Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische Elemente(außer denen unter »II. Liturgische Elemente«):
Unterwegs mit Jesus (Feiert Jesus! Kids-Liederbuch 2020 92)
Du wunderbarer Gott,
du begleitest Menschen auf ihrem Weg,
du lässt sie neue Dinge erkennen,
die sie vorher nicht oder anders
wahrgenommen haben,
und du veränderst Menschen.
Lass uns erkennen, was du für uns möchtest,
wo wir uns ändern können.
Und schenk uns immer die Gewissheit,
dass du bei uns bist,
auf allen unseren Wegen.
Danke, lieber Gott.
Amen.
Siehe unter »II. Liturgische Elemente zur ganzen Reihe«
oder Übertragung zu Psalm 91 (in: Hoffnung kommt von Hüpfen. Das Liederbuch, S. 13; siehe »Der besondere Tipp«, unten)
Kreative Umsetzung der GeschichteFür Jüngere bietet sich Topfschlagen oder »Ich sehe was, was du nicht siehst« an.
Für Ältere eignen sich sog. KIM-Spiele, bei denen das Gedächtnis gefordert ist.
Zum Beispiel werden auf einen Tisch verschiedene Gegenstände gelegt. Die Mitspielenden schließen die Augen/drehen sich um und einige Gegenstände werden weggenommen oder an einen anderen Platz gelegt. Wer entdeckt eine Veränderung?
Sich führen lassen (mit verbundenen Augen durch einen Hindernisparcours).
Gegenstände ertasten (der Schwierigkeitsgrad kann nach Alter variieren).
Bastian Basse
Hoffnung kommt von Hüpfen
Das Liederbuch
€ 10,95;
Best.-Nr. 3800
Erzählung für JüngereDie Geschichte wird mit Biegepuppen und Legematerialien erzählt.
Material: Paulus, 2 Begleiter, Hananias; starke Stab(taschen)lampe (für das »Licht des erhöhten Jesus« )
Das ist Paulus. Er ist ein Eiferer für Gott. Das heißt: Er will alles richtig machen, so wie er denkt, dass Gott es möchte. Paulus kennt alle Geschichten von Gott. Er kennt die Tora, die Geschichtsbücher und die Propheten. Sie stehen in der hebräischen Bibel. Paulus hat sie alle gelesen.
Paulus hört von Menschen, die an Jesus glauben. Diese Menschen sagen: »Jesus ist Gottes Sohn. Er ist von römischen Soldaten gekreuzigt worden. Jesus ist gestorben und wurde begraben. Und nach drei Tagen ist er wieder lebendig geworden. Jetzt lebt Jesus bei Gott.«
Paulus kann sich das nicht vorstellen. Er denkt: »Die Freunde von Jesus erzählen falsche Dinge über Gott. Das kann ich nicht zulassen. Darum muss ich alle Freunde von Jesus einsperren.« Paulus besorgt sich in Jerusalem die Erlaubnis, die Freunde von Jesus zu verhaften!
Zusammen mit seinen Begleitern ist Paulus auf dem Weg nach Damaskus. Dort sind ganz viele Freunde von Jesus. Die will Paulus zuerst einsperren. Die Reise von Jerusalem nach Damaskus dauert einige Tage.
Kurz bevor sie in Damaskus sind, fällt Paulus plötzlich auf die Knie. Ein grelles Licht blendet ihn. Paulus hält sich die Hände vors Gesicht. Da hört er eine Stimme: »Warum verfolgst du mich?« – »Wer bist du?«, fragt Paulus verzweifelt. »Ich bin Jesus«, sagt die Stimme. »Ich bin der, den du verfolgst. Geh nach Damaskus und warte dort, was passiert.«
Die Begleiter von Paulus sind durcheinander. Sie hören die Stimme, aber das Licht sehen sie nicht. Sie verstehen nicht, was da passiert.
Paulus kann nichts mehr sehen. Seine Begleiter bringen ihn in ein Haus in Damaskus. Paulus bleibt drei Tage lang dort. Er isst nichts und er trinkt nichts. Aber Paulus betet.
In Damaskus wohnt Hananias. Auch er hört die Stimme von Jesus: »Hananias, geh in das Haus von Judas. Dort ist Paulus. Er kann nichts sehen. Doch er weiß, dass du zu ihm kommst, um ihm die Augen zu öffnen.« Doch Hananias ist unsicher. Voll Sorge fragt er: »Ist Paulus denn nicht der, der dich verfolgt und alle, die zu dir gehören?« Jesus antwortet: »Geh! Paulus wird mein Werkzeug sein. Und er wird allen Menschen von mir erzählen.«
Und Hananias geht. Er findet Paulus. Hananias legt ihm die Hände auf die Augen und sagt: »Paulus, mein Bruder. Jesus hat mich geschickt, um dir die Augen zu öffnen. Sein Heiliger Geist sei mit dir.«
Da kann Paulus wieder sehen. Froh und dankbar sagt er zu Hananias: »Ich will getauft werden! Ab jetzt will ich zu Jesus gehören.«
Erzählung für Ältere
Erzählung aus Sicht der Begleiter von Paulus im Stil der in der Apostelgeschichte üblichen Augenzeugenberichte. Teammitglieder können verkleidet als solche »aus erster Hand« berichten.
Für Ältere kann in der Ergründung der Geschichte die Namensänderung von Paulus thematisiert werden (s. »Zum Text/Zum Thema«).
Es ist kaum zu beschreiben. Wer nicht selbst dabei war, wird es nicht glauben. Darum erzähl ich euch alles, was geschehen ist, damit ihr es weitererzählen könnt.
Wisst ihr, dass sich Paulus ein offizielles Schreiben vom Hohen Rat in Jerusalem besorgt hat? Das hat es ihm erlaubt, diejenigen im Land einzusperren, die Freunde von Jesus sind. Für Paulus gab es nur einen wahren Gott. Und zwar den Gott Israels, unseres Stammvaters Abraham und seiner Kinder und Kindeskinder. Für diesen Gott setzte er sich unerbittlich ein. Für den Gott seines Volkes würde er alles tun. Paulus war ein richtiger Eiferer.
Wir haben Paulus begleitet. Von Jerusalem aus hatten wir uns auf den Weg gemacht. Nach Damaskus. Dort, so hatten wir gehört, gab es besonders viele »Jünger Jesu«, wie sie sich selbst nannten. Paulus erzählte uns ausführlich, wie er diese »Jünger Jesu« aufspüren, gefangen nehmen und verhören würde, um weitere Namen zu erfahren und noch mehr von ihnen gefangen zu nehmen. Am liebsten wollte er sie alle einsperren. Wir haben bezweifelt, dass er das schaffen würde. Aber Paulus war fest davon überzeugt.
Schließlich konnten wir die großen Stadttore von Damaskus schon sehen. Da schrie Paulus plötzlich laut auf und fiel auf seine Knie. Er hielt sich die Hände vor die Augen. Sein Gesicht war schmerzverzerrt. Entsetzt schauten wir uns an. Wir verstanden nichts und wussten nicht, was wir tun sollten.
Dann war da auf einmal diese laute Stimme. Warm und ruhig, ja fast liebevoll. Wir hatten keine Ahnung, wo sie herkam. Aber ich glaube, das war eine Stimme direkt vom Himmel! Eine Stimme, wie ich sie noch nie gehört habe.
Die fragte Paulus ganz direkt: »Saul, Saul, warum verfolgst du mich?«
Die Hände noch immer vor den Augen schrie Paulus Richtung Himmel: »Wer bist du?« Da antwortete die Stimme: »Ich bin Jesus. Ich bin der, den du verfolgst. Geh in die Stadt Damaskus und warte auf das, was geschehen wird.«
Dann war alles wieder ruhig. Wir wussten nicht, was wir sagen sollten. Wie versteinert standen wir da.
Plötzlich streckte Paulus uns unsicher tastend die Hand hin. »Ich kann nichts mehr sehen«, sagte er. »Helft mir!« Sofort halfen wir ihm auf. Er fragte uns: »Habt ihr das Licht gesehen?« – »Von welchem Licht sprichst du?«, fragte ich zurück. »Da war kein Licht – nur die Stimme.«
Wir beide schauten uns verständnislos an. Offenbar hatte Paulus etwas gesehen, was uns verborgen geblieben war.
Wir nahmen Paulus in unsere Mitte und stützten ihn von beiden Seiten. So brachten wir ihn in die Stadt. Wir wussten nicht, wohin wir mit ihm sollten, als sich eine Tür öffnete. Ein Mann hieß uns willkommen und bat uns in sein Haus. Er hieß Judas und führte Paulus in einen kleinen Raum mit einem Bett. Paulus legte sich hin und verfiel in tiefes Schweigen. Von dem Essen und Trinken, das wir ihm brachten, rührte er drei Tage lang überhaupt nichts an. Wir waren verzweifelt und wussten nicht, was wir tun sollten.
Am dritten Tag klopfte es an die Tür. Judas öffnete und ließ einen alten Mann eintreten. »Ich bin Hananias«, sagte der. »Jesus hat mir gesagt, dass ich euch hier finde.« Dann ließ er sich zu Paulus führen. Als Hananias ihm seinen Namen nannte, regte sich Paulus das erste Mal wieder. Aus leeren Augen starrte er in die Richtung, aus der Hananias mit ihm gesprochen hat. Aber sehen konnte er ihn nicht. Da legte Hananias ihm die Hände auf die blinden Augen und sprach liebevoll mit ihm: »Saul, mein Bruder, Jesus hat mich zu dir geschickt. Du sollst sehen. Und der Heilige Geist wird dich stärken für das, was vor dir liegt. Denn du wirst in die Welt gehen und den Menschen in allen Ländern von Jesus erzählen. Du sollst seinen Namen großmachen. Das ist jetzt dein Auftrag.«
Wir schauten uns erschrocken an. Wie sollte das denn gehen? Paulus war doch mit einem ganz anderen Auftrag unterwegs. Er wollte dafür sorgen, dass der Name Jesu und alle seine Freunde aus der Welt verschwinden! Wir waren gespannt, wie Paulus reagieren würde.
Der stand auf. Seine Augen leuchteten voller Kraft, Begeisterung und einer tiefen Liebe. So hatte ich sie noch nie gesehen. Paulus sagte: »Jesus hat mir die Augen geöffnet. Und ich will mich taufen lassen.«
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Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische Elemente(außer denen unter »II. Liturgische Elemente«):
Kindermutmachlied (KuS 470, KKL 338);
Mein Herz hüpft (Nr. 10, Du machst groß. Das Liederbuch);Was wir zum Leben brauchen (KKL 372)
Siehe unter »II. Liturgische Elemente zur ganzen Reihe«
oder Übertragung zu Psalm 36 (in: Hoffnung kommt von Hüpfen. Das Liederbuch, S. 15;
s. auch »Der besondere Tipp«)
Danke, Gott,
dass du uns immer wieder neu Menschen begegnen lässt,
Menschen, die wir noch nicht kennen,
Menschen, die wunderbare Geschichten erzählen,
Menschen, die vom Glauben an dich getragen sind.
Danke, dass wir immer wieder Neues lernen können,
dass wir hören und sehen, wie gut du bist,
dass du die Herzen der Menschen wärmst,
dass du uns fröhlich machst.
Danke, guter Gott.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteAls Vorlage können Holzherzen aus dünnen Platten dienen (gibt es im Kreativbereich; es funktioniert aber genauso mit Herzen aus Pappe oder festem Karton). Schreiben, zeichnen, malen, kolorieren – alles ist möglich und erlaubt.
Die eine Seite des Herzens ist die Begeisterungsseite: Was begeistert mich so, dass ich anderen davon gerne weitererzähle?
Die andere Seite ist die Hoffnungs- oder Glaubensseite: Was stärkt mich im Glauben? Was gibt mir Hoffnung?
Am Ende stellen wir uns die Herzen vor. Wer mag, erzählt, was auf dem Herz zu sehen ist.
Alle bekommen eine Kegelfigur (gerne in verschiedenen Größen) und einen Blanko-Herz-
aufkleber. Gemeinsam werden verschiedene Gefühle besprochen. Eine Übersicht über die menschlichen Gefühle findet ihr auf motivationswelten.de/emotionen/gefuehle-liste.
Die Herzen können verschiedenfarbig gestaltet werden. Je nachdem, wie man sich fühlt, kann man dies an und mit der Herzfigur sichtbar machen. (Siehe hierzu auch »Erzählung für Jüngere«)

Foto: Bastian Basse
Erzählung für JüngereGeschichte mit Herzfiguren
(Idee: Paul Zenner; s. Seite 198) Herzfiguren lassen uns in ihr Innerstes blicken, weil sie ihre Gefühle offenlegen. Und so entstehen sie: Auf Holzkegel werden kleine farbige Herzen geklebt, die – je nach Emotion – ausgetauscht werden. Jede Farbe steht für ein anderes Gefühl (manche Gefühle haben aber auch dieselbe Farbe).
Material: 3 Holzkegel (Paulus, Silas, Lydia); weitere Figuren für Frauen und Lydias Familie; unterschiedlich farbige Legetücher/Stoffe; (Holz-)häuser für Philippi
Paulus und Silas freuen sich. (Freude = gelbe Herzen) Sie sind schon lange unterwegs, um den Menschen von Gott und von Jesus zu erzählen. Das machen sie so gerne, dass sie die meiste Zeit fröhlich unterwegs sind. So wie heute. Ein weiter Weg liegt hinter ihnen. Nach langer Reise sind sie endlich in Europa angekommen. Hier gibt es eine große Stadt, in der viele Menschen wohnen. Sie heißt Philippi. Da wollen sie hin. Philippi ist eine römische Stadt. Sie liegt in dem Land, das wir heute Griechenland nennen.
Am Sabbattag gehen Paulus und Silas an einen Fluss, der an Philippi vorbei-
fließt. Sie suchen Menschen, denen sie von Gott und Jesus erzählen können. Sie sind ganz begeistert. (Begeisterung = orangene Herzen; blaues Tuch für den Fluss) Dort arbeiten viele Frauen. Sie waschen die Stoffe, um sie anschließend zu färben.
