Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeS. hierzu »Zur ganzen Reihe«
Jesus zieht in Jerusalem ein
(EG 314, KuS 356, KKL 95);
Das Schlussgebet wird zusammen mit den Kindern vorbereitet. Dazu erhält jedes Kind ein aus buntem Papier (DIN A5) ausgeschnittenes Gewand (Pullover), auf dem steht:
»Das macht mir heute Sorgen: …«
»Jesus, ich hoffe, dass …«
Als Schlussgebet lesen die Kinder ihre Sorgen und Hoffnungen vor. Die Gewänder können nach dem Lesen um eine Kerze gelegt werden.
Kreative Umsetzung der GeschichteIn die Mitte werden verschiedene Gegenstände gelegt: (Stecken-)Pferd, Esel, Krone, Schwert, Herz, Soldat, Geld, einfaches Gewand, goldene Kette, Königsmantel …)
Die Kinder tauschen sich aus:
Wenn gewünscht, können die Kinder sich nacheinander auch »Königs«-utensilien anziehen und so ihre Überlegungen zu den Fragen anstellen.
Die Kinder stehen im Kreis, ein Kind in der Mitte. Die Kreiskinder jubeln dem Kind in der Mitte zu: rufen seinen Namen, verbeugen sich vor ihm, betonen positive Eigenschafte, legen Tücher vor ihm nieder.
Jedes Kind kann mal in die Mitte stehen. Am Ende Austausch:
Auch Kinder, die nicht in der Mitte standen, können erzählen, warum sie es nicht mögen, bejubelt zu werden.
Obwohl Jesus bejubelt wird, weiß er, dass es in Jerusalem für ihn gefährlich wird. Trotzdem geht er in die Stadt.
Die Kinder sitzen im Kreis. In der Mitte liegen aus Papier ausgeschnitten ein Blitz und ein Paar Fußspuren. Wer mag, stellt sich auf die Fußspuren und kann erzählen, welche gefährliche Situation sie*er schon erlebt hat:
Das sprechende Faltkreuz
Bastelbogen
Vier Bilder – vier Geschichten, die durch eine besondere Umklapptechnik zum Vorschein kommen: Letztes Abendmahl, Gethsemane, Kreuzigung … und auch Ostern scheint auf!
€ 1,30 (ab 10 Ex. je € 1,20); Best.-Nr. 063
Erzählung für JüngereMaterial: Grünes Tuch, Holzbausteine, Jesusfigur, Esel, 12 unterschiedlich gekennzeichnete Holzkegelfiguren, kleinen Teller mit kleinem Brotstück, aus Papier: Palmzweige, kleine Kleidungsstücke, Herz
Heute besuchen wir die Stadt Jerusalem. (Grünes Tuch ausbreiten) Dort gibt es Häuser und auch viele Tore. Heute ist ein Tor ganz besonders wichtig, darum bauen es wir gemeinsam. (Kinder bauen Tor und Häuser) Es sind viele Menschen in der Stadt. Bald wird ein ganz wichtiges Fest gefeiert: das Passafest. (Kinder stellen Holzkegel auf Tuch)
In Jerusalem wohnen auch Sara und Elia und ihre Eltern. (4 wiedererkennbare Holzkegel zu einem Haus stellen) Die Familie ist sehr arm. Es gibt oft nicht genug zu essen, obwohl die Eltern sehr viel arbeiten. (Einen kleinen Teller mit kleinem Brotstück dazustellen)
Heute sind sie ganz aufgeregt. Es heißt: Jesus kommt in die Stadt. Sie wollen alle zusammen hingehen, denn sie haben schon viel von Jesus gehört. Jetzt wollen sie ihn endlich auch sehen. Sie reißen Palmzweige ab, um Jesus wie einen König begrüßen zu können. (Palmzweige dazulegen)
Sara und Elia fragen sich: »Woran werden wir Jesus erkennen? Wie sieht der Jesus-König aus? Bestimmt hat er ein großes Pferd und viele Soldaten. Trägt er auch ein Schwert und eine Krone?« (Kinder können sich äußern, woran sie einen König erkennen)
Sara und Elia gehen mit ihren Eltern zum Tor, durch das Jesus in die Stadt kommen soll. Sie drängen sich hindurch und warten mit vielen anderen Menschen auf Jesus. Zum Glück finden sie einen Platz, von dem aus sie gut sehen können. (Familie vor Tor stellen) Da kommt Jesus schon. Er reitet vom Ölberg auf sie zu. (Jesusfigur auf Esel etwas entfernt stellen) Viele Freundinnen und Freunde begleiten ihn und jubeln ihm zu. (5 Kegelfiguren dazustellen) Sie legen ihre Kleider vor ihm nieder. (Kleidungsstücke dazulegen) Jesus reitet darüber hinweg wie ein König. Alle sind sehr fröhlich.
(Jesusfigur näherrücken) Als Jesus immer näher kommt, stupst Sara ihren Bruder an: »Ist das der König, den wir erwartet haben?« Auch Elia ist verwirrt und zuckt enttäuscht die Schultern. Jesus sieht überhaupt nicht aus wie ein König: Er hat keine Krone und kein Schwert. Und Soldaten sind auch nicht um ihn rum. Wie will er denn so ein König sein? Da sind die anderen doch viel stärker.
Dann ist Jesus ganz nah bei Sara und Elia. (Jesusfigur zu den Kindern stellen) Und Jesus schaut sie beide an. Sein Blick ist ganz besonders. So besonders, dass sie in ihrem Herzen etwas fühlen. Es ist ein wohliges Gefühl. In Jesu Nähe breiten sich Liebe und Friede aus. (Herz dazulegen) Ja, so einen König wünschen sie sich! Hoffentlich ist Jesus wirklich ein König. Und hoffentlich wird das Leben dann besser.
Doch dann hören Sara und Elia ein paar Männer. Die ärgern sich über Jesus. Es sind Pharisäer. Pharisäer sind sehr belesen. Sie kennen sich bestens aus in den Heiligen Schriften – auch mit den Geboten und Gesetzen. Und Pharisäer sind sehr streng – mit sich und den anderen. Sie wollen Gottes gute Gebote unbedingt einhalten. Diese Pharisäuer gehen zu Jesus. (2 Figuren zu Jesus stellen) Sie sagen zu ihm: »Jesus, du musst deinen Jüngerinnen und Jüngern verbieten, dich wie einen König zu feiern.« Wir wissen nicht, warum das die Pharisäuer so stört, aber Jesus antwortet ihnen: »Meine Botschaft wird zu hören sein! Selbst dann, wenn die Jüngerinnen und Jünger still sind. Die Liebe Gottes wird immer in der Welt sein und den Menschen Frieden bringen.«
Passions- und Osterkrippe
Biegepuppen-Set

Das Set beinhaltet: fünf Biegepuppen (zwei Frauen, einen Soldaten, einen Jünger, einen Engel), ein Standkreuz, ein Rollstein (Holz), ein schwarzes Baumwolltuch).
Sowohl Kreuz als auch Biegepuppen können auch einzeln bestellt werden.
€ 69,10; Best.-Nr. S1199
Passionsgeschichte
Figurenset für die Erzählschienen*

Alle Geschichten dieser Reihe werden mit aussagekräftigen Bildern aufgegriffen.
Doppelset mit 20 Karten
€ 20,00; Best.-Nr. 1663
* Erzählschienen-Set mit 3 Schienen:
€ 19,00; Best.-Nr. 1625
Erzählung für ÄltereHallo, ich bin Sara und ich wohne zusammen mit meinen Eltern, meinem Bruder Elia und der Großmutter in einem kleinen Häuschen in Jerusalem. Obwohl meine Eltern sehr viel arbeiten, sind wir arm. Gestern konnte ich lange nicht einschlafen. Da habe ich gehört, was meine Eltern geredet haben. In unserem Haus gibt es nämlich nur ein Zimmer. Am Abend rollen wir alle unsere Matten aus und darauf schlafen wir.
Mein Vater sagte: »Jetzt haben die Römer schon wieder die Steuern erhöht, und ich habe keine Ahnung, ob ich morgen Arbeit bekomme.«
Mein Vater ist Tagelöhner, wie viele andere. Er arbeitet immer tageweise für andere. Und manchmal braucht niemand seine Arbeit. Dann verdient er auch kein Geld. Dann gibt Mama Elia und mir am Abend das letzte kleine Stück Brot. Wir kauen es ganz langsam, damit wir länger etwas davon haben. Und unsere Eltern sagen: »Wir haben keinen Hunger. Ihr könnt das Brot alleine essen.« Aber in Wahrheit haben sie doch Hunger und sagen es nur nicht.
Oft erzählt Großmutter uns Geschichten. Mir gefällt es sehr, ihr zuzuhören. Auch heute nimmt sie sich Zeit und wir hören ihr zu:
»Unser jüdisches Volk wartet schon lange auf einen König. Und alle hoffen, dass dieser König bald kommt. Doch es ist ein besonderer König. Nich einer, der auf einem Thron sitzt, eine goldene Krone trägt und auf einem wertvollen Pferd reitet wie die Römer. Nein, dieser König reitet auf einem Esel. Dieser König, auf den das jüdische Volk wartet, bringt Frieden und Gerechtigkeit für die Menschen.«
Als ich das höre, wird mir etwas klar. Gestern nämlich habe ich gehört, wie sich ein paar Leute unterhalten haben:. Sie sagten: »Es gibt in Israel einen Mann, von dem heißt es: ›Das ist der neue König. Der König, auf den wir warten. Er kann kranke Menschen gesund machen und ist ganz besonders für die Leute da, denen es nicht so gut geht. Jesus heißt dieser Mann.‹«
Am Abend kommen Mama und Papa zurück. Mama vom Markt, Papa von der Arbeit. Sie sehen sehr müde aus, aber zu unserer großen Freude haben sie Brot und Gemüse für das Abendessen mitgebracht. Heute reicht es für alle. Alle werden satt. Und außerdem bringen sie die neuesten Nachrichten. »Ich habe gehört, dass morgen dieser Jesus nach Jerusalem kommt«, sagt Mama. Ich stutze. »Jesus? Großmutter hat heute doch von diesem neuen König erzählt, der Jesus heißt.« Aufgeregt rufe ich: »Den will ich sehen! Diesen Jesus darf ich nicht verpassen. Bitte, bitte, lasst uns auch hingehen.« Elia nickt zustimmend. Papa antwortet: »Wir werden alle zusammen hingehen. Von diesem Jesus habe ich schon einiges gehört.«
Obwohl ich heute satt ins Bett gehe, kann ich doch nicht einschlafen. Ich bin zu aufgeregt: »Morgen sehe ich Jesus. Wie er wohl ist? Wie so ein König wohl aussieht und was er macht?« Schließlich fallen mir doch die Augen zu, und ich habe einen Traum: Unser kleines Eselfohlen, das kürzlich geboren wurde, ist schon etwas größer geworden. Ein Mann reitet auf unserem Eselchen. Und in seiner Nähe sind die Menschen so friedlich.« Es ist ein schöner Traum
Ich wache früh auf. Geduldig warte ich, bis auch die anderen aufstehen, ihre Matten zusammenrollen und wegräumen. Ich kann es kaum erwarten, endlich loszugehen und Jesus zu sehen. Auch Oma kommt mit. In den Gassen der Stadt sind viele Menschen unterwegs. Bald wird das Passahfest gefeiert. Da kommen viele Menschen nach Jerusalem. Doch heute ist da noch etwas anderes: Ich spüre überall Aufregung – wegen Jesus.
Die Menschen drängeln sich zu einem Stadttor. Es heißt: »Jesus kommt durch hier durch. Und seine Freunde sollen auch dabei sein. »Schau da vorne!«, ruft Oma plötzlich. »Da kommt Jesus!« Auch viele seiner Jüngerinnen und Jünger sind dabei. Die vielen Menschen am Wegrand begrüßen Jesus wie einen König. Sie jubeln und lachen und danken Gott für alle Wunder, die sie erlebt haben. Nacheinander nehmen die Menschen ihre Umhänge ab und legen sie wie einen Teppich vor Jesus auf den Weg. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, damit ich besser sehen kann. Jesus kommt immer näher. Das ist alles so feierlich. Die Mäntel liegen da, wie man es bei einem König macht, um ihn zu ehren. »Aber was ist das?« Ich traue meinen Augen nicht. »Jesus reitet tatsächlich auf einem jungen Esel. Ist das aufregend!« Mein Herz schlägt ganz schnell. Ich denke an meinen Traum und freue mich, dass Jesus auf einem Esel zu uns kommt. Jetzt habe ich Hoffnung, dass alles besser wird. Denn Jesus strahlt strahlt wirklich diesen Frieden aus, wie ich ihn im Traum gefühlt habe.
Da drängen sich plötzlich ein paar Männer nach vorne. Es sind Pharisäer. Sie sind sehr gebildet und kennen sich gut in der Tora aus. Und sie sind sehr streng. Sie achten darauf, dass alle Gebote Gottes eingehalten werden. Sie rufen Jesus zu: »Sag deinen Freunden, dass sie aufhören sollen, dich wie einen König zu feiern.« Wir wissen nicht, warum die Pharisäer das so stört, doch Jesus anwortet ihnen nur: »Wenn meine Freunde schweigen müssen und die gute Botschaft nicht weitererzählen dürfen, dann werden die Steine die Botschaft hinausschreien.« Was er wohl damit meint?
Aber wenn Jesus Frieden unter den Menschen wachsen lässt, dann hoffe ich auch, dass die Menschen nie aufhören werden, von Jesus zu erzählen.
Nachdenklich schaue ich die Menschen um mich herum an: Viele jubeln, manche sehen verärgert aus. Aber ich spüre immer noch den Frieden in mir, der von Jesus ausgeht.
Zugänge für den VorbereitungskreisUm darüber nachzudenken, wird eine Holzkegelfigur als Jesus in die Mitte gestellt und alle bekommen ebenfalls eine Figur. Diese Figur wird nun schweigend zu Jesus gestellt. Dabei kommt sie nahe an Jesus, wenn sein Verhalten gutgeheißen wird und weiter weg, wenn nicht so gut oder unverständlich.
In einer zweiten Runde können einander die Gründe für den jeweiligen Platz genannt werden.
Zum Text / Zum ThemaFür Jesus ist das unerträglich und Jesus wird dadurch unerträglich – für die, die gute Geschäfte machen.
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeMein Gott, das muss anders werden
(KuS 443, KKL 205, MKL1 24);
Brich mit dem Hungrigen dein Brot
(EG 420, KuS 498, MKL 1 65);
Schalom chaverim (EG 434, KuS 520, KKL 386);
Komm, bau ein Haus (KuS 530, KG 119, HuT 359, MKL1 91)
KuS 654
(im Kreis).
Gott schenke uns Mut.
(Eine Hand auf Herz legen)
Gott schenke uns Verständnis füreinander. (Eine Hand wie zum besseren Hören hinter ein Ohr legen.)
Und so segne Gott unsere Gemeinschaft.
(Gegenseitig an den Händen fassen)
Amen. (Die Hände drücken)
Kreative Umsetzung der GeschichteEs werden zwei Tische wie folgt vorbereitet, abgedeckt und mit »Tisch 1« bzw. »Tisch 2« gekennzeichnet. Tisch 1 bietet Wasser und trockenes Brot. Tisch 2 enthält viel Unterschiedliches (z. B. Saft, Obst, Kekse). Alle Kinder ziehen einen Zettel auf dem entweder 1 oder 2 steht und setzen sich an den entsprechenden Tisch. Beide Tische werden aufgedeckt und die Kinder dürfen nun das essen, was auf ihrem Tisch angeboten ist. Natürlich ist allen sofort klar, dass es unterschiedliche Sachen gibt.
Das Team beobachtet die Situation und greift nur ein, sollten Konflikte entstehen, es macht keine Lösungsvorschläge. Die Kinder überlegen selbst, wie die Situation gelöst werden kann.
Impulse für das abschließende Gespräch:
Jeweils zwei Kinder bekommen einen knusprigen Keks, der schwer zu teilen ist. Sie versuchen, ihn so zu teilen, dass beide zufrieden sind. Hinterher erzählen die Kinder, wie sie das Problem gelöst haben. (Mein Lösungsvorschlag: Ein Kind teilt, das andere sucht zuerst aus.)
Erzählung für JüngereMaterial: Karton o. ä. (für Tempel), Holzklötze (Mauer), Bilder von Tischen, viele Figurenkegel (davon 3 als »Reiche« gekennzeichnet), Geldstücke, Jesusfigur
(Tempelanlage mit Allerheiligstem und Mauer drumherum aufbauen; die Skizze gibt es zum Herunterladen)

