21. Juni 2026 – Gar nicht friedlich

1. Mose 37

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Der Josef hat viel mitgemacht (LJ 434); 
Halte zu mir, guter Gott 
(KuS 456, KKL 328, EGplus 146, MKL1 52);
Kyrie (KKL 197, EGplus 46, KKH 14);

Gebet

Siehe »II. Liturgische Elemente für die ganze Reihe«
(Kindern ein Herz – aus Holz oder Stein – in der geöffneten Handfläche zeigen)
Das ist mein Herz:
mal froh, mal traurig;
mal liebevoll, mal ärgerlich;
mal munter, mal müde.
So sieht es aus.
(Faust wird geballt, Herz »verschwindet«)
Wenn aber Hass regiert, tue ich anderen weh – niemand kann mein Herz mehr sehen.
Wie traurig!
(Jemand kommt und streichelt über die Faust)
»Ich mag dich. Ich möchte wissen, wie es dir geht. Zeig mir dein Herz.«
(Faust wird wieder geöffnet)
Es ist gut möglich, diese Bewegung am Anfang unkommentiert den Kindern vorzumachen und vor dem Segen noch einmal mit ihnen zu erleben.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Während der Erzählung (für Jüngere)

Die Kinder sitzen im Kreis um ein weißes, rundes Tuch. Mit einfachen Kegelfiguren werden Bilder gestellt, die die Kinder in Ruhe mitlegen, betrachten und (laut oder für sich) deuten können.  Es kann sein, dass Kinder nach der Geschichte noch frei weiterspielen möchten. Schön, wenn das möglich ist. 

Farben (für Ältere und Jüngere)

In dieser Reihe wird mit Farbsymbolik gearbeitet: Die Farben in Josefs Mantel bzw. in dem zu webenden Stoff werden immer genau betrachtet, bevor sie in das Bild (der Jüngeren) bzw. den Stoff (der Älteren) eingearbeitet werden (s. »III. Zur Gestaltung der Reihe).

Heutiger Sonntag: orange
Nach der Geschichte wird den Kindern ein wütender Smiley in orange gezeigt. Diesen Smiley gibt es zum kostenlosen Download.
Impulsfrage: »Wer in der Geschichte könnte so schauen?« (Verschiedene Antworten möglich: Die Brüder aus Eifersucht; Josef, weil die Brüder ihn so behandeln). 
Die Kinder überlegen:

Nachdem der Mantelumriss (Jüngere) bzw. die der Webrahmen (Ältere) vorbereitet ist, wird Orange für die Farbe der Wut und Eifersucht entsprechend eingearbeitet.
Mit diesem Gefühl fängt alles an – wir müssen es uns merken!

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Bild 1

Das ist Josef. (Kegelfigur zeigen und in Tuchmitte stellen)
Josef hat Brüder. (Elf Kegel am Rand des Tuches um ihn stellen; Kinder laut mitzählen lassen) Meine Güte: 11 Brüder. So eine große Familie.
Der Vater von den 12 Söhnen heißt Jakob.
Jakob hat Josef lieber als die anderen. Darum schenkt er Josef einen wunderschönen, bunten Mantel. (Tuch um Josef legen). Nur Josef bekommt so ein Geschenk. Die anderen nicht.






Bild 4


Einmal schickt der Vater seine Söhne mit den Tieren fort. Sie sollen grüne Weiden suchen. Josef bleibt beim Vater. Später schickt ihn Jakob den Brüdern nach: »Schau nach, ob alles gut ist.«
Die Brüder sehen Josef kommen. Sie sind sauer und fangen an zu schimpfen:
»Da kommt der Träumer!« (Dreieck – zu Josef zeigend – zu ihm legen) »Was will der denn hier?« (Dreieck legen) »Der soll abhauen!« (Kinder fragen, antworten und Dreiecke legen lassen) »Der soll verschwinden« – »Den mache ich fertig« – »So ein Idiot« …

Bild 2

»Ich finde das gemein«, sagt einer. (Holzstab von Kegel außen zur Mitte hin legen) »Das ist ungerecht«, sagt der hier. (Holzstab legen) »Ich will auch so einen Mantel haben«, der nächste. (Stab legen; Kinder fragen:) »Was sagen die anderen wohl?« (Kinder antworten und legen jeweils einen Holzstab; z. B.:) »Blöd« – »Lieblingskind« – »Idiot« – »Schleimer« – »Hat Papa mich nicht lieb?« – »Papa mag Josef lieber als mich« – »fies« – »So was darf man nicht …«
Josef hat einen Traum. Er erzählt den Brüdern: »Ich habe geträumt, dass wir zusammen auf dem Feld Korn ernten. Wir haben das Korn zusammengebunden, und mein Bündel war das schönste und größte. Eure Bündel haben sich verbeugt, weil ich der Beste war!«

Bild 5

Als Josef bei den Brüdern ankommt, schnappen sie ihn und werfen ihn in einen ausgetrockneten Brunnen. (Schwarzes Tuch über das bunte legen) Die Brüder überlegen: »Was sollen wir mir ihm machen?« (Kinder fragen, was die Brüder mit Josef tun sollen) Einige der Brüder wollen Josef sogar töten. Aber das ist zu schlimm.



Bild 3

Josef hat noch einen Traum. Er erzählt den Brüdern: »Ich war im Himmel und Sonne und Mond und die Sterne haben um mich getanzt. Und sie haben sich vor mir verbeugt. Ich bin der Beste und strahle heller als alle anderen Sterne. (Kleine Dreiecke – zu den Brüdern zeigend – zu ihnen legen.)










Bild 6

Die Brüder nehmen Josef den schönen Mantel ab und verkaufen ihn an Händler, die gerade vorbeikommen. (Buntes Tuch von Josef nehmen) Die Brüder beschmieren den Mantel mit Tierblut. Sie überlegen: »Wir sagen dem Vater: ›Ein Tier hat Josef getötet.‹« Dann gehen die Brüder zurück nach Hause. (Alle Figuren außer Josef, Stäbe und Dreiecke wegnehmen) Josef bleibt bei den Händlern. Sie werden ihn als Sklaven verkaufen. (Kinder fragen:) »Wie fühlt sich Josef?« (Für jedes Gefühl einen Glasstein um Josef legen = Tränen)
Josef wird dann ein Diener sein. Ohne schönen Mantel, ohne Familie, ganz allein. Aber Gott bleibt da. (Brennende Kerze dazustellen)

Erzählung für Ältere

Zwei Kinder

Johanna und Benjamin waren jeden Tag in ihrem Leben zusammen. Na ja, nicht ganz genau jeden Tag: Johanna war ein paar Wochen älter als Benjamin. Aber als Benjamins Mutter bei seiner Geburt starb, da nahm Johannas Mutter Lea auch den kleinen Jungen zu sich und zog ihn zusammen mit Johanna auf. Das machte ja auch Sinn: Johanna und Benjamin hatten beide den gleichen Vater: den großen, überall bekannten und sehr verehrten Jakob. 

Der Vater

Ihren Vater sahen sie nicht oft. Es war so viel los in ihrem großen Zeltlager: Jakob hatte zwölf Söhne. Und er hatte vier Frauen. Und er hatte auch Töchter. Und dann gab es noch Knechte und Mägde und die Tiere. Überhaupt wuchs die Familie ständig: Hier war immer was los.

Spielen

Johanna und Benjamin spielten die meiste Zeit, ohne von den Erwachsenen beaufsichtigt zu werden. Die beiden mussten nur bei Sonnenuntergang wieder im Zelt sein. Es war traumhaft und die zwei hätten es nicht anders haben wollen … bis eines Tages alles anders wurde.

Empörung und Wut

Am Abend stürmt ihr großer Bruder Ruben in das Zelt und schimpft ohne Pause: »So eine Petze! Josef erzählt Vater alles weiter, was wir anderen sagen. Er möchte Vaters Liebling sein – und ist es auch! Denn Vater hat ihm jetzt einen Mantel geschenkt. Einen neuen Mantel! Wunderschön und bunt und traumhaft ist der! Ich trage immer noch den alten Lappen, der vor Jahren billig auf dem Markt gekauft wurde.« Ruben schäumt vor Wut.

Vaters Liebling

Benjamin und Johanna wissen sofort, von wem Ruben spricht: von Josef. Er ist Vaters Liebling. War er schon immer. »Ruben hat recht«, sagt Johanna leise zu Benjamin. »Josef ist eine Petze.« 
Normalerweise sind die beiden immer einer Meinung – aber heute nicht. »Wieso sagst du so was?«, fragt Benjamin und sieht sie ärgerlich an. »Wenn Ruben und die anderen schlecht über Vater reden, dann muss der das doch wissen!« – »Aber sie reden doch nur schlecht, weil Josef immer alles bekommt! Unsere anderen Brüder kriegen nichts.« 
Ruben redet weiter: »Stellt euch vor: Jetzt hat Josef auch noch Träume! Er hat erzählt, dass wir alle auf dem Feld das Korn in Garben binden und aufstellen. Und dann verneigen sich unsere Garben vor seiner. Er steht aufrecht da und wir verneigen uns vor ihm wie Diener. Hat man so was schon gehört?« 

Der Mantel

Da hören sie Josefs Stimme. Die ruft: »Vater! Brüder! Kommt alle zu mir. Ich muss euch etwas erzählen!« Schnaubend verlässt Ruben das Zelt. Benjamin und Johanna gehen neugierig hinterher.
In der Mitte der Zelte steht Josef. Der Vater und allen anderen Söhne neben ihm. Josef strahlt. »Er sieht so gut aus«, flüstert Benjamin Johanna zu. »Er sieht total überheblich aus in seinem doofen Mantel«, denkt Johanna.

Ein weiterer Traum

»Ich habe schon wieder was geträumt!«, ruft Josef. »Ich stand im Himmel, wie wenn ich Boden unter den Füßen hätte. Und dann kamen Sonne und Mond und elf Sterne. Und sie alle haben sich vor mir verbeugt.« – »Was für ein blöder Angeber«, zischt Johanna. Auch die anderen Brüder sind wütend. Sogar dem Vater ist das zu viel: »Soll dein Traum etwa heißen, dass ich mich vor dir verbeugen werde? Ich, dein Vater?« Und er geht verärgert davon. Die Brüder folgen ihm. Josef bleibt allein auf dem Platz und schaut ganz verdutzt. Benjamin geht zu ihm. Und Johanna geht ins Zelt. Auch sie ist wütend. »Was für ein Angeber«, denkt sie.

Endlich Ruhe?

Am nächsten Tag ziehen die Brüder los, um die Tiere zu neuen Weideplätzen zu bringen. Einige Zeit später schickt der Vater ihnen Josef hinterher. »Geh und sieh nach, Josef, ob alles gut ist und berichte mir dann davon.«
»Endlich Ruhe«, freut sich Benjamin. »Jetzt können wir wieder unsere Zeit genießen!« Aber in Johanna bleibt ein Grummeln im Bauch: »Wieso ist Vater so ungerecht? Wieso ist Josef so ein Angeber? Wieso behandelt Vater die Kinder so unterschiedlich? Und wieso stört Benjamin das nicht?«

Der Mantel voller Blut

Einige Tage später melken Benjamin und Johanne die kleine Ziege. Da hören sie lautes Weinen aus dem Zelt des Vaters.Schnell laufen die beiden zu ihm. Jakob steht da. Verzweifelt. In seinen Händen hält er Josefs schönen Mantel. Der ist voller Blut. Immer wieder ruft der Vater: »Er ist tot! Josef ist tot! Ein wildes Tier hat ihn gefressen!« Benjamin umarmt den Vater. Und Jakob schlingt die Arme um ihn, als ob er ihn nie wieder loslassen wollte.

Verkauft

Johanna dagegen rennt erschrocken zum Zelt ihrer Mutter. Die ist nicht da, aber ihr großer Bruder Ruben. Der stützt den Kopf in die Hände und murmelt immer wieder: »Was haben wir getan? Was haben wir nur getan? Josef … an Händler verkauft … den Vater belogen … das wird er uns nie verzeihen … das wird Gott uns nie verzeihen.« 
ΩDa hebt Ruben den Kopf – und sieht Johanna. Erschrocken geht er zu ihr und nimmt ihre Hände in seine: »Johanna«, sagt er eindringlich zu ihr, »das darfst du niemandem erzählen, hörst du? Nie-man-dem! Du bist doch keine Petze, oder? Ich kann mich doch auf dich verlassen.« Johanna sieht Ruben an. Dann auf seine Hände, die ihre so fest umklammern. 

Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 2/2026
Wütender Smiley (KI-generiert); zur Reihe Streit im Hause Jakob, Sonntag, 21.06.2026

1. Mose 42

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

In Gottes Namen 
(KKH 8, LJ 398, HuT 72, MKL1 17);
Dass die Liebe Gottes mit uns ist 
(KKL 272, KKH 61);
Gib uns helfende Hände (KKH 24);
Geht einer auf den andern zu (KKH 42)

Gebet am Anfang

Lieber Gott,
in dieser Woche war viel los:
Ich habe eine Menge gelernt und gearbeitet,
ich habe viele Leute getroffen.
Manche mag ich richtig gern.
Danke, dass es sie gibt.
Manche finde ich nicht so nett.
Und manche finde ich richtig doof.
Ich will nicht geärgert werden, aber andere zurückzuärgern ist auch nicht gut.
Manchmal weiß ich dann nicht,
was ich machen soll.
Bitte schicke mir Ideen und gute Gedanken. 
Am besten gleich heute im Kindergottesdienst.
Amen.