Paulus und Silas gehen zu ihnen. Begeistert erzählen sie die Geschichten, die sie mit Gott erlebt haben. Viele der Frauen sind so in ihre Arbeit vertieft, dass sie keine Zeit für Paulus und Silas haben. (Unzugänglich = graue Herzen) Aber einige andere hören ihnen gerne zu und lassen sich von ihrer Hoffnung anstecken. (Hoffnung = grüne Herzen)
Da kommt eine Frau dazu, die ihnen auch aufmerksam zuhört. (Neugierde = oranges Herz) Sie heißt Lydia und ist eine Händlerin für Purpurstoffe. Lydia will alles wissen. Sie ist richtig neugierig auf das, was Paulus und Silas erzählen.
Als Lydia die Worte von Paulus und Silas hört, wird ihr Herz ganz warm und voller Liebe für Jesus. (Liebe = rotes Herz) Sie geht zu ihrer Familie und erzählt ihnen alles, was sie gehört hat. Auch ihre Familie öffnet ihre Herzen für Jesus. (Grüne und rote Herzen)
Miteinander lassen sie sich in der Gemeinde taufen. Ob Paulus und Silas dabei waren oder sie sogar selbst getauft haben, wissen wir nicht. Aber wir wissen, wie es weitergegangen ist …
Lydia ist so dankbar für alles, was geschehen ist, dass sie Paulus und Silas in ihr Haus einlädt. (Dank = gelbes Herz) Da Paulus und Silas zuerst zögern, bittet Lydia sie so hartnäckig, bis die beiden der Einladung folgen. Gemeinsam feiern sie, dass sich Lydias Herz für Jesus geöffnet hat.
Erzählung für ÄltereErzählung mit Herzfiguren
Material: Siehe Figuren aus »Erzählung für Jüngere«
Paulus und Silas sind voller Freude, denn ihr Auftrag erfüllt sie so, dass sie nicht anders können als sich zu freuen. (Freude = gelbe Herzen) Schon lange sind sie unterwegs, um den Menschen von Gott und von Jesus zu erzählen. Ihre Reise hat in Antiochia begonnen. Nachdem sich die Wege von Paulus und seinem Freund Barnabas dort getrennt hatten, war die Wahl auf Silas gefallen. Er sollte Paulus von nun an auf seinen Reisen begleiten.
Die meiste Zeit sind die beiden fröhlich unterwegs, auch wenn die Reise oft anstrengend ist. Wo sie hinkommen, erzählen sie den Menschen von Gott. Viele lassen sich zu einem Leben im Glauben an Jesus einladen und leben fortan voller Hoffnung und Liebe. (Hoffnung/Liebe = grüne und rote Herzen)
Es gibt aber auch andere Menschen, die sich von den beiden nicht überzeugen lassen. (Abwehr = graue Herzen) Trotzdem machen Paulus und Silas ihre Arbeit gern.
Nach längerer Tätigkeit in Kleinasien, der heutigen Türkei, setzen sie über den Bosporus nach Europa über. Zuerst kommen sie nach Samothrake und Neopolis. Von dort reisen sie weiter Richtung Norden. Dort gibt es eine große Stadt, in der viele Menschen wohnen. Sie heißt Philippi. Da wollen sie hin. Philippi ist damals eine römische Stadt gewesen. Sie liegt in dem Land, das wir heute als Griechenland kennen.
Nach einigen Tagen in der Stadt gehen Paulus und Silas am Sabbattag an einen Fluss, der an Philippi vorbeifließt. Auch hier suchen sie Menschen, denen sie von Gott und Jesus erzählen können. Sie sind voller Begeisterung für ihre Sache. (Begeisterung = orangene Herzen; blaues Tuch für den Fluss) Dort am Fluss sind viele Frauen bei ihrer Arbeit. Sie waschen die Stoffe, um sie anschließend zu färben.
Paulus und Silas gehen zu ihnen. Begeistert erzählen sie die Geschichten, die sie mit Gott erlebt haben. Besonders gern berichtet Paulus von dem Tag, an dem er Jesus begegnet ist und ihn kennengelernt hat, als dieser seine Augen geöffnet hat. Viele der Frauen sind so in ihre Arbeit vertieft, dass sie keine Zeit für Paulus und Silas haben und ihnen nicht zuhören. Einige von ihnen sind sogar genervt, weil sie in ihrer Arbeit gestört werden. (Genervt sein = graue Herzen) Aber es gibt auch einige andere, die ihnen gerne zuhören und sich von ihrer Hoffnung anstecken lassen. (Hoffnung = grüne Herzen)
Da kommt eine wohlhabende Frau dazu, die ihnen auch aufmerksam zuhört. Sie heißt Lydia und ist eine Händlerin für Purpurstoffe. Sie ist neugierig, was Paulus und Silas von Gott erzählen. (Neugierde = oranges Herz) Denn sie weiß schon einiges von Gott. Lydia will alles ganz genau wissen, sie kann nicht genug von den Geschichten bekommen und hängt regelrecht an ihren Lippen.
Als Lydia Paulus’ und Silas’ Worte von Jesus hört, wird ihr Herz ganz warm und voller Liebe für ihn. (Liebe = rotes Herz) Sie strahlt von innen heraus und fühlt sich wie neugeboren.
Später geht Lydia zu ihrer Familie. Voller Begeisterung erzählt sie ihnen alles, was sie von Paulus und Silas gehört hat. Auch die Menschen in ihrer Familie öffnen ihre Herzen für Jesus.(Grüne und rote Herzen)
Miteinander fassen sie einen Beschluss, der ihr Leben verändert. Sie lassen sich in der Gemeinde taufen und bekennen so ihren Glauben an Gott und an Jesus.
Ob Paulus und Silas bei der Taufe dabei waren oder sie sogar selbst getauft haben, wissen wir nicht. Das hat Lukas in der Apostelgeschichte nicht aufgeschrieben. Wir wissen aber, wie es weitergegangen ist.
Lydia ist so dankbar für alles, was sie erfahren hat und was ihr geschehen ist, dass sie Paulus und Silas in ihr Haus einlädt. (Dank = gelbes Herz) Zuerst zögern Paulus und Silas. Aber Lydia bittet die beiden so hartnäckig, dass sie der Einladung schließlich doch folgen. Gemeinsam feiern sie in ihrem Haus, dass sich Lydias Herz für Jesus geöffnet hat.
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische Elemente(außer denen unter »II. Liturgische Elemente«):
Alles ist dunkel
Du bist überall (Feiert Jesus! Kids 91);
Meine Hoffnung und meine Freude
(KuS 230, KKL 355, Wwdl 180, HuT 134);
Sei mutig und stark
(KKL 336, Feiert Jesus! Kids 76, Einfach Spitze 18)
Siehe unter »II. Liturgische Elemente zur ganzen Reihe«
oder Übertragung zu Psalm 96 (in: Hoffnung kommt von Hüpfen, s. »Der besondere Tipp«)
Großer Gott,
du hörst uns und du siehst uns
in jeder Situation unseres Lebens.
Es ist gut, dass du immer da bist.
Schenk uns Zuversicht und Hoffnung,
Mut und Trost, laut zu singen,
wenn wir uns einsam fühlen,
wenn wir uns eingesperrt fühlen,
wenn wir nicht weiterkönnen,
wenn wir nicht weiterwissen.
Du hörst und du siehst uns.
Danke, dass du da bist.
Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteWir singen wie Paulus und Silas laut und voller Zuversicht. Die Instrumente werden selbst gebaut: Aus alten Eimern werden Trommeln. Aus Löffeln und hölzernen Stöcken perkussive Instrumente. Joghurtbecher werden mit kleinen Steinchen gefüllt, zugeklebt und zu Rasseln. Auch metallene Ketten, die bewegt oder aneinandergeratscht werden, rasseln wunderbar. Welche Ideen habt ihr noch, aus Alltagsgegenständen Musikinstrumente zu machen, um den Gesang zu unterstützen? Die Stimmen haben wir eh dabei.
Die genannten Lieder können miteinander gesungen werden.
Ergänzungs-Set Rhythmus-Instrumente
… mit fünf Instrumenten

Ein effektvoller »Lob-Start« gelingt auf jeden Fall schon mit dieser Sammlung.
€ 37,80
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Erzählung für Ältere & Erzählung für JüngereAnspiel
Personen: Erzähler*in, Paulus, Silas, Gefängniswärter; weitere Teammitglieder/ältere Kinder spielen einige andere Gefangene
Erzähler*in: Paulus und sein Freund Silas sitzen in der Stadt Philippi im Gefängnis. Dabei haben sie gar nichts Böses getan. Aber es gibt Männer in der Stadt, die sich über sie geärgert haben. Darum haben sie sich an den beiden gerächt. Sie haben Paulus und Silas verhaften lassen und falsche Dinge über die beiden erzählt. Die Richter haben den Männern geglaubt und Paulus und Silas bestraft.
Die Gefängniszelle ist stockdunkel und feucht. Sie liegt im untersten Stockwerk des Gefängnisses. Da, wo niemals ein Sonnenstrahl hineinreicht. Es stinkt fürchterlich: nach Abfällen und menschlichen Hinterlassenschaften. Ab und zu huschen große Ratten über den Fußboden. Das Gefängnis ist kein schöner Ort, sondern ein sehr trauriger und trostloser Ort.
Es ist mitten in der Nacht. Die Stadt schläft und auch alle, die im Gefängnis sind. Nur Paulus und Silas schlafen nicht. Irgendetwas hält sie wach. Eine Ratte? Oder ihre Schmerzen?
Paulus und Silas sitzen in der Gefängniszelle auf dem Boden, im Dreck. Ihre Hände und Füße sind in einem Holzblock festgemacht. Sie können sich kaum bewegen. Sie haben Schmerzen. Aber die beiden lassen sich ihren Schmerz nicht anmerken. Sie können sich zwar nicht bewegen, aber sie können sprechen.
Silas: Paulus? Ich kann dich nicht sehen.
Paulus: Ich kann auch nichts sehen.
Silas: Was machen wir jetzt?
Paulus: Wie meinst du das?
Silas: Na, wir können doch nicht so einfach hier rumsitzen.
Paulus: Also, ich kann mich nicht bewegen.
Silas: Ja, ich auch nicht. Aber hast du nicht eine Idee?
Paulus: Nun, wir können beten. Gott hört uns auch hier unten im Gefängnis.
Silas: Beten? Meinst du das ernsthaft?
Paulus: Wenn du nicht beten willst, können wir auch singen.
Silas: Ganz ehrlich – mir ist gerade nicht nach singen zumute.
Paulus: (Summt leise die Melodie »Meine Hoffnung und meine Freude«)
Silas: Singst du etwa, Paulus?
Paulus: Mmh. (Summt weiter)
Silas: Was singst du? Ich verstehe dich nicht.
Paulus: Ich singe ein Gebet.
Silas: Meinst du, dein Singen hilft uns?
Paulus: Wenn ich es nicht ausprobiere, kann ich das nicht wissen.
Silas: Mmh, da hast du recht.
Paulus: (Singt mehrmals) »Meine Hoffnung und meine Freude …«
(Silas singt beim zweiten Mal mit.)
Erzähler*in: Der Gesang von Paulus und Silas dringt aus ihrer Gefängniszelle hinaus und in die anderen Zellen. Zu den anderen Gefangenen. Einer nach dem anderen wacht auf und lauscht dem Gesang der beiden. Dieser Gesang tut allen gut. Er gibt ihnen Hoffnung. Schon nach kurzer Zeit singen alle mit.
(Alle Gefangenen singen gemeinsam)
Plötzlich erschüttert ein lautes Donnern das Gefängnis. Die Erde bebt, die Gefängnismauern geraten ins Wanken. Die Gefangenen schreien vor Angst. Aber Paulus und Silas singen unbeirrt weiter.
(Mitgefangene schreien verzweifelt, Paulus und Silas singen ruhig weiter.)
Mit einem gewaltigen Knall springen die Gefängnistüren auf, die gerade noch fest verschlossen waren. Auch die Fesseln der Gefangenen springen auf. Dann ist es wieder still. Niemand bewegt sich.
Von dem Erdbeben und dem ganzen Lärm, den es verursacht hat, ist auch der Gefängniswärter wachgeworden. Völlig verstört und voller Angst nimmt er eine Fackel und läuft durch die Gänge. Was er sieht, ist schrecklich: Die Türen der Gefängniszellen stehen sperrangelweit offen. Auch die von Paulus und Silas. Dabei sollte er diese beiden doch ganz besonders bewachen.
Gefängniswärter: Oh nein, oh nein! Die Gefangenen sind weg! Das darf nicht sein! Das ist mein Ende …
Erzähler*in: Der Gefängniswärter hat große Angst vor den Männern in der Stadt. Und nun konnte er seine Aufgabe nicht erfüllen … Deshalb will er sich das Leben nehmen. Er zieht sein Schwert … In diesem Moment treten Paulus und Silas aus ihrer Zelle.
Paulus/Silas: Halt! Stopp! Tu dir nichts. Wir sind alle hier. Niemand ist geflohen. Hab keine Angst und fürchte dich nicht.
Erzähler*in: Erleichtert und erstaunt schaut sich der Gefängniswärter um. Aus allen Zellen treten die Gefangenen. Paulus und Silas haben die Wahrheit gesagt: Niemand ist geflohen.
Gefängniswärter: Ihr seid besondere Männer, das erkenne ich. Was muss ich tun, damit mein Leben gerettet wird?
Paulus: Komm mit uns. Glaub an Jesus, den Sohn Gottes. Dann wird dein Leben heil.
Gefängniswärter: Erzählt mir von Jesus. Ich will alles wissen. Und ich will glauben.
Erzähler*in: Der Gefängniswärter hat keine Angst mehr. Er nimmt Paulus und Silas mit in sein Haus, zu seiner Familie. Dort gibt er ihnen zu essen und zu trinken. Und er hört aufmerksam zu, was ihm die beiden von Gott und Jesus erzählen. Als die Nacht zu Ende geht und der Morgen graut, beschließt er:
Gefängniswärter: Ich will mich taufen lassen!
Text und Melodie: Bastian Basse aus: © Hoffnung kommt von Hüpfen.