In Jerusalem gibt es einen großen Tempel. Wir schauen uns diesen Tempel etwas genauer an. In der Mitte steht ein Gebäude, es wird das Allerheiligste genannt. Dort dürfen nur die Hohenpriester hieingehen und Gott opfern. Sie feiern dort, dass Gott ganz nahe ist. Auf dem großen Platz vor dem Tempel stehen viele Tische von Händlern, die Opfergaben verkaufen. (Bilder von Tischen auf das Bild legen und Holzfiguren dazustellen) Das sind Feldfrüchte, Getreide oder Tiere. Um diese Opfergaben zu kaufen, brauchen die Menschen besonderes Geld. Nur mit diesem Geld können sie hier bezahlen. Darum gibt es am Eingang des Tempels Geldwechsler. (Holzkegel aufstellen) Sie wechseln das »normale« Geld in Tempelgeld um. Aber natürlich wollen sie auch etwas verdienen. Deshalb bekommen die Menschen einiges abgezogen und weniger ausbezahlt. (Holzfigur legt Geldwechsler drei Geldstücke hin und bekommt zwei Tempelgeldstücke zurück)
In Jerusalem gibt es viele arme Menschen (ca. 15 Holzkegel vor dem Tempel aufstellen) und wenige sehr reiche Menschen (3 Reiche dazustellen). Wenn die armen Menschen im Tempel opfern, werden sie von den reichen oft verächtlich angeschaut. Ihre Opfer sind viel kleiner. Sie haben manchmal nicht mal genug zu essen. Es geht ungerecht zu im Tempel. (Viele Geldstücke in die Mitte legen, den größten Teil den Reichen zuschieben, den Rest den Armen.) Viele arme Menschen erinnern sich daran, was in den Heiligen Schriften steht: »In der Nähe Gottes soll es gerecht und friedlich unter den Menschen sein.« Aber in Wirklichkeit ist es gar nicht so.
Heute kommt Jesus in den Tempel. (Jesusfigur dazustellen) Er freut sich, denn als Kind war er schon mal hier. Doch als er die Geldwechsler am Eingang sieht, ist er erstaunt. »Was machen die denn hier?« Schnell erkennt er, dass sie viel Geld verdienen. Dann geht Jesus in den Tempel hinein. Er traut seinen Augen nicht. Hier geht es zu wie auf einem Krämermarkt. Er sieht die Reichen in ihren feinen Gewändern, wie sie stolz durch die Menge gehen. Und er sieht die Armen in Lumpen gekleidet, wie sie ihr letztes Geld für die Opfergabe ausgeben und deshalb heute vielleicht nichts zu essen haben werden.
Da wird Jesus sehr zornig. Diese Ungerechtigkeit im Haus Gottes erträgt er nicht. Er fängt an, Tische umzuwerfen und die Händler aus dem Tempel zu jagen. (Alles im Tempel durcheinanderbringen)
»Warum macht ihr aus Gottes Haus eine Räuberhöhle? Es soll ein Haus zum Beten sein!«, ruft er. So zornig haben die Menschen Jesus noch nie gesehen. Viele von ihnen freuen sich. Sie sind so froh, dass endlich jemand diese Ungerechtigkeit anspricht. Aufmerksam hören sie Jesus zu. (Holzfiguren um Jesus herumstellen)
Jeden Tag kommt Jesus nun in den Tempel und erzählt den Menschen vom Reich Gottes und von der Liebe unter den Menschen. Und jeden Tag kommen viele Menschen in den Tempel und hören ihm zu. Aber nicht allen gefällt das. Einige beobachten Jesus ganz genau und es gefällt ihnen gar nicht, was Jesus sagt. (Einige »reiche« Holzkegel dazustellen) Und es gefällt ihnen auch nicht, dass ihm so viele gerne zuhören. Sie wollen, dass es im Tempel so bleibt, wie es ist. Damit sie weiterhin viel Geld verdienen.
Darum machen sie einen Plan. (»Reiche« zum Kreis stellen) Da kommt Judas. (Judasfigur dazustellen) Er ist ein Jünger Jesu. Judas macht der Gruppe einen Vorschlag: »Ich zeige euch, wo ihr Jesus ohne großes Aufsehen festnehmen könnt. Dafür gebt ihr mir Geld.«
Warum tut Judas das?
(Mit Kindern Antworten suchen)
Erzählung für ÄltereHallo, ich bin Daniel, der Vater von Sara und Elia. Ihr erinnert euch? (Evtl. gemeinsam Geschichte vom letzten Sonntag erinnern.) Gerade haben wir zugeschaut, wie Jesus nach Jerusalem gekommen ist. Ich kann noch gar nicht verstehen, was das war. Und ich weiß auch noch nicht so recht, was ich über ihn denken soll. Überall in der Stadt wird diskutiert. Die einen freuen sich über Jesus und die anderen warnen vor ihm oder fürchten ihn sogar.
Und jetzt geht Jesus direkt zum Tempel. Man erzählt sich, er sei als 12-jähriger Junge schon einmal dort gewesen. Da hat er sogar mit den Schriftgelehrten diskutiert. Bestimmt freut er sich, mal wieder in den Tempel zu kommen. (Skizze des Tempels s. oben)
Ich war ganz früh heute auch schon im Tempel und habe geopfert. Das ist mir wichtig. Doch es hat nur für eine ganz kleine Opfergabe gereicht, denn für arme Menschen wie mich und meine Familie wird es immer schwieriger, das Geld dafür aufzubringen. Im Tempel kann man nur mit einer ganz bestimmten Währung Opfer kaufen. Deshalb muss man gleich am Eingang, bei den Geldwechslern, Geld dafür umtauschen. Aber die wollen natürlich auch etwas verdienen – und deshalb bekommt man von ihnen nur wenig Tempelgeld für das »normale« Geld. Wenn mal gar kein Geld da ist, geben die einem auch Kredit. Doch dafür nehmen sie dann so hohe Zinsen, dass man die Schulden kaum mehr abbezahlen kann. Wenn ich dann vom Tempelgeld meine kleine Opfergabe kaufe, schauen mich andere oft verächtlich an. Sie sind reich, können viel mehr opfern und stolzieren mit überheblichem Blick an mir vorbei.
Oft mache ich mir meine Gedanken darüber: »Im Tempel Gottes wird so viel mit Geld gehandelt und Geld verdient. Und es gibt viele arme Menschen. Die fragen sich dann, ob Gott sie sieht, obwohl sie arm sind und ihm nur kleine Opfer darabringen können? Dann hoffe ich, dass es bei Gott anders ist und er auch uns arme Menschen sieht. Aber es ist eben auch im Tempel wie im alltäglichen Leben: es geht ungerecht zu. Die Reichen werden hier immer reicher und die Armen immer ärmer.
In den Heiligen Schriften steht aber: Gott Freude an der Gerechtigkeit unter Menschen nicht an großartigen Opfern. Aber gerecht geht es hier nicht zu. Und viele wollen nur möglichst viel Geld verdienen.«
Es dauert nicht mehr lange und wir sind am Tempel. Ich denke, dass Jesus auch hineingehen wird. Viele Menschen drängen sich um ihn. Ich muss mich anstrengen, irgendwie in seiner Nähe zu bleiben.
Ja, er geht hinein – und bleibt gleich erstauntstehen. Ich glaube, er hat sofort begriffen, dass es hier hauptsächlich darum geht, Geschäfte zu machen und Geld zu verdienen. Da traue meinen Augen nicht! Jesus fängt an, Tische umzuwerfen und die Händler aus dem Tempel zu treiben. Jesus ist total wütend. Und er schreit, dass es alle hören können: »Was macht ihr hier? Der Tempel soll ein Bethaus sein! Aber ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.«
Viele erschrecken und verlassen rasch den Tempel. Als sich Jesus wieder beruhigt hat, erzählt er vom Reich Gottes. Darin gibt es Gerechtigkeit und die Menschen achten aufeinander und sorgen füreinander. »Ja«, denke ich, »das wäre schön.« Und ich sehe, wie auch die Augen von anderen anfangen, zu leuchten.
Aber nicht von allen. Die Reichen und Angesehenen des Volkes und die Hohepriester sehen zornig aus. Und scheinen zu diskutieren, wie sie diesen Jesus loswerden können. Im Moment sind ihnen noch die Hände gebunden, weil so viele Menschen froh sind über das, was Jesus erzählt. Doch ich fürchte, ihnen wird noch ein Plan einfallen, um Jesus zum Schweigen zu bringen.
In den kommenden Tagen gehe ich immer wieder in den Tempel. Jesus ist oft dort und ich möchte ihn hören. Auch vielen anderen Menschen geht es so. Es sind auch deshalb so viele, weil bald das jährlich Passahfest gefeiert wird. Da kommen Menschen von weit her nach Jerusalem.
Immer wieder denke ich an die Hohepriester und die Reichen, die vor einigen Tagen so eifrig miteinander diskutiert und dabei grimmig zu Jesus geschaut haben. Und ich bin froh, dass Jesus nichts passiert ist.
Da wird meine Freude getrübt. Ich höre eine Gruppe Menschen miteinander reden: Einer der Jünger Jesu habe den Hohepriestern versprochen, ihnen zu zeigen, wo sie Jesus ohne Aufsehen verhaften könnten. Dafür bekäme er Geld von ihnen. Doch irgendetwas würde da nicht so richtig stimmen. Denn dieser Jünger wäre Judas. Und der, so ist bekannt, steht der Gruppe der Zeloten sehr nahe. Und die Zeloten sind wahrlich keine Freunde der Hohenpriester und Römer. Im Gegenteil. Die wollen die Römer aus dem Land jagen.
»Hm, was macht Judas da bloß«, frage ich mich. Hat er einen Plan? Oder ist er verrückt geworden? Ich kann mir nicht vorstellen, wie das gutgehen soll.
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeBleibet hier und wachet mit mir
(KuS 369, KKL 98, HuT 128);
Aus der Tiefe rufe ich zu dir
(KuS 417, KKL 196, Wwdl 4, HuT 262);
Eines Tages kam einer (besonders Strophe 5; KuS 348, KG 45, Wwdl 34);
We shall overcome (KuS 540, HuT 371)
(nach Psalm 27)
KuS 652
Seligpreisungen (KuS 681)
Kreative Umsetzung der GeschichteWie fühlt es sich an, wenn man ganz allein ist?
Auf ein dunkles Tuch ein Paar Papier-Fußspuren legen. Jedes Kind, das mag, kann sich auf die Fußspuren stellen, bekommt eine Engelfigur in die Hand und erzählt, wie es ihm ging, als es mal ganz alleine war.
Da Jesus die Jünger gebeten hat, mit ihm zu beten und wach zu bleiben, gemeinsam überlegen, was man tun kann/was hilft, wenn man ganz alleine ist oder sich ganz alleine fühlt.
Jesus hat seine innere Stärke aus dem Gebet gewonnen.
Die Kinder probieren in der ganzen Gruppe verschiedene Gebetshaltungen (stehend, sitzend, knieend …) und Arm-/Handhaltungen aus.
Anschließend Austausch, welche Haltung für sie die angenehmste war.
Jedes Kind bekommt ein Kratzpapier (Papier bei dem eine bunte Farbschicht mit schwarzer Farbe komplett überdeckt ist und in das Formen geritzt werden können; im Internet erhältlich oder mit Wachsmalstiften selbst herzustellen). Auf diesem Papier kratzen die Kinder eine Engelsfigur aus, die bunt hervorscheint.
Anschließend Austausch, wer schon einmal einen Engel in einer schwierigen Situation erlebt hat.
Die Kinder sitzen im Kreis, auf ein dunkles Tuch wird ein Schwert gelegt.
Austausch: Kinder können (absolut freiwillig!) erzählen, wo sie Gewalt erleben (selbst oder bei anderen) oder sehen (Bilder, Videos) und wie es ihnen damit geht.
Gemeinsam überlegen: Was kann ich gegen die Gewalt tun? (Hier kann darauf hingewiesen werden, dass auch Jesus in einer Situation ist, in der die Gewalt stärker zu sein scheint als das Gute. Wie auch daran, dass Jesus nicht aufgegeben hat.)
Erzählung für JüngereMaterial: großes, schwarzes Tuch;
einfache Papier-Figuren: 1 x weiß (Jesus); 1 x gelb (Engel); 11 x blau (Jünger) 1 x Schwert (für Jünger); 1 x hellgrau (Judas); 5 x dunkelgrau (Soldaten, alle mit Schwertern)
Heute hören wir eine Geschichte, die in der Nacht spielt. Und sie erzählt etwas Trauriges. Darum habe ich eine schwarze Unterlage dabei (schwarzes Tuch ausbreiten).
Jesus ist mit seinen Jüngern am Ölberg außerhalb der Stadt Jerusalem. Dort kann er sich ausruhen nach einem anstrengenden Tag. Aber heute ist etwas anders. Jesus setzt sich nicht mit den Jüngern zusammen wie sonst, wenn sie noch über den Tag geredet haben. Heute bittet er die Jünger zu beten. (Jünger und Jesus als Gruppe legen) Er sagt: »Betet, denn euer Herz muss ganz stark sein für das, was geschieht.« Die Jünger verstehen gar nicht, was Jesus meint. Dann entfernt sich Jesus von den Jüngern und betet: (Jesus an einen anderen Platz legen) »Mein Vater im Himmel, ich habe große Angst. Ich bin mir sicher, sie planen etwas Böses gegen mich. Ich würde am liebsten von hier weggehen. Aber das, was du willst, soll geschehen.« Und dann spürt er, wie ein Engel ganz nahe bei ihm ist. (Engel neben Jesus legen)
Dann geht Jesus zurück zu den Jüngern. (Jesus zu den Jüngern legen) Sie sind alle eingeschlafen. Jesus weckt sie auf. »Wie könnt ihr jetzt schlafen? Ich brauche euch ganz dringend. Wacht und betet mit mir.«
Die Jünger verstehen nicht, warum Jesus heute so ängstlich ist.
Doch plötzlich hören sie Stimmen und sehen Laternen, die immer näherkommen. Dann erkennen sie Judas. (Judas vor Jesus legen) Er läuft vor den anderen. Was macht Judas da? Er gehört doch zu ihnen. Er ist doch auch ein Jünger. Jetzt gibt er Jesus einen Kuss zur Begrüßung. Aber wen hat er da mitgebracht? Es sind Soldaten und sie haben Waffen. (Soldaten hinter Judas legen). »Schnell, wir müssen Jesus verteidigen!«, ruft einer der Jünger. Er nimmt sein Schwert (Schwert zum Jünger legen) und schlägt einem Soldaten ein Ohr ab. Jesus weist den Jünger zurecht: »Hör auf.« Und dann berührt er das Ohr und heilt es wieder. Alle sind ganz erstaunt. Jesus hilft dem, der ihn bedroht? Sie können es kaum glauben.
Dann sagt Jesus zu den Soldaten: »Warum kommt ihr zu mir mit Schwertern? Bin ich ein Verbrecher? Ihr habt doch Gelegenheit gehabt, als ich im Tempel von der Liebe Gottes und der Liebe unter den Menschen gepredigt habe. Doch ich merke, jetzt gerade ist die Gewalt stärker als meine Worte.« Dann fesseln die Soldaten Jesus und nehmen ihn mit (Jesus, Judas, Soldaten wegnehmen).
Die Jünger bleiben zurück. Sie haben große Angst. (Jünger zu einem Kreis legen) Sie überlegen: »Wenn Jesus gefangen genommen wird, was passiert dann uns? Wir sind ja seine besten Freunde. Werden auch wir gefangen genommen? Und warum hat Judas das getan? Ist er verrückt geworden?« Ein Jünger sagt: »Ich habe mal gehört, wie Judas mit Jesus geredet hat. Da haben sie sich gestritten. Judas wollte, dass Jesus mit ihm gegen die Römer kämpft. Aber Jesus hat Nein gesagt. Vielleicht dachte Judas: ›Wenn Jesus richtig bedroht wird, dann fängt er endlich an zu kämpfen‹. Doch wie es aussieht, hat er da Jesus ganz falsch eingeschätzt. Wie es Judas jetzt wohl geht?« Darauf hat niemand eine Antwort. Ein anderer fragt: »Was passiert jetzt eigentlich mit Jesus? Wo bringen sie ihn hin?« Alle schauen ratlos. Sie wissen es nicht. Aber sie haben große Sorge um Jesus.
Engel aus Holz
In drei verschiedenen Größen