Segen

Gott mache dich mutig und stark,
um auf andere Menschen zuzugehen.
Jesus fülle dein Herz mit Liebe,
um anderen Menschen verzeihen zu können.
Die Kraft von Gottes Geist trockne deine Tränen
und zeige dir einen Weg, den du gut gehen kannst. Amen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Laufspiel (nach der Geschichte)

Nach dem Zuhören bei der Geschichte, eignet sich ein Laufspiel zum Auspowern. 
In Abwandlung eines bekanntes Spiels steht »Josef« in etlichen Metern Abstand mit dem Rücken zur »Brüder«-Gruppe. Die Brüder dürfen so lange zu Josef laufen, bis er schnell umdreht und ruft: »Halt, ihr Kundschafter!« Alle Brüder müssen sofort unbeweglich stehenbleiben. Josef geht durch die Gruppe und »wirft« die, die sich noch bewegt haben, »ins Gefängnis«. Sie bleiben unbeweglich stehen. Dann geht Josef zurück für die nächste Runde. Das wird drei Mal wiederholt. Schafft es ein Kind in dieser Zeit, bis zu Josef zu kommen, ist das Spiel aus und jemand anderes ist Josef. 

Farben

(s. »Liturgische Elemente«)
Heutiger Sonntag: lila
Nach der Geschichte wird ein großes lilafarbenes Tuch in die Mitte gelegt. Darauf legen die Kinder (durchsichtige) Muggelsteine 
(= Tränen). 
Jemand aus dem Team: »In der heutigen Geschichte wird viel geweint. An wen erinnerst du dich?« (Josef, Brüder, Vater, Simeon) 
»Wann hast du in dieser Woche geweint?« (Kinder erzählen, legen weitere Muggelsteine) Eine große, weiße Kerze wird zwischen die Tränen gestellt. »Gott sieht, wenn wir weinen. Er will uns trösten. Er wird Josef trösten und die Brüder und Jakob und Simeon. 
Lila ist die Farbe der Trauer, aber auch der neuen Anfänge. Sie erinnert uns daran: Es wird bald etwas geschehen. Gott ist da.«
Dann die Farbe für Trauer und Umkehr in das Fensterbild/den Webstoff einarbeiten 
(s. »III. Zur Gestaltung der Reihe«).

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Bild 1


Josef wurde nach Ägypten verkauft – erinnert ihr euch? (Kegel in die Mitte) Dort sollte er als Sklave arbeiten: immer nur Arbeit, kein Lohn, wenig Essen – kein schönes Leben. Aber Gott blieb bei ihm – immer. (Brennende Kerze dazustellen)
Und Gott schickte weiter Träume. Jetzt hat sie der Pharao geträumt, der König von Ägypten. Und Josef konnte ihm sagen, was sie bedeuten: »Es werden sieben Jahre kommen, in denen es reiche Ernte gibt. So viel, dass ihr gar nicht alles verbrauchen könnt. (Gelbes dreieckiges Tuch)
Danach kommen sieben schlimme Jahre: Nichts kann mehr geerntet werden und die Menschen werden Hunger haben.« (Graues Dreieck) Und so kam es. 

Bild 2

Es schien so, als ob Gott alle verlassen hätte. (Kerze aus Bild nehmen, neben Tuch stellen) Alle hatten Hunger. Nur nicht die Menschen in Ägypten. Denn Josef hatte den Pharao gewarnt. Josef hatte das Korn aufgespart. Das war klug. Darum wurde Josef der Berater des Pharaos. Und verteilte das Korn an die Menschen, die Hunger hatten.
In Israel hatten die Menschen auch Hunger. Auch die Familie von Josef. Ihr Vater schickte sie deshalb nach Ägypten, um dort Korn zu kaufen. (Nur zehn Kegel im Kreisrand stellen. Die Kinder selbst auf die Brüder kommen lassen – einer fehlt? Benjamin bleibt zu Hause beim Vater.)
So standen sie also wieder vor Josef. Aber sie erkannten ihn nicht. Denn er hatte kostbare ägyptische Kleider an. (Edles Tuch um Josef legen) Doch Josef erkannte sie sofort!

Bild 3

Josef redete sehr hart mit ihnen: »Was wollt ihr hier?« (Holzstab zu Bruder legen; bei jeder Aussage weiteren Stab legen) »Korn kaufen?«, »Das glaube ich euch nicht!«, »Ihr seid Spione«, »Ihr wollt unser Land auskundschaften«, »Ihr wollt uns überfallen«, »Uns ausrauben«, »Was wollt ihr sonst?«, Gebt es zu«, »Mir macht ihr nichts vor«.

Bild 4

Die Brüder erschraken. Sie ließen sich auf die Knie fallen und verbeugten sich tief vor Josef. (Figuren nacheinander hinlegen)
»Nein, Herr!«, riefen sie. »Wir wollen nur Getreide kaufen. Glaub uns. Wir sind einfache Männer, elf Brüder. Der Jüngste, Benjamin, ist beim Vater zu Hause geblieben. Aber eigentlich waren wir mal zwölf Brüder. Doch einer ist nicht mehr da.« – »So«, rief Josef, »nicht mehr da!« (Nach und nach die grünen Dreiecke zu den Brüdern legen) »Wo ist denn der zwölfte Bruder?«, »Ihr lügt doch!«, »Ihr wollt Krieg«, »Ihr wollt nur Böses.« Und Josef ließ seine Brüder ins Gefängnis werfen. 
(Kinder fragen:) »Josef, was machst du nun? (Kinder antworten)

Bild 5

Nach drei Tagen ließ Josef die Brüder zu sich bringen: »Ihr dürft wieder nach Hause. Mit dem Getreide. Aber einer von euch muss hierbleiben. Der darf erst wieder gehen, wenn ihr mir euren jüngsten Bruder herbringt. Dann weiß ich, dass ihr nicht lügt!« Es ist Simeon, der in Ägypten bleiben muss. (9 Kegel wegnehmen, den 10. auf ein schwarzes Tuch stellen)
Als die Brüder wieder zu ihrem Vater kommen, ist der verzweifelt: »Wo ist Simeon? Erst wird Josef von einem Tier getötet, und jetzt muss Simeon in Ägypten bleiben. Was geschieht denn hier?« – »Wir können Simeon wiederholen. Dazu müssen wir nur mit Benjamin noch einmal nach Ägypten reisen.« – »Niemals! Ich will nicht auch noch Benjamin verlieren. Nein, Benjamin bleibt bei mir. Aber Simeon … er ist verloren!« Und Jakob weinte sehr. Er fühlte sich ganz verlassen. Von den Menschen – und von Gott. (Brennende Kerze dazustellen)

Erzählung für Ältere

Hungersnot

Johanna schiebt Benjamin ihr hartes Stück Brot hin: »Hier, iss! Wenn du es ein bisschen in Öl tauchst und in Salz tunkst, dann schmeckt es noch ganz gut.« Benjamin schüttet den Kopf: »Du hast doch auch Hunger. Iss es selbst.« – »Ich bin älter«, lächelt Johanna. Benjamin schaut sie dankbar an.
Benjamin und Johanna haben Hunger. So wie alle im Lager ihres Vaters Jakob. So wie alle im ganzen Land Israel. Auch dieses Jahr konnten sie nichts ernten.

Bald kommen die Brüder zurück

»Bald sind unsere Brüder wieder da«, sagt Johanna und nimmt den dünnen Benjamin in die Arme. »Vater hat sie nach Ägypten geschickt. Dort gibt es noch Getreide, das man kaufen kann. Und dann backen wir Brot. So viel, dass wir fast platzen!« Benjamin schaut seine Schwester an. Und dann schauen sie beide in die Ferne. Irgendwo da hinten … da sind ihre Brüder. »Vielleicht sind sie ja schon bald wieder da«, seufzt Benjamin. Johanna hofft das auch.

Sie sind da!

Am nächsten Morgen wachen die beiden von lauten Stimmen auf: »Sie sind da! Sie sind wieder da! Und sie bringen Korn mit. Wir sind gerettet!« Johanna und Benjamin laufen aus dem Zelt. Jakob, ihr Vater, geht den Brüdern entgegen. Bald hat er sie erreicht. 

Einer fehlt

Da hören sie einen lauten Schrei, und der Vater fällt zu Boden. »Was ist passiert?«, fragt Johanna. Zusammen mit Benjamin läuft sie zu ihm und den Brüdern.
»Nein, nein, das darf nicht sein!«, ruft der Vater und schaut seine Söhne verzweifelt an. Und Johanna flüstert: »Wo ist Simeon?« Benjamin schaut sie ganz erschrocken an.
Da fängt Ruben an zu erzählen: »Vater, wir wissen nicht, warum der feine Herr in Ägypten so mit uns gesprochen hat, aber er war streng und hart. Er hat uns nicht geglaubt, dass wir Korn kaufen wollten. Er sagte, dass wir Kundschafter seien.«– »Was ist ein Kundschafter?«, will Benjamin wissen. Johanna antwortet: »Einer, der ein fremdes Land genau anschaut und auskundschaftet. Diese Infos gibt er seinen Leuten weiter, und meistens wird das Land dann überfallen.«
Da hören sie wieder die Stimme des Vaters: »Erzählt mir, was dann geschehen ist. Warum ist Simeon nicht mit euch nach Hause gekommen?« – »Der feine Herr warf uns ins Gefängnis«, erzählt Ruben weiter. »Nach drei Tagen ließ er uns gehen. Mit genügend Getreide für uns alle. Aber Simeon mussten wird dortlassen. Der feine Herr sagte: ›Wenn ihr mit eurem jüngsten Bruder wiederkommt, dann gebe ich euch Simeon wieder frei. Aber zuvor bringt ihr mir diesen Benjamin!‹« 
Benjamin schaut Johanna angstvoll an. Die nimmt seine Hand. »Niemals, niemals werde ich meinen Bruder gehen lassen«, denkt sie.

Nicht auch noch Benjamin

»Niemals, niemals lasse ich Benjamin gehen!«, ruft Jakob. Er steht auf, sieht Benjamin, geht zu ihm und schließt ihn fest in die Arme. »Josef ist tot und Simeon ist fort. Benjamin bleibt hier. Ich will kein Kind mehr verlieren!«
Johanna sieht ihre Brüder an. Da stehen sie. Alle sehen traurig aus. Getreide zum Brotbacken ist jetzt da, aber Simeon ist weg.

Ist das die Strafe?

Ruben geht zu seinem Zelt. Johanna folgt ihm. Er setzt sich auf die Erde, vergräbt das Gesicht in den Händen und weint leise. Johanna geht zu ihm. »Warum hat der feine Herr so hart gesprochen?«, fragt sie. »Warum hat er gesagt, dass ihr Kundschafter seid?« Ruben schaut auf. »Das ist alles die Strafe wegen Josef«, sagt er unter Tränen. »Wir haben unseren Bruder Josef verkauft. Und nun werden wir alle dafür bestraft.« – »Und was ist mit Simeon?«, will Johanna wissen. »Ich weiß es nicht.« – »Und warum will der feine Herr unbedingt Benjamin sehen?« – »Auch das weiß ich nicht.« 
Ruben steht auf. Er atmet tief durch, dann geht er zu den Getreidesäcken, die sie in Ägypten gekauft haben, und öffnet einen. »Aber wenigstens brauchen wir jetzt nicht mehr zu …« Plötzlich ist Ruben still. Dann flüstert er: »Johanna, schau nur. In diesem Sack liegt Geld. Das Geld, mit dem ich das Korn bezahlt habe.« – »Und was bedeutet das?«, fragt Johanna unsicher. Ruben nimmt sie in den Arm. Er zittert.

Viele Fragen

Johanna und Ruben haben viel Fragen. Auch Benjamin und die anderen Brüder. Und der arme Vater auch. 
Allerdings weiß ich etwas, das Johanna, und die anderen nicht wissen. Denn den feinen Herrn in Ägypten kennen sie alle. Es ist ihr Bruder Josef. Doch in der feinen Kleidung und in dieser hohen Stellung haben sie nicht mit ihm gerechnet und deshalb nicht erkannt. Aber Josef hat sofort gewusst, wer da vor ihm steht. Und er hat sich noch genau an seine Angst erinnert, als die Brüder ihn an die Händler verkauft haben. Und Josef erinnert sich auch gut an den Vater und den kleinen Benjamin. 
Das alles wissen Johanna und die anderen nicht. Du und ich schon. 
Was ich mich aber frage: »Warum benimmt sich Josef so? Was hat er vor?«

Der besondere Tipp …



Die Geschichten von Josef und seinen Brüdern
Doppel-Figurenset zu den Erzählschienen

20 Karten, an die die Kinder beim Erzählen ganz dicht heranrücken können. 

€ 20,00; 

Best.-Nr. 1662

junge-gemeinde.de

Jona 1–2

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Jonas Luft- und Seifenblasengebet:

Seifenblasen verteilen oder Schalen mit Seifenblasen-Flüssigkeit bereitstellen. 
Jeweils bei den Worten »Egal, wo ich bin« können alle Kinder Seifenblasen machen und dann in den Gebetsruf einstimmen: 
»Gott, du bist mir ganz nah!«
Eine*r: Gott, mein Gebet steigt auf zu dir wie Seifenblasen.
Meine Gedanken kommen bei dir an.
Was ich auf dem Herzen habe – du hörst mich.
Egal, wo ich bin:
Alle: Gott, du bist mir ganz nah! 
Eine*r: Wenn ich Angst habe,
bist du da – und hilfst mir.
Wenn ich wütend bin,
bist du da – und hörst mich.
Wenn ich traurig bin,
bist du da – und tröstest mich.
Wenn ich sprachlos bin,
bist du da – und siehst mich.
Egal, wo ich bin:
Alle: Gott, du bist mir ganz nah! 
Eine*r: Die Seifenblasen 
schweben in der Luft,
wie ein Regenbogen glänzend,
leicht und schön.
So fühlt sich mein Herz, wenn ich spüre, 
dass du da bist: regenbogenleicht.
Denn egal, wo ich bin:
Alle: Gott, du bist mir ganz nah! 
Eine*r: Was mich runterzieht,
was mir den Atem nimmt,
was mich bedrückt
und was mich sprachlos macht:
Das alles nimmst du von meiner Seele,
wie ein Stein, der mir vom Herzen fällt.
Denn du siehst mich liebevoll an
und hältst deine Hand über mir
und schützt mich –
egal, wo ich bin:
Alle: Gott, du bist mir ganz nah! Amen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Erlebnisstation Fisch 

Dass Jona drei Tage im Bauch des Fisches war, ist für Kinder faszinierend. Wie fühlt sich Jona dort? Worüber denkt er nach? 
In einer Höhle aus großen Decken, Tüchern und Kissen können Kinder nachspielen, im Fisch zu sein (die Kinder sollen sich im »Fisch« sicher und geborgen fühlen). Über dem »Fisch« können mit einem blauen Schwungtuch Wellen erzeugt werden. Die Kinder können aus dem »Fisch« Seifenblasen als »Luftblasen« nach oben steigen lassen. Es kann im Bauch des Fisches ein Lied gesungen werden. Wie fühlt es sich an, am Ende wieder ausgespuckt und frei zu sein? Für Jona ist es wie eine Wiedergeburt, ein neues Leben … Fühlt sich so vielleicht Geborgenwerden an? Wollen die Kinder ein Geburtstagslied für Jona singen?

