungen«, Seite 143f), wenn es auch ein gemeinsames Essen gibt. Dazu eignen sich beispielsweise Fische/ein großer Fisch aus Hefeteig gebacken oder Ausstechplätzchen in Fischform oder getoastetem Brot, aus dem Fische ausgestochen werden. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, ein Lagerfeuer zu machen und die Fische dort gemeinsam zu essen? Die Hefe-Fische können auch auf einem Leintuch ausgebreitet und im Gottesdienst vom Tuch genommen werden.

Überraschend anders (Spiel) 

Jesus fordert die Jünger heraus, mal auf der anderen, der »falschen« Seite zu fischen. Die Kinder können auch ausprobieren, wie es ist, Dinge anders zu tun:

Alternative: Ein Kind macht etwas vor, alle anderen machen das Gegenteil (z. B. auf dem linken bzw. rechten Bein hüpfen …)
Für beide Erzählungen wird Folgendes benötigt: 1 blaues Tuch; 1 braunes Tuch; 1 weiteres Tuch; 1 Boot (einfaches Holz- oder Spielzeugboot, das grob in die biblische Zeit passt; also kein Polizei-Schnellboot o. ä.). Das gemeinsame Essen kann am Ende der Erzählung einfach so oder bei der Abendmahlsfeier (s. »Liturgische Elemente«) stattfinden. Ideen dafür in Fischform s. »Gemeinsam essen«

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

(Blaues Tuch ausbreiten, braunes Tuch als Ufer danebenlegen. Unter dem weiteren Tuch abgedeckt den/die Fisch/e bereithalten.)
Das ist der See Tiberias.
(Blaues Tuch langsam glattstreichen. Das Boot in ruhigen, kreisenden Bewegungen darauf fahren lassen.)
Die ganze Nacht waren die Freunde von Jesus auf dem See Tiberias unterwegs. Auf dem Boot haben sie über alles geredet, was in den letzten Tagen passiert war: Jesus war gestorben. Dann, drei Tage später, war er wieder da. Er sagte zu ihnen: »Ich bin auferstanden.« 
Richtig kapiert haben die Freunde das nicht. Gestern Abend sind sie wieder fischen gegangen. Aber sie haben die ganze Nacht nichts gefangen. Jetzt geht bald die Sonne auf.
(Mit einer Handbewegung aufgehende Sonne andeuten. Boot langsam in Richtung Ufer bewegen.) 
Da sehen die Freunde jemanden am Ufer stehen. Der ruft ihnen zu: »Kinder, habt ihr nichts zu essen?« Die Jünger wundern sich. Sie antworten ihm: »Nein!« Der Mensch am Ufer sagt: »Werft die Netze noch einmal aus. Diesmal auf der rechten Seite.«
(Mit Hand auf die Bootsseite zeigen, auf der das Netz ausgworfen werden soll.)
»Auf der rechten Seite?«, wundern sich die Freunde. 
(Mit Hand über Kinn reiben, nachdenken.)
»Wir werfen die Netze nie auf dieser Seite aus.« Den Freunden kommt das verrückt vor, aber sie tun es.
(Auf der rechten Bootsseite beide Hände zu Fäusten ballen und alle Finger schnell spreizen; so das Werfen des Netzes andeuten.) 
Auf einmal ist das Netz voller Fische! 
(Mit Fingern über dem Wasser zappelnde Bewegungen machen, so die vielen Fische im Netz andeuten.)
Es ist so voll, dass sie es nicht aus dem Wasser ziehen können. 
(Mit beiden Händen kraftvoll am Netz ziehen, ohne es aus dem Wasser zu heben.)
Die Freunde wundern sich. Und einer von ihnen sagt: »Das ist Jesus!« 
(Auf den Menschen am Ufer zeigen.)
Als Petrus das hört, springt er ins Wasser und schwimmt so schnell er kann ans Ufer. 
(Kopfsprung ins Wasser andeuten, dann mit den Armen Schwimmbewegungen machen.)
Die anderen fahren mit dem Boot ans Ufer. Das volle Netz mit den Fischen ziehen sie hinter sich her. Sie steigen aus dem Boot. Am Ufer brennt ein Lagerfeuer. Es duftet herrlich nach Brot und gegrilltem Fisch. Hmm!
(Mit Hand Luft zufächeln, tief einatmen und genießerisch die Augen schließen.)
Die Freunde schauen Jesus an. Er sieht irgendwie anders aus. Da sagt Jesus: »Bringt von den Fischen, die ihr gefangen habt. Wir wollen gemeinsam frühstücken.« Und Petrus geht zum Boot, packt das Netz und zieht es mit einem Ruck aus dem Wasser ans Ufer.
(Netz mit beiden Händen ans Ufer ziehen.)
Die Freunde wundern sich. Mit den Augen erkennen sie Jesus nicht! 
(Mit Händen die Augen verdecken)
Aber ihr Herz weiß: Es ist Jesus! 
(Beide Hände aufs Herz legen.)
Jesus sagt: »Kommt und frühstückt mit mir. Ich habe mich so sehr auf euch gefreut!« 
(Mit Hand andeuten, Fische aus dem Netz zu holen und über dem Feuer zu grillen.)
Dann nimmt Jesus das Brot, teilt es und gibt es den Freunden. Ebenso auch den Fisch. Lecker!
(Tuch vom/von den abgedeckten Fisch/en nehmen und den Kindern austeilen oder von den Kinder »fischen« lassen, indem sie sich davon nehmen.)

Der besondere Tipp

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rechts:

Einfacher Bastelbogen schon für die Kleinsten

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Erzählung für Ältere

(Blaues Tuch ausbreiten, braunes Tuch als Ufer danebenlegen. Unter dem weiteren Tuch abgedeckt den/die Fisch/e bereithalten.)
Das ist der See Tiberias.
(Blaues Tuch langsam glattstreichen. Das Boot in ruhigen, kreisenden Bewegungen darauf fahren lassen.)
Die ganze Nacht waren die Freunde von Jesus auf dem See Tiberias unterwegs. Auf dem Boot haben sie sich unterhalten über alles, was sie in den letzten Tagen erlebt haben: Jesus war gestorben. Drei Tage später kam dann Maria zu ihnen und hat gesagt: »Jesus lebt, er ist auferstanden!« Am gleichen Abend haben sie selbst Jesus auch gesehen, denn er war zu ihnen gekommen. Und eine Woche später noch einmal. Danach hat Petrus gesagt: »Ich geh jetzt fischen.« Und dann ist er mit fünf anderen Freunden abends ins Boot gestiegen. Sie sind auf den See hinausgefahren, um zu fischen. Die ganze Nacht waren sie auf dem See. Jetzt geht bald die Sonne auf, doch sie haben nichts gefangen. Keinen einzigen Fisch!
(Mit einer Handbewegung aufgehende Sonne andeuten.)
Die Freunde fahren wieder ans Ufer. Sie sind müde, hungrig und enttäuscht. 
(Boot langsam in Richtung Ufer bewegen.) 
Da sehen sie im Licht der Dämmerung einen Menschen am Ufer.
(Ausschau halten und mit Finger zeigen)Da ruft der Mensch ihnen zu: »Kinder, habt ihr nichts zu essen?« 
(Hände wie Trichter um den Mund legen und Richtung Boot rufen.)
Die Jünger wundern sich: »Warum nennt er uns Kinder? Wer ist das?« Sie antworten: »Nein!« 
(Hände wie Trichter, s. o.)
Der Mensch am Ufer sagt: »Werft die Netze noch einmal aus. Dieses Mal auf der anderen Seite. Dann werdet ihr etwas fangen.«
(Mit Hand auf die Bootsseite zeigen, auf der das Netz ausgeworfen werden soll.) »Auf der rechten Seite?«, wundern sich die Freunde. 
(Mit Hand über Kinn reiben, nachdenken.)
»Wir werfen die Netze schon immer auf der linken Seite aus. Unser Leben lang. Denn die linke Seite ist doch die richtige Seite! Da können wir das Netz mit der rechten Hand besser wieder ins Boot ziehen. Und jetzt sollen wir das Netz auf der anderen, der falschen Seite auswerfen?«
(Kraftvolles Ziehen mit der rechten Hand andeuten: Netz über rechte Schulter ziehen, dass es hinter dem Rücken mit der linken Hand ins Boot gelegt werden kann. Diese klassische Bewegung beim Fischen mehrmals zeigen.)
Den Freunden kommt das verrückt vor. Aber sie tun es.
(Auf der rechten Bootsseite beide Hände zu Fäusten ballen und alle Finger schnell spreizen; so das Werfen des Netzes andeuten.) 
Auf einmal ist das Netz voller Fische! 
(Mit Fingern über dem Wasser zappelnde Bewegungen machen, so die vielen Fische im Netz andeuten.)
Es ist so voll, dass sie es nicht aus dem Wasser ziehen können. 
(Mit beiden Händen kraftvoll am Netz ziehen, ohne es aus dem Wasser zu heben.)
Die Freunde wundern sich. Und der beste Freund von Jesus sagt: »Es ist Jesus!« 
(Auf den Menschen am Ufer zeigen.)
Als Petrus das hört, springt er ins Wasser und schwimmt so schnell er kann ans Ufer. Er will unbedingt der Erste sein, der bei Jesus ankommt.
(Kopfsprung ins Wasser andeuten, dann mit den Armen Schwimmbewegungen machen.)
Die anderen steuern das Boot ans Ufer und ziehen das Netz hinter sich her. Sie steigen aus. Ein Feuer brennt und es duftet herrlich nach geröstetem Brot und gegrilltem Fisch. Das ist jetzt genau das Richtige! Hmm!
(Mit Hand Luft zufächeln, tief einatmen und genießerisch die Augen schließen.)
Die Freunde schauen den Mann an, der sich ans Feuer gesetzt hat. Er sieht anders aus, als sie Jesus in Erinnerung haben. Sie haben das Gefühl, dass sie Jesus noch nie im Leben gesehen haben – und doch schon ewig kennen.
(Hand mit etwas Abstand segnend über die Szene halten.)
Da sagt Jesus: »Bringt von den Fischen, die ihr gefangen habt. Lasst uns zusammen frühstücken!« 
Und Petrus geht zum Boot, packt das Netz und zieht es mit einem Ruck aus dem Wasser ans Ufer.
(Netz mit beiden Händen ans Ufer ziehen.)
153 fette Fische haben sie gefangen. 153! Ganz schön viel! Und obwohl es so viele sind, zerreißt das Netz nicht! 
Petrus sieht Jesus genau an und wundert sich, denn mit den Augen erkennt er Jesus nicht. 
(Mit Händen die Augen verdecken)
Aber sein Herz weiß: Es ist Jesus. 
Beide Hände aufs Herz legen.)
Den anderen geht es genauso. Keiner braucht zu fragen: »Wer bist du?« Denn sie wissen: Er ist es wirklich! Mit Gott ist alles möglich!
Jesus sagt: »Kommt und frühstückt mit mir! Ich habe mich sehr auf euch gefreut!« 
(Mit Hand andeuten, Fische aus dem Netz zu holen und über dem Feuer zu grillen.)
Da nimmt Jesus das Brot, teilt es und gibt es den Freunden. Ebenso auch den Fisch. Lecker!
(Tuch vom/von abgedeckten Fisch/en nehmen und den Kindern austeilen oder die Abendmahlsfeier anschließen; 
s. »Liturgische Elemente«.)

Johannes 21,1–14

Johannes 21,1–14

I. Vorüberlegungen

Außerdem spielt diese Geschichte nicht in der Umgebung von Jerusalem, sondern am See Genezareth. Es wird also vorausgesetzt, dass die Jünger wieder nach Galiläa zurückgekehrt sind, nachdem Jesus nicht mehr bei ihnen war. Darum ist man sich mehrheitlich einig, dass hier ein kirchlicher Redaktor am Werk war, der das 21. Kapitel an das Johannesevangelium angehängt hat. Dafür spricht auch, dass Petrus von Jesus das Hirtenamt übertragen wird. 

– Zum einen ist die Zahl 153 eine Dreieckszahl zur Basis 17. Das bedeutet, sie ist die Summe der Zahlen 1–17.
– Der Kirchenvater Hieronymus (5. Jh. n.Chr.) meinte, dass 153 die Zahl der damals bekannten Fischarten sei. Dies ist nicht nachweisbar. Trotzdem könnte der Gedanke dahinterstecken, dass es sich um die Fülle der gesamten Menschheit handelt.
(Zur Bedeutung der Zahl 153 siehe auch bei Sonntag, 14. April, »Zum Text / zum Thema«

II. Bausteine

Lieder

Als Jesus gestorben war (KuS 100, KKL 99);
Oster-Mutmach-Lied (KuS 130);
Wo einer dem andern neu vertraut (KuS 134);
Er ist das Brot, er ist der Wein (EG 228, KuS 270);
Wenn das Brot, das wir teilen 
(KuS 278, Wwdl 86);
Schalom chaverim 
(EG 434, KuS 520, KKL 386, KG 133);
Du, Gott, stützt mich 
(KuS 463, Wwdl 129, KKL 335)

Gebet 

Nach Psalm 121 (KuS 672)

Schlussgebet:

Lieber Gott,
manchmal geht es uns wie den Jüngern. 
Wir strengen uns an, und es gelingt nicht alles so, wie wir wollen. 
Das nimmt uns ganz schön viel Mut. 
Und wir fragen uns, ob wir uns noch einmal anstrengen sollen. 
Aber du machst uns Mut, nicht aufzugeben. 
Und du stärkst uns, wenn wir keine Lust und keine Kraft mehr haben. 
Schenke uns Menschen in unserer Nähe, 
die sich gegenseitig stärken.
Und stärke du alle Menschen, 
die sich für Frieden in unserer Welt einsetzen. 
Bestimmt sind sie auch oft mutlos. 
Darum lass uns das auch gemeinsam tun: im Kleinen Frieden schaffen unter 
den Menschen, die in unserer Nähe sind.
Amen.

