
Adobe Stock – © miss irine (KI)
Kindermutmachlied (KuS 470, KKL 338);
Wir sind die Kleinen in der Gemeinde
(KKL 160, LJ 428, MKL1 105);
Wir sind Wunderkinder (KuS 490, Einfach Spitze. 150 Knallersongs für Kinder 37);
Das wünsch ich sehr
(KuS 410, KKL 33, HuT 315, EGplus 104, MKL1 5);
Kommt herbei, singt dem Herrn
(KuS 328, KG 176, EGplus 35)
Verbindende Elemente für die Gottesdienste der Reihe können der Segen und Psalm 121 in der Liturgie sein.
Möglich ist auch die neuere Interpretation dieses Psalms in EG WUE 769, KuS 672
oder in leichter Sprache mit Kehrvers.
Letztere Version und der Segen sind am
1. Sonntag der Reihe zu finden.
Christiane Fauth
Hallo, hereinspaziert!
Erlebnisgottesdienste für kleine Leute im Krabbel- und Kindergartenalter
Wie wichtig Gott die ganz kleinen Menschen sind, bringt auch dieses Buch zum Ausdruck. Mit grundsätzlichen Überlegungen zu Gottesdiensten für kleine Leute grundsätzlich und Erlebnisgottesdiensten im Speziellen sowie den 12 ausgearbeiteten Erlebnisgottesdiensten lädt es schon die Jüngsten ein, von Jesus zu erfahren.
€ 16,95; Best.-Nr. 2115

Für Jesus spielen Kinder eine besondere Rolle. Als Vorbild im Glauben stellt er sie in die Mitte, segnet sie und nimmt sie ernst. Und so ist es kein Wunder, dass ein Kind mit seinem Handeln dazu beiträgt, dass in der Geschichte von der Speisung der 5000 alle satt werden. Auch in der Kinderkirche sollen Kinder spüren: »Ich bin nicht zu klein. Ich kann mitreden, wenn es um Gott geht. Und ich kann mithelfen, dass es anderen gutgeht.«

Bei Gott bin ich groß
12 Seiten; 2,40 € (ab 10 Ex. je € 2,20; ab 40 Ex. je € 2,00)
Best.-Nr. 101-04-26

Nicht zu klein zum Hören: Samuel – ein wahrhafter Held
Nicht zu klein zum Kämpfen: David – ein mutiger Held
Nicht zu klein zum Retten: Miriam – eine clevere Helding
Nicht zu klein fürs Abendmahl: ein Kind – ein spontaner Held
Gottes kleine Helden
Abendmahl für kleine (und große) Hände: sehen – teilen – feiern
Abendmahlsliturgie für die Kita
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeDa rief Gott nach Samuel (Bibelhits. 100 Kinderlieder zum Alten und Neuen Testament 45)
Siehe hierzu unter »Liturgische Elemente«
Oder Psalm 121 in einfacher Sprache, ergänzt durch einen Kehrvers (fett):
Gott behütet mich, heute und immer.
Ich schaue hinauf zu den Bergen.
Woher kommt Hilfe?
Mir hilft Gott.
Gott behütet mich, heute und immer.
Er hat Himmel und Erde gemacht.
Gott passt auf. Dann gehst du sicher.
Gott passt auf. Er ist immer wach.
Was immer du tust, Gott ist da.
Gott behütet mich, heute und immer.
Am Tag, wenn die Sonne scheint.
Und in der Nacht,
wenn der Mond am Himmel ist.
Gott behütet dich vor allem Bösen.
Gott behütet mich, heute und immer.
Deine Seele bleibt gesund.
Gott behütet dein Ende.
Und deinen neuen Anfang.
Jetzt, heute, morgen, jeden Tag, immer.
Gott behütet mich, heute und immer.
Gott gebe uns Mut.
(Mit der Faust auf die Brust klopfen)
Gott gebe uns Kraft.
(Arme anwinkeln und Muskeln anspannen)
Gott mache uns klug.
(Mit Zeigefinger an Stirn und wieder wegbewegen)
Gott lasse uns immer spüren, dass er da ist. (Sich selbst umarmen)
Über dir, unter dir und um dich herum.
(Hände nach oben, nach unten, dann um sich selbst drehen)
Amen. (Hände falten)
Kreative Umsetzung der GeschichteEs ist wichtig, dass Kinder von Erwachsenen gehört und ernst genommen werden. Daher werden im Anschluss an die Erzählungen kleine Szenen zum Thema gespielt: »Ich errege bei einem Erwachsenen Aufmerksamkeit.«
Anschließend findet ein Austausch statt:
Aus einem (bemalten) Papier/Karton wird eine Flüstertüte gerollt, die auch als Hörrohr verwendet werden kann.

(Beide Fotos: Friederike Heinzmann)
wird ein Kind auf Papier aufgemalt. Die Kinder können in dieses Kind Heldeneigenschaften malen/schreiben (siehe hierzu auch »Zur Gestaltung der Reihe«)


Ihr könnt diese Biegepuppe (12 cm hoch) nach Belieben auch für andere Personen verwenden. Zusammen mit einigen weiteren Biegepuppen* kann die Samuelgeschichte den Kindern eindrücklich erzählt werden.
€ 9,70; Best.-Nr. 664
* Z. B. mit dem Biegepuppen-Schnupperset 1 (Best.-Nr. S676) und Biegepuppen-Schnupperset 2 (Best.-Nr. S677).
David und Goliat
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

Passt zum nächsten Sonntag
Die Bilder von Petra Lefin bieten eine weitere Möglichkeit, die Geschichte vom mutigen, kleinen Hirtenjungen zu erzählen.
€ 18,00; Best.-Nr. 3266
Erzählung für JüngereEs ist Nacht. Samuel liegt in seinem Bett. Samuel ist ein Kind. Er wohnt an einem besonderen Ort. Er wohnt in einem Tempel. Ein Tempel ist so etwas Ähnliches wie eine Kirche. Menschen treffen sich dort, um zu Gott zu beten. Dort wohnt auch der Priester Eli. Eli ist ein Mann Gottes. Er kennt sich gut aus mit Gott. Samuels Mama möchte, dass Samuel auch ein Mann Gottes wird. Deshalb wohnt Samuel bei Eli.
Jetzt liegt Samuel im Bett. Auch Eli schläft schon. Plötzlich hört Samuel eine Stimme: »Samuel.«
Überrascht setzt sich Samuel im Bett hin. Dann steht er auf und geht zu Eli. »Was Eli wohl mitten in der Nacht von ihm will?« Samuel weckt Eli: »Hier bin ich. Du hast mich gerufen.« Eli reibt sich müde die Augen. »Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen.«
Samuel legt sich wieder ins Bett. Gerade, als er eingeschlafen ist, hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Samuel wundert sich. Er steht auf und geht zu Eli: »Hier bin ich. Du hast mich gerufen.« Eli wird jetzt ein bisschen wütend. Er schickt Samuel wieder zurück ins Bett. Samuel zieht die Bettdecke über den Kopf und schläft ein. Plötzlich hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Samuel erschrickt. Außer ihm und Eli ist doch niemand im Tempel. Wieder geht Samuel zu Eli. Er weckt Eli. Samuel sagt: »Du hast mich gerufen.« Eli schüttelt den Kopf. Dann kratzt er sich am Kopf. »Das könnte es sein«, sagt Eli nachdenklich. »Samuel, das ist die Stimme Gottes, die du hörst. Wenn du sie das nächste Mal hörst, sagst du: ›Rede. Ich höre dir zu.‹«
Samuel legt sich wieder hin und schläft ein. Da hört er wieder die Stimme: »Samuel.« Da sagt Samuel: »Hier bin ich. Rede. Ich höre dir zu.« Und Gott redet mit Samuel. Gott hat eine wichtige Botschaft für Samuel. Samuel soll sie Eli weitersagen. Aber was Gott da sagt, ist gar nicht gut für Eli. Samuel erschrickt.
Am nächsten Morgen möchte Eli wissen, was Gott zu Samuel gesagt hat. Samuel schüttelt traurig den Kopf. Er traut sich nicht, Eli zu sagen, was er gehört hat. Eli will das bestimmt nicht hören. Eli wird ihm nicht glauben. Eli wird denken: »Samuel ist ja nur ein Kind.«
Aber da täuscht sich Samuel. Eli möchte alles wissen, auch das Schreckliche. Eli hört gut zu. Er sagt zu Samuel: »Ich glaube dir. Das war Gott, der mit dir geredet hat. Er wird tun, was er für richtig hält.«
Ab da redet Gott immer wieder mit Samuel. Samuel bekommt viele Botschaften von Gott. Er erzählt sie weiter. Samuel ist ein Held Gottes.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße Samuel. Ich bin ein kleiner Held Gottes. In der Bibel stehen Geschichten von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichten nicht. Eine Geschichte handelt vom Hören und Gehörtwerden. Aber das wusste ich am Anfang nicht. Ich wusste nicht, dass ich hinhören und Gott zuhören muss. Und ich wusste auch nicht, dass es Mut braucht, Gottes Botschaft weiterzugeben. Und dass es wichtig ist, dass andere mir zuhören, wenn ich eine Botschaft habe. Wir Kinder erleben es ja oft, dass uns nicht geglaubt wird. Oft denken die Erwachsenen, wir sind zu klein. Sie hören uns nicht zu. Sie denken, wir wissen nichts oder wissen zu wenig. Sie denken, wir sind nicht stark oder mutig genug. Sie fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Gott redet auch mit uns Kindern. Wir haben Botschaften. Und die Erwachsenen müssen uns zuhören.
Meine Geschichte beginnt eigentlich bereits vor meiner Geburt. Meine Mutter hat lange kein Kind bekommen. Dabei hat sie sich so sehr gewünscht, dass ich geboren werde. Immer wieder hat sie Gott darum gebeten. Sie hat Gott versprochen, dass ich ein Mann Gottes werde, wenn ich groß bin. Und dann wurde meine Mutter endlich schwanger, und ich kam zur Welt. Meine Mutter hielt ihr Versprechen. Damit ich ein Mann Gottes werde, wohne ich jetzt bei Eli. Eli ist ein Priester. Er ist selbst ein Mann Gottes. Ich wohne bei Eli im Tempel. Eli lehrt mich alles, was er über Gott weiß. Eli zeigt mir, wie man Gottesdienste feiert und die richtigen Gebete spricht.
Und dann kommt diese eine Nacht …
Wie jeden Abend lege ich mich im Tempel schlafen. Nur die Lampe Gottes brennt noch. Auch Eli hat sich bereits hingelegt und schläft. Plötzlich werde ich wach. Da hat mich doch jemand gerufen. Ganz deutlich habe ich meinen Namen gehört: »Samuel.« Ich gehe zu Eli und wecke ihn. Aber er hat mich nicht gerufen. Er schickt mich wieder ins Bett.
Gerade als ich eingeschlafen bin, höre ich wieder diese Stimme: »Samuel.« Wieder gehe ich zu Eli und wecke ihn. Eli wird langsam wütend. Erwachsene mögen es nicht, wenn wir Kinder sie im Schlaf stören. Oft denken sie: »Da ist doch nichts. Es gibt also keinen Grund, dass die Kinder uns wecken.« Eli schickt mich zurück in mein Bett.
Im Bett ziehe ich die Decke über den Kopf. Ich will nichts hören: keine Stimme und auch keine anderen Geräusche. Aber als ich schlafe … wieder: »Samuel.« Mir ist ganz schlecht. Im Tempel ist doch niemand. Deshalb wird Eli wieder sagen, dass er mich nicht gerufen hat. Aber wer soll es denn sonst sein?
Weil ich mir nicht anders zu helfen weiß, gehe ich doch zu Eli. Zögerlich wecke ich ihn. Eli reibt sich die Augen. Jetzt denkt er nach. Er kratzt sich am Kopf. Dann murmelt er: »Ja … das könnte sein.« Etwas lauter sagt er zu mir: »Samuel, das ist Gott. Wenn du das nächste Mal die Stimme hörst, antwortest du: ›Rede, Herr, dein Knecht hört.‹« Damit schickt mich Eli wieder ins Bett.
Erneut lege ich mich hin. Und zum vierten Mal höre ich die Stimme. Aber jetzt weiß ich, was ich zu tun habe. Also antworte ich: »Rede, Herr, dein Knecht hört.« Und dann beginnt Gott, mit mir zu reden. Lange und viel. Ich höre zu. Lausche seinen Worten. Spüre sie in meinen Ohren und in meinem Herzen. Aber was ich da höre, macht mir Angst. Gott hat eine Botschaft für Eli. Ich soll sie Eli weitersagen.
Doch das, was Gott da sagt, ist keine gute Botschaft. Die Botschaft bedeutet nämlich Unheil für Eli und seine Familie. Also wird Eli die Botschaft nicht hören wollen. Und wenn ich sie ihm sage, wird er mir nicht glauben. Er wird denken: »Ach, der Samuel ist ja noch ein Kind. Das hat eben schlecht geträumt.«
Aber da täusche ich mich über Eli.
Denn am nächsten Morgen möchte Eli genau wissen, was Gott gesagt hat. Zuerst traue ich mich gar nicht, etwas zu erzählen. Aber Eli ermutigt mich, jedes Wort zu sagen und nichts zu verheimlichen. Und so rede ich. Ich überbringe ihm die Botschaft Gottes. Zum Schluss nickt Eli traurig und sagt: »Ja, das war Gott, der da mit dir gesprochen hat. Gott wird tun, was er für richtig hält.« Ich war erleichtert: Eli glaubt mir.
Nach Eli werden mir noch viele andere Menschen glauben. Könige und solche, die einmal König werden. Gott führt durch mich sein Volk in einer Zeit des Umbruchs. Viel verändert sich. Ich bin Gottes Prophet. Durch mich nimmt Gott Einfluss auf das Leben von Menschen.
Das ist meine Geschichte mit Gott, sie zeigt: Wir kleinen Heldinnen und Helden müssen zuhören und hinhören und uns dann Gehör verschaffen. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Heute sind zwei Bücher in der Bibel nach mir benannt. Schaut mal, wo ihr sie findet.
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeIn diesem Gottesdienst kann Psalm 23 gesprochen werden. Dieser Psalm wird David zugeschrieben, der als Hirtenjunge Schafe hütet. Das Bild vom Hirten, der sich um die Schafe kümmert, wird im Psalm auf die Beziehung zwischen Gott und Menschen übertragen.
Kreative Umsetzung der GeschichteNach der Erzählung wird dieses bekannte Spiel – jetzt mit »Goliath« – gespielt.
Auf eine Papierrolle wird der Umriss einer zwei Meter großen Figur gezeichnet und aufgehängt. Die Kinder stellen sich davor. Sie können sich zu folgenden Fragen äußern:
Anschließend wird gemeinsam überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, solche Riesen zu besiegen.
Die Ideen der Kinder werden nach Möglichkeit umgesetzt.
Die Figur vom vergangenen Sonntag kann ebenfalls weiter mit »Heldeneigenschaften« ausgefüllt und beschriftet werden (siehe hierzu auch »Zur Gestaltung der Reihe«)
(Foto: Friederike Heinzmann)
Mit den Kindern werden kleine Mutsymbole gesucht und gebastelt: Handschmeichler aus einem Stein, der beschriftet oder bemalt wird; ein Glücks(klee)blatt aus Papier ausgeschnitten und ein Mut machender Bibelvers draufgeschrieben … (s. Foto, Ecke unten links).
Aus Pappbechern und Luftballons (s. restlicher Teil des Fotos).

