5. Juli 2026 – Fortsetzung aus Heft 2 -2026 – Ist das Versöhnung?

1. Mose 43 und 45,1–15

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema

Für Josef wiegt seine Liebe zu Benjamin schwerer als seine Verletzungen und Enttäuschungen. Hinzu kommt, dass Josef in seinem Glauben einen Sinn für die Vergangenheit gefunden hat: Gott hat den Weg geführt – und er macht auch Versöhnung möglich.

Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Wie ein Fest nach langer Trauer 
(KuS 542, EGplus 135, HuT 300);
Geht einer auf den andern zu (KKH 42);
Hab keine Angst (LHE 359)

Klage-Gebet (zu Beginn)

Gott, manche Kinder machen es mir schwer:
Sie sind gemein.
Manche Erwachsenen machen es mir schwer:
Sie sind ungerecht.
Es gibt Menschen, die mag ich einfach nicht.
Hilf mir, dass ich nicht auch 
gemein und ungerecht bin.
Hilf mir, dass ich Hilfe finde.
Hilf mir, dass ich Entschuldigungen 
annehmen kann, wenn es geht.
Darum bitte ich dich. Amen.

Segen

(Immer zwei Kinder stellen sich zusammen.) 
Mitarbeiter*in: Leg dem anderen Kind sanft die Hände auf den Kopf.
Gott schenke dir gute Gedanken des Friedens und der Versöhnung.
Leg die Hände auf die Schultern.
Gott sei dir nah, so dass du ihn spüren und ihm vertrauen kannst.
Leg die Hände auf beide Seiten der Oberarme. 
Gott mache dich stark, voller Vertrauen und Hoffnung.
(Rollen tauschen und für das zweite Kind wiederholen)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Assoziationen

Ein blaues Tuch wird ausgebreitet. Die Kinder assoziieren frei, was ihnen dazu einfällt. Ein Teammitglied verbindet die Ideen mit dem Thema Versöhnung/Vergebung. Zum Beispiel:

Das Teammitglied schließt: »Blau ist in der Kirche auch oft die Farbe des Vertrauens und des Glaubens. Josef vertraut fest darauf, dass Gott für ein gutes Ende sorgen wird. Ob die Brüder das auch schon glauben können?«

Nun wird ein grünes Tuch neben das blaue gelegt. Die Kinder assoziieren wieder frei und ein Teammitglied schlägt den Bogen. Zum Beispiel:

Das Teammitglied schließt: »Grün, so sagen viele, ist auch die Farbe der Hoffnung. Nach dem ganzen Streit hoffen alle auf Versöhnung. Hoffentlich wird die Hoffnung nicht enttäuscht.

Weben (für Ältere)

Die Farben Blau und Grün einweben. (Siehe hierzu Heft 2-2026)

III. Erzählung 

Erzählung für Jüngere

Bild 1

(= Bild vom vergangenen Sonntag)


Erinnert ihr euch? Was war in Ägypten passiert? (Ggf. ergänzen)

Bild 2


Josef war immer noch Berater in Ägypten. Simeon war immer noch im Gefängnis (schwarzes Tuch mit Simeon neben Josef). Und bei den Brüdern zu Hause war immer noch Hunger.
Jakob sagt zu seinen Söhnen: »Geht noch einmal nach Ägypten und kauft Korn für uns.« Da sagt einer der Brüder: »Nur, wenn Benjamin diesmal mit uns geht« (ersten Kegel an Tuchrand stellen). Aber Jakob antwortet: »Nein.«
Da sagt ein anderer Bruder: »Aber es muss sein« (zweiten Kegel an den Rand stellen). Jakob will nicht. Der dritte sagt: »Ohne Benjamin geht es nicht« (dritter Kegel). Der vierte: »Das will der feine Herr in Ägypten so« (vierter Kegel). »Genau. Ohne Benjamin dürfen wir nicht wiederkommen!« (fünfter Kegel). Der Vater weint: »Ich habe Josef verloren und Simeon – ich will nicht auch noch Benjamin verlieren!« Der sechste Bruder sagt: »Wir werden gut auf ihn aufpassen« (sechster Kegel). »Wir werden Benjamin wieder mit nach Hause bringen« (siebter Kegel). »Ja, wir kommen mit Korn und allen Brüdern zurück« (achter Kegel). »Bitte gib uns Benjamin mit« (neunter Kegel).
»Gut«, sagt Jakob endlich, »versprecht mir, dass ihr gut auf Benjamin achtet!«
Die Brüder versprechen: »Wir werden sehr auf ihn aufpassen.« (Eine kleine Kegelfigur vorsichtig im Kreis herumgeben. Jedes Kind kann sagen: »Wir passen sehr gut auf.« Anschließend diesen Kegel an Tuchrand stellen.)
So ziehen die Brüder los.

Bild 3


In Ägypten wollen sie Korn kaufen. Doch kaum sind sie angekommen, da bringen Soldaten sie in das Haus von Josef. 
Die Brüder haben Angst! »Warum sind wir hier im Haus des feinen Herrn?«, fragt einer (einen Kegel auf graues Dreieck legen). »Ob er auf uns ärgerlich ist?« (zweiter Kegel auf graues Dreieck). »Will er uns vielleicht auch ins Gefängnis werfen?« (dritter Kegel). »Wird er uns zu seinen Dienern machen?« (vierter Kegel). »Und wo ist Simeon?« (fünfter Kegel)
Die Brüder haben große Angst. Was könnten sie noch denken? (Kinder antworten lassen und die weiteren Kegel stellen.)

Bild 4


Josef sieht seine Brüder wieder. Auch Benjamin. Da weint Josef. Er hat sie alle so sehr vermisst! Er ruft: »Ihr Brüder! Ich bin es!« (Chiffontuch von Joseffigur nehmen) »Erkennt ihr mich denn nicht? Ich bin Josef, euer Bruder!«
Da rennt Benjamin zu Josef (kleine Kegelfigur zu Josef stellen)
Beide weinen vor Freude (Muggelsteine in Herzform um die beiden legen).
Und die Brüder? Sie wissen nicht, was sie sagen sollen. Was denkt ihr, was sie wohl fühlen? (Kinder antworten lassen)

Bild 5


Josef sagt: »Kommt zu mir« (Brüder-
kegel kreisförmig um Josef und Benjamin stellen). 
Auch Simeon soll kommen (Simeonkegel von schwarzem Tuch in Kreis stellen, schwarzes Tuch entfernen). Wir gehören zuammen. Ich vergebe euch (blaues Tuch um alle Kegel legen). Und ich verspreche euch: Es wird alles gut, weil Gott es so will« (grüne Dreiecke legen). 

(Fotos: Heidrun Viehweg)

Erzählung für Ältere

Benjamin soll hierbleiben

»Nein, Benjamin, du darfst nicht gehen!« Johanna hat Tränen in den Augen. »Hast du denn vergessen, wie hart dieser feine Herr aus Ägypten war? Simeon ist schon bei ihm im Gefängnis. Und nun will er dich auch noch haben. Du darfst da nicht hin!« Benjamin schnürt sein Kleiderbündel zusammen und nimmt seine Schwester in die Arme. »Unsere Brüder werden auf mich aufpassen. Ich komme zurück. Wir alle kommen zurück. Mit Simeon. Und mit Korn. Versprochen!« – »Wie kannst du dir da nur so sicher sein?« – »Weil Gott mit uns geht. Er wird uns beschützen.« Benjamin küsst sie auf die Wange, dann geht er nach draußen. 
Vor dem Zelt haben sich der Vater und die Brüder versammelt. Jakob segnet seine Söhne und dann sie ziehen sie in einer großen Karawane davon. Sie haben Geschenk für den feinen Herrn in Ägypten dabei. Und viel Geld. 

In Ägypten

Nach vielen Tagen kommen sie endlich in Ägypten an. Und dann erreichen sie auch die Stadt, in der der feiner Herr wohnt. Sie ist wunderschön! Benjamin schaut sich staunend um. Fast vergisst er, warum sie hier sind. Alles ist hier groß und so sauber. Hier scheint niemand Hunger zu haben oder Durst. Dieser feine Herr, von dem die Brüder erzählt haben, muss ein guter Verwalter sein.

Ungewissheit

»Da sind die riesigen Kornkammern«, sagt Ruben und steigt von seinem Esel. »Wartet hier.« Ruben verschwindet im Haus daneben. Wenig später kommt er zitternd wieder heraus. Er wird von einem Trupp Soldaten begleitet. »Folgt uns!«, sagen die Soldaten. Nicht nur Benjamin hat Angst. Was ist geschehen?
Die Soldaten bringen die Brüder zu einem großen, schönen Haus. Dort führen sie sie in einen großen Saal. »Wartet hier«, sagen sie, »der Herr wird bald kommen.«
Als die Soldaten weg sind, reden alle durcheinander: »Was passiert hier?« – »Kommen wir jetzt alle ins Gefängnis?« – »Werden wir Sklaven des feinen Herrn?« – »Warum wurden wir eigentlich hierher gebracht?« Keiner weiß, was los ist, und alle haben Angst.

Was ist hier los?

(Zu den Kindern) Wisst ihr denn, was los ist? Wir wissen ja, dass dieser feine Herr, vor dem die Brüder solche Angst haben, dass das Josef ist. Was meint ihr: Was hat Josef vor? Warum hat er die Brüder in sein Haus bringen lassen? (Kinder antworten) 

Geschenke für den feinen Herrn

Da geht die Tür geht auf, und Josef kommt herein. Immer noch so gekleidet, dass die Brüder ihn nicht erkennen. Jetzt wird es spannend. Was wird geschehen?
»Herr«, stammelt Ruben, »wir bringen euch Geschenke von unserem Vater.« – »Lebt er noch?«, fragt der feine Herr. »Ja«, antwortet Ruben stotternd, »er lebt. Und er schickt euch Geschenke und Geld. Letztes Mal muss es wohl ein Versehen gegeben haben, denn als wir zu Hause ankamen, haben wir das ganze Geld, das wir für das Korn bezahlt haben, in unseren Kornsäcken gefunden. Das war aber nicht unsere Schuld! Wirklich nicht, Herr. Wir …« – »Und das hier«, unterbricht ihn der feine Herr und deutet auf Benjamin, »ist wohl euer jüngster Bruder.« Benjamin sieht, wie der Herr auf ihn zukommt, ihm eine Hand auf die Schulter legt und ihn anschaut. 
Benjamin braucht einen Augenblick, um dessen Blick zu erwidern, denn auch er hat Angst. Doch Benjamin ist sich nicht sicher, ob er richtig sieht. Weint der feine Herr etwa? Benjamin versteht gar nichts mehr. 
Endlich sagt Ruben: »Ja, Herr, das ist unser Bruder Benjamin.« Da geht der feine Herr eilig und ohne ein Wort zu sagen hinaus. 
»Was bedeutet das alles«, fragt Benjamin und schaut seine Brüder an. »Warum hat er mich so angeschaut? Und warum ist er dann verschwunden? Und was ist mit Simeon?« – »Das wird nicht gut ausgehen«, murmelt Ruben. Doch alle haben es gehört. Und Benjamin hat Angst. Große Angst.

Josef gibt sich zu erkennen

Plötzlich wird die Tür aufgerissen. Benjamin ist sich sicher: Jetzt stürmen Soldaten herein und nehmen sie mit. 
Doch es ist der feine Herr. Er stürzt auf Benjamin zu, schließt ihn in die Arme und weint herzzerreißend. Schließlich sagt er: »Ich bin es! Ich bin Josef, euer Bruder!«

Josef lebt!

Josef? Benjamin kann es nicht glauben. Die Kleidung ist so ganz anders als bei ihnen zu Hause. Das Gesicht schon alt.Benjamin kann sich nicht mehr wirklich an seinen Bruder Josef erinnern … aber etwas sagt ihm, dass dieser Mann die Wahrheit sagt. Auch Benjamin weint. Josef lebt. Gott sei Dank!