Zur Idee aus der »Kreativen Umsetzung der Geschichte«, Allein sein (Seite 92) passen diese Holzengel aus dem Erzgebirge. Ihre besondere beschützende Form bekräftigt das Kind, begleitet zu sein. Der kleine Engel hat eine Schlaufe zum Aufhängen, die anderen stehen selbstständig.
Groß: 17,8 cm, Kirschholz, € 13,50; Best.-Nr. 1178;
mittel: 9,5 cm, Kirschholz, € 10,30; Best.-Nr. 1187;
klein: 7,5 cm, Buchenholz, € 7,00; Best.-Nr. 1188
Holzbausteine
Aus unbehandeltem Buchenholz

100 Bausteine in unterschiedlichen Größen, die im praktischen Leinensack aufbewahrt und transportiert werden können.
€ 31,30; Best.-Nr. 1784
Erzählung für ÄltereBald ist das Passafest in Jerusalem. In den letzten Tagen war Jesus oft im Tempel, und viele Menschen haben ihm zugehört und mit ihm diskutiert. Die einen waren begeistert von seinen Worten. Sie spürten seine Liebe zu den Menschen, sein offenes Ohr und seine Hilfe für ihre Sorgen. Und sie spürten die Liebe Gottes, wenn er in ihrer Nähe war.
Es gab aber auch andere. Die ärgerten sich über ihn und hätten ihn am liebsten davongejagt. Er störte den normalen Tempelbetrieb, und die Geschäfte liefen nicht mehr gut. Und das ausgerechnet vor dem Passafest, wo so viele Menschen in der Stadt waren. Da hätten sie richtig viel verdienen können. Nun kam der Abend, an dem das Passamahl gefeiert wird.
Auch Jesus feierte mit seinen Jüngern das Passamahl. Danach geht er mit ihnen zum Ölberg. Es ist dunkel. Die Jünger spüren, dass er sehr aufgewühlt ist, fast etwas unsicher. So kennen sie ihn gar nicht. Eigentlich ist Jesus immer der Fels in der Brandung, aber jetzt scheint er ihre Hilfe zu brauchen. Was befürchtet er?
Jesus bittet seine Jünger: »Betet! Das, was kommen wird, wird unsere ganze Herzenskraft brauchen. Darum lasst euch im Gebet stärken von Gott.« Und dann geht Jesus ein paar Schritte weiter. Die Jünger merken, dass er ganz für sich sein will. Und sie spüren seine Angst und Verzweiflung. Wovor hat er solche Angst? So viele Menschen waren in den letzten Tagen so froh über seine Worte.
Jesus betet für sich alleine: »Mein Vater im Himmel, wenn es möglich ist, dann lass das Leiden an mir vorübergehen. Ich hab große Angst. Aber nicht, was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.« Da spürt Jesus, dass ein Engel an seiner Seite ist und ihn stärkt. Ohne ihn würde er es nicht schaffen. Trotzdem quält ihn schreckliche Angst und Schweiß tropft ihm von der Stirn. In seinem Herzen tobt es.
Dann geht er zurück zu den Jüngern und sieht, dass sie eingeschlafen sind. »Wie könnt ihr nur schlafen?«, fragt Jesus. »Bleibt wach und betet mit mir, sonst könnt ihr nicht ertragen, was bald kommen wird.«
Die Jünger rätseln immer noch, was Jesus so große Angst macht.
Doch plötzlich hören sie Lärm und Geschrei. Und sie sehen Lampen, die näher kommen. »Keine Angst, es ist nur Judas. Der gehört zu uns«, sagt einer der Jünger. Doch irgendetwas stimmt da nicht. Es ist nicht nur Judas. Es sind auch Leute, die sich so sehr über Jesus im Tempel aufgeregt haben. Sie haben ihre bewaffnete Truppe dabei. Was passiert da gerade? Und nun kommt Judas und will Jesus einen Kuss geben, so wie es bei einer Begrüßung üblich ist. Doch Jesus fragt ihn: »Willst du wirklich mit einem Kuss zeigen, dass ich es bin, den sie suchen?«
Jetzt erst erkennen die Jünger die Gefahr. »Jesus, sollen wir dich mit dem Schwert verteidigen?«, fragt einer der Jünger. »Nein«, sagt Jesus, »keine Waffen!« Aber es war schon zu spät. Einer schlägt mit dem Schwert dem Anführer der Truppe das rechte Ohr ab. Jesus ruft sofort: »Aufhören!« Und dann berührt Jesus das Ohr und heilt es. Einen kurzen Moment ist es ganz still. Hatte Jesus gerade wirklich denen geholfen, die ihn bedrohen? Jesus durchbricht die Stille und sagt: »Warum seid ihr hier mit Schwertern und Knüppeln angerückt? Ihr habt mich doch im Tempel gehört. Und trotzdem denkt ihr, ich bin ein Verbrecher? Aber ich weiß: Jetzt ist die Zeit der Gewalt und der Finsternis. Ich habe gespürt, dass ich es nicht aufhalten kann.«
Dann nehmen sie Jesus fest und bringen ihn weg.
Zitternd bleiben die Jünger zurück. Das haben sie nicht erwartet. Aber jetzt wird ihnen klar: Jesus hatte damit gerechnet. »Aber warum hat Judas das getan?«, schreit einer der Jünger hinaus. »Er hat sich doch so gut mit Jesus verstanden. Sie waren gute Freunde.« – »Ja, ich glaube, das ist das Problem«, sagt ein anderer. »Ich weiß, dass Judas den Zeloten sehr nahe steht. Und die wollen die Römer mit Waffen aus dem Land vertreiben. Judas hat mit Jesus oft diskutiert, dass seine Botschaft nur Erfolg haben wird, wenn sie zu den Waffen greifen. Darüber haben sie oft gestritten. Aber Jesus wollte auf keinen Fall Gewalt. Ich glaube, Judas hatte hiermit die Absicht, Jesus in eine Situation bringen, in der er endlich zum Schwert greifen muss. Aber da hat er sich vollkommen geirrt. Jesus ist stark geblieben. Er hat von der Liebe zu den Feinden gepredigt und jetzt haben wir erlebt, dass er auch so handelt.«
Die Jünger schauen sich an. Alle denken das Gleiche: »Was passiert jetzt mit Jesus? Was haben sie mit ihm vor? Und was passiert mit Judas? Er muss ja völlig verzweifelt sein.«
Mit Jesus in Jerusalem
Bastelbogen (2 x DIN A3: Karte/Kärtchen)
In eine stilisierte Jerusalemkarte werden sieben ausgeschnittene Bildkärtchen eingeklebt. Viele wichtige Ereignisse der Passionswoche können so von den Kindern räumlich grob zugeordnet werden.
€ 2,30 (ab 10 Ex. je € 2,20); Best.-Nr. 1649
Zur Planung des Kindergottesdienstes
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeDas wünsch ich sehr
(KuS 410, KKL 33, HuT 315, EGplus 104, MKL1 5);
Jesus zieht in Jerusalem ein
(EG 314, KuS 356, KKL 59);
Gott, du gehst mit uns auf allen unseren Wegen.
(Mit den Händen auf den Boden zeigen und einen Weg »zeichnen«)
Wie Jesus seinen schweren Weg gegangen ist,
(Hand auf Herz legen)
so gehst du auch mit uns. In Freude und in Leid.
(Hände nach oben öffnen)
Wenn der Weg dunkel und schwer ist,
(Hände über dem Kopf zu Dach formen)
dann hältst du deine schützende Hand über uns.
Gott segne unsere Augen,
dass wir sehen, wer Trost braucht.
(Hände vor die Augen legen)
Gott segne unsere Hände,
dass sie Liebe weitergeben – so wie Jesus.
(Hände öffnen)
Gott segne unsere Füße,
dass sie seinem Weg des Friedens folgen.
(Auf der Stelle Gehbewegungen machen)
So segne uns der Gott des Lebens –
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteEinfache Holzkreuze werden mit Herzen bemalt und verziert. Dazu eignen sich neben Farben auch Glitzer-, Schmuck- und Strasssteine sowie anderes Dekomaterial.
(siehe hierzu Tipp Sonntag, 29. März, Holzbausteine)
Heute machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Nicht nur von einer Station zur nächsten – wir gehen einen Weg mit Jesus.
(Kerze in Windlicht anzünden)
Wir erleben, was Jesus auf seinem letzten Weg passiert ist: ein Weg, der fröhlich beginnt,
aber bald schwer wird.
Auf diesem Weg ist Jesus nicht allein.
Und auch wir sind nicht allein.
Gott ist mit uns – auf jedem unserer Wege.
Wir gehen eine Runde und singen dabei: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Braune Stoffbahn als Weg legen. Mit Bauklötzen/Kartons einen Torbogen mit Mauer bauen und an das untere Ende der Stoffbahn setzen. Windlicht mit Kerze vor den Torbogen stellen. Palmzweige oder bunte Tücher bereitlegen.
1. Station Erzählung
Wir sind angekommen in Jerusalem,
der großen, lauten Hauptstadt von Israel.
Heute ist sie besonders voll.
Überall sind Menschen auf den Straßen.
Sie lachen, reden durcheinander,
denn bald wird ein großes Fest gefeiert.
Aus vielen Dörfern und Städten sind sie gekommen.
Auch Jesus ist unterwegs – mit seinen Freundinnen und Freunden.
Die Leute haben schon von ihm gehört.
Sie warten gespannt:
»Wann kommt er endlich?«
»Da! Da ist er!«
Sie sehen ihn. Jesus kommt den Weg herunter.
Aber nicht auf einem stolzen Pferd, wie ein König – Jesus reitet auf einem Esel.
»Auf einem Esel?«, fragen die Leute.
»Warum das denn?«
»Weil er einer von uns ist!«
»Jesus ist kein Krieger. Er bringt Frieden!«
»Erinnerst du dich an die Engel, damals in Bethlehem? Sie sangen: ›Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden!‹«