Mutig ist, wer Hilfe holt!
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater
Was hilft bei Mobbing unter Kindern? Ferri der Fisch versteht die Welt nicht mehr: Plötzlich sind alle gemein zu ihm.
Mit einer klar strukturierten Handlung und sympathischen Protagonisten, in die sich die Kinder gut einfühlen können, zeigt die Geschichte die Mechanismen von Mobbing kindgerecht auf.
16 DIN-A3-Bildkarten inkl. sofort verwendbarem Erzählvorschlag. Für Grundschule, Kita- und Kindergruppen geeignet.
Erzählung für JüngereDavid ist ein Hirtenjunge. Er hütet Schafe und Ziegen. Das heißt, er passt auf sie auf. David ist das jüngste Kind in der Familie.
Dann gibt es Krieg. Davids Brüder müssen gegen die Philister kämpfen. Die Philister sind die Feinde. Eines Tages schickt Davids Papa ihn zu seinen Brüdern. »Schau nach, wie es deinen Brüdern geht und bring ihnen etwas zu essen«, sagt der Papa. David geht zu seinen Brüdern. Sie sind in einem Lager mit vielen Zelten. Alle dort sind Soldaten. Alle müssen gegen die Philister kämpfen. Aber sie haben große Angst.
Bei den Philistern gibt es einen Riesen. Er ist viel größer als alle anderen. Er ist stark. Er kann gut kämpfen und er hat ein scharfes Schwert. Der Riese heißt Goliath. Goliath macht sich über Gott und über Davids Volk lustig. Dann sagt Goliath: »Wenn mich einer von euch besiegt, dann gewinnt ihr.«
David sieht und hört Goliath. David geht zu König Saul. David sagt zu ihm: »Ich kämpfe gegen Goliath.« König Saul findet das keine gute Idee. David ist viel zu klein und zu jung dafür. David sagt ihm: »Wenn ich die Schafe hüte, muss ich gut aufpassen. Ich muss sie vor wilden Tieren beschützen. Ich habe schon gegen Löwen und Bären gekämpft.« Jetzt sagt König Saul Ja. Er gibt David eine schwere Rüstung, einen Helm und ein Schwert. Aber das ist alles zu groß und zu schwer für David. Stattdessen geht David zum Bach. Dort gibt es viele Steine. Richtige Mutsteine. Er sammelt fünf Steine. David braucht die Steine für seine Steinschleuder. Mit der kann er richtig gut schießen.
Und dann ist es so weit, David geht zu den Philistern. Als der Riese Goliath den kleinen David sieht, fängt Goliath laut an zu lachen. Er lacht David und Gott aus. Aber Goliath ärgert sich auch. Er will nicht gegen ein Kind kämpfen. Das ist doch viel zu einfach. Er will gegen einen starken, großen, gefährlichen Soldaten kämpfen. Goliath sagt gemeine Sachen über David und über Gott. David wehrt sich. Er sagt: »Ich kämpfe zusammen mit Gott. Ich werde dich besiegen.« Das macht Goliath so wütend, dass er sein Schwert zieht. Er greift an. David nimmt einen Stein. Er legt ihn in die Steinschleuder, zielt und trifft den Riesen genau am Kopf. Goliath fällt um. Er bleibt wie tot liegen. David hat den Riesen Goliath besiegt. Gott hat David geholfen. Der kleine Hirtenjunge David wird ein großer Held.
Später heiratet er die Prinzessin und wird König. Außerdem dichtet er viele Lieder. Die Geschichte zeigt: Manchmal muss man über sich hinauswachsen. Gott hilft uns. Gott macht uns zu Heldinnen und Helden.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße David. Ich bin ein kleiner Held Gottes. In der Bibel stehen Geschichten von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichten nicht. Eine dieser Geschichten handelt davon, dass man manchmal mutig über sich hinauswachsen muss. Man muss sich dem stellen, was Angst macht. Gott hilft dabei. Aber das wusste ich am Anfang noch nicht. Wir Kinder erleben es ja oft, dass Erwachsene denken, wir Kinder seien ängstlich. Sie glauben, wir Kinder sind nicht mutig und stark. Sie fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Gott gibt uns Mut. Mit Gottes Hilfe können wir über uns hinauswachsen und die Angst und das Böse besiegen.
Alles beginnt damit, dass ich wie an jedem Tag die Schafe und Ziegen hüte. Ich passe auf, dass ihnen nichts passiert. Während ich aufpasse, mache ich oft Musik. So auch heute. Da kommt einer meiner Brüder zu mir. Ihr müsst wissen: Ich habe sieben Brüder und zwei Schwestern. Ich bin der Jüngste. Mein Bruder sagt: »Der Prophet Samuel ist da.« Samuel ist auch ein Held Gottes. Der will mich sehen. Mich! Obwohl ich ein Kind bin. Als Samuel mich sieht, sagt er: »Du wirst einmal König von Israel.« Ich kann das gar nicht glauben. Ich bin doch nur ein Hirtenjunge.
Aber dann kommt der Krieg. Die Philister kämpfen gegen uns. Meine Brüder müssen in den Krieg ziehen. Ich bin zu jung dafür. Eines Tages schickt mich mein Vater zu meinen Brüdern. Er sagt: »Bring deinen Brüdern zu essen und schaue nach, wie es ihnen geht.« Ihr müsst wissen: Krieg ist gefährlich. Es passieren schlimme Dinge und es sterben Menschen. Mein Vater hat große Angst um meine Brüder. Ich auch. Mit dem Essen komme ich im Lager unserer Soldaten an. Meine Brüder sind ganz vorne.
Man sieht die Philister. Einer der Philister ist viel größer als alle anderen. Er ist ein Riese. Er heißt Goliath. Er ist gut bewaffnet und sieht gefährlich aus. Dann brüllt er plötzlich mit donnernder Stimme los. Vor Schreck wird mir schlecht. Auch ich bekomme Angst. Goliath brüllt: »Ihr Feiglinge! Hat euer Gott euch verlassen? Kämpft endlich gegen mich. Wenn einer von euch mich besiegt, dann gewinnt ihr den ganzen Krieg.« Goliath beleidigt meine Brüder, mein Volk und unseren Gott. So eine Unverschämtheit!
»Ich werde gegen ihn kämpfen!«, denke ich wütend und stapfe zu König Saul. »Was? Du willst gegen den Riesen Goliath kämpfen?« König Saul mustert mich von oben bis unten. König Saul sieht ängstlich und traurig aus. »Das ist viel zu gefährlich. Du bist doch nur ein Kind.« Mutig sage ich: »Hab keine Angst, König Saul. Als Hirtenjunge habe ich schon gegen Löwen und Bären gekämpft. Ich muss doch die Lämmer und Schafe beschützen.«
Ich sehe dem König an, dass er mich immer noch für zu klein und zu schwach hält. Doch er gibt mir eine Rüstung und ein Schwert. Aber das passt mir alles nicht. Es ist zu groß und zu schwer für mich. Ich gehe zum Bach. Ich weiß: Gott ist bei mir. Gott gibt mir Mut.
Am Bach sehe ich fünf Steine. Es sind gute Steine für meine Steinschleuder. Genau die brauche ich. Ich stecke sie in meine Tasche. Ich atme noch einmal tief durch. Ich muss tun, was getan werden muss. Dann gehe ich in Richtung Philister.
Goliath sieht mich schon von weitem. Er fängt an zu lachen. Dann wird er furchtbar wütend: »Was? Ihr Feiglinge! Habt ihr nichts Besseres aufzubieten als ein Kind? Ich soll gegen ein Kind kämpfen?« Wieder beleidigt Goliath uns und Gott. Mutig rufe ich ihm entgegen: »Ich werde dich besiegen! Gott ist an meiner Seite.« Das macht Goliath noch wütender. Er zieht sein Schwert und greift an. Ich fasse in meine Tasche, nehme einen der Steine und lege ihn in meine Schleuder. Dann fange ich an, sie zu schwingen. Ich ziele. Und … Schuss!
Goliath fällt um. Ich habe ihn genau am Kopf getroffen. Hinter mir bricht Jubelgeschrei aus. Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich bin ein Held Gottes.
Viel passiert dann noch, bis ich selbst König werde, wie der Prophet Samuel es gesagt hat: Ich musiziere für König Saul. Heirate seine Tochter Michal. Und erlebe Abenteuer mit Jonathan, dem Sohn von König Saul.
Als ich dann König bin, werde ich der berühmteste König Israels. Noch heute träumen die Menschen von der Zeit, als ich König war.
In meiner Heimatstadt Bethlehem wird lange nach mir Jesus geboren. Der Sohn Gottes ist einer meiner Nachkommen. Er tritt in meine Fußstapfen … und übertrifft mich! Aber das ist eine andere Geschichte.
In meiner Geschichte mit Gott, zeigt sich: Wir kleinen Heldinnen und Helden müssen manchmal über uns hinauswachsen und die Angst besiegen. Gott ist an unserer Seite. Er schenkt uns Mut. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Zugänge für den VorbereitungskreisZunächst wird im Vorbereitungskreis gesammelt, was über die biblische Figur Miriam bereits bekannt ist. (Siehe hierzu auch »Erzählung für Ältere«)
Dann wird die Bibelgeschichte 2. Mose 2,1–10 gelesen.
Im Anschluss findet ein Austausch über das Gelesene statt:Was ist neu?
Was überrascht?
Was irritiert?
Was gefällt mir an dem Text?
Wo habe ich meine Probleme damit?
Was kann der Text uns und Kindern heute mitgeben?
Zum Text / Zum ThemaIn Ägypten werden die Israeliten vom Pharao versklavt und unterdrückt. Alle neugeborenen, männlichen Nachkommen des Volkes Israel sollen sterben, um das Volk zu schwächen.
Auch das Leben des kleinen Mose ist bedroht. Die Mutter kann ihren Sohn die ersten Monate verstecken. Später wird er in einem Korb am Nilufer versteckt. Moses Schwester Miriam bleibt in der Nähe und beobachtet das Geschehen.
Als die Pharaonentochter das Baby findet und erkennt, dass es sich um ein Kind der Israeliten handelt, wird Miriam aktiv. Sie hilft der Prinzessin aus der Zwickmühle. Miriam hat bemerkt, dass diese Mitleid mit dem kleinen Jungen hat. Deshalb bietet sie an, eine Amme für das Baby zu finden – die eigene Mutter. Der kleine Bruder wird gerettet und kehrt zu seiner Familie zurück. Miriams kluge und mutige Tat ermöglicht die spätere Rettung des Volkes Israel durch Mose.
Auch am Auszug aus Ägypten und der Wüstenwanderung ist Miriam beteiligt. Im sogenannten Miriam-Lied, einem der ältesten Texte der Bibel (2. Mose 15,20–21), besingt sie die Rettung und den Sieg Gottes über die ägyptischen Verfolger. Dabei leitet sie die Frauen im Singen und Tanzen an. Zudem wird sie als Prophetin bezeichnet.
Später stellt sie – zusammen mit dem Bruder Aaron – die Position Moses infrage. Vermutlich steckt hinter diesem Verhalten Neid und Eifersucht auf den jüngeren Bruder. Miriam erkrankt daraufhin für kurze Zeit und muss sich isolieren. Nach Moses Fürbitte wird sie sieben Tage später geheilt.
Die Kinder und der Text / das Thema
Kinder identifizieren sich stark mit dieser Geschichte. Besonders für Jungen ist der Befehl zur Tötung aller männlichen Kinder erschreckend.
Umso tröstlicher, dass Mose durch das geschickte und kluge Handeln seiner großen Schwester gerettet wird. Geistesgegenwärtig rettet sie den Bruder und bringt ihn zur Familie zurück.
Dass Geschwister Verantwortung füreinander übernehmen, erfahren Kinder mit Geschwistern tagtäglich. Trotzdem kennen sie auch Streit, Eifersucht und Neid untereinander.
Auch dass Miriam singt und tanzt, ist für Kinder anschlussfähig, da viele Kinder ebenfalls Freude an Musik und Tanz haben.
Miriam lädt Kinder ein, sich mit ihr zu identifizieren und sich in Stärke, Klugheit und Verantwortungsbewusstsein von ihr hineinzuversetzen.

