9. und 12.5.24 Gottes Geist am Anfang der Schöpfung

1. Mose 1,1–2,4a

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Ein Gespräch über diese oder ähnliche Fragen kann tänzerisch »schwebend« aufgenommen werden (zu Musik im Raum umhergehen, sich bewegen; wenn die Musik stoppt, zu zweit oder zu dritt über die Fragen ins Gespräch kommen). 

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Die Geist-Geschichten können sie ermutigen, hierin ein Wirken der Geistkraft Gottes zu erkennen. 

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Gott gab uns Atem, damit wir leben 
(EG 432, KuS 518);
Gottes Geist kommt oft ganz leise 
(MKL 2,44, KG 72)

Atem-Meditation (auch ein Gebet)

Beginnend und endend mit je einem Ton (z. B. Klangschale).
Hinführung: Gottes Geist ist wie der Atem. Unser Atem kann uns helfen, mit Gott zu reden und ihn zu spüren. Das probieren wir nun zusammen aus. Am Anfang und am Ende hört ihr die Klangschale. Sie hilft euch, hineinzufinden in das, was wir nun tun und es auch wieder abzuschließen. Lauscht auch beim zweiten Schlag dem Klang bis zum Ende nach.

Klangschale

Setz dich bequem auf deinen Stuhl.
Wenn du magst, schließe die Augen.
Fühl einmal in dich hinein.
Spüre deine Füße. 
Reichen sie auf den Boden? 
Spüre deine Arme … hinunter bis in deine Finger. 
Lass ganz locker.
Spüre deinen Kopf: Die Ohren, die Nasenspitze. 
Den Atem. 
Spüre, wie er durch deine Nase geht. 
Nimm einen festen Atemzug (mitmachen), halte kurz an, atme tief aus.
Und noch einmal (wieder mitmachen).
Spüre, wie der Atem in deinen Bauch geht.
Vielleicht hebt und senkt sich der Bauch.
Und noch einmal … (atmen).

Du bist da.So, wie du bist.
Mit deinem Atem.
Der Atem fließt durch dich hindurch.
Du atmest ein.
Du atmest aus.
Gottes Geist ist wie dein Atem.

Mit jedem Ausatmen.
Mit jedem Einatmen.
Du bist da.
Gott ist da.
Mit jedem Ausatmen.
Mit jedem Einatmen.
Mit allem, was dir schwer auf dem Herzen liegt.
Mit allem, was ganz leicht ist.
Du bist da.
Gott ist da.

Mit jedem Ausatmen 
Mit jedem Einatmen.
Du bist lebendig.
Du bist voller Lebenskraft.
Du bist da.
Gott ist da.

Mit jedem Ausatmen.

Mit jedem Einatmen.
Gott hat dich geschaffen.
Er hat dich sehr gut gemacht.
Er freut sich, dass du da bist.

Du atmest ein.
Du atmest aus.
Spür noch einmal genau, wie sich das anfühlt.
Gottes Geist ist wie der Atem.
Mit Gott sind wir verbunden.
Er ist uns ganz nah.
Gottes Geist ist Lebenskraft.

Amen.

Klangschale
Nachdem dem Verklingen einladen zum Recken und Strecken, um wieder im Raum und bei den anderen anzukommen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Luftballons

Während der Geschichte werden Luftballons aufgeblasen (am besten aus Naturlatex und mit einer kleinen Pumpe). Die Älteren können diese noch mit dicken Stiften bemalen oder beschriften (vorher ausprobieren). Bei den Jüngeren genügen die Farben der Luftballons. 

Luftballon-Spiele (greifen die Idee des
spielerischen Schwebens auf) 

Gemeinsamer Auftrieb: Um einen oder mehrere Luftballons durch Pusten in der Luft zu halten arbeiten hier alle Kinder zusammen. Wie lange klappt das?
Ballontanz: Je zwei (ungefähr gleich große) Kinder klemmen einen Luftballon zwischen ihre Stirne. Wenn die Musik einsetzt, »tanzen« sie gemeinsam. Möglichst so, dass der Ballon nicht auf den Boden fällt. 
Variante 1: Ballon darf nicht mit den Händen festgehalten werden.
Variante 2: Das Ganze jetzt zu dritt. 
Hindernislauf: Ein kleiner Parcours wird vorbereitet. Nacheinander versuchen die Kinder, diesen zu bewältigen, während sie einen Luftballen balancieren. Dieser darf nur mit einer flachen Hand oder einem Finger berührt/geführt werden.
Variante: Hier können Gruppen gegeneinander antreten.

Der Schöpfungskreis 
(Erzähltasche)

Der »Schöpfungskreis« bietet ein vielschichtiges und gleichzeitig einfaches Konzept, um Kindern ab 4 Jahren Geschichten des Alten Testaments erlebbar zu vermitteln. So können die Kinder die Spuren Gottes in unserer Welt entdecken (u. a. mit Schöpfungsgeschichte, Noah, Abraham, Rut, Psalm 23). 

Dabei wird mit Symbolen aus Filz und anderen natürlichen Legematerialien gearbeitet. 

Den gesamten Inhalt der Tasche entnehmt ihr bitte dem VJG-Shop.

€ 139,00; 
Best.-Nr. S9022

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Mit Luftballontanz
Material: 1 schwarzes Tuch; etliche Luftballons; Klangschale
Die Luftballon-Aktion sollte an den Raum angepasst werden (können sich die Kinder frei bewegen; ist ein Stuhlkreis möglich?). Sie kann auch sitzend, vom Platz aus, gemacht werden. 

(Das Tuch wird in die Mitte gelegt.) 
Wir reisen heute an den Anfang der Zeit.
Menschen haben sich überlegt: »Wie kann das gewesen sein am Anfang? Wie ist alles, was wir auf dieser Welt sehen, entstanden? Und was hat Gott mit dem Anfang der Zeiten zu tun?«
Da haben sie sich die Menschen diese Geschichte erzählt: 
Am Anfang hat Gott Himmel und Erde gemacht.
Am Anfang war nichts darauf. Nur großes, dunkles Wasser. Die Erde war wüst und leer. Es war überall ganz dunkel. 
Aber etwas war doch da. Jemand war da: Gottes Geist war da. 
(Roten Luftballon aufblasen)
Er ist über dem Wasser geschwebt. 
(Luftballon auf den Händen hin- und herschweben lassen)
Ganz leicht. Hin und her. Gottes Geist war da. Und mit ihm war Gott selbst da.
Gott hat gedacht: »So kann es nicht bleiben. Das ist zu wenig. Ich brauche mehr auf dieser Erde.«
Gott hat gesagt: »Es soll Licht werden.« 
(Weißen Luftballon aufblasen)
Da ist Licht geworden.
Gott gefiel das Licht.
Jetzt gab es den Tag.
Wir können den Geist und das Licht noch ein bisschen schweben lassen.
(Die Gruppe lässt die Luftballons durch die Luft »tanzen«; ggf. die Fläche dafür begrenzen. Die Klangschale beendet die Aktion. Die Luftballons werden auf das Tuch gelegt.)
Das war der erste Tag.

Dann hat Gott gesagt: »Die Erde braucht ein Dach. Die Erde braucht ein Oben und ein Unten.«
So geschah es. 
(Blauen Luftballon aufblasen.)
Es gab nun den Himmel.
(Luftballontanz wie oben, jetzt mit allen drei Luftballons; mit Klangschale beenden; alle Luftballons das Tuch legen.)
Das war der zweite Tag.

Dann hat Gott gesagt: »Ein Dach reicht noch nicht. Die Erde braucht auch Land. Es soll auch trockene Flächen im großen Meer geben. Und auf dem Land sollen Pflanzen wachsen und Bäume mit Früchten und Samen.«
(Grünen Luftballon aufblasen)
So wuchsen viele grüne Pflanzen auf dem Land. 
(Luftballontanz wie oben)
Das gefiel Gott gut.
Das war der dritte Tag.

Dann hat Gott gesagt: »Wir brauchen Zeichen, damit alle wissen, wann Tag und wann Nacht ist und wie die Zeit vergeht. Sie sollen der Erde Licht geben. 
Gott machte zwei große Lichter: die Sonne für den Tag und den Mond und viele kleine Sterne für die Nacht. 
(Gelben Luftballon aufblasen)
Nun waren Licht und Dunkel viel besser zu erkennen. 
(Luftballontanz wie oben)
Das gefiel Gott gut.
Jetzt gab es den Tag und die Nacht. 
Das war der vierte Tag.

Dann hat Gott gesagt: »Das Wasser und der Himmel sind noch zu leer. Wir brauchen Leben! Es soll Wassertiere geben. Und Vögel, die in der Luft fliegen. 
Gott machte die Wassertiere und die Vögel.
(Hellblauen und hellgrünen Luftballon aufblasen)
Nun war am Himmel und im Wasser 
richtig was los!
(Luftballontanz wie oben)
Das gefiel Gott gut. 
Das war der fünfte Tag.

Dann hat Gott gesagt: »Da ist noch Platz für viel mehr Leben. Wir brauchen Tiere, die auf der Erde leben. Gott fielen viele Tierarten ein: Löwen, Kühe, Schlangen, Hunde … (Kinder können ergänzen). Jeder Tierart gab Gott etwas Besonderes mit.
(Violettfarbenenen Luftballon aufblasen) 
Das gefiel Gott schon gut.
Aber er merkte: »Das reicht immer noch nicht. Jemand fehlt.«
Und Gott hat gesagt: »Wir brauchen Menschen auf der Erde. Menschen, die sich um all das hier kümmern. Die für die ganze Erde sorgen und mit allen Lebewesen zusammen auf der Erde leben.« 
(Bunten oder braunen Luftballon aufblasen)
Nun gab es nicht nur viele Tiere auf der Erde, sondern auch den Menschen. 
(Luftballontanz wie oben)
Das sah Gott alles an.
(Auf die vielfarbigen Luftballons auf dem Tuch zeigen.)
Und das gefiel Gott nun sehr gut!
Das war der sechste Tag.

Eigentlich war ja nun alles fertig. Die Erde war gut gefüllt. So viel Leben war da! Gott hatte viel geschafft. 
Aber etwas fehlte noch. Gott wusste: Niemand kann immer tanzen und schweben. Manchmal braucht es eine Pause. Gott dachte: »Einmal in der Woche soll diese Pause sein.« Und so ruhte Gott sich am siebten Tag aus. Und mit ihm alles, was er geschaffen hatte. 
(Die Luftballons anschauen) 
Das war der siebte Tag.

So war das ganz am Anfang. So haben sich das die Menschen vor langer Zeit erzählt. Immer wieder, damit niemand es vergisst: Gott ist da. Auch wenn es dunkel ist. Und wüst und leer. Er macht es lebendig. Mit seinem Atem pustet er neues Leben hinein. Ein Leben mit vielen Farben. Und mit dir und mit mir!

Erzählung für Ältere

Für die Älteren kann die Geschichte »Für die Jüngeren« (s. Seite 171) erzählt werden – mit Änderungen bei 

Einleitung: Was war eigentlich ganz am Anfang? Diese Frage stellen sich Menschen schon lange. Schon viel länger als es Schulfächer wie Biologie oder Erdkunde gibt. 

Um solche Fragen zu beantworten und dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu kommen, haben sich die Menschen diese Geschichte erzählt … 

Luftballon-Aktion: 
Variante 1: Die Gruppe überlegt bei jedem Luftballon gemeinsam, was dafür auf den jeweiligen Luftballon gemalt oder geschrieben werden kann. 
Variante 2: Nachdem der erste (»Geist«-)Luftballon aufgepustet worden ist, bekommt bei der Erschaffung des Lichtes jedes Kind einen Luftballon. Für jeden Schöpfungstag schreibt/malt es etwas entsprechendes darauf. 
Bei der Erschaffung des Menschen kann der eigene Name draufgeschrieben werden (so ist am Ende auch klar, wer welchen Luftballon mit nach Hause nehmen kann).

Schluss: So war das ganz am Anfang. So haben sich das die Menschen vor langer Zeit erzählt. Die Geschichte war nicht nur eine Antwort auf ihre Fragen, was eigentlich ganz am Anfang war. Die Geschichte hat sie auch getröstet, wenn sie sich verloren gefühlt haben. Wenn es in ihnen nur dunkel und leer war. Als gäbe es da nichts, worauf man sich verlassen könnte. 
Dann hat ihnen die Geschichte gesagt: »Doch, Gott ist da! Gott schafft Leben. Auch wenn es jetzt gerade dunkel ist. Er spricht, und dann ist es, als ob er mit seinem Atem neues Leben hineinpustet – in die Welt und in mich. Neues Leben mit vielen Farben. Und mit dir und mit mir!«
Daran kann sich ein Gespräch anschließen, wie Menschen (oder sie selbst) es erlebt haben,

Apostelgeschichte 2,1–17

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Antworten auf die letzte Frage können auf Zettel notiert und zum Gebet werden (evtl. je von einem – gesungenen – Kehrvers bekräftigt). 

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

(Gewaltiger) Sturm: Man kann ihn nicht sehen, aber seine Wirkungen (von zart bis extrem). Man hört und spürt ihn. Er kommt, ohne das Zutun von Menschen. Er hat Kraft, Dinge zu bewegen. 
Feuerzungen: Für etwas zu brennen, weil man davon begeistert ist. 
Verständigung über (Sprach-)Grenzen hinweg: Manchmal ist das mühevoll, umso lebendiger fühlt man sich, wenn es gelingt und eine neue Gemeinschaft entsteht.

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Ein Licht geht uns auf (KuS 140, KKL 112, KG 25);
Tui amoris ignem 
(gemeinsam unterwegs. Lieder und Texte zur Ökumene 42, Die Gesänge aus Taizé 14)

Gebet

Gott, wir sind da.
Jede einzelne, jeder einzelne von uns.
Ich bin da: (jedes Kind kann den Namen sagen)
Gott, du hast deinen Atem in mich gelegt.
Ich spüre, wie ich atme. 
Ich puste über meine Hand (pusten).
Du bist da, Gott. Danke. 
Amen.