III. Mitmachgeschichte

Zur Geschichte

Für die Geschichte kann ein »Lagerfeuer« mit roten, gelben und orangfarbenen Tüchern aufgebaut werden. Unter die Tücher wird eine Lampe gelegt.
Am Schluss der Geschichte stehen die Kinder am Lagerfeuer. Die Fischlis aus dem Glas werden verteilt und gegessen. Vorher können die Kinder schätzen, wie viele Fische es wohl sind und ihnen dann die Bedeutung der Zahl 153 erklären.
Ein Highlight wäre natürlich, an einem richtigen Lagerfeuer Stockbrot zu machen und um das Feuer herumzusitzen.
Material Geschichte: langes Seil; Fischernetz (kostet weniger als 10 €); verschließbares Glas mit 153 Fischlis; Stuhl für jedes Kind; wenn vorhanden langen, blauen Stoffstreifen;
Material »Lagerfeuer«: rote, gelbe und orangfarbene Chiffontücher; Taschenlampe; Jesuskerze; Teelicht für jedes Kind

Vorbereitung

Die Kinder werden eingeladen, mit ins Boot zu steigen für eine Fahrt über den See.

Hinführung zur Geschichte

Zunächst werden die Kinder auf das Thema »Boot« mit Fragen eingestimmt. Z. B. (bitte auswählen!):

Überleitung zur Geschichte

Auf einem Boot ist es gut, wenn man nicht allein ist. Da braucht es eine gute Gemeinschaft. Auf alle muss man sich verlassen können. Alle müssen mit anpacken. Alle geben einander Halt. 
(Seil in die Runde geben; alle halten sich daran fest.)
Wenn das Boot in einen Sturm gerät, kann dann niemand herausfallen. 
(Bewegungen wie bei einem Sturm; die Kinder bleiben durch das Seil miteinander verbunden.)
Heute sind wir auf einem Fischerboot. Darum haben wir auch ein Fischernetz dabei. 
(Fischernetz zeigen)
Und genau in dieser Situation sind in unserer Geschichte die Jünger Jesu …

Geschichte

Die Jünger sind nicht mehr in Jerusalem
Das Boot der Jünger ist auf dem See Genezareth unterwegs. Die Jünger sind von Jerusalem wieder zurückgekehrt in ihre Heimat, weil Jesus nicht mehr bei ihnen war. In Jerusalem wurde Jesus gekreuzigt und nun ist alles anders. Ja, Jesus ist ihnen noch begegnet: zuerst den Frauen und dann auch ihnen. Er hatte sie hinter der fest verschlossenen Tür gefunden, hinter der sie sich aus Angst versteckt hatten. Und Thomas durfte sogar in Jesu Wunden fassen. Da waren sie dann wieder voller Hoffnung … aber dann sind sie zurück an den See Genezareth, und der Alltag ist wieder eingekehrt. Jetzt wissen sie gar nicht so recht, wie es weitergehen soll. Ist jetzt alles vorbei, was mit Jesus angefangen hat? Ist alle Hoffnung doch zu Ende?
Wenigstens sind sie hier auch zusammen und nicht alleine. Es gehen ihnen noch so viele Gedanken durch den Kopf – die können sie so mit jemandem bereden. 
Und fischen – das können sie auch, denn vor ihrer Zeit mit Jesus waren sie ja Fischer.

Das Netz ist leer
Es ist ganz früh am Morgen. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Das ist die beste Zeit zum Fischen. Wer das Netz voll haben möchte, der muss früh aufstehen. Die Jünger werfen ihr Netz aus. 
(Kind wirft Netz aus)
Und nun heißt es warten. Beim Fischen braucht man Geduld. 
(Miteinander warten; währenddessen überlegen, was die Jünger wohl geredet haben, aber leise, um die Fische nicht zu verscheuchen.)
Jetzt müsste das Netz voll sein. Die Jünger ziehen es heraus.
(Zwei Kinder ziehen Netz heraus) 
Die Jünger bekommen einen großen Schreck. Das Netz ist leer. Kein einziger Fisch ist darin. Was ist das denn? Das haben sie noch nie erlebt. Das ist eigentlich völlig unmöglich. Wie sollen sie das ihren Familien erklären? Sie brauchen den Fisch, um leben zu können. Die Jünger sind völlig ratlos. 
Langsam wird es hell. Jetzt brauchen sie es gar nicht erst noch einmal zu versuchen. Bei Tageslicht geht erst recht kein Fisch ins Netz. Enttäuscht fahren sie an Land.

Ein Fremder am Ufer
Als sie am Ufer ankommen, sehen sie dort einen Mann. 
(Jesuskerze außerhalb des Bootes aufstellen) Sie kennen ihn nicht. Und jetzt kommt er auch noch auf sie zu. Was er wohl will? 
(Erzähler*in nimmt Jesuskerze in die Hand.) 
»Kinder, habt ihr nicht etwas Fisch zu essen?«, fragt er sie. Ausgerechnet heute, wo sie nichts haben. Sie zeigen ihm das leere Netz. »Wir haben heute Nacht nichts gefangen. Es ist uns völlig rätselhaft.« – »Fahrt noch einmal auf den See hinaus«, sagt der Fremde zu ihnen, »und werft das Netz auf der rechten Bootsseite aus, dann werdet ihr etwas fangen.«
Was soll das denn? Hat dieser Mann überhaupt Ahnung vom Fischen? Macht er sich lustig über sie? Warum sollen sie ihm glauben? 
Aber irgendetwas an diesem Mann ist glaubwürdig. Ja, er wirkt sogar fürsorglich. Und so beschließen die Jünger, tatsächlich wieder auf den See hinauszufahren – gegen jeden Fischerverstand, gegen jede Erfahrung. Wenn das jemand sieht, wird er nicht schlecht über sie spotten: »Wie kann man denn so blöd sein?« Doch sie sind sich einig. Alle haben ein ganz unerwartetes Vertrauen zu diesem Mann. 

Es geht noch einmal hinaus
Und darum fahren sie noch einmal los mit ihrem Boot. Und wie der Mann es gesagt hat, werfen sie das Netz auf der rechten Seite in den See. 
(Kind wirft Netz auf der rechten Seite des Bootes aus.)
Sie merken sofort: Da tut sich was. Das Netz wird schwer und immer schwerer. 
(Fischli-Glas ins Netz legen.)
»Schaut mal, das ist unglaublich! Wo kommen die ganzen Fische her?«, ruft Petrus. Sie wollen das Netz aus dem Wasser ziehen, aber es geht nicht, es ist viel zu schwer. »Lasst uns an Land fahren und das Netz dort herausziehen«, schlägt Thomas vor. Gute Idee. Alle stimmen zu.

»Das ist Jesus!«
Plötzlich fällt es Johannes wie Schuppen von den Augen: »Mensch Petrus, der Mann am Ufer, das ist doch Jesus, und wir haben ihn nicht erkannt.« Jetzt erkennt Petrus ihn auch. Es ist Jesus. Und dann hält Petrus nichts mehr. Er zieht seinen Mantel bis zum Bauch hoch und bindet ihn fest. Dann springt er ins Wasser.
(»Wer mag Petrus spielen und aus dem Boot springen?«)
»Hey Petrus, was soll das?«, rufen die anderen Jünger. »Wir brauchen jede helfende Hand!« Zum Glück ist es nicht mehr weit. So schaffen sie es auch ohne Petrus, das Boot und das Netz mit den vielen Fischen sicher ans Ufer zu bringen. Dort steigen sie aus.
(Kinder steigen aus Boot)
Am Ufer steigt ihnen ein leckerer Geruch von Essen in die Nase. Kein Wunder … ein Feuer brennt und Fische braten darauf, auch frisches Brot liegt daneben. Die Jünger gehen zum Feuer. 
(Kinder gehen zum Lagerfeuer) 
Was könnte es jetzt Schöneres geben? Völlig ausgehungert sind sie. Schließlich haben sie die halbe Nacht gefischt und eben noch ein zweites Mal. Das hier ist, als ob ihnen jemand einfach nur Gutes tun und sie stärken will. Und jetzt erkennen sie ihn alle: Es ist Jesus!

Das gemeinsame Mahl
»Bringt doch noch ein paar von den Fischen, die ihr gefangen habt«, sagt Jesus. Das lässt sich Petrus nicht zweimal sagen. Sofort rennt er los und zieht das Netz ganz an Land. 
(Kind, das Petrus gespielt hat, geht zum Boot und zieht das Netz in Richtung Lagerfeuer.) Es ist voll von großen Fischen. Ein Wunder, dass das Netz nicht zerrissen ist! Petrus nimmt einige von den Fischen. 
(Petrus-Kind bringt in einem Schälchen 5 Fischlis.)
Als er zurückkommt, sagt Jesus: »Kommt, es gibt Frühstück.« 
Es ist ganz eigenartig: Keiner von den Jüngern fragt Jesus, ob er es wirklich ist. Sie brauchen gar nicht fragen. Sie sind sich ja ganz sicher, ihr Herz spürt es. Und als Jesus dann das Brot und danach den Fisch nimmt und ihnen austeilt, da gibt es keinen Zweifel mehr. Es ist tatsächlich Jesus. Als ob er sagen will: »Auch wenn ihr mich nicht mehr sehen könnt, braucht ihr keine Angst zu haben. Ich bin immer noch da. Meine Kraft ist noch da. Meine Fürsorge ist noch da. Meine Hoffnung ist noch da. Meine Liebe ist noch da. Ihr seid nicht allein, denn mein Licht begleitet euch.« 
(Alle Kinder bekommen ein Teelicht, das sie an der Jesuskerze anzünden.)
Und jetzt stärken auch wir uns 
(Fischlis teilen; weitere Gestaltungsideen können sich anschließen, s. u.)

IV. Ideen zur Vertiefung

Angelspiel ohne Magnet

Die Kinder angeln – mangels des Magneten allerdings ohne Erfolg. 
Dieses Spiel kann Gesprächsimpuls sein für Überlegungen wie:
Wie gehe ich mit Frustration/Enttäuschung um, wenn etwas nicht gelingt und ich trotz Anstrengung keinen Erfolg erlebe? 
Eventuell am Schluss jedem Kind einen Mutmachsegen zusprechen.

Gespräch

Im Gespräch kann man mit den Kindern überlegen:

Spiel: Obstkorb – mit Fischnamen

Die Kinder sitzen im Kreis und ziehen aus vorbereiteten Zetteln je einen. Darauf stehen Fischnamen (jeder Fisch sollte mindestens dreimal enthalten sein). Ein Kind geht in die Mitte und nennt einen Fischnamen. Die entsprechenden Kinder tauschen möglichst schnell die Plätze, während das Kind in der Mitte versucht, einen dieser Plätze zu ergattern. Jeweils das Kind, das keinen Platz hat, nennt die nächsten Fische. Bei dem Wort »Fischsuppe« müssen alle Kinder den Platz wechseln.

Fische basteln

Hierfür gibt es im Internet jede Menge Ideen und Vorschläge für jedes Alter.

Der besondere Tipp

Knautschsamt-Rundtücher-Set XXL
Fünf verschiedene Farben

Für unterschiedliche Anlässe; mit schimmernden Farben.
Alle Tücher können auch einzeln bestellt werden.

5er-Set: € 63,00; Best.-Nr. S1580
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rot: € 13,90; Best.-Nr. 1456
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creme: € 13,90; Best.-Nr. 1556

Das Leben des Mose
Escape-Room-Spiel zur Bibel

Das Leben des biblischen Mose durch Knobeln und Raten kennenlernen und dem Volk Israel beim Auszug aus Ägypten helfen …
Das Spiel kann beliebig oft gespielt werden, weil das hierfür notwendige Verbrauchsmaterial (ohne zusätzliche Kosten) heruntergeladen und ausgedruckt wird. 
Für Kinder ab 8 Jahren.

€ 17,00; Best.-Nr. 2161

Nylontücher-Set

Tücherset mit sechs luftig-leichten, transparenten und pflegeleichten Tüchern aus 100 % Nylon in folgenden Farben:
gelb, orange, violett, rot, grün, blau; Maße: 68 x 68 cm.
€ 15,00; Best.-Nr. 1128

junge-gemeinde.de

Kommt und schmeckt

Johannes 21,1–14

I. Vorüberlegungen

Zur Planung des Kindergottesdienstes

Der Entwurf sieht ausschließlich ein gemeinsames Brot-Teilen vor. 
Denkbar ist aber auch, an diesem Sonntag in der Kinderkirche Abendmahl zu feiern. Wie das geschehen kann, ist je nach Landeskirche unterschiedlich und muss im Vorfeld mit dem zuständigen Pfarramt geklärt werden.
Das Bibeltheater erfordert Vorüberlegungen zu Kulisse, Kostümen und Requisiten.

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Viele Kinder haben in der Kinderkirche, bei Konfi 3 oder bei Familiengottesdiensten bereits Abendmahl gefeiert. Sie kennen das dabei entstehende Gemeinschaftsgefühl und können nachempfinden, was die Jünger bei der nachösterlichen Feier mit Jesus fühlen. Durch das gemeinsame Teilen des Brotes werden sie hineingenommen in die Geschichte und erleben, dass Jesus – wenn wir feiern – auch bei uns ist, obwohl wir ihn nicht sehen können.

II. Bausteine

Kreative Umsetzung der Geschichte als Bibeltheater

Anspiel für fünf Personen sowie Einbeziehung der Kinder am Ende des Stücks.
Materialien: Requisiten und Kostüme fürs Bibeltheater; (Fladen-)Brot; Kekse in Fischform; Zitronenwasser (Leitungswasser, in das einige Zitronenscheiben gelegt wurden); Servietten; Trinkbecher 
Ums Lagerfeuer sitzen die vier Jünger Simon Petrus, Thomas, Nathanael und Johannes. Alle sind in ihre eigenen Gedanken versunken.