Liturgische ElementeMiriam ist als kleine Heldin für den Sonntag Kantate vorgesehen. »Kantate« ist das lateinische Wort für »Singet«. In vielen Gottesdiensten wird an diesem Sonntag ein Schwerpunkt auf Gesang und Musik gelegt. Miriam ist für ihr Miriamlied in der Bibel bekannt.
Es bietet sich daher auch im Kindergottesdienst an, einen Schwerpunkt auf Musik und Gesang zu legen.
Als Israel in Ägypten war
(KuS 338, EGplus 91, HuT 405);
Im Lande der Knechtschaft
(KuS 341, KG 167, HuT 400);
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen
(Gotteslob 462, EGplus 154)
Der gemeinsame Psalm (z. B. Psalm 121) kann in diesem Gottesdienst durch einen gesungenen Kehrvers ergänzt werden (z. B. Refrain oder Strophe eines bekannten Liedes).
Kreative Umsetzung der GeschichteZum Thema »Mose im Körbchen« gestalten die Kinder eine große Kollage.
Im Internet gibt es hierzu zahlreiche Ideen. Z. B. werden leere Flaschen mit Splitt, Reis, Linsen befüllt und zugeschraubt. Anschließend können sie mit Transparentpapier, Wolle oder Stickern beklebt werden.
Oder Flaschen werden teilweise mit Wasser befüllt. Durch kräftiges Pusten über den offenen Rand entsteht ein Ton. Je nach Wassermenge ist er unterschiedlich.
Mit den selbstgebastelten Instrumenten wird im Anschluss musiziert.
Foto rechts: Friederike Heinzmann