Das Liederbuch, Luther-Verlag 2024
Das Lied ist aus rechtlichen Gründen nur in der Printversion »Evangelische Kinderkirche«,
Heft 2-2026, abgedruckt und zu finden.
Immer wieder wird in der Arbeit mit Kindern Legematerial benötigt. Das beginnt bei der Gestaltung einer Mitte, geht über die Erzählung der Geschichte bis hin zu Impulsen für das vertiefende Gespräch. Die Kreativtasche ist genau damit angefüllt bis obenhin. Ein riesiger Fundus, um die Kreativität der Kinder (und die eigene) zu locken. »Alte Hasen« in der Kirche mit Kindern wissen, wovon hier die Rede ist. Die vielen Materialien sind in einer praktischen und ansprechenden Jutetasche untergebracht, in der sie auch gut transportiert werden können. Den genauen Inhalt könnt ihr aufgelistet unter
junge-gemeinde.de einsehen. Viele Teile sind auch einzeln bzw. im Set nachzubestellen oder zu ergänzen.
€ 149,00, Best.-Nr. S1209
Aus der Geschichte lassen sich schnell Linien zu Überlegungen ziehen, wie wir uns heute Kirche vorstellen. Warum nicht einmal Lydia beim Wort nehmen und versuchen, die Herzen und Türen der Gemeinde zu öffnen? Aber wird man damit Lydia gerecht?
Immer wieder ist das so in biblischen Texten: In wenigen Sätzen wird eine Frau erwähnt. Die Zeilen machen neugierig, mehr zu erfahren. Dann aber zieht die Erzählung weiter, und es bleibt den Bibelwissenschaftler*innen überlassen, aus den wenigen Informationen des Textes ein größeres Bild zu zeichnen. So auch bei Lydia. Bei ihr sind die Exeget*innen zu Höchstform aufgelaufen. Aus den wenigen Angaben, die sich im heutigen Text finden, haben sie eine kleine Biografie ausgearbeitet.
Der Name deutet auf eine Herkunft als Sklavin aus Lydien hin, denn nur Sklaven wurden nach dem Ort ihrer Herkunft benannt. Sie muss aber inzwischen freigelassen worden sein, sonst könnte sie nicht selbstständig als Purpurhändlerin arbeiten. Außerdem ist sie vermutlich ledig, da sonst ihr Mann das Gewerbe führen würde. In der Bezeichnung »Gottesfürchtige« liegt zudem, dass sie zwar nicht von Geburt an Jüdin, wohl aber als Interessierte an die Synagoge angebunden ist.
Lydia ist also in vielerlei Hinsicht eine Person, die heraussticht: Sie hat sich hochgearbeitet, vermutlich dennoch ein anderes Ansehen als bürgerlich Geborene. Sie gehört nicht von Geburt zu den Erben des Judentums, verehrt aber auch nicht die römischen Götter.
Diese Frau, die »zwischen den Stühlen« sitzt, öffnet ihr Haus, nachdem sie ihr Herz geöffnet hat. Sie schafft einen Raum für Gemeinschaft. Zu beidem soll durch diesen Entwurf angeregt werden.
Die Kinder bilden einen Innen- und einen Außenkreis mit jeweils gleich vielen Kindern. Immer zwei Kinder (aus jedem Kreis eines) stehen sich gegenüber. Auf Kommando des Teams bewegt sich einer der Kreise um eine bestimmte Anzahl an (Kinder-)Positionen weiter. Die Kinder, die sich jetzt gegenüberstehen, bekommen eine Frage (s. unten) und sprechen 1–2 Minuten darüber. Danach werden ein paar der Antworten gesammelt. Danach dreht sich wieder ein Kreis und die nächste Frage wird gestellt.
Mögliche Fragen:
Auf einem großen Plakat ist der Umriss einer Frauenfigur gemalt: Lydia. Die unten aufgeführten Bereiche sind noch leer. Diese können gefüllt und an Lydia ergänzt werden. Zusätzlich können die Kinder die Kleider malen bzw. ausmalen und die Umrisse weiter ausgestalten.
Verschiedene aktive Menschen aus der Kirchengemeinde (oder auch aus nicht-kirchlichen Bereichen) werden in den Kindergottesdienst eingeladen und als Menschen vorgestellt, die wie Lydia dazu beitragen, dass Menschen sich willkommen fühlen. Menschen, die ihr Herz geöffnet haben. Diese Menschen sitzen nach der Geschichte in einer Reihe vor den Kindern. Die können sich dann – wie bei einem Speeddating – 3–4 Minuten mit einem davon unterhalten und erfahren, was diese ehrenamtlich machen und warum. Beim Gongschlag wird gewechselt, und die Kinder lernen jemand Neues kennen.
Je nach Anzahl der Kinder und Ehrenamtlichen, wird das Speeddating einzeln oder in Gruppen durchgeführt.
Kirchen sind als Häuser Gottes eigentlich der Inbegriff von Häusern mit offenen Türen. In der katholischen Kirche ist das vielerorts selbstverständlich, in der evangelischen eher die Ausnahme.
Lydia öffnet zuerst ihr Herz und dann ihre Türen. Was für ein schönes Bild dafür, wie Kirche und christliche Gemeinschaft sein können! Lydia dient so als Anregung, mit den Kindern eine »Lydia-Ecke« oder einen »Lydia-Raum« zu gestalten. Wunderbar wäre das natürlich innerhalb des Kirchengebäudes (verbunden damit, die Kirche unter der Woche geöffnet zu lassen), oder als temporäres Angebot während des Gemeindefests, oder in – abgespeckter Form – nach dem Gottesdienst (als Alternative zum Kirchkaffee).
Der hier präsentierte Entwurf bietet Bausteine, mit denen entweder ein besonderer Kindergottesdienst gefeiert oder ein etwas aufwändigeres Projekt in der Gemeinde gestartet werden kann. Die Vision ist: Das offene Haus, das Lydia anbietet, in der Gemeinde Wirklichkeit werden zu lassen.
Zum Beispiel als fest eingerichtete Lydia-Ecke im Eingangsbereich der Kirche: eine gemütlich gestaltete Ecke mit Tüchern (die mit den Kindern gebatikt wurden), einer Erfrischung, der Legegestaltung der Lydia-Geschichte, der Möglichkeit zum Austausch (darüber, was wichtig ist, um gehört und gesehen zu werden).
Es wird vermutlich nicht möglich sein, alle Bausteine umzusetzen. Daher die Empfehlung, mit Augenmaß auszuwählen, was gut umsetzbar ist.
Das Haus einer Tuchhändlerin
– Stoffe färben
Hierbei sollen – wie zu Lydias Zeiten – Naturmaterialien zum Färben der Stoffe genutzt werden: Kurkuma, rote Beete, Heidelbeeren. Oft braucht es gar nicht so außergewöhnliche Zutaten für eine gute Färbung. Auf utopia.de gibt es Anleitungen dafür (Suchbegriffe: Stoffe färben mit Naturmaterialien). Gefärbt werden können T-Shirts der Kinder (vorher ankündigen) oder Stoffe, mit denen später »die Ecke der offenen Herzen, Ohren und Augen« (Lydia-Ecke) gestaltet wird.
Wo es gut riecht, fühlt man sich wohl
– Geruchsmemory
Hierfür kann mit den Kindern ein Geruchsmemory erstellt werden. Kleine Gläser werden mit Stoff so abgedeckt, dass nicht erkennbar ist, was drin ist, und mit einem Haushaltsgummi festgemacht.
Beispiele für Füllungen: Lavendel, Zitronenschale, Orangenschale, Pfefferminze/-tee, Tannennadeln, Vanille(zucker), Zimt, Kaffee, Jasmin
Wer dankbar ist, fühlt sich wohl
– Dankbarkeitswand
»Dankbarkeit macht das Herz weich«. (Dieser Gedanke kann ins vorbereitende Gespräch einfließen.) Mit den Kindern werden Herzen ausgeschnitten sowie ein Schild geschrieben: »Wofür bist du dankbar? Was macht dein Herz weich?« Das Schild wird in der Lydia-Ecke aufgehängt. In dessen Nähe können die Besucher*innen die Blanko-Herzen beschriften.Ein gefärbtes Tuch (s. o.) kann so aufgehängt werden, dass die Herzen daran festgemacht werden können.
Die Lydia-Bildergeschichte
Mit den Kindern werden noch einmal die wichtigsten Stationen in der Lydiageschichte erinnert: Vergangenheit als Sklavin, Freilassung, Erarbeitung von Wohlstand durch harte Arbeit, Aufeinandertreffen mit Paulus, Hören von Gottes Wort, Öffnung des Hauses.
Danach wird besprochen, wer welches Bild (DIN A4) malt. Tipp 1: Es bietet sich an, sich auf eine einheitliche Darstellung der Lydia zu einigen. Z. B. Sie hat immer ein rotes Kleid an und kurze, schwarze Haare. Tipp 2: Je nach Gruppengröße werden noch weitere Szenen aufgegriffen (z. B. Hören von Gottes Wort am Fluss, im Dorf …) Sind alle Bilder fertig, werden gemeinsam Bildunterschriften formuliert. Die Geschichte kann in der Lydia-Ecke ausgelegt/aufgehängt werden.
Gastfreundschaft zum Mitnehmen
– Gestalten von Spruchkärtchen
Die Kinder dürfen sich aus einer Auswahl an Bibelsprüchen einen aussuchen. Diesen gestalten sie in besonders schöner Weise auf ein DIN-A6-großes Papier. Die fertig gestalteten Kärtchen werden auf Tonkarton kopiert und vervielfältigt. Anschließend können sie in der Lydia-Ecke zum Mitnehmen ausgelegt werden.
Gastfreundschaft schmecken 1
– Zubereitung von Zitronenlimonade
Die Kinder bereiten Zitronenlimonade zu, die es in der Lydiaecke zu trinken gibt. Rezepte dafür gibt es im Internet.
Tipp: Diese Idee eignet sich für Lydia-Ecken, die zu einem festgelegten Zeitpunkt stattfindet (weniger für die dauerhaft bzw. längerfristig eingerichteten Lydia-Ecken).
»Ich werde gehört!«
– Audiobotschaften zum Anhören
Paulus macht die Erfahrung: »Das, was mir wichtig ist, wurde gehört.« Die Lydia-Ecke kann ein Ort sein, in dem Menschen diese Erfahrung auch machen können. Und mit wenig technischem Aufwand kann diese Erfahrung auch den Kinder ermöglicht werden.
Mit dem Aufnahmegerät eines Handy werden die Aussagen der Kinder aufgenommen zu dem, was ihnen wichtig ist. Die einzelnen Dateien werden dann zu einer einzigen Audiodatei zusammengeführt (z. B. mit der Freeware Audacity). Anschließend kann das Ergebnis über eine Bluetooth-Box und der Wiedergabe auf einem Handy (in Dauerschleife) für Besucher*innen der Lydia-Ecke hörbar werden.
Soll dieser Punkt zum Mitmachen für die Besuchenden sein, werden sie in der Lydia-Ecke eingeladen, an eine Nummer eine Sprachnachricht zu senden, in der sie sagen, was ihnen wichtig ist. In diesem Fall wird die Audiodatei regelmäßig ergänzt, um dann auch mit den neuen Beiträgen abgespielt zu werden.
Gastfreundschaft spüren
– Gastfreundschaftsplaylist
Mit den Kindern werden Musikstücke gesammelt, bei der sie sich wohlfühlen. Daraus wird eine Playlist erstellt, die in der Lydia-Ecke läuft.
Gastfreundschaft schmecken 2
– Backen von kleinen Leckereien
Wo es etwas Gutes zu essen gibt, fühlt man sich willkommen. Mit den Kindern wird gebacken, z. B. sog. Käsfüße, Minipizzen, Zimtschnecken …, die es in der Lydia-Ecke zum Genießen gibt.
Hier ein paar »Mitgebsel«, die für eine Lydia-Ecke geeignet sein könnten:
Die Holzherzen drängen sich geradezu auf!

Oder die
Bildkärtchen Schulanfang

Achtung! Der Name täuscht!
Das Bild vom guten Hirten und der Zusage auf der Rückseite »Sei begleitet auf all deinen Wegen« geben Kraft und Mut, immer wieder Alltagsheldin oder Alltagsheld zu sein.
Set mit 25 Kärtchen
€ 3,80 (ab 10 Sets je € 3,60);
Best.-Nr. 1790

Zur Planung des KindergottesdienstesDie heutige Geschichte endet mit der Taufe des Gefängniswärters und seiner gesamten Familie. Paulus und Silas werden ins Haus eingeladen, und ein Tisch wird ihnen bereitet. Miteinander am Tisch sitzen und gemeinsam essen, sich dabei an die Taufe erinnern und Danke sagen für die Gemeinschaft – ein schöner Abschluss auch für unseren Gottesdienst.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema»Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und es hörten sie die Gefangenen«. Paulus und Silas haben sicher auch geklagt, doch sie haben sich nicht von den negativen Ereignissen überwältigen lassen. Vielleicht haben sie sich zunächst gegenseitig Trost zugesprochen, miteinander etwas Hoffnung gesucht, sich vielleicht zu einer positiven Betrachtungsweise gezwungen. Wir wollen Kinder einladen, über ihre Ängste zu sprechen, Auswege zu suchen, nicht zu verzagen und nicht aufzugeben.
Liturgische ElementeSiehe unter »III. Gestaltungsvorschlag für einen Gottesdienst«
Kreative Umsetzung der GeschichteEin gemeinsames Essen vorbereiten und ein Freudenfest feiern.
Von Anne Ebers (bei »minigottentdecker«, relimentar.de)
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen.
Der Apostel Paulus hat diese Worte in seinem Brief an die Menschen in Korinth geschrieben. Und weil wir eine Geschichte aus seinem Leben hören, begrüße ich euch mit diesem trinitarischen Gruß.
Paulus war ein ungewöhnlicher Mensch: Erst hat er die Christen verfolgt. Dann ist ihm Jesus erschienen, und er wurde selbst Christ. Paulus hat viele Menschen vom Glauben an Jesus überzeugt. Viele seiner Geschichten und Briefe finden wir auch heute in der Bibel.