Auch der Vater soll nach Ägypten kommen

»Brüder, ich bin es wirklich«, wendet sich Josef nun auch wieder an die anderen. »Ich bin so froh, euch wiederzusehen! Kommt, ich will jeden einzelnen von euch umarmen. Und ich will, dass ihr unseren Vater hierher nach Ägypten holt. Und alle anderen auch! Bringt die ganze große Familie her. Ach, ich bin so glücklich!« 
Benjamin und Josef weinen vor Glück. Und die Brüder? Sie wissen nicht, was sie fühlen sollen. Denn sie wissen noch genau, was sie damals mit Josef gemacht haben.

1. Mose 45,25–46,1; 50,15–21

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

Wenn die Kinder sich an der Versöhnung freuen, sollten sich alle Erwachsenen mitfreuen. Wenn die Kinder zweifeln, ob das wirklich »so schnell« gehen kann (denn für sie sind ja nicht mehrere Jahre vergangen, sondern nur weniger Wochen) sollten wir ihren Zweifel ernst nehmen und auch so stehenlassen. Wichtig ist in jedem Fall die Zusage: Gottes Liebe ist größer als aller Streit. Das ist wirklich wunderbar!

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Hinneh ma tov 
(LHE 269, HuT 263, LJ 472, EGplus 85);
Wo die Liebe wohnt, blüht das Leben auf 
(LHE 222);
Wie ein Fest nach langer Trauer 
(KuS 542, EGplus 135, HuT 300);
Unter uns, Gott, bricht sich der Friede Bahn (LHE 292);
Wo Menschen sich vergessen 
(KuS 506, Wwdl 93, HuT 332, EGplus 75);
Halte zu mir, guter Gott (vor allem Strophe 2; KuS 456, KKL 328, EGplus 146, MKL1 52)

Konfetti-Segen

Für den fröhlichen Abschluss dieser Reihe:
Alle Kinder stehen im Kreis. 
Gott, dessen Gegenwart allen Streit besiegen kann, 
lasse seine Liebe auf dich regnen.
(eine Hand Konfetti werfen)
Jesus, der als Bruder an deiner Seite steht,
lasse seine Liebe auf dich regnen.
(eine zweite Hand Konfetti werfen)
Die Kraft des Heiligen Geistes, die Mut zur Versöhnung schenkt,
lasse ihre Liebe auf dich regnen.
(eine dritte Hand Konfetti werfen)

Kreative Umsetzung der Geschichte
Weben (für Ältere)

Die Farben Rot und Gelb einweben. (Siehe hierzu Heft 2-2026)

Assoziieren

Vor allem die Jüngeren können nach der Geschichte schnell assoziieren: Das Rot steht für die Liebe, die gewonnen hat gegen allen Streit und alle Verletzung. Das Gelb steht für Gott, dessen Gegenwart alles zu einem guten Ende geführt hat.

Vergleich

Mit älteren Kindern/(Vor-)Konfirmand*innen kann am Ende der Einheit noch dieser wunderschöne Vergleich verwendt werden: Das Leben gibt uns helle und dunkle Zeiten, aber wir sind zu allen Zeiten gehalten von Gottes Gegenwart. Gott ist wie ein Rahmen, der unser Leben von allen Seiten umschließt und hält.

Freudenfest

An diesem Sonntag muss auch unbedingt ausgiebig ein Freudenfest der versöhnten Familie gefeiert werden: Es gibt leckere Kleinigkeiten und Tanz. Besonders gut eignet sich dazu der »Jerusalema«-Tanz (ein Lied in Zulu, das den Frieden und die Liebe im himmlischen Jerusalem besingt): Voller Energie kann man dazu tanzen; gerne in der kraftvollen Originalchoreografie (siehe Internet) oder im freien Tanz.

Sack voller Kostbarkeiten

Sehr schön ist es, wenn die Mitarbeitenden jedem Kind zum Abschluss einen »Sack voller Kostbarkeiten« mitgeben: kleine Beutelchen, die gefüllt sind mit bunten Muggelsteinen aus der Geschichte oder Süßigkeiten vom Fest oder beidem.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Bild 1


Josef war in Ägypten (Josefkegel in die Mitte der Decke stellen, gelbes Dreieck hinter Josef legen). Und Gott war ihm immer nah (brennende Kerze dazustellen)
Josef schickt seine Brüder los: »Los, geht nach Hause! Holt unseren Vater Jakob und die ganze Familie. Alle sollen hierher nach Ägypten kommen. Ich will für euch sorgen.« (Kindern nacheinander je einen der 11 Brüderkegel geben und jeweils sagen: »Los, geh nach Hause! Hol Vater her!«)
Und Josef gibt ihnen Reichtümer mit – sehr viele! Kisten voll mit wunderschönen Dingen und Essen und Kostbarkeiten. Was meint ihr: Was wird da wohl alles dabeigewesen sein? (Kinder antworten lassen; bei jeder Antwort einige Muggelsteine oder Holzplättchen o. ä. geben.)

Bild 2


Und so kommen die Brüder zu Hause an. Sie rufen: »Vater, schau! Wir haben Kostbarkeiten, Reichtümer dabei!« (Kind legt Muggelsteine/Holzplättchen an den Rand des Tuches und stellt den Kegel dazu. Dazu nennt er eines der eben gesammelten Reichtümer. Das so lange machen, bis alle 11 Brüderkegel mit Muggelsteinen am Rand stehen)
Die Brüder sind ganz aufgeregt, als sie weitersprechen: »Vater, der feine Herr dort in Ägypten – das ist unser Bruder Josef!« – »Nein«, sagt Jakob und schaut traurig, »das kann nicht sein, Josef ist tot.« – »Es ist unser Bruder, dein Sohn. Es ist Josef. Und er lädt uns ein, zu ihm zu kommen.« – »Josef lebt?« Jakob kann es kaum glauben. »Wie kann das sein?«
(Stille Post: Dem ersten Kind ins Ohr flüstern: »Das war Gott.« Danach reihum immer weitersagen. Das letzte Kind sagt es laut:) Das war Gott!

Bild 3


Jakob will sofort los. Er will Josef sehen.Und sie ziehen los. Den weiten Weg. Zurück zu Josef. (Einen Kegel nach dem anderen um Josef stellen.) Und Jakob ist dabei (einen letzten Kegel nah zu Josef stellen).

Bild 4


Und nun ist alles gut. Alles ist gut. 
Sie sind zusammen, niemand ist allein. Niemand hat Hunger. Und niemand ist mehr böse auf den anderen. Wie gefällt euch das? (Antworten der Kinder sammeln, nicht bewerten.)
Ein richtiges kleines Wunder ist da geschehen. Willst du wissen, wie es möglich war, dass alle sich versöhnen?
(Erneut Stille Post: »Das war Gott.« Letztes Kind sagt laut:) Das war Gott!
Ja, Gott war immer nah. 
(Eine dritte Runde Stille Post: »Das war Liebe.« Letztes Kind sagt laut:) Das war Liebe!
Ja, das war Liebe. Sie war stärker als aller Streit und alle Verletzung. Sie war wertvoller als alle Reichtümer.
(Die Kinder einladen, mit den Plättchen ein großes Herz um die Figuren zu legen)
So erzählt die Bibel von Josef und seinen Brüdern: Am Ende war alles gut. Kein Streit. Kein Ärger. Genug für alle. Die Liebe hat gewonnen. Und Gott war immer nah.

Erzählung für Ältere

Nur ein Traum?

Johanna hört im Schlaf Musik. Sie lächelt. Im Traum sieht sie, wie ihr Bruder Benjamin zusammen mit den anderen Brüdern wieder nach Hause kommt. Mit viel Korn, damit sie endlich wieder Brot backen können. Was für ein schöner Traum!

Eine Karawane kommt

Plötzlich setzt sich Johanna in ihrem Lager auf. Sie ist wach. Sie träumt nicht mehr. Aber diese Musik ist immer noch da. Sie geht aus dem Zelt und sucht den Horizont ab. Woher kommt nur diese Musik? Und da sieht sie etwas: Eine große Staubwolke nähert sich dem Lager. Und je länger Johanna hinschaut, desto deutlicher erkennt sie es: Da kommt eine Karawane. »Wacht auf!«, ruft sie. »Wacht alle schnell auf! Da kommt eine Karawane!« – »Sei ruhig, Joahanna. Es ist immer noch Dürre, im ganzen Land herrscht Hunger und in den Nachbarländern ebenso. Es gibt schon lange keine Karawanen mehr.« – »Schau doch! Schaut da drüben. Und hört doch: Es ist sogar eine Karawane mit Musik.«
Das Lager erwacht. Alle stehen staunend vor den Zelten. Tatsächlich: Es nähert sich ein großer Zug von Kamelen und Eseln und Wagen. Gut gekleidete Herren begleiten den Zug und Musikanten. Die Tiere sind beladen mit großen Paketen.

Kein Geld!

»Komm wieder ins Zelt, Johanna«, zischt eine der älteren Frauen. »Du weißt genau, dass wir kein Geld haben, um von diesen reichen Kaufleuten etwas zu kaufen. Weiß Gott, woher ihr Reichtum kommt, doch wir werden nicht Teil daran haben.«

Benjamin ist wieder da

Plötzlich löst sich einer der Reiter aus der Karawane und galoppiert auf Johanna zu. Sie wundert sich – schaut – und schlägt sich die Hand vor den Mund. Kann das sein? Das kann doch nicht sein! Dieser feine Herr dort mit dem kostbaren Gewand, das ist ihr Bruder Benjamin!
»Johanna! Johanna, wir sind wieder da!« Benjamin sitzt ab und rennt ihr entgegen, nimmt sie fest in die Arme und weint vor Freude.

Woher dieser Reichtum?

»Benjamin«, stottert Johanna, »was ist denn geschehen? Woher dieser ganze Reichtum?« – »Von Josef«, lächelt Benjamin. »Josef?« Johanna kann es nicht glauben. Josef, der Bruder, der von den anderen verkauft wurde? Der Bruder, von dem Vater Jakob denkt, dass er schon lange tot ist? Wie kann denn Josef …?

Josef lebt

»Josef ist nicht tot«, Benjamin schaut ihr fest in die Augen. »Josef lebt. Denk nur: Er ist der feine Herr, der in Ägypten all die Reichtümer des Pharaos verwaltet. Und er will, dass wir zu ihm kommen. Wir alle!« – »Zu ihm kommen? Wohin denn?« – »Nach Ägypten! Wir alle, Vater und du und alle unsere Geschwister mit ihren Familien. Wir dürfen zu Josef gehen und in Ägypten wohnen. Du wirst auch wunderbare Kleider bekommen. Und Essen, Johanna, so viel Essen! Es wird uns allen gut gehen. Josef wird für uns sorgen!« – »Aber – wie kann das denn sein?« – »Das war Gottes Plan. Unsere Brüder haben Josef verkauft, weil sie ihn los sein wollten. Sie waren so eifersüchtig auf ihn. Aber Gott wollte, dass Josef nach Ägypten kommt, um jetzt für uns alle zu sorgen.«
Johanna ist sprachlos. »Wie kann Josef verzeihen, was die Brüder ihm angetan haben?« Johanna kann nicht glauben, dass Josef so ein großes Herz hat. Dass er so viel verzeihen kann. Und dass es für ihre Familie gut ausgehen kann. 

Nach Ägypten

Schon bald danach bricht das ganze Lager auf. Vater Jakob hat es so beschlossen: Sie ziehen alle nach Ägypten.
Jeden Tag beruhigt Benjamin seine Schwester Johanna. Er sagt: »Alles wird gut.« Doch Johanna hat nach wie vor Angst. Sie kann einfach nicht glauben, dass Josef wirklich alles verzeihen konnte.