Thomas: Wie geht’s denn jetzt eigentlich weiter? 
Nathanael: Was meinst du, Thomas?
Thomas: Na, was wird aus uns? Jesus ist auferstanden und …
Johannes: (lacht) Das glaubst also inzwischen sogar du?
Petrus: (lacht ebenfalls) Er hat ja auch lange genug gezweifelt.
Thomas: Ja, ja, ich weiß schon. Aber wie konnte ich auch wissen, dass Jesus tatsächlich zu euch gekommen war, als ich gerade nicht dabei sein konnte. Als ich ihn dann mit eigenen Augen gesehen hab, war es auch mir klar: Jesus lebt! Er hat tatsächlich sein Versprechen wahrgemacht und hat den Tod besiegt.
Johannes: Ich kann es noch immer kaum fassen! Könnte die ganze Zeit grinsen vor Freude. Geht’s dir nicht genauso?
Thomas: Doch, schon, aber … ist denn jetzt alles wieder beim Alten? Seit der Begegnung neulich hab ich Jesus nicht wiedergesehen. Und ich frag mich, wie es weitergehen wird: Wird Jesus auch jetzt, nach der Auferstehung, wieder mit uns durch die Gegend ziehen und von Gott erzählen? Oder gehen wir alleine los? Oder … sollen wir womöglich wieder als Fischer arbeiten?
Johannes: Also, äh … gute Frage. Was meinst du denn, Petrus?
Petrus: Ich war ja immer gerne Fischer. Ich kann mir schon vorstellen, mit euch wieder Fische zu fangen und sie auf dem Markt zu verkaufen.
Nathanael: Und was wird dann aus den Menschen, die an Jesus glauben? Wer kümmert sich dann um sie?
Johannes: Vielleicht … also …
Thomas: Alles klar! Wir brauchen den Rat von Jesus!
Petrus: Recht hast du. Aber bis dahin will ich auf keinen Fall tatenlos rumsitzen. Dann kann ich auch rausfahren auf den See. Und beim Fischen kann ich ohnehin besser nachdenken. Inzwischen ist es auch dunkel genug, damit die Fische sich überhaupt fangen lassen. Ich geh los. Wer kommt mit?
Thomas: Ich bin dabei. Was ist mit euch, Johannes, Nathanael?
Johannes: Ich komm auch mit.
Nathanael: Ich natürlich auch.

Die vier setzen sich in ein »Boot« und werfen das Netz aus. Einige Zeit vergeht. Ab und zu schaut einer ins Netz und schüttelt den Kopf.

Nathanael: Das gibt’s doch gar nicht. Bis jetzt ist kein einziger Fisch ins Netz geschwommen. Wo verstecken die sich nur?
Johannes: Ich kann’s mir auch nicht erklären. Aber wir haben’s lange genug versucht. Die Sonne geht schon auf. Wir sollten zurückfahren.
Thomas: Ohne einen einzigen Fisch? Das gab’s ja noch nie.
Petrus: Stimmt schon, Thomas. Aber jetzt ist es zu hell. Heute fangen wir nichts mehr.
Die Jünger holen das Netz ein, fahren an Land und steigen aus.
Petrus: So ein Ärger. Nichts gefangen.
Thomas: Wenn wir wenigstens ein paar Fische auf dem Markt verkaufen könnten …
Nathanael: Meine Frau wartet sicher auch schon und hofft auf die Fische zum Mittagessen.

Jesus geht auf die Jünger zu.

Jesus: Ihr seht unglücklich aus. Habt ihr nichts zu essen? 
Petrus: Nein, es ist ein Jammer. Keinen einzigen Fisch haben wir gefangen!
Jesus: Fahrt noch einmal auf den See und werft noch einmal das Netz aus. Dann fangt ihr bestimmt etwas.
Nathanael: (leise zu Thomas) Das kann auch nur einer sagen, der keine Ahnung vom Fischen hat. Weiß doch jedes Kind, dass man nur nachts Fische fängt.
Thomas: (leise zu Nathanael) Genau, das bringt doch nichts.
Petrus: (laut zu Jesus) Gut, wir fahren nochmal raus.
Thomas: (leise zu Nathanael) Ich hör wohl nicht recht. Ausgerechnet der erfahrenste Fischer unter uns folgt diesem unsinnigen Rat? Was ist denn mit Petrus los?
Petrus: (zu seinen Freunden) Kommt, Männer, wir wagen es! 
Johannes: Wir sind müde, Petrus. Die ganze Nacht waren wir draußen auf dem See und haben nichts gefangen. Lass uns nach Hause gehen und ein paar Stunden schlafen. Heute Abend versuchen wir es wieder.
Petrus: Ich hab das Gefühl, wir sollten es jetzt noch einmal versuchen. Kommt, Freunde!

Murrend ziehen die Jünger das Netz ins Boot, fahren nochmal hinaus, werfen es wieder aus und setzen sich. Dann schaut der erste ins Netz.

Thomas: Unglaublich! Da tut sich was!

Alle Jünger stürzen an die Reling und schauen ins Netz.

Nathanael: Fische!
Johannes: Überall Fische!
Petrus: Von allen Seiten kommen sie. Das müssen Hunderte sein!
Nathanael: So viele wie nie zuvor in einer Nacht!
Thomas: Keine Ahnung, wie wir das Netz an Land ziehen sollen! Es ist total schwer!
Johannes: (zu Petrus) Der Mann am Ufer … der uns einen guten Fang vorhergesagt hat … das war kein Fremder … das war … Jesus!
Petrus: Jesus? Ich … Ich muss … 

Petrus zieht seine Jacke aus, springt in den See und schwimmt Jesus entgegen. Jesus steht mit dem Rücken zu ihm am Ufer am Feuer. Darauf liegen Fisch und Brot. Petrus schleicht von hinten an Jesus heran und schaut ihn genau an.
Die anderen kommen mit dem Boot und ziehen das Netz mit Fischen an Land.

Jesus: Bringt einige von den Fischen, die ihr gefangen habt und lasst uns miteinander essen.

Die Jünger ziehen einige Fische aus dem Netz. Auch Petrus hilft mit. Sie setzen sich. Und Jesus teilt Brot und Fische mit ihnen und sitzt bei ihnen. Die Jünger schauen Jesus mit großen Augen an.

Johannes: (leise zu Petrus) Jetzt wird alles gut. Jesus ist für uns da, wie er es versprochen hat.

Petrus nickt zustimmend.
Die Kinder werden dann eingeladen, sich dazuzusetzen. Wenn alle um »Jesus« und das »Feuer« sitzen, gemeinsam singen: 
Miteinender essen (KuS 588,1-2). 
Dann geben sich die Kinder gegenseitig vom Brot und essen. Wer mag, kann auch Kekse in Fischform und Zitronenwasser bereithalten. (Servietten und Becher machen das Brotteilen zum Festessen.)

III. Gestaltungsvorschlag für den Gottesdienst

Begrüßung und Eingangswort

Wie schön, dass ihr da seid!
Wir feiern miteinander Kinderkirche, 
und mit uns feiert Gott,
der Vater, der uns alles gibt, 
was wir zum Leben brauchen,
und der Sohn, 
der gestorben und auferstanden ist,
und der Heilige Geist, 
der bei uns ist, wenn wir feiern. 
Amen. 

Lied

Zu Ostern in Jerusalem 
(KuS 128,1, KKL 109, KG 74)

Gebet

Gott, wir freuen uns: Endlich ist Ostern!
Wir suchen Osternestchen und gefärbte Eier.
Wir finden Osterhasen aus Schokolade und gebackene Osterlämmer.
Alles schmeckt so gut und sieht so schön aus.
Erinnere uns daran, 
was Ostern mit dir zu tun hat.
Sei bei uns, wenn wir feiern, 
dass Jesus den Tod besiegt hat.
Und lass uns spüren, 
dass er auch heute noch für uns da ist.
Amen.

Lied

Sanna, Sannanina (KuS 129)

Bibeltheater und gemeinsames Brotteilen

Siehe »Kreative Umsetzung der Geschichte«, Seite 228.

Lied (mit Bewegungen)

Lasst uns miteinander 
(KuS 584, KKL 163, KG 189)

Gebet und Vaterunser

Gott, du bist immer bei uns:
wenn wir traurig sind und nicht weiterwissen,
wenn wir ratlos sind und nachdenken,
und wenn wir uns freuen und feiern.
Bitte lass alle Menschen spüren, 
dass du für sie da sein willst:
Lass die Traurigen erleben, 
dass sie nicht alleine sind, 
sondern dass es Menschen gibt, 
die ihnen zuhören und sie trösten wollen.
Hilf denen, die keine Ahnung haben, 
wie es weitergehen soll, 
dass sie Menschen treffen, 
die gemeinsam mit ihnen nach Lösungen und Wegen suchen.
Schenk den Fröhlichen ein Lachen, 
das andere ansteckt, 
damit alle sich eingeladen fühlen, mitzufeiern.
Und höre uns, wenn wir beten, 
wie schon Jesus selbst gebetet hat:
Vater unser im Himmel …

Segenslied (mit Bewegungen)

Halte zu mir, guter Gott 
(KuS 456,1-2, Wwdl 49, KKL 328, KG 8)
Halte zu mir, guter Gott
(Arme vor Oberkörper »schützend« kreuzen),
heut den ganzen Tag
(Hände umeinander herumrollen).
Halt die Hände über mich
(Hände wie Dach über den Kopf halten),
was auch kommen mag
(Arme an Körper schmiegen; Unterarme nach außen abwinkeln).
Du bist jederzeit bei mir
(Hände umeinander herumrollen).
Wo ich geh und steh
(auf der Stelle gehen, stehenbleiben),
spür ich, wenn ich leise bin
(Zeigefinger vor den Mund legen),
dich in meiner Näh
(Arme vor Oberkörper kreuzen).

Der besondere Tipp

Wir feiern unseren Glauben

Generationen-verbindende Gottesdienstentwürfe

Die praxiserprobten Gottesdienst-Vorschläge möchten Jung und Alt und Familien in jedweder Zusammensetzung einladen, miteinander zu feiern. Die Menschen stehen im Mittelpunkt und können singen, aktiv werden, zuhören. Mit …

  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen der kindgerechten Liturgie;
  • kreativen Ideen für den Bereich Verkündigung;
  • zahlreichen Liedern samt Noten und Liedvorschlägen;
  • interaktiven Vorschlägen für alle;
  • Impulsen und Anspielen.

€ 21,00; Best.-Nr. 2167

junge-gemeinde.de

Markus 16,1–9

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Für Kinder ist es spannend, sich in die Frauen hineinzuversetzen und zu entdecken, was in ihnen vorgeht. Vielleicht entdecken sie dabei auch Themen, die ihnen Angst machen.

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Oster-Fürbittgebet

Lieber Gott,
manchmal haben wir Angst.
Manchmal rutscht uns auch das Herz in die Hose.
Mit wackeligen Beinen tappen wir im Dunkeln.
Aber du siehst uns. Du bist bei uns.
Alle: Deine Liebe ist stärker als der Tod. 
Lieber Gott, es gibt Menschen, die ich vermisse.
Sie sind nicht mehr da. Sie fehlen mir.
Und ich habe Angst davor, 
Menschen zu verlieren, die ich liebe.
Alle Menschen, 
die, die leben, und die, die gestorben sind, 
sind bei dir in Sicherheit und geborgen.
Alle: Deine Liebe ist stärker als der Tod.
Wir bitten dich: Begegne uns.
Lass uns spüren, dass deine Liebe stärker ist als der Tod. 
Und stärker als unsere Angst, stärker als alles!
Und hilf uns, damit wir anderen helfen. 
Dass wir sie trösten.
Und dass sie durch uns erfahren:
Alle: Deine Liebe ist stärker als der Tod.

Segen

Zwei Kinder stehen / zwei Teamer knien sich gegenüber und bilden mit ausgestreckten Armen eine kleine/niedrige Tür. Sie symbollisiert den Ausgang der Grabeshöhle. Alle Kinder gehen oder kriechen einzeln durch diese Tür. Dabei müssen sie sich ducken. 
»Wenn ihr durchgegangen seid, bleibt ihr stehen, richtet euch auf und fühlt, wie groß ihr seid!« Dann bekommt jedes Kind den Ostersegen zugesprochen:
»Jesus ist auferstanden! 
Er ist wirklich auferstanden! 
Er segnet dich – und geht mit dir ins Leben.«

Kreative Umsetzung der Geschichte
Phantasiereise (vor der Erzählung)

Bei einer Phantasiereise können sich Kinder in Ruhe in der Höhle »umschauen«, mit einer Kerze, die auch Licht in die dunklen Ecken bringt. Dabei wird die Höhle als sicherer und wunderbarer Ort erlebt. So bekommen sie ein inneres Bild von dem Ort, an dem die Geschichte spielt:
Die Phantasiereise können Sie kostenfrei downloaden

Grabeshöhle aus Schuhkarton

(für die Erzählung; s. hierzu Bild »Zur ganzen Reihe«)
Dazu wird ein Schuhkarton zur Grabeshöhle gestaltet (s. Seite 85 sowie »Erzählung für Jüngere«, Seite 91). Mit Steinen, Bauschaum, grauer Sprühfarbe und einem Messer lässt sich sehr effektvoll ein Felsengrab in Miniatur nachbauen. Zusammen mit Holzkegelfiguren kann dann die Geschichte nachgespielt werden.

Schuhkarton gestalten

Im Anschluss können die Kinder selbst Schuhkartons gestalten und mit Steinen zur Höhle werden lassen (ohne Bauschaum, evtl. mit Pappmaché). Vielleicht wollen die Kinder weitere Naturmaterialien verwenden oder die Steine anmalen, die in die Höhle kommen? Was gehört für sie außerdem hinein?

Der besondere Tipp

Mein Mitmachbuch zu Ostern
Minibüchlein

Es erzählt kindgerecht die biblische Ostergeschichte, enthält Kreativideen vor und zum Osterfest sowie ein Rezept vom »kleinen Engel«.