Da rufen alle: »Er ist gut zu uns!«
»Jesus bringt Frieden!«
»Er ist unser König!«
»Ein König des Friedens!«
Die Menschen legen ihre Kleider wie einen Teppich auf den Weg. Sie winken mit Palmzweigen und rufen laut durch die Straßen:
»Hosianna! Gelobt sei Gott!«
Noch lange hallt ihr Ruf in den Gassen nach:
»Hosianna! Jesus bringt Frieden!«
1. Station Aktion
Kinder winken mit Palmzweigen, legen bunte Tücher auf den Weg.
Die 1. Stophe »Jesus zieht in Jerusalem ein« wird gesungen. Dabei kann ausprobiert werden, das »Hosianna« mal laut, flüsternd, summend, brummend … zu singen.
1. Station Gebet
Wir beten: Jesus, die Menschen jubeln dir zu.
Auch wir freuen uns, dass du zu uns kommst.
Du bist einer von uns.
Du bringst Frieden in eine Welt voller Streit und Gewalt.
Du bist unser Friedenskönig. Hosianna! Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Auf der braunen Stoffbahn, oberhalb des Stadttors, kleinen »Marktstand« mit Münzen, Stofftüchern, Spieltieren und Körbchen gestalten.
Windlicht vor die Szene stellen.
2. Station Erzählung
Wir sind im Tempel.
Das ist der heiligste Ort der Stadt.
Aber was ist hier los?
Überall wird gehandelt, Geld klimpert,
Tiere schreien,
Menschen rufen durcheinander.
Wer viel Geld hat, kann Geld wechseln und sich Opfertiere kaufen.
Aber die Armen gehen leer aus.
Da wird Jesus zornig. Er ruft laut:
»Ihr habt aus dem Haus Gottes eine Räuberhöhle gemacht!«
Die Menschen schauen erschrocken.
Was meint er nur?
Jesus will, dass der Tempel ein Ort ist, wo man beten kann – nicht feilschen und kaufen.
Der Tempel ist ein Ort für alle:
für Arme und Reiche.
Niemand darf ausgeschlossen werden.
Doch manche Menschen sind wütend:
»Er stört die Ordnung!«
»Er macht Ärger!«
»Er ist gefährlich!«
»Er muss weg.«
Von nun an ist Jesus in Gefahr. Es wird eng für ihn. Sein Weg wird schwer.
2. Station Aktion
Alle stehen im Kreis. Nun wird ein Dreiwortsatz gesagt und reihum im Kreis gesprochen: »Alle – gehören – dazu.« Dabei sagt das erste Kind »alle«, das nächste »gehören« und das dritte »dazu«. Das vierte Kind fängt den Satz wieder an. So lange, bis alle im Kreis ein Wort gesagt haben.
Variante: In einer zweiten Runde kann der Satz variieren: »Alle sind willkommen«; »Alle sind wichtig.«
2. Station Gebet
Wir beten: Jesus, du hast dich geärgert,
weil Menschen ausgeschlossen wurden.
Auch wir ärgern uns,
wenn jemand ungerecht behandelt wird.
Du zeigst uns:
Gottes Liebe kann man nicht kaufen.
Danke, dass du uns liebst. Einfach so, wie wir sind. Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Auf der braunen Stoffbahn, oberhalb des Markstands, aus Naturmaterialien einen kleinen Garten gestalten.
Windlicht in den Garten stellen.
3. Station Erzählung
Es ist Abend geworden.
Jesus lässt die Schultern hängen.
Was ist mit ihm los?
Gerade hat er mit seinen Freunden zu Abend gegessen. Jetzt geht er hinaus.
In einen stillen Garten, unter dunkle Bäume, in die kühle Nachtluft.
Jesus will für einen Moment alleine sein.
Er sagt zu seinen Jüngern: »Bleibt hier und betet. Ich gehe ein Stück weiter.«
Er kniet sich hin und betet: »Vater, wenn du es willst, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein Wille soll geschehen,
sondern deiner.«
Geheimnisvoll klingen seine Worte.
Jesus zittert. Er hat Angst. Aber er vertraut Gott.
Und Gott stärkt ihn durch einen Engel.
(Engel dazustellen)
Als er zu seinen Freunden zurückkommt, schlafen sie. »Steht auf«, sagt Jesus.
»Betet, damit ihr stark bleibt.«
3. Station Aktion
Die Kinder schneiden den Umriss eines Engels aus und legen ihn in die Gartenszene.
3. Station Gebet
Wir beten: Jesus, auch du hattest Angst.
Im Gebet hast du neue Kraft gefunden.
Wenn wir Angst haben, sei du uns nah.
Hilf uns beten, wenn uns die Worte fehlen.
Zeig uns, wie stark das Beten macht.
Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Ein dunkelbraunes Tuch wird über die Engelschar gelegt. Darauf eine brennende Taschenlampe legen und das Windlicht dazustellen.
4. Station Erzählung
Einer von Jesu Freunden ist nicht mehr bei der Gruppe: Judas.
Er hat Geld bekommen, damit er zeigt,
wo Jesus ist.
Warum er das gemacht hat?
Wir wissen es nicht.
Vielleicht wollte er, dass Jesus etwas tut. Dass Jesus den Römern endlich mal zeigt, wer hier das Sagen hat.
In der Dunkelheit kommt Judas jetzt zu Jesus zurück. Hinter ihm sind Männer mit Fackeln und Schwertern.
Er geht direkt auf Jesus zu.
Er gibt ihm einen Kuss zur Begrüßung.
Ist das ein Erkennungszeichen?
Die Freunde von Jesus sind entsetzt.
Sie spüren, dass es nun ganz eng wird.
»Wir verteidigen dich!«, rufen sie.
Aber Jesus wehrt ab. Er sagt ruhig:
»Nein. Legt das Schwert weg.
Waffen zerstören. Ich will heilen.«
Da nehmen die Männer mit den Schwertern Jesus gefangen.
Die Dunkelheit fühlt sich jetzt noch dunkler an.
4. Station Aktion
Wer will, schließt die Augen.
Unsere Hände können viel Gutes tun. Jemandem helfen, zum Beispiel. Mit den Händen können wir anderen auch wehtun.
Macht mit beiden Händen eine Faust. Drückt die Faust so fest ihr könnt. Haltet die Spannung … und drückt noch ein bisschen fester. So fest, dass es fast schon wehtut. Haltet noch einen Moment aus.
Jetzt löst eure Hände. Entspannt sie.
Fühlt ihr einen Unterschied?
Unsere Hände können jetzt wieder Gutes tun. Sie sind frei und offen.
Macht nun wieder eure Augen auf.
4. Station Gebet
Wir beten: Jesus, für dich wurde es eng.
Doch deine Liebe blieb groß.
Du willst heilen, nicht verletzen.
Hilf auch uns, stark in der Liebe zu sein
– und nicht in der Gewalt.
Lass uns verbinden, was zerbrochen ist.
Lass uns Licht bringen, wo Dunkel herrscht.
Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Schwarze Stoffbahn quer über die braune legen (ein Kreuz entsteht). Windlicht in die Mitte des Kreuzes stellen.
5. Station Erzählung
Niemand ruft mehr »Hosianna!«
Jetzt schreien sie: »Kreuzige ihn!«
Und der römische Statthalter Pilatus spricht das Urteil: Jesus soll sterben. Am Kreuz.
Noch zwei andere Männer werden mit Jesus gekreuzigt.
Einige Zuschauer spotten: »Jetzt kannst du allen zeigen, dass Gott selbst dich geschickt hat: Also hilf dir doch selbst!«
Aber Jesus wird nicht wütend.
Jesus bleibt in seiner Liebe.
Dann betet er: »Vater, vergib ihnen,
denn sie wissen nicht, was sie tun.«
Selbst im Sterben liebt Jesus die Menschen.
Er hört nicht auf, an das Gute zu glauben.
Bis zuletzt.
(Kerze im Windlicht löschen)
Als Jesus gestorben ist, sagt einer der Soldaten leise: »Dieser Mensch war ein Gerechter.«
Ja, das Gute ist nicht verschwunden.
5. Station Aktion
Kinder dürfen ein Herz aus Papier auf das Kreuz legen.
5. Station Gebet
Wir beten:
Jesus, du hast das Böse mit Liebe besiegt.
Du hast gebetet für die, die dir wehgetan haben.
Liebe ist stärker als Hass und Gewalt.
Liebe ist sogar stärker als der Tod.
Pflanze diese Liebe auch in unsere Herzen.
Amen.
Wir gehen ein Stück weiter und begleiten Jesus auf seinem Weg. Dabei singen wir: »Das wünsch ich sehr« (Windlicht mitnehmen).
Gestaltung: Gelbes Tuch spiralförmig in die Mitte des Kreuzes legen, Windlicht darauf stellen. Gelbe Papierstreifen wie Sonnenstrahlen drumherumlegen.
6. Station Erzählung
Ist der Weg nun zu Ende? Nein. Gott überlässt dem Dunkel nicht das letzte Wort.
Drei Tage später geschieht etwas, das alles verändert.
(Kerze im Windlicht wieder anzünden)
Licht vertreibt die Dunkelheit.
Das Leben siegt über den Tod.
Gott macht alles neu.
6. Station Aktion
Alle stehen im Kreis und singen »Das wünsch ich sehr«. Dabei wird die Kerze im Windlicht einander weitergegeben.
6. Station Gebet
Wir beten:
Jesus, der Tod hat nicht das letzte Wort.
Die Liebe hat den Tod besiegt.
Bald feiern wir Ostern. Lass uns in unserem Leben Osterspuren finden. Amen.
Wo einer dem andern neu vertraut
(EG WUE 551, KuS 134, HuT 45)
Engel aus Pappmaché
Dieser Engel aus Pappmaché kann mit unterschiedlichen Farben angemalt und gestaltet werden, insbesondere Acryl- und Wasserfarben eignen sich sehr gut.
Der Engel kann aufgestellt oder an der Schlaufe aufgehängt werden.
Größe: 14 cm hoch, 11 cm Flügelbreite
€ 2,40 (ab 10 Ex. je € 2,10);
Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 2/2025 Labyrinth
zur Reihe Passion und Ostern nach Matthäus

Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeEr ist das Brot, er ist der Wein (EG 228, KuS 270)
(nach Psalm 121; KuS 672)
(Psalm 31; KuS 653)
Gott, manchmal machen wir das Falsche.
Manchmal reden wir,
obwohl wir besser nichts gesagt hätten.
Manchmal schweigen wir,
obwohl reden besser gewesen wäre.
Manchmal verletzen wir Menschen,
die wir eigentlich liebhaben.
Judas hat einen großen Fehler gemacht, Gott.
Bewahre uns davor, Menschen weh zu tun.
Und wenn wir es doch getan haben,
dann hilf, dass wir unseren Fehler erkennen.
Und halte uns trotzdem fest in deiner Liebe.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteEin »Irrgarten« mit mehreren Sackgassen und einem Lösungsweg wird gestaltet (je nach Raumgröße des Raumes mit entsprechendem Material wie z. B. Seilen, Stühlen, Bausteinen, ausgerolltem Toilettenpapier). Die Wegbreite sollte mindestens 30 cm betragen, damit ihn Kinder alleine oder in kleinen Gruppen durchlaufen können.
Und so geht‘s:
Ein Kind versucht es alleine. Verrennt es sich auf dem Weg und bleibt in einer Sackgasse stecken (wie Judas), erfüllt es dort eine kleine Aufgabe (z. B. 10 Kniebeugen). Dann setzt es die Suche nach dem richtigen Weg fort. In jeder Sackgasse wartet eine andere Aufgabe (20 Sekunden auf einem Bein stehen; ein Lied singen …).
Spielvariante 1:
Bei einer härteren Variante wird das Kind in einer Sackgasse aufgefordert, den Irrgarten sofort zu verlassen und sich für eine bestimmt Zeit von der Gruppe zu entfernen. (Es fühlt sich dadurch ausgeschlossen und ist vielleicht enttäuscht.)
Spielvariante 2:
Wenn das Kind in eine Sackgasse kommt, eilen andere zu Hilfe und gehen gemeinsam zum Startpunkt zurück, um gemeinsam erneut zu starten und den Weg zum Ausgang zu finden. Bei dieser Variante werden auch »Fehlversuche« (Sackgassen) gemeinsam korrigiert.
Am Ende können im Gespräch die verschiedenen Erfahrungen der Kinder angesprochen werden (sich verrannt haben, alleine fühlen, Hilfe bekommen oder anbieten).
Wie »Faules Eis« mit einem gebastelten Kussmund aus Tonkarton, der evtl. beschwert ist.
Schwere Steine werden mit Kussmündern bemalt. Jedes Kind bekommt zum Abschied einen in die Hand gedrückt – mit seiner vollen Schwere.
Erzählung für JüngereJesus ist mit seinen Freunden nach Jerusalem gegangen. Da ist der Tempel. Der Tempel ist ein großes Haus für Gott, mit einem goldenen Dach. Schon von weitem kann man es sehen. Viele Menschen sind nach Jerusalem gekommen. Große, kleine, alte, junge. Was für ein Gewusel das ist! Die Stadt ist ganz voll. Manche von den Menschen kennen Jesus. Und viele haben von ihm gehört. »Jesus – der kann von Gott erzählen wie niemand sonst«, sagen sie. »Jesus kann uns die Bibel erklären, dass wir alles verstehen«, sagen andere. »Er hat sogar die Kinder gesegnet, die sonst nicht wichtig sind«, erzählen wieder andere. »Ja, Gott hat uns Jesus geschickt. Er ist unser Heiland.«
Auch viele römische Soldaten sind in der Stadt. »Das ganze Land gehört uns Römern!«, sagen sie. »Und alle müssen uns gehorchen!« Die Menschen mögen die römischen Soldaten nicht. Und den römischen Soldaten ist es unheimlich, dass da so viele zum Tempel gehen. Die römischen Soldaten haben andere Tempel. Als sie merken, dass so viele Menschen Jesus gut finden, werden sie ganz böse. »Die Menschen tun hier so, als sei Jesus ihr König«, sagen sie. »Dabei stimmt das doch nicht. Unser Kaiser ist hier der König. Wir sind hier die Chefs!« Die Römer wollen Jesus umbringen.
Aber wie können sie Jesus finden? Die Stadt ist groß. Und es sind so viele Menschen. Viele erzählen von Jesus, doch nirgends ist dieser Jesus zu finden.
Jesus ist in der Stadt, und seine Freunde sind immer bei ihm. Jesus ahnt, dass bald etwas Schlimmes passiert. Aber er weiß auch: »Gott ist bei mir. Auch dann, wenn ganz Schlimmes passiert.«
Einer von Jesu Freunden heißt Judas. Er sagt den Römern: »Ich verrate euch, wo ihr Jesus finden könnt!« Ich weiß nicht, warum Judas das tut.
Doch Jesus ahnt, dass Judas ihn den Römern verrät. Deshalb ist Jesus traurig. Aber böse ist ist auf Judas nicht.
Abends haben sie ein Festessen miteinander. In allen Häusern in Jerusalem feiern die Menschen an diesem Abend. Es ist ein bisschen wie heute bei uns an Weihnachten. Jesus weiß schon alles, obwohl es ihm niemand gesagt hat. Er weiß, dass Judas den Römern sagen wird, wo sie ihn finden. Doch Jesus schickt Judas nicht fort. »Gott wird es so machen, wie es richtig ist«, denkt Jesus. Manchmal machen Menschen falsche Sachen. Und manchmal wissen sie noch nicht einmal selbst, warum sie das tun.
Vielleicht denkt Judas: »Wenn jetzt Soldaten kommen und Jesus verhaften, dann ruft Jesus alle Engel zu Hilfe. Und die kommen dann und verjagen die Soldaten. Im ganzen Land. Und dann wird alles gut.« Vielleicht denkt er das. Ich weiß es nicht. Judas zeigt also den Soldaten, wo sie Jesus finden. Damit sie nicht aus Versehen den falschen festnehmen, gibt er Jesus zur Begrüßung einen Kuss. So hat er es mit den Soldaten verabredet. Und dann nehmen sie Jesus mit.
Aber Jesus ruft nicht die Engel. Niemand verjagt die Soldaten. Die Freunde von Jesus bekommen stattdessen große Angst. Und Judas denkt: »Ich hab einen schrecklichen Fehler gemacht.« Judas ist sehr traurig.
Erzählung für ÄltereAls Joshi an diesem Mittag von der Schule kommt und gleich in die Küche stürmt, merkt seine Oma sofort, dass etwas nicht in Ordnung ist. »Hallo Joshi, wie schön, dass du da bist«, sagt sie freundlich. Aber da bricht es schon aus Joshi heraus: »Jonas ist so ein Judas! So fies, so gemein! Ich werde nie wieder ein Wort mit ihm reden!« Fast scheint es, als würde er vor Wut weinen. »Jetzt setz dich erstmal hin und trink ein Glas Saft«, sagt Oma. »Und dann erzähl ganz ruhig der Reihe nach. Jonas, das ist doch eigentlich dein Freund, oder?«
Joshi stürzt das Glas hinunter, und es sieht so aus, als glitzerten ein paar Tränen in seinen Augen. »Das ist es ja! Wenn es Kevin gewesen wäre, der ist sowieso ein Hinterfotz, das weiß jeder!« – »Na, das ist jetzt auch kein schönes Wort«, unterbricht ihn die Oma. »Aber Jonas muss doch zu mir halten! Denk mal, ich hab doch die Mathehausaufgaben nicht gemacht …« – »Und warum nicht?«, unterbricht ihn die Oma streng. »Nicht schimpfen, Oma, das war ganz aus Versehen! Ich wollte sie nach dem Fußball machen, und dann hab ich geduscht, und dann gab es schon Abendessen, und dann hab ich sie einfach vergessen. Und in der Pause wollte ich sie schnell abschreiben, und Jonas hat mich einfach nicht gelassen, stell dir vor. Das war schon gemein. Und dann hat er doch tatsächlich, kaum war Herr Schupfner in der Klasse, ganz laut gesagt: >Der Joshi hat keine Hausaufgaben!< So ein Judas!« »Wie kommst du denn darauf, dass Jonas ein Judas ist?«, fragt die Oma. »Weißt du überhaupt, wer der Judas war?« – »Na, so ein Fiesling halt. Ein ganz übler Fiesling. So einer wie Jonas und Kevin zusammen.«
Die Oma setzt sich an den Küchentisch und fängt an, den Obstsalat für den Nachtisch zu schnippeln. »Ob er wirklich so gemein war, da bin ich mir gar nicht sicher«, sagt sie nachdenklich. »Denn erstmal war er ein guter Freund von Jesus.« – »Echt jetzt?«, fragt Joshi. »Aber wenn er ein Freund von Jesus war, dann war er doch sicher nicht fies. Jesus hatte doch bestimmt nur tolle Freunde!« »Naja, die haben auch manchmal Fehler gemacht. Alle machen doch Fehler. Du hast zum Beispiel deine Hausaufgaben nicht gemacht. Und Jonas kann ja auch sehr lieb sein. Wo ihr vor zwei Wochen mal zusammen zum Mittagessen hier wart, da fand ich ihn eigentlich sehr nett und höflich …« – »Ja schon, aber heute war er fies. Und was hat Judas Fieses gemacht?« – »Weißt du das nicht? Du hast doch gemeint, Jonas sei ein Judas. Wie kamst du denn da drauf?« »Weiß nicht. Ich glaub, Opa hat das Wort mal gebraucht. Ich denk, das heißt hundsgemein?«
»Judas muss eigentlich schon ein feiner Kerl gewesen sein«, denke ich, »sonst wäre er sicher nicht mit Jesus umhergezogen. Er war jedenfalls auch dabei, als Jesus mit seinen Freunden nach Jerusalem reiste. Da war doch der große Tempel. Und da sind immer ganz viele Menschen gewesen. Und als Jesus kam, haben viele gesagt: >Jesus, dich hat bestimmt Gott geschickt! Du bist unser König!<« – »König? Echt?« – »Naja, so etwas ähnliches. Er war ja ein Lehrer der Bibel. Und viele haben gemerkt: Wenn Jesus erzählt und spricht, und manchmal sogar Menschen gesund macht, dann ist Gott ganz nahe. Die Römer jedenfalls, die damals überall waren, die haben das mitgekriegt. Und die dachten: >Wenn alle auf den Jesus hören, dann gehorchen sie uns nicht mehr. Der Jesus, der muss weg.< Und da wollten sie ihn umbringen. Da waren die Römer damals ganz schnell mit.« – »Das ist ja ganz gemein! Und was hat Judas damit zu tun? Was hat der jetzt Fieses gemacht?«
»Tja«, sagt die Oma und schält eine Birne. »In der Bibel steht, dass er den Soldaten erzählt hat, wo sie Jesus finden können, um ihn zu verhaften. Die Stadt war ja voller Menschen. Gar nicht so leicht, da jemanden zu entdecken. Judas sagte: >Ich kann euch den Jesus zeigen.< Und dann ging er mit den Soldaten dorthin, wo Jesus war. Und damit sie den richtigen mitnehmen, begrüßte Judas den Jesus ganz freundlich und gab ihm einen Kuss auf die Backe.« – »Und dann haben sie ihn verhaftet? Boah, war das gemein von Judas! Warum hat er das gemacht? Wo er doch ein Freund war«, fragt Joshi ganz empört. »Ja, das weiß ich nicht. Und das steht auch nicht in der Bibel. Genauso wenig weiß ich, warum Jonas dem Herrn Schupfner gesagt hat, dass du keine Hausaufgaben hast. Manchmal machen Menschen einfach falsche Sachen. Ich hab freilich einmal einen Grund gehört, den Judas vielleicht gehabt hat.« – »Und welcher ist das?«, fragt Joshi interessiert. »Vielleicht wollte Judas, dass Jesus endlich alle Engel zu Hilfe ruft und die Römer aus Jerusalem hinauswirft. Und er hat gemerkt, dass Jesus das nicht will. Aber dann hat Judas gedacht: >Wenn Jesus jetzt verhaftet wird, dann kommen bestimmt ganz viele Engel und helfen ihm.<« – »Die kamen aber gar nicht, nicht wahr?« – »Richtig, die kamen nicht. Und Judas merkte, dass er einen schrecklichen Fehler gemacht hat.
Aber jetzt essen wir zu Mittag.
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum ThemaDa kräht der Hahn.
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeBleibet hier und wachet mit mir (KuS 369, KKL 98, HuT 128)
Eingeleitet mit dem Satz: »Wir beten Worte, die Jesus gesagt hat.«
Herr Jesus Christus,
alle haben dich allein gelassen,
als du verhaftet wurdest.
Obwohl sie deine Freunde waren.
Und obwohl sie dich liebhatten.
Sogar Petrus hat dich im Stich gelassen.
Manchmal sind wir auch allein,
und niemand ist da – obwohl es gut wäre.
Dann können wir an dich denken.
Dann bist du da.
Sei du bei allen Menschen,
die sich ganz allein fühlen.
Und hilf, dass wir andere nicht allein lassen.
Dass niemand in der Schule ausgegrenzt oder ausgelacht wird.
Und dass wir mutig sind
und den Mund aufmachen,
wenn andere im Stich gelassen werden.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteZwei Kinder stehen hintereinander. Das vordere lässt sich nach hinten fallen. Das hintere fängt das fallende Kind auf. (Beruht auf absoluter Freiwilligkeit!)
Anschließend Reflexionsrunde:
Gute Anleitungen finden sich im Internet (z. B. unter folgenden Stichworten: Familienleben Freundschaftsbänder).