17 Jahre später

17 lange Jahre vergehen. Johanna ist erwachsen. Sie hat eine eigene Familie. Und dann passiert es: Jakob, der Vater, stirbt. Alle weinen, trösten sich, nehmen sich in den Arm. Johanna ist traurig – und die alte Angst ist wieder da: »Jetzt, wo Vater tot ist, wird Josef doch noch Rache nehmen«, flüstert sie Ruben zu. »Ich glaube immer noch nicht, dass er euch Brüdern verziehen hat.« Ruben steht auf. »Ich werde zu Josef gehen«, sagt er. »Ich komme mit«, sagt Johanna. »Ich komme ebenfalls mit«, sagt Benjamin.

Keine Rache

Als sie vor Josef stehen, fällt Ruben zu Boden. »Josef, unser Vater ist tot. Bitte, hab weiterhin Erbarmen mit uns. Wir hoffen, du hast uns wirklich verziehen, was wir dir Böses getan haben. Bitte, übe keine Rache an uns, jetzt, wo Vater tot ist. Bestimmt hätte er das nicht gewollt.«
Josef steht auf: »Ich habe euch verziehen. Schon vor langer Zeit. Wir sind hier, weil Gott auf uns aufpasst. Habt keine Angst. Jetzt nicht und auch später nicht.« Josef nimmt Ruben in die Arme.

Alles ist gut

Johanna fällt Benjamin in die Arme. »Ich habe es dir gesagt«, flüstert Benjamin. »Josef hat ein großes Herz und einen großen Glauben!« – »Ich konnte es nicht glauben«, flüstert Johanna glücklich. »Aber jetzt endlich glaube ich es doch. Wie schön. Alles ist gut. Traumhaft schön!«

1. Mose 37

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

Der Josef hat viel mitgemacht (LJ 434); 
Halte zu mir, guter Gott 
(KuS 456, KKL 328, EGplus 146, MKL1 52);
Kyrie (KKL 197, EGplus 46, KKH 14);

Gebet

Siehe »II. Liturgische Elemente für die ganze Reihe«
(Kindern ein Herz – aus Holz oder Stein – in der geöffneten Handfläche zeigen)
Das ist mein Herz:
mal froh, mal traurig;
mal liebevoll, mal ärgerlich;
mal munter, mal müde.
So sieht es aus.
(Faust wird geballt, Herz »verschwindet«)
Wenn aber Hass regiert, tue ich anderen weh – niemand kann mein Herz mehr sehen.
Wie traurig!
(Jemand kommt und streichelt über die Faust)
»Ich mag dich. Ich möchte wissen, wie es dir geht. Zeig mir dein Herz.«
(Faust wird wieder geöffnet)
Es ist gut möglich, diese Bewegung am Anfang unkommentiert den Kindern vorzumachen und vor dem Segen noch einmal mit ihnen zu erleben.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Während der Erzählung (für Jüngere)

Die Kinder sitzen im Kreis um ein weißes, rundes Tuch. Mit einfachen Kegelfiguren werden Bilder gestellt, die die Kinder in Ruhe mitlegen, betrachten und (laut oder für sich) deuten können.  Es kann sein, dass Kinder nach der Geschichte noch frei weiterspielen möchten. Schön, wenn das möglich ist. 

Farben (für Ältere und Jüngere)

In dieser Reihe wird mit Farbsymbolik gearbeitet: Die Farben in Josefs Mantel bzw. in dem zu webenden Stoff werden immer genau betrachtet, bevor sie in das Bild (der Jüngeren) bzw. den Stoff (der Älteren) eingearbeitet werden (s. »III. Zur Gestaltung der Reihe).

Heutiger Sonntag: orange
Nach der Geschichte wird den Kindern ein wütender Smiley in orange gezeigt. Diesen Smiley gibt es zum kostenlosen Download.
Impulsfrage: »Wer in der Geschichte könnte so schauen?« (Verschiedene Antworten möglich: Die Brüder aus Eifersucht; Josef, weil die Brüder ihn so behandeln). 
Die Kinder überlegen:

Nachdem der Mantelumriss (Jüngere) bzw. die der Webrahmen (Ältere) vorbereitet ist, wird Orange für die Farbe der Wut und Eifersucht entsprechend eingearbeitet.
Mit diesem Gefühl fängt alles an – wir müssen es uns merken!

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Bild 1

Das ist Josef. (Kegelfigur zeigen und in Tuchmitte stellen)
Josef hat Brüder. (Elf Kegel am Rand des Tuches um ihn stellen; Kinder laut mitzählen lassen) Meine Güte: 11 Brüder. So eine große Familie.
Der Vater von den 12 Söhnen heißt Jakob.
Jakob hat Josef lieber als die anderen. Darum schenkt er Josef einen wunderschönen, bunten Mantel. (Tuch um Josef legen). Nur Josef bekommt so ein Geschenk. Die anderen nicht.






Bild 4


Einmal schickt der Vater seine Söhne mit den Tieren fort. Sie sollen grüne Weiden suchen. Josef bleibt beim Vater. Später schickt ihn Jakob den Brüdern nach: »Schau nach, ob alles gut ist.«
Die Brüder sehen Josef kommen. Sie sind sauer und fangen an zu schimpfen:
»Da kommt der Träumer!« (Dreieck – zu Josef zeigend – zu ihm legen) »Was will der denn hier?« (Dreieck legen) »Der soll abhauen!« (Kinder fragen, antworten und Dreiecke legen lassen) »Der soll verschwinden« – »Den mache ich fertig« – »So ein Idiot« …

Bild 2

»Ich finde das gemein«, sagt einer. (Holzstab von Kegel außen zur Mitte hin legen) »Das ist ungerecht«, sagt der hier. (Holzstab legen) »Ich will auch so einen Mantel haben«, der nächste. (Stab legen; Kinder fragen:) »Was sagen die anderen wohl?« (Kinder antworten und legen jeweils einen Holzstab; z. B.:) »Blöd« – »Lieblingskind« – »Idiot« – »Schleimer« – »Hat Papa mich nicht lieb?« – »Papa mag Josef lieber als mich« – »fies« – »So was darf man nicht …«
Josef hat einen Traum. Er erzählt den Brüdern: »Ich habe geträumt, dass wir zusammen auf dem Feld Korn ernten. Wir haben das Korn zusammengebunden, und mein Bündel war das schönste und größte. Eure Bündel haben sich verbeugt, weil ich der Beste war!«

Bild 5

Als Josef bei den Brüdern ankommt, schnappen sie ihn und werfen ihn in einen ausgetrockneten Brunnen. (Schwarzes Tuch über das bunte legen) Die Brüder überlegen: »Was sollen wir mir ihm machen?« (Kinder fragen, was die Brüder mit Josef tun sollen) Einige der Brüder wollen Josef sogar töten. Aber das ist zu schlimm.



Bild 3

Josef hat noch einen Traum. Er erzählt den Brüdern: »Ich war im Himmel und Sonne und Mond und die Sterne haben um mich getanzt. Und sie haben sich vor mir verbeugt. Ich bin der Beste und strahle heller als alle anderen Sterne. (Kleine Dreiecke – zu den Brüdern zeigend – zu ihnen legen.)










Bild 6

Die Brüder nehmen Josef den schönen Mantel ab und verkaufen ihn an Händler, die gerade vorbeikommen. (Buntes Tuch von Josef nehmen) Die Brüder beschmieren den Mantel mit Tierblut. Sie überlegen: »Wir sagen dem Vater: ›Ein Tier hat Josef getötet.‹« Dann gehen die Brüder zurück nach Hause. (Alle Figuren außer Josef, Stäbe und Dreiecke wegnehmen) Josef bleibt bei den Händlern. Sie werden ihn als Sklaven verkaufen. (Kinder fragen:) »Wie fühlt sich Josef?« (Für jedes Gefühl einen Glasstein um Josef legen = Tränen)
Josef wird dann ein Diener sein. Ohne schönen Mantel, ohne Familie, ganz allein. Aber Gott bleibt da. (Brennende Kerze dazustellen)

Erzählung für Ältere

Zwei Kinder

Johanna und Benjamin waren jeden Tag in ihrem Leben zusammen. Na ja, nicht ganz genau jeden Tag: Johanna war ein paar Wochen älter als Benjamin. Aber als Benjamins Mutter bei seiner Geburt starb, da nahm Johannas Mutter Lea auch den kleinen Jungen zu sich und zog ihn zusammen mit Johanna auf. Das machte ja auch Sinn: Johanna und Benjamin hatten beide den gleichen Vater: den großen, überall bekannten und sehr verehrten Jakob. 

Der Vater

Ihren Vater sahen sie nicht oft. Es war so viel los in ihrem großen Zeltlager: Jakob hatte zwölf Söhne. Und er hatte vier Frauen. Und er hatte auch Töchter. Und dann gab es noch Knechte und Mägde und die Tiere. Überhaupt wuchs die Familie ständig: Hier war immer was los.

Spielen

Johanna und Benjamin spielten die meiste Zeit, ohne von den Erwachsenen beaufsichtigt zu werden. Die beiden mussten nur bei Sonnenuntergang wieder im Zelt sein. Es war traumhaft und die zwei hätten es nicht anders haben wollen … bis eines Tages alles anders wurde.

Empörung und Wut

Am Abend stürmt ihr großer Bruder Ruben in das Zelt und schimpft ohne Pause: »So eine Petze! Josef erzählt Vater alles weiter, was wir anderen sagen. Er möchte Vaters Liebling sein – und ist es auch! Denn Vater hat ihm jetzt einen Mantel geschenkt. Einen neuen Mantel! Wunderschön und bunt und traumhaft ist der! Ich trage immer noch den alten Lappen, der vor Jahren billig auf dem Markt gekauft wurde.« Ruben schäumt vor Wut.

Vaters Liebling

Benjamin und Johanna wissen sofort, von wem Ruben spricht: von Josef. Er ist Vaters Liebling. War er schon immer. »Ruben hat recht«, sagt Johanna leise zu Benjamin. »Josef ist eine Petze.« 
Normalerweise sind die beiden immer einer Meinung – aber heute nicht. »Wieso sagst du so was?«, fragt Benjamin und sieht sie ärgerlich an. »Wenn Ruben und die anderen schlecht über Vater reden, dann muss der das doch wissen!« – »Aber sie reden doch nur schlecht, weil Josef immer alles bekommt! Unsere anderen Brüder kriegen nichts.« 
Ruben redet weiter: »Stellt euch vor: Jetzt hat Josef auch noch Träume! Er hat erzählt, dass wir alle auf dem Feld das Korn in Garben binden und aufstellen. Und dann verneigen sich unsere Garben vor seiner. Er steht aufrecht da und wir verneigen uns vor ihm wie Diener. Hat man so was schon gehört?« 

Der Mantel

Da hören sie Josefs Stimme. Die ruft: »Vater! Brüder! Kommt alle zu mir. Ich muss euch etwas erzählen!« Schnaubend verlässt Ruben das Zelt. Benjamin und Johanna gehen neugierig hinterher.
In der Mitte der Zelte steht Josef. Der Vater und allen anderen Söhne neben ihm. Josef strahlt. »Er sieht so gut aus«, flüstert Benjamin Johanna zu. »Er sieht total überheblich aus in seinem doofen Mantel«, denkt Johanna.

Ein weiterer Traum

»Ich habe schon wieder was geträumt!«, ruft Josef. »Ich stand im Himmel, wie wenn ich Boden unter den Füßen hätte. Und dann kamen Sonne und Mond und elf Sterne. Und sie alle haben sich vor mir verbeugt.« – »Was für ein blöder Angeber«, zischt Johanna. Auch die anderen Brüder sind wütend. Sogar dem Vater ist das zu viel: »Soll dein Traum etwa heißen, dass ich mich vor dir verbeugen werde? Ich, dein Vater?« Und er geht verärgert davon. Die Brüder folgen ihm. Josef bleibt allein auf dem Platz und schaut ganz verdutzt. Benjamin geht zu ihm. Und Johanna geht ins Zelt. Auch sie ist wütend. »Was für ein Angeber«, denkt sie.