Erzählung für JüngereEs ist ein heißer Tag am Nil. Der Nil ist der große Fluss in Ägypten. Am Nilufer stehen viele Hütten. Das sind kleine Häuser, in denen Menschen wohnen. Die Menschen, die dort wohnen, werden Israeliten genannt. Die Menschen sind sehr arm. Sie müssen hart arbeiten. Sie sind Sklaven. Sie müssen tun, was ihnen die Ägypter befehlen.
Miriam wohnt mit ihrer Familie in einer der Hütten. Bald wird Miriam eine große Schwester sein. Ihre Mutter bekommt wieder ein Kind. Eigentlich freut sich Miriam. Sie wünscht sich ein Geschwisterchen. Aber gleichzeitig ist sie auch traurig und hat Angst. Der Pharao hat seinen Soldaten einen schlimmen Befehl gegeben. Der Pharao ist der König der Ägypter. Und er hat Angst vor den Israeliten. Er denkt: »Bald machen die Israeliten einen Aufstand gegen mich. Dann sagen sie: ›Wir wollen nicht mehr so hart arbeiten.‹« Deswegen sagt der Pharao zu seinen Soldaten: »Tötet alle kleinen Jungen der Israeliten.« Miriam kennt diesen schlimmen Befehl.
Dann ist es soweit. Miriams kleiner Bruder kommt zur Welt. Miriam und ihre Mama verstecken das Baby, damit die ägyptischen Soldaten es nicht finden. Sie nehmen einen Korb und machen ihn wasserdicht. Kein Wasser kann in den Korb kommen.
Dann legt die Mama das Baby in den Korb. Miriam bringt den Korb mit dem Baby zum Nil. Am Ufer wächst Schilf. Das sind Pflanzen, die aussehen wie großes Gras. Im Schilf versteckt Miriam den Korb. Auch sie versteckt sich. Sie passt auf, dass nichts passiert. Am Nil gibt es nämlich Schlangen und Krokodile und Menschen. Sie alle können das Baby im Korb finden.
An diesem Tag badet die Tochter des Pharaos im Nil. Ihre Dienerinnen sind bei ihr. Miriam kann sie beobachten. Sie sieht auch, wie die Tochter des Pharao den Korb entdeckt. Als sie das kleine Baby sieht, ist sie sehr überrascht. Und schnell merkt sie auch, dass es ein Kind der
Israeliten ist. Da beschließt die Tochter des Pharao: »Das Kind soll leben.«
Da hat Miriam eine Idee. Mutig kommt sie aus ihrem Versteckt und geht zur Tochter des Pharaos. Sie sagt: »Pharaonentochter, ich kann dir helfen. Ich kenne eine Frau, die das Baby stillen kann. Sie kann ihm Milch zu trinken geben.« Die Pharaonentochter freut sich: »Bring die Frau zu mir.« Miriam läuft nach Hause und holt ihre Mama. Jetzt darf das Baby bei seiner richtigen Mama und Familie sein. Doch vorher gibt die Pharaonentochter dem Baby den Namen Mose.
Später wird Mose ein wichtiger Mann. Er befreit mit Gottes Hilfe die Israeliten aus Ägypten. Miriam ist dabei. Nach der Rettung singt und tanzt Miriam vor Freude. Miriam ist eine Heldin Gottes.
Erzählung für Ältere
Spielszene
Die Erzählperson verkleidet sich.
Ich bin ein Kind. Ich heiße Miriam. Ich bin eine kleine Heldin Gottes. In der Bibel steht eine Geschichte von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichte nicht. Es ist eine Geschichte von Klugheit, Einfallsreichtum, Mut und Liebe. Wir Kinder erleben oft, dass uns etwas nicht zugetraut wird. Oft denken die Erwachsenen: »Die Kinder sind zu klein. Sie sind noch nicht stark und mutig genug.« Doch oft unterschätzen sie unseren Einfallsreichtum.
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Er macht uns schlau und gibt uns gute Ideen. Und er hilft uns so, anderen zu helfen.
Meine Geschichte beginnt kurz vor der Geburt meines kleinen Bruders. Wir leben in Ägypten. Meine Familie gehört zum Volk Israel. Wir werden auch Israeliten oder Hebräer genannt.
Der Pharao herrscht über das Land. Er wird wie ein Gott verehrt. In Ägypten werden große Paläste und Pyramiden gebaut. Dafür braucht es unzählige Arbeiterinnen und Arbeiter. Das sind wir Israeliten. Für die Ägypter sind wir Sklaven. Ohne Rechte, ohne Würde. Unser Leben zählt nichts für sie. Aber wir sind viele. Das weiß der Pharao und seine Beamten. Sie haben Angst vor einem Aufstand. Deshalb wollen sie unser Volk schwächen. Der Pharao gibt den Befehl: »Tötet alle kleinen, israelitischen Jungs.«
Und da wird mein kleiner Bruder geboren. Ich weiß, er ist in Todesgefahr. Immer wieder durchsuchen ägyptische Soldaten die Hütten, in denen wir wohnen. Aber meine Mutter hat eine Idee. Wir nehmen einen Korb und machen ihn wasserdicht. Hinter unserer Hütte ist das Nilufer. Dort wächst viel Schilf. Darin können wir den Korb verstecken, wenn die Soldaten wiederkommen. Trotzdem ist es gefährlich für meinen Bruder. Am Nilufer gibt es Schlangen und Krokodile und der Korb kann entdeckt werden.
Dann kommen die Soldaten wieder. Wir hören sie von weitem: ihre schweren Schritte und das Klirren der Schwerter. Schnell lege ich meinen Bruder in den Korb und gehe ans Nilufer. Dort verstecke ich den Korb. Auch ich verstecke mich. Ich passe auf, dass meinem Bruder nichts passiert.
Plötzlich kommen einige ägyptische Frauen. Sie haben feine Kleider an und tragen Schmuck. Eine sieht besonders prächtig aus. Es ist die Tochter des Pharaos.
Die Frauen setzen sich ans Nilufer und gehen baden. Dabei kommen sie meinem Bruder sehr nahe. Gefährlich nahe. Gleich werden sie den Korb entdecken! Und dann ist es so weit: Die Pharaonentochter sieht den Korb. Eine Dienerin bringt ihn zu ihr. Schnell öffnet die Pharaonentochter das Körbchen … und ist überrascht! Ein Baby hat sie nicht erwartet. Ich sehe sofort: Die Pharaonentochter findet meinen kleinen Bruder einfach nur süß. Vorsichtig nimmt sie ihn heraus und wiegt ihn sanft in den Armen. Dann erstarrt sie. Sie hat gemerkt, dass sie ein hebräisches Kind im Arm hält. Ein Kind, das ihr Vater töten will.
Da habe ich eine Idee. Ich wage mich aus meinem Versteck und gehe auf die Pharaonentochter zu. Dann nehme ich all meinen Mut zusammen, verneige mich und sage: »Ich sehe, ihr habt ein Kind gefunden. Ich weiß eine Amme, die das Kind stillen kann.« Natürlich habe ich dabei unsere Mutter im Kopf. »Diese Amme kann dem Kind Milch geben. So lange, bis es alt genug ist und ihr das Kind zu euch nehmen könnt.« Die Pharaonentochter beginnt zu strahlen. »Was für ein kluges Mädchen!«, ruft sie. »Genau so machen wir es. Bring diese Amme zu mir.« Dann lächelt sie meinen Bruder liebevoll an und sagt: »Dir wird nichts geschehen, mein kleiner Mose. Das ist mein Name für dich. Denn ich habe dich aus dem Nil gezogen.«
Als Mose groß ist, wird er der Anführer der Israeliten. Im Auftrag Gottes führt er das Volk aus Ägypten. Auch ich bin dabei und an seiner Seite. Als Gott das Volk vor den ägyptischen Verfolgern gerettet hat, tanze und singe ich für Gott. Die anderen Frauen tun es mir nach. Mein Lied, das ich dabei singe, wird Miriamlied genannt und steht in der Bibel. Dort werde ich auch als Prophetin bezeichnet.
Die Bibel erzählt auch von meiner Eifersucht auf die Geschwister. Aber trotzdem halten wir Geschwister zusammen.
Und so kann Gott durch meine Klugheit, meinen Mut und die Liebe zu meinem Bruder Großes bewirken. Ich werde zu einem großen Vorbild für viele Frauen und Mädchen. Viele Frauen, gerade auch zur Zeit Jesu, werden nach mir benannt. Sie heißen entweder Miriam, das ist hebräisch, oder Maria, das ist griechisch, oder Maryam das ist arabisch und islamisch.
Das ist meine Geschichte mit Gott, sie zeigt: Manchmal braucht es die richtige Idee, Mut und Liebe. Und in allen von uns steckt ein Held oder eine Heldin.
Ulrich Walter
Den Schöpfungskreis mit Kindern entdecken
Unter der Überschrift »Gott befreit aus der Knechtschaft (Mose und Miriam)« enthält dieses Buch einen interessanten Aspekt aus dem Leben der Heldin Miriam.
€ 18,00; Best.-Nr. 2144
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeUnser Leben sei ein Fest
(KuS 438, HuT 418, MKL1 33);
Kommt mit Gaben und Lobgesang
(EG 229, KuS 274)
Kreative Umsetzung der GeschichteDie Geschichte wird erzählt (für Jüngere und Ältere). Dazu oder anschließend wird die Geschichte gespielt. Hierzu werden im Vorfeld die Rollen verteilt: Familie/Volk, Jünger, Junge, Jesus. Requisiten wie Tücher, Körbe, Krüge, Speisen liegen bereit. Jede Gruppe kann sich ein paar Minuten über die Gestaltung der Rollen austauschen. (Evtl. wird die Geschichte mit den Älteren vorbereitet, um sie den Jüngeren vorzuspielen.)
Im Anschluss an die Geschichte wird zusammen Abendmahl gefeiert. Tipp: Hierzu im Vorfeld klären, wie das Abendmahl mit Kindern in eurer Gemeinde gefeiert wird wer dafür beauftragt ist.
Wenn ausreichend Zeit ist, kann die Abendmahlsfeier mit einer gemeinsamen Mahlzeit verbunden werden. Dazu wird zusammen der Tisch gedeckt. Brot und Saft bekommen einen besonderen Platz auf dem Tisch. Stühle werden an den Tisch gestellt. Der gedeckte Tisch wird angeschaut und die einzelnen Gaben erläutert.
Es wird eine Kollage zur Geschichte gestaltet.
Exkurs: Zur Bedeutung von Brot und Traubensaft
Brot ist lebensnotwendig und wurde zur Zeit von Jesus bei jedem Essen gegessen. Es gibt dem Körper Kraft. Beim Abendmahl steht es für Jesu Körper. Wenn wir davon essen, gibt uns Gott neue Kraft.
Traubensaft steht mit seiner roten Farbe für das Blut. Das Blut galt biblisch als Sitz des Lebens und der Lebenskraft. Beim Abendmahl symbolisiert der Saft Jesu Blut, das uns uns an Jesus erinnert und uns stärken soll. Kurz vor Jesu Tod passiert viel Böses. Jesus wird verletzt und blutet. Sein Blut wird vergossen. Er stirbt. Aber dann aufersteht Jesus. Er lebt. Gott ist stärker als das Böse. Auch daran erinnert der Traubensaft: Gott/Jesus mag uns und vergibt uns. Gott ist stärker als das Böse.
Erzählung für JüngereDa kommt Jesus. Viele Menschen folgen ihm. Es sind über 5000 Männer und Frauen und Kinder. Sie finden toll, was Jesus macht. Er macht Menschen gesund. Er erzählt spannende Geschichten von Gott. Er zeigt, wie man beten kann und dass Gott uns Menschen liebt.
Jesus geht auf einen Berg. So können ihn die vielen Menschen besser hören und sehen. Den ganzen Tag hören die Menschen zu. Manche Geschichten, die Jesus erzählt, sind auch für die Kinder spannend. Manches, was er sagt, ist dann eher für Erwachsene. Dann spielen die Kinder eben in dieser Zeit.
Einige Kinder tun das gerade ganz in der Nähe von Jesus und seinen Jüngern. Jünger werden die Freundinnen und Freunde genannt, die Jesus immer begleiten. Da hört eines der spielenden Kinder, wie Jesus zu einem Jünger sagt: »Wo können wir Brot kaufen, damit die Leute zu essen haben?» Erst da merkt das Kind, wie hungrig es ist. Es fragt die anderen: «Habt ihr auch Hunger?« Alle nicken. Alle sind hungrig. Aber auch sie haben das gar nicht gemerkt. So aufmerksam haben sie Jesus zugehört. Und auch das gemeinsame Spielen in seiner Nähe war einfach nur schön.
Das Kind, das Jesus gehört hat, rennt schnell zu seinen Eltern. Mama hat heute Morgen zwei Fische und fünf Brote eingepackt. Das hat das Kind gesehen. Vielleicht sind die Sachen ja noch da. »Mama, kann ich die zwei Fische und die fünf Brote haben?« – »Was willst du denn damit?« – »Jesus braucht sie, damit die Menschen hier satt werden.« Die Mama schüttelt zwar lächelnd ihren Kopf, dennoch gibt sie ihrem Kind die Fische und Brote.
Stolz trägt das Kind alles zu Jesus. Der setzt sich immer noch mit den Jüngern auseinander. Die sagen: »Wir haben zu wenig Geld, um für alle Brot zu kaufen.« Dann bemerkt einer der Jünger das Kind. Er sagt zu Jesus: »Hier ist ein kleines Kind. Es hat fünf Brote und zwei Fische. Aber das reicht natürlich nicht für so viele Menschen.« Da wir das Kind traurig. Der Jünger hat ja Recht: Diese zwei Fische und fünf Brote sind viel zu wenig.
Doch dann schaut das Kind zu Jesus. Und Jesus grinst. Seine Augen sagen: »Kind! Das ist genau richtig. Du bringst genug. Ich kann daraus etwas machen.«
Das Kind gibt Jesus die Fische und Brote. Und Jesus dankt Gott dafür. Dann teilen alle miteinander diese Brote und Fische. Und alle bekommen, so viel sie wollen.
Als alle satt sind, werden die Reste eingesammelt. Zwölf Körbe werden voll. Alle staunen! Sie staunen über Jesus und über Gott. Er kann aus dem, was wir bringen, etwas Tolles machen.
Alle können zusammen mit Gott zum Helden oder zur Heldin werden.
Erzählung für ÄltereSpielszene
Die Erzählperson verkleidet sich
Ich bin ein Kind. Ich bin eine Heldin, ein Held Gottes. In der Bibel steht eine Geschichte von mir. Ohne mich gäbe es diese Geschichte nicht. Aber niemand hat mich nach meinem Namen gefragt. Wir Kinder erleben das oft. Oft denken die Erwachsenen: »Die Kinder sind zu klein. Die wissen nichts oder zu wenig. Sie sind noch nicht stark und mutig genug.« Dann hören sie uns nicht zu. Sie glauben uns nicht und fragen sich: »Was kann ein Kind schon ausrichten?«
Aber meine Geschichte zeigt: Bei Gott ist das anders. Jesus kann aus dem, was wir mitbringen, richtig viel machen.
Meine Geschichte beginnt damit, dass alle Jesus sehen und hören wollen. Auch meine Eltern und ich. Es sind unglaublich viele Leute, die bei Jesus sein wollen. Über 5000 Menschen. Damit wir ihn gut sehen und hören können, geht Jesus auf einen Berg. Dort beginnt Jesus zu erzählen. Er erzählt von Gott, seinem Vater. Er erzählt, wie das Leben zwischen uns Menschen sein soll. Er erzählt, was Gott von uns Menschen möchte. Und er sagt, dass wir auf Gott vertrauen sollen. Wenn wir das bringen, was wir haben, kann Gott Wunder vollbringen. Jesus redet den ganzen Tag. So viel hat er zu erzählen. Und so viel möchte die Leute hören. Für die kleinen Kinder ist das dann manchmal etwas zu lange. Dann flitzen sie davon und spielen miteinander. Aber ich bin schon viel größer. Deshalb höre ich auch die meiste Zeit zu. Nur ab und an schaue ich zu den anderen Kindern. Einige sind ganz in der Nähe von Jesus.
Ich höre, wie Jesus mit seinen Jüngern redet. Die Freunde, die mit Jesus durchs Land ziehen und immer bei ihm sind, heißen Jünger. Er fragt sie: »Wo können wir Brot kaufen, damit die Leute zu essen haben?« Und dann beginnen sie, darüber zu reden: Dass sie viel zu wenig Geld haben, um für alle Brot zu kaufen. Und dass es sowieso keinen Laden gibt, der für so viele Leute genügend Brot hat. »Typisch Erwachsen«, denke ich. »Das mit dem Essen ist doch ganz einfach: Alle bringen, was sie haben und abgeben können, und dann schauen wir, was Jesus daraus macht.«
Dann renne ich los, zu meinen Eltern. »Mama, du hast doch heute Morgen zwei Fische und fünf Brote eingepackt.« »Jaaa?«, sagt meine Mutter überrascht. »Kann ich die haben? Ich brauche sie für Jesus.« Etwas widerwillig gibt sie mir die Fische und Brote. Ich weiß, dass auch meine Familie hungrig sind. Und das war eigentlich für uns gedacht. Mehr hat Mama nicht eingepackt.
So schnell ich kann, renne ich mit den Fischen und den Broten zu Jesus zurück. Ich bin ziemlich außer Atmen, als ich ankomme. Die Jünger und Jesus unterhalten sich immer noch über das fehlende Geld, um Brot für alle zu kaufen.
Da sieht mich einer der Jünger, wie ich mit den Fischen und Broten dastehe. »Na schau mal einer an«, sagt er grinsend. »Ein Kind mit fünf Broten und zwei Fischen. Damit sollen wir wohl die Leute sattmachen? Aber dir ist schon klar, dass das nicht reicht für so viele Menschen.« Das macht mich traurig. Zuerst bin ich enttäuscht. Dann werde ich wütend. Erstens bin ich kein kleines Kind mehr und zweitens werden wir schon sehen, was Jesus daraus macht.
Ich schaue zu Jesus und sehe, dass er mich angrinst. Ich gebe ihm die Fische und die Brote. Für ihn reichen meine Fische und Brote völlig aus. Er freut sich, dass ich sie bringe.
Jesus sagt seinen Jüngern, sie sollen dafür sorgen, dass alle sich hinsetzen. Dann spricht er ein Dankgebet. Nun werden Fische und Brote verteilt. Alle teilen miteinander. Alle essen, so viel sie wollen. Alle werden satt. Auch ich und meine Familie, obwohl wir alles Jesus gegeben haben.
Nach dem Essen werden die Reste eingesammelt. Stellt euch mal vor, zwölf Körbe blieben übrig. Wahnsinn! Da hat Jesus echt gezeigt, dass er Gott ist. Und er hat gezeigt, dass Gott es gut mit uns Menschen meint. Er beschenkt uns im Überfluss. Wir müssen nur darauf vertrauen, dass Gott aus dem etwas machen kann, was wir haben.
Das ist meine Geschichte mit Gott, die in der Bibel steht. Ich staune noch heute über sie.
Die Geschichten, die ich später mit Gott erlebe, werden nicht aufgeschrieben. Aber ich vertraue weiterhin darauf, dass wir kleinen Heldinnen und Helden mit Gott zusammen viel bewirken können. Und in allen steckt ein Held oder eine Heldin.
Die wunderbare Brotvermehrung
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater
Die 12 von Petra Lefin illustrierten DIN-A3-Bildkarten erzählen, wie Jesus durch das Handeln eines Kindes viele Menschen satt macht.
Mit komplett ausgearbeitetem Erzählvorschlag. Für Grundschule, Kita- und viele weitere Kindergruppen geeignet.
€ 18,00; Best.-Nr. 3333
Kinder lernen im Kindergartenalter immer mehr, ihre Selbstwirksamkeit wahrzunehmen, auszuprobieren und einzusetzen. Sie erleben dabei: Ich kann manche Dinge schon richtig gut. Das tut gut. Es ist schön, wenn mich jemand dafür lobt.
Sie erfahren aber auch: Für manches bin ich noch zu klein. Das dürfen nur die Großen. Oder: Manches schaffe ich noch nicht so, wie ich es will.
Gleichzeitig fangen Kinder an, sich für Helden zu faszinieren, die etwas besonders gut können. Egal, ob die Helden durch ihr Äußeres, ihre lustigen Sprüche oder ihre Hilfe für andere glänzen, sie lassen sich von den anderen bejubeln.
Auch die Bibel kennt kleine Helden, die Großartiges – für andere – leisten. Wahre Helden stellen sich zuallermeist eher in den Hintergrund und halten sich selbst gar nicht für Helden. Erst mit Gottes Hilfe und klugen Entscheidungen werden sie zum Helden.
An ihrem Vorbild können Kinder erfahren, dass sie selbst mit ihren Eigenschaften oder auch mit kleinen schönen, freundlichen Gesten zu Helden werden können.
Vom Anfang bis zum Ende (KuS 196, KKL 315);
Das Dino-Lied (MKL3 81);
Sei mutig und stark
(KKL 336, Feiert Jesus! Kids 76, Einfach Spitze 18);
Viele kleine Leute
(KuS 533; KKL 262, HuT 382, Wwdl 85);
Kindermutmachlied (KuS 470, KKL 338);
Volltreffer (KuS 488; KKL 295)
Zum Mitmachen bekommt jedes Kind eine Klammer.
Gott, der dir die Kraft gibt, etwas festzuhalten,
(Klammer öffnen und halten)
halte dich mit seiner starken Kraft.
Er gebe dir die Sicherheit zum Anklammern.
(Klammer an Schnur aus der Erzählung klammern)
Und lasse dich wieder frei, um Neues zu wagen.
(Klammer wieder zu sich nehmen)
Amen.
Material: 2 Wäscheklammern, je ein Bild von Herz, Ohr und Harfe, Seil/Wäscheleine.
(Mit Seil einen Kreis legen; Wäscheklammern liegen in der Mitte)
(Eine Klammer ruckartig aufstellen) »Samuel, was sagst du da? Ich soll König werden? Ein König muss doch groß und stark sein. Er muss gut kämpfen können. Und sehr klug sein. Er braucht doch sehr viel Erfahrung. Alle Menschen sehen auf ihn. Und er soll ein ganzes Land versorgen. Samuel, ich bin doch der Jüngste. Und auch nicht so groß wie mein Bruder Eliab. Nee, König sein, das ist nichts für mich. Das dürfen nur die Großen.«
Doch Samuel nickt und legt mir eine Hand auf die Schulter. »David, hör zu. Du wirst nicht König, weil du ein Held bist. Oder weil du dich in einem Krieg bewiesen hast. Auch nicht, weil du alt und klug bist. Du wirst nicht König, weil du der Größte, Stärkste oder Tollste bist. Nein, du wirst König, weil Gott genau dich ausgesucht hat und braucht.«
Darüber muss ich nachdenken. Doch noch einmal sage ich meine Zweifel: »Aber Samuel und Papa, seht mich doch an. Vor euch steht kein König. Wieso sollte Gott gerade mich aussuchen?« Doch mein Papa sagt gar nichts. Aber er schaut mich liebevoll an. Ich spüre, dass er mir Mut machen will. Dann wandert mein Blick zu Samuel. Und der sieht mich ganz ernst an, ehe er sagt: »Gott schaut nicht dein Äußeres an. Der will nicht wissen, wie groß und wie stark du bist und wie du aussiehst. Gott schaut in dein Herz. Gott hat dich ausgesucht, weil du ein gutes Herz hast. Weil du dich für die anderen Menschen einsetzen wirst. Und weil er sich auf dich verlassen kann.«
Mir wird es ganz warm im Bauch. Mein Herz klopft. Ja, tatsächlich, mir war es schon immer wichtig, dass wir Brüder nach einem Streit wieder zusammenfinden. Und ich teile gerne, wenn ich etwas Besonderes geschenkt bekomme. Wenn es einem in der Familie nicht gutgeht, dann will ich gerne trösten und helfen. (Herz auf das Seil legen)
Also nicke ich und Samuel erklärt mir: »Ich salbe dich jetzt mit Öl. Das ist das Zeichen, dass Gott dich zum König haben will.« Als Samuel den Verschluss aus der Ölflasche zieht, rieche ich sofort den ganz besonderen Duft. Mit etwas so Kostbarem habe ich sonst nicht zu tun. Samuel kommt ganz nah zu mir. Ich spüre, wie er mit dem Öl sanft meinen Kopf massiert. »Nun bin ich also zum König gesalbt. Gott hat mich ausgesucht«, denke ich. Und in mir drin spüre ich, dass nicht nur Gott sich auf mich verlassen kann. Auch ich kann mich auf Gott verlassen. (Die aufgerichtete »Davidklammer« zusammen mit dem Herz am Seil festklammern.)
Und doch frage ich Samuel ganz vorsichtig: »Du, Samuel, wie soll ich kleiner Hirtenjunge denn ein guter König sein? Ich habe doch gar keine Ahnung!«
Da beginnt Samuel zu erzählen. (Zweite Wäscheklammer aufstellen)
»David, auch ich war mal ein kleiner Junge. Und auch ich habe mich genau das gefragt: ›Wie kann ich Gottes Aufgabe schaffen?‹ Gott hatte mich gerufen, damit ich auf seine Stimme höre und den Menschen seinen Willen weitererzähle. Ich weiß es noch wie heute: Drei Mal bin ich mitten in der Nacht aus dem Schlaf geschreckt, weil ich meinen Namen gehört habe. ›Samuel, Samuel!‹, hat einer gerufen. Ganz schnell bin ich zu Eli, dem alten Priester, gerannt. Bei dem habe ich gewohnt und mit ihm im Tempel gearbeitet. Doch jedes Mal sagte Eli nur: ›Ich habe dich nicht gerufen.‹
Beim vierten Mal dann habe ich auf die Stimme geantwortet: ›Gott, rede, ich höre.‹ Und Gott hat mir gesagt, was ich Eli weitersagen sollte. Etwas, das ihm bestimmt nicht gefallen würde. Deshalb hatte ich Angst. Ich dachte: ›Wie soll ein kleiner Junge wie ich so etwas dem Priester Eli sagen?‹
Aber ich habe auf Gott vertraut. Und als ich Eli erzählt habe, was ich ihm von Gott sagen sollte, antwortete er: ›Gott wird tun, was er für richtig hält.‹ Und mit diesem Vertrauen höre ich seither auf Gott. Bis heute. An seine Stimme klammere ich mich – immer wieder. Und deshalb habe ich dich heute zum König gesalbt.« (»Samuelklammer« zusammen mit dem Ohr am Seil festklammern.)
Als ich am Abend am Feuer sitze und leise mit meiner Harfe spiele, denke ich nach: Über das, was Samuel zu mir gesagt hat und was er mir über Gott erzählt hat. Da spüre ich, wie sich eine Ruhe und Sicherheit in mir ausbreitet: Gott ist bei mir. Auf ihn kann ich mich verlassen. Er wird mich bei meinen Aufgaben begleiten und mir helfen. Ich muss es nicht alleine können. Und dann singe ich: »Gott, du bist mein Hirte. Du führst mich auf meinen Wegen. Und du versorgst mich mit allem, was ich brauche.«
Nach einiger Zeit kommt wieder Besuch zu uns. Diesmal ist es ein Bote von König Saul. »Saul ist schwer krank!«, ruft er. »Komm schnell, du musst ihm helfen. Wir denken, deine Musik kann ihn wieder gesund machen.« Mir wird ganz mulmig. Wieder fühle ich mich klitzeklein. Verstecken möchte ich mich. Doch der Bote wartet. Also nehme ich all meinen Mut zusammen, packe meine Sachen und gehe mit meiner Harfe dem Boten hinterher.
Im Königspalast treffe ich Saul. Er hat schrecklich schlechte Laune. Er ist schwach. Er lässt den Kopf hängen. Da bekomme ich ein bisschen Angst. »Ob ich ihm helfen kann?«, denke ich. Aber dann spüre ich: Gott ist bei mir. An diesen Gedanken klammere ich mich ganz fest.
Also beginne ich, die ersten Töne zu spielen. Leise, sanft. Langsam erreichen sie Saul. Dann fange ich auch an, zu singen: »Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir.« Saul hebt seinen Kopf. Es geht ihm etwas besser.
Immer wieder helfen Saul die schönen Klänge. Wenn es ihm schlecht geht, bekommt er wieder Kraft und Mut. (Harfe zum Herz an die
»Davidklammer« klammern.)
Material: Verschiedene Fotos oder Blankoblätter und Farbstifte, Wäscheklammern
Im Gespräch überlegen die Kinder:
Vertiefend suchen sich die Kinder dazu ein Bild aus oder malen selbst eines, das auch an das Geschichtenseil geklammert wird.
David wird König
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