€ 1,80 (ab 25 Ex. je € 1,75; ab 50 Ex. je € 1,70); 

Best.-Nr. 2164

junge-gemeinde.de

Holzkegel-Figuren: groß, mittel, klein
und in XXL – aus Buchenholz

Je nach Größe des Schuhkartons gibt es die passenden Holzkegel-Figuren dazu:

groß: 10 cm, 10-er Beutel
€ 12,90; Best.-Nr. 1208

mittel: 7 cm, 10-er Beutel
€ 9,90; Best.-Nr. 472

klein: 5 cm, 10-er-Beutel
€ 5,90; Best.-Nr. 471

XXL: 16,5 cm,
€ 4,90; Best.-Nr. 1454

Die Kegel bieten viele Möglichkeiten der Visualisierung und können unterschiedlich gestaltet werden (z. B. bemalen, kleine Stoffe umhängen).

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Ostern im Schuhkarton

Material: Grabeshöhle aus Schuhkarton (s. »Kreative Umsetzung«, Seite 90); Kegelfiguren (Frauen Kopftücher/Engel Umhang umbinden); kleines, weißes Tuch; großes, schwarzes Tuch; Baumwolltasche; Duftöl. 
• (Die Kegelfiguren zur Grabeshöhle = Schuhkarton führen. Jesus, im weißen Tuch eingewickelt, besonders behutsam in der Handfläche tragen und durch den Eingang ins Grab legen.)
Es war an einem Freitagabend: Viele Menschen sind unterwegs. Sie sehen traurig aus. Sie gehen zu den Felsen vor der Stadt. Dort sind Höhlen. Sie sind mit großen Steinen verschlossen. Aber eine Höhle ist offen. Dorthin tragen sie jemanden. Der ist in ein weißes Tuch gewickelt. Und viele weinen. Vor allem drei Frauen: Maria, die andere Maria und Salome. Der, den sie in die Höhle legen, heißt Jesus. Jesus ist gestorben. Sie haben viel mit Jesus erlebt. Er war ihr bester Freund. Dann verschließen die Leute den Eingang der Höhle mit einem großen Stein. Es ist ein Felsengrab. Die Sonne geht unter, es wird dunkel. Dann beginnt der Ruhetag. Und auch in der Höhle ist es ganz still.
• (Den Schuhkarton mit einem schwarzen Tuch abdecken. Alle Kegelfiguren in einer Baumwolltasche verwahren.) 
Es wird Nacht, dann wieder Tag. Es ist der Ruhetag. An diesem Tag sind alle zuhause. Dann wird es wieder Nacht. 
•(Die 3 Frauen aus der Tasche holen; auch das Duftöl.)
Als morgens die Sonne aufgeht, kommen Maria, eine andere Maria und Salome wieder zum Grab. Sie haben kostbares Öl dabei, das wunderbar duftet. Sie wollen sich von Jesus verabschieden. Wollen ihm noch einmal etwas Gutes tun und ihn mit dem kostbaren Öl einreiben. Um zu zeigen: Du bist ein wertvoller Mensch. Wir denken an dich. Du fehlst uns. (Kinder riechen lassen)
Auf dem Weg zum Grab unterhalten sie sich: »Die haben doch die Höhle mit einem großen Stein verschlossen!« – »Wie sollen wir hineinkommen?« –»Vielleicht hilft uns ja jemand, den Stein wegzurollen.«
Als sie zum Grab kommen, bleiben sie plötzlich stehen. 
• (Das schwarze Tuch zusammen mit Jesus und dem Stein wegnehmen; wenn möglich so, dass Jesus und der Stein nicht zu sehen sind.)
Der Stein ist weg. Der Eingang in die Höhle ist frei. Darum sind sie ganz aufgeregt:»Der Stein ist ja weg! Wer war das?« – »Kommt mit in die Höhle! Vielleicht ist da noch jemand.«
• (Kegelfiguren durch den Eingang in die Höhle gehen lassen.)
Sie gehen in das Grab und erschrecken:
»Jesus ist nicht mehr da!« – »Wer hat ihn weggenommen? Wer tut so was?« – »Das ist ja furchtbar!«
Sie weinen noch mehr als an dem Tag, als Jesus gestorben ist. Warum ist Jesus nicht mehr da?
• (Kegelfigur mit weißem Umhang danebenstellen.)
Die Frauen bekommen einen Riesenschreck. Denn plötzlich steht jemand neben ihnen. Sie können ihn nicht richtig erkennen. Vielleicht haben sie noch Tränen in den Augen. Oder ihre Augen haben sich noch nicht an das wenige Licht in der Höhle gewöhnt. Er redet mit ihnen:
»Habt keine Angst! Ich weiß, wen ihr sucht. Ihr sucht Jesus. Ja, er ist gestorben. Und hier lag er. Aber hier ist er nicht mehr. Denn er ist auferstanden. Er ist nicht mehr tot. Er lebt! Ihr werdet ihn bald sehen. Geht und erzählt seinen Freunden davon!«
Die Frauen hören, was der Mann sagt. Oder ist es ein Engel? Sie gehen schnell aus der Höhle: »Kannst du das glauben?« – »Nein, ich bin immer noch so traurig!« – »Ich habe Jesus nicht gesehen! Ich kann das nicht glauben.« – »Wenn wir es noch nicht mal glauben können, wie können wir dann den anderen davon erzählen?« – »Das ist alles zu viel für mich!« – »Mir macht das Angst!«
»Ich will hier weg!« – »Ich auch …«
Sie wollen schnell weg von hier. Sie wissen nicht, was sie glauben sollen. Sie hauen ab. So schnell sie können. Und sie trauen sich nicht, jemandem davon zu erzählen. Sie brauchen Zeit, um über alles nachzudenken. Sie brauchen Zeit, um zu verstehen, dass Jesus nicht mehr tot ist, sondern lebt. Sie erinnern sich an das, was der Engel gesagt hat: »Ihr werdet ihn bald sehen!«

Erzählung für Ältere

Maria sucht ihren besten Freund

Material: 2 Handpuppen (z. B. Ameise und Maulwurf); 1 Schmetterling (z B. Plüschfigur oder »Folkmanis Schwalbenschwanz«, 
Art. 20291).

Maulwurf: Wo bist du? Wo nur? Mein Kumpel! Mein Freund! Wo versteckst du dich? Komm raus! Ich will mit dir spielen! Du weißt doch, ich bin ein Maulwurf und habe schlechte Augen! Wo bist du? *hm hm hm hm heul* 
Ameise: Aber Maria, warum bist du denn so traurig?
Maulwurf: Gestern war er noch da! Jetzt ist er weg!
Ameise: Wen suchst du denn?
Maulwurf: Ich suche Rafael, die Raupe!
Ameise: Rafael Raupe?!
Maulwurf: Genau, die Raupe und ich – wir sind beste Freunde! Wir haben Verstecken gespielt!
Ameise: Und jetzt ist er auf einmal nicht mehr da?
Maulwurf: Genau, und das tut mir weh! Denn ich vermisse ihn!
Ameise: Weißt du was? Ich kenne jemanden, dem ging es ganz genauso wie dir!
Maulwurf: Genauso wie mir? Wem denn?
Ameise: Maria!
Maulwurf: Maria? Das bin doch ich!
Ameise: Ich meine eine andere Maria – und noch eine Maria und Salome! Jesus war ihr bester Freund. Und dann ist Jesus gestorben.
Maulwurf: Voll doof, wenn jemand stirbt.
Ameise: Und Maria wollte morgens zu Jesus. Die Gräber damals waren nämlich wie Höhlen. Und in so eine Höhle haben sie Jesus hineingelegt und dann einen großen, schweren Stein vor den Eingang gewälzt.
Maulwurf: Das heißt: Niemand kann rein oder raus.
Ameise: Genau! Seltsam ist nur: Als zwei Tage später Maria und die andere Maria und Salome wieder zum Grab kommen, sehen sie, dass der Stein weg ist und das Grab leer. Jesus ist nicht mehr da. Dafür ganz viel Licht. Und es duftet nach Frühling, nach frischen Blumen, warmem Wind, nach Sonnenstrahlen.
Maulwurf: Aber wo ist Jesus?
Ameise: Das haben die sich auch gefragt. Sie wollten ihn ja noch mit dem Öl einreiben.
Maulwurf: Wie kann der denn einfach so weg sein? Das ist ja wie bei meinem Freund Rafael … Ich kann verstehen, dass Maria sehr traurig ist, weil Jesus nicht mehr da ist.
Ameise: Und plötzlich steht neben ihnen ein Engel …
Maulwurf: So ein richtiger Engel? Mit Flügeln und so?
Ameise: Sie haben noch Tränen in den Augen und erkennen es nicht genau. Aber sie hören, was er sagt. Er sagt: »Ihr sucht Jesus, der gestorben ist. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!«
Maulwurf: Auf-er… was? Aufgestanden?
Ameise: Auf-er-standen. Das heißt: Er war tot – mausetot – und ist jetzt wieder lebendig – quicklebendig!
Maulwurf: Und dann ist er auf-ge-standen, oder?
Ameise: Ja, so kann man es sagen. Und der Engel sagt: »Ihr werdet ihn bald sehen. Geht zu seinen Freunden und erzählt ihnen, dass er auferstanden ist!«
Maulwurf: Moment! Jesus ist nicht mehr da. Und die sollen einfach glauben, dass er lebt, ohne ihn gesehen zu haben?
Ameise: Maria und Maria und Salome können es zuerst auch nicht glauben. Ihnen rutscht das Herz in die Hose.
Maulwurf: Da gehört es aber nicht hin!
Ameise: Das sagt man doch nur so! Die haben Angst und hauen ab. So schnell sie können, laufen sie nach Hause und erzählen niemandem etwas davon. 
Maulwurf: Das kann ich gut verstehen. Ich würde mich auch erstmal verkriechen und über alles nachdenken.
Ameise: Ein paar Tage später haben sie ihn wirklich gesehen. Anders als sie ihn sich vorgestellt haben. Irgendwie … neu! 
Maulwurf: Gott sei Dank! Dann wissen sie jetzt wenigstens, dass Jesus wirklich aufgestanden ist!
Ameise: Auf-er-standen. Schau mal!
Maulwurf: Ist das ein Engel? Ich bin ein Maulwurf, meine Augen sind nicht so gut …
Ameise: Das ist ein Schmetterling!
Maulwurf: Wow, ist der schön! Vielleicht weiß er, was mit meinem Freund Rafael passiert ist. Von da oben hat er doch bestimmt den Überblick!
Ameise: Weißt du was? Ich glaube, ich weiß es! Kann es sein, dass sich dein Rafael verwandelt hat? Von einer Raupe in einen …
Maulwurf: In einen wunderschönen Schmetterling! Rafael! Gott sei Dank! Du lebst! Und kannst sogar fliegen! Das ist ja unglaublich, oder?

Hier finden Sie kostenfreies Zusatzmaterial aus der Evangelische Kinderkirche Heft 1/2024
Phantasiereise von Stefan Mendling
; zur Reihe Kommt, seht, spürt und schmeckt – Jesus lebt

Oster-Monatsgottesdienst

Familiengottesdienst

Zu Ostersonntag 09.04.2023

Matthäus 28,1–10

I. Grundgedanken

Zur Planung des Gottesdienstes
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Kinder feiern gerne Feste, Ostern ganz besonders. Es ist ein fröhliches, farbenfrohes, lebensbejahendes Fest, das oft auch als Familienfeier begangen wird.
Dieser Gottesdienst bietet eine besondere Osterüberraschung: In der Kirche sind viele bunte Ostereier versteckt, die die Kinder während (!) des Gottesdienstes suchen und im Anschluss mit nach Hause nehmen können.
Warum gerade das Osterei zum Symbol für die Auferstehung Jesu geworden ist, darauf geht der Impuls nach der Erzählung der Ostergeschichte ein.

II. Bausteine

Kreative Umsetzung der Geschichte

III. Gestaltungsvorschlag

1. Lied zum Eingang

Das ist toll (HkvH 3, s. hierzu Seite 237);
Wir kommen hier zusammen (KuS 188)

2. Votum und Begrüßung

A: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
B: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.
Gemeinde: Der Himmel und Erde gemacht hat.
A: Der Herr ist auferstanden!
Gemeinde: Er ist wahrhaftig auferstanden!
B: Halleluja!
Gemeinde: Halleluja!
A: Wir feiern Ostern!
B: Denn Jesus hat den Tod besiegt!
A: Darum feiern wir Gottesdienst.
B: Mit Großen und mit Kleinen.
A: Alle gemeinsam.
B: Wir singen und beten.
A: Wir hören und staunen.
B: Und freuen uns an dem neuen Leben.
[A: Wir danken Gott für die Kinder, die wir heute taufen.
B: Für sie und uns alle beten wir:]

3. Gebet

Gott, unser Vater im Himmel,
wir danken dir für diesen Tag!
Wir danken dir für das Osterfest
Jesus ist auferstanden.
Er ist nicht im Tod geblieben.
Darin zeigst du deine Liebe:
Du schenkst neues Leben.
Lass uns das spüren.
An diesem Tag, in diesem Gottesdienst,
in unserem Leben.
Darum segne uns,
[segne die Kinder, die wir heute taufen]
und stärke unsere Gemeinschaft.
In Jesu Namen.
Gemeinde: Amen.

4. Lied

O du fröhliche – mit den Osterstrophen (s. u.; Melodie: EG 44)
Hier kurz darauf hinweisen, dass das in der Weihnachtszeit gesungene Lied »O du fröhliche« ursprünglich »Allerdreifeiertagslied« genannt wurde. Es enthielt neben einer Weihnachtsstrophe auch eine Oster- und Pfingststrophe.

Strophe 1: (Text von Johannes Daniel Falk)

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Osterzeit!
Welt lag in Banden, Christ ist erstanden:
Freue, freue dich, o Christenheit!

Strophe 2 und 3: (Text wohl Heinrich Holzschuher)

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Osterzeit!
Tod ist bezwungen, Leben errungen:
Freue, freue dich, o Christenheit!


O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Osterzeit!
Kraft ist gegeben, lasst uns Ihm leben!
Freue, freue dich, o Christenheit!