Endlich Ruhe?

Am nächsten Tag ziehen die Brüder los, um die Tiere zu neuen Weideplätzen zu bringen. Einige Zeit später schickt der Vater ihnen Josef hinterher. »Geh und sieh nach, Josef, ob alles gut ist und berichte mir dann davon.«
»Endlich Ruhe«, freut sich Benjamin. »Jetzt können wir wieder unsere Zeit genießen!« Aber in Johanna bleibt ein Grummeln im Bauch: »Wieso ist Vater so ungerecht? Wieso ist Josef so ein Angeber? Wieso behandelt Vater die Kinder so unterschiedlich? Und wieso stört Benjamin das nicht?«

Der Mantel voller Blut

Einige Tage später melken Benjamin und Johanne die kleine Ziege. Da hören sie lautes Weinen aus dem Zelt des Vaters.Schnell laufen die beiden zu ihm. Jakob steht da. Verzweifelt. In seinen Händen hält er Josefs schönen Mantel. Der ist voller Blut. Immer wieder ruft der Vater: »Er ist tot! Josef ist tot! Ein wildes Tier hat ihn gefressen!« Benjamin umarmt den Vater. Und Jakob schlingt die Arme um ihn, als ob er ihn nie wieder loslassen wollte.

Verkauft

Johanna dagegen rennt erschrocken zum Zelt ihrer Mutter. Die ist nicht da, aber ihr großer Bruder Ruben. Der stützt den Kopf in die Hände und murmelt immer wieder: »Was haben wir getan? Was haben wir nur getan? Josef … an Händler verkauft … den Vater belogen … das wird er uns nie verzeihen … das wird Gott uns nie verzeihen.« 
ΩDa hebt Ruben den Kopf – und sieht Johanna. Erschrocken geht er zu ihr und nimmt ihre Hände in seine: »Johanna«, sagt er eindringlich zu ihr, »das darfst du niemandem erzählen, hörst du? Nie-man-dem! Du bist doch keine Petze, oder? Ich kann mich doch auf dich verlassen.« Johanna sieht Ruben an. Dann auf seine Hände, die ihre so fest umklammern. 

Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 2/2026
Wütender Smiley (KI-generiert); zur Reihe Streit im Hause Jakob, Sonntag, 21.06.2026

1. Mose 42

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Lieder

In Gottes Namen 
(KKH 8, LJ 398, HuT 72, MKL1 17);
Dass die Liebe Gottes mit uns ist 
(KKL 272, KKH 61);
Gib uns helfende Hände (KKH 24);
Geht einer auf den andern zu (KKH 42)

Gebet am Anfang

Lieber Gott,
in dieser Woche war viel los:
Ich habe eine Menge gelernt und gearbeitet,
ich habe viele Leute getroffen.
Manche mag ich richtig gern.
Danke, dass es sie gibt.
Manche finde ich nicht so nett.
Und manche finde ich richtig doof.
Ich will nicht geärgert werden, aber andere zurückzuärgern ist auch nicht gut.
Manchmal weiß ich dann nicht,
was ich machen soll.
Bitte schicke mir Ideen und gute Gedanken. 
Am besten gleich heute im Kindergottesdienst.
Amen.

Segen

Gott mache dich mutig und stark,
um auf andere Menschen zuzugehen.
Jesus fülle dein Herz mit Liebe,
um anderen Menschen verzeihen zu können.
Die Kraft von Gottes Geist trockne deine Tränen
und zeige dir einen Weg, den du gut gehen kannst. Amen.

Kreative Umsetzung der Geschichte
Laufspiel (nach der Geschichte)

Nach dem Zuhören bei der Geschichte, eignet sich ein Laufspiel zum Auspowern. 
In Abwandlung eines bekanntes Spiels steht »Josef« in etlichen Metern Abstand mit dem Rücken zur »Brüder«-Gruppe. Die Brüder dürfen so lange zu Josef laufen, bis er schnell umdreht und ruft: »Halt, ihr Kundschafter!« Alle Brüder müssen sofort unbeweglich stehenbleiben. Josef geht durch die Gruppe und »wirft« die, die sich noch bewegt haben, »ins Gefängnis«. Sie bleiben unbeweglich stehen. Dann geht Josef zurück für die nächste Runde. Das wird drei Mal wiederholt. Schafft es ein Kind in dieser Zeit, bis zu Josef zu kommen, ist das Spiel aus und jemand anderes ist Josef. 

Farben

(s. »Liturgische Elemente«)
Heutiger Sonntag: lila
Nach der Geschichte wird ein großes lilafarbenes Tuch in die Mitte gelegt. Darauf legen die Kinder (durchsichtige) Muggelsteine 
(= Tränen). 
Jemand aus dem Team: »In der heutigen Geschichte wird viel geweint. An wen erinnerst du dich?« (Josef, Brüder, Vater, Simeon) 
»Wann hast du in dieser Woche geweint?« (Kinder erzählen, legen weitere Muggelsteine) Eine große, weiße Kerze wird zwischen die Tränen gestellt. »Gott sieht, wenn wir weinen. Er will uns trösten. Er wird Josef trösten und die Brüder und Jakob und Simeon. 
Lila ist die Farbe der Trauer, aber auch der neuen Anfänge. Sie erinnert uns daran: Es wird bald etwas geschehen. Gott ist da.«
Dann die Farbe für Trauer und Umkehr in das Fensterbild/den Webstoff einarbeiten 
(s. »III. Zur Gestaltung der Reihe«).

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Bild 1


Josef wurde nach Ägypten verkauft – erinnert ihr euch? (Kegel in die Mitte) Dort sollte er als Sklave arbeiten: immer nur Arbeit, kein Lohn, wenig Essen – kein schönes Leben. Aber Gott blieb bei ihm – immer. (Brennende Kerze dazustellen)
Und Gott schickte weiter Träume. Jetzt hat sie der Pharao geträumt, der König von Ägypten. Und Josef konnte ihm sagen, was sie bedeuten: »Es werden sieben Jahre kommen, in denen es reiche Ernte gibt. So viel, dass ihr gar nicht alles verbrauchen könnt. (Gelbes dreieckiges Tuch)
Danach kommen sieben schlimme Jahre: Nichts kann mehr geerntet werden und die Menschen werden Hunger haben.« (Graues Dreieck) Und so kam es. 

Bild 2

Es schien so, als ob Gott alle verlassen hätte. (Kerze aus Bild nehmen, neben Tuch stellen) Alle hatten Hunger. Nur nicht die Menschen in Ägypten. Denn Josef hatte den Pharao gewarnt. Josef hatte das Korn aufgespart. Das war klug. Darum wurde Josef der Berater des Pharaos. Und verteilte das Korn an die Menschen, die Hunger hatten.
In Israel hatten die Menschen auch Hunger. Auch die Familie von Josef. Ihr Vater schickte sie deshalb nach Ägypten, um dort Korn zu kaufen. (Nur zehn Kegel im Kreisrand stellen. Die Kinder selbst auf die Brüder kommen lassen – einer fehlt? Benjamin bleibt zu Hause beim Vater.)
So standen sie also wieder vor Josef. Aber sie erkannten ihn nicht. Denn er hatte kostbare ägyptische Kleider an. (Edles Tuch um Josef legen) Doch Josef erkannte sie sofort!

Bild 3

Josef redete sehr hart mit ihnen: »Was wollt ihr hier?« (Holzstab zu Bruder legen; bei jeder Aussage weiteren Stab legen) »Korn kaufen?«, »Das glaube ich euch nicht!«, »Ihr seid Spione«, »Ihr wollt unser Land auskundschaften«, »Ihr wollt uns überfallen«, »Uns ausrauben«, »Was wollt ihr sonst?«, Gebt es zu«, »Mir macht ihr nichts vor«.

Bild 4

Die Brüder erschraken. Sie ließen sich auf die Knie fallen und verbeugten sich tief vor Josef. (Figuren nacheinander hinlegen)
»Nein, Herr!«, riefen sie. »Wir wollen nur Getreide kaufen. Glaub uns. Wir sind einfache Männer, elf Brüder. Der Jüngste, Benjamin, ist beim Vater zu Hause geblieben. Aber eigentlich waren wir mal zwölf Brüder. Doch einer ist nicht mehr da.« – »So«, rief Josef, »nicht mehr da!« (Nach und nach die grünen Dreiecke zu den Brüdern legen) »Wo ist denn der zwölfte Bruder?«, »Ihr lügt doch!«, »Ihr wollt Krieg«, »Ihr wollt nur Böses.« Und Josef ließ seine Brüder ins Gefängnis werfen. 
(Kinder fragen:) »Josef, was machst du nun? (Kinder antworten)

Bild 5

Nach drei Tagen ließ Josef die Brüder zu sich bringen: »Ihr dürft wieder nach Hause. Mit dem Getreide. Aber einer von euch muss hierbleiben. Der darf erst wieder gehen, wenn ihr mir euren jüngsten Bruder herbringt. Dann weiß ich, dass ihr nicht lügt!« Es ist Simeon, der in Ägypten bleiben muss. (9 Kegel wegnehmen, den 10. auf ein schwarzes Tuch stellen)
Als die Brüder wieder zu ihrem Vater kommen, ist der verzweifelt: »Wo ist Simeon? Erst wird Josef von einem Tier getötet, und jetzt muss Simeon in Ägypten bleiben. Was geschieht denn hier?« – »Wir können Simeon wiederholen. Dazu müssen wir nur mit Benjamin noch einmal nach Ägypten reisen.« – »Niemals! Ich will nicht auch noch Benjamin verlieren. Nein, Benjamin bleibt bei mir. Aber Simeon … er ist verloren!« Und Jakob weinte sehr. Er fühlte sich ganz verlassen. Von den Menschen – und von Gott. (Brennende Kerze dazustellen)

Erzählung für Ältere

Hungersnot

Johanna schiebt Benjamin ihr hartes Stück Brot hin: »Hier, iss! Wenn du es ein bisschen in Öl tauchst und in Salz tunkst, dann schmeckt es noch ganz gut.« Benjamin schüttet den Kopf: »Du hast doch auch Hunger. Iss es selbst.« – »Ich bin älter«, lächelt Johanna. Benjamin schaut sie dankbar an.
Benjamin und Johanna haben Hunger. So wie alle im Lager ihres Vaters Jakob. So wie alle im ganzen Land Israel. Auch dieses Jahr konnten sie nichts ernten.

Bald kommen die Brüder zurück

»Bald sind unsere Brüder wieder da«, sagt Johanna und nimmt den dünnen Benjamin in die Arme. »Vater hat sie nach Ägypten geschickt. Dort gibt es noch Getreide, das man kaufen kann. Und dann backen wir Brot. So viel, dass wir fast platzen!« Benjamin schaut seine Schwester an. Und dann schauen sie beide in die Ferne. Irgendwo da hinten … da sind ihre Brüder. »Vielleicht sind sie ja schon bald wieder da«, seufzt Benjamin. Johanna hofft das auch.

Sie sind da!

Am nächsten Morgen wachen die beiden von lauten Stimmen auf: »Sie sind da! Sie sind wieder da! Und sie bringen Korn mit. Wir sind gerettet!« Johanna und Benjamin laufen aus dem Zelt. Jakob, ihr Vater, geht den Brüdern entgegen. Bald hat er sie erreicht. 