Einfach spitze, dass du da bist
(KuS 193, KKL 146)
Wir hören heute die Geschichte von Paulus und Silas, als sie im Gefängnis eingesperrt waren. Schon damals waren die Psalmen bekannt. Vielleicht haben Paulus und Silas diesen Psalm in der Gefängniszelle gesprochen.
Gott, du bist bei uns, wenn es uns gut geht.
Auch in den Zeiten, in denen es uns nicht gut geht, bist du bei uns.
In deinem Haus dürfen wir immer bleiben.
Jesus, du bist zu uns in die Welt gekommen.
Du kennst alle unsere Gefühle,
auch Angst und Zorn sind dir nicht fremd.
Du bist bei uns, tröstest uns
und machst uns Mut.
Heilige Geistkraft, du erquickst unsere
Seelen und schenkst uns voll ein.
Gemeinsam dürfen wir am Tisch sitzen
und es uns gut gehen lassen.
Halte zu mir, guter Gott
(KuS 456, KKL 328, EGplus 146, MKL1 52)
Für Jüngere: Ein Bewegungsspiel
Paulus und Silas sind im Gefängnis.
(Handgelenke überkreuzen)
Alles tut ihnen weh.
(Mit Händen tröstend über eigene Arme streichen)
Es ist dunkel.
(Augen zuhalten)
Paulus und Silas haben Angst.
(Arme vor Brust überkreuzen, Oberkörper krümmen)
Was können sie tun?
(Handflächen nach oben drehen, Schultern nach oben ziehen)
»Zum Glück sind wir zusammen«, sagt Silas.
(Handflächen aneinanderlegen)
»Und Gott ist bei uns«, sagt Paulus.
(Finger zum Beten verschränken)
»Wir bitten Gott, dass er uns hilft!«
(Handflächen nach oben drehen)
»Lass uns singen«, sagt Paulus.
(Handflächen nach oben schieben, singen [z. B. »Vom Anfang bis zum Ende«])
Da beginnen die Mauern zu wanken.
(Mit Händflächen auf Oberschenkel patschen)
Da beginnt die Erde zu beben.
(Mit Füßen trampeln)
Und die Mauern stürzen ein.
(Mit Armen einen großen Bogen beschreiben)
Paulus und Silas staunen.
(Staunend gucken: große Augen, »Oh«)
Und danken.
(Hände mit geöffneten Handflächen nach oben)
Für Ältere: Ein Anspiel
Gespräch zwischen den beiden Kindern Sophia (S, Tochter des Gefängniswärters) und Alexander (A).
A: Mensch, Sophia, hast du heute Nacht das laute Krachen gehört? Ich hatte das Gefühl, die Stadt wackelt!
S: Ich habe das Krachen und Wackeln nicht nur gehört, Alexander. Ich war dabei!
A: Wie meinst du das: Du warst dabei?
S: Na, heute Nacht, als es so gewackelt und gekracht hat. Da war ich im Gefängnis und die ganzen Mauern haben gebebt. Alle Türen sind aufgesprungen.
A: Du warst im Gefängnis? Aber dein Papa hat doch gesagt, du darfst ihn nicht mehr zur Arbeit begleiten!
S: Ja, ich weiß. Papa mag das nicht, aber hin und wieder darf ich doch helfen. So viele Menschen sitzen dort in dunklen Zellen und niemand kümmert sich um sie. Sie sind dankbar für einen Becher mit frischem Wasser oder für ein kleines Gespräch.
A: Aber jetzt erzähl: Was ist gestern passiert?
S: Zuerst sind die zwei Männer ins Gefängnis gebracht worden.
A: Meinst du Paulus und Silas? Von denen habe ich auch schon gehört.
S: Ja, genau die. Sie haben einem Mädchen geholfen, das von einem bösen Geist gequält wurde. Der Geist hat ihr eingeredet, sie könne die Zukunft vorhersagen. Der Mann, der über sie bestimmt hat, hat Geld mit ihr verdient. Als Paulus den Geist vertrieben hat, war der Mann wütend. Jetzt konnte er ja kein Geld mehr mit ihr verdienen. Darum hat er Paulus und Silas verklagt: Sie würden Unruhe stiften und Ärger machen. Sie würden Dinge tun, die für Römer verboten seien. Die Beamten glaubten das und ließen Paulus und Silas hart bestrafen. Sie wurden geschlagen und dann ins Gefängnis geworfen.
A: Oh, das ist ja grässlich.
S: Ja, sie waren schrecklich zugerichtet. Der Richter hat meinen Papa angewiesen, die beiden in der tiefsten Gefängniszelle einzusperren und sie streng zu bewachen. Das hat Papa auch gemacht. Er hat sogar ihre Füße in den Block gelegt und die Türen doppelt verriegelt. Das war natürlich etwas Besonderes. Deshalb wollte ich nicht wieder nach Hause, sondern habe mich versteckt, um das Ganze zu beobachten.
A: Und dann?
S: Um ehrlich zu sein, dann bin ich eingeschlafen. Es muss so gegen Mitternacht gewesen sein, da bin ich aufgewacht. Da hat jemand gesungen!
A: Gesungen? Wer singt denn im Gefängnis? Da musst du dich verhört haben, Sophia.
S: Ja, wahrscheinlich bin ich deshalb aufgewacht, weil das Singen so ungewöhnlich war für diesen dunklen und traurigen Ort. Ich bin dem Gesang gefolgt. Er kam aus der untersten Zelle. Aus der Zelle von Paulus und Silas.
A: Was für ein Lied war das denn, das sie gesungen haben?
S: Ein Loblied! Ein Loblied auf Gott.
A: Das ist jetzt nicht dein Ernst! Die sitzen da im Gefängnis, im Dunkeln, geschlagen und verletzt und singen ein Loblied?
S: Ja! Auch die anderen Gefangenen haben es gehört. Ich glaube, einige haben sogar mitgesungen.
A: Mitten in der Nacht – im tiefsten Verlies? – ein Loblied …
S: Ja, und dann hat die Erde gebebt! Die Wände haben gewackelt und alle Türen sind aufgesprungen. Sogar die Fesseln, die in den Wänden verankert sind, haben sich gelöst.
A: Das Erdbeben hat man in der ganzen Stadt gespürt.
S: Ja! Auch mein Papa ist aus seiner Wachstube angerannt. Er war ganz aufgeregt und hatte Angst, dass alle Gefangenen davongelaufen sind. Aber sie waren alle noch da.
A: Was, die Gefangenen sind nicht weggelaufen?
S: Nein, sie sind alle in den Zellen geblieben. Paulus hat ganz laut gerufen: »Wir sind noch da!« Da war Papa sehr froh.
A: Hat er sie dann schnell wieder festgebunden?
S: Nein. Papa war so beeindruckt von dem, was passiert war. Da hat er Paulus gefragt: »Was muss ich tun, um gerettet zu werden?« Da haben Paulus und Silas von Jesus erzählt: Dass er Gottes Sohn ist. Und dass er für die Menschen gestorben ist, damit sie leben können und keine Angst mehr haben müssen.
A: Ach, deshalb konnten die beiden auch in ihrem dunklen Verlies sitzen und Loblieder singen …
S: Ja, sie vertrauen voll auf Jesus. Papa hat die beiden mit zu uns nach Hause genommen. Er hat sich um ihre Wunden gekümmert. Und dann haben wir ein großes Festessen gemacht – mitten in der Nacht. Paulus hat der ganzen Familie von Gott und Jesus erzählt. Und dann haben wir uns alle taufen lassen! Ach, Alexander, das war so schön.
A: Ich will auch die Geschichten hören. Kannst du sie mir erzählen?
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (KuS 398, KKL 193, HuT 89)
Paulus und Silas saßen im tiefsten Gefängnis. Sie waren gefangen in der Dunkelheit und doch haben sie Gott ein Loblied gesungen. Gott hat das Gefängnis zum Wanken gebracht und beide befreit. Dennoch sind sie geblieben. Mit ihrem Verhalten haben Paulus und Silas den Gefängniswärter so sehr beeindruckt, dass auch er zu Jesus gehören wollte. Im Haus des Gefängniswärters haben sie dann zusammen gegessen, gefeiert und Gott gelobt. Auch wir wollen miteinander essen und Gott loben …
Gott,
manchmal ist meine Angst so groß,
dass alles nur noch dunkel ist.
Manchmal fühle ich mich alleine.
Ich denke: Niemand kann mir helfen.
Dann fühle ich mich gefesselt
und wie in einem Gefängnis eingesperrt.
Gott,
dann mag ich mich daran erinnern,
dass du mein Hirte bist.
Dass du deinen Sohn geschickt hast,
um mich zu retten.
Dass du bei mir bist, auch in finsteren Tälern.
Gott,
dann gibt mir die Kraft, dich zu loben.
Dann gib mir den Mut, mir Hilfe zu holen.
Dann lass mich deine Nähe spüren.
Lass mich Trost finden in den Worten,
die Jesus uns gegeben hat:
Komm, Herr, segne uns
(EG 170, KuS 161, KKL 287)
Paulus im Gefängnis
Bildkartenset fürs Kamishibai-Erzähltheater

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Notenausgabe

150 der bekanntesten und beliebtesten Kinderhits von Daniel Kallauch, Margret Birkenfeld, Mike Müllerbauer u. v. a.; mit Melodien, Texten, Akkorden.
€ 15,00;
Zur Planung des KindergottesdienstesDer Gottesdienst eignet sich auch als Tauferinnerungsgottesdienst. Er kann dann für Kinder mit ihren Bezugspersonen gestaltet werden.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das ThemaIm Gottesdienst können Bilder von Taufen in der Kirche oder im Freien gezeigt werden. Es braucht Raum für die Fragen der Kinder und Feingefühl, damit Kinder, die die Taufe nicht kennen, sich nicht ausgegrenzt fühlen. Es ist vollkommen okay, nicht getauft zu sein.
Der Gottesdienst kann Möglichkeiten bieten, spielerisch positive Erfahrungen mit Wasser zu machen. Das Wasser kann in diesem Gottesdienst das Element sein, durch das die Kinder auf ganz verschiedene Weisen Lebensfreude erfahren, zu sich selbst und zu Gott kommen.
Kreative Umsetzung der GeschichteSpritzen: Eine mit Sand gefüllte, nicht verschlossene Flasche wird erhöht (z. B. auf eine Bierbank) hingestellt. Auf die Flaschenöffnung wird ein Tischtennisball gelegt. Mithilfe einer Wasserspritze wird versucht, diesen von der Flasche wegzuspritzen.
Material: leere Plastikflasche, Sand, Tischtennisball, Wasserspritze, Wasser
Wassertransport: Durch einen Parcours wird mit einem Becher möglichst viel Wasser vom Eimer am Anfang in den am Ende stehenden Eimer transportiert.
Das Spiel kann als Teamwettkampf angelegt sein. Dann wird am Ende mit einem Messbecher gemessen, welche Gruppe mehr Wasser transportieren konnte.
Bei heißem Wetter und draußen können zum Transportieren auch Esslöffel oder Schwämme verwendet werden.
Material: 2 oder 4 Eimer, 1 oder 2 Becher, Wasser, ggf. Schwämme oder Esslöffel
Wassertropfen: Mit einer Pipette einige Tropfen gefärbtes Wasser auf ein Papier tropfen. Anschließend durch einen Strohhalm auf den Tropfen pusten. Es entstehen bunte Wasserbilder.
Material: Papier, Lebensmittel-/Wasserfarben zum Färben, Wasser, Pipette
Unter Wasser: In einem großen, mit Wasser und Sand gefüllten Eimer sind Muggelsteine versteckt. Mit einer Hand wird nun danach gesucht und die Schätze geborgen.
Tipp: Auch hieraus kann ein Wettspiel entstehen. Entweder wird bei jedem Kind gemessen, in welcher Zeit es alle Muggelsteine findet (hier eine bestimmte Anzahl verwenden). Oder wie viele Muggelsteine es in einer bestimmten Zeit findet. Oder zwei Gruppen spielen gegeneinander (mit den oben erwähnten Varianten).
Material: Eimer, Sand, Wasser, Muggelsteine
Wir feiern im Namen Gottes,
der für uns wie Vater und Mutter ist.
Wir feiern im Namen Jesu, Gottes Kind.
Und wir feiern im Namen der Heiligen Geistkraft,
die unser Herz mit Liebe füllt. Amen.
Einfach spitze, dass du da bist
(KuS 193, KKL 146);
Vom Aufgang der Sonne (KuS 560, KKL 10);
Heut ist ein Tag an dem ich singen kann
(KuS 571, KG 1)
Eine*r: Guter Gott,
wir Menschen brauchen deine Liebe.
Alle: Deine Liebe ströme wie Wasser in uns.
Eine*r: Gottewige,
wir Menschen brauchen deine Hilfe.
Alle: Deine Hilfe ströme wie Wasser in uns.
Eine*r: Guter Gott,
wir Menschen brauchen deine Kraft.
Alle: Deine Kraft ströme wie Wasser in uns.
Eine*r: Gottewige,
wir Menschen brauchen deinen guten Geist.
Alle: Dein Geist ströme wie Wasser in uns.
Eine*r: Amen.
Alle: Amen.
Nach Psalm 139 (KuS 674)
Heute sagt Gott »ja« zu dir
(KuS 264, Wwdl 153)
Es wird ein Bild von einer Taufe gezeigt, z. B.

© AdobeStockPhotos/grafikplusfoto
Wer das oben abgebildete Taufbild verwenden möchte, findet es im Anhang zum kostenfreien Download.
Mögliche Impulsfragen:
»Heute möchte ich euch von einer Taufe erzählen. Um jemanden zu taufen, braucht man Wasser, deshalb beginnt unsere Geschichte im Wasser …«
Die Geschichte kann in verteilten Rollen gelesen werden. Personen/Stimmen: Erzähler*in, Johannes, Johanna, Frau aus dem Dorf, Jesus, Stimme Gottes
Erzähler*in:
Johanna taucht ab ins Wasser. Endlich! Es ist so ein heißer Tag. Sie musste noch ihrer Mutter helfen, das Wasser zum Kochen und Waschen aus dem Fluss zu holen. Einen großen Tonkrug voll Wasser hat sie auf ihrem Kopf bis nach Hause getragen. Nun hat sie frei und darf mit ihren Freunden und Freudinnen am Jordan spielen. Der Jordan ist ein großer Fluss, ihr Fluss! Johanna liebt diesen Fluss. Sie schaut gerne zu, wie das Wasser an ihr vorbeifließt.