Fürbittengebet (mit Brausen)

1. In der Gruppe sammeln, wo die Kinder sich Veränderung für Menschen/die Welt herbeisehnen: »Für wen, für was hoffst du auf die Geistkraft von Gott?« 2. Auf Kärtchen notieren. 
3. Daraus Gebet machen:

Gott,
wir sehen diese Welt. Wir sehen die Menschen.
(A – C wiederholen, bis alle Bitten ausgesprochen wurden.)
Da gibt es … (Wort einsetzen). Wir brauchen Veränderung. 
Wir brauchen … (Wort einsetzen). 
(Alle) Wir bitten dich: Komm, Heiliger Geist! Komm mit deiner Kraft! (Alle brausen wie 
während der »Erzählungen« )

Abschluss: Gott, wir hoffen auf dich.
Du bist da mit deinem Geist.
Du lässt uns nicht allein. Amen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Standbilder »Vorher – nachher«

Zum Vertiefen der Veränderung der Jüngerinnen und Jünger: Kinder überlegen zu zweit/dritt, wie sie diese Veränderung ohne Worte in einem Vorher- und Nachherstandbild darstellen können. Die Gruppe kann diese Bilder mit dem Brausen (s. »Erzählungen«, Seite 176 und Seite 178) begleiten.

Spiele (zum Pusten)

Das Sturm-Brausen aufgreifen (z. B. mit dem Klassiker: »Wattepusten«; siehe Internet).

Gespräch über Sprachen
Sprachen raten (Spiel)

Ein kurzer Satz wird in vielerlei Sprachen auf einen Zettel geschrieben; die jeweilige Sprache dazu auf je einen Extra-Zettel. Alle Zettel mischen und die richtigen Paare finden. Tipp 1: Kann als Memory gespielt werden. Tipp 2: Das Lied »Hallelu-, Halleluja« (KuS 226, KKL 188) kann helfen. Tipp 3: Übersetzungsprogramme erschließen weitere Sprachen.

Stempeln mit Ballons

Mit Luftballons und Wasser-, Acryl- oder Fingerfarben Tempelbilder gestalten. (Anleitungen unter »Stempeln mit Ballons« im Internet.) Um den neuen Mut auch farblich umzusetzen, eignen sich helle Farben auf dunklem Papier besonders. So kann der letzte Sonntag aufgriffen und die feurigen Pfingstfarben zum Leuchten gebracht werden.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Material: Dinge, die Wind machen oder ein brausendes Geräusch (in mehrfacher Ausfertigung bereithalten). Gute Inspirationen dazu gibt es bei 
ATZEkreativ, Folge 17, Eine Wind-und-
Luft-Geräusche-Geschichte (YouTube).

Erntefest in Jerusalem
In Jerusalem ist ein großer Festtag. Viele Menschen sind in der Stadt. Sie kommen aus vielen verschiedenen Ländern. Sie feiern das Erntefest. Sie sind fröhlich. Auf den Straßen hört man viele Sprachen. 
In einem Haus sitzen die Freundinnen und Freunde von Jesus beieinander. Sie sind gar nicht fröhlich. Sie sind traurig und ratlos. Sie vermissen Jesus. Sie haben Angst.

Erinnerungen an Jesus
Es ist erst wenige Wochen her: Jesus ist am Kreuz gestorben und wieder auferstanden. Wie sich die Jüngerinnen und Jünger da gefreut haben, dass Jesus ihnen ganz nahe war! Immer wieder erzählen sie einander davon, was sie mit Jesus erlebt haben. Das gibt ihnen etwas Hoffnung.
Doch jetzt ist Jesus wirklich fort. »Ich gehe zu meinem Vater im Himmel«, hat er gesagt. Und: »Aber ihr seid nicht allein. Vertraut mir. Vom Himmel werde ich euch eine große Kraft schicken. Die macht euch mutig, allen Menschen von mir zu erzählen.«

Nichts tut sich
Bisher ist nichts geschehen. In dem Haus in Jerusalem sind die Jüngerinnen und Jünger traurig. Sie haben Angst. Vielleicht werden sie auch verurteilt – wie Jesus.
Wie sitzt du da, wenn du traurig bist oder Angst hast? Setz dich mal so hin. So sitzen wohl auch die Freundinnen und Freunde von Jesus in dem Haus. 
(Leise weitererzählen) Es ist ruhig. 
(Hört einmal die Stille. So ruhig ist es in dem Haus.) 

Da geschieht etwas
(Wieder lauter sprechen) Plötzlich geschieht etwas: ein Brausen. 
(Brausgeräusch machen: Mund, Plastikfolie, Packpapier …) Ein großes Brausen vom Himmel. Wie ein gewaltiger Sturm! 
Gemeinsam machen wir das Brausen richtig groß. 
(Kinder machen mit den vorbereiteten Utensilien oder eigenen Geräuschen mit.)
Es rauscht durch das ganze Haus. Immer mehr und immer mehr. Bis das ganze Haus voller Sturmbrausen ist. 
(Noch lauter brausen)
Die Freundinnen und Freunde hören und spüren das Brausen. Es ist, als ob es durch sie hindurchgeht. Es saust und es braust, und es pustet alle Angst aus ihnen heraus. Es pustet die Traurigkeit weg. Es pustet Mut in sie hinein. Es pustet Hoffnung in sie hinein. 
Die Freundinnen und Freunde Jesu spüren: »Es wird ja ganz hell in uns drin. Es wird ganz warm. Wie ein Feuer, das uns Licht gibt und uns wärmt. Das uns mutig macht und Hoffnung gibt. Das uns ansteckt mit Kraft, die wir brauchen. 
Stell dir vor, jemand pustet Mut und Hoffnung in dich hinein. Wie sitzt oder stehst du dann da?
Die Freundinnen und Freunde Jesu können jetzt nicht mehr sitzenbleiben. Sie stehen auf und gehen hinaus. Sie fangen an, laut von Gott und von Jesus zu erzählen. Da merken sie: »Wir können in anderen Sprachen reden. Alle Menschen verstehen uns.« Und sie werden noch froher!

Jesus macht sein Versprechen wahr
Die Freundinnen und Freunde von Jesus wissen jetzt: Das ist die große Kraft vom Himmel. Das ist der Heilige Geist. Jesus macht sein Versprechen wahr.
Viele Menschen haben das Brausen bemerkt. Neugierig kommen sie zu den Freundinnen und Freunden von Jesus. Sie hören, was diese sagen. Und sie können es auch verstehen. Das ist kaum zu glauben. Sie hören ihre eigenen Sprachen, obwohl sie aus vielen unterschiedlichen Ländern kommen. So etwas haben sie noch nie erlebt.
Die Freundinnen und Freunde von Jesus sagen laut und deutlich: »Hört uns zu: Gott hat einmal gesagt: ›Meine Geistkraft wird zu allen Menschen kommen. Junge Menschen werden neue Ideen haben. Alte Menschen werden wieder Hoffnung haben. Heute macht Gott sein Versprechen wahr.‹«

Der besondere Tipp

Gott schenkt uns seinen Geist
Die Geschichte von Pfingsten
Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater


€ 18,00 ; 
Best.-Nr. 9011

Die Geschichte von Pfingsten
Minibüchlein 

Das Büchlein mit den Zeichnungen des oben genannten Bildkarten-Sets erzählt die Pfingstgeschichte in altersgerechten Worten. Zum Schauen und Zuhören. 

24 Seiten; 12 x 12 cm; € 2,50; Best.-Nr. 3584

junge-gemeinde.de


Erzählung für Ältere

Erntefest in Jerusalem
In Jerusalem ist ein großes Fest. Viele Menschen aus verschiedenen Ländern kommen in die Stadt, um das Erntedankfest, das Schawuot-Fest zu feiern. Die Stadt ist voll. Fröhlich geht es auf den Straßen zu. Das »Danke« liegt in vielen Sprachen in der Luft. 
In einem Haus ist es anders. Dort sitzen die Freundinnen und Freunde Jesu beieinander. Sie sind traurig, ratlos und ängstlich. Sie vermissen Jesus so sehr! Sie fühlen sich schrecklich leer. 

Erinnerungen an Jesus
Viel ist passiert in der letzten Zeit: Jesus ist am Kreuz gestorben und wieder auferstanden. Seine Freundinnen und Freunde haben ihn gesehen und seine Worte gehört. Er war bei ihnen. Wie gut das getan hat! Immer wieder erzählen sie sich davon, was sie mit Jesus erlebt haben. Das gibt ihnen etwas Hoffnung.
Doch jetzt ist Jesus fort. »Ich gehe zu meinem Vater im Himmel«, hat er gesagt und versprochen: »Ihr seid nicht allein! Vertraut mir! Ich schicke euch eine große Kraft vom Himmel. Diese Kraft ist der Heilige Geist. Ihr werdet mutig, allen Menschen von mir zu erzählen. Und so werde ich immer bei euch sein.«

Nichts tut sich
Doch bisher ist nichts geschehen. Die Freundinnen und Freunde von Jesus sind traurig. Sie fühlen sich allein und sie haben Angst. Wer weiß, was man mit ihnen macht. Werden sie auch verurteilt wie Jesus? So sitzen sie in dem Haus beieinander. 
Probiert mal aus, wie ihr dasitzt, wenn euch die Angst im Nacken und die Traurigkeit im Herzen sitzt. 

Da geschieht etwas
Plötzlich … geschieht etwas. Es fängt leise an. Es wird immer heftiger: ein großes Brausen. Ein großes Brausen, das vom Himmel kommt. Wie ein gewaltiger, riesiger Sturm fegt es durch das Haus.
Lasst uns das große Brausen gemeinsam versuchen … (Mit den vorbereiteten Utensilien oder eigenen Geräuschen das Brausen lebendig machen.)
So saust und braust und rauscht es. Immer mehr und immer mehr. Bis das ganze Haus voll davon ist. 
(Noch lauter brausen)
Die Freundinnen und Freunde von Jesus hören das Brausen nicht nur, sie spüren es auch: Erst auf der Haut, dann geht es direkt durch sie hindurch. Es saust und es braust. Und es pustet alle Angst aus ihnen hinaus. Es pustet die Traurigkeit weg. Es pustet Mut in sie hinein. Es pustet Hoffnung mitten in ihr Herz. 
Es ist, als ob dieser Wind ein Feuer in ihnen entfacht. Die Freundinnen und Freunde Jesu spüren: »Es wird ganz warm in uns drin. Und es wird hell. In uns drin sind jetzt Hoffnung und Mut und die Kraft, die wir brauchen.«
Stell dir vor, jemand pustet Mut und Hoffnung in dich hinein. Wie sitzt oder stehst du dann da?
Die Freundinnen und Freunde von Jesus können nun nicht mehr sitzenbleiben. Sie fangen an, laut von Gott und von Jesus zu erzählen. Dabei sprechen sie auf einmal in anderen Sprachen! Da werden sie noch froher, weil sie wissen: »Alle Menschen können uns jetzt verstehen. Alle Menschen hören von Jesus und von Gott.« 

Jesus macht sein Versprechen wahr
Da merken die Freundinnen und Freunde von Jesus: Das ist die große Kraft vom Himmel. Das ist der Heilige Geist, von dem Jesus geredet hat. Jesus hat sein Versprechen wahr gemacht.
Die Freundinnen und Freunde von Jesus machen die Tür auf und gehen hinaus. Dort haben viele Menschen das Brausen auch bemerkt. Neugierig kommen sie herbei. Sie wundern sich sehr, als sie die Freundinnen und Freunde von Jesus reden hören, denn die sprechen ihre Sprachen! Die Menschen verstehen jedes Wort. Und das, obwohl sie aus vielen verschiedenen Ländern kommen und unterschiedliche Sprachen sprechen. Sie fragen sich: »Was bedeutet das? So etwas haben wir noch nie erlebt.« Manche sagen auch: »Diese Freundinnen und Freunde von Jesus sind wohl betrunken!« 
Die aber sagen: »Nein! Wir sind nicht betrunken. Gott hat einmal gesagt: ›Meine Geistkraft wird zu allen Menschen kommen. Junge Menschen werden dann neue Ideen haben. Alte Menschen werden wieder Hoffnung haben.‹ Heute hat Gott sein Versprechen wahr gemacht.« Sie wissen nun: »Es geht weiter. Mit uns und mit vielen anderen. Mit Jesus und mit Gott. Neues beginnt jetzt, denn Jesus ist unter uns mit seinem Geist!«

Der besondere Tipp

Pfingsten macht Mut
Bastelbogen mit 26 Fenstern

Der Erzählbogen zeigt mit seinen 26 vorgestanzten Fenstern in Bildern den Weg der Jünger auf: Vom Traurigsein (Emmaus) bis zum aufbauenden Erlebnis an Pfingsten, als die Angst aus den Köpfen gefegt wird. Jedes geöffnete Fenster zeigt eine veränderte Situation zur vorhergehenden Situation – durch die belebende Geistkraft Gottes. 