5. Psalm (nach Psalm 118)

A: Es ist gut, wenn wir uns auf Gott verlassen,
denn er gibt uns Kraft.
Gott ist unser Glück.
B: Darum wollen wir fröhliche Lieder von Gott singen.
Von Gott wollen wir erzählen, solange wir leben.
Kehrvers:
Wir sagen dir »Danke«, Gott,
denn du bist immer freundlich.
A: Wir wollen Gott danken,
dass er uns hört, wenn wir rufen.
Und dass er uns hilft, wenn wir ihn darum bitten.
B: Welch großes Wunder:
Was Menschen zurückweisen,
das sieht Gott freundlich an.
Wir sagen dir »Danke«, Gott.
Denn du bist immer freundlich.
A: Heute ist der Tag Gottes.
Darum wollen wir uns freuen
und fröhlich miteinander sein.
B: Denn er ist unser Gott.
Deshalb danken wir ihm
und singen ihm unsere Lieder.
Wir sagen dir »Danke«, Gott.
Denn du bist immer freundlich.
Amen.

6. Lied

Hallelu, hallelu (KuS 226/KKH 71/LHE 39)

7. Gespräch und Aktion

Zwei Teammitglieder (Kind bzw. Mutter/Vater) kommen in den Altarraum.
Kind: Mama, schau mal! Ich habe ein Osterei gefunden. Hier in der Kirche!
Mutter/Vater: Ich habe auch eins gefunden. Dieses Ei gefällt mir besonders gut. Es ist so schön rot und farbenfroh. (Zeigt ein Ei)
Kind: Hier sind ja viele Ostereier versteckt! Wer soll die denn alle suchen?
Mutter/Vater: Gute Frage.
Kind: Können uns die Kinder hier in der Kirche nicht helfen?
Mutter/Vater: Gute Idee! (Zu den Kindern) Habt ihr Lust, uns beim Suchen zu helfen? Wenn ihr ein Ei gefunden habt, legt ihr es hier in unseren Korb. Am Ende des Gottesdienstes dürft ihr euch dann ein Osterei mitnehmen.
(Eiersuche; danach setzen sich die Kinder wieder auf ihre Plätze.)
Kind: Das macht richtig viel Spaß! Ich freue mich jedes Jahr darauf, bunte Ostereier zu suchen.
Mutter/Vater: Für mich gehören die Ostereier auch dazu.
Kind: Aber warum? Was haben die bunten Eier überhaupt mit Ostern zu tun?
Mutter/Vater: Das ist eine spannende Geschichte. Die verstehst du viel besser, wenn du auch die Ostergeschichte kennst.
Kind: Erzählst du sie mir?
Mutter/Vater: Ja, gerne. Lass uns vorher noch ein Lied singen. Das erzählt auch von Ostern. Achte mal darauf.

8. Lied

Er ist erstanden, Halleluja (EG 116,1-3/KuS 124/LHE 413)

9. Erzählung

Die nachfolgende Erzählung (Matthäus 28) wird mit dem Bildkarten-Set für das Kamishibai-Erzähltheater unterstrichen: Jesus ist erstanden. Eine Geschichte von Ostern (s. hierzu »Der besondere Tipp«, Seite 151).
Die Geschichte wird von unterschiedlichen Personen erzählt: Erzähler:in; Maria Magdalena, Maria, Engel, Jesus.
Bild 1 – Erzähler:in: Nachdem Jesus am Kreuz gestorben ist, kommen Freunde, um ihn zu begraben. Es ist spät geworden, sie müssen sich beeilen. Darum können sie Jesus nicht mehr mit den gutriechenden Ölen einsalben. So wickeln sie ihn nur in ein weißes Leinen. Dann bringen sie ihn in einen nahegelegenen Garten. Dort legen sie ihn in ein Felsengrab. Das Grab verschließen sie mit einem großen Stein. Dann gehen sie nach Hause.
Bild 2 – Erzähler:in: Am nächsten Tag sitzen die Freunde in ihren Häusern. Sie sind traurig, weil Jesus gestorben ist. Manche weinen leise. Andere schweigen. Niemand von ihnen geht in die Synagoge zum Gottesdienst. Sie trauen sich nicht aus dem Haus, weil sie Angst vor den Soldaten haben.
Bild 3 – Erzähler:in: Früh am Morgen des ersten Tages der Woche gehen zwei Frauen doch zum Grab: Maria Magdalena und Maria. Sie tragen große Flaschen mit sich. Darin sind Salben und Öle. Damit wollen sie Jesus einreiben. Auf dem Weg zum Grab unterhalten sie sich:
Maria Magdalena: »Es ist nicht mehr weit. Da vorne liegt der Garten. Ich kann ihn sehen.«
Maria: »Komm, wir beeilen uns, ehe die Straßen voller Menschen sind.«
Bild 4 Erzähler:in: Als sie in den Garten kommen, fällt ihnen der Stein ein.
Maria Magdalena: »Wer soll uns das Grab öffnen? Der Stein ist so groß und schwer.«
Maria: »Ich weiß nicht. Schau, da ist ein Soldat, der das Grab bewacht. Ob er uns hilft?«
Bild 5 Erzähler:in: Plötzlich donnert es laut und die Erde bebt. Die Frauen bekommen große Angst und halten sich aneinander fest. Auch der Soldat am Grab fürchtet sich. So sehr, dass er in Ohnmacht fällt.
Bild 6 Erzähler:in: Da hört das Beben auf. Alles ist still. Die Frauen öffnen ihre Augen. Das kann nicht wahr sein! Der Stein ist vom Grab weggerollt! Vorsichtig gehen sie weiter. Was ist das für ein wunderbar-heimliches Licht, das aus dem Grab leuchtet? So ruhig und friedlich.
Bild 7 Erzähler:in: Da tritt ein Engel aus dem Grab. Sein Gewand ist weiß wie Schnee und es leuchtet hell wie die Sonne. Er lächelt die Frauen an und sagt:
Engel: »Habt keine Angst. Ich weiß, dass ihr Jesus sucht, den die römischen Soldaten ans Kreuz geschlagen haben. Er ist nicht hier! Er ist von den Toten auferstanden, wie er gesagt hat.«
Bild 8 – Erzähler:in: Die Frauen wissen nicht, was sie glauben sollen. Kann das denn wirklich wahr sein? Da sagt der Engel:
Engel: »Kommt und seht. Hier hat Jesus gelegen.«
Erzähler:in: Die Frauen sind sprachlos. Aber sie tun, was der Engel ihnen sagt und gehen in das Grab hinein. Tatsächlich: Es ist leer! Verwundert schauen sie einander an. Da sagt der Engel:
Engel: »Geht und erzählt seinen Freunden: ›Jesus lebt! Er ist auferstanden.‹«
Bild 9 Erzähler:in: Die Frauen gehen aus dem Grab hinaus. Sie sind verwirrt – aber glücklich. Ihr Herz macht Sprünge. Sollte der Engel recht haben? Dann müssen sie diese gute Nachricht unbedingt den Freunden erzählen.
Als sie in die Stadt zurückgehen, kommt ihnen ein Mann entgegen. Irgendwie kommt er ihnen bekannt vor. Da erkennen sie ihn.
Maria Magdalena: »Jesus, bist du das?«
Maria: »Ich kann es nicht fassen, du lebst?!«
Bild 10 Jesus: »Maria Magdalena, Maria! Ich grüße euch!«
Erzähler:in: Maria Magdalena und Maria sind überglücklich. Sie umarmen Jesus und berühren ihn. Er ist es wirklich! Jesus lebt!
Jesus: »Habt keine Angst. Es ist so gekommen, wie ich euch gesagt habe: Ich muss sterben, aber am dritten Tage werde ich auferstehen. Gott hat es so gewollt! Geht schnell zu meinen Freunden und erzählt ihnen, was ihr gesehen und gehört habt. Und dann kommt nach Galiläa. Dort werden wir uns wiedersehen.«
Bild 11 Erzähler:in: Jesus verschwindet. Die beiden Frauen aber machen sich auf den Weg. Voller Freude und mit fröhlichem Herzen laufen sie zurück in die Stadt. Sie erzählen den Freunden, was sie gesehen und gehört haben.

10. Gespräch mit Impuls

Kind: Was für eine großartige Geschichte! Das Grab ist leer, und Jesus lebt. Er ist nicht mehr tot, und die Frauen freuen sich! – Aber was hat das mit dem Osterei zu tun?
Mutter/Vater: Nimm mal ein Ei in die Hand. Was siehst du? Was fühlst du?
Kind: (Wiegt das Ei in der Hand) Es ist rund. Es fühlt sich kalt an. Fast wie ein Stein. Könnte das der Stein sein, der vor dem Grab war, in dem Jesus lag?
Mutter/Vater: Genau! Dafür steht das Osterei. Von außen erinnert es uns an den Stein vor dem Grab. Das Ei wirkt kalt und tot. Aber in dem Ei kann neues Leben wachsen.
Kind: So wie bei einem Küken.
Mutter/Vater: Ja. So wie aus dem Ei ein Küken schlüpfen kann, so ist Jesus am Ostermorgen aus dem Grab geschlüpft, als er von den Toten auferstanden ist!
Kind: Aber ein Küken zerbricht die Schale, wenn es schlüpft.
Mutter/Vater: Und Jesus hat den Stein vor dem Grab zerbrochen. Die zerbrochene Eierschale beim Osterei steht für das leere Grab. Wenn wir gleich Eier-Titschen spielen, erinnern wir uns daran, wie Jesus das Grab zerbrochen hat. Denn er ist nicht im Tod geblieben.
Kind: Das ist klasse! Dann muss ich auch keine Angst haben.
Mutter/Vater: Wovor solltest du Angst haben?
Kind: Vor dem Tod. Wenn Jesus auferstanden ist, dann werden wir auch auferstehen. So wie er. Wir sind ja auf seinen Namen getauft und gehören zu ihm: Im Leben und im Sterben!
Mutter/Vater: Da hast du im Kindergottesdienst aber gut aufgepasst.
Kind: Ja, klar. Wir haben ja auch ein cooles Kigo-Team! Und jetzt weiß ich auch, was das Osterei mit Ostern zu hat.
Mutter/Vater: Meine Mutter, also deine Oma, hat früher einen Merkspruch gesagt:
»Wie das Küken aus dem Ei gekrochen,
hat Jesus heut’ das Grab zerbrochen.«
So konnte ich mir die Verbindung zwischen Osterei und Osterfest gut merken.
Kind: »Wie das Küken aus dem Ei gekrochen, hat Jesus heut’ das Grab zerbrochen.« Den Spruch merke ich mir! Und vielleicht finde ich ja heute noch ein paar bunte Ostereier.
Mutter/Vater: (Zur Gemeinde) Und wir freuen uns mit den Frauen darüber, dass Jesus lebt. Lasst uns deshalb zusammen singen:
»Hal-la-le-lu-ja, Jesus ist erstanden«.

11. Lied

Hal-la-le-lu-ja, Jesus ist erstanden (die Rechte haben wir lediglich für die Print-Ausgabe der »Evangelischen Kinderkirche«).
[Tauffeier: An dieser Stelle besteht die Möglichkeit, ggf. den Taufteil einzufügen.]

12. Fürbitten und Vaterunser

Lebendiger Gott,
wir danken dir für das Osterfest.
Jesus ist von den Toten auferstanden.
Hilf uns, dass wir das nicht vergessen,
sondern diese gute Nachricht immer
in unseren Herzen tragen.
Starker Gott,
wir danken dir für das Osterfest.
Jesus hat das Grab durchbrochen.
Hilf uns, dass wir die Dinge,
die uns in unserem Leben gefangen halten, zerbrechen können, um frei zu leben.
Tröstender Gott,
wir danken dir für das Osterfest.
Jesus hat die Trauernden fröhlich gemacht.
Hilf uns, dass wir neuen Mut fassen,
wenn wir traurig sind.
Und andere trösten, wenn sie traurig sind.
Barmherziger Gott,
wir danken dir für das Osterfest.
Jesus hat seinen Freunden
den Weg ins Leben gezeigt.
Hilf uns, dass wir für unser Leben
Wege finden, die wir gehen können.
Denn du schenkst uns eine hoffnungsvolle Zukunft.
Zusammen stimmen wir in die Worte ein, die Jesus uns für unser Beten geschenkt hat:
Vater unser im Himmel …

13. Segenslied

Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100/KuS 112/LHE 411)

14. Segen

Es segne und behüte euch der allmächtige und barmherzige Gott,
der das Leben liebt und euch Leben schenkt:
Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Gemeinde: Amen.

Verwendete Liederbücher
Außer den Liederbüchern, die im Abkürzungsverzeichnis zu finden sind (s. Seite 256), wurde noch folgendes Liederbuch verwendet:
HkvH: Hoffnung kommt von Hüpfen. Das Liederbuch (erhältlich beim Verlag Junge Gemeinde, € 10,95; Best.-Nr. 3800)

Zu Sonntag 23.04.2023

Lukas 24,36–49

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

»Da öffnete er ihnen das Verständnis für die Schrift, dass sie sie verstehen konnten.« (Lukas 24,45, NGÜ). Und das sagt der Lukas so nüchtern. Die Jünger erleben den Auferstandenen leibhaftig. Und dann bekommen sie noch das Verständnis der ganzen Heiligen Schrift geschenkt. Mit diesem Rückenwind könnte ich auch in die Welt hinausgehen.
Die Mitarbeitenden können sich in der Vorbereitung Zeit nehmen für die Fragen:

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Ein ganzes dickes Buch und ihre Geschichten aus Jahrtausenden lassen sich also zusammenfassen in dem einfachen Wort »Liebe«. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass Kinder dies zunächst verwundert: Liebe ist doch was ganz Normales. Das soll das ganze Geheimnis der Bibel sein?
Aber schnell werden sie auch nachdenklich, wenn sie überlegen, an welchen Orten es in der Welt sehr lieblos zugeht: Sowohl in der großen, weiten Welt als auch ganz nah bei ihnen in der Kita, der Schule.
Ich möchte den Kindern das große Geheimnis der Heiligen Schrift wie einen Schatz mitgeben, um dann zu überlegen, wo, wann und bei wem sie diesen Schatz hervorholen müssen. Ganz wichtig auch: Wann müssen sie sich selbst an diesen Schatz erinnern?
Und dann merken (nicht nur) Kinder: Das mit der Liebe ist eben doch alles andere als einfach. Vielleicht macht aber genau das die Liebe so groß.