Manchmal baut sie mit ihrer Freundin Maria kleine Schiffchen aus Baumrinde und setzt sie ins Wasser. Sie beobachten dann, wie die Schiffchen – getragen vom Wasser – auf Reisen gehen. Und wenn es heiß ist, so wie heute, schwimmt Johanna mit den anderen Kindern aus dem Dorf im Wasser und taucht wie ein Fisch. Sie spritzen sich gegenseitig nass und haben jede Menge Spaß!
Etwas entfernt von Johanna steht oben am Fluss ein Mann. Johanna hat ihn schon öfter gesehen. Er sieht anders aus als die anderen Männer: Er trägt einen Mantel aus Kamelhaaren und ist mager. Angeblich isst er nur Heuschrecken und Honig. Sein Name ist Johannes. Das weiß Johanna schon. Und sie kennt auch schon die Worte, die er den Menschen immer wieder zuruft:
Johannes:
Kehrt um, lasst euch taufen und in den Jordan tauchen! Durch das Wasser werdet ihr Gott nahe sein und ein neues Leben haben.
Erzähler*in:
So oder so ähnlich sagt er es. Dann hat Johanna eine Idee. Sie geht zu ihrer Freundin Maria.
Johanna:
Komm, Maria, lass uns zu Johannes gehen. Dann können wir zuschauen, wenn er jemanden tauft.
Erzähler*in:
Die beiden Mädchen setzen sich ans Ufer und beobachten, was passiert. Tatsächlich kommt eine Frau aus dem Dorf zu Johannes. Sie möchte sich taufen lassen. Gemeinsam mit Johannes steigt sie in den Jordan. Johannes taucht sie unter Wasser. Als die Frau wieder auftaucht, ringt sie nach Luft. Dann strahlt sie über das ganze Gesicht.
Frau aus dem Dorf:
Puh, mir wäre fast die Luft ausgegangen. Aber jetzt spüre ich, dass ich am Leben bin. Ja, Gott hat mich wieder ganz lebendig gemacht. Ich fühle mich wie neugeboren.
Erzähler*in:
Erleichtert steigt sie aus dem Wasser und geht in ihrer nassen Kleidung wieder Richtung Dorf.
Jesus:
Johannes, komm, taufe mich!
Erzähler*in:
Johanna dreht sich verwundert um. Sie hat den Mann, der das sagt, gar nicht kommen hören. Er ist genauso groß wie Johannes und trägt ein weißes Gewand. Johannes scheint ihn zu kennen.
Johannes:
Jesus! Du meinst, ich soll dich taufen?
Erzähler*in:
… fragt er ungläubig. Der Mann nickt. Er heißt Jesus. Er sagt zu Johannes:
Jesus:
Gott will es so.
Erzähler*in:
Die beiden Männer steigen in den Jordan. Johannes taucht Jesus unter Wasser. Als er wieder auftaucht, sagt Jesus nichts. Es ist seltsam still. Die Wolken am Himmel schieben sich zur Seite und Johanna glaubt, eine Taube zu sehen. Dann hört sie eine warme, liebevolle Stimme. Die sagt:
Stimme Gottes:
Du bist mein lieber Sohn. Ich freue mich über dich.
Erzähler*in:
Jesus sieht glücklich aus. Er steigt aus dem Wasser, bedankt sich bei Johannes und geht.
Alle Kinder und Erwachsenen am Fluss wundern sich über das, was sie eben gesehen und gehört haben.
Auch Johanna freut sich. Sie hat Gottes Stimme gehört. Jetzt ist sie sicher: Gott ist voller Liebe und ganz nah.
Wasser steht in einer Schüssel bereit. Alle sind eingeladen, sich Gottes Liebe zusprechen zu lassen und dabei ein Kreuz mit Wasser auf den Handrücken gemalt zu bekommen.
Getaufte Kinder können sich an ihre eigene Taufe erinnern.
Segensworte können sein: »Gott freut sich über dich und segnet dich!«
An dieser Aktion können auch die Bezugspersonen der Kinder beteiligt werden, indem sie ihrem Kind den Segen zusprechen.
Freude und Spaß mit Wasserspielen
(s. «Kreative Umsetzung der Geschichte«, Seite 356).
Gottes Liebe ist so wunderbar
(KuS 484, KKL 329, EGplus 120, Feiert Jesus! Kids 28)
(Hände wie eine Schale vor sich halten)
Du, unser Gott,
danke für unser Zusammensein.
Danke, für alles, was wir gehört und erlebt haben.
Ich fülle diese Schale
mit meinen Wünschen und Bitten.
Ich denke an Menschen, die zu mir gehören: Mama und Papa, Oma und Opa und alle, die für mich Familie sind. – Pause
(Weitere Namen von Menschen in die Schale flüstern, die uns wichtig sind)
Bitte, sei du uns nah
und schenke uns Lachen und Fröhlichkeit.
Ich werfe meine Bitte zu dir!
(Hände in die Luft werfen)
(Hände wieder wie eine Schale vor sich halten)
Ich denke an einen Menschen, den ich liebhabe und der deine Hilfe braucht. – Pause
(Diesen Namen in die Schale flüstern)
Ich werfe meine Bitte zu dir!
(Hände in die Luft werfen)
(Hände wieder wie eine Schale vor sich halten)
Ich denke an die Menschen in meinem Land: Manche haben Angst, zu kurz zu kommen. Manche tragen Angst und Hass in ihren Herzen. Für solche Menschen sind nicht alle Menschen gleich. – Pause
(Die Namen, die uns dazu einfallen, in die Schale flüstern)
Bitte, lass sie spüren, dass du alle gleich lieb hast und wir alle deine geliebten Kinder sind.
Ich werfe meine Bitte zu dir!
(Hände in die Luft werfen)
Vom Anfang bis zum Ende (KuS 196, KKL 315);
Segne, Vater, tausend Sterne
(KuS 182, KKL 281, EGplus 39);
Schalom, Schalom, der Herr segne uns
(KuS 198, Wwdl 74)
Gott segne dich und behüte dich heute und immer. Amen.
Die Geschichte von Johannes dem Täufer
Bildkartenset fürs Kamischibai-Erzähltheater

12 stabile DIN-A3-Bildkarten plus Text, der auf einem extra Bild-Übersichtsblatt abgedruckt ist und bei Bedarf vorgelesen werden kann.
€ 18,00; Best.-Nr. 9004
Babett Flügger/Christine Poppe
Was für Geschichten!
Ein Konfi 3-Jahr mit der Bibel gestalten

Eine der 12 Einheiten ist die Taufe Jesu. Die Einheiten sind klar strukturiert: Ein Psalm oder eine biblische Geschichte bilden den Mittelpunkt, der den Kindern mit unterschiedlichen Methoden nähergebracht wird.
€ 14,00; Best.-Nr. 3785
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeNach Psalm 121 (KuS 672)
Gott,
immer wieder hören wir von Menschen,
denen es nicht gut geht.
Immer wieder hören wir von Menschen
in großer Not.
Immer wieder hören wir von Menschen,
die Hunger und Durst haben.
Gott,
heute wollen wir erfahren,
wie einer nicht weggesehen hat.
Heute wollen wir erfahren,
wie da einer geholfen hat.
Heute wollen wir erfahren,
was das alles mit dir zu tun hat.
Hilf uns dazu, Gott! Amen.
Herr Jesus,
es ist gut, dass dir niemand gleichgültig ist.
Es ist gut, dass alle Menschen in Not
deine Brüder und Schwestern sind.
Es ist gut, dass du da bist,
wenn es Menschen schlecht geht.
Herr Jesus,
hilf doch, dass viele Menschen auch so helfen, wie Martin es tat.
Hilf doch, dass auch wir helfen,
wie Martin es tat.
Hilf doch, dass wir in allen Menschen,
die in Not sind, deine und unsere Geschwister erkennen. Amen.
Kreative Umsetzung der GeschichteDie einzelnen Szenen der Geschichte von den Kindern malen lassen und als fortlaufende Geschichte aufhängen. Die Szenen dabei so aufteilen, dass jedes Kind eine malen kann.
Den biblischen Text als besonderes Schmuckblatt mit folgendem Text gestalten:
Jesus Christus spricht: »Was ihr getan habt für eine meiner geringsten Schwestern und einer meiner geringsten Brüder, das habt ihr für mich getan.«
Mittels Spielfiguren die ganze Geschichte von/mit den Kindern nachstellen, was auch eine gute Wiederholung des Gehörten ist.
Wenn von Martins Taufe erzählt wird, kann der Kindergottesdienst mit einer Tauferinnerung verbunden werden. Die mitgebrachten Taufkerzen (vorher darauf hinweisen!) können dann anschließend an der Osterkerze entzündet werden. Für Kinder, die keine Taufkerze (dabei)haben, entsprechende Kerzen bereithalten. Der Tauferinnerungs-Teil wird mit einem Gebet abgeschlossen. Dabei halten sich alle an der Hand (= Zeichen, dass uns die Taufe zur Gemeinde Jesu zusammenschließt).
Vielleicht erzählen sie den Schluss der Erzählung (Martins Taufe) den Älteren und Jüngeren gemeinsam. Wenn alle (wieder) beieinander sind, kurz darauf eingehen, dass Martin vor der Taufe seinen Taufunterricht abschließen musste – was er getan hatte –, um dann allen zusammen von seiner Taufe zu erzählen. (Aus diesem Grunde wurde der Schluss beider Erzählungen, die für Jüngere und für Ältere, bewusst mit dem nahezu gleichen Wortlaut verfasst.)
Erzählung für JüngereDer Reiter zog seinen Mantel enger um sich zusammen. Es war kalt, die Sonne ging bald unter. Der Weg aber war noch weit bis nach Amiens. Der Reiter hieß Martin. Er beugte sich etwas vor und tätschelte liebevoll den Hals seines treuen Pferdes. »Dir ist so kalt wie mir. Aber halte durch, dann wartet ein warmer Stall auf dich. Dann bekommst du auch eine Extraportion Hafer.« Als hätte ihn das Pferd verstanden, wieherte es.
Drei Jahre war Martin schon in der Armee des römischen Kaisers. Er war erst 18 Jahre alt. Und er musste dem Kaiser noch viele weitere Jahre als Soldat dienen.
Während das Pferd gleichmäßig weitertrabte, erinnerte Martin sich an seine Jugend. Die Familie lebte für längere Zeit in Italien. Das war eine schöne Zeit. Dort war es angenehm warm und er war Menschen begegnet, die ihn irgendwie interessierten. Er fand schließlich heraus, dass sie zu dieser neuen Religion, gehörten: den Christen. Diese Christen gingen so liebevoll miteinander um. Sie hatten sich nach Jesus Christus benannt. Ihm folgten sie nach und von ihm erzählten sie.
Bald wollte Martin selbst ein Christ sein und zu den Christen gehören. Er meldete sich zum Taufunterricht an. Nur durch die Taufe gehörte man dazu.
Aber ach, es kam alles ganz anders. Denn Martins Vater war auch Soldat. Aber ein besonderer Soldat. Er konnte anderen Soldaten Befehle geben. Er war ein Anführer. Deshalb musste Martin als sein Sohn auch Soldat werden. Und so rückte seine Taufe in weite Ferne.
Plötzlich schreckte ihn etwas aus seinen Erinnerungen auf. Oh! Sie waren kurz vor dem Ziel. Aber halt, was war denn das? Da am Stadttor von Amiens? Obwohl ein ziemliches Gedränge herrschte, fiel ihm doch der Bettler auf. Fast nackt hockte er da am Boden. Und das bei dieser Kälte! Doch die Leute drängten sich einfach an ihm vorbei. Manche verhöhnten den Mann sogar: »Tu doch nicht so! Du willst nur Mitleid und Geld! Geh aus dem Weg!«
Kurz entschlossen zügelte Martin sein Pferd. Was sollte er nur machen? Ihm war ja auch kalt. Nein, er musste es versuchen. Er packte seinen Umhang und zog ihn ganz straff. Dann zog er sein Schwert. Wie gut, dass er es täglich schärfte. Dann schlug Martin zu – und teilte seinen Mantel in zwei Hälften. Die abgeschnittene Hälfte reichte er dem Bettler. »Geh zu den Soldaten. Sag, der Offizier Martin schickt dich. Dann bekommst du eine warme Suppe.« Dann ritt Martin eilig zur Kaserne.
Dort lachten ihn die anderen Soldaten aus. Er hatte ja nur noch einen halben Mantel. Und einige machten sich sogar über seine Hilfsbereitschaft lustig!
In der Nacht darauf fuhr Martin plötzlich aus dem Schlaf. Er hatte geträumt. Aber der Traum fühlte sich wie echt an. Im Traum stand der Bettler vor Martin. Er hielt die abgeschnittene Mantelhälfte in den Händen. Und diese Hände hatten Wunden. Sie waren wohl einst von Nägeln durchbort worden. Wie bei Jesus.
Da erkannte Martin, dass ihm in diesem Bettler Jesus selbst begegnet war. Jetzt erinnerte er sich, was er vor Jahren einmal im Taufunterricht gehört hatte. Jesus hat gesagt: »Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet.« Da beschloss Martin, sich so schnell wie möglich taufen zu lassen.
Einige Zeit später war es dann soweit. Martin hatte einen Priester namens Hiliarius gefunden. Bei dem schloss er seinen Taufunterricht ab. In einer kleinen Kapelle neigte Martin nun seinen Kopf über das Taufbecken. Dreimal schüttete Hilarius ihm Wasser über seinen Kopf und sagte: »Martin, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das Licht Jesu sei nun deines Lebens Licht.«
So wurde der Soldat Martin getauft.
Erzählung für ÄltereSpielstück. Bei weniger Mitarbeitenden werden entsprechend mehr Rollen von einzelnen besetzt.