€ 2,30 (ab 10 Ex. je € 2,10); Best.-Nr. 1738

junge-gemeinde.de

Petra Lefin, aus: Gott schenkt seinen Geist. Die Geschichte von Pfingsten; 2021, Don Bosco Medien GmbH, München

I. Vorüberlegungen

Zwei Mal »ganz am Anfang«: 
1. Der Geist Gottes war ganz am Anfang schon da – so lesen wir es in der ersten Geschichte der Bibel, der Geschichte von der Erschaffung der Welt: Er war da, als es nichts gab außer Wasser und Wüste und Leere und Finsternis. Durch seine Kraft erschafft Gott alles, was zur Schöpfung gehört, so dass Gott schließlich sagt: »Und siehe, es war sehr gut.« 
2. Mit dem Geist Gottes hat alles seinen Anfang genommen – so erzählt es die Geschichte von den Ursprüngen der Kirche in der Apostelgeschichte: Aus verängstigten Menschen wurden mutige Predigerinnen und Prediger. Durch die Geistkraft entsteht die Gemeinschaft der Christinnen und Christen, die Kirche. Die Geistkraft schafft Neues. Sie bewirkt Veränderung. Sie verbindet Menschen miteinander und mit Gott. 

Alles beginnt mit Gottes Geist. Gleichzeitig ist eben dieser für viele Menschen – Kinder und Erwachsene – schwer zu greifen. (Nachdem wir in einer 6. Klasse über das damalige Geschehen in Jerusalem und von Pfingsten als den »Geburtstag der Kirche« gesprochen hatten, konnten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte in der nächsten Stunde zwar noch gut nacherzählen – nur der Name der Kraft Gottes, der »Heilige Geist«, fiel niemandem mehr ein.) Der »Heilige Geist« ist für viele heute erst einmal eine abstrakte Figur, ein theologischer Begriff. 
Die Geschichten aus der Bibel setzen dazu einen Kontrapunkt, indem sie davon erzählen, was die Geistkraft Gottes bewirkt. Sie laden uns ein, diese Wirkungen in unserem eigenen Leben zu entdecken. 

II. Liturgische Elemente für die ganze Reihe 

Lieder 

Wind kannst du nicht sehen (Wwdl 88);
Der Geist von Gott weht wie der Wind 
(KuS 148, EG Wü 556);
Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft 
(KKL 114, KG 70);
Guten Morgen, guten Morgen (Kanon; in verschiedenen Sprachen singen; zu finden unter folgenden Stichworten »liederprojekt guten morgen«);
Hallelu-, Halleluja (KuS 226, KKL 188, KG 193; ebenfalls in verschiedenen Sprachen)

Psalm 

Gebet nach Psalm 104 (KuS 670) oder
Gebet von M. Trugenberger (KuS 698)

Gebet

Guter Gott, 
ich freue mich, dass du bei mir bist.
Wie den Wind kann ich dich spüren.
Wie den Wind kann ich dich hören.
Einmal ganz stark, einmal ganz schwach.
Aber immer bist du bei mir.
Von dir kommt neuer Mut, 
wenn ich ängstlich bin.
Von dir kommt neue Freude, 
wenn ich traurig bin.
Dafür danke ich dir.
(Martin Trugenberger, KuS 698)

Segen

Siehe hierzu unter »gottesdienst apostelgeschichte 2 feuer und flamme.

III. Zur Gestaltung der Reihe

Der Geist ist schwer zu (be-)greifen. Aber die Geistkraft ist zu erleben! Die Geistkraft Gottes entdecken, die Leben schafft und Neuanfänge ermöglicht, dafür soll in dieser Reihe Raum geschaffen werden. 
Spielerische Zugänge sprechen verschiedene Sinne an und laden zum Ausprobieren der eigenen (Atem-)Kraft ein. Kinder kommen selbst in Bewegung. Veränderungen werden sichtbar und spürbar. Geistvolle Erfahrungen werden so auch am und im eigenen Körper nachvollzogen. Zugleich werden Erfahrungen aus dem eigenen Leben erst vor dem Horizont der biblischen Geschichten als Geisterfahrungen deutbar.

Der besondere Tipp

Gott ist bei mir
30 Psalmen für Kita und Kinderkirche

  • 32 Karten mit 30 biblischen Psalmen.
  • Für Kinder ab 4 Jahren.
  • In vier Schwerpunkte unterteilt: Gott – Schöpfer der WeltGott – meine ZuversichtGott – verborgen und doch daGott – Begleiter durch Jahr und Zeit
  • Mit religionspädagogischen Vorschlägen und Hinweisen.
  • Teilweise mit vertonten Psalmen.

17,00 €; 

Best.-Nr. 9044

junge-gemeinde.de

Der rote Faden

»Was war eigentlich davor?« – Diese Frage zieht sich durchs Heft. Dabei kommt – immer ausgehend von der Welt der Kinder – die Schöpfungsgeschichte genauso in den Blick wie das Pfingstfest.

Was Sie erwartet

  • Die aktuelle Geschichte »Und was war davor?« fängt mit der Frage an, was denn vor meiner Geburt war und führt Schritt für Schritt weiter zum Anfang der Erde.
  • Die biblische Schöpfungsgeschichte wird elementar als Mitmachgeschichte erzählt (mit vielen Illustrationen, zu denen die Kinder selbst die Begriffe nennen können). 
  • In einen Bilderrahmen kann das eigene Staunen über Gott und seine Welt gemalt werden.
  • Die Überlegung »Und was war VOR dem Kindergottesdienst?« baut eine Brücke zurück bis Pfingsten (und darüber hinaus). 
  • Aus der Frage »Und was war DAVOR?« wird die Bastel- und Suchaktion: Je vier Bilder gehören zu einer »Sache«. Alle Bilder werden ausgeschnitten und anhand der Frage nach dem Davor die passenden anderen Bilder dazu gesucht. (Beispiel: Holzschublade – Schreinerei – Polder – Wald).
  • Den Psalm 139 in kindgerechter Sprache sowie passende Rätsel.

Werkstatt

Hier der Hinweis auf die Für-Dich!-Werkstatt. Sie enthält konkrete Hinweise und Impulse, das »Für Dich!«-Heft sowohl im monatlichen wie auch im wöchentlichen Kindergottesdienst gewinnbringend für Kinder und Mitarbeitende einzusetzen.

Kostenfrei öffnen oder zum Bearbeiten herunterladen unter: 
https://www.junge-gemeinde.de/fuer-dich.html

Fortsetzung aus Heft 2-2023

Apostelgeschichte 27

I. Vorüberlegungen

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Es eignen sich allgemein Segenslieder; z. B. Sei behütet auf deinen Wegen (Wwdl 189);
Wenn einer sagt: »Ich mag dich, du« (KuS 470)

Psalm

Aus Psalm 139 die Verse 13–17 nach der Übersetzung der BasisBibel.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Ausmalbild

Hier finden Sie ein Ausmalbild zum Schiffbruch des Paulus:

Der besondere Tipp

Karin Jeromin/Jochen Stuhrmann

Alleswisserbuch zur Bibel

€ 38,00; Best.-Nr. 3808

Mit Hintergrundwissen zu 135 Geschichten der Bibel. Durchgehend illustriert und mit vielen Fotos, die die Bibel erklären.

Enthält auch für Kinder verständliche Landkarten zu den Reisen des Paulus.

Eignet sich als Hausbuch für die ganze Familie, als Infobuch für Kindergottesdienste und Kindergruppen oder als besonderes Geschenk.

Bibelwissen für alle – spannend, anschaulich, umfassend

Das Alleswisserbuch zur Bibel beinhaltet die 135 wichtigsten Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament im Text der revidierten Einheitsübersetzung und viel Hintergrundwissen zu Geschichte und Glauben. Als Hausbuch für die ganze Familie und für Kinder als Geschenk zu Kommunion und Firmung.

Wieso heißt das erste Buch der Bibel Genesis? Wie haben Jesus und seine Jünger gelebt? Was wissen Historiker und Archäologen über die damalige Zeit?

Karin Jeromin hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher verfasst. In ihrem reich illustrierten Buch verbindet sie die Erzählungen aus dem Alten und Neuen Testament mit interessanten Fakten. So finden Kinder und Erwachsene einen direkten Zugang zur damaligen Lebenswelt und können die Bibel besser verstehen.

  • Von der Erschaffung der Welt bis zur Endzeit: die wichtigsten Geschichten aus der Bibel
  • Wissenswertes über Alltagsleben, Geografie und Theologie
  • Zum gemeinsam lesen in der Familie oder für Kinder ab 10 Jahren
  • Als Ergänzung zur Kinderbibel im Religionsunterricht oder in der Pfarrgemeinde
  • Ein Buch für die Hausbibliothek – als Geschenk zu Konfirmation, Ostern oder Weihnachten!

Die Bibel: Geschichte und Vielfalt der Heiligen Schrift lebendig dargestellt

Kostbare Ölbäume, Tauben als Friedenssymbole, ein Regenbogen als Zeichen Gottes – viele religiöse Symbole sind zwar bekannt, ihre Entstehungsgeschichte ist aber oft ein Rätsel. In diesem Buch finden sich alle Antworten auf Fragen, die bei der Bibellektüre auftreten können, ergänzt durch zahlreiche Illustrationen. So werden die Bibelgeschichten in all ihren Facetten verständlich.

Ein Nachschlagewerk, dessen Sachinformationen die bekannten Erzählungen aus Altem und Neuem Testament greifbar machen: So wird die Welt der Bibel in ihrer ganzen Bedeutungsvielfalt fassbar!

Zahlreiche Fakten zu Personen und Lebenswelten der Bibel, zu Tieren, Pflanzen, Landschaft und historischen Hintergründen bieten einen für Kinder ansprechend und verständlich aufbereiteten Zugang zu den Texten. Die Illustrationen von Gebäuden, Menschen, Arbeitsgeräten usw. entsprechen historischen Erkenntnissen und erleichtern den Zugang zur Welt der Bibel und der antiken Umwelt. Das Buch enthält rund 400 farbige Illustrationen, Fotos und Karten.

Dieses Buch eignet sich besonders für Familien, Schüler:innen und interessierte Bibelleser:innen. Es ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Über die Autor:innen

Karin Jeromin (geb. 1965) studierte Neuere deutsche Literatur, Theologie und Pädagogik. Sie ist Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher.

Jochen Stuhrmann (geb. 1976) studierte Mathematik und Bildende Kunst für gymnasiales Lehramt sowie Illustration. Seit 2003 ist er freiberuflich im Bereich Kinderbuch- und Wissenschaftsillustration tätig. Er arbeitet für Zeitungen und Magazine wie „Die Zeit“ und „Geo“.

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III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Wieder wird die Taschenlampe als Symbol gezeigt. Die Kinder erzählen, woran sie sich erinnern.

Der Hauptmann hört nicht auf Paulus

Paulus ist auf seiner letzten Reise. Er ist unterwegs nach Rom, in die Hauptstadt des römischen Reiches. Er fährt zum Kaiser. Allerdings ist Paulus schon wieder Gefangener. Er wird von einem römischen Hauptmann und einigen Soldaten nach Rom gebracht. Zu Fuß dauert die Reise zu lange. Deshalb sind sie mit einem Schiff unterwegs. 
Sie sind spät dran. Der Sommer ist vorbei. Jederzeit können die Herbststürme losbrechen. Die sind sehr gefährlich. Schon viele Schiffe sind in diesen Stürmen untergegangen. 
Nur langsam kommt das Schiff vorwärts, Oft kommt der Wind aus der falschen Richtung. 
Schließlich kommen sie an einem Hafen vorbei. Paulus sagt zum Hauptmann: »Hauptmann, es ist besser, in den Hafen einzulaufen. Wir sollten den Winter über hier bleiben. Die Gefahr ist zu groß, in schwere Stürme zu geraten.« Der Hauptmann berät sich mit dem Kapitän. Doch der meint: »So ein Quatsch. Wir kommen bestimmt noch bis Phönix. Da ist es viel schöner. Da überwintern wir dann!« Der Hauptmann vertraut dem Kapitän. Sie fahren weiter. 

Ein Sturm kommt auf

Es scheint so, als hätte der Kapitän recht. Sie kommen zwar nur langsam voran, aber die See ist ruhig. 
Doch plötzlich, von einem Augenblick auf den anderen, ändert sich alles: Der Himmel wird ganz dunkel. Der Tag wird zur Nacht. Wolken ziehen auf und ein Sturm bricht los. Riesige Wellen türmen sich auf. Das Schiff wird hin- und hergeworfen. 
Niemand weiß, wo sie sind. Immer wieder messen die Seeleute, wie tief das Wasser ist. Sie haben Angst, auf ein Riff aufzulaufen. Dann würde das Schiff untergehen und sie alle mit ihm.
Die Menschen an Bord sind niedergeschlagen. Seit Tagen haben sie Angst. Seit Tagen war keine Sonne zu sehen. Seit Tagen können sie nichts essen. 
Da fängt Paulus an, zu den Menschen zu reden. Zuerst hört ihm kaum jemand zu. Doch dann rücken sie näher zusammen und lauschen auf das, was Paulus erzählt: »Ihr Lieben, Gott hat mir einen Auftrag gegeben. Es ist Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Ich soll überall von ihm erzählen. Und heute Nacht hat Gott mir durch einen Engel eine gute Nachricht gebracht: Unser Schiff wird heil ans Ziel kommen. Wir werden alle gerettet! Ich soll nämlich zum Kaiser nach Rom. Und jetzt esst wieder etwas, damit ihr neue Kraft bekommt. Es wird euch guttun.« 
Diese Worte machen den Menschen Mut. Sie bekommen neue Hoffnung und auch wieder Hunger. 