Einer fehlt

Da hören sie einen lauten Schrei, und der Vater fällt zu Boden. »Was ist passiert?«, fragt Johanna. Zusammen mit Benjamin läuft sie zu ihm und den Brüdern.
»Nein, nein, das darf nicht sein!«, ruft der Vater und schaut seine Söhne verzweifelt an. Und Johanna flüstert: »Wo ist Simeon?« Benjamin schaut sie ganz erschrocken an.
Da fängt Ruben an zu erzählen: »Vater, wir wissen nicht, warum der feine Herr in Ägypten so mit uns gesprochen hat, aber er war streng und hart. Er hat uns nicht geglaubt, dass wir Korn kaufen wollten. Er sagte, dass wir Kundschafter seien.«– »Was ist ein Kundschafter?«, will Benjamin wissen. Johanna antwortet: »Einer, der ein fremdes Land genau anschaut und auskundschaftet. Diese Infos gibt er seinen Leuten weiter, und meistens wird das Land dann überfallen.«
Da hören sie wieder die Stimme des Vaters: »Erzählt mir, was dann geschehen ist. Warum ist Simeon nicht mit euch nach Hause gekommen?« – »Der feine Herr warf uns ins Gefängnis«, erzählt Ruben weiter. »Nach drei Tagen ließ er uns gehen. Mit genügend Getreide für uns alle. Aber Simeon mussten wird dortlassen. Der feine Herr sagte: ›Wenn ihr mit eurem jüngsten Bruder wiederkommt, dann gebe ich euch Simeon wieder frei. Aber zuvor bringt ihr mir diesen Benjamin!‹« 
Benjamin schaut Johanna angstvoll an. Die nimmt seine Hand. »Niemals, niemals werde ich meinen Bruder gehen lassen«, denkt sie.

Nicht auch noch Benjamin

»Niemals, niemals lasse ich Benjamin gehen!«, ruft Jakob. Er steht auf, sieht Benjamin, geht zu ihm und schließt ihn fest in die Arme. »Josef ist tot und Simeon ist fort. Benjamin bleibt hier. Ich will kein Kind mehr verlieren!«
Johanna sieht ihre Brüder an. Da stehen sie. Alle sehen traurig aus. Getreide zum Brotbacken ist jetzt da, aber Simeon ist weg.

Ist das die Strafe?

Ruben geht zu seinem Zelt. Johanna folgt ihm. Er setzt sich auf die Erde, vergräbt das Gesicht in den Händen und weint leise. Johanna geht zu ihm. »Warum hat der feine Herr so hart gesprochen?«, fragt sie. »Warum hat er gesagt, dass ihr Kundschafter seid?« Ruben schaut auf. »Das ist alles die Strafe wegen Josef«, sagt er unter Tränen. »Wir haben unseren Bruder Josef verkauft. Und nun werden wir alle dafür bestraft.« – »Und was ist mit Simeon?«, will Johanna wissen. »Ich weiß es nicht.« – »Und warum will der feine Herr unbedingt Benjamin sehen?« – »Auch das weiß ich nicht.« 
Ruben steht auf. Er atmet tief durch, dann geht er zu den Getreidesäcken, die sie in Ägypten gekauft haben, und öffnet einen. »Aber wenigstens brauchen wir jetzt nicht mehr zu …« Plötzlich ist Ruben still. Dann flüstert er: »Johanna, schau nur. In diesem Sack liegt Geld. Das Geld, mit dem ich das Korn bezahlt habe.« – »Und was bedeutet das?«, fragt Johanna unsicher. Ruben nimmt sie in den Arm. Er zittert.

Viele Fragen

Johanna und Ruben haben viel Fragen. Auch Benjamin und die anderen Brüder. Und der arme Vater auch. 
Allerdings weiß ich etwas, das Johanna, und die anderen nicht wissen. Denn den feinen Herrn in Ägypten kennen sie alle. Es ist ihr Bruder Josef. Doch in der feinen Kleidung und in dieser hohen Stellung haben sie nicht mit ihm gerechnet und deshalb nicht erkannt. Aber Josef hat sofort gewusst, wer da vor ihm steht. Und er hat sich noch genau an seine Angst erinnert, als die Brüder ihn an die Händler verkauft haben. Und Josef erinnert sich auch gut an den Vater und den kleinen Benjamin. 
Das alles wissen Johanna und die anderen nicht. Du und ich schon. 
Was ich mich aber frage: »Warum benimmt sich Josef so? Was hat er vor?«

Der besondere Tipp …



Die Geschichten von Josef und seinen Brüdern
Doppel-Figurenset zu den Erzählschienen

20 Karten, an die die Kinder beim Erzählen ganz dicht heranrücken können. 

€ 20,00; 

Best.-Nr. 1662

junge-gemeinde.de

1. Mose 12,1–4

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema

Und was tut Gott dann? Er fängt mit einem zwei Menschen, Abraham und Sara, noch einmal ganz neu an, ruft sie heraus aus ihrer Welt und Sippe, um etwas Neues zu schaffen. 

Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Weg/Spirale in der Mitte legen

siehe »Zur ganzen Reihe«

Lieder

Das wünsch ich sehr 
(KuS 410, KKL 333, HuT 315, MKL1 5, vor und nach der Erzählung singen);
Gott hält seine Hand (KuS 186; evtl. Refrain als Rahmung des Psalmgebets)
Segne uns mit der Weite (KuS 182, KKL 281)

Psalmgebet

Siehe »Zur ganzen Reihe«

Segen

Siehe »Zur ganzen Reihe«

Kreative Umsetzung der Geschichte
Zur Erzählung

Für die Jüngeren die Geschichte und den Weg mit Tüchern und Klötzchen veranschaulichen.
Für die Älteren wird aus der Sicht Saras erzählt, da in der Bibelauslegung in den letzten Jahren anstelle von »Erzvätern« eher von »Erzeltern« gesprochen wird. Die Erzählperson kann sich mit einem Tuch als Sara kenntlich machen, um so die Übergänge zur Geschichte und wieder weg von ihr anzuzeigen.

Spiel: Koffer packen

Zum Schluss kann »Sara packt ihren Koffer und nimmt mit …« gespielt werden.

Theologisieren

Die Geschichte wirft bei Erzählenden und Hörenden wahrscheinlich Fragen auf, die im Theologisieren mit den Kindern aufgegriffen werden können. Z. B. 

Zum Abschluss das Lied »Segne uns mit der Weite« (in dem viele Arten des Segens beschrieben werden).

Vertrauensspiel

Die Kinder bilden Paare. Ein Kind führt, das andere hat die Augen verbunden und wird geführt. 
Mit diesem Spiel können sich die Kinder in Abraham und Sara hineinversetzen. Tipp: Dazu muss das Team die Kinder kennen und einschätzen können. Wichtig: Kinder können, müssen jedoch nicht mitspielen.

Gestaltung einer Kerze

Siehe hierzu »Zur Gestaltung der Reihe«
Mögliches Symbol heute: Hand (für die Führung Gottes)

Brief schreiben (für Ältere)

Brief Saras an ihre Freundin in der Heimat. 
Oder Brief an eine*n eigene*n Freund*in, die*der umziehen muss.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Einstieg: Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie das war, als ihr in den Kindergarten bzw. die Schule gekommen seid? Neues Gebäude, neue Leute? Oder ist jemand schon einmal umgezogen? Wie war das?
Es ist nicht leicht, von einem Ort wegzugehen, an dem man sich wohlfühlt, wo man die Leute kennt, wo alles vertraut ist. Es ist nicht leicht, sich in einer neuen Situation zurechtzufinden.
Wer möchte, darf davon erzählen.
(Mit Bauklötzen auf einem grünen Tuch eine kleine Siedlung aufbauen. Daran angrenzend gelbe und braune Tücher für Wüste und Berge; während der Erzählung Figuren entsprechend versetzen.)

Abraham und Sara geht es gut

Hier lebten Abraham und seine Frau Sara. Es ging den beiden gut. Sie hatten genug zu essen, ein schönes Haus. Es gab gute Weideplätze für ihre Schafe und Ziegen. Sie waren hier alt geworden.
Ja, es ging ihnen wirklich gut. Nur eins fehlte zu ihrem Glück: Sie hatten keine Kinder.
Aber mit Abraham und Sara lebten viele Knechte und Mägde zusammen, die bei der Arbeit im Haus und mit den Tieren halfen.
Im gleichen Ort wohnten auch alle ihre Verwandten, ihre Freunde und Bekannten. Da konnte man sich gegenseitig unterstützen oder zusammensitzen und reden und erzählen.

Gott spricht zu Abraham

Dann hörte Abraham eines Tages, wie Gott zu ihm redete: »Abraham, geh fort von hier! Verlasse deine Familie, deine Freunde! Geh weg aus deinem Haus von deinem Land. Zieh in ein neues Land, das ich dir zeigen werde.«
Und Gott redete noch weiter: »Ich möchte dir Glück und Segen geben. Du wirst viele Kinder und viele Enkel und Urenkel bekommen, dass es ein ganzes Volk sein wird.«
Abraham fragte sich: »Was soll das bedeuten? Er und Sara waren beide alte Leute. Wozu sollten sie noch weggehen? Und wohin? Und Kinder bekommen? Sie waren doch viel zu alt dafür!«
Dazu hatte Gott nichts gesagt, aber Abraham war sich sicher: Gott hat mit ihm geredet. 

Abraham redet mit Sara

Ein wenig unsicher ging Abraham zu seiner Frau Sara. Wie sollte er ihr erklären, dass sie weggehen würden? Weggehen mussten!
Doch Sara sagte: »Wenn Gott das gesagt hat, gehe ich mit dir. Ich glaube Gott, dass er uns noch viel Größeres schenken will: Glück und Segen und viele Nachkommen. Ich muss noch alles vorbereiten. Und von all meinen Freundinnen möchte ich mich auch verabschieden. Aber dann gehen wir los!«

Der Aufbruch

Voller Zuversicht brachen Sara und Abraham auf. Ihr Neffe Lot ging auch mit ihnen. Sie nahmen alles mit, was sie besaßen: Tiere, Geschirr, Kleidung und Verpflegung. Auch die Knechte und Mägde gingen mit. So machten sie sich auf den Weg, einen Weg ins Ungewisse. 
Von einem Weideplatz zum nächsten zogen sie. Jeden Abend schlugen sie ihre Zelte auf. Manchmal blieben sie auch ein paar Tage an einem Ort. Dann aber packten sie alles wieder ein und zogen weiter. Sie wussten nicht, wohin es ging. Was sie aber wussten: dass Gott bei ihnen ist.
Abschluss: Abraham und Sara vertrauten Gott – das war nicht immer leicht. Wie sich das anfühlt, könnt ihr in einem Spiel ausprobieren (Vertrauensspiel).

Der besondere Tipp …

Baumwoll-Rundtücher – Komplettset
Mit sechs Tüchern in sechs Farbe

Die drei fortlaufenden »Erzählungen für Jüngere« dieser Reihe mal mit Rundtüchern erzählen, die anders wirken …
In den Farben rot, blau, weiß, gelb, dunkelbraun und grün (auch einzeln zu bestellen).
Maße: Ø 65–88 cm (je nach Farbe und Firma) 

Set € 42,10; Best.-Nr. S1359

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere


Einstiegsgespräch:
(Jeweils Zeit für Antworten lassen) 
Könnt ihr euch an eine Situation erinnern, in der ihr neu angefangen musstet (Schule, Umzug …)? Wie war das? Was hat euch geholfen und den Neuanfang leichter gemacht? 
Was würdet ihr einem Freund oder einer Freundin sagen, dass für ihn*sie ein Neuanfang einfacher wird?
Wie kannst du spüren, dass Gott bei dir ist? 
Auch heute verlassen viele Menschen ihr Land oder ihre ganze Familie. Kennt ihr jemanden? Warum tun sie das? Wie wird es ihnen wohl gehen?

