Das ist ungerecht!Das ist ungerecht!

Reihe: Das ist ungerecht!

Enthält: 4 Einheiten
Heft: Ev. KiKi 2020 / 1
Bibelstellen: Amos 5,4-5,24, Lukas 3,10-3,14, Matthäus 20,1-20,15

Von Gerechtigkeit haben Kinder eine genaue Vorstellung – die man als »ausgleichende Gerechtigkeit« bezeichnen kann. Jede/r bekommt das, was sie/er verdient. Zu diesem menschlichen Verständnis von Gerechtigkeit wird in dieser Reihe das biblische Verständnis vermittelt. Im biblischen Sinne gibt es eine doppelte Gerechtigkeit: die des Menschen und die von Gott.


Vorschau:

Was ist gerecht?« Oder anders gefragt: »Was ist ungerecht?«

Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit sind abstrakte Begriffe, von denen Kinder aber eine ganz genaue Vorstellung haben. Sie wissen, was gerecht bzw. ungerecht ist. Wenn ein Freund mehr Murmeln hat als man selbst, ist das ungerecht. Wenn alle Enkel von Oma und Opa gleich viele Schokoladenstückchen bekommen, ist das gerecht.

Gerechtigkeit wird von Kindern (wie bei der Mehrheit der Bevölkerung) als »ausgleichende« Gerechtigkeit verstanden: Jede/r bekommt das, was sie/er verdient. Aber auch gerechtes oder ungerechtes Handeln ist ihnen ein Begriff.

Unserem menschlichen Verständnis von Gerechtigkeit steht das biblische Verständnis gegenüber, das weit über das hinausgeht, was wir für gerecht oder ungerecht halten. Im biblischen Sinne gibt es eine doppelte Gerechtigkeit: die des Menschen und die von Gott.

Gerecht ist der Mensch, der eine Beziehung zu Gott hat und auf ihn vertraut (Gen 15,6).

Gerecht ist dann aber auch der Mensch, der nach dem Willen Gottes fragt und danach handelt (Ps 37,21). Folglich ist Ungerechtigkeit nicht nur das ungerechte Handeln, sondern die Ablehnung und Zurückweisung Gottes selbst, also die Gott-Losigkeit.

Bleibt die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes. Sie findet sich in Psalm 23: Gott führt den Menschen durchs Leben. Er sorgt gut für ihn, zeigt ihm aber auch, was Gerechtigkeit bedeutet und wie er gerecht leben kann.

Die Reihe besteht aus drei biblischen Texten aus unterschiedlichen Zeiten, in denen darum auch ganz unterschiedliche Gerechtigkeitsaspekte beleuchtet werden.

Ein wiederkehrendes und verbindendes Element könnte darum eine »Gerechtigkeitsrunde« am Ende des Verkündigungsteils sein, die die Aspekte der jeweiligen biblischen Geschichte aufnimmt und ergründet. Die Kinder bekommen dazu Schilder, auf denen auf beiden Seiten je ein Emoji abgebildet ist: Auf der einer Seite ein verärgertes, auf der anderen ein fröhliches. Dann werden den Kindern Fragen gestellt, auf die sie mit »Das finde ich gerecht« (»Das gefällt mir«) oder »Das finde ich ungerecht« (»Das gefällt mir nicht«) antworten, indem sie die entsprechende Seite des Schildes hochhalten und zeigen.

 

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