Material: Pappteller, Schere, Bleistift, etwas Tonpapier (rot und gelb), Klebstoff, Wackelauge oder schwarzer Stift, je eine Schablone für Hahnenkamm, Kehllappen und Schnabel.
Und so geht’s: Der Hahnkörper ist aus einem halben Pappteller, die Schwanzfedern werden aus einem Viertel Pappteller ausgeschnitten. Hahnenkamm und Kehllappen auf rotes, den Schnabel auf gelbes Tonpapier aufmalen und ausschneiden. Anschließend das alles und das Wackelauge an den Körper ankleben (oder aufmalen).

Material: Pro Hahn eine Klopapierrolle, rotes Tonpapier für Hahnenkamm und Schnabel, bunte Tonpapierreste, Klebstoff, Schere, schwarzer Stift zum Augen aufmalen (oder Wackelaugen), 2 Wäscheklammern, je eine Schablone für Hahnenkamm und Schnabel.
Und so geht’s: Für die Federn aus den Tonpapierresten schmale Streifen schneiden und leicht kringeln (mit der Scherenkante vorsichtig drüberziehen). Anschließend Hahnenkamm und Schnabel ausschneiden. Die Klopapierrolle oben zusammendrücken. Den Schnabel vorne ankleben, alles andere zwischen die Klopapierrolle oben. Mit den Wäscheklammern fixieren, bis alles getrocknet ist. Dann noch die Augen aufmalen (oder ankleben).
Der Kreuzweg Jesu
Bildkarten für das Kamishibai-Erzähltheater
11 stabile, ansprechende DIN-A3-Bilder plus gebrauchsfertigem Erzählvorschlag.

€ 18,00; Best.-Nr. 32631

zu Osterblume Bastelbogen, rechts:
Osterblume
Bastelbogen
Außer der Geschichte von Judas (13.04.) und Petrus (17.04.) erzählen die Blütenblätter noch weitere Geschichten dieser Reihe: vom Abendmahl bis zur Auferstehung. Die Illustrationen können die Kinder auf einer Seite selbst ausmalen.

€ 1,20 (ab 10 Ex. je € 1,10); Best.-Nr. 1723
Passion und Ostern
Doppel-Figurenset für die Erzählschienen
20 stabile Bildkarten plus Textvorschlag erzählen anschaulich Passion und Ostern nach Lukas.


€ 20,00; Best.-Nr. 1663
Erzählung für JüngereJesus sitzt mit seinen Freunden zusammen. Sie feiern ein Fest. In der ganzen Stadt feiern sie das Fest. Überall. Die Menschen denken daran, wie Gott sein Volk aus Ägypten befreit hat. Damals mussten ihre Vorfahren in Ägypten schwer und hart arbeiten. Gott hat die Menschen davon befreit. Deshalb feiern sie heute. Wie jedes Jahr. Es ist ein fröhliches Fest. Eigentlich. Aber die Freunde von Jesus merken, dass etwas nicht stimmt.
Warum schaut Jesus so ernst? Warum sieht er so traurig aus? Jesus weiß, dass er bald sterben wird. Die Römer werden ihn töten. Bald werden sie nicht mehr beieinander sitzen können. Bald wird er nicht mehr da sein. Nicht mehr so wie jetzt. »Bald werdet ihr mich alle allein lassen«, sagt Jesus plötzlich. Da werden sie ganz traurig. Vielleicht sogar ein bisschen wütend. »Wie kommst du darauf, Jesus? Nie werden wir dich alleine lassen. Immer werden wir jedem sagen, dass du unser Freund bist.« Petrus sagt das besonders laut. Aber Jesus sagt zu ihm: »Bevor der Hahn morgen früh kräht und alle weckt, da wirst du dreimal gesagt haben: Ich kenne keinen Jesus!«
Petrus versteht nicht, was Jesus da sagt. Er sagt: »Niemals wird das passieren! Immer werde ich sagen, dass ich dich kenne. Du bist doch mein Freund und mein Lehrer.« Da nimmt Jesus das Brot und bricht es in Teile, damit alle etwas bekommen. So hat er das immer gemacht. Aber dann sagt er auf einmal: »Ich werde bald sterben. Später, wenn ich gestorben bin, dann sollt ihr immer wieder zusammen kommen und das Brot auch so brechen und verteilen. Und wenn ihr es dann miteinander esst, dann werde ich bei euch sein.«
Seine Freunde schauen sich an. Sie wollen nicht, dass Jesus stirbt. Aber es ist schön, was Jesus da gesagt hat.
Dann kommen Soldaten. Sie nehmen Jesus mit. Alle seine Freunde laufen davon, ganz schnell. Sie haben Angst. Vielleicht verhaften die Soldaten sie auch noch? Nur Petrus läuft nicht weg. Er läuft den Soldaten und Jesus hinterher. Aber aus sicherer Entfernung. Er hat auch Angst. Aber er will in der Nähe von Jesus bleiben. Und er will wissen, was passiert. Dann kommen sie in einen Hof. Jesus wird von fremden Leuten ausgefragt. Petrus stellt sich ganz hinten in die Ecke. Da vorne sieht er Jesus.
Da kommt plötzlich eine Frau zu ihm. »Hey«, sagt sie, »du gehörst doch auch zu dem Jesus?« Petrus erschrickt. Er hat Angst. Er sagt ganz schnell: »Nein, wen meinst du? Den kenn ich gar nicht.« Dann kommt noch eine Frau. Sie sagt: »Du bist doch ein Freund von Jesus! Ich hab dich doch schon mal zusammen mit ihm gesehen!« Petrus hat noch immer Angst. Verhaften sie ihn vielleicht auch? »Du musst mich verwechseln, den kenn ich nicht«, sagt er ganz schnell. Dann kommt noch eine dritte dazu. »Du schwindelst!«, sagt sie ganz laut. »Du kommst doch aus der gleichen Gegend. Du redest genau so wie dieser Jesus!« Petrus wird rot. Er hat Angst. »Lasst mich in Ruhe!«, sagt er ganz laut. »Ich habe nichts mit dem zu tun! Ich kenn den gar nicht!« Dann ist es ganz still im Hof. Nichts ist zu hören. Nur vorne reden die Soldaten mit Jesus. Auf einmal kräht irgendwo ein Hahn. Petrus erstarrt vor Schreck. Er denkt daran, was Jesus zu ihm gesagt hat: »Bevor der Hahn kräht, wirst du dreimal sagen: Ich kenne keinen Jesus!«
Petrus wäre so gern ein besserer Freund. Er muss weinen.
Erzählung für ÄltereJoshi ist sehr glücklich an diesem Mittag. Oma hat Pfannkuchen gemacht. Er hat schon seinen dritten verputzt, als ihm etwas einfällt: »Nicht wahr, Oma, die anderen Freunde von Jesus, also die außer dem Judas, das waren aber richtig gute Freunde?« – »Wie gut, dass du mich daran erinnerst. Ich wollte dir ja die Geschichte weitererzählen … Ja, ich glaub schon, dass sie alle richtig gute Freunde waren. Auch den Judas hat Jesus sicher gemocht. Und bestimmt haben das auch alle gemerkt, als sie beim Pessachfest abends zusammensaßen und gegessen haben. Dennoch war die Stimmung irgendwie komisch. Vielleicht ahnten sie, dass die Römer Jesus etwas antun würden. Jesus selbst wusste es ganz genau.
Beim Essen hat Jesus dann ein Brot genommen, es in Stücke gebrochen und verteilt, wie er es schon oft gemacht hat. Aber dann hat er gesagt: >So wie das Brot zerbrochen wird, so werden sie auch mich zerbrechen. Aber ich werde trotzdem bei euch sein. Ihr sollt immer wieder zusammenkommen und das Brot miteinander teilen. Und ihr sollt etwas trinken. Dann bin ich bei euch.<«
Joshi hat der Oma mit offenem Mund zugehört, obwohl er nicht alles versteht.
»Hat das die Jünger nicht schrecklich traurig gemacht?«, fragt er. »Bestimmt«, antwortet Oma. »Da sagte Jesus noch etwas, und da sind sie dann richtig erschrocken: >Bald werdet ihr mir alle untreu sein. Ihr wollt nichts mehr mit mir zu tun haben.« – »Was?«, ruft Joshi empört. »Das wäre ja ganz gemein. Sie waren doch Freunde! Warum sollten sie da nichts mehr mit Jesus zu tun haben wollen?« – »Ja, das hat der Petrus auch gedacht und gleich widersprochen: >Selbst wenn dich alle im Stich lassen, ich werde das ganz bestimmt nicht tun!« – »Das finde ich klasse von Petrus«, sagt
Joshi zufrieden. »Tja, aber Jesus hat dann zu ihm gesagt: >Petrus, wenn der Hahn morgen früh kräht, hast du dreimal gesagt, dass du mich gar nicht kennst.<« – »Und? War das so?«, will Joshi wissen.
»Nun, nicht lange nach diesem Abendessen wurde Jesus von Soldaten verhaftet. Die Jünger waren schrecklich traurig. Und sie hatten Angst.« – »Das hätte ich wohl auch«, murmelt Joshi leise. »Schließlich hätten auch sie verhaftet werden können.« – »Deshalb liefen sie alle auch schnell weg«, erzählt die Oma weiter. »Nur Petrus, der ist ihnen heimlich hinterhergegangen. Die Soldaten haben Jesus ins Haus des Hohepriesters gebracht, der ihn verhören wollte. Petrus hat sich im Hof davor ans Feuer gestellt. Dort wollte er abwarten, was mit Jesus weiter passiert.
Im Hof waren noch andere Menschen. Plötzlich kam eine Frau auf Petrus zu, schaute ihn genau an und sagte: >Du gehörst doch auch zu diesem Jesus. Ich hab dich schon mal mit ihm zusammen gesehen.< Petrus erschrak und sagte ganz schnell: >Keine Ahnung. Den kenn ich nicht.<« – »Na, da hat er aber nochmal Glück gehabt«, sagt Joshi. »Das hat Petrus wahrscheinlich auch gedacht. Aber es kam noch eine zweite Frau. Auch die sagte: >Ja, du bist ein Freund von Jesus.< Wieder antwortete Petrus ganz schnell und jetzt schon ein wenig ärgerlich: >Nein, ich habe keine Ahnung, was du meinst.< Doch als sich dann eine dritte Frau vor ihn stellte und ganz laut sagte: >Klar gehörst du zu Jesus! Du redest doch auch genauso wie er. Ihr kommt aus der gleichen Gegend<, da sagte Petrus genauso laut: >Nein! Ich kenne diesen Jesus nicht!< Da endlich haben sie ihn in Ruhe gelassen.«
»Puh, da bin ich aber froh«, sagt Joshi erleichtert. Doch Oma fährt fort: »In diesem Moment hörte Petrus einen Hahn krähen. Da ist er weggerannt und hat bitterlich geweint.« Joshi fasst sich an den Kopf und ruft: »Natürlich! Der Hahn! Jesus hatte recht gehabt. Und auch der Hahn hat’s gewusst.« – »Na, ob der Hahn das gewusst hat, weiß ich nicht«, schmunzelt die Oma, »aber Petrus war sehr traurig. Er wäre Jesus gerne ein besserer Freund gewesen.«
Joshi überlegt eine Weile. Dann sagt er: »Ich glaube, Petrus hat den Jesus trotzdem liebgehabt. Er hatte halt Angst. Meinst du, Jesus war deshalb auf Petrus böse?« Oma denkt eine Weile nach. »Ich glaube nicht. Ich denke, Jesus hat Petrus verstanden. Aber traurig wird er wohl trotzdem gewesen sein.« – »Das glaub ich auch«, sagt Joshi. Und Oma meint: »Und jetzt werden Hausaufgaben gemacht.« Jetzt ist Joshi ein bisschen traurig. Denn er hört seiner Oma so gerne zu.
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeHolz auf Jesu Schulter (EG 97, KuS 98);
Als Jesus gestorben war
(KuS 100, KKL 99, MKL1 113);
Es geht ein Weinen um die Welt
(KuS 102, KG 55)
Psalm 22 (KuS 649)
Ganz allein und ganz verzweifelt warst du, als du gestorben bist, Herr Jesus Christus.
Dabei hast du den Menschen nur Liebe
gepredigt und gezeigt.
Es ist schlimm, dass du so sterben musstest.
Es ist schlimm, wenn Menschen sterben,
und sie dann so sehr fehlen.
Aber weil du gestorben und auferstanden bist,
brauchen wir keine Angst vor dem Tod haben.
Du lässt uns nicht allein.
Du hältst in deiner Hand alle Menschen,
die gestorben sind.
Ganz fest. Das ist gut.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteIn kleinen Gruppen kann die heutige Geschichte (auch einschließlich Abendmahl und Verleugnung) begleitet von einer »Massage« noch einmal erzählt werden. Dabei »gehen« die Finger und Hände Wege und Bewegungen auf dem Rücken des Vorderkindes nach oder verweilen, klopfen, trommeln …
Mit dunklen Tüchern wird ein großes Kreuz auf den Boden gelegt. Auf möglichst dunkles Papier schreiben die Kinder in Stichworten, was sie bedrückt, herausfordert, ihnen wehtut und sie traurig macht. Anschließend besprechen.
Bis Ostern liegen lassen oder erneut auslegen.
Zwei (gesammelte) Stöcke mit Wolle/Schnur zu einem Kreuz binden und anschließend mit bunter Wolle umwickeln. Was gibt Trost in dieser schweren Zeit? Was hat Jesus wohl gestärkt für seinen schweren Weg? Was hat ihn ermutigt, weiterzumachen und nicht zu verzweifeln?
Labyrinth zum Rätseln und Bearbeiten. Die einzelnen Geschichten können von den Mitarbeitenden/Kindern mit Symbolen hineingemalt werden: Brot = Abendmahl; Ketten = Verhaftung; Hahn = Verleugnung.
(Grafik: Magdalena Hoffmann)