Luftblasen-Gebets-Mobile

Jonas Gebet (s. Seite 57) steigt aus dem Fisch empor – und kommt bei Gott an. 
Die Kinder können ein Mobile bauen aus Luftblasen, in denen sich Gedanken, Gebete, Bilder befinden. Dazu aus Aquarellpapier Kreise in unterschliedlichen Größen ausschneiden (Ø 6 bis 12 cm). Diese mit blauer Aquarellkreiden oder Wasserfarbe leicht einfärben. Die Kinder entscheiden, ob sie Gebete, Worte, Gedanken auf die Kreise schreiben oder Bilder aufmalen oder die Luftblasen mit bunten Farben schillernd einfärben. Ein Loch in die Luftblase stechen, Faden durchziehen und aufhängen. Hängt man die Luftblasen an die Decke, sieht es aus, als ob sie aufstiegen.

Der besondere Tipp …

Fischerboot


Wasser und darauf ein Boot oder Boote. Diese Szenerie taucht in vielen biblischen Geschichten auf und spielt oft eine erhebliche Rolle.
Maße: (L x B x H) 26,5 x 11 x 5 cm

€ 13,00; Best.-Nr. 1647

Das Boot gibt es auch im Set mit Fischernetz und einer Biegepuppe; Best.-Nr. 1660

Cordula Janusch (Hg.)
Stille erfahren und beten mit Kindern

Geschichten, Rituale und Kreativideen

Wie Jona im Bauch des Fisches können die Kinder Ruhe und Stille als gemeinsames Erlebnis erfahren. 96 Seiten
Nur € 5,00; Best.-Nr. 2138

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Material: Sand, Figur für Jona, Boot, blaues Tuch 
Die Geschichte wird mit wenigen Gesten beim Erzählen gespielt – so entsteht aus ein Bodenbild. Zu Anfang liegt nur Sand. Erzähler*in hält Jona-Figur liebevoll in den Händen und redet hin und wieder mit ihr.

Jonas Auftrag

Hallo Jona! Ich erzähle heute deine Geschichte:
Jona bekommt manchmal einen Auftrag – von Gott. Dann soll er zu Menschen gehen und ihnen sagen: »Hallo, ich bin Jona. Gott hat mich geschickt! Ich soll euch etwas von Gott ausrichten …«
Manchmal macht Jona das gerne und macht sich gleich auf den Weg. Und manchmal hat Jona einfach keine Lust. Heute zum Beispiel. Jona ist gerade zu Hause. Da kommt Gott ihm ganz nah. Und Gott sagt zu Jona: »Jona, ich brauche dich. Geh in die Stadt Ninive. Die Menschen dort kennen mich noch nicht. Alle denken nur an sich. Sie fressen den ganzen Tag und tun böse Dinge. Das tut ihnen nicht gut. Geh dorthin. Du wirst sie überzeugen, damit sie sich bessern.«
Wisst ihr, Ninive gehört zu einem anderen Königreich, weit entfernt. Wenn Jona nach Ninive will, muss er einen weiten Weg durch die Wüste gehen. Es ist eine lange und schwere Reise. Viele Tage wird er nichts anderes sehen als Sand, viel Sand, sehr viel Sand.
(Mit Sand spielen und durch die Finger rinnen lassen)
Ja, Jona machte sich sofort auf den Weg. – Aber … in die falsche Richtung! Jona geht zum nächsten Hafen. 
Hey Jona, da geht es nicht nach Ninive! Jona, was hast du vor?
(Jona mit kleinen Schritten im Sand aus der Mitte zum Rand laufen lassen; blaues Tuch neben Sand ausbreiten, Schiff ans Ufer setzen.)
Jona schaut sich die Schiffe an und redet mit den Seeleuten. Sie kommen aus fernen Ländern. Einem Seemann gibt er Geld – und steigt auf das Schiff. 
(Jona auf Schiff legen)

Das Schiff nach Tarsis

Aber Jona! Das ist doch das Schiff nach Tarsis in Spanien. Du sollst doch nach Ninive! Das Schiff fährt genau in die entgegengesetzte Richtung. 
Zu spät. Das Schiff ist schon unterwegs. Mit Jona. Nach Tarsis in Spanien. Das ist so weit weg von Ninive wie es nur geht.(Schiff mit Jona auf blauen Tuch bewegen)
Was geht in dir vor, Jona? Warum haust du ab? Oh, er ist eingeschlafen. Jona ist in den Bauch des Schiffes hinabgestiegen und hat sich hingelegt und ist einfach eingeschlafen.
Auf einmal kommt ein Sturmwind auf.
(Am blauen Tuch schieben, so dass Wellen entstehen, Schiff mit beiden Händen hin- und herbewegen)
Die Wellen werden immer größer. Immer mehr Wasser kommt ins Boot. Die Seeleute schöpfen mit Eimern das Wasser aus dem Schiff. Die Wellen werfen das Schiff hin und her. Es blitzt und donnert. Der Sturm zerreißt das Segel. Die Seeleute haben große Angst. Sie sagen: »Jetzt hilft nur noch beten!«

Alle beten zu ihrem Gott

Jeder betet zu seinem Gott, denn alle glauben an andere Götter. Und sie werfen alles Gepäck ins Meer, das sie an Bord haben. So wird das Schiff leichter. Da fällt den Seeleute etwas ein: »Wir haben doch im Hafen jemanden an Bord genommen. Vielleicht kann sein Gott uns helfen.«
Die Seeleute suchen Jona. Jona liegt noch immer im Bauch des Schiffes und schläft tief und fest. Der Kapitän geht zu ihm und sagt: »Wie kannst du schlafen, während wir hier im Sturm umkommen? Hilf uns! Bete zu deinem Gott und bitte ihn um Hilfe!«
Aber Jona will nicht. Er steigt an Deck. Ohne ein Wort zu sagen setzt er sich hin und hält sich mit beiden Händen fest. Die Seeleute wundern sich über Jona: »Was ist mit ihm? Warum betet er nicht?« Und sie fragen ihn: »Wer bist du? Wo kommst du her? Und was ist dein Auftrag?«
Und Jona sagt: »Ich bin ein Hebräer. Mein Gott hat das Meer gemacht und das trockene Land.« Und die Seeleute fragen ihn: »Was können wir tun, damit wir gerettet werden?« Und Jona sagt: »Werft mich ins Meer. Dann wird der Sturm aufhören.«
Die Seeleute wollen Jona nicht ins Meer werfen. Sie rudern mit aller Kraft, um wieder ans Ufer zu kommen. Aber der Sturm wird immer schlimmer. Da beten sie zu Gott. Dem Gott von Jona: »Hilf uns, damit wir nicht wegen Jona untergehen. Wir wollen deinem Jona nichts Böses tun. Aber wir haben keine andere Wahl. Bitte vergib uns!« Und dann werfen sie Jona ins Meer. 
(Jona in einer Hand halten, mit der anderen das Tuch glattstreichen)
Da hört der Wind auf. Die Wellen beruhigen sich. Das Wasser wird ganz glatt und still. Die Seeleute wundern sich sehr. Sie wissen nun, dass es wirklich Jonas Gott war, der sie gerettet hat. Und von da an glauben sie an ihn.
(Mit kleinen kreisenden Bewegungen der Jona-Hand andeuten, dass er untergeht)

Jona im Bauch des Fisches

Und Jona? Jona, wo bist du!? Immer tiefer und tiefer sinkt Jona hinab ins Meer. Um ihn herum wird es immer kälter und dunkler. Und dann – auf einmal – kommt ein großer Fisch. Der tut sein Maul auf und verschlingt Jona.
(Mit beiden Händen den Fisch symbolisieren, Jona in den locker geschlossenen Händen langsam wieder übers Wasser tragen)
Merkwürdig. Jona spürt das Herz des Fisches schlagen und spürt seine Wärme. Er merkt, wie der Fisch seine Flossen auf- und abbewegt. Jona weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Er weiß nicht, ob er träumt oder wirklich von einem Fisch gefressen wurde. Oder hat ihn der Fisch sogar gerettet? War der Fisch wie ein Rettungsboot, das Gott ihm geschickt hat?

© Stefan Mendling
Jonas Gebet und zweite Chance

Und Jona fängt an zu beten: »Gott, ich wollte weit weg von dir. Dann ging ich unter – in die Tiefe des Meeres. Ich dachte: ›Weiter weg von dir kann ich nicht sein.‹ Ich dachte: ›Du hast mich vergessen.‹ Aber selbst in der Tiefe merke ich nun, dass du mir ganz nah bist. Danke! Du gibst mir eine zweite Chance.«
Und die soll Jona auch bekommen, eine zweite Chance: Nach drei Tagen und drei Nächten wird dem Fisch übel. So übel, dass er Jona wieder ausspucken muss. Er spuckt ihn ans Land. 
Und wie es dann mit Jona weitergeht, das hören wir das nächste Mal.
(Jona wieder ans Ufer stellen)

Der besondere Tipp …

Knautschsamt-Rundtuch – blau
… sowie in vier weiteren Farben

Ø 120 cm, 100 % Polyester, crushed, schimmernde Farben (blau, rot, grün, gelb, cremeweiß), alle jeweils € 15,00.

Best.-Nr. blau: 1455 

Erzählung für Ältere

Material: Jona-Handpuppe (z. B. Living Puppets), Schwimmbrille, Handtuch, Sprühflasche (um Jonas Haare vorher leicht nass zu machen)


Erzähler*in (E): Hey, Jona, du bist ja ganz nass! Willst du ein Handtuch haben? (Reicht Jona Handtuch)
Jona (J): (Nimmt Handtuch, grummelt) Na gut, aber lass mich bloß in Ruhe.
E: Was ist denn los?
J: Ich will nicht!
E: Warum willst du nicht?
J: Darum!
E: Okay, und was willst du nicht?
J: Ich will nicht nach Ninive gehen.
E: Was willst du denn in Ninive?
J: Ich will ja gar nicht!
E: Okay, ich frage anders: Was sollst du denn in Ninive?
J: Ich soll den Menschen in Ninive sagen, dass sie aufhören sollen, Böses zu tun.
E: Aber das ist doch was Gutes!
J: Das soll etwas Gutes sein, dass sie 
Böses tun?
E: Ich meine, wenn du ihnen sagst, sie sollen damit aufhören. Das ist gut.
J: Machen die doch eh nicht.
E: Woher willst du das wissen?
J: Warum sollten die auf mich hören? Die kennen mich ja gar nicht. Und außerdem glauben die gar nicht an Gott.
E: Gott? Was hat Gott damit zu tun?
J: Also … Gott hat mir gesagt, ich soll nach Ninive gehen und den Leuten dort einen schönen Gruß ausrichten und sagen, dass sie aufhören sollen, Böses zu tun und anfangen, Gutes zu tun.
E: Okay, gute Idee. Und dann? Dann hast du dich auf den Weg gemacht nach Ninive.
J: Nein, dann bin ich erstmal baden gegangen.
E: Hä? Urlaub oder was?
J: Schön wär’s. Ich wollte mit dem Schiff nach Spanien fahren, ja, doch ein bisschen Urlaub machen, ausruhen, auf andere Gedanken kommen, den Kopf frei kriegen.
E: Und die Leute in Ninive?
J: Mir egal. Ich kenn die ja gar nicht.
E: Und? Wie war’s in Spanien? 
J: Nass!
E: Hat’s geregnet?
J: Nein, ich bin nie in Spanien angekommen. Ich hatte mich im Schiff hingelegt und habe geschlafen. Auf einmal kamen wir in ein großes Unwetter.
E: Oh nein! Hattest du Angst?
J: Ich? Nein, ich hatte keine Angst. Ich wusste ja, dass Gott noch was mit mir vorhatte. Ich sollte doch nach Ninive. Da lässt er mich bestimmt nicht untergehen!
E: Und warum bist du dann so nass?
J: Es kam immer mehr Wasser ins Boot – und die Seeleute hatten immer mehr Angst. Alle haben gebetet. Und dann haben sie mich geweckt, damit ich auch bete.
E: Und?
J: Ich wollte aber nicht beten. Ich wollte nur meine Ruhe.
E: Aha. 
J: Aber die Seeleute haben mich nicht in Ruhe gelassen. Sie wollten wissen, wer ich bin und warum ich nach Spanien will und so weiter. Da habe ich ihnen alles erzählt.
E: Und dann?
J: Dann hatten die Seeleute noch mehr Angst. Sie dachten, der Sturm ist wegen mir, – weil ich versuche, abzuhauen. Ich hab gesagt: »Wenn ihr denkt, es liegt an mir, dann werft mich doch ins Meer.«
E: (erstaunt) Und dann?
J: Dann haben sie mich ins Meer geworfen. Und dann war alles ganz still. Der Wind hat aufgehört, die Wellen haben sich beruhigt, das Wasser war ganz glatt.
E: Kannst du eigentlich schwimmen?
J: Nein. Und ich hatte meine Schwimmflügel zu Hause vergessen.
E: Und wie bist du dann wieder hierher gekommen?
J: Als ich unterging, war da im Wasser ein großer Fisch. Der hat sein Maul aufgemacht … und schon war ich in seinem Bauch.
E: Uuuh, im Bauch eines Fisches?
J: Ja, war aber nicht schlimm. Ich habe einfach drei Tage und drei Nächte gepennt. Das hat gutgetan!
E: Die ganze Zeit nur gepennt?
J: Gepennt und gebetet. Ich war wirklich froh, dass mir Gott diesen Fisch geschickt hat – als Taxi. Und hier hat er mich wieder ausgespuckt.
E: Aha, darum bist du so nass. Und? Was machst du jetzt?
J: Erstmal lass ich mich trocknen. Und dann geh ich vielleicht doch nach Ninive.
E: Aber diesmal: Handtuch nicht vergessen!