Mit Bildern von Petra Lefin wird die Geschichte vom Hirtenjungen David erzählt, der von Samuel zum König gesalbt wird.
DIN A3 (300 g/m2)
€ 18,00; Best.-Nr. 9010
rechts zu Rythmus-Instrumentenkiste:
Untergebracht sind sie in einer stabilen Holzkiste (43 x 30 x 25 cm) mit Schiebedeckel, die zusätzlich Platz bietet für Liederbücher oder schon vorhandene Instrumente. Welche Instrumente in der Kiste sind, könnt ihr aufgelistet sehen auf …
€ 159,00; Best.-Nr. 9028…
Rhythmus-Instrumentenkiste
Mit 20 Instrumenten
Damit alle Kinder beim Singen und Musizieren Spaß haben und Gemeinschaft erleben, braucht es nicht viel. Mit diesen 20 Rhythmus-Instrumenten gelingt das – auch ohne musikalische Vorkenntnisse.


Zur Planung des Familiengottesdienstes
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeAlles neu (von Bastian Basse; zu finden im Internet unter: Liederpfarrer, Jahreslosung);
Meine Hoffnung und meine Freude (KuS 230, KKL 335, Wwdl 180, EGplus 109, HuT 134);
Kleines Senfkorn Hoffnung (KuS 354, MKL1 90)
Lass uns hoffen, lieber Gott.
Lass uns glauben, starker Gott.
Gib uns die Kraft, an die Zukunft zu glauben.
Gib uns die Kraft, Gutes für die Zukunft zu tun.
Das neue Jahr beginnt – die Zeit für neue Zeit.
Das neue Jahr beginnt – die Zeit für neuen Glauben.
Das neue Jahr beginnt – die Zeit für neue Kraft.
Denn du, lieber Gott, machst alles neu.
So versprachst du es,
so versprichst du es,
so wird es werden. Danke. Amen!
Kreative Umsetzung der GeschichteFür alle, die Lust haben, liegen Kleider aller Art und Schminkutensilien fürs Gesicht bereit.
Es kann nach Herzenslust und Fantasie angezogen und (gegenseitig) geschminkt werden.
So kann die Vorstellung über die »Schaffung des Menschen als etwas Neues« unterstützt werden.
Nach der Erzählung (s. Seite 6) dürfen gerne Fragen in den Raum gestellt werden
(s. u.). Schön wäre es, wenn sich die Teammitglieder an verschiedenen Stellen im Raum verteilen und diese »ausrufen«. Bei den Antworten seitens der Gottesdienstteilnehmenden gibt es weder ein Richtig noch ein Falsch (denn diese letztlich philosophischen Fragen können nicht abschließend beantwortet werden – sie sind als Denkanstoß gedacht).
Ihr könnt zum Abschluss die Gedanken der Antworten gerne aufnehmen: »So fühlten sich damals die Tiere. So fühlte sich damals der Mensch. Und so fühlen sich auch heute viele Christinnen und Christen. Doch wir dürfen glauben und vertrauen, dass es kommen wird.«
Mögliche Fragen:
Spielstück mit folgenden Rollen: Erzähler*in, sieben sprechende Tiere (Papagei, Schimpanse, Biene, Löwe, Vogel 1, 2 und 3), Adam;
weitere Kinder können bei Bedarf (gerne ebenfalls verkleidet) als Statist*innen mitmachen.
(Erzähler*in spricht aus dem »Off«, ist also nicht zu sehen)
Erzähler*in: Ich erzähle euch vom Beginn der Schöpfung. Wir sind ganz am Anfang, als alles begann. Gott hatte das Wasser von der Erde getrennt. Gott hatte die Erde vom Himmel getrennt. Jetzt nahm er sich Zeit, die Pflanzen zu erschaffen. Alle Pflanzen, die es auf der Welt gibt: eine Stechpalme hier, einen Kaktus in der Wüste, ein stängelloses Leimkraut auf dem hohen Berg und die Rotalge im Meer. Und weil Gott solche Freude an den Pflanzen hatte, setzte er auch Gänseblümchen und Rosen, Margeriten und Sonnenblumen, Rhododendren und Lilien.
Dann schuf er jede Menge Obstbäume: Apfelbäume, Birnenbäume, Bananenstauden und Kokospalmen. Und viele verschiedene Gemüsepflanzen: Gurken, Auberginen, Tomaten und Linsen.
Gott sorgte auch dafür, dass Früchte an den Bäumen und Gemüsepflanzen wuchsen. Dafür wollte er sich von fleißigen Helferinnen und Helfern unterstützen lassen. Sie sollten im Frühjahr den Blütenstaub der Pflanzenblüten verteilen. So war es nämlich möglich, dass nach den schönen Blüten auch saftige Früchte wachsen konnten. Und Gott hatte da auch schon eine gute Idee …
(Erzähler*in tritt aus dem »Off«)
Welche fleißigen Helferinnen und Helfer wollte Gott da wohl erschaffen?
(Pause, Kinder/Erwachsene antworten lassen.)
Genau! Die Bienen sollten Gott helfen.
Doch inzwischen war es Abend geworden und Gott dachte: »Für heute ist es genug.«
Am nächsten Morgen dann erschuf er die Bienen und die vielen anderen Tiere: die lange Schlange, den bunten Doktorfisch, den schnellen Mauersegler, die winzige Laus und das niedliche Kätzchen. Und weil es so viele waren, hat sich Gott zwei Tage Zeit dafür genommen. Die Tiere konnten kriechen, schwimmen, fliegen, krabbeln oder laufen. »Jetzt«, so freute sich Gott, »ist die Schöpfung so richtig lebendig.«
Welche Tiere fallen euch noch ein, die Gott gemacht hat?
(Pause, Kinder/Erwachsene antworten lassen.)
Genau! Alle diese Tiere hat Gott gemacht: die im Himmel und auf der Erde, auch die unter der Erde und im Wasser.
Die Tiere unterhalten sich auch. Und ich habe so eine Ahnung, dass wir gleich einem interessanten Gespräch lauschen werden …
(Papagei Tuki, Schimpanse Kovian, Biene Devorah treten bereits sprechend auf die Bühne; Erzähler*in geht ab)
Papagei Tuki: (mit näselnder Stimme) Guten Morgen, guten Morgen, liebe Welt! Wie geht es euch allen?
Schimpanse Kovian: (überschwänglich) Guten Morgen, Tuki! Mir geht es bestens. Ich fühle mich sehr gut. Ich bin ausgeschlafen und frisch.
Biene Devorah: (mit piepsiger Stimme) Ja, guten Morgen, Tuki und Kovian. Auch ich fühle mich prächtig. Ich habe irgendwie Gefühl, ganz »neu« zu sein, obwohl ich doch auch schon vorher gewesen bin.
(Löwe kommt dazu)
Löwe Ariel: (sehr langsam sprechend) Guten Morgen! Ja, ich fühle mich heute auch so neu und frisch, obwohl ich doch schon ein richtig alter Löwe bin. Ich habe so das Gefühl, schon gestern dagewesen zu sein.
Tuki, Kovian, Devora: (gleichzeitig) Gestern?!
Kovian: Was ist das: gestern?
Ariel: (fängt an, dozierend vor den Dreien hin- und herzugehen) Das ist der Tag vor heute. Heute ist jetzt. Das was wir gerade tun oder sagen oder erleben ist immer heute. Morgen ist der Tag, der neu auf uns zukommt, wenn wir aufwachen. Morgen liegt immer in der Zukunft. Und gestern – das ist der Tag vor heute. Das Gestern enthält immer Dinge, die vergangen sind. Wenn ihr also das nächste Mal aufwacht, ist ein neuer Tag angebrochen. (Hebt grinsend eine Pfote hoch) Zumindest, wenn ihr kein Mittagsschläfchen macht.
(Bleibt aufmerksam stehen) Aber sagt mal, geht es auch so wie mir? Ich habe so ein komisches Gefühl, dass heute noch etwas passieren wird. Als ob etwas in der Luft liegt. Meine Nase jedenfalls kribbelt ganz stark.
Kovian: (jetzt ebenfalls aufmerksam) Ja, du hast recht. Jetzt spüre ich das auch. Aber ich habe keine Ahnung, was passieren wird …
Ariel: Am besten wird sein, Kovian, wenn du den Baum mal ganz hochkletterst. Vielleicht siehst du von dort aus etwas.
Kovian: (»klettert« auf einen Baum, ruft) Jaaaa, ich sehe etwas! Der Himmel dort hinten ist voller dunkler Wolken. Und der Wind hier oben braust schon mächtig. Er treibt die Wolken direkt auf uns zu. Es sieht ganz nach Sturm aus. Mit dem Wind kommen auch drei kunterbunte Vögel in unsere Richtung geflogen. Sie kommen direkt auf uns zu.
(Drei Vögel flattern auf die Bühne, Kovian steigt wieder vom Baum herunter)
Vogel 1, Sasguni: (mit piepsender Stimme) Es ist so weit.
Vogel 2, Zivoni: (mit schriller Stimme) Gerade war es und kommt noch.
Vogel 3, Keschet: (mit feiner Stimme) Er hat den Bund geschlossen.
Vogel 1, Sasguni: Ja, den Bund mit uns und mit Adam.
Vogel 2, Zivoni: Ja, mit Adam hat er einen Bund geschlossen.
Tuki, Kovian, Devorah, Ariel: (gleichzeitig) Einen Bund mit Adam?
Devorah: Was für ein Tier ist Adam?
Vogel 1–3: (flattern durch die Kirche und sagen abwechselnd immer wieder) Adam ist das Menschentier.
Tuki: Was ist das Menschentier für ein Tier?
(Vögel flattern wieder zurück auf die Bühne)
Kovian: Ja, ich kenne alle Tiere hier, aber das Menschentier kenne ich nicht.
Devorah: Ich auch nicht. Und ich komme wirklich viel herum.
Vogel 3, Keschet: Er ist ein Abbild Gottes und soll als Mensch auf uns alle aufpassen.
Ariel: Das hört sich ganz nach Paradies an. Großartig!
Vogel 1–3: (flattern wieder durch die Kirche und sagen abwechselnd) Und doch werden andere Zeiten kommen.
Tuki: (plappernd wie ein Papagei) Andere Zeiten kommen, andere Zeiten kommen.
Kovian: Was sollen das für andere Zeiten sein?
(Vögel antworten nacheinander von dem Platz aus, wo sie gerade stehen)
Sasguni: Gott wird es gut machen.
Zivoni: Gott wird es gut machen.
Keschet: Ja, Gott wird es gut machen. Und er weiß, wie es sein soll. Das dürfen wir glauben und hoffen.
(Erzähler*in stellt sich vorne in die Mitte)
Erzähler*in: Vielen Dank, liebe Tiere. Seht nur, wie das Gewitter sich auflöst. Seht nur in die Zukunft. (Tiere, auch Kinder, halten suchend die Hand über die Augen und schauen sich im Raum um.) Jetzt ist es still. (Legt Zeigefinger vor den Mund und macht das Psssst-Zeichen) Und es wird gut werden – wenn wir es gemeinsam machen und uns gemeinsam engagieren.
(Adammensch tritt auf, geht zu den Tieren und lächelt sie freundlich an. Alle verbleiben einige Zeit in dieser Pose.)