Die Rettung

Nach Tagen legt sich der Sturm. Das Meer wird wieder ruhig. Wieder und wieder messen die Seeleute, wie tief das Wasser noch ist. Und sie merken: Es wird immer flacher. Plötzlich gibt es einen gewaltigen Ruck. Das Schiff hat sich festgefahren. Es ist beschädigt und hat ein großes Loch an der Seite.
Da übernimmt Paulus das Kommando. »Alle, die schwimmen können, springen ins Wasser und retten sich ans Ufer.« Kaum hat Paulus das gesagt, sind die ersten auch schon im Wasser. Die Wolkendecke ist aufgerissen, das Ufer ist zu sehen. 
»Alle, die nicht schwimmen können, nehmen sich ein Stück Holz, das auf dem Wasser treibt!«, ruft Paulus den anderen zu. »Klammert euch daran und lasst euch ans Ufer treiben!« Wieder ist zu hören, wie Menschen ins Wasser springen. Paulus springt als Letzter. 
Am Stand angekommen, versammelt er alle. Er bittet den Kapitän, zu zählen, ob alle da sind. Als der fertig ist, meldet er erleichtert: »Alle 276 Menschen, die auf dem Schiff waren, sind sicher an den Strand gekommen.« 
Da spricht Paulus ein Dankgebet: »Jesus Christus, ich danke dir, dass du uns alle gerettet hast. Du bist das Licht der Welt. Du hast uns einen Weg aus diesem gewaltigen und gefährlichen Sturm gezeigt. Dafür lobe und preise ich dich! Amen!« 
Und es ist klar: »Wir bleiben den Winter über auf dieser Insel. Im Frühjahr dann werden wir unsere Reise nach Rom fortsetzen.« Diese Insel war Malta.

Sonderpreis! Je Set nur 5 €

Der besondere Tipp

Symbolkarten-Sets

Für Gruppen jeden Alters

Die Karten können vielfältig zum Einsatz kommen: Gesprächseinstieg/-abschluss von Einheiten (Wie geht es mir – allgemein? Wie war die Stunde/Einheit/das Thema für mich? Das verbinde ich mit dem Gedanken an …); Bilder zu Themen zuordnen; Eigenschaften von Menschen/Dingen ausdrücken; spielen …

Jedes Set enthält 20 Motive auf 40 Karten sowie ein Textheft mit Geschichten, meditativen 
Gedanken, Gedichten und Gebeten. 

Je Set 5,00 € (anstatt 14,90 €); 

gekreuzigt: Best.-Nr.: 1461;

Lob und Dank: Best.-Nr.: 1462

HimmelsBoten: Best.-Nr.: 1463;

Leben ist wie …: Best.-Nr.: 1465

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Erzählung für die Älteren

Lukas tritt wieder als Arzt auf. Diesmal mit nassem Haar und feuchtem Arztkittel. Er schüttelt sich. 

Gerettet aus höchster Not

Puh, das war Rettung in höchster Not! Wir sind gerade knapp dem Ertrinken entkommen. Der Hauptmann, der Paulus bewacht, hätte auf ihn hören sollen! Doch er hat lieber dem Kapitän vertraut. Aber … ich erzähle euch von Anfang an …

Als Gefangener auf dem Weg nach Rom

Also: Paulus und ich waren ständig unterwegs. In Griechenland und darüber hinaus haben wir Spenden gesammelt. Die waren für die Christinnen und Christen in Jerusalem. Und die haben wir zu ihnen nach Jerusalem gebracht. Zuerst war die Freude in der Gemeinde in Jerusalem groß. Doch schon bald gab es deshalb Streit und Ärger. Die führenden Leute in der Gemeinde wollten Paulus deshalb wieder loswerden. Und so sorgten sie dafür, dass er der Unruhe wegen verhaftet wurde. 
Dem römischen Hauptmann, der ihn abführte, sagte Paulus: »Ich habe das römische Bürgerrecht. Damit habe ich auch das Recht, vom Kaiser in Rom selbst zu der Sache angehört zu werden.«
Also musste Paulus nach Rom gebracht werden. Er war ein Gefangener und der römische Hauptmann sollte ihn mit seinem Trupp Soldaten sicher dort hinbringen. Als der Leibarzt von Paulus war ich auch auf dieser Reise sein Begleiter. 

Eine folgenschwere Entscheidung

Wir waren spät dran. Der Sommer war schon vorbei und mit dem Herbst kam die Zeit der schweren Stürme, die jederzeit losbrechen können. Die sind sehr gefährlich. Schon viele Schiffe sind in diesen Stürmen untergegangen. 
Doch der Hauptmann wollte die Reise unter allen Umständen beginnen. Also machten wir die Leinen los.
Der Wind kam aus der falschen Richtung. Nur ganz langsam kamen wir voran. Da änderte der Kapitän den Kurs und wir segelten an der Südküste von Kreta vorbei. Dort gab es einen Ort mit dem schönen Namen »Guter Hafen«. Paulus sagte zum Hauptmann: »Hauptmann, es ist besser, in den Hafen einzulaufen. Wir sollten den Winter über hier bleiben. Die Gefahr ist wirklich groß, in schwere Stürme zu geraten.« 
Der Hauptmann beriet sich mit dem Kapitän. Doch der meinte: »So ein Quatsch. Wir kommen bestimmt noch bis Phönix. Da ist es einerseits viel schöner und deshalb andererseits auch besser zu überwintern.« Der Hauptmann vertraute dem Kapitän, und so segelten wir weiter. 

Jetzt hilft nur noch beten

Zunächst ging alles gut. Der Wind stand gut, wir kamen schnell voran. Doch von einem Moment auf den anderen änderte sich das: Ein fürchterlicher Sturm kam auf. Unser Schiff wurde hin- und hergerissen. Es war dunkel wie in der Nacht. Und wir hatten fürchterliche Angst.
Tagelang konnten die meisten nichts essen – sie waren seekrank. Da konnte auch ich nicht viel helfen. Viele beteten zu ihren Göttern. Auch Paulus und ich beteten: »Gott, rette uns alle!« 

Paulus macht Mut

Schließlich fing Paulus an, zu den Menschen zu reden. Mitten im Sturm. Zuerst nahm ihn kaum jemand wahr. Doch dann rückten die Menschen näher zusammen und lauschten, was Paulus erzählte: »Ihr Lieben, heute Nacht hat Gott mir durch einen Engel eine Nachricht zukommen lassen: ›Paulus, Gott will, dass du dem Kaiser in Rom von Jesus erzählst. Das Schiff wird heil ans Ziel kommen. Alle darauf werden gerettet!‹ Das hat mir wieder Mut gegeben, deshalb möchte ich es euch weitersagen. Am besten, wir essen jetzt wieder etwas, damit wir neue Kraft bekommen.« 
Diese Worte machten uns allen Mut. Wir bekamen neue Hoffnung und auch ein bisschen Hunger.
Immer wieder maßen die Seeleute die Wassertiefe. Und sie merkten: Das Wasser wird immer flacher. Da tauchte im Morgengrauen eine Bucht auf. 

Der Rettungsplan

Da hinein wollten die Seeleute das Schiff bis an Land treiben lassen. Al-les, was nicht niet- und nagelfest war, warfen sie über Bord, damit das Schiff leichter wurde. Es schien zu klappen. Doch plötzlich gab es einen gewaltigen Ruck. Menschen und Ladung flogen wild durcheinander. Das Schiff ächzte – es war dabei, auseinander zu brechen. Da stürzten sich die Soldaten des Hauptmanns auf die Gefangenen. Sie mussten sie töten. Denn wenn ihnen auch nur einer davon entwischt wäre, würden sie dafür mit ihrem Leben bezahlen. Doch zur großen Überraschung rief der Hauptmann: »Lasst die Gefangenen in Ruhe!« Und dann übernahm er das Kommando: »Alle, die schwimmen können, springen ins Wasser und schwimmen zum Ufer. Die anderen schnappen sich ein Stück Holz und lassen sich damit ans Ufer treiben.«

Alle gerettet!

Der Plan des Hauptmanns ging auf. Als wir uns am Strand versammelten, stellte sich heraus: Alle 276 Menschen, die an Bord des Schiffes waren, haben überlebt und waren sicher am Strand angekommen. Und jetzt wisst ihr, warum ich hier so nass vor euch stehe.
Da knieten Paulus und ich uns mit den anderen Christinnen und Christen nieder und dankten Gott für seine Rettung. Anschließend kümmerte ich mich um die Kratzer und Wunden, die sich manche zugezogen hatten. 
Wir überwinterten auf Malta, so hieß die Insel, auf die wir uns gerettet hatten. Von dort ging es dann im Frühling weiter nach Rom.

Ein Geist, viele Gaben

Ebenso passend zu Pfingsten …

1. Korinther 12,4–6+11–26

I. Vorüberlegungen

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
  • Für Gruppen gilt: Entweder man gehört dazu, ist dabei, erlebt Gemeinschaft oder das Gegenteil passiert: Man ist nicht Teil der Gruppe, es passt nicht miteinander. Der Wunsch, dazuzugehören, ist alt und begleitet ein ganzes Leben. Im Team bietet es sich an, über eigene Erfahrungen und Wünsche nachzudenken:
    • Welche Erfahrungen in Gruppen habe ich gemacht?
    • Bin ich gerne Teil einer Gruppe? Warum?
    • Wann brauche ich meine Unabhängigkeit?
    • Geht auch beides? Dabeisein/unabhängig.
    • Welche Verhaltensweisen, Meinungen etc. in einer Gruppe fallen mir schwer und warum?
    • Ein Körper ist nach außen klar abgegrenzt. Muss er das, um die inneren Dinge zusammen zu halten?
    • Wieviel Verschiedenartigkeit halten wir aus in der Gemeinde?
    • Was verbindet uns im Team? Was haben wir gemeinsam? Was sehen/machen wir anders? Wo ergänzen sich unsere Begabungen?
    • Gottes Geist verbindet – wo haben wir diese Erfahrung schon mal gemacht?
    • Was für Erfahrungen von Gemeinschaft wünschen wir uns für die Kinder im Kindergottesdienst? Wie können wir das fördern?
Zum Text / Zum Thema
  • Der Text beschreibt mit einem Bild, wie Paulus sich das Miteinander in einer Gemeinde vorstellt. Dass er das Thema aufgreift zeigt, dass gute Gemeinschaft und Einheit auch damals nicht selbstverständlich waren. In der Gemeinde in Korinth kam es zu Streit, weil ihre Mitglieder unterschiedlich vermögend waren. Doch Paulus vermittelt mit dem Bild die Erfahrung, dass der Glaube an Jesus Christus verbindet – auch über Abgrenzungen und Trennendes hinweg.
  • Das Thema ist aktuell in der Kirche und eine gesellschaftliche Herausforderung. Wie gehen wir mit Verschiedenheit um und was verbindet uns, wenn wir wenig gemeinsam haben?
  • Da der Text keine erzählende Geschichte ist, bietet es sich an, beim Bild eines Körpers mit seinen Teilen zu bleiben und nach »Verschiedensein« und »Zusammengehören« zu fragen.
Die Kinder und der Text / das Thema
  • Kinder sind von Anfang an Teil einer Gemeinschaft – in der Regel ihrer Familie. Wie diese aussieht und wie sie sie erleben, ist unterschiedlich. Mit Kindergarten und Schule kommen weitere Gruppen dazu. Auch hier erleben sie, dass sie dazugehören, ausgeschlossen sind, Kompromisse aushandeln müssen …
  • Das sind wichtige soziale Erfahrungen, die Kinder in jeder Gruppe machen (auch in der Kinderkirche) und die oft prägend sind für das weitere Leben.
  • An das Bild vom Körper können sich Kinder gut erfahrungsbezogen annähern. Sind Kinder mit Handicap dabei, muss besonders sensibel mit dem Thema umgegangen werden.

II. Bausteine

Spiele
Körpererfahrung und Aufeinander-angewiesen-Sein
  • Körperteile wachklopfen.
  • Mit verbundenen Augen und zugehaltener Nase Lebensmittel probieren und erkennen.
  • Mit Fausthandschuhen eine Schleife binden.
  • Pantomimisch um etwas bitten.
  • Gegenstände, die unter einem Tuch liegen, ertasten.
  • Hälfte der Kinder bekommt die Augen verbunden. Sie führen sich paarweise, ohne anzustoßen. Alternative: Kind mit verbunden Augen bekommt Aufgaben.
  • Auf einem Tisch in der Mitte steht etwas zu essen. Alle strecken die Arme aus und sollen nicht angewinkelt werden. Wie gelingt es, etwas essen zu können? (Lösung: Die Kinder geben sich gegenseitig zu essen.)
Gemeinsames Mobile

Jedes Kind gestaltet sich auf Vorlage mit kleinem Körperumriss oder Kopf und schreibt darauf, was es gut kann. Daraus ein Mobile basteln.

Anschließendes Gespräch: Die Teile sind verbunden und können sich dennoch frei bewegen. Was passiert bei Wind? Was passiert, wenn ein Teil wegfällt oder dazukommt? Was ist die Verbindung, ohne die es nicht geht?

Körperumriss

Ein ausgeschnittener Körperumriss (in Originalgröße) dient als Gesprächsimpuls oder um Ideen aus Gespräch an die passende Stelle zu schreiben:
a) Bildliche Ebene: Welches Körperteil brauche ich wofür? Welches ist das Wichtigste?
b) Übertragung: Was braucht es in einer Gruppe/Gemeinde?

Malaktion im Freien

(Vgl. hierzu: Gabi Scherzer, Von der Hand zum Herz, ab Seite 103 – siehe besonderer Tipp unten)

  • Den Umriss jeden Kindes mit Straßenkreide so aufmalen, dass sich die Körper teilweise überschneiden. Dann die Zwischenräume ausmalen.
  • Versuchen, die einzelnen Körperumrisse der Kinder zu einem großen Körper anzuordnen. Der Kopf für Jesus wird dazugemalt.
  • Variante für drinnen: Handumrisse auf Papier malen, ausschneiden und entsprechend anordnen.

Der besondere Tipp

Von der Hand zum Herz 5 Minuten Kreativität zur Bibel

Mit altersgemäßen Bibeltexten, ergänzenden Gestaltungsideen und -anleitungen; Information zu den angewendeten Techniken:

Arbeit mit Papier, Farben, Ton, Nägel und Schnur, Spraydosen und Nagellack, Collagen und Papierbatik, Pantomime und Schattenspiel.