Jona 3

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Kinder können in dieser Geschichte entdecken, dass es unterschiedliche Vorstellungen von Buße gibt: im Sinne von Bestrafung und im Sinne eines besseren Lebens. 

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Umkehr-Gebet

(Alle bekommen einen bunten Muggelstein)
Gott, es tut mir leid.
Ich tue viele Dinge, die mir danach leidtun.
Manchmal tue ich jemandem weh 
– aus Versehen, manchmal auch mit Absicht.
Wenn jemand wegen mir weint, tut es mir leid.
Am liebsten würde ich dann mitweinen.
Und manchmal mache ich das auch.
Gott, du siehst mich an 
– du siehst mein Herz an.
Du machst mir Mut, 
es beim nächsten Mal anders zu machen.
Gott, du willst, dass es mir gut geht,
dass es allen Menschen gut geht!
Gib mir die Kraft, den Mut und gute Gedanken, 
dass es klappt!
(Kinder legen ihre Glasnuggets im Sand ab; es entsteht ein einmaliges, buntes Muster, das an die bunte Stadt Ninive erinnert.)
Gott, du freust dich darüber,
wenn Menschen neu anfangen
und wieder aufeinander zugehen.
Wenn Menschen füreinander da sind
und sagen: »Es tut mir leid.
Lass uns wieder Freunde sein.
So schön und bunt ist das Leben mit dir!«
Danke! 
Amen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Mal-Spiegel

Während die Menschen in Ninive umkehren, fällt es Jona schwer, in seinem Denken umzukehren. An einer Station üben die Kinder das Umdenken: Vor einem leicht geneigten Spiegel liegen Papier und Stifte. Über dem Papier steht ein Karton, der nach vorne und hinten offen ist, aber die Sicht auf das Papier verdeckt. Wer seinen Namen auf das Papier schreiben will, muss in den Spiegel sehen – und Umdenken, da die eigene Hand nur im Spiegel zu sehen ist. Das ist ganz schön schwer. 
(Den Mal-Spiegel gibt es auch fertig im Internet zu kaufen; Stichwort: Mal-Spiegel.)

Asche-Bilder

Die Menschen von Ninive streuen sich Asche auf den Kopf – als Zeichen für die Buße und den Neuanfang. 
Wir gestalten Bilder mit Asche als Farbstoff: Gemörserte Holzasche oder Papierasche kann direkt auf Papier, Leinwand oder Malpappe aufgetragen und am Ende mit Firnis fixiert werden. Tolle Effekte entstehen, wenn die Asche mit einer weichen Wachssalbe vermischt wird. Kinder brauchen eventuell etwas Zeit, um sich an die Asche-Farbe zu gewöhnen, doch dann macht es Spaß, damit zu malen (vor allem, wenn verschiedene Sorten Asche verwendet werden: grobe Holzasche, feine Holzasche, Papierasche, Asche von Räucherstäbchen). 
Tipp: Beim Malen steht nicht das Motiv im Vordergrund, sondern die Beschäftigung mit dem Material Asche und die Ausdrucksmöglichkeiten, die sich dadurch ergeben.

Säckchen-Herzen

Kinder malen Hintergründe auf Leinwände (einfarbig oder Farbverlauf). Dann werden aus Herzen aus Jutesack ausgeschnitten und auf die Hintergründe geklebt. Wenn der Untergrund mit Asche gemalt wurde (s. oben; kann also kombiniert werden), heben sich die Herzen besonders hervor, wenn sie vor dem Aufkleben mit (roter) Temperafarbe eingefärbt wurden.

Der besondere Tipp …

Handschmeichler Holzherzen – klein

3 x 2,5 cm große, aus geöltem Laubholz sehr fein geschliffene Herzen, die in der Tasche oder auf dem Tisch gerne an die Barmherzigkeit Gottes erinnern – und an die unsere.

€ 2,90 (ab 10 Ex. je € 2,70); 

Best.-Nr. i5113

Jona
Figurenset für die Erzählschienen

10 Erzählkärtchen in verschiedenen Größen, extrem stabil, beidseitig bedruckt, mit Erzählvorschlag, im ZIP-Beutel.

€ 11,00; 
Best.-Nr. 1763

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Material: Jona-Figur, Sand, Bauklötze, bunte Glasnuggets.

Was bisher geschah

Ja, Jona war zuerst abgehauen. Gott hatte zu ihm gesagt: »Geh nach Ninive. Sage den Menschen dort, dass sie aufhören sollen, Böses zu tun.« Jona hatte aber keine Lust dazu. Darum wollte er mit einem Schiff abhauen – genau in die entgegengesetzte Richtung – nach Spanien. Aber dann kam ein großer Sturm, die Seeleute hatten Angst. Als sie merkten, dass Jona vor Gott fliehen wollte und sie deswegen in Not waren, warfen sie Jona ins Meer. Dann kam ein großer Fisch und verschlang Jona. Gott hatte den Fisch geschickt, um Jona zu retten – als Rettungsboot, also ein Rettungsfisch!
Und dann, nach drei Tagen und drei Nächten, wurde dem Fisch übel. So übel, dass er Jona wieder ausspucken musste und Jona wieder an Land war.

Gott beauftragt Jona zum zweiten Mal

Und da kommt Gott ihm wieder ganz nah und sagt: (Jona-Figur in eine Hand legen, die andere schwebt über ihr, während Gott mit Jona spricht) »Jona, geh in die Stadt Ninive. Erzähle den Menschen von mir.«
Und Jona macht sich wieder auf den Weg. Diesmal geht er tatsächlich nach Ninive. Tagelang wandert er durch die Wüste. Da ist Sand in seinen Schuhen, da ist Sand in seinen Kleidern, da ist Sand in seinen Haaren. Und es ist heiß und trocken. Manchmal dauert es Tage, bis er zum nächsten Brunnen kommt und seine Wasservorräte auffüllen kann. Vielleicht denkt Jona an Spanien: »Wie schön wäre es jetzt wohl unter den Palmen in Tarsis?« Aber Gott hat ihn ja nach Ninive geschickt, in das ferne Königreich, um diesen Menschen von Gott zu erzählen. Mit jedem Schritt fragt er sich: »Werden die Leute in Ninive glauben, was ich erzähle? Was, wenn ich den Weg umsonst auf mich nehme? Was wird Gott dann wohl tun?« Darüber macht sich Jona viele Gedanken.

(Stadt im Sand aus Bauklötzen und Glasnuggets bauen.)

Jona kommt nach Ninive

Endlich kommt Jona nach Ninive. Die Stadt ist so groß, dass er drei Tage braucht, um von einem Ende zum anderen zu kommen. In der Stadt wohnen über 120.000 Menschen. Und überall ruft er den Menschen von Ninive zu: »Gott hat gesagt, dass eure Stadt in 40 Tagen untergehen wird.«
(Erzähler*in schaut Jona-Figur kritisch an und fragt ihn:)
»Jona, was sagst du da? Hat Gott das wirklich gesagt? Will Gott die Stadt wirklich kaputt machen?«
(Wieder an Kinder gewandt) Ich glaube, Jona denkt, es ist unmöglich, dass so viele Menschen sich bessern und anfangen, an Gott zu glauben.

Die Reaktion der Menschen in Ninive

Doch die Menschen in Ninive hören, was Jona sagt. Und sie denken: »Vielleicht gibt uns Gott noch eine zweite Chance?« Ja, sie fangen an, an Gott zu glauben und wollen ihm zeigen, dass es ihnen wirklich leidtut. Darum legen sie ihre kostbaren Kleider ab – und ziehen stattdessen Säcke an. Sie hören auf zu essen – und denken nach. Sie denken lange darüber nach, wie sie es besser machen können.

Gott ist barmherzig

Gott sieht, dass die Menschen in Ninive jetzt auf einem guten Weg sind. Und Gott freut sich über jeden einzelnen, der sein Leben ändern will. Natürlich macht Gott die Stadt nicht kaputt, sondern schenkt den Menschen dort die Kraft, jetzt alles besser zu machen.
(Als Segensgeste mit Finger Glasnuggets berühren) Gott ist zufrieden. 
Jona aber ärgert sich sehr darüber.
(Jona-Figur vor die Stadt stellen.) 

Jonas Ärger

Jona denkt: »Habe ich deswegen den langen Weg hierher auf mich genommen? Wie steh ich denn jetzt da? Ich habe den Menschen in Ninive gesagt, dass ihre Stadt zerstört wird. Sie werden denken, ich habe gelogen.« Und zu Gott sagt er: »Siehst du, Gott! Darum wollte ich nicht nach Ninive! Ich wusste ja schon, dass du Geduld haben wirst mit den Leuten. Und dass ich völlig umsonst hierher gekommen bin. Ich will lieber tot sein als leben.«
Jona geht hinaus aus der Stadt und baut sich dort eine kleine Hütte. Er denkt: »Vielleicht hört Gott ja auf mich und zerstört die Stadt doch noch. Dann will ich hier sein und zusehen.«
(Jona-Figur anschauen und fragen:)
»Jona, ist das dein Ernst? Freust du dich gar nicht für die Menschen in Ninive? Gott ist doch gut! Er gibt Menschen eine zweite Chance. Du müsstest das doch eigentlich wissen.«
(Wieder an Kinder gewandt) Ob Jona das noch lernt, wie das ist mit Gott und den zweiten Chancen, das hören wir beim nächsten Mal.

Der besondere Tipp …

Glasnuggets
Muggelsteine in der Dose

500 g (ca. 140 Steine mit einem Ø von je 15–20 mm), gemischt, in den Farben: bernstein, himmelblau, blau, lila, grün, silber, glasklar.
€ 7,60; Best.-Nr.: 428 

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Material: Jona-Handpuppe, Popcorn, etwas Asche, großer Jute-Sack zum Anziehen mit Löcher für Kopf und Arme, Menschen, die im Hintergrund singen
Erzähler*in (E): Hey Jona! Da bist du ja wieder! 
Jona (J): (hat Popcorntüte und isst daraus) Psssst.
E: Was denn?
J: Psst! Ich will nichts verpassen. (Schaut angestrengt in eine Richtung)
E: Okay. (Schaut eine Weile suchend in die gleiche Richtung) Ich sehe nichts.
J: Ja, noch nicht. Aber bald passiert bestimmt etwas.
E: Was soll denn passieren?
J: Siehst du die Stadt Ninive?
E: Ja, die sehe ich.
J: Ich habe den Leuten von Ninive gesagt, dass Gott ihre Stadt kaputtmacht!
E: Oh weh! Warum sollte Gott das denn machen?
J: Weil die Leute in Ninive böse sind!
E: Die sind böse? Alle?
J: Ja. Und außerdem sind sie doof.
E: Warum das denn?
J: Weil ich extra wegen denen den weiten Weg hierhergelaufen bin, nur um ihnen etwas zu sagen.
E: Ach so, ich erinnere mich. Du wolltest ja eigentlich in Urlaub fahren. Nach Spanien. Und dort am Strand liegen.
J: Genau! Aber Gott wollte ja unbedingt, dass ich nach Ninive gehe. Und jetzt bin ich hier und warte, dass Gott endlich die Stadt kaputt macht.
E: Die armen Leute.
J: Das hätten die sich vorher überlegen müssen.
E: (Zeigt Richtung Ninive) Guck mal, ich glaube, die haben es sich schon überlegt.
J: Hä? Was meinst du?
E: Siehst du es nicht? Die haben sich alle Asche auf den Kopf gestreut.
J: Die waschen sich mit Asche die Haare?
E: Nein, ich glaube, die machen das, weil es ihnen leidtut. Und sie haben auch keine schicken Kleider mehr an, sondern … Was ist das? Sind das Kartoffelsäcke? Tatsächlich!
J: Ha, das bringt jetzt auch nichts mehr!
E: Weißt du was? Ich probiere das mal aus: Also … erstmal den Sack anziehen (zieht den Sack über) und dann etwas Asche auf die Hand – und jetzt ins Gesicht damit (Asche ins Gesicht)
J: Du siehst komisch aus!
E: Weißt du, wie ich mich jetzt fühle? 
J: Wie eine Kartoffel?
E: Ich habe letzte Woche meinen Keller aufgeräumt, so richtig ausgemistet und alles sauber gemacht. Danach sah ich genau so aus. Und so fühle ich mich jetzt.
J: Wie im Keller?
E: Ich fühle mich wie nach dem Ausmisten und Aufräumen. Die ganzen kaputten Sachen im Keller, den ganzen alten Schrott habe ich hochgeschleppt und weggeschmissen. Und jetzt kann ich neu anfangen! Das fühlt sich gut an.
J: Aha, ausmisten also.
E: Und vielleicht machen das die Menschen in Ninive genauso. Dass sie bei sich selbst ausmisten und aufhören mit allem, was sie falsch gemacht haben. Vielleicht wollen die auch neu anfangen.
J: Tja, ich glaube, dafür ist es zu spät. Ich habe ihnen ja schon gesagt, dass Gott die Stadt kaputt macht.
E: Ich glaube, es ist nie zu spät. Und ich glaube, Gott freut sich mehr, wenn die Menschen aufhören, Böses zu tun und stattdessen ab jetzt Gutes tun wollen.
J: Aber ich will sehen, dass endlich mal das passiert, was ich sage!
E: (im Hintergrund ist erst leise, dann immer lauter das »Kyrie« aus Taizé zu hören) Hörst du das? 
J: Was singen die da?
E: Sie singen »Kyrie eleison«. Das heißt: »Gott, erbarme dich!« 
J: (verständnislos) Er-barmen?
E: Erbarmen heißt: Jemanden im Herzen haben.
J: (wiederholt langsam) Im Herzen haben?
E: Gott hat dich im Herzen, Jona. Er liebt dich, egal was du tust. Oder?
J: Ja, schon.
E: Und die Menschen in Ninive hat er auch im Herzen. Und liebt sie!
J: Aber die sind doch böse!
E: Jetzt nicht mehr. Sie haben ausgemistet, ihr Herz aufgeräumt. Und beten zu Gott.
J: Das heißt: Da passiert jetzt nichts mehr? Es gibt nichts zu sehen?
E: Doch! Die Menschen feiern und freuen sich, weil Gott sie liebhat.
J: Das ist doch langweilig. Ich will, dass Gott die Stadt kaputt macht.
E: Das ist ganz schön hartherzig von dir, Jona.
J: Mir egal.
E: Ich kann dich ja verstehen, Jona. Aber gib deinem Herzen mal einen Ruck. Ich glaube, die Menschen in Ninive haben eine Chance verdient.
J: (grummelnd) Hmmm … wenn du meinst. Mir wäre aber lieber, wenn hier noch was passiert.
E: Dann passiert jetzt etwas! Etwas anderes. Wir feiern mit den Menschen von Ninive. (An die Kinder gewandt) Was meint ihr? Kommt, wir singen mit!
(Hier kann zusammen ein Loblied angestimmt werden.)

