Fleißig wie die AmeisenFleißig wie die Ameisen

Einheit: Fleißig wie die Ameisen

Enthält: 2 Bausteine
Materialarten: Erzählung (für Jüngere) (1), Erzählung (für Ältere) (1)
Zielgruppen: Große im KiGo (11 bis 15), Grundschulkinder (6 bis 11), Kleine im KiGO (3 bis 6), Konfis
Themenstellungen: Stärke / Resilienz, Unterwegs sein

I. Vorüberlegungen

Es ist sicherlich sinnvoll, sich im Vorbereitungskreis Gedanken zu machen über:

  • Wie ist dieses Bildwort in der Bibel gemeint?
  • Wie sieht es mit dem Fleiß der Ameise aus? Entspricht sie dem Klischee, dass Ameisen »ohne Rast und Ruh herumwuseln« und irgendetwas bauen?

Der Abschnitt Sprüche 6,1ff steht unter der Überschrift: Warnung vor Bürgschaften, vor Faulheit und Falschheit.

Hier geht es um die Faulheit.

Der Faule soll sich ein Beispiel nehmen an der Ameise, die auch ohne einen »Fürsten, Hauptmann oder Herren« nach Nahrung sucht und ihre Ernährung das ganze Jahr hindurch organisiert.

Die Betonung liegt sicherlich darauf, dass der Mensch nicht faul sein soll. Er soll nicht nur dann handeln, arbeiten, wenn er dazu aufgefordert wird.

Tatsächlich sind alle bekannten Ameisenarten in Staaten organisiert. Ameisenstaaten sind arbeitsteilig organisiert und arbeiten sozusagen für ein »Gemeinwohl«. Sie besitzen immer wenigstens drei sogenannte Kasten: Arbeiter, Weibchen/Königin und Männchen. (Dass bei den Ameisen die Arbeiter zur niedersten Kaste gehören, soll hier aber nicht thematisiert werden.)

Ameisen sind auch keine Arbeitsmaschinen. Sie arbeiten durchaus selbstbestimmt und können Entscheidungen treffen.

Kurzum: Der Fleiß der Ameise ist kein dummer Automatismus, sondern eine engagierte »Arbeit für das Gemeinwohl«, ohne dass es Befehlende und Befehlsempfangende geben muss.

So soll es nach der Bibel übrigens auch mit der menschlichen Frömmigkeit bestellt sein: Nicht dann Gutes tun, wenn es jemand befiehlt, sondern einfach, weil es gut und richtig ist, weil es dem Gemeinwohl dient.

In der Erzählung für die Älteren wird als Beispiel auf die Auseinandersetzungen zwischen Petrus und Paulus eingegangen. Davon erzählt Paulus in seinem Brief an die Galater (2,11-14).

»Fleiß« ist bei den Kindern oft nicht beliebt. Er steht meistens in der Nähe der Pflicht, die man tun muss, weil es jemand anordnet.

Eine Entfaltung dieses Bildwortes müsste zu vermitteln versuchen, dass Fleiß nichts Lästiges sein muss, sondern durchaus sinnvoll sein kann.

Und: Manches geht nur gemeinsam.

II. Gestaltungshinweise

Siehe Zur ganzen Reihe, S. 265

Bilder malen

… von Menschen und Tieren unter der Frage: Wer oder was stark ist (z. B. Gewichtheber, Elefant, Floh, Gorilla, Katze, Ameise …). Dann die Bilder in die richtige Reihenfolge bringen.

Motto

Gemeinsam sind wir stärker als jeder einzeln. Mit den Kindern besprechen, was alleine nicht (gut) und gemeinsam (besser) geht.

Spiele

Minenfeld – gut organisiert wie Ameisen

Einem Partner werden die Augen verbunden. Dieser muss durch ein »Minenfeld« laufen. Als Minen dienen irgendwelche Gegenstände, die im Spielfeld verteilt wurden. Der andere Partner gibt Anweisungen, wie zu laufen ist. Wird eine »Mine« berührt, ist man aus dem Spiel.

Über den Fluss

Es werden zwei Gruppen gebildet und ein dickes Tau auf den Boden gelegt. Die beiden Gruppen stellen sich hintereinander an je einem Ende des Seils auf. Die ersten auf jeder Seite gehen gleichzeitig los und balancieren auf dem Seil aufeinander zu. Sie müssen dann aneinander vorbei, ohne vom Seil auf den Boden zu treten. Sobald sie aneinander vorbei sind, starten die beiden nächsten.

Bügelperlenbild

Mit Bügelperlen ein Bild zu gestalten, ist eine Fleißarbeit. Den Jüngeren macht das viel Spaß. Vielleicht können sogar mehrere Kinder gemeinsam so ein Steckbild machen.

  • Autor: Daniel Müller
  • © Württ. Evang. Landesverband für Kindergottesdienst e.V.