Alles neu! 12 Seiten;
2,20 €(ab 10 Ex. je € 2,00;a b 40 Ex. je € 1,80)
Ab 01.01.2026 je 20 Cent mehr.
Best.-Nr. 101-1-26
»Gott spricht: ›Siehe, ich mache alles neu!‹« – so heißt die Jahreslosung für 2026 (Offenbarung 21,5). Diese Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde am Ende der Zeit trägt uns besonders in Zeiten, in denen vieles im Argen liegt, uns Angst macht und manchmal auch mutlos. Doch Hoffnung macht Mut!

Kühlschrankmagnet: Motiv Biene
Die außergewöhnliche Form verleiht dem Magneten den besonderen Reiz – ein echter Hingucker!
Er ist flach, biegsam und haftet auf allen metallischen Flächen.
Ø 80 mm
€ 1,50; Best.-Nr. 3846
»Alles wird gut!« –
Bastelbogen zur Jahreslosung
… auch schon für die Kleinen, da einfach zu machen
Eine Klappe wird eingeklebt und umgeblättert. Dadurch verändern sich viele Situationen: Aus der Einbahnstraße wird ein Weg in die Zukunft: Menschen wenden sich einander zu, helfen sich, sind freundlich…
Weil Gott verspricht, bei uns zu sein.
Tipp: Mit den Bildern lässt sich auch spielen: „Ich sehe was, was du nicht siehst“; Geräusche machen und die passende Szene oder den passenden Gegenstand dazu suchen …
Illustriert von Annette Härdter;
DIN A4 (120 g)
€ 1,30 (ab 10 Ex. je € 1,20)

Taschenkalender im Scheckkartenformat
Auf der einen Seite die Biene, die sich an einer Kleeblüte gütlich tut, auf der anderen Seite der Jahreskalender mit Feiertagen und kirchlichen Gedenktagen.

Maße: 5,5 x 8,5 cm
€ 0,90 (ab 10 Ex. je € 0,80)
Best.-Nr. 3845
Puzzle
48 Teile warten darauf, Stück für Stück zu einem Ganzen zusammengefügt zu werden. Dabei bietet das Motiv unterschiedlich herausfordernde Stellen, die ein Immer-wieder-Puzzlen spannend halten. Die Jahreslosung 2026 findet durch dieses spielerische Suchen und Finden noch einen ganz anderen Weg zu den Kindern als den kognitiven.

Maße: (fertig) DIN A4, 48 stabile Teile
€ 5,30 (ab 10 Ex. je € 5,10) Best.-Nr. 1987
Haftnotizen
Der Block bietet mit seinen 50 Blättern
50 Gelegenheiten, kurze Notizen festzuhalten und/oder weiterzugeben. Das schöne Motiv (Ausschnitt der Jahreslosung von Katrina Lange) macht sich dabei besonders gut als »unerwarteter Gruß« an Spiegel und Tür.