Der besondere Tipp …

Geschichten aus dem  Alten Testament erleben
Spielstationen in der Kita

Die Spielstationen regen an zum Mitspielen und selbst Erzählen und sind – auch mit den Erzählvorschlägen – für unsere Allerjüngsten konzipiert. 
Tipp: Nicht nur für die Kita geeignet!

€ 18,00; Best.-Nr. 3776

junge-gemeinde.de

Jona 4

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema

Jona versucht jetzt, nachdem er den weiten Weg gegangen war und seinen Auftrag erfüllt hat, Gott zu erpressen: Ich möchte lieber sterben und du, Gott, bist schuld daran.

Die Kinder und der Text / das Thema

Hinweis: Kinder haben je nach Alter eine andere Vorstellung davon, was »tot« bedeutet. Wenn sie noch keine traumatischen Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht haben, wirkt das Thema Tod auf sie weitaus weniger bedrohlich als auf Erwachsene. Der Tod wird erst nach und nach als endgültig verstanden. Daher geht es bei der Erzählung für Kinder auch nicht darum, wie schlimm es wäre, wenn 120.000 Menschen sterben, sondern vielmehr um Jonas Unglücklichsein, dass es nicht nach seinem Willen läuft.

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Wut-im-Bauch-Gebet

Gott, manchmal habe ich Wut im Bauch 
– so wie Jona.
Dann denke ich: 
»Das ist ungerecht, das ist unfair!«
Und ich sehe rot: 
Mein Herz wird ganz eng und klein.
Ich glaube, mein Herz versteckt sich 
in diesen Momenten. 
Manchmal denke ich auch: 
»Gott, du bist gemein.«
Und ich wünsche mir, 
dass alles so ist, wie ich will.
Gott, du weißt, was mich wütend macht.
Auch in diesen Momenten hast du mich lieb.
Ich darf wütend sein.
Und du bleibst bei mir 
und siehst mich liebevoll an.
Dann wächst Frieden in mir 
wie ein Wunderbaum.
Und langsam geht es mir wieder gut,
weil du meine Wut siehst und mich verstehst.
Danke, dass ich so sein kann, wie ich bin.
Mit all meinen Gefühlen und Gedanken.
Ich bin in deinem Herzen.
Bei dir bin ich sicher und geborgen.
Danke!

Amen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Wunderbaum pusten 

Wunderbaum pusten Ein Klecks Wasserfarbe wird mit dem Strohhalm so über das Papier gepustet, dass die Farbe übers Papier verteilt wird und die Baumkrone eines Baumes entsteht. Der Baumstamm wird anschließend dazugemalt. Blätter können mit Fingerabdrücken gestaltet werden. So entstehen ganz individuelle Wunderbäume.

Ein Fest feiern

In Ninive wird ein großes Fest gefeiert, weil Gott die Menschen liebhat und barmherzig ist. Wir feiern mit! Die Kinder helfen beim Austeilen. Alle sitzen im großen Kreis, bekommen eine Serviette und einen Becher, Keks und Saft-Schorle. Wir warten, bis alle etwas haben, nehmen uns wahr und essen und trinken dann gemeinsam. Es ist kein »normales« Essen, sondern ein symbolisches. Ein Fest für Ninive. Zum Abschluss kann ein Lied gesungen werden (z. B. »Wir sind eingeladen zum Leben«).

Der besondere Tipp …

Die große Bibel-Erzähltasche

… enthält außer vielen Materialien, die für die Jona-Reihe eingesetzt werden können, noch 100 weitere hilfreiche Utensilien (inkl. Fischerboot, Holzkegel-Figuren für Jona, Tücher in unterschiedlichen Farben und Materialien, dem Fach- und Arbeitsbuch »Biblische Geschichten mit Legematerial erzählen« …)

Die genaue Auflistung findet ihr ihm Shop des Verlags Junge 
Gemeinde: 

junge-gemeinde.de

€ 229,00; 
Best.-Nr. S9012

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Material: Jona-Figur, trockener Sand, Bauklötze und Glasnuggets, kleiner »Teppich« für Jona, kleiner Baum (z. B. Bonsai) als Wunderbaum.

Was bisher geschah

(Jona-Figur sitzt auf einem Sandhügel, abseits der Stadt, auf seinem Teppich,)
Jona war zuerst mal abgehauen, als Gott ihm gesagt hat: »Geh nach Ninive. Sage den Menschen dort: ›Hört auf, Böses zu tun.‹« Jona hatte keine Lust dazu. Darum ist er mit einem Schiff nach Spanien abhauen. Genau in die entgegengesetzte Richtung. Aber dann kam ein großer Sturm, die Seeleute hatten Angst. Als sie erfuhren, dass Jona vor Gott fliehen wollte und sie deswegen in Not waren, warfen sie Jona ins Meer. Da kam ein großer Fisch und hat Jona verschlungen. Der Fisch war für ihn ein Rettungsboot oder ein »Rettungsfisch«.
Und der Fisch spuckte Jona nach drei Tagen und drei Nächten wieder aus und Jona landete wieder an Land. Und dann ging Jona nach Ninive. Und er redete einen Tag lang mit den Menschen in Ninive. Er sagte immer wieder: »Gott will eure Stadt kaputt machen, weil ihr böse seid!«
Die Menschen nahmen sich seine Worte zu Herzen. Sie hörten auf, Böses zu tun. Und sie glaubten nun an Gott, den Gott von Jona. Da machte Gott die Stadt nicht kaputt. Und das machte Jona wütend! Er sagte: »Am liebsten würde ich jetzt sterben!«

Der Wunderbaum

(Wunderbaum neben Jona stellen) Gott sieht Jona. Und Gott lässt über Nacht einen Wunderbaum wachsen. An dem Platz, wo Jona sitzt. Es ist ein Baum mit vielen Zweigen und großen Blättern. Als Jona am nächsten Morgen den Wunderbaum sieht, freut er sich sehr darüber. Endlich Schatten!

Die Raupe

(Mit Finger Raupe machen, am Baum »knabbern«; dann den Baum umlegen) Dann kommt in der nächsten Nacht eine Raupe. Die frisst den Wunderbaum an, und er geht kaputt. Er verliert alle Blätter. Als am nächsten Tag die Sonne brennt, hat Jona keinen Schatten mehr. Es ist so heiß, dass es Jona richtig schlecht geht. Und Jona schimpft mit Gott und weint: »Du bist so gemein! Ich habe keinen Baum mehr, der mir Schatten gibt! Ich will lieber tot sein!«

Gottes Antwort

Da sagt Gott: »Jona, du weinst, weil der Wunderbaum gestorben ist? Du hast ihn nicht gepflanzt, hast dich nicht um ihn gekümmert. Er war einfach da, über Nacht. Du hattest ihn einen Tag lang. Und jetzt weinst du, weil der Wunderbaum tot ist? Kannst du dir vorstellen, wie es mir dann geht mit den Menschen in Ninive? Weißt du nun, warum ich ihnen eine zweite Chance gebe?«

Erzählung für Ältere


Material: Jona-Handpuppe, leere Popcorn-Tüte, (grüner) Sonnenschirm als Baum, ggf. Tarnnetz/grüne Zweige, Brief, Spieluhr mit Schlaflied
Jona (J): Mein Popcorn ist leer und nichts ist passiert.
Erzähler*in (E): Doch, es ist ganz viel passiert!
J: Ich sehe nichts.
E: Kannst du auch nicht. Zumindest nicht auf den ersten Blick.
J: Auf den zweiten Blick auch nicht.
E: Du musst näher ran! Geh mal nach Ninive. Die Menschen sind wie verwandelt. Sie singen und tanzen und freuen sich. Und überall spricht man von dir – und von Gott. Alle sagen: »Gott hat uns Jona geschickt und uns gerettet. Gott sei Dank!«
J: Ich habe ihnen aber gesagt, dass Gott die Stadt kaputt macht! Wie steh ich denn jetzt da? Wie ein Lügner, ein falscher Prophet. 
E: Seit wann ist dir wichtig, was die Leute über dich denken?
J: Gar nicht. Ich will nur nicht als Lügner dastehen, auch vor mir selbst.
E: (in zweifelndem Ton) Du stehst vor dir selber als Lügner da?
J: Genau.
E: Aha … Weißt du was: Schlaf mal drüber. Vielleicht siehst du morgen alles in einem anderen Licht.
J: Ich werd’s versuchen. Gute Nacht.
(Jona schläft, Spieluhr im Hintergrund; währenddessen »wächst« Sonnenschirm zum Baum)
J: (streckt sich) Ahhh!
E: Guten Morgen, Jona!
J: (grummelt) Morgen.
E: (sieht den Baum) Schau mal! 
J: Oha! Endlich mal etwas Sinnvolles.
E: Cool, jetzt sitzt du ganz gechillt im Schatten, mit Ausblick auf Ninive.
J: Das gefällt mir. Vielleicht hat es sich Gott doch anders überlegt. Vielleicht fängt er endlich an, das zu tun, was ich will!
E: Immerhin hat er dir über Nacht einen solch schönen Baum geschenkt. Ein Wunderbaum!
J: Das war ja auch höchste Zeit! Jetzt lass ich es mir gutgehen. Ich lege mich unter den Baum, genieße den Schatten und bewege mich heute nicht mehr von hier weg.
E: Dann will ich dich nicht weiter stören. Bis morgen.
J: (freut sich) Und Gott macht vielleicht die Stadt kaputt. Wer weiß? Ich träume auf jeden Fall schon mal davon.
(Jona schläft wieder ein, Spieluhr klingt; währenddessen Schirm einklappen und Brief daran befestigen)
J: (streckt sich) Ahhh! (Verwundert) Boah, ist das heiß! Wo ist denn der Schatten hin? (Schaut sich um, erschrickt) Mein Baum! Mein Freund, der Baum, ist tot! (Zeigt auf eine imaginäre Raupe) Da, eine Raupe! Die hat meinen schönen Baum angefressen, dass er jetzt tot ist.
E: Mensch Jona, was ist denn mit dir?
J: Ich … ich … ich bin wütend! Wütend auf Gott. So wütend, dass ich am liebsten sterben möchte. Ja, mit so einem Gott will ich nichts mehr am Hut haben! Der ist so gemein!
E: Ach, jetzt versteh ich: dein Baum. Dein Wunderbaum. Das ist wirklich traurig.
J: Ja, das war mein Baum. Das war ein Schatz! Wie kann Gott es wagen, mir den kaputt zu machen?
E: Guck mal, da hängt ein Brief.
J: Wieso ein Brief? Ist das die Raupen-Post?
E: Da steht dein Name drauf.
J: Hm.
E: Komm, ich lese ihn dir vor: »Lieber Jona! Du bist traurig und wütend darüber, dass der Baum kaputt ist. …«
J: Ja, das bin ich. Und zwar völlig zu Recht. Das war mein Baum!
E: (liest weiter) »Und es tut dir bestimmt leid um den Baum.«
J: Ja!
E: »Aber du hast ihn nicht gepflanzt. Und: Du hast dich nicht um ihn gekümmert.«
J: Richtig – na und?
E: »Und mir soll es nicht leidtun, Ninive kaputt zu machen?«
J: Was hat das denn mit meinem Baum zu tun?
E: »Ich habe alle diese Menschen lieb. Ich kenne sie von Anfang an. Ich kenne sie schon so lange, da waren sie noch gar nicht geboren. Ich habe ihnen das Leben geschenkt – genau wie dir.«
J: Ähm, aber …
E: »Und nun weinst du um den Baum, den du einen Tag lang hattest. 
Soll ich da nicht weinen um 120.000 Menschen in Ninive?« (Pause)
J: Das war’s? Mehr steht da nicht?
E: Nein, mehr steht da nicht. Der Brief endet mit dieser Frage.
J: (zu den Kindern) Seltsam, warum fragt mich Gott das? Was meint ihr? 