Kreativideen u.a. zu folgenden Bibelstellen: 

  • 1. Mose 25,24-34; 27,1-28,; 28,10-122; 32,23-31; 33, 1-120
  • Psalm 57,2-7
  • Sprüche 12,18
  • Jesaja 45,2-3,5a
  • Lukas 2,6-20  (Weihnachten)
  • Joh. 4,4-26
  • Joh. 20,11-18 (Ostern)
  • Apg. 2 (Pfingsten)
  • Joh. 1,59-12 / Eph. 5,8-9
  • Markus 4,35-41

Für Kinder von 6 bis 12 Jahren.

120 Seiten, Format 19,5 cm x 17,5 cm, Spiralbindung.

junge-gemeinde.de

Gebet mit Beteiligung der Kinder

Jedes Kind ist wichtig für die Gemeinschaft und kann beim Gebet etwas einbringen:

Kinder nennen ihre Gebetsanliegen (Dank, Bitte) und legen symbolisch einen Gegenstand dazu ab (Glasnugget, Stein, Kerze …). Wer sich traut, sagt laut das Anliegen selbst, ansonsten unterstützen die Mitarbeitenden (vgl. hierzu KuS, Seite 706).

III. Gestaltungsvorschlag für den Gottesdienst

1. Begrüßung
2. Lied

Ein jeder kann kommen (KuS 192);
Wir sind eingeladen zum Leben (KuS 185)

3. Gebet

Mit Beteiligung der Kinder (s. oben)

4. Spiel/e

(s. »II. Bausteine«, siehe oben) und kurzer Austausch über Erlebnisse beim Spielen:

5. Lied

Zeig mir deine Nase (KuS 297);
Anders als du (KuS 556)

6. Anspiel

Silas und Helena aus der Gemeinde in Korinth unterhalten sich. Später kommt Cornelia mit dem neuen Brief von Paulus dazu.
Silas: Hallo Helena, schön dich zu treffen. Gehst du auch zum Gottesdienst nachher?
Helena: Hallo, Silas. Ja, aber ich habe gar keine Lust. Hoffentlich gibt es nicht wieder Streit.
Silas: Oh, ja. Nach dem letzten Gottesdienst war ich ganz durcheinander. Dabei gehe ich eigentlich gerne in den Gottesdienst.
Helena: Es gibt eben ein paar, die wollen bestimmen – weil sie viel Geld haben. Dann gibt es Streit. Aber ich finde, das passt gar nicht zu uns. Bei Gott sind doch alle gleich. Oder?
Silas: Da hast du schon recht. Aber ist das nicht überall so, dass die, die was zu sagen haben, reich sind?
Helena: Eben. Gerade deshalb sollte es bei uns anders sein.
Silas: Ohne ihre Häuser hätten wir aber gar keinen Ort, um uns zu treffen. Und sie kaufen ja auch immer das Essen für alle.
Helena: Ich finde trotzdem, dass sie nicht allein bestimmen sollen.
Silas: (Verärgert) Aha. Aber dass du umsonst etwas zu essen bekommst, findest du gut. Wenn alle gleich sein sollen, müssen dann nicht auch alle zahlen?
Helena: (Ebenfalls verärgert) Das hätte ich ja nicht von dir gedacht! Weißt du, was ich so toll bei Jesus finde? Dass es ihm egal ist, ob ich Geld habe oder nicht.
Silas: Das ist ja auch gut so. Aber bestimmen kannst du eben nicht. Ich auch nicht. Wir sind eben nicht so wichtig.
Helena: Ach, so siehst du das … Jetzt weiß ich ja, woran ich bei dir bin. (Dreht sich weg; zu den Kindern:) Der kapiert es einfach nicht.
Silas: (Schweigt einige Zeit mit gesenktem Kopf) Jetzt streiten wir auch schon … Ich weiß gar nicht, was ich jetzt sagen soll … So ein blödes Thema.
Helena: Hm … Streit will ich ja auch nicht … Aber ich finde, bei uns sollte es anders sein … Weil wir zu Jesus gehören. Wir sollten es so machen wie er … Und jetzt – gehen wir zum Gottesdienst?
Silas: Ja, lass uns gehen. (Gehen los; Cornelia kommt mit Brief in der Hand.)
Cornelia: Hey, ihr zwei, geht ihr zum Gottesdienst? Ich komme auch mit!
Helena: Hallo Cornelia! Ja, komm mit.
Silas: Hallo! (Alle schweigen)
Cornelia: Was ist denn bei euch los? Dicke Luft?
Helena: (Traurig) Ja, wir haben über die Gemeinde gesprochen. Und den Streit.
Silas: Dabei haben wir fast selbst gestritten.
Helena: Ich wünsche mir nur, dass ich wenigstens in der Gemeinde so akzeptiert werde, wie ich bin. Und dass ich sagen kann, was ich denke.
Cornelia: Oh! Ich sehe: Da seid ihr echt bei einem schwierigen Thema gelandet.
Silas: Und nicht nur wir. Das betrifft ja unsere ganze Gemeinde.
Cornelia: Ich habe gute Neuigkeiten. Von Paulus ist ein neuer Brief gekommen.
Silas: Oh, der kommt gerade richtig.
Helena: Paulus? Hm, wer war das nochmal?
Cornelia: Er war der erste, der uns von Jesus erzählt hat. Ohne ihn wüssten wir nichts über Gott.
Silas: Ja, er war lange bei uns. Von ihm weiß ich, dass Jesus auferstanden ist. Durch ihn haben sich die Menschen zusammengetan, die an Gott glauben. Durch ihn hat sich unsere Gemeinde gebildet. Aber seit er weg ist, ist es schwieriger geworden.
Cornelia: Aber er schreibt uns. Immer wieder. Ich habe schon gelesen, was drin steht im Brief.
Helena: Aber so ein Brief nützt ja nix.
Cornelia: Doch! Hört mal zu. Da steht, dass wir alle in der Gemeinde in Korinth wie ein Körper sind. So eng gehören wir zusammen.
Silas: Wie ein Körper? Wie ist das denn gemeint?
Cornelia: Er schreibt: Wir sind wie ein Körper von einem Menschen. Da gehört alles zusammen und jedes Körperteil hat seine Aufgabe. So ist es auch bei uns in der Gemeinde.
Helena: Hört sich interessant an. Bei einem Körper sind ja wirklich alle Teile wichtig.
Cornelia: Genau so habe ich das auch verstanden. (Liest aus dem Brief) »Wenn der ganze Körper ein Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruchssinn?« (Schaut auf) Alles hängt also irgendwie zusammen: Nur das Auge kann sehen – also ist es wichtig. Nur das Ohr kann hören – also ist es wichtig. Und auch die Nase ist wichtig.
Silas: Und was bedeutet das für uns?
Helena: Dass alle gleich wichtig sind, auch wenn sie unterschiedlich sind. Du bist wie das Auge und ich wie das Ohr. Und Cornelia wie die Nase.
Silas: Verstehe ich noch nicht so ganz.
Cornelia: Alle sind wichtig und haben einen Platz bei uns. Und wenn es einem von uns schlecht geht, leiden alle. Wie es bei Zahnweh dem ganzen Körper schlecht geht.
Silas: Ja, das stimmt.
Helena: Deshalb ist es wichtig, dass wir alle dazugehören. Cornelia zum Beispiel kann lesen und du kannst so schön singen.
Cornelia: Und du, Helena, hast oft gute Gedanken. Andere von uns können gut zuhören und wieder andere … haben eben Geld. Egal, was wir können und haben: Wir gehören alle dazu, weil wir zu Jesus gehören.
Helena: Ich bin gespannt, was die anderen dazu sagen.

7. Lied

Wir wollen aufstehn (KuS 286)

8. Kreative Aktion

Mobile oder Malaktion (beides s. oben)

9. Gebet

Guter Gott,
danke, dass wir nicht alleine leben,
sondern mit vielen Menschen zusammen.
Danke, dass wir alle etwas Unterschiedliches können und uns ergänzen.
Danke für alle Kinder, die hier sind.
Danke für N.N. Danke, dass sie/er gut … kann. (Nacheinander Namen aller Kinder einfügen und was sie gut können; evtl. vom Mobile übernehmen.)
Wir bitten:
Hilf uns, dass wir gut miteinander auskommen.
Zeig uns, wie wir Streit lösen können,
wenn wir Verschiedenes wollen.
Gib uns ein offenes Herz,
dass wir niemanden ausschließen.
Danke, dass wir zusammengehören und du uns dabei hilfst. Amen.

10. Vaterunser
11. Lied

Viele kleine Leute (KuS 533)

12. Segen

Zu Pfingstsonntag, 28.05.2023

Apostelgeschichte 2,1–13

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche. Ein Grund zu feiern – oder? Immerhin gibt es auch genug Gründe, sich zu beklagen:

Wie blicken Sie auf Ihre Kirche, Ihre Gemeinde? Gibt es da Anlass zu klagen? Vielleicht finden Sie gemeinsam aber auch viele Dinge, die Grund zu feiern sind.
Das Pfingstfest lädt ein, sich immer neu begeistern zu lassen für die Sache Gottes. In dem Vertrauen darauf, dass wir nicht allein auf unsere Kräfte und Kreativität angewiesen sind, sondern dass Gottes Geist uns trägt und führt. Dass er uns hilft, Grenzen zu überwinden.

Zum Text / Zum Thema

Vielleicht liegt darin das Wundersamste an Pfingsten: Menschen, die voll Freude sind über das, was mit ihnen geschieht; die mehr schaffen, als sie sich selbst zugetraut haben; die Teil der großen Geschichte Gottes mit den Menschen werden (unn nicht unbedingt in Feuer und Wind).

Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente
Lieder

Am hellen Tag kam Jesu Geist (KuS 146);
Hallelu-, Halleluja (KuS 226);
Komm, sag es allen weiter (KuS 268/EG 225)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Flammen aufhängen

Die Kinder schneiden aus gelbem Papier vorgezeichnete Flammen aus. Im gemeinsamen Gespräch erzählen sie zum einen, was sie persönlich begeistert;
zum anderen, warum sie gerne in den Kindergottesdienst kommen. Die Gedanken hieraus werden in Stichworten auf die Flammen geschrieben, die im Kindergottesdienst-Raum aufgehängt werden. Dazwischen hängen die Mitarbeitenden weitere Flammen auf, die Mut machende Bibelworte enthalten (z. B. Psalm 18,30b; Matthäus 28,20b; Psalm 139,5; Psalm 138,3).

Der besondere Tipp

Peter Hitzelberger (Hg.)/Michael Landgraf
Die Bibelkiste S1609

In verschiedenen Einheiten werden Herkunft und Entstehung der biblischen Texte thematisiert, die schriftliche Fixierung, Vervielfältigung und Verbreitung der Bibel, weitere Schwerpunkte sind Ursprache und Übersetzung der Bibel – von Luther
bis zur Volxbibel – sowie die Vielfalt der Textarten und der heutige Umgang mit der Bibel. Neben der Vermittlung von Basis-Wissens zur Bibel sorgen auch viele kreative oder spielerische Elemente für Abwechslung. Die Stärke des Konzepts liegt außerdem in der Verbindung der Lerninhalte mit spirituellen Fragen, die Kinder und Jugendliche heute bewegen.

Die Bibel-Kiste aus Holz enthält folgende Materialien:
•USB-Stick mit Arbeitsblättern, Schautafeln und Anleitungen (Word-Dateien – Vorlagen können also selbst nachgedruckt werden)
• Bibelausgabe: Die Gute Nachricht Bibel für dich (2x)
• Mein Bibel Griffregister (2x)
• Spiel Bibelfußball (mit Spielplan, Spielkarten und Spielscheibe)
• Wir Bibelentdecker (Arbeitsbuch mit Kursmaterial)
• Biblische Symbole entdecken (Symbolbildkarten-Set)
• Der Herr ist mein Hirte (Postkarten-Set)
• Mein Martin-Luther-Bibel-Buch (Bastelbogen)
• Fünf verschiedene Poster zu „Welt und Umwelt der Bibel“
• Schreibrohr Calamus (3x in Schutzhülle)
• Federhalter natur
• Verschiedene Ausdrucke von Arbeitsblättern, Schautafeln
und kreativen Methoden für Lernstationen, Gruppenarbeiten
und Wandtafeln
Folgende „Verbrauchsmaterialien“ sind im Set enthalten und
können bei Bedarf unter junge-gemeinde.de jederzeit nachbestellt
werden:
• Naturpapyrus Lesezeichen (10er-Set in Schutzhülle)
Best-Nr. 1617
• Pergament (A6 mit Probestück) Best-Nr. 1619
• Römische Wachstafel Best.-Nr. 1620
• Bibeltinte (Eisengallustinte) Best-Nr. 1630

Die Holzkiste ist ausreichend groß für zusätzliche eigene Materialien.

€ 179,00; Best.-Nr. S1609

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Ich nehme euch heute mit in eine Stadt, die Jerusalem heißt. Ich will euch ganz genau beschreiben, was ich höre, sehe und spüre. Hört gut zu.

Unglaublich und unerhört

Was für ein Chaos! Von überall laufen die Menschen zusammen. Und ich mittendrin. Was da wohl los ist? Ich lasse mich mitreißen. Alle drängen auf einen großen Platz. Da passen jetzt schon nicht noch mehr Leute drauf, aber es wird einfach näher zusammengerückt. Was ist da nur los? Ich bin zu klein, um über die anderen hinwegzusehen. Zwischen zwei Frauen taucht kurz ein großer Steinblock auf. Ich kämpfe mich durch. Dann, endlich, sehe ich, was da passiert.
Da steht ein Mann: Groß, kräftig. Mit einem wilden Bart. »Ein Bauer oder ein Fischer«, denke ich. Hinter ihm stehen noch einige Männer und Frauen. Sie alle sehen anders aus als die Menschen hier in der Stadt. Sie kommen vom Land. Das erkennt man sofort. Der Mann mit dem Bart hält eine Art Rede. Ich verstehe nicht genau, was er sagt. Aber ich sehe, dass die Menschen auf dem Platz heftig darüber diskutieren. »Unglaublich!«, höre ich jemanden rufen. »Unerhört!«, eine andere.