Erzähler:in: Gerne trafen die Kinder sich bei den Pferdeställen der römischen Garnison in Amiens. (Die nachfolgend Genannten kommen herein und setzen sich in den Kreis.) Carl, Quintus und Maria. Schließlich auch Calista.
Calista: Ist das kalt und dann noch der viele Schnee. Hört mal, ich muss euch was erzählen … (Quintus wirkt aufgeregt) Quintus, was ist denn?
Quintus: Hast du was Neues von den Soldaten gehört? Da werden doch einige noch heute erwartet. Das hab ich in der Kaserne vorhin von meinem Vater erfahren.
Calista: Ach deshalb sind so viele Soldaten am Stadttor. Aber stellt euch vor, da sitzt doch tatsächlich auch ein Bettler!
Carl: Was soll daran denn schon Besonderes sein? Es gibt genug Arme und Bettler in der Stadt. Und bei dem Wetter kommen von draußen sicher noch mehr nach Amiens, weil es hier vielleicht etwas einfacher für sie ist.
Maria: Carl, jetzt lass doch Calista erst mal erzählen und unterbrich nicht.
Calista: Nun, dieser Mann ist aber fast nackt, wie er da sitzt. Hat praktisch nur ein Lendentuch um und sieht wirklich zum Erbarmen aus.
Quintus: Haben ihm denn die Torwachen nichts gegeben?
Calista: Dein Vater ist vielleicht einer der guten Soldaten und hilft anderen Menschen.. Die Torwachen aber haben den Mann ausgelacht, während sie Wein getrunken haben.
Maria: Das ist so gemein!
Erzähler:in: Alle schweigen bedrückt, während sie ihre Hände am Feuer wärmen. Plötzlich wird die Stalltür geöffnet und Leo, ein weiteres Kind, kommt ganz aufgeregt herein.
Leo: Hey Leute, was ich gerade draußen am Stadttor erlebt habe, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Da saß ein Bettler …
Carl: Das hat uns Calista schon erzählt. Also, was ist nun passiert?
Leo: Die kaiserlichen Reiter sind endlich zurückgekommen. Angeführt hat sie Martin, der Offizier. Die anderen sind so schnell sie konnten in die Stadt geritten. Martin aber hat angehalten, sah den Bettler an, überlegte kurz und zog sein Schwert. Ich dachte noch: »Hä, was will er denn mit seinem Schwert?« … da zog Martin schon seinen Mantel ganz stramm und teilte ihn in zwei Hälften. Die abgeschnittene Hälfte hat er dem Bettler gegeben. Mehr hab ich nicht mehr mitbekommen.
Erzähler:in: Ganz aufgeregt unterhalten sich die Kinder noch lange über diesen Martin.
Am nächsten Abend kommen sie wieder zusammen. Diesmal hat Quintus etwas zu erzählen.
Quintus: Stellt euch vor, was ich von meinem Vater weiß: Martin ist am Morgen ganz verstört in den Speisesaal gekommen. Er hat zuerst gar nichts gesagt, doch dann hat er erzählt. Von seinem Traum, den er in der Nacht hatte. Im Traum hat Martin nämlich wieder den Bettler gesehen. Den, der frierend am Stadttor gesessen hat. Im Traum trug der sogar seine Mantelhälfte. Aber seine Hände und Füße sahen aus, wie von Nägeln durchbohrt. Da ist Martin klar geworden: Das war Jesus, der ihm in diesem Bettler begegnet ist!
Maria: Ach, gehört Martin auch zu dieser neuen Religion? Die sagen doch, dieser Jesus war Gottes Sohn und ist von den Römern am Kreuz hingerichtet worden.
Leo: Ja, und sie sagen auch, er sei von den Toten wieder auferstanden und lebe.
Quintus: Martin muss irgendwie schon dazugehören. Er weiß nämlich viel über Jesus, hat mein Vater gesagt. An eine Aussage von Jesus konnte sich mein Vater gut erinnern. Jesus sagte wohl einmal: »Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet.«
Carl: Und genau das hat Martin ja getan, als er seinen Mantel mit dem Bettler teilte.
Calista: Ich habe sogar gehört, dass er sich jetzt taufen lässt. Nur durch die Taufe gehört man wirklich zu den Christen. Das weiß ich von meiner Mutter.
Leo: Bei der Taufe wär ich gern dabei!
Erzähler:in: Einige Zeit später versammelten sich wenige Menschen in einer kleinen Kapelle. Dort neigte Martin seinen Kopf über das Taufbecken. Dreimal schüttete der Priester Hilarius ihm Wasser über den Kopf und sagte: »Martin, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das Licht Jesu sei nun deines Lebens Licht.« Martin staunte, als er die Kapelle verließ. Denn am Eingang standen fünf Kinder. Mit großen Augen hatten sie seiner Taufe zugeschaut.
Zugänge für den VorbereitungskreisWir lesen gemeinsam den Text.
Zum Text / Zum Thema
Die Kinder und der Text / das Thema
Liturgische ElementeGut, dass wir einander haben (KuS 294);
Du bist da, wo Menschen leben (KuS 476);
Ich möcht, dass einer mit mir geht (KuS 260);
Philippus und der Kämmerer (KuS 266);
Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn (KuS 286)
Kreative Umsetzung der Geschichte(Eine Abwandlung des Spiels »Reise nach Jerusalem«)
Hier steht zuerst nur ein Stuhl da. Wer den Sitzplatz erhascht beim Verstummen der Musik, erzählt eine »Frohe Botschaft«: Etwas Schönes, das man erlebt hat; eine lustige Geschichte oder (zur Not) auch einen Witz. Danach bleibt das Kind sitzen und es kommt ein weiterer Stuhl hinzu. Die Musik setzt wieder ein, verstummt und jemand erhascht den noch freien Stuhl … bis alle sitzen.
Variante 1: »Flüsterpost«
Die Kinder sollen die Flüsterpost mit frohen Botschaften weitergeben (z. B. »Gott ist dir nahe«, »Wir sind stark durch Gott«, »Gott ist ein Freund der Kinder«)
Variante 2: »Schallmauer«
Alle sind in der Mitte des Raumen und schreien so laut sie können, mit Ausnahme von zwei Personen. Diese stehen sich, durch einen »Schallmauer« getrennt (die Schreienden), diametral gegenüber. Die eine versucht, der anderen eine Frohe Botschaft zuzurufen. Gelingt dies durch die Schalllmauer hindurch? Wird die Frohe Botschaft korrekt empfangen?
Gelingt dies, wird getauscht.
Peter Hitzelberger (Hg.)
Mit allen Sinnen sind wir da
Kleine Rituale, Mitmach-Elemente und Gebete
Dieses Praxisbuch bietet zahlreiche Vorschläge und Modelle, mit Kindern alle unsere zur Verfügung stehenden Sinne einzusetzen, um Glauben erlebbar zu machen.
Für Kindergottesdienst, Kindergarten/Kita und Grundschule. Zusätzliche kostenfreie Downloads komplettieren das Buch.
160 Seiten, € 19,80;
Best.-Nr. 2155
Erzählung für JüngereEine Mitmachgeschichte. Dabei stehen alle im Kreis. Der/die Erzähler:in oder ein weiteres Teammitglied macht die Bewegungen vor, alle anderen machen diese dann jeweils nach.
Philippus ist ein Freund von Jesus (Hände vor dem Brustkorb ineinander verhaken).
Jesus ist schon im Himmel (mit beiden Händen nach oben zeigen).
Philippus hat Jesus richtig lieb (aus Händen vor dem Brustkorb ein Herz bilden).
Überall, wo Philippus hinkommt, erzählt er von Jesus (Arme langsam ausbreiten).
Einmal hört Philippus einen Engel reden (eine Hand »hörend« hinter ein Ohr legen):
»Geh zu der Straße von Jerusalem nach Gaza. Fast niemand wird dort sein.« Philippus geht los (auf der Stelle gehen).
Als Philippus dort ist, bleibt er stehen (stehenbleiben).
Da sieht er eine Kutsche kommen (flache Hand über die Augenbrauen legen).
Ein hoher Beamter der äthiopischen Königin sitzt darin. Er ist auf dem Weg nach Hause (beide Hände stolz auf die Brust legen).
Philippus hört wieder eine Stimme: »Bleib bei dieser Kutsche« (eine Hand »hörend« hinter ein Ohr legen).
Philippus geht neben der Kutsche her (auf der Stelle gehen).
Der Beamte in der Kutsche liest in einer Schriftrolle des Propheten Jesaja (Handflächen wie ein Buch vor sich halten und »lesen«).
Philippus hört, dass der Beamte laut liest (eine Hand »hörend« hinter ein Ohr legen).
Da spricht Philippus den Beamten an: »Verstehst du auch, was du da liest?« (Mit dem Zeigefinger kurz an die Schläfe tippen, dann nach oben zeigen)
Der Beamte seufzt: »Wie soll ich das verstehen? Ich weiß nicht: Schreibt der Prophet von sich selbst oder von jemand anderem? Kannst du mir vielleicht helfen?« (Mit den Schultern zucken, dabei Handflächen ausstrecken und fragende Geste machen.)
Der Beamte lädt Philippus ein, in seine Kutsche zu kommen (mit offener Hand auf Platz neben sich zeigen).
Philippus erzählt von Jesus und von seiner frohen Botschaft. Philippus zeigt auf, was die Worte aus der Schriftrolle mit Jesus zu tun haben. Ganz begeistert erzählt Philippus (erzählend gestikulieren).
Der Beamte hört gespannt zu (eine Hand »hörend« hinter ein Ohr legen).
Er merkt: Philippus kennt diesen Jesus sehr gut und liebt ihn (aus Händen vor dem Brustkorb ein Herz bilden).
Der Beamte ist überwältigt von dem, was Philippus erklärt (Hände übereinander auf Brust legen).
Der Beamte zeigt nach draußen (mit Zeigefinger deuten).
Er sagt: »Schau! Dort ist eine Wasserstelle. Ich will getauft werden.«
Philippus tauft den Beamten (mit einer hohlen Hand Wasser über einen imaginären Kopf gießen; anschließend Kreuz in die Luft zeichnen).
Dann verschwindet Philippus vor den Augen des Beamten. Der Geist Gottes hat Philippus an einen anderen Ort gebracht (Augen weit aufreißen, Mund zu einem stummen »O« formen).
Der Beamte freut sich. Jetzt gehört er zu Jesus. Fröhlich fährt er nach Hause (beide Arme in die Luft strecken, lächeln)
Erzählung für ÄltereAnspiel für zwei Personen.
Philippus: (Philippus tritt auf)
Habt ihr diese Stimme eben gehört? (Pause) Nein? (Pause) Hmm. Also habe nur ich sie gehört. (Pause) Echt abgefahren.
Seit ich den Aposteln bei der Verkündigung helfen darf, geschehen mir immer wieder so wundersame Dinge. Gerade mir! Philippus. (Pause) Wie Gott mich begleitet und sogar immer wieder anleitet, habe ich zuvor so noch nie erlebt. (Pause) Und jetzt wieder. Ich habe eben gehört, dass ich nach Jerusalem gehen soll. Auf die Straße nach Gaza. Also: Nichts wie hin! (Hier einen »Ortswechsel« vornehmen und den Standplatz verändern.)
So, hier bin ich. Hmm. (Pause) Wie ich es erwartet habe. Total nichts los hier! (Pause) Wie auch? Um diese Zeit! (Pause) Wer hat das eben gesagt? (Pause) Ach, klar, Gottes Geist hat es gesagt. (Pause) Da! (Zum herankommenden, lesenden Finanzbeamten zeigen.) Seht ihr den Wagen? Der sieht ganz schön wohlhabend aus. Neben ihm gehe ich jetzt mal eine Weile her.
Beamter: (Laut vor sich hinlesend)
»Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtbank geführt. Wie ein Lamm stumm bleibt, wenn es geschoren wird, sagt er kein Wort. Er wurde zutiefst erniedrigt. Doch das Urteil gegen ihn wurde aufgehoben. Wer wird seine Nachkommen zählen können? Denn sein Leben wurde von der Erde weg zum Himmel gehoben.«
Philippus:
Verstehst du eigentlich, was du da liest?
Beamter:
Jetzt bin ich ein derart gebildeter Mann … bin Finanzverwalter der Königin von Äthiopien … ich habe schon vieles gesehen und so manches gemeistert … aber das, was ich hier lese, ist mir ein Rätsel! Von wem redet der Prophet hier? Kannst du mir das erklären?
Philippus:
Gerne werde ich versuchen, dir den Text verständlich zu machen.
Beamter:
Dann setz dich doch zu mir in meinen Wagen! Fahre ein Stück mit mir.
Philippus:
Sehr gerne! (Setzt sich neben den Finanzbeamten.)
Hast du schon mal was von Jesus Christus gehört? Lass mich dir von ihm erzählen. Davon, wer er war, was er gemacht hat und was ihm hier in Jerusalem geschehen ist … (Er erzählt gestikulierend, der Finanzbeamte hört zu, nickt hin und wieder. Philippus ist seine Begeisterung anzusehen. Der Beamte wird davon mehr und mehr mitgerissen. Das »Gespräch« wird immer wieder von anderen Geräuschen ergänzt: eine Schafherde, durcheinanderredende Menschen … Diese werden entweder von weiteren Teammitgliedern eingebracht oder abgespielt; s. hierzu auch die Vorbemerkungen zur »Erzählung für die Jüngeren«.
Beamter:
Ich möchte auch zu Jesus gehören! Ich möchte Christ werden. Schau mal, da ist eine Wasserstelle. Taufst du mich?
Philippus:
Das ist eine tolle Idee! Das machen wir (beide steigen aus, Philippus tauft den Beamten, der schließt deutlich die Augen):
Ich taufe dich auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
(Anschließend verschwindet Philippus. Das »plötzlich« lässt sich am besten umsetzen, indem der Ort der Taufe an den Rand der »Bühne« gelegt wird. Der Finanzbeamte steht noch eine Weile mit geschlossenen Augen alleine da, ehe er sie öffnet.)