Der besondere Tipp …

Jona und der Wal
Minibüchlein

Ein schönes Erinnerungs-Mitgebsel zum Abschluss der Jona-Reihe – für die Kinder und ihr Zuhause.
26 Seiten, 12 x 12 cm, farbig illustriert und kindgerecht erzählt.

€ 2,00 (ab 25 Ex. je € 1,95; 
ab 50 Ex. je 1,90); 
Best.-Nr. 3482

junge-gemeinde.de

Lukas 18,1–7

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lied

Halte zu mir, guter Gott 
(KuS 456, KKL 328, EGplus 146, MKL1 52)

Psalm (nach Psalm 31)

»Gott, meine Zuversicht, Herr, auf dich vertraue ich«, aus: Gott ist bei mir. 30 Psalmen für Kita und Kinderkirche (s. hierzu »Der besondere Tipp«).

Anregung zum eigenen Gebet

Beten – Gott sagen, was mich bewegt (KuS 706)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Stärke mal ganz anders 

Ein besonderes Phänomen findet man unter dem Begriff »nicht-newtonsche Flüssigkeit«. 
Material: Abdeckung für den Tisch, Speisestärke, Wasser, flache Schale, Esslöffel, Materialien zum Experimentieren (wie Hammer, Feder, Kugel, Ei)
Fülle 100 ml Wasser in die Schale. Gib esslöffelweise Speisestärke dazu. Jeweils zu einer glatten Masse rühren. Wenn du aus der Masse eine weiche Kugel formen kannst, ist es richtig (bei meinen Versuchen waren es ca. 12 Esslöffel). 
Die Kugel lässt sich gut formen, und sobald du sie in Ruhe lässt, zerfließt sie. Wenn du mit einem Hammer auf die Masse schlägst, spritzt es nicht – die Masse wirkt fest. Wenn du den Hammer auf die Masse legst, versinkt er darin. (Tipp: Flecken durch den weißen Stärkebrei lassen sich mit Wasser wieder leicht abwischen.)

Gespräch

Als Impulse eignen sich Fragen rund um die Erfolgsgeschichten der Kinder:

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Die Erzählung eignet sich gut als Rollenspiel mit Witwe, Richter, Erzähler*in.
Oder als eine Art szenisches Spiel, das von einer Person vorgetragen und gespielt wird, wie nachfolgend erzählt.
Da war eine Witwe, sie war sehr traurig.
(Körperhaltung »traurig« einnehmen)
Man hatte ihr Unrecht getan und das machte sie wütend.
(Körperhaltung »wütend« einnehmen)
So betete die Frau und bat Gott um Stärke!
(Körperhaltung »beten«, zum Schluss die Faust zu einem motivierenden »Ja« ballen.)
Die Witwe ging zum Richter und forderte: »Verschaffe du mir Recht!«
(Mit dem Zeigefinger energisch auf jemanden zeigen)
Doch der Richter achtete Gott und die Menschen nicht.
(Wegwerfende Handbewegung)
So betete die Frau und bat Gott um Stärke!
(Körperhaltung »beten«, zum Schluss die Faust zu einem motivierenden »Ja« ballen.)
Die Witwe ging zum Richter und forderte: »Verschaffe du mir Recht!«
(Mit dem Zeigefinger energisch auf jemanden zeigen)
Doch der Richter hörte nicht zu.
(Die Ohren zuhalten)
So betete die Frau und bat Gott um Stärke!
(Körperhaltung »beten«, zum Schluss die Faust zu einem motivierenden »Ja« ballen.)
Die Witwe ging zum Richter und forderte: »Verschaffe du mir Recht!«
(Mit dem Zeigefinger energisch auf jemanden zeigen)
Doch der Richter schaute weg.
(Augen zuhalten)
So betete die Frau und bat Gott um Stärke!
(Körperhaltung »beten«, zum Schluss die Faust zu einem motivierenden »Ja« ballen.)
Die Witwe ging zum Richter und forderte: »Verschaffe du mir Recht!«
(Mit dem Zeigefinger energisch auf jemanden zeigen)
Doch der Richter wendete sich ab.
(Abweisend umdrehen)
So betete die Frau und bat Gott um Stärke!
(Körperhaltung »beten«, zum Schluss die Faust zu einem motivierenden »Ja« ballen.)
Die Witwe ging zum Richter und forderte: »Verschaffe du mir Recht!«
(Mit dem Zeigefinger energisch auf jemanden zeigen)
Da endlich nickte der Richter und sagte entnervt: »Ich verschaffe dir Recht!«
(Resigniert/genervt nicken)
Da freute sich die Witwe und dankte Gott: »Mit Gott bin ich stark!«
(Körperhaltung »beten«, zum Schluss die Faust zu einem motivierenden »Ja« ballen.)

Erzählung für Ältere

In dieser Erzählung hören wir die Frau selbst.

Erfolgreich

Ich habe es geschafft! Stellt euch vor: Ich habe es geschafft.
Es war nicht einfach, aber ich war hartnäckig und habe mich nicht entmutigen lassen.

Kein Respekt

Jeden Tag habe ich vor seiner Tür gestanden. Ich wusste, was die Leute über diesen Richter erzählten: »Er ist ein unangenehmer Mensch, der keine Achtung vor den Menschen hat und auch vor Gott keinen Respekt. 
Doch ich bin jeden Tag hingegangen. Schon am Morgen, bei Sonnenaufgang bin ich bei ihm vor der Türe gestanden. 
Ich habe frisch gebackenes Fladenbrot mitgebracht und habe einfach geklopft. Er hat ganz vorsichtig die Türe aufgemacht. Ich habe mich vorgestellt. »Guten Morgen«, habe ich gesagt, »ich habe Ihnen frisches Brot mitgebracht. Mit einem leckeren Essen im Bauch können Sie viel besser nochmal über meinen Fall nachdenken!«. Er hat einfach den Korb geschnappt und die wieder Türe zugeschlagen. 

Türe zuschlagen

Doch am nächsten Morgen bin ich wieder hin. Ich habe wieder geklopft und gerufen. Er hat nicht reagiert. Doch ich habe weitergeklopft. Immer wieder. Irgendwann hat er aufgemacht und geknurrt: »Was wollen Sie?« Da habe ich nur gesagt: »Schaffen Sie mir Recht!« Und er hat mir wieder die Türe vor der Nase zugeschlagen. 

Der nächste Tag

Am nächsten Tag bin ich wieder hin. Und weil er auf mein Klopfen und Rufen nicht reagiert hat, bin ich am Mittag noch einmal gekommen. Dieses Mal hatte ich einen Krug mit frischem Wasser dabei. Wieder habe ich geklopft und gerufen. Dieses Mal noch lauter und hab noch heftiger geklopft. Nach einiger Zeit hat er endlich aufgemacht und gesagt: »Sie schon wieder.« – »Ja«, habe ich gesagt, »ich komme jeden Tag, bis Sie mir Recht verschafft haben.« Da hat er die Augen verdreht, mir den Krug mit Wasser abgenommen und wieder einfach die Türe zugeschlagen.

Vor der Tür

Also bin ich am nächsten Morgen wieder früh zum Haus des Richters. Dieses Mal habe ich mir einen Korb mit frischem Brot, Wasser und Feigen mitgenommen. Aber nicht für den Richter, sondern für mich. Denn ich habe mich vor seine Türe gesetzt und gefrühstückt. Irgendwann ist er aus dem Haus gekommen und beinahe über mich gestolpert. Richtig erschrocken ist er, als er mich gesehen hat. Ich habe mir sogar ein bisschen das Lachen verkneifen müssen. »Was machen Sie vor meiner Türe?«, hat er entsetzt gefragt. »Das wissen Sie doch. Ich bin da, damit Sie mir zu meinem Recht verhelfen.« Da ist er schnell an mir vorbei und die Straße hinuntergegangen. 
Es hat lange gedauert, bis ich ihn wiedergesehen haben. Erst am Abend ist er nach Hause gekommen. Schon von Weitem habe ich ihm zugewinkt. Richtig wütend war er, als er an seinem Haus angekommen war. Ich bin aufgestanden und habe nur gesagt: »Also bis morgen« und habe meinen Korb gepackt. 
Der Tag vor dem Haus des Richters war sehr lang. Der Rücken tat mir vom ganzen Rumgehocke wehn. Und meine Arbeit zu Hause und auf dem Feld war auch liegengeblieben. Aber ich habe mir gedacht: »Ich bleibe standhaft. Ich gebe nicht auf.« 

Alles wird gut

Am nächsten Morgen war ich schon vor Sonnenaufgang beim Haus Richters. Dort brannte eine Lampe. Das war ungewöhnlich … um diese Zeit? Ich schaute durch die Fensteröffnung. Der Richter ging im Zimmer hin und her. Ich habe ihn laut mit sich selbst reden hören. Leider konnte ich nicht alles verstehen, aber ein paar Sätze schon: »Was, wenn die wiederkommt?« Und: »Ich rufe die Wache, das lass ich mir nicht gefallen.« Und dann: »Was ist, wenn die böse auf mich wird und mir Gewalt antut?« 
Ich habe mich dann wieder vor seine Türe gesetzt und extra laut geseufzt. Dann habe ich und wieder mein Frühstück ausgepackt. Immer wieder klapperte ich extra laut mit dem Krug. 
Plötzlich ging die Türe auf und der Richter rief: »Sie sind mir lästig! Und bevor Sie mir am Ende noch wehtun, verhelfe ich Ihnen zu Ihrem Recht.« 
Vor Freude bin ich aufgesprungen und habe ihn ganz fest umarmt. Jetzt wird alles gut. Und dass ich noch nie in meinem Leben jemanden geschlagen habe, brauchte der Richter ja nicht zu wissen.

Der besondere Tipp …

Tongefäße im 4-er-Set
Passend zu unseren Biegepuppen und Legematerialien

Die Gefäße sind aus unglasiertem, gebranntem Ton und können Legebilder und Figuren für Darstellungen der Aufbewahrung von Lebensmitteln in früheren Zeiten gut ergänzen. Das Set enthält folgende Gefäße (von links nach rechts) mit den Maßen (H/B):
1 x Amphore (7,0/5 cm)
1 x Krug mit zwei Henkeln (6,5/4 cm) 
1 x Topf (2,8 x 5 cm)
1 x Krug mit Ausguss (4,2 x 5 cm)
Kleine Abweichungen von den hier abgebildeten Tongefäßen sind möglich.


Set € 10,80; Best.-Nr. S1174

Die Gefäße können auch einzeln bestellt werden (siehe VJG-Shop unter:)

junge-gemeinde.de

Lukas 13,10–13

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Lobe den Herrn, meine Seele, und seinen heiligen Namen (KuS 330, KKL 184, HuT 253);
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt
(KuS 398, KKL 193, HuT 89)

Psalm 121 

EG WUE, 749; 
oder in neuerer Sprache: KuS 672

Kreative Umsetzung der Geschichte
Körperübung 
»Sich nicht aufrichten können«

Die Frau in der Geschichte ist verkrümmt und kann sich nicht aufrichten. 
Die Kinder probieren das im Zweierteam selbst aus: Ein Kind ist die Frau, senkt den Kopf und schaut gerade nach unten. Das andere achtet darauf, dass nichts passiert. So erkunden sie die Umgebung. Dabei darf »die Frau« den Kopf nicht heben. 

Gespräch – »Den Kopf hängen lassen«

»Den Kopf hängen lassen« bedeutet: verzweifelt sein, keinen Mut haben, die Hoffnung verlieren, enttäuscht sein.

Gespräch – »Worte, die aufrichten«
Meditation (nach der Geschichte)

Nach der Geschichte kann eine geführte Meditation gemacht werden. Dabei stehen die Kinder ruhig im Raum. Wer mag kann die Augen schließen und so auf die Worte hören und ihnen nachspüren.

Den Kopf gesenkt, den Blick nach unten.
So sieht die Frau die Welt.
Nur den Boden, nur die Füße, 
nie das Himmelszelt.

Den Kopf gesenkt, den Blick nach unten.
Das macht sie leis, das macht sie klein,
sorgenvoll und hoffnungslos.
So will die Frau nicht sein.

Den Kopf gesenkt, den Blick nach unten,
Schritt vor Schritt, nur den Boden schauen.
Und doch voll Zuversicht auf Gott vertrauen.

Den Kopf gesenkt, den Blick nach unten.
Bewegt sie sich leise, will nicht stören.
Geht am Sabbat dennoch Jesu Worte hören.

Den Kopf gesenkt, den Blick nach unten.
Jesus sieht sie und ruft sie herbei.
Legt ihr die Hand auf, sagt: »Du bist frei.«

Dann: aufrecht stehen!
In Augen sehen.
Den Kopf erhoben
und Gott loben.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Ein Kind erzählt, was seine Oma (die gekrümmte Frau) erlebt hat.

Nicht gerade stehen

Meine Oma ist toll. Und ich muss euch unbedingt erzählen, was ihr passiert ist. Schon seit ganz langer Zeit kann meine Oma nicht mehr gerade stehen. Sie kann sich nicht mehr aufrichten. Ihr Rücken ist ganz krumm, der Kopf weit vorne. So kommt es, dass sie nur nach unten schauen kann. Die ganze Zeit. 
Die Leute sagen: »Ein Geist plagt sie. Deshalb ist ihr Rücken so krumm.« Und deshalb halten sie sich von meiner Oma fern. Aber ich glaube das nicht.
Meine Oma kann so toll erzählen. Sie kennt alle Geschichten aus der Tora. Meine Oma kann auch richtig gut zuhören. Sie kommt nicht gleich mit blöden Ratschlägen. Sie fragt lieber nach. Und dann komme ich oft selbst auf eine Lösung. Nie habe ich sie über jemanden schimpfen gehört. Und noch nie hat sie über ihren krummen Rücken geklagt. 

In einer Ecke

Bei jedem Treffen in der Synagoge ist meine Oma dabei. Aber weil sie weiß, dass die Menschen sie nicht gerne anschauen, geht sie immer in ihre Ecke. Da kann niemand sie sehen, doch von dort alles hören.