Maße: 10 cm breit, 7 cm hoch
€ 1,90 (ab 10 Ex. je € 1,70)
Best.-Nr. 1988
Zugänge für den Vorbereitungskreis1.
2.
3.
4.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSei mutig und stark (KKL 336, Feiert Jesus! Kids 76, Einfach Spitze 18);
Gib uns Ohren, die hören
(KuS 496, KKL 251, Wwdl 42);
Kindermutmachlied (KuS 470, KKL 338);
Vom Anfang bis zum Ende (KuS 196, KKL 315)
EG WUE 769, KuS 672
Gebet nach der Geschichte und Segen siehe »Liturgische Elemente zur ganzen Reihe«
Kreative Umsetzung der GeschichteWo brauche ich Mut? Wo habe ich Angst?
Was macht mir Mut/stärkt mich/hilft mir, wenn ich Angst habe?
Für die Größeren auch Umweg über »Helden-Figuren« möglich (s. »Zur ganzen Reihe«)
Material: je Kind eine leere Klopapierrolle, Tonpapier, Kleber, Schere, Stifte
Die Klopapierrolle wird mit Tonpapier beklebt.
Für den Rücken wir ein »Heldenumhang« in Trapezform zugeschnitten (evtl. vorbereiten).
Je nach Alter können die Kinder auf den Umhang schreiben oder einen vorbereiteten Aufkleber anbringen mit (der Superkraft): »Gott ist bei dir.« Es kann darüber auch der eigene Name eingesetzt werden.
Dann wird die Superheldenfigur mit einem Gesicht ausgestattet und mit Farben angemalt.
Im Internet finden sich Vorlagen und Anleitungen (Stichwort: Superhelden, Klorolle, basteln).
Auch Mut- und Vertrauensspiele bieten sich an.
Jesus begegnen: Geschichten von Mut, Kraft und Veränderung
Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater
Drei Geschichten von Menschen, die Jesus begegnen – und welche Auswirkungen das für sie hat: die ersten Jünger, Bartimäus und die Emmausjünger.
Jede Geschichte umfasst fünf Bildkarten, einen kompletten Erzählvorschlag sowie Arbeitsblätter (bei Bedarf);
Illustrationen: Petra Lefin
€ 24,00; Best.-Nr. 3836
Erzählung für JüngereEine Mitmachgeschichte
Die Kinder werden eingeladen, die Bewegungen zur Geschichte mitzumachen, die von der erzählenden Person oder einem anderen Teammitglied vorgemacht werden.
Für Josua beginnt heute etwas ganz Neues.
Alles wird sich verändern.
(Hände vor dem Körper rollen)
Josua ist mit vielen anderen unterwegs.
Hinter ihnen liegt ein weiter Weg.
Josua soll sie jetzt weiterführen.
In die Fremde.
(Auf der Stelle gehen)
Josua hat eine schwierige Aufgabe.
Er soll die Menschen zu ihrem neuen
Zuhause bringen.
(Mit Armen ein Dach über dem Kopf bilden)
Früh am Morgen steht Josua am Ufer des Jordans.
Noch ist die Sonne kaum zu sehen,
ihre Wärme fehlt.
Josua reibt sich müde die Augen.
(Augen reiben)
Sein Bauch tut weh.
(Hand auf den Bauch legen)
Ihm ist kalt.
(Hände wärmend über Oberarme reiben)
Sein Herz pocht.
(Hand aufs Herz legen)
Er weiß nicht, ob er die Aufgabe schafft.
Josua fühlt sich plötzlich ganz klein und schwach.
(Arme mutlos hängen lassen)
Da fällt ein wärmender Sonnenstrahl auf Josuas Haut.
(Sanft über Wange streicheln)
Er blinzelt in das helle Sonnenlicht.(Blinzeln)
Ihm wird es ein bisschen wärmer.
(Hände wärmend über Oberarme reiben)
Denn Josua spürt: »Ich bin nicht allein.«
In seinem Herzen redet Gott mit ihm:
(Hand aufs Herz legen)
»Sei mutig
(Einen Arm anwinkeln, Faust ballen und Muskeln zeigen)
und stark«, sagt Gott.
(Mit zweitem Arm auch)
Josua probiert es aus.
Er hebt den Kopf.
(Kopf heben)
Da sieht er das versprochene Land.
(Hand an die Stirn legen)
Dort ist das Ziel.
(Mit dem Finger in die Weite zeigen)
Josua will mutig sein.
Er hebt die Arme und spürt seine Muskeln.
(Mit Armen nacheinander Muskeln zeigen)
Ja, er wird stark sein.
(Mit dem Kopf nicken)
Josua schaut zu den vielen Menschen, die jetzt mit ihm unterwegs sein werden.
Sein Mut sinkt.
(Arme fallen lassen, Kopf senken)
»Ob ich das wirklich kann?«
Aber wieder hört er Gott in seinem Herzen:
(Kopf heben, Hand aufs Herz legen)
»Sei mutig und stark
(Arme nacheinander anwinkeln …)
und fürchte dich nicht,
(Zeigefinger verneinend vor dem Körper bewegen)
denn Gott ist mit dir, wohin du auch gehst.«
(Arme vor dem Oberkörper verschränken)
Jetzt hört Josua auch die Stimmen der anderen.
(Hand ans Ohr legen)
Er weiß: »Ich bin nicht alleine unterwegs. Gott ist bei mir. – Und die anderen.
(Arme vor dem Oberkörper verschränken)
Jetzt spürt es Josua ganz sicher, dass er es mit Gottes Hilfe schaffen kann.
(Nicken)
Die Wärme breitet sich in seinem ganzen Körper aus.
(Hände wärmend über Oberarme reiben)
Sein Herz beruhigt sich.
(Hand aufs Herz legen)
Er spürt Kraft in sich.
(Arme nacheinander anwinkeln …)
Josua fühlt sich wie ein Held.
Er kann das nicht allein, aber er schafft es mit Gott an seiner Seite.
Alle zusammen brechen sie auf.
(Arme vor dem Körper rollen)
Immer wieder sagt sich Josua unterwegs:
»Sei mutig und stark
(Arme nacheinander anwinkeln …)
und fürchte dich nicht,
(Zeigefinger verneinend vor dem Körper bewegen)
denn Gott ist bei dir.«
(Arme vor dem Oberkörper verschränken)
Dann kommen sie an.
Sie finden ein neues Zuhause.
(Mit Händen Dach über dem Kopf bilden)
Und Gott wohnt bei ihnen.
(Beide Hände aufs Herz legen)
Ins gelobte Land
– Das Volk Gottes unterwegs
Bildkarten-Set fürs Kamishibai-Erzähltheater
12 stabile Bildkarten in DIN A3 für die »Ankunftsgeschichte« der jahrelangen Reise des Volkes Gottes durch die Wüste;
Illustrationen: Petra Lefin
€ 18,00; Best.-Nr. 3479
Erzählung für ÄltereBei dieser Geschichte kann die erzählende Person in die Rolle des Josua schlüpfen (Tuch umlegen) und sie mit Bewegungen begleiten.
Was für ein Morgen. Josua gähnt (gähnen), er streckt und reckt sich (strecken).
Müde schaut er auf das Wasser. (Augen reiben) Vor ihm liegt der Jordan, ein großer Fluss. Noch ist alles ruhig in der Morgendämmerung. Nur ein paar Vögel fliegen vorbei und zwitschern ihr Morgenlied.
Doch Josua ist nicht ruhig. Während die Sonne langsam aufgeht, versucht er, die Schrecken der Nacht abzuschütteln. (Arme und Beine ausschütteln).
Vor ihm liegt eine große Aufgabe. Alles wird neu. Alle schauen auf ihn, was er jetzt tut wird. Sie verlassen sich auf ihn.
Und Josua ist traurig. (Träne von Wange wischen).
So viele Jahre war er mit Mose unterwegs.
Er hat alles von Mose gelernt, was er über Gott weiß: (Mit Zeigefinger an Stirn tippen).
Wer Gott ist. Dass Gott es gut meint mit seinen Menschen. Und dass er Regeln aufstellt, damit die Menschen gut miteinander klarkommen. Diese Regeln helfen, das Leben zu beschützen.
Ganz besonders wichtig war es für Mose, dass Gott sie alle begleitet. (Hände aufs Herz legen).
Doch in all den Jahren, die sie zusammen unterwegs waren, sind sie auch älter geworden. Und jetzt ist Mose gestorben.
Kurz vorher hat er Josua zu sich gerufen:
»Josua, jetzt bist du der Chef. Du bringst die Israeliten, unser Volk, ans Ziel. (In die Ferne zeigen).
Viele Jahre sind wir schon auf dem Weg in das versprochene Land. Jetzt sind wir kurz davor.
Zeig du den Israeliten den Weg. Und erinnere sie immer wieder an Gott, damit sie ihn nicht vergessen.«
Da ist Josua erschrocken. (Hände an Wangen schlagen, erschrocken schauen)
»Ich bin doch kein Held, der vorausgeht, der Chef ist und den anderen sagt, was sie tun sollen. Außerdem kenne ich den Weg doch gar nicht. (Zeigefinger abwehrend bewegen).
Aber dann hat Josua gespürt: »Gott traut mir das zu.« (Aufrecht hinstehen)
Dann war ihm, als ob ihm jemand mitten ins Herz spricht: (Hand aufs Herz legen):
»Sei mutig und stark, (Arme nacheinander anwinkeln, Faust ballen und Muskeln zeigen)
denn der Herr, dein Gott, ist bei dir.« (Hände aufs Herz legen)
Das hat Josua Mut gemacht.
Er ist aufgestanden und zu den anderen gegangen. (Gehen)
Nun ist es so weit. Heute werden sie über den großen Jordan ziehen und ihren Weg in das neue Land suchen.
Josua fühlt sich plötzlich ganz alleine mit seinen Sorgen. (Arme hängen lassen)
Er fühlt sich wie in tiefer Dunkelheit. (Hände vors Gesicht)
In seinem Kopf überschlagen sich die Gedanken. Josua sorgt sich, dass sie heute Abend einen guten Rastplatz im neuen Land finden. Er hofft, dass sich niemand verletzt. Und dass alles gutgeht im neuen Land, das Gott ihnen versprochen hat. Sie sind so knapp davor.
Bei so vielen Gedanken mit hoffen, sorgen und sich freuen ist es, als würde ein Gewitter in seinem Kopf toben.
Doch dann spürt Josua in seinem Herzen wieder dieses Flüstern: (aufrichten)
»Sei mutig und stark (Arme nacheinander anwinkeln, Fäuste ballen und Muskeln zeigen)
und fürchte dich nicht (Zeigefinger abwehrend bewegen),
denn der Herr, dein Gott, ist bei dir.« (Hände aufs Herz legen)
Und dann hört er die anderen rufen: (Hand ans Ohr legen)
»Josua, komm! Wir warten auf dich!« – »Wann geht’s denn los?« – »Wir wollen jetzt von dir hören, wie’s weitergeht.« –
»Wir wollen jetzt endlich den Jordan überqueren!«
Josua atmet noch einmal tief durch. (Tief Luft holen)
»Nein, ich allein bin kein Held. (Mit Finger auf sich selbst zeigen, Kopf schütteln)
Aber Gott ist mein Held. Und den habe ich bei mir.« (Zum Himmel zeigen, dann beide Hände aufs Herz legen)
So geht er zu den anderen. (Gehen)
Und sagt: »Gott hat uns diesen ganzen Weg hierhergeführt. (Zum Himmel zeigen). Vergesst das nicht.
Viele Jahre waren wir unterwegs.
Als wir Durst litten, hat Gott uns Wasser gegeben. Als wir nichts zu essen fanden, hat Gott uns versorgt. Die ganzen Jahre hat Gott uns geführt. Immer mit dem Versprechen, dass er uns ein Land zeigt, in dem wir wohnen werden. Ein Land, in dem es uns gut gehen wird. Deshalb vergesst nicht: Gott ist bei uns. (Hände aufs Herz legen)
Und nun lasst uns losgehen. (Gehen)
»Seid mutig und stark (Arme nacheinander anwinkeln, Fäuste ballen und Muskeln zeigen)
und fürchtet euch nicht (Zeigefinger abwehrend bewegen),
denn der Herr, euer Gott, ist bei euch.« (Hände aufs Herz legen)
So ziehen Josua und die Israeliten über den Jordan und finden ein Land, in dem sie wohnen können und es ihnen gutgeht. (Mit Händen Dach über dem Kopf bilden)
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeWir sind eingeladen zum Leben (KuS 185, KKL 161);
Unser Leben sei ein Fest (KuS 438, HuT 418, MKL1 33);
Wir singen vor Freude, das Fest beginnt (KuS 184, KKL 153, MKL1 152)
Am gedeckten Tisch sagt ein*e Mitarbeiter*in: »So viele gute Dinge. Wir sind reich beschenkt. Dafür danken wir gemeinsam Gott. Wer möchte, darf eine Sache nennen, wofür sie Gott Danke sagen möchtet.
Das kann etwas sein, das auf dem Tisch steht oder etwas ganz anderes. Gott hört uns. Egal, ob wir etwas laut sagen oder nur im Herzen.«
Gebetsanfang: »Gott, wir danken dir für das Brot … (hier ergönzen die Kinder, wofür sie danken möchten)«.
Gebetsabschluss: »Du hast uns reich beschenkt, Gott. Danke. Amen.«
Kreative Umsetzung der Geschichte(Vor der Geschichte)
Mit den Kindern überlegen:
(Achtung: Immer nur ein Satz pro Kind!)
Dann wird auf einem Tisch eine Tischdecke ausgebreitet, die Kinder setzen sich an den Tisch. Mitarbeiter*in: »Was braucht man für ein schönes Fest? Hier ist ein Tisch und eine schöne Tischdecke haben wir auch schon. Was braucht man noch?« Sobald eine der bereits mitgebrachten Dinge genannt wird, wird sie dem Kind gegeben und es stellt sie auf den Tisch (z. B. Kerze/n, Luftschlangen/Smarties als Deko, Blumen, Brot, [Trauben]Saft, Geschirr, Kuchen, Obst, Servietten …) So entsteht ein festlich gedeckter Tisch.
Mitarbeiter*in: »So ist es bei Gott. Wie bei einem Fest. Nachher feiern wir. Aber noch brauchen wir etwas Geduld. Auch das ist so bei Gott. Manchmal muss man warten. Manchmal braucht man Geduld. Doch zum Glück gibt es die Vorfreude. Die Großen sagen dazu Hoffnung. Für die Hoffnung gibt es Geschichten. Eine davon erzählen wir euch jetzt …«
(Geschichte am Tisch erzählen; werden die Gruppen geteilt, bleiben die Jüngeren am Tisch)
Bitte klärt hierfür rechtzeitig, wer bei euch mit der Feier des Abendmahls beauftragt ist.
»Jesus hat gerne gefeiert. Mit seinen Freundinnen und Freundinnen hat er oft zusammengesessen, gegessen, geredet. Das war schön. Darum machen wir das auch. Wir feiern, essen und erzählen. Wir erinnern uns an die Geschichten, die Jesus erzählt hat. Wir erinnern uns an die Geschichten, die Menschen mit Jesus erlebt haben.
Hier ist Brot. Brot brauchen wir jeden Tag. Nehmt ein Stück. Esst es ganz in Ruhe. Wenn ihr es esst, dann erinnert euch an die Geschichte von Jesus auf dem Fest in Kana.
Hier ist Saft. Saft trinken wir an besonderen Tagen. Trinkt davon. Lasst euch Zeit. Wenn ihr den Saft trinkt, dann erinnert euch an die an die Geschichten von Jesus und seinen Freundinnen und Freunden.
Wir gehören zusammen. Wir gehören zu Jesus. Wir teilen Brot und Saft, wir teilen unsere Erinnerungen. Habt ihr eine Erinnerung an die heutige Geschichte? Etwas Schönes? Hier sind »Erinnerungssteine«. Wer mag, kann sich einen Stein nehmen. Wir machen das nacheinander: Ein Kind holt sich einen Stein, setzt sich wieder hin und wenn es möchte, sagt es uns seine Erinnerung. Dann kommt das nächste Kind.«
Erzählung für JüngereMaterial: viele Teelichter, eine große Kerze
In Kana freuen sich alle. Eine Hochzeit wird gefeiert. Besonders freuen sich die Braut und der Bräutigam. (Zwei angezündete Teelichter auf den Tisch stellen) Sie haben alles vorbereitet. Seit Wochen haben sie geplant und eingekauft und sich überlegt, wie das Fest werden soll. Jetzt ist es so weit. Heute wird gefeiert. Alles ist geschmückt. Öllampen stehen in den Fensternischen. Rosen sind in Vasen überall im Raum verteilt. Das ganze Haus duftet.
Die Tische sind gedeckt. Es gibt so gute Dinge zu essen: Oliven und Lammbraten, Datteln und Granatäpfel und natürlich Wein zum Trinken.
Viele Gäste sind eingeladen. Alle sollen mitfeiern. Auch Jesus und seine Freunde. Ob sie wohl kommen? Hoffentlich. Versprochen hat Jesus es jedenfalls.
Da – die ersten Gäste sind da.
(Teelichte anzünden und zu den beiden dazustellen)
Auch Maria, die Mutter von Jesus, ist eben gekommen. Der Bräutigam fragt sie: »Kommt dein Sohn auch?« »Ja«, antwortet Maria, »er kommt. Er hat es ja versprochen.« Da ist er auch schon. Jesus ist da. Klar. Er hat es doch versprochen.
(Große Kerze anzünden und dazustellen)
Das Fest beginnt. Alle essen und trinken und tanzen und sind fröhlich. Alles ist perfekt. Bis der Küchenmeister dem Bräutigam etwas ins Ohr flüstert. Der Bräutigam ist entsetzt: »Was? Oh nein, das darf doch nicht wahr sein!«
(Teelichter von Braut und Bräutigam auspusten)
Der Wein ist ausgegangen. Wie konnte das nur passieren? Kein Festgetränk mehr beim großen Fest? So kann man doch nicht feiern.
(Alle Teelichter auspusten)