Sara bricht auf

Wir brechen gleich auf. Die Kamele sind beladen, die Wasserschläuche gefüllt, die Ziegen und Schafe zusammengetrieben. Und ich bin wieder mal aufgeregt, obwohl wir doch schon lange unterwegs sind und wir schon oft aufgebrochen sind. Abraham will in das Land ziehen, das Gott ihm versprochen hat. Nachts grübele ich manchmal: »Ob wir dort gut ankommen?« Ich bin ja nicht mehr jung, und mein Mann auch nicht. Aber ich bin voller Zuversicht! Gleich geht es los.

Sara stellt sich vor

Ich bin Sara, die Frau von Abraham. Manchmal frage ich mich immer noch, ob das nötig war? Sich noch in unserem Alter mit Sack und Pack auf die Reise zu machen. Es ging uns ja in Haran, wo wir lebten, gut. Wir hatten ein schönes Haus, gute Weiden für unsere Tiere, Knechte und Mägde, die uns halfen. Aber vor allem waren unsere ganze Verwandtschaft, unsere Freunde und Bekannten in der Nähe. Das war schön. Wir haben einander geholfen und zusammengehalten. Eigentlich perfekt. Außer, dass wir keine Kinder hatten. 

Die verrückte Aktion

Und dann diese verrückte Aktion: alles aufgeben und hinter sich lassen! Wirklich alles: Haus, Freunde, Familie. Mit Zelten und Tieren, Knechten und Mägden machten wir uns auf den Weg. Wir wussten nicht mal, wohin.
Warum das Ganze? Gott hatte mit Abraham geredet. Wie? Ich weiß es nicht. Abraham und ich wissen nur, dass Gott uns führt. Dass er es gut meint mit uns und uns in ein gutes Land führen wird. 
So hat Gott es zu Abraham gesagt. Und Gott hat uns versprochen, dass er uns segnen wird und er etwas Besonderes mit uns vorhat: ein Neuanfang in einem neuen Land. Eine neue, große Familie hat Gott uns versprochen. Ich weiß zwar nicht, wie das gehen soll, aber lassen wir uns überraschen!

Fragen und Zweifel

Ob uns das leicht fällt? Nein, natürlich nicht. Immer wieder kommen Fragen und Zweifel: »Hat Abraham nicht richtig gehört?« – »Wie lange leben wir zwei alte Menschen denn noch? Woher soll da noch eine Familie kommen?« 
Doch unser Vertrauen zu Gott ist stärker. Wir haben unterwegs schon so viel Gutes erfahren und gemerkt: Gott begleitet uns. Deshalb bepacke ich immer wieder die Kamele. So lange, bis wir ankommen in dem Land, das Gott uns zeigen wird.
Abschlussgespräch: Was könnte mit dem Segen, den Gott versprochen hat, gemeint sein? 
Woran könnten Abraham und Sara merken, dass sie gesegnet sind?
Seid ihr auch gesegnet?

Der besondere Tipp …

Salböl-Set
Alles immer beieinander

Das Set beinhaltet alles, was für eine Segnungsfeier benötigt wird. Ob in der Kirche mit Kindern, der Gemeinde oder am Krankenbett.

Mit: Salböl-Schälchen und -gefäß aus Keramik (beides handgetöpfert), Salböl-Fläschchen (30 ml einer speziellen Mischung aus natürlichen, ätherischen Ölen) und der Broschüre »Segen, der unter die Haut geht«.

Set € 26,90; Best.-Nr. S1510

junge-gemeinde.de

1. Mose 15,1–6

I. Grundgedanken

Zugänge für den ­Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Weg/Spirale in der Mitte legen

Siehe »Zur ganzen Reihe«

Lieder

Weißt du, wieviel Sternlein (EG 511, KuS 626, KKL 20; zur 1. Strophe wird für jedes Kind, das »Gott kennt und liebhat«, ein Teelicht angezündet und auf ein blaues Tuch gestellt; dann das ganze Lied singen);
Das wünsch ich sehr (KuS 410, KKL 333, HuT 315, MKL1 5, vor und nach der Erzählung);
Nichts soll dich ängsten (KuS 232, HuT 130)

Psalmgebet

Siehe »Zur ganzen Reihe«

Segen

Siehe »Zur ganzen Reihe«

Kreative Umsetzung der Geschichte
Leuchtsterne

Die Kinder schneiden Sterne aus, schreiben Mut machende Worte/Liedverse oder malen Bilder darauf und gestalten die Sterne, die auf ein großes, dunkelblaues Tuch gelegt/gehängt werden. Am Ende kann jedes Kind einen Stern mitnehmen.

Mutmachworte

Kinder fragen (und nachdenken lassen) über:

Gestaltung einer Kerze

Siehe hierzu »Zur Gestaltung der Reihe«
Mögliches Symbol heute: Sterne.

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Zur Anknüpfung an den vergangenen Sonntag werden wieder die Tücher und Figuren so aufgebaut, wie sie am Ende der letzten Erzählung waren (Wüste/Berge).
Materialergänzung: grünes und dunkelblaues Tuch, (Leucht-)Sterne in der Anzahl der Kinder

Abraham und Sara unterwegs

Abraham und Sara dachten oft über ihren langen Weg nach – weg aus ihrer Heimat, in ein anderes Land. Sie waren unterwegs, weil Gott zu ihnen gesagt hatte: »Abraham, verlass deine Heimat. Verlass deine Familie. Zieh in ein neues Land. Ich will es dir zeigen.« Und Sara und Abraham machten es so. Sie vertrauten Gott, dass er sein Versprechen hält.
Alles, was sie besaßen, nahmen sie mit: Zelte und Tiere, Knechte und Mägde. Sie brachen auf, obwohl sie nicht wussten, wohin. Sie zogen von einem Weideplatz zum nächsten. Abends bauten sie die Zelte auf. Manchmal blieben sie einige Zeit. Dann packten sie alles wieder ein und zogen weiter.
(Grünes Tuch für das neue Land ausbreiten, alle Figuren dort abstellen)

In Kanaan

Lange waren sie schon unterwegs. Es war sehr anstrengend. Schließlich erreichten sie das Land Kanaan. Hier gab es Wasser und gute Weiden für die Tiere. 
»Dies ist das Land, das ich euch gebe«, sagte Gott zu Abraham und Sara. »Hier sollt ihr wohnen.« Jetzt schlugen sie ihre Zelte endgültig auf. Erleichtert packte Sara die Sachen aus. Abraham baute an einen Altar und dankte Gott, dass er sie auf der langen Reise bewahrt hatte. »Wir dürfen Gott nie vergessen«, sagte er. »Er sorgt für uns wie ein Vater.« Ja, das glaubten sie.

Zweifel kommen auf

Viele Jahre vergingen. Abraham und Sara waren froh in ihrer neuen Heimat. Aber Gott hatte ihnen mehr versprochen. Viele Nachkommen sollten sie haben. Sara und Abraham aber hatten noch kein Kind. Und jetzt waren sie sehr alt. »Wie sollen wir jetzt noch zu einem großen Volkes werden?«, fragte Abraham Gott immer wieder. Darüber wurden die beiden immer trauriger. (Dunklblaues Tuch über die Tücher legen)

Gott redet mit Abraham

Eines Nachts hörte Abraham Gottes Stimme: »Geh hinaus vor dein Zelt. Schau hinauf zum Himmel. Was siehst du?« Abraham trat vor sein Zelt und stand staunend unter den vielen Sternen, die am Himmel funkelten. »Viele, viele Sterne sehe ich«, antwortete Abraham. »Ich kann sie nicht zählen.« – »So viele Nachkommen wirst du haben, glaube mir«, sagte Gott. (Leuchtsterne auf dunklem Tuch ausbreiten)

Abraham vertraut auf Gott

Abraham blieb vor dem Zelt stehen. Er schaute in den Himmel.
Er war sprachlos. Da waren so viele Sterne! »Ein unendlicher Sternenhimmel! So groß bist du, Gott! Du hast alles gemacht und bist viel größer als alles. Jetzt weiß ich wieder: Du bist da, Gott. Du lässt uns nicht allein und hältst, was du versprichst.«
Da wurden Abraham und Sara wieder froh. Sie wussten wieder: »Gott hat uns nicht vergessen. Er wird sein Versprechen halten.« 
Am Ende bekommt jedes Kind einen Stern.

Der besondere Tipp …

Biegepuppen-Schnupperset 1

Immer wieder werden Erzählungen mit Figuren bildlich dargestellt. Nicht ohne Grund! Hinterlassen doch Worte in Kombination mit Bildern einen starken Eindruck.
(Die abgebildeten Figuren können natürlich auch für andere Personen als die genannten verwendet werden; v. l. n. r.): Jesus, Prophet, vornehme Frau, König, Jünger, Maria, junge Frau, Hirtenjunge. Auch einzeln bestellbar. 
Maße: Zwischen 10 und 13 cm hoch

Set € 69,10; Best.-Nr. S676

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere

Sara erzählt:

Angekommen im neuen Land

Wie lange waren wir eigentlich unterwegs? Ich habe das Gefühl für die Zeit verloren. Nur an mir und meinem Mann Abraham kann ich sehen, wie die Zeit vergeht: Wir sind alt geworden. Wir sind in dem Land angekommen, das Gott uns versprochen hat. Es ist ein gutes Land. Das schon. Aber es gehört uns nicht. Doch eigentlich spielt das auch keine Rolle mehr. Wie gesagt: Wir sind inzwischen alt geworden. Und obwohl ich nach wie vor glaube, dass Gott uns hierhergebracht hat, weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. 

Kinderlos

Denn wir haben keine Kinder, keine Enkel. Was nützt uns da unser Wohlstand, die fetten Tiere, die Knechte und Mägde? Ich weiß, Abraham fragt sich das auch manchmal. Auch wenn wir uns gegenseitig immer wieder darin bestärken, dass Gott seine Versprechen einhält und er einen Plan für uns hat. Wir werden nun mal nicht jünger.
Und manchmal, wenn wir nachts allein vor dem Zelt stehen und in den Himmel schauen, überkommen uns Zweifel: »Wozu sollten wir unsere Heimat eigentlich verlassen? Wozu den langen Weg gehen?« Dann werden wir mutlos. Dann ist es in uns fast so dunkel wie die Dunkelheit vor dem Zelt. Wir zwei Menschen sind so klein – und die Welt, der Himmel, die Sterne so groß! Was sind wir mit unserem kleinen Leben? Und nicht mehr lange, dann sind wir nicht mehr da.

Etwas Sonderbares

Doch letzte Nacht ist etwas Sonderbares geschehen. Gott hat wieder zu uns geredet. Er hat gesagt: »Abraham, ich bin dein Beschützer, ich will dir viel geben.« Da konnte mein Mann nicht mehr anders. Es brach aus ihm heraus: »Ja, Gott, ich weiß das, aber was hilft uns das? Wir sind alt! Wir sterben bald! Und noch immer haben wir kein Kind. Am Ende wird ein Knecht alles erben, was ich habe.«
Ich fand das ganz schön mutig von Abraham. Aber Gott hat ihn nicht zurechtgewiesen, wie ich es wohl erwartet habe. Nein, er hat unsere Klage angehört. Und dann sagte er: »Nein, habt keine Angst. Nicht dein Knecht wird euch beerben, sondern ihr werdet einen Sohn haben.Geht hinaus vors Zelt. Schaut euch hoch in den Sternenhimmel. Könnt ihr die Sterne zählen?« Und nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: »So viele Nachkommen werdet ihr haben.«
Da gingen wir hinaus und schauten in den Himmel. Zuerst sahen wir einen Stern. Doch dann noch einen. Und je länger wir schauten, umso mehr Sterne konnten wir erkennen. Tausende – einfach nicht zu zählen. 
So unbeschreiblich groß und wunderbar war dieser Sternenhimmel! Und alles hat Gott gemacht, alles ist in seiner Hand. 