Frei 

Aber an diesem Sabbat war es anders! Ein neuer Rabbi war zu Besuch gekommen. Ein Rabbi ist ein Lehrer, der sich mit den jüdischen Gesetzen und Vorschriften auskennt. Die Synagoge war bis zum letzten Platz voll. Und als meine Oma sich in ihre Ecke verziehen wollte, da hat der Rabbi sie gesehen. Er hat sie zu sich gerufen. Die anderen Leute haben sich sehr verwundert. Und sie haben Platz für Oma gemacht. Als sie endlich bei ihm war, hat der Lehrer gesagt: »Du bist von deiner Krankheit frei.« Er hat ihr die Hand auf den Rücken gelegt … und sie hat sich aufgerichtet. 

Gott sei Lob und Dank

Ganz gerade stand sie da. Sie hat dem Rabbi in die Augen geschaut. Und sie hat gelacht. Und dann sagte sie: »Halleluja! Lobet den Herrn!« 
Da bin ich schnell zu ihr gelaufen und hab sie in den Arm genommen! 

Erzählung für Ältere

Hier kommt die gekrümmte Frau selbst zu Wort. Wie hat sie die Geschichte erlebt? Was ist in der ganzen Zeit in ihr vorgegangen? Ihre Zuversicht findet sie in den Worten, die sie in der Synagoge hört. Die Worte aus den Psalmen begleiten die Menschen seit Jahrhunderten. Die Frau bedient sich bei Psalm 121 und Psalm 103. Ihr Gottesvertrauen hält sie aufrecht, trotz des gekrümmten Körpers.

Psalm 121

»Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt meine Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.«

Den Blick immer nur nach unten

Lange Zeit klangen diese Worte für mich wie Hohn und Spott. »Die Augen aufheben zu den Bergen …« – das war so lange Zeit nicht möglich. Achtzehn Jahre lang ging nämlich mein Blick immer nur nach unten. Mein Rücken war gebeugt, aufrichten konnte ich mich nicht mehr. 

Hoffnungslos

Irgendwann habe ich sogar vergessen, dass es außer dem Boden, den Füßen und Steinen auch noch etwas anderes gab. Zuerst habe ich noch versucht, mich dagegen zu wehren. Ich habe mich angestrengt und mit aller Macht versucht, meinen Kopf zu heben. Immer wieder habe ich die seltsamsten Körperhaltungen eingenommen, um Menschen ins Gesicht sehen zu können. Aber alles, was ich dann sehen konnte, war das Entsetzen in ihren Gesichtern. Irgendwann habe ich ich es dann aufgegeben und lieber auf den Boden geschaut. 

Unsichtbar

Meine Familie und Freunde haben sich an mein Aussehen gewöhnt. Für die anderen Menschen wurde ich allmählich unsichtbar, so klein und geduckt ging ich durch die Gassen.

Psalmworte als Trost

Doch einige Worte aus den Psalmen gingen mir immer wieder durch den Kopf: »Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet schläft nicht.«
Diese Worte gaben mir Hoffnung, dass Gott mich nicht verlassen hat. Diese Worte haben mich getröstet. Mein Körper war zwar krumm, doch meine Seele blieb behütet.

Das Leben geliebt

Und so ist mir meine Hoffnung immer erhalten geblieben. So habe ich mein Leben gelebt. Ich konnte die Füße meiner Enkelkinder wachsen sehen. Und wie aus den kleinen Babys, die in mein Gesichtsfeld gekrabbelt kamen, kleine Flitzefüße wurde. Ich war immer dabei. Und ich habe geholfen, wie ich konnte. 
Viele Menschen brauchten einfach jemand zum Zuhören. Jemand, der ihnen nicht prüfend ins Gesicht schaut. Eine Antwort wollte kaum jemand. Es reichte ihnen, dass ich für sie da war und zuhörte. Und sie ihre Gedanken ordnen konnten. 

Die Seele verkrümmte nicht

Außer den Trostworten in den Psalmen taten mir auch die Besuche in der Synagoge gut. Auch sie sorgten mit dafür, dass meine Seele nicht verkrümmte. Auf Gottes Wort zu hören, miteinander zu singen und zu beten, die Gemeinschaft mit anderen und zu wissen: »Mein Hüter schläft und schlummert nicht.«

Der besondere Sabbat

Dann kam dieser eine Tag. Es war ein Sabbat. Alle Menschen im Dorf waren aufgeregt. Jesus war da. Die Menschen erzählten über ihn: »Das ist ein ganz besonderer Lehrer.« Und er wollte in der Synagoge sprechen. Das wollte ich auf jeden Fall miterleben. Ich war etwas spät dran. Deshalb bin ich noch leiser als sonst zu meinem Platz geschlichen. 

Aufgerichtet

Doch da hörte ich eine Stimme. Ich hatte sie noch nie gehört. Sie war warm und klang weich wie Honig in meinen Ohren: »Komm zu mir«, sagte diese Stimme. Ich ging ihrem Klang nach. Alle anderen Geräusche verstummten. Es war ganz still. 
Die Füße der anderen wichen zurück und machten mir Platz. Schließlich blieb ich stehen. Ich war gespannt. Da spürte ich eine warme Hand auf meinem Rücken. Es war die Hand von Jesus. Ein Gefühl der Befreiung ging durch meinen Körper. Jesus sagte nur: »Du bist von deiner Krankheit befreit.« 
Da konnte ich meinen Rücken aufrichten. Und ich sah in ein Gesicht: das Gesicht von Jesus. Ich sah seine Augen, sein Lächeln. Und da hatte ich nur einen Gedanken, den rief ich hinaus: »Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!«

Der besondere Tipp …

Jesus heilt die gekrümmte Frau
Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater
12 DIN-A3 Illustrationen von Petra Lefin und ein komplett ausgearbeitetem Textvorschlag erzählen zusammen die wunderbare Heilung einer Frau, die nach der Begegnung mit Jesus nach vielen Jahren endlich wieder aufrecht durchs Leben gehen kann.

€ 9,00; Best.-Nr. 9009

Passt zur Geschichte – mit Sonderpreis

junge-gemeinde.de

1. Samuel 25,1b–35

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema

Davids Bitte wird von Nabal auf abwertende Weise abgelehnt. 

Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn (KuS 286, KKL 376, Wwdl 220, EGplus 130);
Du, Gott, stützt mich 
(KuS 463, KKL 335, Wwdl 129);
Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen 
(KuS 504, HuT 345, EG WUE 649, MKL1 75)

Psalm

Gebet nach Psalm 37 (KuS 655)

Kreative Umsetzung der Geschichte

Für die Jüngeren:

Gefühle erkennen und benennen

In der Geschichte von Abigail begegnen uns viele verschiedene Gefühle. Besonders für jüngere Kinder ist es wichtig, Gefühle zu verstehen – die eigenen und die anderer.

Probiert es gemeinsam aus.

Ameisenstark

Abigail setzt sich gegen eine Kampfgruppe von 400 bewaffneten Männern durch und handelt entgegen der Anordnung ihres Ehemannes. Ganz schön stark. 
Manchmal überraschen die Kleinen mit ihrer unglaublichen Stärke. So gehört die Ameise zu den stärksten Lebewesen überhaupt, denn sie kann Dinge tragen, die bis zu vierzigmal mehr wiegen als sie selbst. 
Die Kinder stellen sich auf eine Waage. Das Gewicht wird mal 40 genommen und im Internet gesucht, was sie dann tragen könnten, wären sie eine Ameise.

Für die Älteren: 

Streit schlichten

Abigail entschuldigt sich für etwas, das sie nicht getan hat. Sie entschärft einen Streit, indem sie David entgegenkommt und ihn auf die Folgen seines Vorhabens aufmerksam macht.

Gespräch über gemeinsam Essen

Abigail lädt David und seine Männer zu einem Festmahl ein: zusammen an einem Tisch sitzen, versorgt sein mit dem Nötigsten und auch gemeinsam genießen. 
Später wird König David im Psalm 23 schreiben: »Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.« 

Auch mal spannend

Nabal hat David nicht um Hilfe gebeten, damit David und seine Leute die Herden bewachen. Dennoch erwartet David am Ende eine Art Belohnung. Was steckt dahinter? Ist das gerecht?Im Hintergrund steht das friedliche Nebeneinander von umherziehenden Nomaden und sesshaften Bauern, von der beide Gruppen profitieren.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Ein ungleiches Ehepaar

Nabal war ein reicher Mann, leider war er auch ein sehr dummer Mann.
Abigail war seine Frau. Sie war klug und schön.
Nabal hatte viele Tiere: 3000 Schafe und 1000 Ziegen.

David passt auf die Tiere auf

Während der Weidezeit hat David mit seinen Männern die Hirten und die Tiere Nabals beschützt. Kein Leid ist den Hirten geschehen und keines der Tiere ist weggekommen.
Nun werden die Schafe geschoren. Und es wird ein großes Festessen veranstaltet.

Nabal will nichts abgeben

Da schickt David einen Boten zu Nabal: »Friede sei mit dir! Wir haben dir während der Weidezeit geholfen. Nun möchten wir gerne bei deinem Fest mitfeiern.«
Doch Nabal antwortet zum Boten: »Wer ist David? Ich habe nur Essen für meine eigenen Leute. Ich gebe nichts ab.«
Mit dieser Antwort geht der Bote zu David zurück. 

Das war falsch

Einer von Nabals Knechten hat das Gespräch mit dem Boten gehört. Der Knecht weiß, dass David den Hirten sehr geholfen hat. Er findet es falsch, wenn David und seine Männer nicht mitfeiern dürfen. Deshalb geht er zu Abigail und erzählt ihr, was vorgefallen ist. 

David hört die Botschaft

Inzwischen ist der Bote bei David und bringt ihm die Antwort Nabals. Da wird David sehr wütend. Er ruft: »Ich werde es Nabal heimzahlen, dass er so undankbar ist und so unverschämt.« 
Dann nimmt David 400 Männer. Sie schnallen sich die Schwerter um und machen sich auf den Weg zu Nabal.

Abigail will keinen Kampf

Auch Abigail findet es falsch, wie Nabal auf die Bitte Davids geantwortet hat. Sie hat Angst, dass David verletzt und beleidigt ist. Und sie sorgt sich um den Frieden. Aber sie denkt: »Wegen solch einer Sache sollen Menschen gegeneinander kämpfen? Nein!« Also lässt sie ein Festessen herrichten, Wein abfüllen und Geschenke einpacken. Alles wird auf Esel geladen und sie reitet los – David entgegen. 

»Es ist meine Schuld!«

David geht gerade einen Berg hinauf und schimpft vor sich hin: »Ich bringe ihn um. Ich bringe Nabal und seine Hirten um.« Da sieht er Abigail. Sie kommt ihm entgegen. Als sie bei David ankommt, springt sie von ihrem Esel und verbeugt sich tief vor David. Sie sagt: »Ach, Herr, es ist meine Schuld. Bitte hör mir zu. Mein Mann ist ein Dummkopf. Und ich war nicht da, als dein Bote gekommen ist. Doch Gott hat dich jetzt aufgehalten, damit du nichts Schlimmes tust. Ich habe dir und deinen Männern ein Festessen mitgebracht – und Geschenke. Ich weiß, dass Gott dich zum König bestimmt hat. Doch wenn du heute zum Mörder wirst, hast du kein reines Gewissen mehr. Das schlechte Gewissen wird dich immer verfolgen!«

David denkt nach

Abigails Worte bringen David zum Nachdenken. Er atmet tief durch, dann sagt er: »Du hast recht. Gesegnet sollst du sein. Wenn ich jetzt meinem Zorn nachgebe, werde ich das immer bereuen. Hab vielen Dank für deine klugen Worte – und für die Geschenke.«

Erzählung für Ältere


Kaum ist die Türe auf, sprudelt es aus Elisabeth heraus: »Mensch Mama, das hättest du heute erleben müssen – wie im Kino!« – »Komm erstmal rein und setzt dich«, sagt Mama schmunzelnd. »Also pass auf«, fährt Elisabeth unbeeindruckt fort.

Projektarbeit in der Schule

»Heute haben wir in der Schule unsere Projekte präsentiert. Du weißt doch … das mit den Zufallsgruppen. David war doch so enttäuscht, ausgerechnet mit Noah und mit dem neuen Mädchen Abigail in einer Gruppe zu sein. Aber dann war es wohl doch ganz in Ordnung. Noah hat bei der Vorbereitung nicht gestört, weil er am liebsten auf dem seinem Handy rumdaddelt und ansonsten nur ab und zu dumme Kommentare abgibt. Und die Neue ist richtig klug, hat David gesagt. Sie hat sich voll für das Thema ›Unsere Stadt‹ interessiert. Vielleicht auch, weil sie neu bei uns. Aber David, der hat sich richtig reingehängt: Er war in der Bücherei und im Stadtarchiv. Zusammen haben dann Abi und David ein tolles Plakat vorbereitet. Und für die anderen haben sie sogar eine Zusammenfassung geschrieben. Heute also sollten die Drei ihr Projekt vorstellen. David hat extra so Kärtchen gemacht, damit er nichts Wichtiges vergisst. 

Noah tut so, als ob er das alles erarbeitet hätte 

Abi und David waren noch damit beschäftigt, das Plakat aufzuhängen, da hat sich Noah die Zusammenfassung geschnappt und angefangen, sie laut vorzulesen. Schon beim Zuhören haben wir gemerkt: »Der weiß überhaupt nicht, was da drinsteht.« Das war voll schrecklich. Aber Noah hat so ein unglaubliches Selbstbewusstsein! Und er hat so getan, als ob er der Alleswisser ist. David ist ganz rot geworden. Dem war anzusehen: Der platzt gleich. Aber trotzdem hat er Noah nicht unterbrochen. Wäre dann wohl für alle zu peinlich gewesen. Abigail stand dazwischen und schaute mal David, mal Noah an. 