»Jesus, sie haben keinen Wein«, sagt Maria. »Ich weiß«, erwidert Jesus. »Es ist noch nicht so weit.« Was soll denn das bedeuten? Es sind doch längst alle da und feiern. »Tut, was Jesus sagt«, sagt Maria zu den Dienern. Die Diener tun, was Jesus sagt. Sie füllen Wasser in die sechs Krüge im Hof. Dann holen sie den obersten Küchenmeister. »Probier mal«, sagt Jesus zu ihm. Der Küchenmeister probiert – und er schmeckt Wein!
Bei Jesus wird aus Wasser Wein. Aus dem Alltag wird ein Festtag. Aus Sorgen wird Freude!
Was für ein Wunder! Halleluja!
(Alle Kerzen wieder anzünden)
Erzählung für Ältere»Ein Fest! Eine Hochzeit!« Die Kinder sind sehr aufgeregt. Ein Fest in ihrem Dorf. Ob sie wohl auch eingeladen sind? Oder ist das wieder nur etwas für die Erwachsenen? »Ich habe gehört, Jesus kommt auch. Dann dürfen wir bestimmt dabei sein. Bei Jesus gehören doch die Kinder dazu.« – »Bei Jesus schon, aber bei meinem Vater …?« – »Deshalb frage ich meine Mutter.« – »Wie wohl das Brautpaar aussieht?« – »Da gibt es bestimmt tolle Sachen zum Essen« – »Ob auch getanzt wird?«
Die Kinder freuen sich. Die Erwachsenen mindestens genauso. Ein Fest ist etwas Besonderes im Dorf. Eine herrliche Unterbrechung im harten Alltag.
Denn von morgens bis abends wird hier unter der Woche schwer gearbeitet. Jeden Tag. Die Männer arbeiten auf den Feldern oder als Fischer auf dem See oder in der Werkstatt. Die Frauen versorgen die Tiere, kochen und kümmern sich um alles, was ihre Familie braucht. Immer gibt es viel zu tun. Morgens früh aufstehen, sobald die Sonne aufgeht. Tagsüber arbeiten, auch wenn es sehr heiß ist. Und abends müde ins Bett. So geht das jeden Tag. Für die Frauen, die Männer und auch die Kinder. Alle helfen mit. Anders geht es nicht. Aber ein Fest – das ist etwas anderes! Da wird nicht gearbeitet. Da wird gesungen. Getanzt. Gegessen. Getrunken. Ein Tag voller Freude. Herrlich. Wundervoll.
Die Menschen im Dorf machen sich schön: Die Frauen ziehen ihre Festkleider an. Schön bestickt sind sie. Ihre Fußkettchen klimpern und ihre Lippen sind gefärbt. Die Haare wurden gekämmt, bis sie glänzen. Die Kinder werden mit Olivenöl eingerieben, damit ihre Haut glatt ist und schön glänzt. Die Männer schrubben die Erde unter ihren Fingernägeln weg, waschen den Staub aus den Haaren und ziehen ihre beste Kleidung an.
Voll freudiger Erwartung betreten die Gäste das Festhaus. Alles ist in schönes Licht getaucht. Überall brennen Öl-
lampen. In den Vasen sind Sträuße mit duftenden Rosen. Teppiche und Kissen liegen auf dem Boden. Die Tische sind reich gedeckt. Es duftet nach gebratenem Lamm, frischem Brot, in Thymian eingelegten Oliven und bestem Olivenöl. Auch Wein steht auf dem Tisch. Heute soll es für alle im Überfluss geben.
Auch Jesus und seine Freunde sind da. Natürlich, wo ein Fest ist, da dürfen sie nicht fehlen. Sie feiern gern. Und sie sind gern gesehene Gäste. Jesus kann so wundervoll erzählen. Von Gott und Gottes Liebe. Das passt doch wunderbar zu einer Hochzeit. Was er wohl heute erzählen wird?
Der Bräutigam hält eine Rede. Er dankt Gott für das Brot und den Wein. Dann beginnt das Festmahl. Es schmeckt herrlich. Das frische Brot, das zarte Lamm, die feinen Oliven, der gute … Oh! Es gibt keinen Wein mehr. Das gibt es doch nicht!
Der Bräutigam wird knallrot. Es ist ihm peinlich. Das darf nicht passieren. Eine Hochzeit und nicht genug Wein? Seine Hochzeit soll doch allen Gästen lange in Erinnerung bleiben. Aber nicht, weil der Wein ausging, sondern weil alles im Überfluss da war! Was soll er denn jetzt machen? Jetzt bekommt er nirgends mehr Wein her.
Maria, die Mutter Jesu, hat alles mitbekommen. Der Bräutigam tut ihr leid. Sie kann ihn verstehen. Das ist wirklich sehr unangenehm. Aber Maria weiß, wer helfen kann. »Jesus, sie haben keinen Wein mehr. Man kann doch nicht mit Wasser feiern. Wasser gibt es jeden Tag, doch heute ist ein Festtag. Da soll es anders sein.« – »Ich weiß«, sagt Jesus. »Aber ihr müsst noch warten. Ihr braucht Geduld. So ist das. Denn das richtige Fest hat ja noch gar nicht begonnen.«
»Das richtige Fest? Was meint Jesus damit?«, die Leute verstehen Jesus nicht. Maria schon. Sie sagt zu den Dienern: »Tut, was er sagt.« So ist das bei Jesus. Es ist gut, zu tun, was er sagt. Also machen die Diener, was Jesus sagt und füllen sechs große Wasserkrüge mit Wasser. Dann rufen sie den Küchenchef. »Probier mal«, sagt Jesus zu ihm. Der Küchenmeister probiert. Seine Augen werden groß. »Wie kann das sein? Das ist unglaublich! Das ist gar kein Wasser, sondern Wein. Köstlicher als jeder andere, den ich bisher getrunken habe.« Er ruft den Bräutigam: »Was hast du denn gemacht? Hast den besten Wein bis zum Schluss aufgehoben? Das macht man doch nicht.« Auch der Bräutigam probiert. Tatsächlich. Der beste Wein seines Lebens. Jetzt weiß er: Seine Hochzeit wird allen für immer in Erinnerung bleiben.
Bei Jesus wird aus Wasser herrlicher Wein, aus dem Alltag wird ein Festtag, aus Sorgen wird Freude. So ist das bei Gott. Es wird immer nur schöner. Was für ein Wunder! Wie das geschieht? Das ist Gottes Geheimnis. Das feiern wir. Halleluja!
Die Hochzeit zu Kana
Bildkartenset zum Kamishibai-Erzähltheater
12 DIN-A3-Bildkarten in der bekannt guten Farbqualität; mit Textvorschlag.
Illustriert von Petra Lefin
Zugänge für den VorbereitungskreisDie Jünger fühlten sich alleingelassen. Jesus schläft tief und fest.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeSei mutig und stark
(KKL 336, Feiert Jesus! Kids 1, 3);
Das wünsch ich sehr
(KuS 410, KKL 333, EGplus 104, HuT 315);
Wo ich gehe, bist du da (KuS 322)
Siehe hierzu »Zur ganzen Reihe«
(nach der Geschichte; mit Wellen und Booten aus »Überlegungen und Aktion«, s. u.)
Eine*r: Gott sei Dank gibt es Menschen, die für uns da sind. Gott sei Dank gibt es Hilfe, wenn wir sie brauchen. Gott sei Dank ist Gott bei uns, wenn wir Angst haben. Dafür danken wir Gott. Nacheinander darf jedes Kind eine Sache nennen, die wir vorher auf die Boote geschrieben haben (s. u.) – oder auch etwas anderes, das euch hilft. Wer nichts sagen will, sagt einfach »weiter«. Gott hört uns, egal ob wir etwas laut sagen oder nur ganz leise im Herzen.
Gebetsanfang: »Gott, wir danken dir dafür, dass es guttut, wenn mich jemand an die Hand nimmt …« (Hier ergönzen die Kinder, wofür sie danken möchten.)
Gebetsabschluss: »Du bist bei uns. Heute und immer. Danke, Gott. Amen.«
Kreative Umsetzung der Geschichte(Vor der Geschichte)
Auf einem blauen Tuch stehen eine Schüssel mit Wasser und eine Kerze (noch nicht angezündet)
Den Kindern Wellen aus blauer Pappe austeilen.
Die Antworten auf die Wellen schreiben und um die Kerze legen.
Den Kindern dann Boote aus brauner Pappe austeilen.
Die Antworten auf die Boote schreiben, die in die Wellen gelegt werden.
Nach der Geschichte die Kerze anzünden und das Dank-Gebet sprechen.
Auf eine auf dem Boden liegende Decke legt sich ein Kind. Die anderen Kinder heben die Decke sicher (!) hoch. Ein*e Mitarbeiter*in sagt: »NN, hab keine Angst. Gott ist bei dir. Jetzt und immer.« Dann die Decke vorsichtig wieder ablegen.
Alle sitzen im Kreis, vor der*dem Teamer*in steht eine Klangschale. »Wenn ich die Klangschale anschlage, schließt ihr die Augen. Solange ihr sie hört, seid ihr ganz leise. Wartet, bis ihr nichts mehr hört. Öffnet dann die Augen, sagt aber nichts, sondern wartet, bis alle wieder die Augen geöffnet haben.«
Variante mit älteren Kindern:
Ohne Klangschale können mit Stille auch Spiele gemacht werden:
1. Wer kann am längsten still sein?
2. Wer kann »Ruhe abschätzen«? (»Wenn eine/zwei/drei Minuten vorbei sind, streckt ihr den Arm. Ich schaue auf die Zeit. Am Schluss stellen wir fest, wer am nächsten dran war.«)
Erzählung für JüngereMaterial: Teelichter, große Kerze, Blumen, grüne, blaue Tücher, Klangschale
Manchmal haben wir das Gefühl, dass uns das Wasser bis zum Hals steht. Als ob da Wellen sind, die über uns zusammenschlagen. Es ist dunkles Wasser unter uns und hohe Wellen über uns. Manchmal haben wir große Angst. Die Erwachsenen auch. Und sogar Menschen, die mit Jesus unterwegs sind, haben Angst. Aber warum eigentlich?
Spiegelglatt liegt der See Genezareth da. Es ist ein schöner See. Drumherum grüne Hügel, das Wasser glitzert in der Sonne. Alles ist friedlich. Wunderschön.
(blaue Tücher in die Mitte, angezündete Teelichter draufstellen; grüne Tücher mit Blumen drumherum)
»Lasst uns mit einem Boot auf den See hinausfahren«, sagt Jesus. »Mit dir hinausfahren auf den See? Sehr gern«, sagen die Jünger.
(Große Kerze anzünden, in die Mitte stellen)
Alle steigen ein. Jeder bekommt einen Platz. Der eine in der Mitte, der andere am Rand. Sie tauchen ihre Hände Wasser und plätschern ein bisschen darin herum. Das ist schön kühl. Alle genießen die Ruhe. Der Tag war anstrengend. So anstrengend, dass Jesus sich in eine Ecke legt. Er ist müde und schläft ein.
(Große Kerze auspusten)
Das Boot schaukelt sanft in der Abendsonne. Langsam geht die Sonne unter. Da wird der Wind auf einmal stärker. Immer stärker und stärker. Die Wellen werden höher. Immer höher und höher. Das Boot beginnt zu schwanken. Immer mehr und mehr.
(blaues Tuch zu Wellen zusammenschieben)
»Wir werden kentern!« – »Wir werden untergehen!« – »Wir werden ertrinken!« – »Ich habe Angst!«, rufen die Jünger durcheinander. (Teelichter auspusten)
»Wir müssen Jesus wecken!« – »Wie kann der denn jetzt so ruhig schlafen?« – »Jesus, wach auf!«, rufen die Jünger
Helft mit, wir rufen gemeinsam: »Jesus, wach auf!« (Einige Male mit den Kindern wiederholen, immer lauter werdend)
Endlich wacht Jesus auf.
(Große Kerze anzünden)
Jesus hebt den Kopf. Er sieht sie an. Einen nach dem anderen. Er sieht … (Kinder nacheinander anschauen und jeweils deren Namen sagen). Jesus fragt: »Warum habt ihr Angst? Ich bin doch bei euch!«
Jesus steht auf. Er schaut auf den See hinaus. (Klangschale)
»Seid ruhig, Wind und Wellen!«
(Klangschale)
Es wird ruhig. Auf einmal ist alles wieder still: der Wind, die Wellen, die Herzen.
(Tuch glattziehen)
Da ist keine Angst mehr. Alles ist friedlich. Auch in den Jüngern innen drin.
(Teelichter anzünden)
Die Jünger wundern sich: »Wie macht Jesus das?«
Erzählung für ÄltereLangsam machen sich die Menschen auf den Weg nach Hause. All die vielen Menschen. Sie haben Jesus den ganzen Tag zugehört. Wie gebannt haben sie ihm gelauscht. Jesus hat erzählt: von der Schönheit der Welt. Von der Liebe Gottes. Wie gut es ist, zusammenzugehören. Dann kann man sich aufeinander und auf Gott verlassen. Er hat davon erzählt, dass Gott wie eine Mutter ist, die einen tröstet. Oder wie ein Vater, der mit offenen Armen auf einen wartet und sich freut, wenn man nach Hause kommt. Jesus hat auch erzählt, dass Gott wie ein guter Hirte ist. Der kennt jedes seiner Schafe und passt sehr gut auf sie auf. Er bringt sie dorthin, wo es ihnen gut geht. Wo sie alles haben, was sie brauchen. Und er bleibt da, wenn es gefährlich wird, und die Schafe Angst haben.
»Bei Gott muss überhaupt niemand Angst haben«, sagte Jesus. »Man muss nur vertrauen.« – »So einfach ist das?«, fragten die Leute. Jesus antwortete: »Einfach ist das nicht, aber es ist wichtig.« Die Leute wunderten sich. »Was er wohl damit meinte?«
»Wir haben auch keine Angst mehr«, erzählten die Jünger stolz. »Wir sind Freunde von Jesus und vertrauen ihm. Niemand von uns hat mehr Angst. Das ist wundervoll!« Die Leute haben die Jünger mit großen Augen angesehen. Sie wünschten sich, dass sie auch keine Angst mehr haben müssen. Denn das ist wirklich wundervoll.
So ist der Tag vergangen. Am Ufer des Sees Genezareth wird es langsam ruhiger. Die Dämmerung bricht herein. Die Abendsonne leuchtet und glitzert in den sanften Wellen wie Diamanten. Die Hügel auf der anderen Seite färben sich rot. Sie ragen hoch hinauf in den Himmel und gleichzeitig tief hinein in den See. Sie spiegeln sich im Wasser. Das sieht schön aus. Ja, die Welt ist wirklich wunderschön. Und der Abend so herrlich friedlich. So soll es immer sein.
»Lasst uns hinüberfahren ans andere Ufer«, sagt Jesus. »Ans andere Ufer?« Die Jünger sind unsicher. »Bist du sicher?« – »Was sollen wir denn da?« – »Hier ist es so schön!« – »Ich finde es besser, man bleibt da, wo man schon immer war. Sicher ist sicher.«
Jesus lächelt. »Ich kenne eure Gedanken«, sagt er. »Trotzdem sollten wir zum anderen Ufer aufbrechen. Was kann uns schon passieren? Wir sind doch zusammen, und Gott ist mit uns. Außerdem habt ihr doch keine Angst mehr.« – »Stimmt, haben wir auch nicht«, sagen die Jünger. Jesus hat ja recht: Sie sind zusammen, Jesus ist dabei, Gott ist mit ihnen, und sie haben keine Angst mehr. Was also kann da schon passieren?
Alle steigen ins Boot. Das Boot ist klein, aber gerade groß genug, dass alle einen Platz finden. Die einen mehr am Rand. Da kann man die Hand ins Wasser halten. Das ist schön kühl. Die anderen lieber in der Mitte. Da schaukelt es nicht so. Alle in einem Boot. Alle haben ihren Platz. Alle sind zusammen. So soll es sein.
Jesus hat auch einen Platz gefunden. Er ist sehr müde. Er braucht eine Pause. Also macht er es sich gemütlich. Er hat sogar ein Kopfkissen. Woher er das wohl hat? Die anderen rücken ein bisschen zur Seite, damit Jesus sich hinlegen kann. Ein guter Schlafplatz. Im Boot mit einem Kissen.
So fahren sie los. Hinein in die untergehende Abendsonne. Hinein in die einbrechende Nacht. Das Boot wiegt sich sanft in den Wellen. Ein laues Lüftchen weht. Aber je weiter sie hinausfahren, desto stärker wird der Wind. Aus der Ruhe wird Unruhe. Aus der Unruhe wird ein Sturm. Ein unbändiger, schrecklicher Sturm. Chaos!
Die Wellen schlagen hoch. Sie werden immer höher. Das Boot wankt. »Wir werden kentern!« – »Wir werden untergehen!« – »Wir werden ertrinken!« – »Wir haben Angst!«, rufen die Jünger.
Und Jesus? Was macht er denn – jetzt, wo sie ihn so dringend brauchen? Da liegt er und schläft! Wie kann das sein? Wie kann Jesus schlafen, wenn ein solcher Sturm herrscht und sie solche Angst haben? Sind sie ihm denn ganz egal?
Sie rütteln ihn. Sie rufen nach ihm: »Jesus, wach doch auf! Sieh doch: Wir haben Angst! Wir gehen unter!«
Jesus hebt den Kopf. Er sieht sie an. Alle nacheinander. »Warum habt ihr Angst? Ich bin doch bei euch.« Jesus steht auf: »Sei ruhig, Wind! Seid still, Wellen!« Es wird ruhig. Alles ist wieder still. Der Wind, die Wellen, die Herzen.
Was für ein Wunder. Jesus ist da. Auch im Sturm. Niemand muss Angst haben. Man muss nur vertrauen. Das ist nicht leicht, aber wichtig.
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