Hell im Innern

Diese Einsicht hat uns wirklich die Sprache verschlagen. Und je länger wir da im Dunkel standen, desto heller wurde es in uns. Wir merkten: Gott ist da. Er hat uns bis hierhergebracht und er wird sein Versprechen halten. Wir brauchen uns nicht zu sorgen.
Zum Abschluss der Geschichte »Nichts soll dich ängsten« singen. Gerne auch auf Spanisch, da das »Solos dios basta« kurz und eindrücklich ist.

Der besondere Tipp …

Figurenkegel-Set
Mit 21 Figurenkegeln aus Buchenholz

Auch mit Figurenkegeln aus Holz können biblische Geschichten dargestellt werden. Dieses Set bietet dazu viele Möglichkeiten.
Vier verschiedene Größen (die jeweils auch einzeln bestellt werden können):
1 x XXL, 16,5 cm hoch (1454);
3 x groß, 10 cm hoch (1208, im 10er-Set);
12 x mittel, 7 cm hoch (472, im 10er-Set);
5 x klein, 5 cm hoch (471, im 10er-Set)
Set mit 21 Kegeln € 21,60; 

Best.-Nr. S1680

junge-gemeinde.de

1. Mose 18,1–15; 21,1–7

I. Grundgedanken

Zugänge für den Vorbereitungskreis
  • Die »Ikone der Gastfreundschaft« vom Berg Athos (s. rechts) gemeinsam betrachten. 

Sie greift die heutige Geschichte auf. Gastfreundschaft ist besonders in alten Zeiten ein wichtiges soziales Tun. Und auch heute noch spielt sie vor allem in südlichen Ländern eine große Rolle. Gerade dort, wo es kaum Gasthäuser gibt, sind Menschen unterwegs auf Gastfreundschaft angewiesen. Besondere Gastfreundschaft, gerade gegenüber Fremden, wird hoch eingeschätzt. 
Doch auch heute, »bei uns«, erleben wir immer wieder unverhoffte Gastfreundschaft. Wer mag, kann davon erzählen.
Unserer Geschichte endet damit, dass die Gäste ein wunderbares Gastgeschenk dalassen: die Verheißung eines Kindes innerhalb eines Jahres. 

Foto: Heinz Schnürle
Zum Text / Zum Thema

Abraham lädt die Fremden höflich (fast drängend) und untertreibend ein, seine Gäste zu sein: Wasser und ein Stückchen Brot will er ihnen anbieten. Doch was dann folgt, ist ein ungeheurer Aufwand, der für die Gäste betrieben wird. Die perfekte Gastfreundschaft.
Deshalb bekommt er von den Gästen ein Gastgeschenk (das in alten Geschichten ein beliebtes Motiv ist).

Und jetzt kommt Sara ins Spiel. Mit der Frage nach ihr wird deutlich: Es geht nun auch um sie. In einem Jahr werde sie ein Kind haben. Saras Reaktion darauf, ein Lachen, ist wohl die normale menschliche Reaktion auf diese Ankündigung – und zugleich die Reaktion eines Menschen auf Gottes wundervolles Eingreifen. Es ist kein Zeichen ihres Unglaubens. Denn das Lachen wird später im Namen, den das Kind bekommt, positiv aufgegriffen: Isaak – »Gott lacht« oder »Gott möge lachen«).
Es lacht nicht nur Sara in ihrem Staunen, sondern auch Gott freut sich über dieses Kind 

Die Kinder und der Text / 
das Thema

II. Gestaltungshinweise 

Liturgische Elemente
Weg/Spirale in der Mitte legen

Siehe »Zur ganzen Reihe«

Lieder

Das wünsch ich sehr 
(KuS 410, KKL 333, HuT 315, MKL1 5);
Du verwandelst meine Trauer in Freude 
(nach der Geschichte; KuS 411, KKL 337, HuT 113, EGplus 106, MKL1 9)

Psalmgebet

Siehe »Zur ganzen Reihe«, Seite 19

Segen

Siehe »Zur ganzen Reihe«

Kreative Umsetzung der Geschichte
Freudenmahl feiern

Um einerseits die Gastfreundschaft und andererseits die große Freude über das so sehnlichst und lange erwartete Kind nachzuvollziehen, soll ein kleines Freudenmahl gefeiert werden (mit z. B. Fladenbrot, Schafskäse, Gurken, Saft und Wasser). Vielleicht kann sogar auf einer Picknickdecke auf dem Boden sitzend gegessen werden. Schön ist es, ein Tischlied zu singen.

Gestaltung einer Kerze

Siehe hierzu »Zur Gestaltung der Reihe«
Mögliche/s Symbol/e heute: Brot, Krug, Baby

Der besondere Tipp …

Abraham und Sara
Bildkartenset zum Kamishibai-Erzähltheater

12 stabile, farbige DIN-A3-Bildkarten,
inkl. Textvorlage.

Illustriert von Petra Lefin

€ 18,00; Best.-Nr. 3478

junge-gemeinde.de

III. Erzählung

Erzählung für Jüngere

Aus Tüchern ein Zelt aufbauen; Abraham und Tiere sind vor dem Zelt, Sara im Zelt; Babyfigur bereithalten 

Die drei Gäste

Es war Mittag und richtig heiß. Abraham saß vor dem Zelt und döste vor sich hin. Seine Frau Sara war im Zelt. Abraham konnte sie durch die dünne Zeltwand hören, wie sie ihrer Arbeit nachging.
(Drei Figuren dazustellen, [es bleiben durchweg drei Personen, auch wenn am Ende nur eine spricht].)
Da schaute Abraham auf: »Wo kommen denn plötzlich die drei Fremden her?« Er hatte sie gar nicht kommen sehen.
So schnell Abraham in seinem Alter noch konnte, sprang er auf. »Das geht ja nicht, dass diese Fremden in der größten Mittagshitze hier vorbeigehen. Ich muss sie einladen und ihnen etwas anbieten, damit sie sich ausruhen und stärken können. Wenn es dann nicht mehr so heiß ist, können sie weiterziehen.« 

Die Einladung

Abraham verbeugte sich vor den Männern und sagte: »Liebe Herren, seid meine Gäste. Ich will euch einen Schluck Wasser und Brot bringen, bevor ihr euch wieder auf den Weg macht.« Die Männer antworteten: »Ja, mach das.«
Während sie sich im Schatten niederließen, und Knechten ihnen die stubigen Füße wuschen, ging Abraham zu Sara: »Schnell, Sara, mach eine große Menge Teig für Brot. Nimm vom feinsten Mehl, das wir haben. Ich suche ein schönes Kalb aus der Herde aus für einen leckeren Braten. Die Gäste sollen das Beste bekommen, das wir haben. Sorge auch für frische Milch von unseren Tieren.« So bereiteten Abraham und Sara ein großes Gastmahl für die Fremden zu.
Als alles fertig war, lud Abraham seine Gäste ein. Er bediente sie aufmerksam: reichte ihnen Fleisch und Brot, goss ihnen Milch und Wasser nach und passte auf, dass sie immer genug von allem hatten. Sara war im Zelt geblieben, wie es üblich war. Doch durch die dünne Zeltwand konnte sie das Gespräch der Männer gut hören.

»Wo ist Sara?«

Als die drei Männer satt und ausgeruht waren, fragte einer von ihnen: »Wo ist deine Frau Sara?« – »Sie ist hier im Zelt hinter uns«, antwortete Abraham. 
Und als der Mann weiterredete, wussten sowohl Abraham wie auch Sara, dass nun sie beide nun gemeint waren. »In einem Jahr werdet ihr ein Kind haben«, sagte der Fremde.

Sara lacht

So etwas Unglaubliches hatten sie nicht erwartet. Sind sie nicht beide zu alt? Staunend und überrascht lachte Sara in sich hinein. Da sagte der Fremde: »Glaubst du nicht, dass Gott alles tun kann? In einem Jahr werdet ihr ein Kind haben.«
Es dauerte wirklich gar nicht lange, da merkte Sara, dass sie schwanger war. Jetzt musste sie oft lachen – immer wenn sie daran dachte. 
(Babyfigur ins Zelt legen)

Ein Kind wird geboren

Als dann das Kind geboren wurde, lachten beide:, Abraham und Sara. Es war ein Junge. »Er soll Isaak heißen«, meinte Abraham. »Denn auch Gott freut sich über ihn und lacht ihn an.«

Der besondere Tipp …

Nomadenzelt
Mit Holzgestell zum Zusammenstecken

Das Nomadenzelt mit dem durchdachten Holzgerüst zum Zusammenstecken und dem dunkelblauen Dach aus Baumwolle, spielt in vielen (meist alttestamentlichen Geschichten) eine bedeutende Rolle. 

Das Nomadenzelt (auch Beduinenzelt) ist auf die Größe unserer Biegepuppen und der anderen Legematerialien abgestimmt. 

Die Zeltstangen können im Tuch eingerollt und mit den beiden gelben Kordeln, die auch zur Zeltbefestigung dienen, transportiert werden.

Maße: (B x T x H) ca. 60 x 20 x 22 cm.
€ 21,60; Best.-Nr. 1370

junge-gemeinde.de

Erzählung für Ältere


Sara erzählt:

Freude über das Kind

Lachen erfüllt unsere Zelte. Wer hätte das gedacht? Da krabbelt und quietscht so ein kleines Kerlchen zwischen den Tieren und Mägden und Knechten umher – und alle freuen sich. Wir müssen oft über ihn lachen.
Das kleine Kerlchen ist unser Sohn. Ja, unser leiblicher Sohn. Den hat Gott uns nach langen Jahren des Hoffens und Betens geschenkt. Obwohl ich und mein Mann Abraham eher schon so alt sind wie Großeltern oder gar Urgroßeltern. Es ist ein Wunder! Und wir freuen uns unglaublich. 
Deshalb haben wir ihn auch Isaak genannt. Das heißt: »Lachen«. Oder besser: »Gott möge über ihm lachen«.
Eigentlich hat Lachen unsere ganze Geschichte begleitet. Obwohl uns das Lachen manchmal vergangen ist, weil wir so lange auf dieses Kind mussten. Denn Gott hatte es uns versprochen, aber nicht gesagt, wann es so weit sein wird.

Der Besuch

Doch dann bekamen wir vor einem Jahr Besuch. Die drei Männer sahen aus wie normale Wanderer. Sie waren in der Mittagshitze unterwegs und kamen an unseren Zelten vorbei. Doch in dieser prallen Mittagssonne sollte niemand unterwegs sein. Die Höflichkeit gebietet es, dass man ihnen einen Platz im Schatten und eine Erfrischung anbietet.
Mein Mann ging den Fremden entgegen und begrüßte sie. Er verbeugte sich höflich von ihnen und lud sie ein: »Wollt 
ihr so freundlich sein und zu mir in den Schatten kommen. Ich will euch schnell etwas zur Stärkung bringen, bevor ihr weiterzieht.«
Ich habe alles vom Zelt aus mitgehört, weil Frauen bei uns unter fremden Männern nichts verloren haben. Aber ich kannte meinen Mann gut genug, um zu wissen, dass dies eine höfliche Untertreibung war. Und wirklich: Kurz darauf kam er zu mir ins Zelt gestürmt und rief: »Schnell, Sara, bereite eine große Menge Teig vom feinsten Mehl zu und backe Brot für unsere Gäste. Ich selbst will aus unserer Rinderherde das schönste Kalb aussuchen, damit die Knechte daraus einen feinen Braten machen. Dann brauchen wir noch Milch und Butter.«
Trotz der Eile wurde alles sorgfältig zubereitet. Die Gastfreundschaft verlangt das Beste für die Gäste. Erst recht bei Fremden, von denen man keine Gegeneinladung erwarten kann. Das haben wir immer so gehalten.
Abraham hat die Gäste beim Essen selbst bedient und geschaut, dass es ihnen an nichts fehlt. Ich habe mich im Zelt ausgeruht. Ich hörte zwar, dass sie sich unterhielten, aber was sie redeten … darauf achtete ich nicht. Es gehört sich ja nicht, zu lauschen, .