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente
Lieder

Vom Himmel sind wir gesegnet (KKH 55; dabei gerne die Bewegungsidee ausprobieren!);
Dass die Liebe Gottes mit uns ist (KKH 61);
Wo die Liebe wohnt (MKL2, 131)

Liebes-Psalm

Gott legt mir einen Traum ins Herz.
Wenn der Traum wahr wird,
dann werde ich lachen und singen und
tanzen und springen.

Gott legt mir einen Traum ins Herz.
Wenn der Traum wahr wird,
muss niemand mehr allein sein,
niemand mehr im Krieg leiden,
iemand mehr wird gemein behandelt.

Gott legt mir einen Traum ins Herz.
Wenn der Traum wahr wird,
ist jeder Mensch zu Hause,
ist dort, wo er sein möchte,
und lebt in Frieden.

Gott legt mir einen Traum ins Herz.
Wenn der Traum wahr wird,
muss niemand mehr weinen.
Es kommt jemand und tröstet.

Gott legt mir einen Traum ins Herz.
Wenn der Traum wahr wird,
leben alle Menschen auf der Welt
wie in einer großen Familie.

Gott legt mir einen Traum ins Herz.
Und Gott macht den Traum wahr.
Amen.
(Inspiriert von Psalm 126)

Segen

(Alle stehen im Kreis, jemand aus dem Team spricht den Segen und macht die Bewegungen vor, die die Kinder mitmachen.)
Gott,
(beide Arme nach oben strecken)
schenke uns deine Liebe
(beide Arme langsam seitlich nach unten bewegen)
und erfülle unser Herz damit,
(beide Hände auf das Herz legen)
damit wir sie austeilen.
(Arme um/auf Rücken der Kinder neben mir legen)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Kerzen verzieren und verschenken

Die Kinder verzieren je zwei Stabkerzen mit bunten Wachsherzen (mit Keksformen aus Wachsplatten stechen oder daraus ausschneiden). Eine können sie behalten und ein an jemanden verschenken, der/die jetzt besonders Liebe brauchen. Wer könnte das sein? (Vielleicht traut sich auch ein Kind, die Kerze jemandem zu schenken, mit dem es gerade Streit hat. Super, wenn das Kind im nächsten Kindergottesdienst erzählt, wie das Geschenk ankam.)

Karten gestalten

Um den Gedanken, die Botschaft der Bibel in die Welt hinauszuschicken, sehr deutlich zu machen, können die Kinder Karten mit dem Schriftzug »LIEBE ist das Größte« gestalten. Die Karten können an Luftballons in den Himmel entlassen werden (in der Regel ist hierfür keine Genehmigung nötig).
Oder von den Mitarbeitenden werden Karten mit dem Schriftzug vorbereitet, die Kinder verzieren sie und werfen sie dann in möglichst viele in Briefkästen.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Mit Bewegungen

Dafür wäre es gut, wenn eine Person erzählt und eine zweite die Bewegungen vormacht, die die Kinder mitmachen.
Vielleicht sind im Verkleidungsfundus der Gemeinde Tücher/Gewänder, die es den Kindern leichter machen, in die Figur der Jünger »hineinzuschlüpfen«.
Während der Erzählung wird etwas Essbares in Herzform benötigt. Es ist wichtig, dass jedes Kind mitessen kann (vegan, glutenfrei …)
Die Jünger sitzen zusammen. Sie sitzen im Kreis und schauen sich ratlos an. (Einander ratlos anschauen)
Was ist nun? Ist Jesus tot oder nicht? (Schultern zucken)
Sie haben gesehen, wie er am Kreuz starb. Also muss er doch tot sein! (Nicken)
Aber dann haben da die zwei Freunde erzählt, dass sie Jesus gesehen haben. (Arme fragend heben)
Und die Frauen haben gesagt, dass das Grab von Jesus leer war. (Arme fragend heben)
Was soll das alles nur bedeuten? Die Jünger wissen es einfach nicht. (Kopf schütteln und in die Hände stützen)
Und da, ganz plötzlich, kommt Jesus zu ihnen in den Raum. (Jesuskerze anzünden, in die Mitte stellen)
Die Jünger erschrecken. (Hand auf den Mund legen, erschrocken schauen)
Das gibt es doch nicht! Ist das ein Gespenst? Ein Geist? Die Jünger haben Angst. (Zittern, Arme um den Körper legen)
Aber Jesus sagt: »Ich bin doch kein Gespenst. Ich bin‘s, euer Freund. Ich bin Jesus.«
Die Jünger sind unsicher. Kann das sein? Mit offenem Mund sitzen sie da. (Erschrocken auf Jesuskerze schauen).
Da sagt Jesus: »Ich bin es wirklich! Fasst mich nur an. Ein Gespenst kann man ja nicht anfassen.« (Mit Jesuskerze zu jedem Kind gehen. Die Kinder fassen die Kerze an und sagen: »Es ist wirklich Jesus.«)
»Ich habe euch doch gesagt, dass ich es bin! Und jetzt verrate ich euch ein Geheimnis: In der ganzen Heiligen Schrift geht es nur um eine einzige Sache:« (Jedem Kind das »Essbare in Herzform« geben.)
»In der ganzen Heiligen Schrift, in allem, was Gott und die Propheten und die Psalmen sagen, geht es nur um eins: Die Liebe. Liebe ist das größte!«
Und Jesus nimmt von dem Essen, das die Jünger haben, und isst mit ihnen. (Alle Kinder essen.)
»Das ist wichtig«, sagt Jesus. »Vergesst das nicht und legt es euch tief ins Herz: (Hand auf Herz legen)
Liebe ist das Größte!«
Habe Gott lieb, (nach oben zeigen)
habe die anderen Menschen lieb (aufeinander zeigen)
und vergiss nicht, auch dich selbst lieb zu haben. (Auf sich selbst zeigen)
Und noch etwas ist wichtig: Behalte das nicht für dich! Steh auf! Geh hinaus in die Welt (aufstehen)
und sage es allen: Habe Gott lieb, (nach oben zeigen)
habe die anderen Menschen lieb (aufeinander zeigen)
und vergiss nicht, auch dich selbst lieb zu haben. (Auf sich selbst zeigen)
Sag es allen auf der ganzen Welt: »Das Größte ist LIEBE.« (Zusammen laut wiederholen)
Sag es weiter! (Ein Kind sagt es dem anderen.)
Und immer wieder weitersagen! (Die Kinder drehen sich/gehen umher und rufen den Satz immer wieder.)


Erzählung für Ältere

Was soll man noch glauben?


Josua weiß nicht, was er glauben soll. Ist Jesus nun tot oder nicht? Sarah glaubt an einen lebendigen Jesus. Aber sie war doch dabei, als Jesus am Kreuz starb.
Viele Freundinnen und Freunde von Jesus wissen nicht mehr, was sie glauben sollen. Die beiden Jünger aus Emmaus haben gesagt: »Wir haben Jesus gesehen.« Aber kann man ihnen glauben? Das Grab ist leer, das wissen alle. Aber was bedeutet das? Das wissen sie eben nicht.
Sarah und Josua sitzen vor Andreas‘ Haus. Drinnen sind viele Freunde von Jesus zusammen. Mit denselben Fragen und derselbenn Hoffnung wie Sarah und Josua. »Komm«, sagt Sarah, »wir gehen hinein.« Josua traut sich zuerst nicht. Immerhin sind sie ja noch Kinder. Die dürfen nicht einfach so irgendwo rein. Aber Sarah geht vor und Josua schleicht dann hinterher. Drinnen setzen sich die beiden schnell hin.

Jesus? Das kann doch nicht sein!

Viele Leute sitzen in dem einfachen Raum. Die einen schauen sich fragend an, die anderen tuscheln miteinander, mache haben den Kopf nachdenklich in die Hände gestützt.
»Was tun wir denn hier?«, flüstert Josua zu Sarah und fährt fort: »Ich muss zurück. Wenn ich nicht arbeite, schlägt mich mein Herr wieder.« – »Warte«, sagt Sarah. »Worauf denn?«, fragt Josua.
In diesem Moment ist da noch jemand im Raum. Es ist der Mann, den Josua im Palast des Pilatus gesehen hat. Der Mann, der vor drei Tagen gekreuzigt wurde. Es ist Jesus. Josua erschrickt. »Sarah, das … das ist Jesus. Aber das kann doch nicht sein! Jesus ist tot, das weiß ich doch. Ist das ein Gespenst?« Auch die anderen Leute im Raum sind erschrocken. Sie haben Angst.

Es ist Jesus

Jesus schaut in die Runde. Mit dem gleichen Blick, mit dem er Sarah getröstet hat, als sie hoffnungslos war. Mit dem gleichen Blick, mit dem er Josua gesagt hat, dass er ihn versteht.
»Keine Angst«, sagt Jesus, »ich bin kein Geist. Ich bin euer Freund. Und ich bin da. Immer noch da. Für euch da.« Jesus geht herum und nimmt die Hände der Menschen. Auch die von Sarah und Josua. »Ein Gespenst kann man nicht anfassen«, sagt Sarah und Josua nickt. Es ist Jesus.
»Ich verrate euch heute das Geheimnis der ganzen Heiligen Schrift«, sagt Jesus. Alle schauen ihn an. Und Jesus sagt nur ein einziges Wort: »Liebe« Liebe? Josua und Sarah schauen sich an. Das soll alles sein?
»Liebe Gott«, sagt Jesus. Und Sarah denkt daran, wie wenig sie Gott vor ein paar Tagen zutraute. Gott war für sie weit weg. Er schien gar nicht interessiert an ihr. Und lieb hat sie ihn gewiss nicht gehabt.
»Liebe die Menschen in deiner Nähe. Alle.« Josua denkt an Pilatus, der Jesus hat töten lassen. »Den etwa auch? Den soll ich lieben, der so Böses tut?«
»Und«, fährt Jesus fort, »vergiss nicht, dich selbst zu lieben.« Josua und Sarah fragen sich: »Sich selbst liebhaben – wie geht das?«

Liebe macht es möglich

»Es ist ganz einfach«, sagt Jesus: »Liebe Gott, liebe deine Nächsten, liebe dich selbst. Wenn das gilt, wenn sich alle daran halten – was glaubt ihr, was dann alles möglich ist!«
Sarah denkt an das Wenige, das ihre Mutter, ihr Bruder und sie zum Leben haben. Wenn andere liebevoller zu ihnen wären … was wäre dann alles möglich für sie!
Josua denkt an die römischen Soldaten, an Pontius Pilatus, an den Kaiser: Wenn in deren Herzen Liebe wäre – gäbe es dann überhaupt noch Gewalt und Kriege?
»Liebe«, sagt Jesus noch einmal, »ist das Größte. Lebt mit Liebe. Und im Vertrauen darauf, dass Gott euch liebhat. So könnt ihr wunderbar die Welt verändern!«

Was wäre, wenn …

Sarah und Josua schauen sich an. Was wäre, wenn alle Menschen dieses Geheimnis wüssten? Was wäre, wenn sie es weitersagen? Was wäre, wenn sie es einfach allen sagen?

Lukas 24,13–35

Zu Sonntag 16.04.2023

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Im Gottesdienstraum des Gefängnisses in Essen hängt eine Ikone von Jesus Christus. Ein ausdruckstarkes Bild, das den betrachtenden Menschen genau anblickt. Viele der Gefangenen stehen länger davor. Jesus scheint zu sagen: »Ich kenne dich. Ich sehe dich. Ich weiß um deine Schuld. Und ebenso weiß ich von deinen wunderbaren Gaben und Talenten. Dein Weg hat dich ins Gefängnis geführt. Auch hier bin ich bei dir. Dein Weg kann sich ändern. Ich gehe mit dir.«
Vielen der Gefangenen ist dieses Bild sehr wichtig: Die Zusage, dass Jesus den Weg begleitet, und dass es neue Wege gibt. Selbst wenn viele sich nun von ihnen abwenden werden, Jesus wird weiter den Weg mitgehen. Diese Zusage ist ein wichtiger Schatz. Und das nicht nur im Gefängnis.
Im Vorbereitungskreis können die Mitarbeitenden sich Zeit nehmen, vom eigenen Lebensweg zu erzählen: von manchen Wendungen oder Sackgassen.
Haben sie Jesu Gegenwart gespürt?
Fühlten sie sich in der Situation (immer) begleitet?
Und im Rückblick – sehen sie sich da von Gott begleitet?

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Für die Kinder ist es bei dieser Geschichte besonders schön, dass sie schon wissen, wer die Jünger begleitet, ehe die Jünger das verstehen. Sie können mit einem Lächeln und mit Vorfreude verfolgen, wie den Jüngern schließlich die Augen aufgehen.
Gleichzeitig ist es wichtig, dass sie die beiden Jünger auf ihrem Weg nach Emmaus nicht nur beobachten, sondern sich auch in deren Gefühle hineinversetzen: Wie mag es ihnen gehen?
Vor allem einen Gedanken möchte ich ihnen mitgeben: Jesus begleitet dich auch dann, wenn du es gar nicht merkst. Du bist nicht allein.
Und die Freude über Jesu Gegenwart soll auch erfahrbar werden: Im gemeinsamen Essen und im Teilen der Osterfreude (siehe »Kreative Umsetzung der Geschichte«, unten).