Was ist hier los?

Von meinem Beobachtungsposten aus schaue ich mich um. Da entdecke ich Amos. Einen Nachbarsjungen. Er steht fast ganz vorne. Vielleicht hat er mitbekommen, um was es geht. Ich schlängle mich zwischen den Menschen zu ihm durch. Das dauert … aber dann habe ich es geschafft. Ich tippe Amos auf die Schulter. Er bemerkt das zunächst gar nicht, so gespannt hört er dem Mann zu. »Hallo Amos«, sage ich schließlich, »kannst du mir sagen, was hier los ist?« – »Ja, klar! Das sind die Freunde von Jesus. Von Jesus hast du schon gehört, oder?« Ich nicke. »Sie sind sich sicher, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Das ist jetzt schon ein paar Wochen her. Seitdem treffen sie sich jeden Tag in diesem Haus da.« Amos zeigt auf ein Haus am Rand der Menschenmenge. »Meistens sieht man nicht viel von den Jesus-Freunden. Doch heute sind sie plötzlich alle aus dem Haus herausgerannt. Die Leute dachten, es brennt vielleicht.«

Wie Feuer

»Oh nein, ein Feuer?«, unterbreche ich Amos. »›So etwas ähnliches‹, haben die Jesusfreundinnen gesagt. Sie haben erzählt, dass der Geist Gottes zu ihnen gekommen ist. Und dass das so ausgesehen hat wie Feuer. Aber angefühlt hat es sich wie Wind. Verrückt, oder?« – »Ja, das kannst du laut sagen.« – »Auf jeden Fall hat der Geist Gottes sie richtig fröhlich gemacht. So fröhlich habe ich schon lang niemanden mehr gesehen. Manche haben sogar gesagt, die wären betrunken. Das glaube ich aber nicht. Die freuen sich einfach. Dieser Geist von Gott hat etwas mit ihnen gemacht. Etwas, das ihnen sehr guttut.« – »Echt? Das ist ja interessant. Und wer ist der Mann da mit dem Bart?« – »Das ist Petrus, habe ich mitbekommen. Besonders ist vor allem, wie er redet. Er und die anderen Jesusfreunde können alle Sprachen der Menschen hier auf dem Platz sprechen. Schau dich um: Hier sind Leute aus der ganzen Welt.«

Auf der ganzen Welt von Jesus erzählen

»Was?«, frage ich überrascht. »Aber diese Jesusfreunde sind doch einfache Menschen vom Land! Warum können die so viele Sprachen?« – »Auch das war wohl der Geist. Er hat sie ihnen … beigebracht.« – »Unglaublich!«, rufe ich. »Dann können sie ja allen Leuten auf der ganzen Welt von ihrem Jesus erzählen.« – »Genau das wollen sie, denke ich« – »Dann lass uns mal hören, was sie zu sagen haben.« Ich nehme Amos bei der Hand und dränge mich ganz nach vorne. Bis wir fast bei Petrus stehen. Vielleicht können wir ja sogar noch etwas von den Flammen sehen …

Erzählung für Ältere

Wir sind nur so wenige

»Sag mir, wie das gehen soll.« Ratlos stehe ich vor Maria. »Jesus hat uns gesagt, wir sollen seine Worte in der ganzen Welt verkünden. Aber wie sollen wir das machen? Wir sind nur so wenige. Ich war noch nie in einem anderen Land. Außerdem kann ich überhaupt nicht gut erzählen.« Maria schaut mich an. »Aber du hast doch gehört, was Jesus gesagt hat, als er in den Himmel gegangen ist: Er schickt uns seinen Geist. Der wird uns helfen.«
»Und wann kommt der Geist?« – »Der kommt schon, keine Angst.« – »Glaubst du wirklich, mit dem Geist ist dann alles anders? Kann ich dann vor Menschen sprechen, ohne knallrot zu werden?« – »Ganz bestimmt.« – »Na, ich bin skeptisch. Der Geist ist vielleicht nur für die, die bestimmen; die sowieso immer sagen, wo es langgeht.« Maria steht auf. »So, jetzt hast du genug gegrübelt, jetzt müssen wir los. Die Versammlung beginnt gleich.«

Etwas liegt in der Luft

Ich hänge meinen Gedanken nach, während wir zu den anderen gehen …
Viele sind schon da. Etwas liegt in der Luft. Als ob heute noch etwas passieren würde. Petrus beginnt mit einem Gebet. Dann stimmt er ein Lied an. Alle singen mit. Doch meine Gedanken driften immer wieder ab. »Wie schön wäre das, wenn der Geist da wäre. Wenn er mir helfen würde, anderen zu erzählen, was ich von Jesus gehört habe.« Ich bin so tief in Gedanken und merke nicht, dass das Lied vorbei ist. Doch nein! Es ist gar nicht zu Ende. Alle sind plötzlich still. Etwas geschieht.
Ein Luftzug ist zu spüren. Es zieht. Nein, das ist ein Wind. Ein Wind, der sanft um mich weht. Auf den Gesichtern der anderen sehe ich, dass sie auch etwas davon spüren. Niemand sagt etwas. Dann sehe ich die Flammen. Kleine, tänzelnde Flammen auf den Köpfen der Menschen im Raum. Auch auf meinem? Ich traue mich nicht, jemanden zu fragen. In der Stille merke ich, wie sich etwas in mir verändert. Es ist, als ob ich zu enge Kleidung ausziehen würde. Als ob ich aus einem stickigen Keller an die frische Luft komme. Als ob nach einem kalten Winter die Sonne mein Gesicht wärmt.

Nach draußen

»Das ist der Geist!«, ruft jemand. »Der Geist! Der Geist!«, stimmen immer mehr ein. Auch ich. Jemand öffnet die Tür, wir drängen nach draußen. Mir ist, als ob ich fliegen könnte. Wir tauchen ein in das Getümmel der belebten Straßen. Da sind Leute aus aller Herren Länder. Als ich an ihnen vorbeigehe, fällt mir auf: Ich verstehe sie. Ob sie auch mich verstehen können? Ich spreche einen Mann an. Es klappt. Er versteht mich!

Das ist der Geist

»Woher kannst du meine Sprache?«, fragt der Mann. »Das ist der Geist«, sage ich. Der Mann schaut mich verständnislos an. Dann erzähle ich ihm alles. Von Jesus, der uns vom Reich Gottes erzählt hat, der uns erzählt hat, wie sehr Gott die Menschen liebt … Es sprudelt nur so aus mir heraus. Der Mann hört schweigend zu. Schweigend und staunend. »Danke für diese Geschichte«, sagt er, als ich fertig bin.

Begeistert

Ich ziehe weiter. Irgendwann treffe ich in dem Getümmel Maria wieder. Sie fragt mich: »Geht es dir auch so wie mir? Bist du auch so … begeistert?« – »Ja.« – »Und vor zwei Stunden hast du mir noch nicht geglaubt, dass der Geist kommt. Dass der Geist uns verändert.« – »Das stimmt«, bestätige ich. »Dass der Geist mich so sehr verändert, das hätte ich nicht geglaubt. Jesus hat sein Wort gehalten. Jetzt können wir wirklich in alle Welt gehen und allen von ihm erzählen.«

Der besondere Tipp

Die Geschichte von Pfingsten Minibüchlein

Passend zu den Erzähl-Sets für unser Kamishibai: die Geschichte von Pfingsten nach Apostelgeschichte 2, 1-45

zum Vor- und Nachlesen für Kinder im Vor- und Grundschulalter.

Inhalt:

Traurig sitzen die Freunde von Jesus zusammen, wie Sie seinen Auftrag ausführen sollen, wissen Sie nicht. Doch dann bekommen sie Hilfe von Gott selbst: der  Heiliger Geist braust plötzlich durch Ihr Zimmer, sie werden fröhlich, mutig und müssen nach draußen, um die frohe Botschaft auch allen anderen zu verkünden.

Format: 24 Seiten, mit farbigen Illustrationen

Format 12 x 12 cm, geheftet.

24 Seiten, € 2,50; Best.-Nr. 3584

junge-gemeinde.de

Zu Sonntag 21.05.2023

Apostelgeschichte 1,15–26 i. A.

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis

Eine vermutlich bekannte Situation in Kirchengemeinden: Ein Amt ist zu besetzen. Da stellt sich die Frage: Wer ist die/der Beste? So einmütig wie in der Urgemeinde geht es dabei wahrscheinlich selten zu. Ein Zugang zum Text kann daher ein Vergleich sein:
Wie geht das in unserer Gemeinde/im Vorbereitungskreis, wenn eine Aufgabe zu vergeben ist? Was könnten wir von der Urgemeinde lernen?

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente
Lieder

Wo zwei oder drei (KuS 190);
Gut, dass wir einander haben (KuS 294);
Ich möcht, dass einer mit mir geht (KuS 260/ EG 209)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Los-Wahl

Die Kinder organisieren eine Wahl, bei der Aufgaben verteilt werden (Kerze auspusten, Mitte aufräumen, Tür öffnen … Weitere Aufgaben nach Situation vor Ort. Idealerweise gibt es so viele Aufgaben, wie Kinder da sind. Wichtig ist, die Aufgabe nur einmal zu vergeben). Die Aufgaben werden vorher von den Mitarbeitenden ausgewählt. Dabei achten sie darauf, solche zu nehmen, die von allen Kindern gut ausgeführt werden können.
Ablauf: Zunächst überlegen die Kinder entlang der Aufgabenliste, welches Kind für welche Aufgabe am besten geeignet ist. Jemand aus dem Team notiert das Ergebnis. Anschließend wird gelost. (Die Lose mit den Namen aller Kinder wurden zuvor selbst erstellt, die Zettel gefaltet und in ein Körbchen gelegt.) Jemand aus dem Team nennt die erste Aufgabe, ein Kind zieht ein Los. Das Ergebnis wird notiert. Wenn alle Aufgaben ausgelost sind, wird verglichen, ob die von der Gruppe eingesetzten Kinder mit dem Losergebnis übereinstimmen.
Ganz zum Schluss kann nochmals thematisiert werden, ob das Losverfahren für die Erledigung der Aufgaben geschadet hat.

Der besondere Tipp

Peter Hitzelberger/Annette Härdter
Gott ist bei mir 30 Psalmen für Kita und Kinderkirche

Psalmen sind ein fester Bestandteil im Gottesdienst.

Mit ihren Bildern und Vergleichen kommen sie uns auch im
Alltag nahe. Damit Kinder in
Psalmen »hineinwachsen« können, haben wir 30 von ihnen entsprechend bearbeitet: Sie enthalten Kehrverse, die durch ihre Wiederholung die Melodie des »Psalmliedes« aufblitzen lassen; etliche Kehrverse sind vertont und können mit dem abgedruckten Notensatz auch gesungen werden; die Texte wurden so formuliert, dass sich Kinder ab 4 Jahren darin wiederfinden; aufgeteilt in vier Themenbereiche.

Für die religionspädagogische Arbeit in Kita und Reliunterricht sowie das Feiern von Kinder- und Familiengottesdiensten.

€ 17,00; Best.-Nr. 9044

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Einer fehlt

»Hört mir alle mal zu, hallo!«, ruft jemand vom anderen Ende des großen Raumes. »Hört mir zu!« Ich drehe mich um. Gerade habe ich mich so gut mit meinem Nebensitzer unterhalten. Wir haben uns erzählt, wie Jesus damals die Streithähne Jakobus und Johannes beruhigt hat. Die Stimme, die da ruft, gehört zu Petrus. Er war einer der engsten Freunde von Jesus. Er ist einer, der gerne sagt, wo es langgeht. Also warte ich, dass er anfängt zu sprechen. »Wie ihr ja alle wisst, sind wir nicht mehr zwölf, sondern nur noch elf ganz enge Freunde von Jesus. Uns elf nennt man auch Apostel …«
Ich hoffe, es wird nicht wieder eine dieser Reden, die ohne Punkt und Komma dauern, bis es dunkel wird. »Wir sind nur noch elf, weil Judas, der Jesus verraten hat, gestorben ist.« Tuscheln geht durch die Menge. Viele werden unruhig, als sie den Namen Judas hören. Niemand erinnert sich gerne an ihn. Er hat Jesus für 30 Silberstücke verkauft. Manche schütteln unwillkürlich den Kopf. Man sieht ihnen an, was sie denken.