Das Labyrinth könnt ihr kostenfrei herunterladen.
Erzählung für JüngereSoldaten sind gekommen und nehmen Jesus gefangen. Als ob er etwas Schlimmes getan hat. Aber das stimmt gar nicht. Jesus hat den Menschen doch geholfen. Und er hat ihnen erzählt, wie sehr Gott sie liebhat. Doch Soldaten befolgen Befehle. Ihr Kommandant hat ihnen befohlen: »Nehmt Jesus fest!« Und deshalb haben die Soldaten Jesus festgenommen. Der Kommandant denkt: »Die Leute behandeln Jesus wie einen König. Sie jubeln ihm zu. Sie hören auf ihn. Sie tun, was er sagt. Aber Jesus ist doch gar kein König. Der König – das ist der Kaiser in Rom. Und hier in Jerusalem bin ich sein Vertreter. Hier müssen die Leute tun, was ich sage.« Deshalb denkt der Kommandant: »Ich muss Jesus töten lassen. Dann merken die Menschen, wer hier was zu sagen hat, nämlich ich. Ich bin der Vertreter des Kaisers.«
Zwei andere Männer lässt der Kommandant auch verhaften. Sie sollen auch getötet werden. Aber sie haben wirklich was Schlimmes getan. Anders als Jesus.
Die Soldaten bringen die drei Männer aus der Stadt hinaus. Und dann machen sie Jesus am Kreuz fest. Das tut sehr weh. Und dann hängt Jesus am Kreuz. Und die beiden anderen Männer auch. Wer lange am Kreuz hängt, stirbt. Jesus weiß das. Seine Freunde sind alle weggegangen. Sie haben Angst. Angst, dass die Römer ihnen auch etwas tun. Sie haben sich irgendwo versteckt.
Die Soldaten bewachen die Kreuze. Dabei ist das gar nicht nötig. Jesus und die Männer sind so fest an die Kreuze gebunden, dass sie nicht heruntersteigen können. Das Oberkleid, das Jesus getragen hat, teilen die Soldaten unter sich auf. Jesus braucht es ja nicht mehr. Weil sie sich nicht einigen können, wer es bekommt, losen sie es aus.
Manchmal kommen Leute vorbei. Sie wollen schauen. Sie denken: »Das sind alles Verbrecher. Die hängen schon zu Recht am Kreuz.« Und sie sagen den Veruteilten nichts Schönes. Jesus fühlt sich ganz allein. Er denkt: »Niemand ist da. Auch Gott, mein Vater im Himmel, ist nicht da.«
Ob das stimmt?
Es dauert lange. Dann stirbt Jesus. Seine Freunde sind schrecklich traurig. Sie weinen. Einer fragt sich: »Jesus hat doch gesagt: >Ich bin immer bei euch.< Was er wohl damit gemeint hat?«
Erzählung für ÄltereJoshi sitzt mit seiner Oma am runden Tisch im Bastelzimmer. Da ist es nicht schlimm, wenn man beim Malen mal kleckst. »Der Tisch ist sowieso schon bunt«, sagt die Oma. Die beiden haben Eier ausgepustet, für Ostern. Jetzt werden die Eier angemalt. Ganz vorsichtig, denn sie zerbrechen schnell.
Joshi grübelt über etwas. Dann sagt er: »Oma, vor Ostern ging es dem Jesus ganz schlecht. Da musste er doch sterben. Der Kevin hat nämlich gesagt, das würde gar nicht stimmen.« – »Natürlich stimmt das. Sonst könnten wir doch auch nicht Ostern feiern«, antwortet die Oma. »Das hab ich ihm auch gesagt«, sagt Joshi zufrieden. »Aber der Kevin ist eben ein bisschen dumm.« – »Deshalb ist er doch nicht dumm«, meint Oma. »Vielleicht kennt er die Geschichte einfach nicht.«
»Erzählst du sie für mich nochmal?«, bittet Joshi. Er möchte nicht weiter über Kevin reden. »War der Jesus eigentlich ganz allein, als er starb? Und warum musste er überhaupt sterben?« – »Du stellst ganz schön schwere Fragen«, seufzt Oma. Doch nach einiger Zeit erzählt sie: »Die Römer haben Jesus ja verhaftet. Seine Freunde haben das überhaupt nicht verstanden. Jesus hatte ja nichts Böses gemacht. Im Gegenteil! Er hat den Menschen von Gott erzählt. Und dass sie gut und liebevoll miteinander umgehen sollen. Er hat ihnen die Bibel erklärt. Und gesagt, dass Gott ihnen ganz nahe ist. Manche Menschen hat er auch geheilt. Aber die Römer haben das gar nicht verstanden. Sie haben nur gemerkt, dass viele Menschen Jesus für so eine Art König halten.« – »Einen König?«, fragt Joshi. »So mit Krone und Schloss und Soldaten?« – »Eben nicht. Die Menschen dachten : >Jesus ist ein ganz besonderer König. Einer, der keine Soldaten hat und keine Kriege führt. Einer, der von Gott erzählt, wie niemand sonst.< So ein König ist Jesus.« – »Also dann vielleicht ein Himmelskönig«, schlägt Joshi vor. »Ja! >Heiland< haben die Menschen Jesus genannt. Und >Messias<. Oder >Christus<.
Aber die Römer dachten: >Hier gibt’s keinen Extra-König, hier gibt’s nur den Kaiser von Rom. Und hier in Jerusalem dann seinen Vertreter. Das ist Pontius Pilatus. Sonst gibt es niemanden. Und wenn da jemand ist, über den die Menschen sagen oder der das von sich selbst behauptet, dass er ein König ist, bringen wir ihn um.< Deshalb, Joshi, haben sie Jesus gefangen genommen und zum Tod verurteilt.« – »Wie schrecklich«, sagt Joshi leise und malt auf sein Ei schwarze Tupfen. »Dann haben sie Jesus ans Kreuz gehängt, nicht wahr?« – »Ja, so haben die Römer viele Verurteilte hingerichtet. Wenn ein Mensch lange am Kreuz hängt, stirbt er.« Joshi ist eine Weile ganz still und malt weiter schwarze Tupfen.
Dann fragt er: »Und war Jesus wirklich ganz allein?« – »Nun, die Soldaten waren da«, sagt Oma. »Die haben unter sich die Kleider verteilt, die Jesus an hatte. Das war so üblich. Und neugierige Leute kamen vorbei, um zu gucken. Viele sagten gemeine Sachen zu Jesus. Zusammen mit Jesus wurden noch zwei andere gekreuzigt. Die hatten wirklich Verbrechen begangen.« Oma macht eine Pause. Dann fährt sie fort: »Aber jemanden, der ihn lieb gehabt hat, hatte Jesus nicht in seiner Nähe.« – »Das ist nicht schön«, sagt Joshi. »Das ist ja so wie im Krankenhaus.« – »Im Krankenhaus?«, fragt die Oma erstaunt. »Ja, wo ich die Mandeln rausgekriegt hab. Am Abend vor der Operation konnte ich nicht schlafen. Mama und Papa waren nach Hause gegangen. Und du warst auch nicht da. Da war ich ganz allein.« – »Ja, ich glaube, so hat sich Jesus auch gefühlt. Er hat gehofft, dass sein Papa ihm hilft. Sein Papa, das ist Gott. Aber der kam nicht.« – »Das ist wirklich schlimm«, murmelt Joshi. Eine Weile schweigen die beiden. Dann sagt die Oma: »Ich glaube, manchmal muss man etwas ganz allein hinkriegen. So war das wohl für Jesus am Kreuz – am Karfreitag. Und du musstest das auch allein hinkriegen, im Krankenhaus. Und das hast du toll gemacht.« – »Dann ging’s mir im Krankenhaus ein bisschen wie Jesus am Kreuz … Nur, dass ich wieder gesund geworden bin und … Jesus sterben musste. Das ist viel, viel schlimmer«, stellt Joshi fest.
Nach einer Weile sagt Oma: »Wenn ich was ganz Schwieriges vor mir habe oder ich vor etwas Angst habe, dann denke ich: >Jesus hat viel Schlimmeres erlebt.<« Joshi schaut sich sein Ei mit den schwarzen Tupfen an. Dann sagt er: »Mhm, erzählst du mir dann noch die Ostergeschichte? Die ist so fröhlich!« – »Nichts da«, sagt die Oma entschlossen. »Die gibt’s erst an Ostern. Aber was du jetzt schon haben kannst, ist aufräumen.« Da müssen beide lachen.
Das »sprechende« Faltkreuz
Bastelbogen
In vier Bildern, die durch Umfalten immer wieder neu auftauchen,
werden vier Geschichten erinnert:
Abendmahl, Gethsemane, Kreuzigung, Ostern.
€ 1,20 (ab 10 Ex. je € 1,10);
Zur Reihe TROST, HOFFNUNG, FREUDE – trotz allen Scheiterns
Passion und Ostern nach Matthäus, Evkiki Heft 2/2025
Lammvorlage Osterlamm
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeWir wollen alle fröhlich sein
(EG 100, KuS 112, KKL 100);
Er ist erstanden, Halleluja
(EG 116, KuS 124, KKL 102);
Oster-Mutmach-Lied (KuS 130);
Wo einer dem andern neu vertraut
(KuS 134, HuT 54, EG WUE 551)
Nach Psalm 27 (KuS 652) oder
nach Psalm 104 (KuS 670);
Psalm 150 (KuS 680)
Gott, heute feiern wir Ostern und freuen uns.
Du hast Jesus auferweckt.
Maria und den anderen Frauen ist er erschienen.
Wie aus der Raupe ein Schmetterling wird,
so hast du Jesus zu neuem Leben erweckt.
Wo wir denken, dass alles zu Ende ist,
da schaffst du einen neuen Anfang.
Du kannst aus Bösem Gutes machen.
Du machst aus dem Ende einen neuen Anfang.
Schenke uns Ostermut, wenn wir meinen, dass alles zu Ende ist.
Schenke uns ein fröhliches Herz,
das dir vertraut.
Nie können wir aus deiner Hand fallen.
Amen.
Kreative Umsetzung der Geschichte(Fortsetzung)
Auf das Kreuz vom Karfreitag wird jetzt ein gelbes Tuch rund aufgelegt (Sonne). Die Kinder schreiben auf gelbe Strahlen, was sie glücklich macht, ihnen gut tut, das Leben auf dieser Erde positiv beeinflusst.