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente

Neben den Osterliedern des vergangenen Sonntags (siehe »Liturgische Elemente«, Lieder, Seite 147) erlebt man im Singen des wunderschönen Kanons von Siegfried Macht die atemlose Osterfreude der Frauen. Von ihnen wird an diesem Sonntag zwar nicht erzählt, aber ihr Ruf soll der der Kinder sein, wenn sie nach Hause gehen bzw. die Osterfreude weitertragen:
Ich habe den Herren gesehen (Kanon von Siegfried Macht, aus: Haus aus lebendigen Steinen. Lieder für kleine und große Leute, Strube Verlag)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Kreidebotschaft

Die Kinder bekommen bunte Kreide und gehen vor/um die Kirche und schreiben an (sicheren!) Stellen auf den Boden: »Jesus ist wirklich auferstanden«.
Wer noch nicht schreiben kann, malt bunte Farben kreuz und quer dazu. Wichtig ist nur, fröhlich nach draußen zu gehen wie die Emmausjünger und möglichst viele Menschen mit der Osterfreude anzustecken. Vielleicht kann man dafür auch einen kleinen Spaziergang einplanen.

Steine bemalen

Wenn genügend Zeit ist, können die kleineren Kinder die Steine aus ihrer Erzählung mit Acrylstiften bunt bemalen. Eine wunderbare Erinnerung an die Trauer der Jünger, die sich in Osterfreude verwandelt hat.

Film

Ich habe mit meinen Töchtern einen kleinen Film gemacht, in dem die Emmausgeschichte mit Kerzen erzählt wird. Auch wird die Geschichte verbunden mit dem Kanon »Ich habe den Herrn gesehen« (auf YouTube .«Emmaus« und »Viehweg« eingeben).
Wer mag, kann gerne einmal einen Film im Kindergottesdienst zeigen. Oder Sie lassen sich von der Erzählung (für Ältere, s. Seite 155) inspirieren und erzählen selbst mit Kerzen.

Hinweis:
Der besondere Tipp

Pfingsten macht Mut

Erzählbogen – passend zu dieser Reihe

Der Reiz dieses Erzählbogens liegt in seinen 26 Fenstern, die einen Weg beschreiben. In kurzen Rückblenden (auf den Fenster-Rückseiten) wird erzählt, warum zwei Jünger traurig nach Emmaus gehen, wie Jesus Augen öffnet, der Geist Gottes die Jüngerinnen und Jünger bestärkt, Jesus entschwindet und die kleine Gemeinde in Jerusalem wieder Mut bekommt.

Nach und nach werden die Türchen geöffnet … und eine veränderte Situation ist sichtbar. Etwas Entscheidendes ist geschehen.

Alle 26 Fenster sind vorgestanzt und perforiert (leichtes Öffnen, kein Schneiden); einzelne Bilder können nach dem Öffnen ausgemalt werden. Für Kinder ab ca. 6 Jahre.

DIN A3 (auf A4 gefalzt), 250-g-Papier;

€ 2,20 (ab 10 Ex. je € 2,00);

Best.-Nr. 1738

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Während der Erzählung entsteht ein Bodenbild.
Material: Zwei schwarze, ein graues, zwei gelbe Tücher; Steine; Blumen; zwei Kegelfiguren; die große, weiße Jesuskerze; Teller; Fladenbrot; Einzelkelche, in die ein wenig Traubensaft gefüllt ist.

Jesus ist gestorben. Am Kreuz.
Er ist tot.
Die Freunde von Jesus sind sehr traurig. (Schwarze Tücher zeigen)
Sie sitzen zusammen in einem dunklen Raum. Sie haben Angst.
Da halten zwei es nicht mehr aus. Sie wollen etwas tun, irgendetwas.
Also verlassen sie die anderen und gehen los. Einfach so. Sie gehen und gehen, immer weiter, einfach geradeaus, den kleinen Weg von Jerusalem nach Emmaus.
(Schwarze Tücher nebeneinander auf den Boden legen, die Kegel draufstellen)

Auf dem Weg unterhalten sie sich über all das, was sie erfahren haben: Über das, was Jesus gesagt hat, was er getan hat, was er für sie gewesen war.
Nun ist er tot.
Was meint ihr, wie es den beiden ums Herz war?
(Kinder nennen die Gefühle der Jünger; für jedes Gefühl können die Kinder einen Stein aus einem aufgestellten Korb neben die Jünger.)
Und plötzlich, ohne dass sie wissen woher, plötzlich geht da einer mit ihnen.
(Große, weiße Kerze anzünden und auf ein schwarzes Tuch stellen)
Erkennst du ihn? Genau, es ist Jesus. Aber die beiden Jünger erkennen ihn nicht. Sie glauben ja ganz fest, dass Jesus für immer tot ist.

»Was ist mit euch?«, fragt Jesus die beiden. »Bist du der Einzige, der das nicht mitbekommen hat?«, fragen sie zurück. »Was denn?« – »Na, die Geschichte mit Jesus von Nazareth. Er ist umgebracht worden, er ist tot! Und wir haben geglaubt und gehofft, dass er von Gott kommt. Dass er der versprochene Retter ist. Das ist nun schon 3 Tage her.«
Und Jesus hört sich alles an.
Hört von ihrer Trauer, ihrer Angst, ihrer Wut … (die von den Kindern eben benannten Gefühle wiederholen und dabei jeweils einen Stein in die Hand nehmen)

Als es dunkel wird, kommen sie an ein Haus. (Mit grauem Tuch einen möglichst großen Kreis als Haus legen.)
Jesus verabschiedet sich von den beiden. Doch die bitten ihn: »Bleib doch bei uns. Es ist fast Abend, und der Tag geht zu Ende.« Sie gehen gemeinsam in das Haus.
(Jesuskerze und Kegel ins Haus stellen) Und dort decken sie den Tisch zum Mahl.
(Teller mit Fladenbrot und die Becher ins Haus stellen.)
Zuerst nimmt Jesus das Brot und segnet es. Dann teilt er es mit ihnen. Da erkennen sie ihn endlich!
(Jemand aus dem Team nimmt das Brot, bricht sich ein Stück ab und gibt den Fladen dem ersten Kind. Dabei wird aufgeregt gesagt: »Das ist Jesus! Weitersagen!« Das Kind bricht ebenfalls ein Stück ab und gibt den Rest weiter, während es sagt: »Das ist Jesus! Weitersagen!« …)
Als sie gegessen haben, nimmt Jesus auch die Kelche und segnet sie. Dann teilen sie auch das Trinken.
(Jemand aus dem Team nimmt einen Becher und gibt ihn dem ersten Kind. Dabei wird aufgeregt gesagt: »Das ist wirklich Jesus! Weitersagen!« Das Kind trinkt und nimmt ebenfalls einen Becher, gibt ihn dem nächsten Kind und sagt: »Das ist wirklich Jesus! Weitersagen!« …)

Und dann war Jesus nicht mehr zu sehen.
(Jesuskerze außerhalb des grauen Tuches abstellen)
Die beiden aber rennen zurück zu den anderen Jüngern. Den ganzen Weg. Ganz anders, als sie hergekommen sind.
(Gelbe Tücher über die schwarzen Tücher und die Steine legen; Kegel auf die gelben Tücher stellen)
Was meinst du: Wie ist den beiden jetzt wohl zumute?
(Für jedes genannte Gefühl legen die Kinder eine Blume neben die Jünger.)
Als sie bei den anderen ankommen, da rennen ihnen die anderen schon entgegen und rufen: »Jesus lebt! Er ist dem Simon erschienen. Und die Frauen haben ihn auch gesehen!«
Und die beiden rufen: »Wir auch!«
(Kinder animieren, laut mitzurufen: »Wir haben ihn auch gesehen!«)

Jesus lebt – Christus ist nicht tot.
Und bis heute teilen wir Brot und Saft von Trauben gemeinsam und erinnern uns an ihn. Bis heute sagen wir einander weiter, was wir glauben: Jesus lebt – ganz wirklich!

Der besondere Tipp

»Einfach spitze, dass du da bist!« Servietten

Diese tolle Begrüßung aus Daniel Kallauchs vielleicht beliebtestem Kinderkirch-Hit auf Papierservietten.
So fühlen sich alle kleinen und großen Besucherinnen und Besucher bei Festen, Frühstücken und fröhlichen Zusammenkünften willkommen. Mit Noten und fünf Strophen.

20 St./Packg. € 3,90 (ab 5 Ex. je € 3,50;
ab 10 Ex. je € 3,30); Best.-Nr. 9016

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Geschichte mit Kerzen

Material: Die bekannte Jesuskerze; zwei weitere große, dicke Kerzen (Jünger), die nicht weiß sind; braune Tücher (Weg); Tücher, um ein Haus zu legen (wer mag, kann eine etwas aufwändigere Landschaft legen); Abendmahlskelch und Abendmahlsbrot-Schale (ggf. von der Gemeinde ausleihen).
Anmerkung: Erzählen Sie ganz ruhig.
Lassen Sie den Kindern Zeit, die Worte wirken zu lassen (besonders bei der »Erleuchtung« der Jünger).

Jesus ist tot. Gekreuzigt. Gestorben. Begraben. Vor drei Tagen war das geschehen.
Jesus ist fort – und die Jünger sind allein.

Zwei von ihnen gehen traurig eine Straße entlang.
(Die Jüngerkerzen unangezündet auf dem Weg bewegen.)

Mutlos sagen sie: »Alles ist aus.« – »Alles ist umsonst gewesen.« – »Gott hat uns verlassen.« – »Jesus ist tot.«

Plötzlich geht noch einer mit. Ein Fremder. Sie kennen ihn nicht.
(Brennende Jesuskerze dazustellen)
Und du? Weißt du schon, wer es ist?

Der Mann fragt: »Wovon redet ihr denn da? Warum seid ihr so traurig?«
Der eine Jünger sagt: »Jesus von Nazareth ist tot. Er war unser Freud. Sie haben ihn umgebracht. Am Kreuz.
Er war ein besonderer Mensch. Er war ein Mann Gottes. Er hat so viel Gutes getan: Menschen geheilt und miteinander versöhnt.«
Der andere Jünger schluckt: »Und wir haben geglaubt, er wäre der von Gott geschickte Retter. Der, der für Gerechtigkeit sorgt, damit niemand mehr leiden muss, niemand mehr arm oder unglücklich ist. Aber er ist tot. Sie haben ihn getötet. Alles war umsonst. Wir haben so gehofft, aber vergebens.«

Der Fremde hört genau zu. Sie gehen weiter.
(Alle drei Kerzen ein Stück bewegen.)

Dann bleibt der Fremde stehen. Er schaut die beiden Jünger an: »Versteht ihr denn nicht, dass das alles so kommen musste? Kennt ihr denn die Bibel nicht?«
Und der Fremde redet und erzählt viele Geschichten aus der Bibel: Von dem Retter, den Gott schicken wird. Und von Gottes Liebe, die stärker ist als alles, sogar stärker als der Tod.

Es ist dunkel geworden. Sie sind im Dorf Emmaus angekommen. Der Fremde will sich verabschieden. Doch die Jünger wollen ihn nicht gehen lassen: »Bleib bei uns. Es ist doch schon spät.« Da ist ein Gasthaus.
(Ein einfaches Haus legen)
Die drei gehen hinein.

(Abendmahlsgeschirr ins Haus stellen) Ein einfaches Abendessen: Brot, Wein. Der Fremde spricht ein Dankgebet.
Dann nimmt er das Brot, bricht es in Stücke und reicht es den Jüngern. Er lächelt sie an.
Und plötzlich … plötzlich können die beiden es sehen!
Das ist … ja, das ist Jesus!
(Die beiden Jüngerkerzen an der Jesuskerze anzünden.)
Und im selben Moment ist Jesus verschwunden.
(Jesuskerze außerhalb des Erzählkreises aufstellen)

Die Jünger sehen sich an. Sie ahnen. Sie stammeln. Und dann freuen sie sich: »Das, war Jesus! Unser Herz brannte vor Freude, als er uns auf dem Weg begleitet hat und uns alles erklärt hat. Ja, das war Jesus! Jesus lebt!«

Die Jünger springen auf. Sie laufen, so schnell sie nur können, zu den anderen zurück. Und schon auf der Straße rufen sie laut: »Jesus lebt! Der Herr ist auferstanden! Wir haben ihn gesehen!«

Der besondere Tipp
Auf dem Weg nach Emmaus

Spielfiguren für die Erzählschiene

Die spielfertigen Figuren auf robuster Pappe sind ausgestanzt, die Kulissenbögen mit Umrisszeichnungen können individuell ausgemalt und dann ausgeschnitten werden. Inkl. Anleitungs- und Textheft.
Emmaus: € 15,00; Best.-Nr. 9019
Passend für das Erzählschienen-Set (s. u.) oder die Original-DonBosco-Erzählschiene, bei der alle drei Rillen für die Figuren auf einer Ebene liegen; € 29,00; Best.-Nr. 3635

Erzählschienen-Set mit 3 Schienen

Aus massivem Buchenholz. Maße in cm: 40 x 2,0 x 2,0;
40 x 3,5 x 3,5;
40 x 5,0 x 5,0.

Set € 15,00; Best.-Nr. 1625

junge-gemeinde.de

Lukas 24,1–12

zu Ostersonntag, 09.04.2023

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Jesus lebt – unfassbar, kaum zu glauben!
Genau das war die Reaktion der ersten Osterzeuginnen: Zu fassen ist nichts – Jesu Leichnam ist nicht da. Keine Salbung wird geschehen, die Frauen werden nichts berühren. Auch ihre Herzen scheinen seltsam unberührt: Sie sehen und hören »zwei Männer in glänzenden Kleidern« und müssen erst einmal darüber nachdenken. Nachdenklich gehen sie zu den Jüngern, die es ebenfalls weder fassen noch glauben können. Und als Petrus sich endlich aufmacht, um selbst nachzuschauen, ist er »verwundert«.
Ich werde fast schon ungeduldig, wenn ich Lukas’ Bericht lese: Nach all dem Leid – wo bleibt denn da die Freude, die Erleichterung, das Halleluja?
Bei Lukas lässt sich die Osterfreude Zeit: Wie der Sonnenaufgang erst nach und nach Licht bring, so beginnt auch der Glaube mit einem zaghaften Wundern: »Kann das sein? Ist es nicht verrückt, zu glauben, Gott hätte den Tod besiegt?« Ist es nicht inspirierend, mit wieviel Ruhe Lukas erzählt und wie viel Raum für Fragen und Wundern bleibt.