Einer muss nachgewählt werden

»Deshalb müssen wir einen zwölften Apostel nachwählen.« Wieder Gemurmel. Diesmal eher aufgeregt. »Es muss jemand sein, der schon von Anfang an mit dabei war. Jemand, der alle Dinge gesehen hat, die Jesus getan hat. Jemand, der auch alle seine Geschichten gehört hat. Vor allem aber muss es jemand sein, der Jesus auch nach seiner Auferstehung gesehen hat – und davon erzählen kann.«
So stehen Josef und Matthias zur Wahl. Die beiden haben alles miterlebt und haben Jesus auch nach seiner Auferstehung gesehen.
Wieder geht ein Raunen durch die Menge. Einige blicken enttäuscht zu Boden. Sie sind erst seit kurzem in der Gemeinde. Sie kommen daher nicht in Frage.
»Und wie sollen wir wählen?«, fragt eine Frau. »Ja, bei so einem wichtigen Posten gibt es doch sicher Streit!«, ruft ein anderer. »Da habt ihr Recht«, antwortet Petrus. »Streit soll es nicht geben. Deshalb schlage ich vor, dass wir losen.« Ein zustimmendes Nicken bewegt die Köpfe. »Also Josef und Matthias stehen zur Wahl. Bartholomäus, kannst du Lose machen?«

Gott entscheidet

Bartholomäus nimmt sich einen Stift und zwei Tonscherben. Andächtig ritzt er die beiden Namen hinein. Alle sind plötzlich still geworden. Die Spannung ist mit Händen zu greifen. In die Stille hinein sagt Petrus: »Wenn wir losen, entscheiden nicht wir. Es entscheidet Gott.« Dann hebt er die Hände hoch und betet: »Ich bitte dich, Gott, lass uns durch das Los sehen, wer für das wichtige Amt am besten geeignet ist.«
Bartholomäus reicht Petrus die Schüssel mit den beiden Losen. Petrus schließt die Augen, greift in die Schüssel und holt ein Los heraus. »Es ist Matthias! Herzlichen Glückwunsch.« Josef reicht Matthias die Hand. »Alles Gute für deine neue Aufgabe!« Alle klatschen – und murmeln wieder durcheinander.

Erzählung für Ältere

Ggf. zuerst gemeinsam klären, was ein Kirchenvorstand/Kirchengemeinderat … ist und was er macht.

Mitentscheiden

»Wir brauchen einen eigenen Kirchenvorstand!« Erik geht im Jugendraum auf und ab. »Wie bitte?« – »Ja, du hast richtig gehört, Anna. Die Erwachsenen entscheiden alles, ohne uns zu fragen. Sollen coole Sofas für den Jugendraum angeschafft werden oder lieber neue Sitzkissen für den Gemeindesaal? Natürlich sind alle für die Sitzkissen. Sollen die Jugendlichen doch auf ihren gammeligen Sofas sitzen.«

Ein eigener Kirchenvorstand

»Ein neues Sofa wäre schon schön«, stimmt Nina zu. »Aber wie sollen wir einen eigenen Kirchenvorstand aufstellen?« – »Na, wir wählen!«, verkündet Erik. »Und wie willst du das anstellen?«, fragt Anna. »Wir laden alle zwischen 6 und 18 ein. Wir drucken Wahlzettel und …« – »Dann lachen uns die Erwachsenen aus!«, unterbricht ihn Nina. »Das fürchte ich auch«, pflichtet ihr Anna bei. »Da bin ich mir nicht so sicher«, hält Erik dagegen. »Weil wir nämlich mehr fertigbringen als die.« – »Ach so, klar«, lacht Nina. Sie blickt zu Anna: »Willst du mir nicht mehr helfen, Erik seine Schnapsidee auszureden?« Anna reagiert nicht. »Anna? Bist du noch da?« – »Äh ja, bin ich.« – »Was ist los mit dir? Hast du vielleicht doch Feuer gefangen?«, fragt Erik hoffnungsvoll. »Vielleicht …«, beginnt Anna vielsagend, »gibt es da eine Möglichkeit. Dazu muss ich euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte aus der Bibel.« – »Schieß los!«

Wer macht was?

»Nach Himmelfahrt waren die ersten Christinnen und Christen auf sich selbst gestellt. Jesus war weg. Sie hatten aber eine Aufgabe von ihm bekommen: Sie sollten die Geschichte von Jesus in der ganzen Welt bekannt machen. Dazu mussten sie sich organisieren. Also auch Menschen in Ämter wählen. Wer macht was und so Kram. Wer ein Amt hat, der kümmert sich darum, dass diese Aufgabe erledigt wird.«

Ein Amt war unbesetzt

»Ja, ja, weiter«, sagt Erik ungeduldig. »Bei den wichtigsten Ämtern, den Aposteln, war ein Posten unbesetzt.« – »Warum?«, fragt Nina dazwischen. »Judas. Du erinnerst dich? Der hat Jesus verraten.« Nina klopft sich mit der flachen Hand auf die Stirn. »Natürlich!« – »Also mussten sie einen Ersatz für Judas wählen. Das erzählt die Bibel so:
Petrus klärt zuerst, wer geeignet ist. Es muss jemand sein, der Bescheid weiß. Jemand, der Jesus von Anfang an kannte und auch bis nach Ostern mit dabei war.

Gott soll entscheiden

Dann überlegen sie, wie man ohne Streit gut abstimmen kann. Dass nicht die gewinnen, die am lautesten schreien oder andere gar beeinflussen. Es soll fair zugehen.
Da haben sie, finde ich, eine ziemlich geniale Lösung gefunden: Sie losen. Für sie bedeutet das nämlich, dass Gott entscheidet. Deshalb betet Petrus auch, bevor er das Los zieht. Er bittet Gott, dass der den besten Kandidaten auswählen soll. Es treten zwei gegeneinander an. Josef und Matthias. Matthias gewinnt.«

Der Kinder- und Jugendkirchenvorstand

»Ja, und was hat das mit uns zu tun?«, fragt Erik. »Ist doch logisch«, ruft Nina. »Das ist unser Alleinstellungsmerkmal. Die Erwachsenen wählen doch genau so, wie man es nach der Bibel nicht tun soll. Ich meine … wählen ist ja eigentlich fair. Aber oft werden Leute aus unfairen Gründen gewählt:
Heinz wurde gewählt, weil er schon so lange im Ort wohnt. Carola, weil sie eine Bäckerei hat und die Gemeinde dann Rabatt bekommt. Günter wurde gewählt, weil sein Vater auch schon im Kirchenvorstand war. Renate wurde bestimmt nur gewählt, weil sie sonst mit allen beleidigt gewesen wäre.«
»Ich verstehe, worauf du hinauswillst«, nimmt Anna den Faden auf. »Wir losen unseren Kinder- und Jugendkirchenvorstand. Wir machen es mal anders als in der Schule, wenn die Klassensprecher gewählt werden. Wir probieren einfach mal das Ungewöhnlich aus. Wir machen es so, wie die ersten Christinnen und Christen.« – »Das Gebet davor dürfen wir nicht vergessen!« – »Stimmt.« – »Die werden staunen. Wir jungen Leute zeigen ihnen, wie es auch gehen kann. Wie gut, Anna, dass du beim Bibel-
lesen aufgepasst hast.« Alle drei lachen. In ihren Köpfen sehen sie es schon vor sich. In der Versammlung aller Kinder und Jugendlichen der Gemeinde überlegen sie, wer geeignete Vertreterinnen und Vertreter sein könnten. Alle Namen werden auf Zettel geschrieben. Dann beten sie zu Gott, dass er ihnen bei der Entscheidung hilft – und ziehen Lose. Die Erwachsenen werden staunen …

Der besondere Tipp

Überraschungsnüsse Set mit 15 Walnüssen

In den echten Walnüssen sind Halbedelsteine wie Bergkristall, Rosenquarz … verborgen – kleine Schätze.

Sie können zum »Begreifen« von unterschiedlichen (Bibel-)Geschichten in unterschiedlichen Gruppen eingesetzt werden.

Bitte beachten Sie, dass die Verpackung abweicht vom Foto!

€ 28,00; Best.-Nr. 1384

junge-gemeinde.de

Apostelgeschichte 1,1–14

I. Grundgedanken

Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise

Liturgische Elemente
Lieder

Himmelfahrt ist Feiertag (KuS 152);
Gott geht mit (KuS 154);
Segne uns mit der Weite des Himmels (KuS 182)

Kreative Umsetzung der Geschichte

Jedes Kind erhält ein dickes Blatt Papier. In dessen Mitte steht: »Jesus ist da, auch wenn wir ihn nicht sehen«. Um die Schrift zeichnen oder schreiben die Kinder, was sie Jesus sagen wollen: Dank, Bitten, Fragen …
Mit einem Locher werden am oberen Rand einzelne Löcher gestanzt. In diese wird je ein buntes Stück Geschenkband gebunden. An deren lose Enden binden die Kinder selbstgebastelte Wolken (aus hellblauem/weißem/grauem Papier oder aus Watte). Die Wolken können so angeordnet werden, dass sie die Schrift in der Mitte verdecken. Schiebt man sie beiseite, erscheint die Botschaft von Neuem.

Der besondere Tipp

Pfingsten macht Mut Erzählbogen – passend zu dieser Reihe

Der Reiz dieses Erzählbogens liegt in seinen 26 Fenstern, die einen Weg beschreiben. In kurzen Rückblenden (auf den Fenster-Rückseiten) wird erzählt, warum zwei Jünger traurig nach Emmaus gehen, wie Jesus Augen öffnet, der Geist Gottes die Jüngerinnen und Jünger bestärkt, Jesus entschwindet und die kleine Gemeinde in Jerusalem wieder Mut bekommt.

Nach und nach werden die Türchen geöffnet … und eine veränderte Situation ist sichtbar. Etwas Entscheidendes ist geschehen.

Alle 26 Fenster sind vorgestanzt und perforiert (leichtes Öffnen, kein Schneiden); einzelne Bilder können nach dem Öffnen ausgemalt werden. Für Kinder ab ca. 6 Jahre.

DIN A3 (auf A4 gefalzt), 250-g-Papier;

€ 2,20 (ab 10 Ex. je € 2,00);

Best.-Nr. 1738

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Ich erzähle euch heute von Thomas und Hannah. Thomas kannte Jesus gut. Er hat viel mit Jesus erlebt. Und jetzt erzählt Thomas seiner Freundin Hannah von Jesus. Hört gut zu!

Alle sind Gottes Kinder

»Ach, war das eine schöne Zeit.« Thomas seufzt zufrieden. »Davon muss ich dir unbedingt erzählen.« Thomas sitzt neben seiner Freundin Hannah. »Jetzt bin ich aber neugierig«, sagt sie. »Du weißt ja, vor sechs Wochen ist Jesus wieder auferstanden.« Hannah nickt. »Ja, klar. Du hast von nichts anderem mehr gesprochen.« Hannah zieht eine Grimasse. »Jesus war seither wieder bei uns. Er hat uns alles erklärt. Er hat uns Geschichten erzählt. Erst jetzt habe ich das alles verstanden.« – »Was denn zum Beispiel?«, fragt Hannah. Thomas macht eine ausladende Handbewegung. »Na, dass er auferstanden ist, um uns allen den Weg zu Gott zu öffnen.« – »Okay. Das klingt schön. Aber was bedeutet das genau?« – »Ist doch klar. Wir alle sind Gottes Kinder. Er ist für uns wie ein liebevoller Vater. Nicht allein Jesus ist Gottes Sohn. Wir alle sind Gottes Kinder. Wir dürfen Gott alles anvertrauen. Er kümmert sich um uns.« – »Tolle Vorstellung. Aber jetzt erzähl weiter.«

Gestern ist Jesus gegangen

»Vierzig Tage lang war Jesus wieder da. Doch dann ist er gestern gegangen. Das war vielleicht seltsam.« – »Jetzt machst du mich aber neugierig«, unterbricht Hannah. Thomas fährt fort: »Wir waren mit Jesus auf dem Ölberg. Den kennst du ja, oder?« – »Ja, ja. Erzähl weiter.« – »Auf jeden Fall wurde Jesus plötzlich so feierlich. Er hat gesagt: ›Erzählt allen Menschen von mir. Berichtet, was ihr mit mir erlebt habt. Sagt ihnen, was ich euch gesagt habe.‹ Als er fertig war, ist er abgehoben.«

»Was?!«, ruft Hannah. »Das kann doch nicht sein.« – »Doch, genau so war es. Er ist immer höher gestiegen. Dann war da eine Wolke. Plötzlich konnten wir ihn nicht mehr sehen. Zuerst waren wir natürlich sehr traurig. Jesus war wiedergekommen und schon auch wieder weg.«

Jesus wird wiederkommen

»Das ist ja alles unglaublich. Aber du sagst, du hattest eine gute Zeit. Du siehst so fröhlich aus. Bist du etwa nicht traurig, dass Jesus weg ist?« – »Zuerst waren wir alle traurig. Doch dann haben wir die beiden Gestalten in weißen Kleidern gesehen. Sie standen an der Stelle, wo Jesus war. Die sagten: ›Was schaut ihr zum Himmel? Jesus wird wiederkommen. Da könnt ihr ganz sicher sein.‹«

Jesus ist trotzdem da

»Aber jetzt ist er doch weg – oder habe ich da etwas falsch verstanden?« – »Ja und nein«, antwortet Thomas. »Er ist zwar jetzt im Himmel, doch wir alle hatten das gleiche Gefühl, als wir wieder zu Hause waren …« – »Ja, und welches?« – »Dass Jesus trotzdem da ist. Mitten unter uns.« – »Wie soll das denn gehen?« – »Wenn wir von ihm erzählen. Wenn wir uns gegenseitig daran erinnern, was er gesagt hat. Wenn wir gemeinsam essen, wie er es uns beigebracht hat.« – »Hm. Das kann ich mir noch nicht so ganz vorstellen.« – »Weißt du was, komm doch einfach bei uns vorbei. Warum nicht gleich heute Abend?« – »Ja, gerne. Ich bin schon sehr gespannt. Vielleicht treffe ich ja auch Jesus.«

Erzählung für Ältere

Stell dir vor …

»Manchmal wünsche ich mir, Jesus wäre heute auch noch da.« Dennis sitzt mit Paula an ihrem Lieblingsplatz, einer alten Parkbank. Überall haben Menschen auf ihr Worte eingeritzt. »Anne liebt Ben«, steht da in krakeligen Buchstaben. Oder: »Ich war hier.« Von ihrer Bank aus können Paula und Dennis über die ganze Stadt schauen. Oft sitzen sie hier und beobachten die Menschen. Sie denken sich Geschichten aus über sie. »Stell dir vor … der Mann mit der Sonnenbrille, der ist Geheimagent. In seiner Tasche hat er geheime Dokumente …« Damit konnten die beiden Stunden verbringen.