Abigail vermittelt

Als Noah die Zusammenfassung zu Ende gelesen hatte, konnte sich David nicht mehr zurückhalten und ist auf Noah los. Doch Abigail ist schnell einen Schritt vorgetreten und hat David den Weg versperrt. Sie sagte: ›Ich möchte mich ganz herzlich bei David bedanken. Er hat sich die ganze Mühe und Arbeit mit der Recherche gemacht. Er hat all die Fotos in der Stadt gemacht, die ihr auf dem Plakat seht. Deshalb wird er euch eure Fragen dazu sicher beantworten können. Danke auch an Noah, der Davids Text vorgelesen hat.‹«

Auszeichnung für Diplomatie

Dann ist sie wieder einen Schritt zurückgetreten. David hat einmal tief Luft geholt und Noah ist rot angelaufen.
Der Lehrer hat gegrinst, sich bei David und Noah für ihr Engagement bedankt und Abigail eine besondere Auszeichnung verliehen: die für gute Diplomatie.

Die Namensgeberin aus der Bibel

Als Elisabeth mit dem Bericht fertig ist, lächelt auch Mama. »Die Abigail aus deiner Klasse ist ihrer Namensgeberin wohl sehr ähnlich. Und Noah könnte auch ›Nabal‹ heißen.« – »Wie meinst du das?«, fragt Elisabeth. »Es gibt da eine Geschichte in der Bibel …«, und Mama beginnt zu erzählen.

Gemeinsam die Geschichte aus 1. Samuel 25,1b–35 lesen (am besten aus der Basis Bibel).

Der besondere Tipp …

Der Grolltroll
Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater

Manchmal geht alles schief. Und dann grollt die Wut im Bauch und wird lauter und lauter …
Warum der kleine, blaue Troll zum Groll-troll wird, wieso er seine Freunde verärgert und wie wichtig eine Entschuldigung ist, erzählt der Bilderbuchklassiker von Barbara van der Speulhof. Die Illustrationen von Stephan Pricken erzählen von Wut und davon, wie wichtig ein Entschulden ist. Mit Textvorschlag zum sofortigen Gebrauch.
€ 20,00; Best.-Nr. 3783

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Abigail – eine kluge Frau
1. Samuel 25,1b–35 (36–42)

I. Vorüberlegungen

Zur Planung des Gottesdienstes
Zum Text / Zum Thema

Ganz wichtig ist dabei der Aspekt des Vertrauens in Gottes Macht. 

Die Kinder und der Text / das Thema

Die Kinder können gemeinsam überlegen:

II. Bausteine

Kreative Umsetzung der Geschichte
Rollenspiel mit Kärtchen 

Die Kinder ziehen Kärtchen mit konkreten Rollen, Aufgaben und Handlungen (s. Anlage).
David: Dein Kopf und dein Herz sind voll Wut. Du willst dich nur noch an Nabal rächen und ihm weh tun. Er soll spüren, dass er sich mit einem Stärkeren angelegt hat, als er es ist. So führst du deine Männer an.
Männer: Ihr seid erschrocken über Davids Wut, aber ihr traut euch nicht, mit ihm zu reden. David hat ja recht: die Rache steht ihm zu. Deshalb geht ihr mit David mit und regt euch sehr über Nabals Dummheit auf.
Abigail: Du bist entsetzt und aufgeregt. Du willst verhindern, dass Davids Rache deine ganze Familie auslöscht. Aber du hast keine Ahnung, ob David dir überhaupt zuhören wird. In deinem Herzen betest du zu Gott und hoffst, dass er dir hilft.
Beobachter*in: Du beobachtest die Schauspieler*innen unter folgenden Gesichtspunkten:

Daran kann sich ein Gespräch anschließen

Fragen für ein Gespräch (s. Anlage)
Zeichen der Stärke zum Mitnehmen: 

Wir gestalten Streichholzschachteln und legen kleine Zettel mit Psalm 138,8a hinein: »Gott bringt meine Sache zum guten Ende.«
Wir gestalten Mutsteine für die Hosentasche: Steine mit einer Farbe grundieren und ein Symbol für Mut darauf malen oder das Wort schreiben. 

Materialien und Medien

III. Gestaltungsvorschlag für den Gottesdienst

1. Begrüßung und Votum
2. Lied

Ja, heut ist voll mein Tag 
(KKL 334, Einfach spitze1 101)

3. Psalm

Psalm 138 in der Übersetzung der BasisBibel

4. Eingangsgebet

Guter Gott, 
wir sind da, so wie wir sind: 
fröhlich, mutig, zornig, traurig, 
voll innerer Kraft oder unsicher und zögerlich. Guter Gott, 
wir sind da und du bist da. 
Das ist gut. Amen.

5. Lied: 

Sei mutig und stark 
(KKL 336, Einfach spitze1 18)

6. Geschichte

Männergespräche
Abigail ist im Garten. Sie genießt den Schatten der Feigenbäume. Sie knetet den Brotteig für das Festessen am Abend. Heute ist der letzte Tag der Schafschur. An diesem Tag richtet ihr Mann Nabal immer ein Fest für alle seine Knechte, Schafhirten und die ganze Verwandtschaft aus. 
Nabal ist sehr reich. Doch er ist ein böser und hartherziger Mann. Er stößt andere oft vor den Kopf und richtet Unheil an. Vor ein paar Minuten hat Abigail gesehen, wie Männer zu Nabal kamen und mit ihm redeten. Jetzt gehen die Männer wieder weg. Sie sehen wütend aus. »Was ist da passiert?«, fragt sich Abigail und knetet weiter den Teig. »Waren wohl Männergespräche«, denkt sie. 

David geht leer aus
Abigail ist im Garten. Sie genießt den Schatten der Feigenbäume. Sie knetet den Brotteig für das Festessen am Abend. Heute ist der letzte Tag der Schafschur. An diesem Tag richtet ihr Mann Nabal immer ein Fest für alle seine Knechte, Schafhirten und die ganze Verwandtschaft aus. 
Nabal ist sehr reich. Doch er ist ein böser und hartherziger Mann. Er stößt andere oft vor den Kopf und richtet Unheil an. Vor ein paar Minuten hat Abigail gesehen, wie Männer zu Nabal kamen und mit ihm redeten. Jetzt gehen die Männer wieder weg. Sie sehen wütend aus. »Was ist da passiert?«, fragt sich Abigail und knetet weiter den Teig. »Waren wohl Männergespräche«, denkt sie. 
Da hört Abigail hinter sich ein Räuspern. Ein junger Hirte ihres Mannes steht da. Aufgeregt reibt er die Hände. »Was ist los? Warum bist du so aufgeregt? Hat es etwas womöglich mit den Männern zu tun, die mit Nabal gesprochen haben? Ich hatte den Eindruck, sie waren ziemlich wütend.« Der Hirte nickt und antwortet mit rauer Stimme: »Herrin, du musst etwas unternehmen! Die Männer gehören zu David. Du weißt doch, dass wir die Schafherden dieses Jahr in der Gegend von Karmel geweidet haben. Tag und jede Nacht haben David und seine Männer auf uns und unsere Schafe aufgepasst. Sie haben uns beschützt. Kein einziges Mal wurden wir von Räubern überfallen und kein Schaf ist von wilden Tieren gerissen worden. Jetzt hat David die Männer geschickt, um seine Belohnung abzuholen: Essen und Trinken für sie alle. Doch Nabal hat so getan, als wüsste er von nichts und hat die Männer vom Hof gejagt. Untereinander sagten sie: ›Das wird Nabal noch sehr bereuen. David wird kommen und sich rächen. Niemand hier wird das überleben.‹ Herrin, du musst etwas tun!« 
Abigail kennt ihren Mann. Sofort ist ihr klar, dass Nabal mit seinem harten Herzen alle hier in große Gefahr bringt. Sie überlegt. Dann packt sie Brote, Kuchen und Wein ein, sie holt fünf fertig gebratene Schafe vom Feuer und lädt alles auf Esel. Dann setzt auch sie sich auf einen Esel und reitet los. Die schwer beladenen Esel werden von einigen an Zügeln geführt. Sie weiß: Auf diesem Weg wird sie auf David und seine Männer treffen. 
In ihrem Herzen ruft sie zu Gott: »Guter Gott, lass mich mutig sein, mit David auch zu reden. Und mach du Davids Herz bereit, mir zuzuhören. Damit er von seiner Rache ablässt. Amen.«

Wird David sich rächen?
Die Männer haben David in der Zwischenzeit von ihrem Gespräch mit Nabal berichtet: wie abweisend und hart Nabal war. Das macht David wütend. Das lässt er nicht auf sich sitzen. Er sinnt nach Rache: »Nabal und alle, die zu ihm gehören, werden ausgelöscht! Er soll dafür büßen, uns so behandelt zu haben.« Wutentbrannt trommelt er seine Männer zusammen. Sie folgen ihm. Sie wissen: »Wir werden heute noch kämpfen müssen.« 

Abigail und David treffen aufeinander
Schon von weitem hört Abigail das Trappeln von Eselhufen. »Das muss David mit seinen Männer sein«, denkt sie und weiß: »Jetzt kommt es darauf an, das Richtige zu sagen. Gott, hilf mir!« 
Sie steigt von ihrem Esel und stellt sich vor ihre Knechte. Da biegt David um einen Felsen und … sie stehen sich gegenüber. Abigail kniet vor David nieder. Sie macht sich ganz klein und berührt mit ihrer Nasenspitze fast den Boden. David hebt die Hand. Alle bleiben stehen. David tritt ganz nah vor Abigail und schaut auf sie hinunter. Da fängt Abigail an zu reden: »Mein Herr, es ist alles meine Schuld. Erlaube mir, offen zu reden. Hör dir bitte an, was deine Magd zu sagen hat …« Abigail macht eine Pause. Schließlich sagt David: »Ich bin bereit, dir zuzuhören. Sprich.« Abigail richtet sich auf und schaut David an: »Bitte David, du darfst Nabal nicht ernst nehmen. Er ist ein hartherziger Dummkopf. Ich war nicht da, als deine Männer kamen. Aber jetzt bin ich da. Ich möchte dich daran erinnern, dass Gott hier am Werk ist. Er will dich davon abhalten, dass du große Schuld auf dich lädst. Er will nicht, dass du Menschen tötest und so Rache übst. Ich bin sicher: Nabal wird seine gerechte Strafe von Gott bekommen. Deshalb nimm meine Geschenke an, das ich dir mitgebracht habe. Du sollst sie unter deinen Männern verteilen. Es ist genug für alle.« David nickt. Er ist beeindruckt vom Mut der Frau. 
Doch Abigail ist noch nicht fertig: »Verzeih mir meine Offenheit«, fährt sie fort. »Aber du sollst wissen, dass Gott es ist, der deine Kriege führen wird. Er wird dir helfen, damit du König von Israel wirst. Wenn es soweit ist, sollst du nichts bereuen, was du getan hast. Niemand soll dir vorwerfen können, du hättest unnötig Blut vergossen oder dich von Rache leiten lassen. Kein Hindernis soll es für deine Berufung zum König geben.« 

David dankt der klugen Abigail
Da nimmt David Abigail an der Hand und hilft ihr, aufzustehen. Er sieht sie voll Dankbarkeit an und sagt: »Gelobt sei Gott, der Herr. Er hat dafür gesorgt, dass du mir heute rechtzeitig begegnet bist. Ich danke für deine Klugheit. Damit hast du mich davon abgehalten, etwas Schlimmes zu tun. Wenn du nicht gekommen wärst, hätte ich viel Schuld auf mich geladen. Gerne nehmen wir deine Geschenke an. Heute Abend werden wir damit ein Fest feiern und Gott danken. 
Dann verabschieden sich Abigail und David. Er sagt Abigail zum Schluss: »Geh mit Gottes Frieden nach Hause. Ich habe auf dich gehört und vertraue ganz neu auf Gott und seine Hilfe.«

7. Lied

Halte zu mir, guter Gott 
(KuS 456, KKL 328, Wwdl 49, EGplus 146)

8. Vertiefung

Rollenspiel und Gespräch (s. »Kreative Umsetzung der Geschichte«)

9. Fürbitten

Guter Gott, 
zwischen uns gibt es Streit. 
Alle wollen recht behalten.
Alle denken nur an den eigenen Vorteil. 
Wir kommen nicht mehr zurecht. 
Wir bitten dich:
Schick uns jemand wie Abigail, 
die uns die Augen öffnet für deine Liebe und deinen Frieden.
Guter Gott, 
manchmal sehen wir, dass andere in Streit geraten. 
Sie wollen sich gegenseitig verletzen
– mit Fäusten und mit Worten. 
Wir bitten dich:
Mach uns mutig, damit wir ihnen entgegentreten können und Frieden stiften.
Guter Gott, 
in der ganzen Welt gibt es Streit und Krieg. 
Niemand will nachgeben.
Wir bitten dich:
Mach die Anführer bereit, zu hören.
auf die, die von deiner Kraft und Liebe erzählen. 
Verändere du die Herzen. Amen.

10. Vaterunser
11. Lied 

Der Herr segne dich (Einfach spitze1 106, Wwdl 118, EGplus 31, HuT 228)

12. Segen (mit Gesten)

Alle stehen im Kreis
Gott ist vor mir. 
(Arme nach vorne strecken)
Gott ist hinter mir. 
(Arme nach hinten strecken)
Gott ist um mich herum. 
(Arme in die Luft strecken und um die eigene Achse drehen)
Gott gießt seinen Segen über mir aus. 
(Je zwei Kinder wenden sich einander zu und halten die Hände mit den Handflächen nach unten über den Kopf des anderen Kindes).
Gott kommt in mir wohnen. 
(Beide Hände aufs Herz legen)
Ich bin sein Haus. 
(Beide Arme vor der Brust kreuzen) 
Amen. (leicht verneigen)

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