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Die Kinder werden auf eine nüchterne Erzählung ohne viel Gefühl genauso ungeduldig reagieren, wie ich es zuerst tat: »Warum freuen die sich denn nicht?« Eben diese Ungeduld möchte ich an Ostern aufgreifen: »Warum freuen wir uns denn nicht mal so richtig?«
Bei den jüngeren Kindern bleibt die Geschichte darum zunächst in einer lukanischen Außenperspektive und lädt sie dann, in der kreativen Umsetzung, ein, selbst aktiv zu werden und die Freude sichtbar und hörbar zu machen.
Die älteren Kinder werden mit Sarah und Josua mit hineingenommen in Zweifel, Sehnsucht und aufkeimenden Glauben.

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente
Lieder

Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100; KuS 112; KG 65);
Er ist erstanden, Halleluja (EG 116; KuS 124; KG 66);
Oster-Mutmachlied (KuS 130; KKH 72);
Hallelu-, Halleluja! (KuS 226; KKH 71 – mit der dort abgedruckten Spielidee. Die atemlose Osterfreude wird so hautnah erfahrbar!)

Psalm: Atemloser Osterfreuden-Psalm

»Kehrvers«:
Spring drei Mal in die Luft! (3 x springen)
Klatsch drei Mal in die Hand! (3 x klatschen)
Sag »Halleluja« leise (leise sagen),
sag »Halleluja« lauter (lauter sagen)
und ruf es froh hinaus (»Halleluja« rufen)!


Jesus war lebendig, heilte alle Wunden,
träumte große Träume, sprach von Gottes Liebe.
Kehrvers


Jesus musste sterben, lag in einer Höhle,
Gott wollte das Leben und der Tod verlor!
Kehrvers


Jesus bleibt lebendig, mitten auf der Erde,
hoch oben im Himmel, tief in meinem Herzen.
Kehrvers

Kreative Umsetzung der Geschichte

Für Jüngere
Nach der Erzählung (bei der das Bodenbild entstanden ist) fragt jemand aus dem Team: »Was fehlt denn noch hier auf unserem Bild?« Die Kinder werden schnell sagen: »Farbe!« (Vielleicht auch »Gesichter« oder »Landschaft« oder sie wollen die Sonne bunter haben.) Verschiedene Schalen mit farbigen Papierschnipseln stehen bereit. (Vor allem viel Gelb, Rot und Orange für die Ostersonne; auch Erdtöne und Grün für Landschaft und Grab.) Die Kinder gestalten nun gemeinsam das Osterbild und können sich am Ende über die bunten Farben freuen – so, wie sich auch die Freunde und Freundinnen Jesu (in wenigen Tagen) freuen werden.
Wenn ein Kind den Personen Gesichter malen möchte, ist das auch schön: »Wie fühlen sich die Menschen? Wie kann man das ausdrücken?«

Für Ältere
Die Älteren basteln eine Ostersonne, die bewusst viel Zeit braucht:
Alle bekommen eine Schale oder tiefen Teller mit Wasser und je eine lange, dünne Kerze (Stabkerze) in Rot, Orange und Gelb. Die Kerzen werden angezündet und mit dem Wachs ins Wasser getropft: Zuerst mit Rot in die Mitte einen Kreis machen. Dieser wird mit Orange umrahmt. Der Außenkreis wird mit Gelb gestaltet. Die Wachs-Ostersonne kann mit einer heißen Nadel durchstochen und mit einem Band an einen Osterstrauch (zu Hause oder Gemeinde) oder ans Fenster gehängt werden.
Gut ist es, wenn man bei der Herstellung noch einmal deutlich machen kann: Die Osterfreude brauchte Zeit – doch am Ende war sie sehr hell. Auch unser Glaube braucht Zeit (Sorgen, Tränen, Nachdenken). Doch er ist getragen vom großen Licht der Auferstehung.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Während der Geschichte entsteht ein einfaches Bild.

Material:Ein großer, weißer Papierbogen (DIN-A0); einen dicken, schwarzen Filzstift.
Wenn die Geschichte erzählt und das Bild fertig ist, gestalten die Kinder nach einer kurzen Gesprächsrunde das Bild weiter.

(Bild 1)

(Das Grab ohne Stein zeichnen.)
Ein Grab. Ein Felsengrab.
(Auf den Eingang zeigen) Schau. Da kommt der tote Mensch hinein.
Und dann wird dieser große Stein davor gerollt.
(Stein zeichnen)
So werden die Menschen begraben in der Zeit, in der Jesus lebt.
Und das hier, das ist das Grab von Jesus.

(Bild 2)

Das sind Maria, Maria Magdalena und Johanna.
(Nach und nach zeichnen)
Sie haben Gefäße bei sich. Mit Salbe und Öl.
Es ist ganz früh am Morgen und es ist noch dunkel. Die drei Frauen wollen zum Grab von Jesus gehen und den toten Jesus salben. Sie haben ihn lieb und wollen ihm nah sein. Auch jetzt, wenn er tot ist.
Ja, Jesus ist tot. Die drei sind sehr traurig.
Und sie fragen sich, ob sie den schweren Stein wegrollen können.
Als sie zum Grab kommen, sehen sie: Der Stein ist gar nicht mehr vor dem Eingang. Er liegt ja am Rand!
(Auf den Stein zeigen)
Und als sie in das Grab hineinschauen (auf den Eingang, »in das Grab« zeigen), da sehen sie: Der tote Jesus liegt nicht mehr drin. Er ist weg.
Was ist geschehen?

(Bild 3)

Plötzlich stehen da zwei Gestalten.
(Zwei Figuren vor den Eingang zeichnen)
Es sind Engel. Die strahlen richtig!
(Kleine Striche für das Leuchten zeichnen)
Die Engel sagen zu den Frauen: »Was sucht ihr Jesus denn hier? Er ist nicht tot. Er lebt! Erinnert euch, das hat Jesus euch doch gesagt. Er hat gesagt: ›Ich werde sterben, aber nach drei Tagen werde ich leben.‹« Die Frauen wundern sich und sie erinnern sich: »Stimmt, das hat Jesus gesagt.«
Sie gehen weg vom Grab.Sie gehen zu den Freunden von Jesus. Die Frauen erzählen ihnen, was die Engel gesagt haben.

(Bild 4)

(Zu jedem der folgenden 10 Sätze einen Jünger zeichnen.)
Der da glaubt es nicht.
Der da sagt: »So ein Quatsch!«
Und der hier: »Das kann nicht sein!«
Was redet ihr denn da?«
»Ihr seid verrückt geworden!«
»Lasst uns in Ruhe.«
»Niemand ist jemals wieder lebendig geworden.«
»Hört auf mit dem Gerede!«
»Geht nach Hause.«
»Haltet den Mund!«
Nur Petrus sagt nichts. Er geht weg.

(Bild 5)

Petrus geht zum Grab. (Petrus zeichnen)
Und er schaut hinein. Doch auch er findet den toten Jesus nicht.
Aber er sieht auch keine leuchtenden Engel. Er wundert sich. Was ist geschehen?
(Nach und nach die Ostersonne über dem Felsen malen)
Und langsam – ganz langsam – färbt sich der Himmel – und die Sonne geht auf.

Der besondere Tipp

Wunderbares Ostern

Bastelbogen – auch für die ganz Kleinen
Mit diesem einfachen Bastelbogen kommt Karfreitag und Ostern auch für die Kleinsten näher. Wenn die Klappe umgeblättert wird, verändert sich die ganze Situation: Aus Entsetzen wird Freude. Teilweise zum Ausmalen. Mit schönen Details zum Entdecken und Erzählen.

DIN-A4 (190 g); € 1,00 (ab 10 Ex. je € 0,90); Best.-Nr. 1777

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Bleibt alles, wie es ist?

»Komm, wir gehen mit«, sagt Sarah zu Josua. Die beiden Kinder haben den Feiertag zu Hause verbracht. Nun, am ersten Tag der neuen Woche, sind sie zusammen schon sehr früh auf der Straße unterwegs. »Wohin denn ›mit‹?«, fragt Josua. »Na, da, mit den Frauen. Maria ist auch dabei. Sie gehen bestimmt zum Grab von Jesus. Das möchte ich auch.« – »Ach was, wozu denn?«, fragt Josua. »Jesus ist tot. Wozu sollen wir uns dann noch sein Grab ansehen?« – »Aber die Frauen haben Salböl dabei. Sicher werden sie damit den Körper von Jesus einsalben. Ich möchte mit. Ich möchte ihm auch nahe sein.« – »Aber das bringt doch alles nichts mehr, Sarah«, murmelt Josua. »Es ist vorbei. Jesus ist tot. Und alles bleibt, wie es ist.« Sarah schaut Josua erschrocken an: »Du meinst, mein Onkel darf weiter so gemein zu uns sein?« Josua nickt: »Und mein Herr darf mich weiterhin schlagen. Nichts hat sich geändert. Wird Zeit, dass wir das akzeptieren.« Die beiden setzen sich an die Mauer eines Hauses. Eigentlich sollten sie mit ihrer Arbeit beginnen. Dennoch bleiben beide sitzen.

Die Frauen kommen vom Grab zurück

Plötzlich sehen sie, wie die drei Frauen vom Grab zurückkommen. Und die Salböle haben sie immer noch in den Händen. Sie sehen merkwürdig aus: verstört und durcheinander. »Was ist denn geschehen?«, fragt Sarah. »War der Stein vor dem Grab zu schwer? Konntet ihr ihn nicht wegwälzen?« Aber die drei Frauen gehen an ihnen vorbei und in das Haus hinein, an dem Sarah und Josua sich anlehnen. Sie sitzen genau unter dem offenen Fenster. Drinnen wird Licht gemacht und Menschen wachen mürrisch auf. Sarah und Josua können hören, was die Frauen dann erzählen:

Jesus war nicht mehr da

»Wir sind zum Grab gegangen«, fängt eine an, »und dann war der Stein vor dem Grab zur Seite gerollt.« Unruhe verbreitet sich im Haus.
»Wer wohnt denn in diesem Haus?«, will Sarah von Josua wissen. »Ich glaube, das Haus gehört einem von Jesu Jüngern.« – »Aber da sind ganz viele Menschen drin«, flüstert Sarah und steht leise auf. Josua will es auch wissen und schaut ebenfalls durch das Fenster. Im noch dämmrigen Raum sind alle Jünger von Jesus zusammen. Sie schauen ratlos auf die drei Frauen. Die berichten weiter: »Der Stein war weg … und … und … Jesus war auch nicht mehr da.«
Jetzt springen die Jünger auf: »Was? Sie haben Jesu Leichnam gestohlen? Wie können sie nur?« – »Nein!«, ruft da eine der Frauen, »hört erst zu. Denn plötzlich waren da zwei Gestalten. Sie sahen aus wie … ich weiß nicht … Menschen vielleicht, aber dann auch wieder nicht. Sie leuchteten, sie strahlten richtig. Und sie sagten zu uns: ›Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Jesus ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er es euch versprochen hat. Erinnert ihr euch nicht? Jesus ist nicht hier. Jesus lebt.‹«

Nur Einbildung?

Die Jünger starren die Frauen an. Dann fängt einer an, den Kopf zu schütteln. Ein zweiter dreht sich weg. Einer sagt leise: »Ach, Maria, das habt ihr euch nur eingebildet.« Doch die Frauen widersprechen: »Nein, wir wissen, was wir gesehen und gehört haben!«
»Ruhe jetzt!«, ruft da einer der Jünger. »Hört auf mit dem Gerede. Wir müssen überlegen, wie es nun weitergeht für uns. Jesus ist tot. Das haben wir alle gesehen. Wir müssen einen klaren Kopf bewahren und dürfen nicht durchdrehen.«

Petrus geht zum Grab

Nur Petrus verlässt leise das Haus durch die hintere Tür. Nun hält Sarah und Josua nichts mehr zurück. Sie laufen mit sicherem Abstand hinter Petrus her. Es ist noch immer ziemlich dunkel und sie müssen auf den Weg achten.
Petrus ist auf dem Weg zu den Felsengräbern, zum Grab von Jesus.
»Warte«, flüstert Josua nach einiger Zeit, »von hier können wir alles sehen und uns hinter diesem Busch verstecken. So wird uns Petrus nicht bemerken.«
Sarah nickt.

Petrus ist verwundert

Sarah und Josua sehen, wie Petrus zu einem der Gräber geht. Auch er sieht: Der Stein, der das Grab verschlossen hat, liegt neben dem Eingang zur Höhle. Sie ist offen. Petrus schaut hinein. Eine ganze Weile. Dann macht er sich wieder auf den Weg zurück. Er kommt ganz nah am Versteck der Kinder vorbei. Sie können sehen, wie er den Kopf schüttelt und vor sich hinmurmelt: »Das kann doch nicht sein. Das gibt es doch nicht …«

Jesus lebt

Als Petrus außer Hörweite ist, fragt Josua: »Was ist denn geschehen?« – »Was Jesus versprochen hat«, antwortet Sarah und schaut ihn an.
Langsam geht die Sonne auf. Die Strahlen färben den Himmel über dem Grab rot und orange und gelb. Sie färben auch Sarahs Gesicht in goldenen Tönen. Sarah lächelt: »Jesus hat den Tod besiegt. Jesus lebt. Alles ist möglich. Und nichts bleibt, wie es war.«

Der besondere Tipp

Jesus ist auferstanden
Eine Geschichte von Ostern

Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater

Petra Lefin hat die Ostergeschichte nach Matthäus 28 in elf ansprechenden Bildern gemalt und erzählt.
Eine vollständige Textvorlage liegt bei.
DIN-A3, stabilder Karton; € 18,00; Best.-Nr. 9007

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