Manchmal wünsche ich mir …

Doch heute hat Ben keine Lust auf ihr Spiel. Er wiederholt den Satz: »Manchmal wünsche ich mir, Jesus wäre heute auch noch da.« – »Wie meinst du das?«, fragt Paula. »Dass es wieder so ist wie in der Bibel. Dass Jesus da ist. Dass ich ihn alles fragen kann. Da wäre ich gespannt, was er zu all den Problemen sagen würde, die wir gerade haben: Krieg, Klimawandel, überall Krisen …« – »Krasser Gedanke«, sagt Paula nachdenklich. »Oder … vielleicht doch nicht so krass.«

Und weg war er

Sie überlegt einen Moment. »Weißt du, in der Bibel war Jesus auch nicht immer da.« – »Wie jetzt? In der Bibel stehen doch die ganzen Geschichten von Jesus«, widerspricht Dennis. »Ja, schon. Aber da gibt es auch eine Geschichte, die erzählt, warum Jesus nicht mehr da ist …« – »Klar. Die Geschichte von Ostern«, fällt Dennis ihr ins Wort. »Fast. Die Geschichte von Himmelfahrt. Jesus war nämlich nach Ostern nochmal bei seinen Freundinnen und Freunden. Sechs Wochen lang. Also so lange wie einmal Sommerferien.« – »Und was haben die da gemacht?« – »Geredet, gemeinsam gegessen. Jesus hat erzählt, erklärt. Wie er es auch vorher getan hat.« – »Und dann?« – »Dann sind eines Tages alle auf einem Berg. Jesus spricht zu ihnen. Er sagt: ›Erzählt überall von mir. Berichtet allen davon, dass ich von den Toten auferstanden bin. Sagt ihnen, was das bedeutet. Nämlich, dass alle Menschen zu Gott kommen können.« Dennis geht alles zu langsam. »Und dann?«, fragt er nochmal. »Dann, so steht es in der Bibel, ist Jesus verschwunden. Er muss in die Höhe geflogen sein. Dann war da eine Wolke – und weg war er.«

Jesus ist trotzdem da

»Na toll. Jetzt sind wir wieder soweit wie am Anfang: Jesus ist weg.« – »Ja, schon. Aber die Freundinnen und Freunde von Jesus haben etwas gespürt, als sie wieder zu Hause waren. Sie haben gespürt: Jesus ist trotzdem da. Auch wenn sie ihn nicht mehr sehen.« – »Okay. Und wie soll das gehen?« – »Ich stelle mir das so vor: Sie haben sich die Geschichten von Jesus immer wieder erzählt. Sie haben gemeinsam gelebt, gemeinsam gegessen, so wie sie es mit Jesus gemacht haben. Sie haben ganz bestimmt auch mit ihm gesprochen.« – »Mit ihm gesprochen? Er war doch weg.« – »Naja. Sie haben gebetet. Vielleicht solltest du das auch mal versuchen. Da kannst du Jesus alle deine Fragen stellen.« – »Und wenn er nicht antwortet?«, fragt Dennis unsicher. »Vielleicht antwortet er nicht so, wie du dir das vorstellst. Aber ich bin mir ganz sicher, dass er antwortet. Wenn ich bete, spüre ich, dass da jemand ist, der mich hört, der mich versteht.« Dennis rutscht plötzlich nervös auf der Bank hin und her. »Was ist denn mit dir?«, fragt Paula »Ich muss jetzt nach Hause.« – »Wie jetzt? Es ist doch noch lange nicht dunkel.« – »Trotzdem. Ich muss Jesus jetzt meine Fragen stellen.« Bevor Paula etwas erwidern kann, ist Dennis schon aufgesprungen. »Tschüss!«, ruft er ihr im Gehen zu.

Der besondere Tipp

Wie lebten die Menschen zur Zeit Jesu? – Entdecken, erzählen, begreifen: Bibelwissen

Bildkarten-Set für das Kamishibai-Erzähltheater

llustriert von Petra Lefin

Mit Kindern die Bibel entdecken: der Alltag einer Familie in Galiläa vor 2000 Jahren

Um die Erzählungen über Jesus besser zu verstehen, ist es wichtig, zu wissen, wie er lebte. Mit der Rahmengeschichte einer jüdischen Familie werden Politik, Bräuche und Alltag aus vergangener Zeit für Kinder greifbar. Sie erleben die Geschichte des Jungen Simon, der seinem Vater bei der Arbeit hilft, sich auf seine Bar Mitzwa vorbereitet und mit seinen Eltern nach Jerusalem wandert.

Die Kamishibai-Bildkarten helfen Kindern ab 5 Jahren, sich in die Menschen von damals hineinzuversetzen!

Bibelgeschichten verstehen: historische Hintergründe zum Leben von Jesus
Die beeindruckenden Illustrationen von Petra Lefin laden zu Entdeckungen ein
14 DIN A3 Bildkarten mit ausführlicher Textvorlage
Ideal für ein religionspädagogisches Angebot in Kita, Gemeinde und Grundschule
Bibelwissen für Kinder: Unterrichtsmaterial für einen Blick in die Vergangenheit

Für sich allein genommen, können Geschichten aus der Bibel für Kinder oft fremd wirken. Mit diesen Bildkarten für das Erzähltheater liefern Sie ihnen den nötigen Kontext, um sich die Lebensumstände von Jesus vorstellen zu können.

Der Aufbau des Kamishibai mit seinem aufstellbaren Rahmen, in den die einzelnen Karten hineingestellt und während des Erzählens nacheinander herausgezogen werden, eignet sich perfekt, um das Leben der Menschen zu zeigen. Themen aus dem damaligen Alltag, wie das Laubhüttenfest Sukkot im Tempel von Jerusalem, werden so für Kinder ab fünf Jahren greifbar. So ergeben sich viele Gesprächsanlässe und neue Möglichkeiten, mit Kindern Bibelgeschichten zu entdecken!

In 14 Bildern begleiten die Kinder eine galiläische Familie vor 2000 Jahren in deren Alltag und bei Festen. Das so erfahrene Kontextwissen kann zum besseren Verstehen biblischer Geschichten beitragen.

Für die religionspädagogische Arbeit in Grundschule, Gemeinde und Kita.

14 DIN-A3-große, stabile Bildkarten mit fachlich fundierter, vollständig ausgearbeiteten Textvorlage.

€ 18,00; Best.-Nr. 9035

junge-gemeinde.de

Erzählung für Jüngere

III. Erzählung

Wenn Jesus einmal in unsere Kita kommen würde, das wäre fein. Ich stelle mir vor, wie er sagt: »Ich heiße Jesus. Ich bin jetzt für eine Woche Praktikant bei euch.« Und dann würden wir alle unsere Namen sagen und er würde sich auch alle Namen gleich merken können.

Hinterher spielen wir dann. Am Anfang würden alle mit Jesus spielen wollen und er müsste auch eine Menge Geschichten erzählen. Aber mit der Zeit merken wir dann, dass er manchmal sehr kompliziert redet und gar nicht alle unsere Spiele kennt. Ob er auch Spiele von damals weiß, als er noch Kind war?

Und dann ist Mittagszeit und plötzlich ist kein Essen da. Die Frau, die bei uns immer kocht, ist plötzlich krank geworden. Und das Essen ist nicht gekocht. Wir haben aber Hunger.

Da kommt Jesus in die Küche. »Ich erledige das schon!«, und schickt alle hinaus. Die Kinder gehen wieder zum Spielen, obwohl manche gerne beim Kochen mitgeholfen hätten. Und die Erzieherinnen wollen gar nicht glauben, dass Jesus so richtig kochen kann. Andererseits hat er schon einmal 5000 Leute satt gemacht, aber das war etwas Anderes.

Es dauert etwas … Dann ist das Essen fertig und Jesus hat sogar für alle den Tisch gedeckt. Wir essen zusammen – ganz lecker. Hinterher macht Jesus noch den Abwasch. Mit der Geschirrspülmaschine kennt er sich nicht so gut aus, aber mit den Händen im Spülbecken geht es ja auch.

Da staunen wir aber! Das machen nicht mal unsere Erzieherinnen!

Morgen kommt Jesus wieder. Was er da wohl machen wird?

Der besondere Tipp:

Gott schenkt seinen Geist – Die Geschichte von Pfingsten

Bildkarten zum Kamishibai

11 robuste Bildkarten im DIN-A3-Format erzählen in kindgerechten Bildern die Geschichte von Pfingsten. Eine komplett ausgearbeitete Erzählung liegt (zur Verwendung oder als Anregung) ebenfalls bei.

Die Rückmeldungen zu dieser Erzählart sind überwältigend. Vielleicht tut es Kindern hin und wieder gut, Zeit zu haben, um Bilder intensiv anzuschauen.

Beim Erzählen können Sie auf Einzelheiten hinweisen, in einen Dialog treten oder auch mal ein Such-und Ratespiel damit machen.

€ 16,00; Best.-Nr. 3264

www.junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Tischrunde

Der Tisch ist gedeckt, die Mahlzeit hat begonnen. Es ist jedoch keine lustige Runde, die dort mit Jesus versammelt ist. Die Stimmung ist eher nachdenklich und bedrückt. Jesus hat von seinem Abschied gesprochen, von unsicheren Zeiten … und vieles ist unklar geblieben. Seine Jüngerinnen und Jünger haben längst nicht alles verstanden, was Jesus gesagt hat. Doch nun sitzen sie beieinander und essen.

Jesus verwundert die Jünger

Da steht Jesus auf, greift zu einem Tuch, das da liegt, eine Art Schürze, und bindet sie sich um.

Die anderen unterbrechen ihr Essen. Verwundert und schweigend schauen sie Jesus zu.

Der holt eine Schüssel und gießt Wasser aus einem Krug hinein. Mit der Schüssel geht er zum Tisch und stellt sie vor einem Jünger auf den Boden. Dann kniet Jesus sich hin. Er zieht dem Jünger die Sandalen von den Füßen und taucht die Füße in die Wasserschüssel. Jesus wäscht ihm die Füße. Jesus nimmt die Füße aus der Schüssel und trocknet sie mit seinem Schürzentuch ab.

Verwundert und peinlich

Verwundert und etwas peinlich berührt hat der Jünger Jesus gewähren lassen. In vornehmen Häusern … da gibt es Diener, die diese Arbeit manchmal tun. Aber doch nicht hier, in diesem vertrauten Kreis. Und schon gar nicht von Jesus, ihrem Meister. Das ist dreckige Sklavenarbeit!

Jesus ist mit der Schüssel schon zum nächsten Jünger gezogen. Jesus wäscht dessen Füße und trocknet sie ab. Und er geht wieder zum nächsten … und wieder …

Widerspruch

Jetzt kommt Jesus zu Petrus. Doch der zieht seine Füße weg. »Jesus, das geht doch nicht, dass du meine Füße wäschst. Das ist Sklavenarbeit. Aber du bist unser Meister!« – »Lass gut sein«, sagt Jesus, »bald wirst du verstehen, was ich dir zeigen will.« – »Wenn das so ist, Jesus, dann mach es richtig. Dann wasch mir auch die Hände und den Kopf.« – »Aber Petrus, ich will dir doch nur etwas zeigen. Ich bin jetzt nicht deine Mama, die ein kleines Baby badet. Ich bin jetzt wie ein Diener, der die dreckige Arbeit tut.« Da gibt Petrus seinen Widerstand auf und lässt sich die Füße waschen. Und alle anderen dann auch.

Was war da nur geschehen? Was wollte Jesus zeigen? Die Jünger gucken sich an und zucken mit den Schultern.

Da bindet Jesus die Schürze wieder ab und setzt sich zu ihnen an den Tisch. »Hört zu«, sagt er, »ihr scheint es nicht verstanden zu haben und ich will es euch erklären. Ihr sagt ja immer, dass ich euer Herr und Meister bin und das stimmt ja auch. Aber jeder Herr – jeder gute Herr – muss auch der Diener sein. Auch ein Herr muss immer wieder die Drecksarbeit machen, die sonst niemand machen will. Sonst denken die Diener, sie sind nichts wert und ihre Arbeit ist nicht wichtig. Oder – beinahe noch schlimmer – alle wollen die Herren sein und anderen befehlen, was sie tun sollen.

Doch von euch soll keiner denken: »Ich kann der Bestimmer sein.« Wenn ihr das denkt, dann habt ihr nichts von mir verstanden.«

Dann greift Jesus zum Brot auf dem Tisch, zu Käse und Oliven. Nach und nach setzen auch die anderen ihre Mahlzeit fort. Doch es bleibt leise und nachdenklich am Tisch. Sie haben viel zu überlegen.

Jochem Westhof

Der besondere Tipp: Pfingsten macht Mut

Ein toller Bastel- und Erzählkalender mit Türchen zum Öffnen.

Hier wird Pfingsten als Mutmach-Fest gefeiert! Gottes guter Geist fegt die Angst aus den Köpfen, sein frischer Wind macht wieder zuversichtlich.

Der besondere Reiz liegt in den 26 Fenstern, die geöffnet werden und eine entscheidend veränderte Situation zeigen. (Hinweise auf das je nächste Fenster führen die Kinder quer über den Pfingstkalender.)

Kurze Texte auf den Fensterrückseiten erzählen in Rückblenden, warum die Freundinnen und Freunde Jesu mutlos in Jerusalem sitzen, woran sie sich dann (gegenseitig) erinnern und wie Veränderung möglich ist.

Alle 26 Fenster sind vorgestanzt und perforiert (leichtes Öffnen, kein Schneiden nötig); einzelne Bilder können nach dem Öffnen ausgemalt werden.

DIN A3 (auf A4 gefalzt), € 2,00 (ab 10 Ex. je € 1,80) ; Best.-Nr. 1738

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