Beamter: (überrascht)
Wo ist denn der nette Mann so plötzlich hin? (Pause, dann abwinkend) Sei’s drum. Ich freue mich sehr, dass ich ihn getroffen habe. Jetzt fahre ich so schnell wie möglich nach Hause. Dort will ich ich dann auch erzählen, was ich hier erfahren habe. Alle sollen die frohe Botschaft hören.
Minibüchlein aus der Reihe »Was Kinder fragen?«
Kinder sind neugierig. Sie haben viele Fragen. Auch zu unserem Glauben, mit dem sie zu Hause, in Kita, Kindergarten und Familiengottesdiensten in Kontakt kommen.
Das Minibüchlein greift viele solcher Fragen auf: »Wer war Jesus?«, »Warum lesen wir die Bibel?«, »Welche Feste feiern Christen?« … und gibt kindgerechte Antworten.
26 Seiten, € 1,80 (ab 25 Ex. je € 1,75;
ab 50 Ex. je € 1,70);
Zugänge für den Vorbereitungskreis
Zum Text / Zum ThemaAuffällig am Bibeltext dieses (wie auch des nächsten) Sonntags ist, dass sie als »Wir-Erzählung« verfasst ist. Erfahrene Mitarbeitende könnten diese beiden Erzählungen unmittelbar aus dem Bibeltext übernehmen und sie etwas ausschmücken, da durch die Perspektive des »wir« die Kinder unmittelbar an den Ereignissen teilhaben können.
Indem Paulus nach Makedonien reist, kommt das Evangelium von Jesus auf einen anderen Kontinent, nach Europa. Paulus selbst kommt in eine neue, ihm bisher unbekannte Welt. Dadurch wird die Welt grundlegend und bis in unsere Tage hinein verändert. Es ist also ein großer Schritt, der hier von Gott initiiert und von Paulus gemacht wird.
Die Kinder und der Text / das ThemaPaulus sucht einen Ausweg und probiert unterschiedliche »Türen«. Doch zunächst bleiben diese verschlossen. Es geht nicht weiter. »Ich komme nicht vorwärts« – ältere Kinder kennen diese Erfahrung. Umgekehrt erleben sie aber auch: Von unerwarteter Seite tut sich eine Türe auf. Gott ebnet Wege. Diese Hoffnung, dieses Vertrauen gilt es, den Kindern zu vermitteln.
Liturgische ElementeSegenslieder wie z. B. »Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen« (KuS 195)
Siehe hierzu »Zur ganzen Reihe«;
die Übertragung von Nico Szameitat (Wwdl 130).
Kreative Umsetzung der GeschichteIn Abwandlung des Spiels »Ich packe meinen Koffer und nehme mit …« kann ein Spiel unter dem Titel und der Aufgabe gespielt werden: »Ich mache eine Reise und fahre mit … (Person nennen) nach …«
Irmgard Kaschler
Escaperoom-Spiel zur Bibel
Wie anders und intensiv sich biblische Geschichten einprägen, wenn sie über das Hören hinaus unsere Sinne ansprechen, ist durch die Neurobiologie bekannt.
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren bietet dieses Escaperoom-Spiel eine solche Möglichkeit des besonderen Erlebens und Verstehens.
Durch Knobeln und Raten werden Codes geknackt, um mit Mose und dem Volk Israel aus Ägypten hinauszukommen.
Das Spiel kann beliebig oft verwendet werden. Alle Rätsel und Materialien können (ohne zusätzlichen Kosten) heruntergeladen und in der benötigten Anzahl ausgedruckt werden .

Erzählung für JüngereDie Taschenlampe zeigen und die Kinder erzählen lassen, woran sie sich erinnern.
Mit so einer Taschenlampe kann man in der Dunkelheit den Weg finden. Auch Paulus war auf der Suche nach dem richtigen Weg. Zwar wollte er Menschen überall von Jesus erzählen, aber immer musste er entscheiden, in welche Stadt oder in welches Land er als nächstes gehen würde. Paulus war mit seinen Freunden inzwischen bis in die Hafenstadt Troas gekommen. Eigentlich wollte Paulus gar nicht dorthin. Doch er wusste: »Gott schickt mich.« Trotzdem war er unsicher und fragte sich: »Wie sollte es jetzt weitergehen?« Er tappte im Dunkeln. Er dachte nach: »Was ist der richtige Weg?«
Nachts lag Paulus oft wach und überlegte hin und her. Eines Nachts, als er endlich mal schlafen konnte, hatte Paulus einen Traum. In diesem Traum sah er einen Mann aus Makedonien, das ist ein Teil von Griechenland. Der Mann rief Paulus zu: »Komm zu uns nach Griechenland herüber. Wir möchten auch etwas von Jesus hören!« Als Paulus wach wurde, ging er zu seinen Freunden, die beim Frühstück saßen, und sagte: »Jetzt weiß ich, wohin wir gehen sollen!« Alle sahen gespannt von ihrem Frühstück auf. »Gott will, dass wir nach Makedonien, nach Griechenland, nach Europa gehen.« – »Auf zu einem neuen Erdteil. Auf nach Europa!«, riefen da einige der Freunde von Paulus.
Nach dem Frühstück ging Paulus in den Hafen von Troas und suchte nach einem Schiff, das hinüber nach Europa, nach Makedonien segeln würde. Paulus fand ein Schiff, das zur Insel Samothrake segelte. Von da sollte es weiter nach Neapolis und Philippi segeln. Als Paulus in Philippi ankam, schaute er sich zunächst die Stadt genau an. Er wollte die Stadt und die Menschen, die dort wohnen, kennenlernen. Doch wo und wem sollte er zuerst von Jesus erzählen? Es war, als ob Paulus auch jetzt noch mit der Taschenlampe nach dem richtigen Weg suchte. Paulus entschied sich, am Samstag, am heiligen Tag des Volkes Israel, zu dem auch Paulus gehört, an einen Fluss bei Philippi zu gehen. Und tatsächlich: Dort traf er eine Gruppe Frauen, die zu Gott beteten, wie Jesus es auch getan hatte. Nur wussten sie noch nichts von Jesus.
Paulus setzte sich zu den Frauen am Fluss. Sie kamen miteinander ins Ge-spräch. Paulus erzählte von Jesus, dem Licht der Welt. Jesus hatte ja auch Paulus, den Weg aus der Dunkelheit gezeigt. »Durch Jesus«, sagte Paulus, »wird es auch in eurem Leben hell.« Eine Frau hörte Paulus besonders genau.
Sie hieß Lydia und war Stoffhändlerin. Sie färbte Stoffe mit Purpur, einer seltenen und teuren violetten Farbe. So war Lydia weit herumgekommen. Sie war auch in Rom, der Hauptstadt des römischen Reiches, gewesen. Denn der Kaiser und die Senatoren durften Kleidung in dieser Farbe tragen. Doch Lydia wusste, um zufrieden zu sein, um Frieden in ihrem Herzen zu haben, brauchte sie etwas anderes als Geld. Paulus hatte ihr Licht gebracht (Taschenlampe zeigen), als er von Jesus erzählte. Jetzt sah sie mehr und fand den Weg zu Gott. Gott machte sie zufrieden.
Sofort wollte Lydia sich taufen lassen. Doch sie wollte, dass alle, die mit in ihrem Haus wohnen, ihre Familie, ihre Dienerinnen, Diener und ihre Angestellten, genauso zufrieden sein können wie sie. Deswegen ließ sie alle aus ihrem Haus kommen. Paulus taufte alle.
Dann lud Lydia Paulus und seine Freunde ein. Sie sollten in ihr Haus kommen und noch mehr von Jesus erzählen, damit es in ihrem Leben noch heller würde. Paulus ging zusammen mit seinen Freunden zu Lydia.
Erzählung für ÄltereLukas tritt wieder als Arzt auf. (Zur Erzählperson »Arzt« siehe »Zur ganzen Reihe«, Seite 199)
Paulus war ein sehr rastloser Mensch. Er hatte immer den inneren Drang, loszuziehen, um den Menschen von Jesus zu erzählen. Kaum waren wir am Ausgangspunkt unserer ersten Reise angekommen (Karte), bereitete Paulus schon alles für eine neue Reise vor. Schließlich gab es noch viele Orte in dem Land, das ihr Türkei nennt, an denen die Menschen noch nichts von Jesus gehört hatten. Paulus wollte so viele Orte wie möglich besuchen. Deswegen entschied er sich, diesmal nur zu Fuß unterwegs zu sein. In den folgenden Jahren haben wir viele hundert Kilometer so zurückgelegt. Ich habe unsere wunden Füße gepflegt und manchen Verband angelegt.
Beeindruckt hat mich der Mut von Paulus: Unerschrocken ging er auch wieder nach Lystra (Karte). Dort hatte man ihn ja schon einmal fast zu Tode gesteinigt. Doch das war Paulus egal. Paulus hatte ja selbst erlebt: Jesus hat was mit denen vor, die ihm und seinen Freundinnen und Freunden nach dem Leben trachteten. Paulus war ja als Saulus auch so einer gewesen. Wer weiß, was Jesus mit den Leuten in Lystra vorhatte! Doch Lystra war nur eine kurze Zwischenstation. Danach gingen wir weiter in eine Gegend, die Mysien hieß, in die Stadt Troas (Karte).
Dort überlegten wir, wie und wohin die Reise weitergehen sollte. Paulus war unentschlossen, überlegte hin und her: Zurück nach Antiochien, nach Bithynien, nochmals nach Galatien (jeweils auf Karte zeigen). Tagelang ging das so. Doch dann war eines morgens alles klar und entschieden. Ganz aufgeregt kam Paulus zum Frühstück. »Ich hatte heute Nacht einen Traum. Damit hat Gott mir gesagt. wohin wir gehen sollen.« Alle sahen ihn fragend und gespannt an.
Paulus setzte sich und fuhr fort: »Also, mir erschien ein Mann, der sagte zu mir: ›Komm zu uns nach Mazedonien und hilf uns.‹ Wir sollen also die frohe Botschaft von Jesus nach Europa bringen.« – »Was, wir gehen hinüber nach Europa? Auf einen anderen Kontinent? In eine neue, fremde Welt?« So waren unsere Fragen. Aber alle am Tisch, die mit Paulus unterwegs waren, wollten am liebsten sofort aufbrechen. Was würde uns in Europa erwarten?
Das Gute war: Zunächst waren wir mit dem Schiff unterwegs. Endlich musste ich keine Füße mehr verbinden und versorgen. Da wir auf der Überfahrt nach Griechenland in der Nähe der Küste blieben, wurde auch niemand seekrank. Ich freute mich. Unser Schiff segelte zunächst zur Insel Samotrake (Karte), von dort ging es am nächsten Tag weiter. Diesmal mussten die Männer im Schiff rudern, weil es ganz windstill war. Doch wir schafften es nach Neapolis (Karte) und von dort ging es dann doch wieder zu Fuß nach Philippi (Karte). Dort war manches anders als bisher. So hörten wir zwar auch Menschen griechisch sprechen. Doch noch nie waren uns so viele Menschen begegnet, die lateinisch sprachen. Staunend gingen wir durch die Stadt, über die Straßen und Plätze. Wo und wie würde Paulus den Menschen von Jesus erzählen?
Paulus war immer für eine Überraschung gut. Während wir uns in der Stadt umsahen, hörten wir von der kleinen jüdischen Gemeinde, die es hier gab. Doch wo kamen die Gemeindeglieder zusammen? Eine Synagoge hatten wir in Philippi weder gesehen noch davon gehört. Paulus vermutete: »Sie treffen sich draußen vor der Stadt, wo sie sich nach den jüdischen Regeln waschen.« Deshalb hoffte Paulus, dort auf Menschen zu treffen, denen er von Jesus erzählen konnte.
Übrigens machte es Paulus oft so, dass er zuerst in die Synagoge, das Gotteshaus jüdischer Menschen, ging. Denn Paulus war auch Jude und wollte zuerst Juden und Jüdinnen von Jesus erzählen, dann aber auch allen anderen Menschen. Und tatsächlich: Als wir am Sabbat, dem jüdischen Ruhetag, vor die Tore der Stadt gingen, trafen wir dort auf eine Gruppe von Frauen. Darunter waren auch einige Jüdinnen. Schnell kam Paulus mit ihnen ins Gespräch und erzählte ihnen von Jesus. Die Nichtjüdin Lydia hörte besonders gespannt und neugierig zu. Immer wieder stellte sie Fragen, wollte mehr von Jesus wissen. Schließlich lud sie uns zu sich nach Hause ein.
Das war ein sehr feines Haus. Wir erfuhren, dass Lydia Stoffhändlerin war. Sie hatte sich auf den Purpur-Farbstoff spezialisiert und war dadurch reich geworden. Denn Purpur ist ein seltener und kostbarer Farbstoff, der den Stoff violett macht. Nur wichtige Personen durften purpurne Kleidung tragen, etwa der Kaiser in Rom und seine Berater.
Doch viel wichtiger war: Ganz schnell traf Lydia eine Entscheidung. Sie wollte zu Jesus gehören. Gott hatte nämlich ihr Herz geöffnet. Nun wollte Lydia sich taufen lassen, aber nicht nur sich, sondern alle Menschen, die bei ihr im Haus wohnten, sollten ebenfalls getauft wer-den. Deswegen trafen sich Paulus und Lydia samt den Menschen, die zu ihr gehörten, bald wieder draußen vor den Toren Philippis. Dort gab es einen Fluss.
Damals war es üblich, dass die Menschen bei der Taufe nicht nur etwas Wasser über den Kopf gegossen bekommen, sondern sie wurden dreimal ganz unter Wasser getaucht. Jedes Mal, wenn die Menschen untergetaucht wurden, war das ein Zeichen, dass das Böse im Menschen sterben sollte. Der Mensch, wie Gott ihn wollte, wurde aus dem Wasser herausgezogen.
Als Paulus Lydia zum dritten und damit letzten Mal aus dem Wasser herauszog, strahlte sie über das ganzes Gesicht. Paulus umarmte sie und sagte zu ihr: »Willkommen in der Gemeinde von Jesus Christus. Hier haben Unterschiede, die sonst so wichtig sind, ihre Bedeutung verloren. Es ist egal, ob jemand ein Mann oder eine Frau ist, reich oder arm, Grieche oder Nichtgrieche, klug oder weniger klug. Jesus Christus verbindet uns über alle Unterschiede hinweg.«
»Amen. So sei es«, antwortete Lydia und sah die Menschen an, die mit ihr zusammenlebten. Sie ging auf sie zu und nahm einen nach dem anderen in den Arm. Ich staunte, als ich das sah. Ob sie das vor ihrer Taufe auch gemacht hat? Ich zweifelte. Ja, Jesus verändert das Leben der Menschen.