Die Lammvorlage wird (auf etwas dickerem Papier). Die Lämmer an einem Stück ausschneiden, an der Linie bei den Hufen jeweils nach vorne gefaltet und das Lamm zusammengeklebt. Dann den Schlitz für die Ohren machen und die ausgeschnittenen Ohren durchstecken. Nun das Lamm beidseitig mit Watte bekleben. Währenddessen ist Austausch möglich: Wofür steht das Lamm? Ein Neubeginn – was stecken da für Chancen drin?
Die Lammvorlage gibt’s zum Herunterladen.
Kleine Tontöpfe werden bemalt, mit Erde gefüllt und Kresse eingesät. Schon in wenigen Tagen wird »das Neue« sichtbar.

Material:
Je Schmetterling 1 runden Pappteller, Wachsfarben, Schere, Bleistift, 1 Pfeifenputzer, 2 Wackelaugen, 1 größeren und mehrere kleinere Pompons, Klebstoff
Und so geht’s: Den Pappteller in der Mitte durchschneiden und die Hälften zu Flügeln formen (entsprechend ausschneiden). Anschließend die Flügel mit Wachsfarben bemalen. Dann an der runden Seite zusammenkleben. An der Klebestelle die kleineren Pompons als Körper aufkleben und den großen als Kopf oben drauf. Die Fühler aus dem Pfeifenputzer zurechtschneiden und -biegen und samt der Wackelaugen am Kopf ankleben.
Material: Weißes DIN-A5-Papier, Bleistift, Schere, Fingerfarben, Pinsel, Vorlage für den Schmetterling (auf DIN-A6 vorbereitet; dabei wird lediglich eine Hälfte ausgeschnitten)


Und so geht’s: Das DIN-A5 Papier mittig an der kurzen Seite falten. Die Schmetterlingsvorlage mit der Körperseite an die Faltkante legen, ummalen, ausschneiden und den Schmetterling aufklappen. Auf einer Flügelseite mit Fingerfarben Punkte oder Muster malen. Solange die Farbe noch feucht ist, den Schmetterling zusammenklappen und darüberstreichen. Langsam öffnen und staunen. Gut trocknen lassen.
Wunderbares Ostern
Bastelbogen – schon für die Kleinsten
Mit diesem einfachen Bastelbogen werden Karfreitag und Ostern auch für die Kleinsten nachvollziehbar. Wenn die eingeklebte Klappe umgeblättert wird, verändert sich die ganze Situation.
€ 1,20 (ab 10 Ex. je € 1,10); Best.-Nr. 1777

Figurenset für die Erzählschienen
10 Bildkarten in verschiedenen Größen erzählen die
Ostergeschichte nach Johannes 20.
€ 5,00; Best-Nr. 1742
Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater
12 stabile Bildkarten plus Textvorschlag erzählen anschaulich Passion und Ostern nach Lukas.

€ 18,00; Best.-Nr. 9007
Erzählung für JüngereDrei Frauen sind sehr früh aufgestanden. Es ist noch alles dunkel. Sie haben sich verabredet. Sie sind alle sehr traurig, weil Jesus gestorben ist. Sie mochten ihn so. Sie haben ihm so gern zugehört. Als er gestorben ist, haben sie sehr geweint. Aber jetzt wollen sie zusammen noch einmal zu ihm gehen. Sie wollen seinen toten Körper mit gut riechendem Öl einreiben. Sie wollen ihm noch einmal etwas Gutes tun.
Sie gehen so früh los, weil sie Angst haben. Sie haben Angst, römische Soldaten zu treffen. Wenn die merken, dass sie zu Jesus gehören, werden sie vielleicht verhaftet. Man weiß es nicht. Aber so früh am Morgen trifft man noch keine Soldaten. Auf dem Weg erzählen sie einander von Jesus. Und wie traurig sie sind. Jesus hat nichts Böses gemacht. Und doch haben die Römer ihn einfach umgebracht.
Dann fällt ihnen einen: »Das Grab ist ja verschlossen! Da liegt doch ein großer Stein vor dem Eingang.« Das Grab von Jesus ist wie eine kleine Höhle in einem Felsen. Den Eingang haben starke Männer mit einem großen Stein verschlossen. »Wer wälzt uns den großen Stein vom Eingang? Allein schaffen wir das nicht. Und dann können wir Jesus ja gar nicht salben«, überlegen sie. Den Stein hatten sie völlig vergessen.
Langsam geht die Sonne auf. Es ist nicht mehr so dunkel. Bald sind sie am Grab. Sie kommen immer näher. »Aber was ist denn das? Der Stein ist ja weg! Wer hat das gemacht? Und wer steht da?« Da steht jemand in einem weißen Kleid. Und dann sagt die weiße Gestalt: »Ihr sucht Jesus. Aber der ist nicht hier, der ist auferstanden.«
Das muss ein Engel sein. Was sagt der? Jesus ist auferstanden? Was heißt das? Die Frauen sind ganz aufgeregt. Sie wollen schnell zurücklaufen, um es allen Freundinnen und Freunden von Jesus zu erzählen.
Und da steht noch jemand. Wer ist das? »Seid gegrüßt«, sagt die Gestalt. Und plötzlich merken sie: Das ist Jesus. Jesus, der nichts Böses getan hat. Jesus ist da, obwohl die Römer ihn umgebracht haben. Sie fallen auf den Boden. Vor lauter Aufregung und lauter Glück. Und Jesus sagt: »Geht nach Hause. Geht nach Galiläa. Dorthin, wo ihr zuhause seid. Und wo ich mit euch zusammen war. Erzählt allen, dass ich auferstanden bin. Und sagt ihnen, dass auch sie mich dort sehen werden.«
»Sie werden mich sehen«, hat Jesus gesagt. Die Frauen sind ganz aufgeregt. Sie wissen nicht, was das alles bedeutet. Sie wissen nicht, wie das weitergeht mit Jesus. Aber sie wissen: Er ist da. Zwar irgendwie anders, aber er ist da. Und das ist wunderbar.«
Erzählung für ÄltereJoshi sieht sehr zufrieden aus, obwohl es wirklich sehr früh ist. Er sitzt am Küchentisch bei seiner Oma und hat einen dampfenden Becher Kakao vor sich. Seine Backen glänzen ganz rot. Ganz früh ist er heute aufgestanden, am Ostersonntag. Und ist mit seiner Oma zum Bach gegangen, Osterwasser holen. Kein Wort hat er diesmal auf dem ganzen Weg gesprochen. Letztes Jahr hat er sich noch verplappert.«Aber man darf kein Wort sagen, wenn man Osterwasser holt«, hat die Oma gesagt. Und dann haben sie beide einen klitzekleinen Schluck von dem Wasser aus dem Bach getrunken. Weil das Wasser aus dem Bach so sauber ist, dass man es trinken kann. Und Oma hat sich ein bisschen davon ins Gesicht gespritzt. Später, als sie wieder reden durften, hat sie gesagt: »Das ist gut gegen Falten.« Aber sie hat ihm dabei zugezwinkert. Deshalb glaubt Joshi das gar nicht.
»Oma, haben die Freunde von Jesus auch Osterwasser geholt?«, fragt Joshi. »Nein, das gab es erst viel später«, sagt Oma. »Die Frauen, die zum Grab gegangen sind, die hatten aber Salben dabei. Öl oder Creme würden wir heute sagen. Solche, die ganz gut riechen. Sie wollten dem toten Jesus noch einmal Gutes tun.« – »Und sind sie auch so früh aufgestanden wie wir?«, will Joshi interessiert wissen. »Ja, ganz früh«, sagt Oma. »Ich glaube, sie hatten Angst vor den römischen Soldaten. Und so früh waren die Soldaten wahrscheinlich noch nicht unterwegs.« – »Warum hatten sie denn vor den Soldaten Angst?«, will Joshi wissen. »Weißt du, Freundinnen oder Freunde von Verbrechern wurden manchmal auch verhaftet. Und Jesus war für die Römer ein Verbrecher.« – »Aber das stimmt gar nicht. Der Jesus war gar kein Verbrecher«, stellt Joshi fest, als wäre er ein Kommissar. »Und was passierte dann?«
»Das ist eine ganz schön schwierige Frage. Weißt du, die Gräber waren damals in den Felsen gehauen. Sie waren so eine Art Höhle. Und vor den Eingang hat man einen Stein gerollt. Die Frauen haben sich auf dem Weg zum Grab noch gefragt: >Wie kriegen wir eigentlich den schweren Stein weggerollt? Das schaffen wir doch allein gar nicht. Aber wenn wir Jesus noch einmal salben wollen, dann müssen wir doch zu ihm kommen. Dann muss der Stein doch weg.<
Aber als sie dann hinkamen, war der Stein weggerollt.
Und dann war da wohl ein Engel, der sagte: >Jesus ist auferstanden!< Und die Frauen haben erst einmal einen großen Schreck gekriegt. Ich glaube, sie haben das alles nicht wirklich verstanden. Sie waren ja auch eigentlich schrecklich traurig.» – »Ja, weil Jesus ja gestorben war«, sagt Joshi. »Genau. Und wie sie zurücklaufen, da begegnen sie Jesus. Aber ich glaube, sie haben ihn gar nicht gleich erkannt. Erst als er etwas zu ihnen sagte, erkennen sie ihn.« (Matthäus 28,9) »Das ist ja komisch. Wenn es Jesus ist, dann müssen sie ihn doch gleich erkennen.« – »Ja, das ist sehr geheimnisvoll. In allen Geschichten, in denen Jesus nach seiner Auferstehung vorkommt, erkennen ihn seine Freunde nicht sofort. Er ist ja auch anders. Er war ja gestorben. Und er ist nicht einfach wieder so wie früher da.« – »Ja, wie ist das dann? Ich denke, er ist wieder lebendig geworden?«, sagt Joshi. »So wie er jetzt an Ostern war, wird er nie mehr sterben. Das haben die Menschen gemerkt. Und alle seine Freunde waren sehr, sehr froh. Sie haben ja gedacht, als Jesus tot und begraben war, nun ist alles vorbei.« – »Aber wie war das dann?«, fragt Joshi noch einmal.
»Ich stelle mir das immer wie bei einem Schmetterling vor«, sagt die Oma. »Wir haben doch mal im Schmetterlingshaus Raupen gesehen. Erst ist da eine Raupe. Und dann verpuppt sie sich. Und dann ist sie nicht mehr da.« – »Dann ist sie wie tot«, stellt Joshi fachmännisch fest. »Genau«, sagt Oma, »aber dann kommt nach einer Weile aus der Puppe ein Schmetterling.« Nach einer Pause fragt Joshi: »Und du meinst, Jesus ist zum Schmetterling geworden?« – »Nein, das nicht. Aber er muss irgendwie anders ausgesehen haben. Sonst hätten ihn seine Freunde und Freundinnen doch sofort gekannt. Später haben ihn dann manche auch noch gesehen. Die Frauen am Ostermorgen waren aber die ersten.«
»Wir können ihn nicht heute mehr sehen, oder?«, fragt Joshi. »Nein, das nicht. Aber er ist jetzt unsichtbar da.« – »Echt?«, ist Joshi erstaunt. »Bestimmt«, sagt die Oma, »er ist da, obwohl die Römer gerade das nicht wollten. Er ist auch bei uns, wenn es uns ganz schlecht geht. Und wenn wir einmal sterben, dann wird Gott uns vielleicht auch verwandeln.« – »Dann wirst du vielleicht ein Schmetterling, Oma?«, fragt Joshi. »Ja … vielleicht. Oder etwas ganz anderes. Gott wird schon das Richtige mit uns machen«, meint Oma und ergänzt: »Und wenn du jetzt mal im Garten schaust, wirst du vielleicht auch etwas finden …«
Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.
Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.