»Wo ist Sara?«

Bis ich meinen Namen hörte. Da wurde ich aufmerksam. »Wo ist deine Frau Sara?«, fragte einer. Ich verstand nicht. Woher kennen die mich denn?
Abraham antwotete: »Sie ist im Zelt.«
Doch jetzt wusste ich, dass es um mich ging. Die Männer rechneten anscheinend damit, dass ich nun zuhörte.
Aber was ich dann zu hören bekam, war unglaublich: »Nächstes Jahr um diese Zeit komme ich wieder. Dann wird Sara einen Sohn haben«, sagte er.

Sara lacht

»Meinte er wirklich mich? Wusste er nicht, dass ich eine alte Frau war? Wie stellte er sich das vor?«, so schwirrten die Fragen in meinem Kopf. Gleichzeitig hüpfte mein Herz vor freudiger Überraschung: »Sollte doch noch eintreten, worauf wir so lange schon warten?« Und da musste ich lachen, als ich diese unglaublichen Worte hörte.
Da hörte ich die Stimme nochmals: »Warum lacht Sara? Und warum denkt sie, sie sei zu alt? In einem Jahr wird sie ein Kind haben.«
Ich fragte mich immer mehr: »Wer waren diese Fremden?« Denn sie sagten noch etwas Überraschendes: »Sollte für Gott etwas unmöglich sein?«

Besuch von Gott

Jetzt bin ich sicher, dass es keine gewöhnlichen Menschen waren. Sie kamen von Gott und brachten unser Kind wie ein Gastgeschenk mit. 
Mein Lachen wurde mit jedem Monat, in dem mein Bauch wuchs, unbegreiflicher. Denn Gottes Handeln ist für uns unbegreiflich. Und wenn ich unser lachendes Kind sehe, ist eine unbändige Freude in mir.

Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 1/2026
Sternenmandala; zur Reihe Kleine im Kigo „Ein Versprechen für Abraham und Sara“

Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 1/2026
Vorlage für aufblühenden Faltstern; zur Reihe Kleine im Kigo „Ein Versprechen für Abraham und Sara“

Zusatzmaterial Evangelische Kinderkirche Heft 1/2026
Vorlage für Zelt; zur Reihe Kleine im Kigo „Ein Versprechen für Abraham und Sara“

I. Vorüberlegungen 

  • Worum geht es in Abrahams Lebensgeschichte? Ein paar Stichpunkte:
    • Gott kann Unmögliches möglich machen.
    • Gott hält seine Versprechen.
    • Es ist gut, auf Gott zu vertrauen.
  • Kinder kennen in der Regel das Gefühl, sich auf Eltern/andere Bezugspersonen bedingungslos verlassen zu können. Dieses Urvertrauen wird im Lauf der kindlichen Entwicklung bis hin zum Erwachsenenalter beeinflusst durch positive Erfahrungen wie auch durch Enttäuschungen im menschlichen Miteinander. 
  • Tauscht euch im Team aus (freiwillig!), was solche Enttäuschungen sein können und wie sie vielleicht auch überwunden werden können. Hinweis: Hierbei ist es elementar, vorsichtig und wertschätzend mit allen Erfahrungen der anderen umzugehen und auf Augenhöhe mit ihnenn zu sprechen. 
  • Parallel dazu können sich die Mitarbeitenden auch das Gefühl des Urvertrauens aus der Kindheit vergegenwärtigen.
    • Zu wem haben/hatten wir ein ungetrübtes Vertrauen? Woher rührte das?
    • Was kann Vertrauen stärken? 
  • Auch der Versuch, sich während der Geschichte in Abrahams Situation/Haltung hineinzuversetzen, kann ein Ansatz sein. Impulse hierzu können sein: Was bedeutet es …
    • im Zelt zu leben?
    • von Ort zu Ort zu ziehen?
    • von Viehherden und Weideland abhängig zu sein?
  • Überlegung: Die Zeitspanne, die vergeht, bis Gott sein Versprechen einlöst, ist sehr lang. Was bedeutet das für uns und unsere Erwartungshaltungen an Gottes Zusagen? 
© AdobeStockFotos–kangnam

II. Bausteine

1. Zur Liturgie
Psalm

(nach Psalm 121)
KuS 672

Schlussgebet

Textelemente aus dem Lied »Segne, Vater, tausend Sterne« (s. u.) können hier mit einbezogen werden. 
Gefaltete Sterne, mit einem Mutmach-Wort versehen (die in eine mit Wasser gefüllten Schale gelegt werden und aufblühen) können das begleiten. 
Vorlage zum Download, wie immer kostenlos in diesem Beitrag für Faltstern, der aufblüht.

Lieder

Abraham, Abraham (EG 311, KuS 336, KG 160);
Gott, dein guter Segen (KuS 176, KKL 274);
Weißt du, wie viel Sternlein stehen? 
(EG 511, KuS 626, KKL 20);
Segne, Vater, tausend Sterne 
(KuS 182, KKL 281, EGplus 39)

2. Zur Geschichte

Die Geschichte am besten in einem Zelt erzählen (z. B. unter einem Schwungtuch).
Zur Veranschaulichung können biblische Figuren, Biegepuppen oder Papierfiguren verwendet werden: Abraham, Sara, drei Männer, Baby (Isaak). 

Erzählung

Ein Versprechen für Abraham und Sara
(Abraham hinstellen) Das ist Abraham. Er hat schon ganz graue Haare. Er ist schon sehr alt. Alt wie ein Opa. Aber Abraham ist kein Opa, denn er hat keine Kinder und deshalb auch keine Enkelkinder.
Gott spricht zu Abraham
Eines Tages steht Abraham vor seinem Zelt. Er sieht seinen vielen Tieren beim Grasen zu. Da sind Schafe und Ziegen und etwas weiter entfernt auch einige Kühe und Kamele. Auf einmal hört Abraham Gottes Stimme. Gott sagt zu Abraham: »Verlasse deine Heimat, du und deine Frau Sara. Zusammen mit deinen Dienern und deinen Tieren und allem, was du besitzt. Ich will meinen Segen auf dich legen und immer mit dir sein. Du wirst der Vater eines großen Volkes sein. Alle Menschen auf der Erde sollen durch dich gesegnet sein.«
Abraham bricht auf
Ohne nachzufragen, hört Abraham auf das, was Gott sagt. Mit seiner Frau Sara, seinen Dienern, den Tieren und mit allem, was er hat, zieht Abraham los. Weit weg von seiner Heimat, in ein Land, das Gott ihm zeigt. Das Land heißt Kanaan. Als Abraham dort mit seinen Leuten die Zelte aufschlägt, verspricht Gott: »Dieses Land will ich deinen Kindern geben.«
Sara
(Sara hinstellen) Das ist Sara. Sie hat schon ganz graue Haare. Sie ist schon sehr alt. Alt wie eine Oma. Aber Sara ist keine Oma, denn sie hat keine Kinder und deshalb auch keine Enkelkinder. 
Seit Sara mit ihrem Mann Abraham nach Kanaan kam, sind schon einige Jahre vergangen. Oft ist Sara traurig, denn sie wünscht sich so sehr ein Kind, bekommt aber keines. Dabei hat Gott es ihr doch versprochen! Sie und Abraham sollen ein Kind haben. Doch dieses Versprechen hat sich immer noch nicht erfüllt. Und jetzt, da sie sogar älter ist als viele andere Omas, wird sie jeden Tag trauriger. Wie soll sie in ihrem Alter noch ein Kind bekommen? 
Abraham erzählt Sara von Gottes Versprechen
Eines späten Abends kommt Abraham zu Sara und sagt: »Sara, stell dir vor, gerade hat Gott zu mir gesprochen. Er hat gesagt, dass er uns etwas Besonderes schenken will. Er will uns ein Kind schenken, einen Sohn! Ich habe ihm geantwortet, dass das jetzt wohl nicht mehr geht. Wir beide sind dazu schon zu alt. Aber da hat Gott gesagt: ›Zähl die Sterne.‹ Und ich antwortete: ›Das kann ich nicht. Niemand kann alle Sterne zählen.‹ Da meinte Gott: ›Ich verspreche dir: Du wirst mit Sara einen Sohn haben. Und auch euer Sohn wird Kinder haben. Seine Kinder werden auch wieder Kinder haben und so weiter und so weiter. Alle werden eure Nachkommen sein. Am Ende sind es so viele, wie du Sterne am Himmel siehst.‹« Abraham schaut seiner Frau Sara tief in die Augen. Dann sagt er: »Sara, ich glaube fest an Gottes Versprechen.«
Drei Besucher
(3 Männer hinstellen) Das sind drei Männer. Sie besuchen Abraham und Sara. Denn sie haben eine wichtige Botschaft für die beiden.
Abraham sieht die Drei und ist sich sicher: Gott hat diese Männer geschickt.
Abraham gibt ihnen gleich Wasser zu trinken. Und Brot zu essen, das Sara frisch gebacken hat. Abrahams Diener schlachten ein Kalb und bereiten daraus einen leckeren Braten für die Gäste.
Sara lacht
Nach dem Essen fragen die Männer: »Wo ist Sara?« Abraham antwortet: »Sie ist im Zelt.« Einer sagt: »Wenn ich nächstes Jahr zurückkomme, wird Sara einen Sohn haben.« Sara hört das nebenan und muss lachen. Denn das kann sie nicht glauben. Sie ist schon so alt. Noch nie war sie schwanger. Und dass sie jetzt noch Mama werden, hält sie für unmöglich.
Der Mann hat Saras Lachen gehört. Er fragt: »Warum lacht Sara? Denkt sie, dass sie zu alt fürs Kinderkriegen ist? Doch für Gott ist nichts unmöglich!« Sara kriegt einen roten Kopf und schämt sich. Aus Angst schwindelt sie und sagt: »Ich habe nicht gelacht.« Doch die Männer schütteln den Kopf: »Wir haben es gehört.«
Sara bekommt ein Kind
Aber am Ende kommt es genau so. Es wird wahr, was die Männer gesagt haben. Es wird wahr, was Gott dem Abraham von Anfang an versprochen hat: Ein Jahr später haben Sara und Abraham einen Sohn. Sie geben ihm den Namen Isaak. Der Name bedeutet »Gott lacht«. 
Und als Isaak groß ist, hat er selbst auch zwei Söhne: die Zwillinge Esau und Jakob. Und beide haben Söhne und Töchter und Enkel und Enkelinnen und so weiter. 
Am Ende sind es so viele wie Sterne am Himmel.

III. Kreative Ideen zur Vertiefung

Zelt basteln

Vorlage für ein Zelt zum Download und Kopieren im Beitrag enthalten.

Sandbilder 

Aus weißem Karton ausgeschnittene Motive (wie Sterne, Mond …) mit doppelseitigem Klebeband auf eine Karte kleben. Folie abziehen und mit Bastelsand bestreuen. 

Sternenmandala 

Im Anhang findet ihr eines.

Vertrauensspiel 

Die Kinder werden mit verbundenen Augen von Mitarbeitenden der Reihe nach durch einen Hindernisparcours geführt. 

Schwungtuchspiele
Andere zum Lachen bringen (Spiel)

Die Gruppe sitzt im Kreis. Ein*e Mitarbeiter*in beginnt und schneidet Grimassen. Die Kinder versuchen, nicht zu lachen. Wenn eins der Kinder lachen muss, ist es selbst an der Reihe und versucht seinerseits, die anderen zum Lachen zu bringen.

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