Zur Planung des Kindergottesdienstes
Zum Text / Zum ThemaWas muss das für ein krasses Gefühl gewesen sein, als Jona ins Meer geworfen und – anstatt zu ertrinken – von einem großen Fisch verschluckt wird. Sicherlich hat es kurz gedauert, bis er gemerkt hat, dass der Fisch ihn nicht verdaut. Jona ist darüber dankbar.
Dieses Motiv, das im »Jona-Psalm« verarbeitet wird (Jona 2,3–11), zieht sich durch den Gottesdienst. Gott sucht sich nicht einfach einen neuen Propheten, als Jona abhaut, sondern er rettet ihn und gibt ihm eine zweite Chance.
Jona, der sich schon verloren am Meeresgrund gesehen hat, ist über seine Rettung unendlich dankbar.
Kreatives Erzählen der GeschichteVorbemerkungen zur Geschichte
Tipp: Die Akteure sollten sich die vereinbarten Wörter im Text markieren, um entsprechende Pausen zu machen (hier: fett). Das deutliche Betonen der Wörter sollte eingeplant und geübt werden.
Rollen:
Jona (mit Verkleidung, viel Text; zum Schluss ein kurzer Text-Teil zum Vorspielen)
Gott
Kapitän
Matrose
Ideen für Geräusche:
Gott: 3 Töne auf dem Xylophon;
Jona: 2 x auf die Schenkel, 1 x in die Hände klatschen;
Sturm: Trommel
Fisch: Trillerpfeife
Ninive: Rassel
Weitere Geräuschworte können eingebaut werden; das jeweilige Wort sollte etwa 3-5 Mal vorkommen.
Jona: Hallo? Ist da wer? Oh Mann, es ist so dunkel hier drin. Ich kann gar nicht richtig erkennen, was los ist. Ihr fragt euch bestimmt, warum es hier so dunkel ist. Und wo wir hier überhaupt sind. Das will euch gerne erzählen, aber ich brauche eure Hilfe dabei.
Hier drin ist es doch ziemlich dunkel. Aber für die Geschichte brauchen wir sowieso unsere Ohren. Und damit ihr noch besser zuhören könnt, habe ich einige Instrumente dabei. Damit könnt ihr mir beim Erzählen helfen.
(Instrumente verteilen; den Kindern sagen, welches Wort zu ihrem Instrument gehört.)
Ihr müsst darauf achten, eure Instrumente während der Geschichte ruhig zu halten. Wenn ihr dann »euer Wort« hört, macht ihr mit eurem Instrument ein kurzes Geräusch. Wir üben das mal:
(Die Worte Gott, Jona, Sturm, Wal, Ninive werden der Reihe nach genannt und mit dem Instrument hörbar gemacht.)
Das klappt ja schon prima! Ihr wisst jetzt wahrscheinlich auch schon, worum es in unserer Geschichte geht …
Ich bin Jona. Und wir sitzen hier nicht in einer Höhle oder einem Haus, sondern in einem Fisch. Einem riesiggroßen Fisch. Und um uns herum ist das große, weite Meer. Es ist sehr ruhig da draußen. Dabei war gerade noch ein heftiger Sturm. Mit Wellen, die so hoch waren wie ein Kirchturm! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie heftig es da abging! Aber der Reihe nach. Am besten, ich fange meine Geschichte ganz von vorne an.
Vor ein paar Tagen liege ich faul in meiner Hängematte im Garten rum. Es ist so ein richtig schöner, sonniger Tag. Da höre ich plötzlich eine Stimme, die zu mir spricht. Es ist die Stimme von Gott.
Gott: Jona, ich brauche dich. Geh bitte in die Stadt Ninive. Dort geht es wirklich schlimm zu. Geh zu den Menschen dort und erzähle von mir. Sag ihnen, dass sie lieb zueinander sein sollen. Dass sie sich gegenseitig helfen und unterstützen sollen. Das ist mir wichtig.Jona: Ich bin vielleicht erschrocken! Ich wäre fast aus meiner Hängematte geplumpst! Ich dachte zuerst, ich hab* mich bestimmt verhört. Das kann ja nicht sein. Ich hab also einfach weiter so meinen Tag verbracht. Als ich mir dann abends in der Küche etwas zu essen machen will, höre ich wieder die Stimme von Gott.
Gott: ›Jona, was ist los? Ich hab dir doch einen Auftrag gegeben. Worauf wartest du?‹
Jona: Ich habe versucht mit ihm zu reden: ›Gott, ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist, wenn ich das mache. Ich kann sowas doch gar nicht. Schick lieber jemand anderen.‹ Da kam keine Antwort mehr von Gott. Erst am nächsten Tag, als ich gerade dabei war, die Blumen zu gießen, höre ich seine Stimme wieder.
Gott: ›Jona, du bist ja immer noch nicht unterwegs. Geh nach Ninive! Ich warte.‹
Jona: Und dann hab ich gesagt: ›Ok, ich mach das … bin schon unterwegs‹, und hab mich auf den Weg gemacht. Aber mein Ziel war nicht Ninive. Ich bin stattdessen ans Meer gegangen. Da gibt es eine Stadt mit einem großen Hafen und ganz vielen Schiffen. Ich dachte mir: ›In solch einem Schiff kann ich mich vor Gott verstecken. Ich hab dem Kapitän also Geld für die Fahrt gegeben und mich dann zwischen Koffern und Kisten hingelegt. Das war richtig angenehm, als es losging. Das Schiff hat ein bisschen geschaukelt. Und ich hörte, wie das Wasser gegen die Seite schwappte. Doch dann wurde es heftiger und immer heftiger. Und plötzlich war es wie auf einer Achterbahn. Mir wurde ganz schlecht. Draußen hab ich gehört, wie die Matrosen gerufen haben.
Matrose: ›So einen Sturm hab ich ja noch nie erlebt!‹
Kapitän: ›Schnell, haltet alles fest! Wir verlieren sonst unsere ganze Ladung, so wild wie es hier abgeht!‹
Matrose: ›Hilfe, Kapitän, tu doch was! Wir werden sonst alle ertrinken.‹
Jona: ›Puh, da draußen geht es ganz schön ab‹, dachte ich. ›Ich würde ja jetzt gerne zu Gott beten. Aber das geht nicht. Ich verstecke mich ja vor ihm.‹
Da ging plötzlich die Türe auf, und der Kapitän stand vor mir.
Kapitän: ›Wie kannst du so entspannt sein? Merkst du nicht, was da draußen für ein Sturm abgeht? Bestimmt hat einer von meinen Männern was ganz Schlimmes gemacht und jetzt, bei Gott, wir werden bestraft. Halt dich also gut fest!‹
Jona: Und dann ist er wieder nach draußen gerannt. Da wusste ich, wo der Sturm herkam: Gott hat diesen Sturm wegen mir geschickt. Er war sauer, weil ich nicht nach Ninive gegangen bin. Ich war mir ganz sicher: Wir würden in diesem Sturm untergehen.
Ich hoffte aber auch, dass Gott vielleicht die anderen Männer auf dem Schiff verschont. Also bin ich nach draußen zum Kapitän und hab ihm gesagt, was los ist: Dass Gott diesen Sturm geschickt hat, weil ich nicht nach Ninive gegangen bin, obwohl er das zu mir gesagt hatte.
Kapitän: ›Dann bete schnell zu Gott und bitte ihn, dass er uns alle verschont!‹
Jona: Aber ich dachte: ›Das bringt nichts mehr. Ich hab’s einfach verbockt.‹ Da hab ich den Matrosen gesagt: ›Werft mich ins Meer, dann habt ihr eine Chance.‹
Matrose: ›Das können wir nicht machen! Dann ertrinkst du ganz bestimmt, Jona!‹
Jona: Aber der Sturm wurde immer schlimmer. Schließlich haben sie zugestimmt und mich ins Meer geworfen. Ich hab darauf gewartet, dass ich ertrinke. Aber ich bin auf etwas ganz Weichem gelandet. Ich wurde aufgefangen von einem Fisch! Erst saß ich auf der Zunge und dann wurde ich hinuntergespült … Und hier sitz ich jetzt. Gott hat mich nicht ertrinken lassen.
Er hat einen Fisch geschickt, um mich zu retten! Obwohl ich nicht das gemacht habe, was Gott wollte. Obwohl ich dachte, dass ich mich vor ihm verstecken kann. Obwohl ich nicht nach Ninive gegangen bin. Er hätte ja auch einfach einen anderen schicken können. Aber nein, Gott hat mich gerettet. Ich kann euch gar nicht sagen, wie dankbar ich bin.
Und jetzt sitze ich hier und denke nach. Ich brauche jetzt ein bisschen Zeit, damit ich meine Gedanken aufschreiben kann. Zum Glück hatte ich einen Stift und einen Zettel in meiner Tasche. Wir sehen uns später …
Hier können die Kinder die Geschichte mit den unten gemachten Vorschlägen vertiefen (s. »IV. Zur Vertiefung«).
Jona taucht, jetzt für alle sichtbar, auf.
Jona: Hi, da seid ihr ja wieder! Wie ihr seht, bin ich auch wieder da! Der Fisch ist zum Ufer geschwommen und hat mich dort wieder rausgelassen. Seht ihr: Alles an mir ist noch dran. Der Fisch hat mich nicht gefressen, nicht verdaut, nicht mal angeknabbert.
Und was habt ihr so gemacht?
(Jona lässt sich die Ergebnisse der Kinder präsentieren.)
Ich habe auch einen kleinen Dank-Psalm geschrieben. Den möchte ich gerne mit euch gemeinsam beten:
Kehrvers: Gott, du bist überall!
Ich habe Gott gerufen.
Gott hat mir geantwortet.
Gott, du bist überall!
Ich war versunken im tiefen Meer.
Ich war voller Angst. Ich dachte, ich sterbe.
Ich bin so tief gesunken, bis an den Grund.
Gott, du bist überall!
Du hast mich gehört, Gott.
Du warst da.
Gott, du bist überall!
Gott, du hast mich gerettet!
Am Ende der Welt machst du einen neuen Anfang.
Du hast mich gerettet, Gott! Danke.
Gott, du bist überall!
Amen.
(Aus der Reihe »Jona«, Ganze Reihe)

Material: Kleinen Holzring (z. B. Vorhangring, Ø innen mind. 4 cm), rotes Isolierband; Paketschnur (ca. 20 cm); Tonpapier-Fähnchen mit der Aufschrift: »Gott ist mein Rettungsring.«
Die Paketschnur um den Ring legen und mit Zugabe (Haltegriffe) zusammenknoten.
Die Schnur außen am Ring viermal mit einem Stück Isolierband festkleben. Dabei das Band jeweils komplett um den Ring herumkleben (das Foto hilft beim Verstehen).
Anschließend an ein Ende der Schnur ein Tonpapier-Fähnchen kleben. (Nicht abgebildet)
Material: Viele aufgeblasene Luftballons, ein Tisch mit einer glatten Tischplatte.
Der Tisch wird mit der Tischplatte nach unten auf die Luftballons gelegt. So entsteht ein stabiles aber sehr wackeliges Schiff. Die Kinder sollen nun versuchen, eine Minute lang still in diesem Schiff zu sitzen.
Tipp: Die Luftballons dürfen weder zu stark noch zu schwach aufgeblasen sein. Aufgrund der Gewichtsverteilung über die Tischplatte, halten die Luftballons einiges aus. Vielleicht trauen sich auch die Erwachsenen? Beim Ein- und Aussteigen auf möglichst wenig Bewegung achten, damit die Luftballons nicht wegrutschen (können ggf. durch umgedrehte Stühle o. ä. rund um den Tisch unter der Tischplatte gehalten werden).
Auf ein großes Banner (Tapete, Leintuch …) wird das Wort »Danke« geschrieben. Drumherum dürfen alle Kinder schreiben oder
malen, wofür sie dankbar sind.
Aus dunklem Tonpapier basteln die Kinder einen ca. DIN-A5-großen Fisch. Aus hellem Tonpapier werden viele kleine Fische ausgeschnitten. Auf diese schreiben die Kinder, wofür sie dankbar sind und kleben sie auf ihren größeren Fisch.
Jedes Kind bekommt einen Satz/Abschnitt aus Jonas Dank-Psalm auf einem DIN-A3-Papier. Die Kinder malen bei meditativer Musik, was ihnen zu diesem Vers einfällt. Es dürfen dabei alle Farben verwendet, aber keine erkennbaren Formen, Buchstaben oder Zahlen gemalt werden.
Alternative: Die Kinder suchen sich selbst einen Satz aus dem Psalm aus.
Die Kinder beschreiben in ihren eigenen Worten in Form eines Gedichts oder Psalms Dinge, für die sie dankbar sind.
Die Kinder schreiben eigene Strophen zum Lied »Danke, für diesen guten Morgen« mit Dingen, für die sie persönlich dankbar sind.
Auf 24 Seiten ist die Geschichte von Jona wunderschön illustriert und erzählt. Für den erinnernden Gruß mit nach Hause …
Wilma Osuji
Bibel-Klanggeschichten (mit CD)
Für Kinder von 4 bis 8 Jahren
Jona wird in diesem Buch (mit insgesamt 12 Geschichten aus dem Ersten und Zweiten Testament) ebenfalls mit Rhythmus- und Orffinstrumenten erzählt und erlebt.
Alle Lieder mit Playbacks gibt es auf der beiliegenden CD.
Zu Klanggeschichten ausgestaltet werden sie für die Kinder zu einem besonderen Erlebnis. Alle Lieder mit Playbacks auf der beiliegenden CD.
96 S., 19,5 x 17,5 cm, kartoniert, Schwarz-Weiß Illustrationen, mit Musik-CD
Der Band enthält folgende Geschichten:
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